Schuljahr 1959 - 60  Zeitraum Januar  - März

Donnerstag, 7. Januar 1960

Die drei Jürgen waren nicht zu schlagen

Theodor-Mommsen-Schüler siegten im Europa-Quiz vor dem Oldesloer Jugendbund

st. – Mit 26 von 27 erreichbaren Punkten siegte die Mannschaft des Theodor-Mommsen-Gymnasiums im staatsbürgerlichen Quizabend, den die Volkshochschule gemeinsam mit der Europa-Union unter dem Motto „Kennst du dein größeres Vaterland?“ veranstaltete.

Über zwei Stunden kämpften die Mannschaften der Deutschen Jugend des Ostens, des Oldesloer Jugendbundes, der Kreisberufsschule, des Gymnasiums und der Deutschen Angestellten-Jugend, jeweils drei männliche Jugendliche, die mit großem Eifer bei der Sache waren und nach Überwindung ihres Lampenfiebers mit beachtlichem Wissen aufwarteten.

Als launiger Quizmaster fungierte Egon Weissner (Plön) von der Europa-Union, der den jungen Mitspielern immer wieder Eselsbrücken baute. Doch gleich in der ersten Runde gab es einige Pannen, als die Hymnen von europäischen Ländern vorgespielt und dazu die Flaggen gezeigt worden. In der zweiten Runde mußte an Hand eines Steckbriefes ein europäisches Land genannt werden. Auch dabei gab es Schwierigkeiten, die in der nächsten Runde „Bekannte Europa-Vorkämpfer“ noch größer wurden. Dagegen kamen die Antworten beim Komplex „Berühmte Baudenkmäler“ wie aus der Pistole geschossen.

Als Preisrichter punkteten Frau Weissner (Europa-Union), Walter Aßmann (Volkshochschule) und Alfred Max Dörfler (Presse).

Die rund 150 Zuhörer und die unterlegenen Wettkämpfer zollten den drei Siegern Jürgen Peter, Jürgen Riedell und Jürgen Klöckner viel Beifall. Die drei Theodor-Mommsen-Schüler gewannen einen achttägigen Ferienaufenthalt in Schleswig-Holstein. Dabei werden sie mit anderen Jugendlichen aus europäischen Ländern zusammenkommen. Wahrscheinlich ist auch ihre Teilnahme am Landesausscheidungskampf in Kiel, da bei den bisherigen sechs Europa-Quizveranstaltungen erst eine Mannschaft volle 27 Punkte erreichen konnte. An alle übrigen Teilnehmer überreichte die Europa-Union gute Bücher.

Mit 24 Punkten kam, nur knapp geschlagen, der Oldesloer Jugendbund (Horst Stegert, Gert Tromnau und Jochen Wittmack) auf den zweiten Platz. Dann folgten die Deutsche Jugend des Ostens, die Berufsschule und die Angestellten-Jugend mit je 15 Punkten.

Den Sonderpreis der Verkehrswacht holten sich ebenfalls die Gymnasiasten. Auch hier blieb der Jugendbund nur knapp auf der Strecke. Die Jugendlichen erwiesen sich bei den drei Fragen aus dem Gebiet des europäischen Verkehrswesens als sehr beschlagen. Die Oberschüler erhielten zur Belohnung eine hübsche Kollegmappe.

Zu Beginn hatte Volkshochschule-Leiter Arthur Pusewey der Europa-Union und der Kreisverkehrswacht für die Mitwirkung gedankt.

STORMARNER TAGEBLATT vom 8.1.1960

 

Donnerstag, 7. Januar 1960

Elternversammlung

st. – Die Elternversammlung zur Informierung über die Übergangsprüfung findet für Gymnasium und Mittelschule gemeinsam morgen um 16.30 Uhr in der Aula der Theodor-Mommsen-Schule statt.

STORMARNER TAGEBLATT vom 7.1.1960

 

Sonnabend, 16. Januar 1960

Vesdoro hatte Gäste

st. – Der Verein ehemaliger Schüler der Oldesloer Oberrealschule (Vesdoro) konnte bei seinem traditionellen Grünkohlessen in Wiggers Gasthof viele Mitglieder und Gäste begrüßen. Von der Theodor-Mommsen-Schule waren Oberstudiendirektor Dr. Tiedemann und ein Teil des Lehrerkollegiums erschienen, ferner Oberstudiendirektor a.D. Staberock, ehemalige Lehrer und Mitglieder der Vereinigung ehemaliger Stormarnschüler in Ahrensburg. Bei Vorträgen, auch aus dem Kreis der Gäste aus Ahrensburg, Ansprachen und Erzählungen über Erlebnisse aus der Schulzeit, blieb man einige Stunden gesellig zusammen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 18.1.1960

 

Freitag, 29. Januar 1960

Zweite Lehrerprüfung bestanden

st. – Frau Hildegard Fenner, Lehrerin an der Sonderschule, bestand vpor einer Prüfungskommission unter Vorsitz von Regierungsschulrat Gröll die zweite Lehrerprüfung.

STORMARNER TAGEBLATT vom 29.1.1960

 

Montag, 1. Februar 1960

Handwerker in der Stadtschule

st. – Hämmern und Klopfen schallt aus den Räumen der Stadtschule! Während im Sommerhalbjahr die Außenfront des bereits 120 Jahre alten Gebäudes renoviert wurde, werden zur Zeit die Innenräume von Grund auf überholt. Die Arbeiten sind so umfangreich, daß die Schulferien für sie nicht ausreichen. Sieben Klassen mußten kürzlich ihre- gewohnten Räume verlassen. Sie anderweitig unterzubringen, bereitete erhebliche Schwierigkeiten. Für einige Schüler mußte Schichtunterricht eingeführt werden. Schulleitung und Lehrerkollegium bitten die Eltern um Verständnis für die vorübergehenden Unregelmäßigkeiten im Schulbetrieb. Leider lassen sie sich nicht ganz vermeiden. Von Seiten der Schule wird alles getan, den Unterricht so wenig wie möglich zu stören, von Seiten der Stadt alles, die Arbeiten so schnell wie möglich zu beenden.

STORMARNER TAGEBLATT vom 1.2.1960

 

Dienstag, 2. Februar 1960

Glückwünsche für Heinrich Lemburg

st. – Zum 85. Geburtstag Heinrich Lemburgs fanden sich in seiner Wohnung in der Bahnhofstraße viele Gratulanten ein, unter ihnen Bürgermeister Barth, Rektor i.R. Schmiedel als Vertreter der Lehrerschaft, Imker-Landesvorsitzender Lucas und Kreisvorsitzender Brunsen als Vertreter der Imkerschaft, ferner Gilde-Kommandeur Martin Münster.

STORMARNER TAGEBLATT vom 3.2.1960

 

Dienstag, 2. Februar 1960

Französisch oder Latein?

st. – Ungewöhnlich stark war der Besuch der Elternversammlung, zu der die Theodor-Mommsen-Schule die Eltern der Quintaner in Wiggers Gasthof eingeladen hatte. Etwa 80 Väter und Mütter ließen sich von Oberstudiendirektor Dr. Tiedemann und Studienrat Heidler darüber informieren, welche Gesichtspunkte bei der Wahl der zweiten Fremdsprache für die Quarta ab Ostern zu berücksichtigen sind. Zur Auswahl stehen Französisch- und Latein. Ihre Entscheidung sollen die Eltern bis zum 9. Februar dem Gymnasium mitteilen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 3.2.1960

 

Sonnabend, 6. Februar 1960

Aufträge für die Turnhalle

st. – Vom Magistrat sind auf der letzten Sitzung weitere Aufträge für den Turnhallenneubau neben der Klaus-Groth-Schule vergeben worden. Die Maurerarbeiten haben bereits begonnen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 6.2.1960

 

Montag, 8. Februar 1960

7. Platz im Bundesgebiet: Theodor-Mommsen-Schule

n. – Wie der Bundesfachzeitschrift „Leichtathletik“, dem amtlichen Organ des Deutschen Leichtathletik-Verbandes, Nummer 1/1960, zu entnehmen ist, nimmt die Theodor-Mommsen-Schule im Mannschaftsmehrkampf der Schulen DMM Klasse C mit 6811 Punkten den siebenten Platz ein.

Wenn man bedenkt, daß bei 765 Gymnasien gleicher Klasseneinteilung 156 Mannschaften an dem Wettbewerb beteiligt waren, ist diese Plazierung auf Bundesebene ein hervorragendes Ergebnis. Bei dem Vergleichskampf der Oberschulen und Gymnasien im Bezirk Süd am 24. September 1959 reichte die Punktzahl nicht nur für den Sieg; die Theodor-Mommsen-Schule wurde auch Landessieger.

STORMARNER TAGEBLATT vom 8.2.1960

 

Freitag, 12. Februar 1960

Vesdoro

Kappen- und Bockbierfest am 13. Februar im Café Arnold. Es ist ratsam, Tischbestellungen aufzugeben. Der Festausschuß.

STORMARNER TAGEBLATT vom 12.2.1960

 

Sonnabend, 13. Februar 1960

Mündliche Abiturientenprüfung Anfang März

st. – Voraussichtlich Anfang März – der genaue Termin steht noch nicht fest – wird für die beiden Oberprimen der Theodor-Mommsen-Schule die mündliche Abiturientenprüfung stattfinden. Die schriftliche Prüfung erfolgte bereits am 8., 9. Und 11. Januar.

STORMARNER TAGEBLATT vom 13.2.1960

 

Sonnabend, 13. Februar 1960

Karnevalsstimmung beim Vesdoro

st. – Übermütige Karnevalsstimmung herrschte auf dem sehr gut besuchten Kappen- und Bockbierfest des Vereins ehemaliger Schüler der Oberrealschule Oldesloe (Vesdoro) im Café Arnold. Mitglieder und Gäste wurden mit einem Willkommenstrunk auf Kosten des Vereins empfangen. Vorsitzender Hans Werner Meyer begrüßte besonders zahlreiche Gäste aus Ahrensburg von der Vereinigung ehemaliger Stormarnschüler und aus Altona vom Verein ehemaliger Schleeschüler (Vesdar). Beide Vereine luden die Vesdoro-Mitglieder sehr herzlich zu Gegenbesuchen ein.

STORMARNER TAGEBLATT vom 15.2.1960

 

Dienstag, 16. Februar 1960

Unterricht nur nachmittags

st. – Wegen der Reparaturarbeiten in der alten Stadtschule sind jetzt einige Klassen in die neue Klaus-Groth-Schule „ausgelagert“ worden. Sie können dort aber nur nachmittags unterrichtet werden. Die Eltern sind von dieser Regelung wenig erbaut, weil diese Arbeiten nach ihrer Ansicht auch in den Ferien hätten erledigt werden können. Offenbar will die Stadt aber die dafür notwendigen Mittel noch in diesem Haushaltsjahr bis zum 31. März ausgeben.

STORMARNER TAGEBLATT vom 16.2.1960

 

Sonnabend, 20. Februar 1960

Lesestunden mit deutscher Fibel unter der Äquatorsonne

Oldesloer Ehepaar aus Südwestafrika zurück – Sehnsucht nach dem heimatlichen grünen Hausgarten – Unvergeßliche Jahre

Wim. – Nach dreieinhalbjährigem Aufenthalt in Südwestafrika, wo er eine deutschsprachige Schule leitete, ist der Oldesloer Mittelschullehrer Fritz Rehkopf mit seiner Frau in die Heimat zurückgekehrt. Noch ist nur weniges von dem umfangreichen Gepäck geöffnet, das viele Erinnerungen an den schwarzen Erdteil enthält, u.a. Waffen der Eingeborenen, Farbfilme und 800 Farbdias, Felle und Zeugnisse des schulischen Lebens in Karibib, einem Ort, in dem an 299 Tagen des Jahres die Sonne scheint.

Als Fritz Rehkopf den Auftrag einer Vereinigung deutscher Farmer annahm, die von ihnen unterhaltene Schule mit Internatsbetrieb zu einer Mittelschule auszubauen, reizte ihn diese pädagogisch interessante Aufgabe. Er wußte aber wenig von Südwestafrika. Dort muß man seine Erfahrungen selbst sammeln. Gleich an den ersten Tagen in Karibib geschah es, daß er sich an den Schreibtisch setzen wollte. In diesem Augenblick sah er vor seinen Augen eine Hornviper, eine äußerst giftige Schlange. Er holte einen Knüppel und schlug sie tot. Die Viper war durch die Ritze der schlecht schließenden Haustür hereingekommen Die erste Erfahrung im Umgang mit Schlangen: Alle Türen und Fenster sorgfältig abdichten! Nie wieder ist eine Schlange ins Haus gelangt.

Dieses aufregende Erlebnis darf aber, so erzählte Fritz Rehkopf, nicht zu der Annahme verführen, man lebe in Südwestafrika gefährlich. Gewiß sind dem Oldesloer Ehepaar noch viele Schlangen in der Steppe begegnet, auch die berüchtigte schwarze Mamba und der Python, eine riesige Würgeschlange, aber da saß es geborgen im Auto. Es hat auch Löwen, Geparden, ganze Elefantenherden, Nashörner, Krokodile und unabsehbare Scharen aller Antilopenarten gesehen. Doch das war zur Hauptsache auf mehrwöchiger Safari im Kaoko-Veld und bei zwei ausgedehnten Besuchen der Etoscha-Pfanne, dem Naturschutzpark von Südwest. An den Umgang mit Riesenspinnen, die nicht ganz aus dem Hause zu vertreiben waren, tat die Gewöhnung ein übriges. Frau Rehkopf, die sich zuerst vor Schreck entsetzt hatte fand später nichts mehr dabei, sie anzufassen, ausgenommen natürlich die giftigen Vogelspinnen.

Etwa wie Bargteheide

Karibib kann man seiner Bedeutung nach etwa mit Bargteheide vergleichen. Die weiße Bevölkerung ist zahlenmäßig natürlich weit geringer. Die Schwarzen Ieben abseits in einer abgeschlossenen Werft. Sie müssen arbeiten, können sich also nicht, wie es manche gern tun, auf die faule Haut Iegen, wenn sie für eine Weile Geld genug verdient zu haben glauben. Aber in der Wahl des Arbeitsplatzes sind sie frei.

Als Fritz Rehkopf nach Karibib kam, zählte die Schuler 76 Schüler und drei Lehrer. Als er sie verließ, unterrichteten neun Lehrer 185 Schüler. Möglich wurde das durch Schaffung neuer Unterrichtsräume und Erweiterung des Internats. Manche der sechs bis 16 Jahre alten Internatsschüler kommen von Farmen, die bis zu 300 Kilometer entfernt sind. Aber die Eltern nehmen gern die Kosten – nach deutschem Geld etwa 240 Mark monatlich – auf sich. Im Durchschnitt haben diese Farmen 10.000 Hektar mit großen Herden von Rindern und Karakulschafen (Persianer). Der Farmertrag hängt vom Regen ab, der nur für einige Wochen im Jahr fällt, manchmal aber auch gänzlich ausbleibt.

Auslandsfibel bewährte sich

Im letzten Halbjahr unterrichtete Fritz Rehkopf die Schulanfänger, um eine Fibel auszuprobieren, die im Auftrage der Auslandsschulabteilung des Auswärtigen Amtes herausgegeben worden ist. Sie bewährte sich sehr gut

Wöchentlich 42 Unterrichtsstunden – gegenüber 28 in der Bundesrepublik – in einem zwar sehr gesunden Hochlandklima, aber immerhin doch unweit des Äquators, stellen große Anforderungen an die Lehrer. Wenn man dazu noch die Verantwortung rechnet, die Fritz Rehkopf als Schulleiter trug, versteht man es, daß er den Vertrag trotz Angebotes und fast doppelten Gehaltes nicht verlängert hat.

Was vermißte Frau Rehkopf in Karibib am meisten: den grünen deutschen Gemüse- und Obstgarten. Für die Einsamkeit und eine gewisse Einförmigkeit des Lebens entschädigten die Ferien mit mehrwöchigen Autoausflügen. Die Gastfreundschaft bei Fahrten in die nähere und weitere Umgebung war von überströmender Herzlichkeit. In Usakos besuchte das Ehepaar Rehkopf den Bruder des Oldesloer Bahnhofswirts Hermann Christ. Er hat dort ein Warenmagazin. Den Bruder des Oldesloer Rechtsanwalts Dittmer, der etwa 100 Kilometer entfernt wohnt, trafen sie zu ihrem Bedauern nicht an.

Während sie die Schiffsreise vor dreieinhalb Jahren an der westafrikanischen Küste entlang gemacht hatten, gingen sie diesmal an der Ostküste an Bord eines italienischen Luxusdampfers. Bei dieser Gelegenheit lernten sie noch Daressalam, Aden, Suez, Durban und Venedig kennen.

Nach dem großen Aufräumen in ihrem Haus im Finkenweg fühlen sie sich nun wieder in Bad Oldesloe heimisch. Fritz Rehkopf unterrichtet wieder an der Königin-Luise-Schule, aber: „Wir möchten die dreieinhalb Jahre Afrika in unserem Leben nicht missen. Ich kann nur jedem, der Gelegenheit zu einem längeren Auslandsaufenthalt hat, raten, sie wahrzunehmen.“

STORMARNER TAGEBLATT vom 20.2.1960

 

Montag, 22. Februar 1960

Schulrat Lüth verabschiedete sich

n. – Auf einer Kaffeetafel auf der Konferenz des Lehrerkollegiums verabschiedete sich Schulrat Heinrich Lüth von der Mittelschule, die er mehrere Jahre geleitet hatte. Konrektor Gehrke lobte die erfolgreiche Schularbeit und die pädagogischen Fähigkeiten es ehemaligen Rektors. Manche Anregungen und Gespräche hätten durch ihn Gestalt gewonnen und der Schule Gesicht gegeben, auch der Bau der Turnhalle sei seiner Initiative zu verdanken. Im Namen des Kollegiums überreichte der Konrektor Schulrat Lüth Blumen und einen Bildband: Emil Nolde. Zwar sei sein Dienst in der Schule, so sagte Heinrich Lüth, bedauernswerterweise beendet, aber nicht sein Dienst an der Schule, mit der er sich weiter eng verbunden fühle.

STORMARNER TAGEBLATT vom 22.2.1960

 

Mittwoch, 24. Februar 1960

Oberschüler spendeten „Brot für die Welt“

B. – Vor einigen Tagen erhielt die Theodor-Mommsen-Schule ein Schreiben, in dem sich der Propst der Propstei Segeberg für die überwiesene Spende von 365,38 DM zur Unterstützung der Hilfsaktion der evangelischen Kirche in Deutschland „Brot für die Welt“ herzlich bedankte. Das Geld stammt aus einer Sammlung, die auf Initiative der Schüler des Gymnasiums durchgeführt und durch einen Betrag aus dem Kulturfonds der Schülermitverantwortung ergänzt wurde. Die SMV freut sieh besonders über dies Schreiben, da hiermit ihre Arbeit auch von außen Anerkennung erhält.

STORMARNER TAGEBLATT vom 24.2.1960

 

Mittwoch, 24. Februar 1960

Klaus-Groth-Schule stellt aus

st. – Am kommenden Wochenende zeigt die Klaus-Groth-Schule Arbeiten aus dem Zeichen-, Handarbeits- und Werkunterricht in einer Ausstellung, zu der alle Eltern und Freunde der Schule eingeladen sind. Vor geladenen Gästen findet zum Auftakt eine Laienspielaufführung statt.

STORMARNER TAGEBLATT vom 24.2.1960

 

Donnerstag, 25. Februar 1960

Normaler Unterricht

st. – Wieder normaler Vormittagsunterricht haben die Klassen der Klaus-Groth-Schule im Gebäude der alten Stadtschule. Wie berichtet, hatten die Klassen wegen der Reparaturarbeiten vorübergehend nachmittags in den Räumen der neuen Stadtschule unterrichtet werden müssen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 25.2.1960

 

Sonntag, 28. Februar 1960

Klaus-Groth-Schüler stellten aus

Viel Beachtung fand die Ausstellung von Schülerarbeiten in der Oldesloer Klaus-Groth-Schule. …

Die Schule erstrebe, wie Rektor Johannes Volkmann in der Eröffnungssprache betonte, nicht nur das Arbeitsergebnis, sondern sie wolle erzieherisch dahin wirken, daß die Jungen und Mädchen durch das Gestalten zur Persönlichkeitsgestaltung kommen.

Zeugnis von diesem pädagogischen Ziel legten nicht nur die Zeichenarbeiten ab, die einen Einblick in den Zeichenunterricht aller Jahrgänge der Schule gaben. Auch die Handarbeiten der Mädchen und die Werkarbeiten der Jungen des achten und neunten Schuljahres ließen Gestaltungswillen und Geschmack erkennen. Da sah man Nachtwäsche neben Kissen und Puppenkleidchen, ein Auslegerboot neben Vogelhäuschen und einem Schachspiel. Aufschlußreich waren Mappenarbeiten des siebenten bis neunten Schuljahres, in denen Aufsätze, Niederschriften und Zusammenfassungen des Unterrichtsergebnisses gesammelt waren. So waren u.a. zu dem Thema „Wie gestalte ich meine Freizeit?“ aufschlußreiche Arbeiten über Musik, Literatur und Kunst zu finden.

Zu der Schüleraufführung, die der Eröffnung der Ausstellung voranging, hatte Rektor Volkmann nur einen kleinen Kreis von Zuschauern einladen können, weil die Eingangshalle nicht mehr Platz bietet. Mädchen und Jungen der neunten Klasse führten ein Stück über die Unzufriedenheit der heutigen Zeit auf: „Das Hemd der Zufriedenheit!“ von Hans Fischer, einstudiert von Lehrer Karl-Heinrich Ahrendt. Ihr frisches, natürliches Spiel fand viel Beifall. Unter den Gästen befanden sich die Schulräte Rudolf Heitmann und Heinrich Lüth und die Leiter anderer Schulen. Der Besuch der Ausstellung war an beiden Tagen sehr rege.

STORMARNER TAGEBLATT vom 1.3.1960

 

Dienstag, 1. März 1960

Die Abiturienten der Theodor-Mommsen-Schule

st. – In der Theodor-Mommsen-Schule fand die mündliche Prüfung der Abiturienten unter Vorsitz des Staatlichen Prüfungskommissars, Frau Oberschulrätin Schiller, ihren Abschluß. Von der Prüfung waren Hans Peter Jenssen, Peter Jessel und Ursula Sommer aus der Oberprima s und Gerhard Drews aus der Oberprima m befreit. Alle 37 Oberprimaner bestanden das Abitur.

Klasse OIs:

Siegrun Albrecht (Berufswunsch Sprachlehrerin), Harbo Andresen (ev. Theologe), Helmut Arriens (Offizier), Renate Beyer (Lehrerin), Harm Bischoff (Bankkaufmann), Hans-Jürgen Fock (Offizier), Doris Gehrmann (Philologie), Volker Gerken (Lehrer), Jürgen Griepentrog (Dolmetscher), Ive Hauswald (Philologe), Hans-Peter Jenssen (Mathematiker und Physiker), Peter Jessel (Programmierer), Klaus Laasner (Polizeioffizier), Ingrid Lutz (Rechtspfleger), Peter Marwedel (Offizier), Hinrich Matthiessen (Exportkaufmann), Wolfgang Melms (Diplomingenieur), Ingrid Milz (Lehrerin), Annelott Printz (Kinderärztin), Jürgen Reichardt (Sportlehrer), Silvia Rinderspacher (Schulpsychologin), Reinhard Schmidt (Arzt), Elisabeth Schütt (Lehrerin). Ursula Sommer (Konsulatssekretärin).

Klasse OIm:

Karin Albrecht (Architektin), Bernd Carsten (Geologe), Gerhard Drews (Physiker), Peter Eppendorfer (Dipl.-Ing.), Edith Hanelt (Rechtspflegerin), Klaus Hangarter (Physiker), Hans-Peter Reibnitz (Marineoffizier), Erika Röhrke (Apothekerin), Eberhard Schröder (Dipl.-Ing.), Bernd Schwarz (Chemiker), Hans-Joachim Slama (Lehrer), Ulrich Stumpf (Architekt), Adolf Witt (Astronom).

STORMARNER TAGEBLATT vom 2.3.1960

 

Montag, 7. März 1960

Kultusminister Osterloh spricht

st. – Vor geladenen Gästen wird der schleswig-holsteinische Kultusminister Edo Osterloh morgen um 16 Uhr in Wiggers Gasthof über kulturpolitische Fragen sprechen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 7.3.1960

 

Montag, 7. März 1960

Kernlehre in der Theodor-Mommsen-Schule

st. – Die Stadt erhielt als Träger des Theodor-Mommsen-Gymnasiums auf Antrag von der Bundesregierung einen Zuschuß von 11.000 Mark. Er ist für die Anschaffung von Geräten für den Unterricht über die Kernlehre bestimmt.

STORMARNER TAGEBLATT vom 7.3.1960

 

Dienstag, 8. März 1960

Konzert des Gymnasiums

st. – Morgen abend veranstaltet das Theodor-Mommsen-Gymnasium ein Konzert mit dem Schulchor und dem Schulorchester unter Leitung von Studienrat Fritz Alshuth. Neben Chorliedern stehen zwei Sinfonien von Johann Friedrich Fasch und Johann Stamitz und das Klavierkonzert Es-Dur (Köchel-Verz. 107) von Mozart auf dem Programm. Solisten sind Jutta Meyn, Barbara Schmidt (beide Gesang) und Anni Göttsche (Klavier).

STORMARNER TAGEBLATT vom 8.3.1960

 

Dienstag, 8. März 1960

Minister Osterloh: 1964 kein Lehrermangel mehr

Volksschule in der Krise – Schwimmhallen-Bauprogramm angekündigt

st. – „Man muß sich darüber klar sein, daß die Schulpolitik nur ein Teil der allgemeinen Kulturpolitik ist“, betonte Kultusminister Osterloh, als er im Gasthof Wigger auf einer Versammlung des CDU-Kreisverbandes hauptsächlich vor Pädagogen aus dem Kreisgebiet sprach.

Der Minister beleuchtete die Schulsituation in unserem Lande und betonte, daß der Lehrermangel bis 1964 behoben sein werde. Erst dann könne die Ausbildungszeit an den Pädagogischen Hochschulen des Landes auf sechs Semester verlängert werden. „Es ist besonders erfreulich festzustellen, daß der Lehrerberuf wieder mehr Anziehungskraft bekommen habe. Man muß sich aber damit abfinden, daß künftig an den Volksschulen vorwiegend weibliche Kräfte unterrichten werden“, unterstrich der Minister.

„Leider ist die Volksschule im Bundesgebiet in Gefahr, vernachlässigt zu werden „ Die Einführung eines zehnten Schuljahres an den Volksschulen sei nicht möglich, weil Klassen und Lehrer dazu fehlen. Deshalb könne der Oberstufe auch vorerst kein neuer Charakter gegeben werden.

Das bisherige Ausleseverfahren für den Besuch der weiterführenden Schule habe sich voll bewährt. In Schleswig-Holstein besuchen 38 Prozent aller Volksschüler eine weiterführende Schule. Im Bund sind es im Durchschnitt nur 25 Prozent. „Schleswig-Holstein hat im Bundesdurchschnitt auch den größten Prozentsatz an Sextanern, die bis zum Abitur durchhalten“, betonte Osterloh.

Zur Mittelschule meinte der Minister, daß diese Schulform in unserem Land besonders stark ausgeprägt sei. Er warnte aber vor einem „isolierten Stand der Mittelschullehrer“, weil der organische Zusammenhang zwischen Volks- und Mittelschullehrer nicht verloren gehen dürfe. Spezialbegabten Volksschullehrern sollte immer die Möglichkeit offen bleiben, an die Mittelschule zu gehen. Deshalb könne er sich für die Forderung des Mittelschullehrerverbandes auf Einrichtung eines eigenen „Institutes für eine Mittelschullehrerausbildung“ nicht erwärmen. „Die Mittelschule soll ihre Verbundenheit mit der Volksschule immer pflegen.“

Schließlich kündigte der Kultusminister ein besonderes Bauprogramm für Schwimmhallen an. Bereits im kommenden Jahr wolle das Land hierfür wahrscheinlich Förderungsmittel bewilligen.

Abschließend fand eine rege Diskussion statt.

STORMARNER TAGEBLATT vom 9.3.1960

 

Mittwoch, 9. März 1960

Abiturientenentlassung

st. – Morgen um 10.30 Uhr werden die 37 Abiturienten der Theodor-Mommsen-Schule in der Aula des Gymnasiums feierlich verabschiedet.

STORMARNER TAGEBLATT vom 9.3.1960

 

Mittwoch, 9. März 1960

Mittelschüler stellen aus

st. – Für rund 100 Schüler und Schülerinnen des zehnten Schuljahres der Königin-Luise-Schule findet am Sonnabend die Abschlußprüfung statt. Anschließend werden die Abgänger, wie dies in jedem Jahr üblich ist, Hand- und Werkarbeiten, Zeichnungen und ihre schriftlichen Jahresarbeiten öffentlich ausstellen, und zwar von Sonnabend bis einschließlich Dienstag, jeweils nachmittags. Nach den Osterferien, am 25. April, werden drei Klassen mit 115 Schülern, überwiegend Mädchen, des fünften Schuljahres neu gebildet. Im vergangenen Jahr waren es vier Klassen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 9.3.1960

 

Mittwoch, 9. März 1960

Ausklang mit Schulkonzert

a. – Den musikalischen Ausklang des Schuljahres bildete für das Theodor-Mommsen-Gymnasium ein Konzert, zu dem sich in der Aula zahlreiche Zuhörer eingefunden hatten. Das Programm wies Namen wie Mozart, Brahms, Chopin, Schumann und Wolf auf. Ausführende waren der Schulchor und das Schulorchester, dazu als Solisten drei Schülerinnen. Angesichts der großen Zahl der Mitwirkenden stellten die Leistungen dem musikpädagogischen Können Studienrat Alshuths das beste Zeugnis aus.

Einen Sondererfolg errang die erst elfjährige Anni Göttsche, Tochter unseres nun bald scheidenden Organisten, mit dem Mozartschen Klavierkonzert in Es-Dur, das sie mit erstaunlicher Technik und schönem Ausdruck spielte. Ein wenig verwirrt durch den starken Beifall, suchte sie schnell Zuflucht im Orchester, dem sie als Geigerin angehörte. Jutta Meyn und Barbara Schmidt brauchten sich ebenfalls über Beifall für ihre Liedvorträge nicht zu beklagen.

Das zyklenähnlich gestaltete Programm schloß mit dem eindrucksvollen Zusammenklang von Chor und Orchester in Fritz Dietrichs „Eh‘ ich mich niederlege“. Die Schüler dankten ihrem Musiklehrer mit einem Blumenstrauß, Oberstudiendirektor Dr. Tiedemann tat dies mit einem herzlichen Händedruck – willkommener Anlaß für das Publikum, seinen Beifall zustimmend zu verstärken.

STORMARNER TAGEBLATT vom 10.3.1960

 

Donnerstag, 10. März 1960

Vorarbeiten für den dritten Bauabschnitt

st. – Für das Haushaltsjahr 1961 hat die Stadt die Verwirklichung des dritten Bauabschnitts der Klaus-Groth-Schule vorgesehen. Mit den Vorarbeiten ist schon jetzt begonnen worden. Geplant sind sechs Klassenräume, ferner ein Werkraum, ein Zeichenraum, eine Küche und ein Handarbeitsraum, diese sämtlich mit Nebenräumen. Die Kosten werden auf 130.000 Markveranschlagt.

STORMARNER TAGEBLATT vom 10.3.1960

 

Donnerstag, 10. März 1960

Sonderschule stellt aus

st. – Die Sonderschule bereitet eine Ausstellung von Schülerarbeiten aus dem Zeichen-, Handarbeits- und Werkunterricht vor. Sie wird am Sonnabend und Sonntag in den oberen Räumen des Schulgebäudes in der Königstraße stattfinden und einen aufschlußreichen Einblick in die Arbeit der Schule geben.

STORMARNER TAGEBLATT vom 10.3.1960

 

Donnerstag, 10. März 1960

Abschied vom Theodor-Mommsen-Gymnasium

st. – 37 Oberprimaner nahmen nach glücklich bestandenem Abitur Abschied vom Theodor-Mommsen-Gymnasium. Oberstudiendirektor Dr. Tiedemann gab ihnen Verse Hermann Hesses, mit denen er seine Einführungsrede vor einem Jahr begonnen hatte, mit auf den Weg: „Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe bereit zum Abschied sein und Neubeginne, um sich in Tapferkeit und ohne Trauern in neue, andre Bindungen zu geben.“

Die vermeintlichen Steine, die ihnen die Schule in den Weg gelegt habe, würden die Scheidenden später einmal, so versicherte Dr. Tiedemann lächelnd, als Bausteine erkennen, geschaffen, um von Lebensstufe zu Lebensstufe zu gelangen.

Einleitend hatte der Oberstudiendirektor nach festlicher Musik die Eltern, Oberstudiendirektor a.D. Staberock als einstigen Lehrer der Abiturienten, Stadtrat Schömer, Elternbeiratsvorsitzenden Eberhardt und den Vesdoro-Vorsitzenden Meyer begrüßt.

In seiner Festansprache gab Studienrat Hauswald, Klassenlehrer der OIm, unter dem Thema „Der Mensch in der Zeit“ eine philosophisch-historische Betrachtung darüber, wie der Mensch die Gegenwart sehen müsse. Hieran knüpfte Abiturient Gerhard Drews an, nachdem er Eltern und Lehrern im Namen seiner Mitschüler gedankt hatte. Er könne mit gutem Gewissen der Schule bestätigen, daß sie die Schüler gerade über die Situation der Gegenwart hinreichend informiert habe, so daß sie fähig wären, sich ein Urteil aus eigener Erkenntnis zu bilden.

Die anschließende Kammersonate von CoreIli spielten ausschließlich Geschwister von Abiturienten, verstärkt durch den Vater eines Abiturienten, dirigiert von Studienrat Alshuth.

Nach der Zeugnisverteilung überreichte Dr. Tiedemann Gerhard Drews für das beste Reifeprüfungszeugnis eine Buchprämie des Vesdoro.

STORMARNER TAGEBLATT vom 11.3.1960

 

Freitag, 11. März 1960

Dritte Volksschule

st. – Der kürzlich vom Stadtparlament genehmigte Durchführungsplan Nr.7, der das Baugebiet zwischen der Grabauer Straße und der Hamburger Straße betrifft, sieht eine dreigeschossige Bauweise vor. Hier soll auch die dritte Oldesloer Volksschule errichtet werden, wenn sie notwendig wird. Ihr Platz dürfte an der Theodor-Storm-Straße sein, die bis zur Hamburger Straße verlängert werden soll.

STORMARNER TAGEBLATT vom 11.3.1960

 

Montag, 14. März 1960

Mittlere Reife für 95 Oldesloer Mittelschüler

Klasse 10a:

Margret Behm, Inge Feddern, Gerda Fianke, Marion Klinck, Marianne Kneese, Marlis Langmaack, Ursula Müller, Anita Peik, Elke Quartier, Alix Rode, Ursel Saage, Wiebke Schlobohm, Monika Schülke, Ruth Schwanke, Ingrid Severin, Heidemarie Stamer, Ulla Starke, Bärbel Walter, Anita Zühlke, Manfred Beckmann, Heiko Erichsen, Eberhard Fordan, Gerhard Frieser, Gisbert Gomille, Uwe Gragen, Peter Kersten, Hans-Jürgen Koopmann, Gerhard Künken, Jasper Peters, Diethart Reichardt, Wolfgang Saurma, Reimer Sommer.

Klasse 10b:

Ursula Becker, Ilse Drodner, Rosemarie Groth, Barbara Göttsch, Margret Hansen, Sybille Herzog, Sybille Kiesel, Heide Maaß, Ulrike Pein, Barbara Rabe, Karin Relling, Birgit Rulland, Christel Scharnberg, Hildegund Schmidt, Gertrude Schwarz, Ingrid Stegemann, Meike Thiesen, Henning Arps, Rainer Arps, Burckhardt Bräuer, Albert Dahl, Günter Doll, Wolfgang Eckert, Jürgen Göttsch, Heinz Goitowski, Jörg Kiesewetter, Klaus Ramm, Udo Rickert, Holger Rudolph, Volker Schmüser, Hermann Schop, Ulrich Tuchner, Peter Winterfeldt, Peter Wolf.

Klasse 10c:

Marianne Basmer, Rosemarie Brandt, Heike Bücking, Edda Brigmann, Ruth Drews, Sigrid Eberhard, Gretel Fischer, Friedel Flemming, Antje Freitag, Gisela Freitag, Elke Heidler, Barbara Hopp, Margret Hüttmann, Ursula Maibom, Doris Maschke, Ulrike Pohlenz, Käthe Sendzik, Rosemarie Tromnau, Waldemar Barkmann, Hans-Heinrich Bruhns, Uwe Büsing, Werner Hass, Heiner Heckt, Richard Lifke, Holger Lüth, Edmund Püttjer, Wolfgang Schmidt, Peter Thomsen, Hartmut Wittek.

STORMARNER TAGEBLATT vom 14.3.1960

 

Dienstag, 15. März 1960

Ausstellung bewies Erfolg der Sonderschule

am. – Die Jahresarbeitenausstellung der Sonderschule am Sonnabend- und Sonntagnachmittag hatte eine stattliche Besucherzahl aufzuweisen. In drei Räumen wurde eine schöne Gesamtschau aus dem Zeichen-, Handarbeits- und Werkunterricht des Jahres geboten.

Im ersten Klassenzimmer hatte die Unterstufe (dritte und vierte Schuljahr) ihre Leistungen in der Papiertechnik (Falten, Schneiden, Kleben) ausgestellt: bunte Falt- und Klebeblätter, Laternen, Baumanhänger, kleine Papierdrachen u.a.m. Erstaunlich, was Kinder nach der Umschulung mit anfangs recht ungeübt Händen fertiggebracht haben.

Schon der Blick in den Raum der Mittelstufe (fünfte und sechste Schuljahr) zeigte einen großen Fortschritt der Entwicklung und der Fertigkeiten der Schüler.

Der Clou der Ausstellung war die Klasse der Oberstufe (siebente bis neunte Schuljahr) mit den schwierigeren Papp-, Hand- und Holzarbeiten. Die jungen bauten Karussells und stellten aus Holz Brieföffner, Schalen (mit Hohlbeitel und Holzhammer mit der Hand geschlagen) und recht gefällige Blumenhocker her. Bei den Mädchen waren zu bewundern neben behäkelten Taschentüchern, Schürzen, Blusen, Schals, gewebte Kissenbezüge (auf Webrahmen!) und zwei wie Smyrnateppiche geknüpfte Bettvorleger. Von den Zeichnungen seien die Wappenblätter aus dem ostdeutschen Raum, die Arbeiten zu dem Thema „Blühender Baum“ und das „Herzlich willkommen“ im Treppenhaus lobend erwähnt.

STORMARNER TAGEBLATT vom 15.3.1960

 

Dienstag, 15. März 1960

Mittlere Reife

st. – Unter den Schülerinnen der Königin-Luise-Schule, die die mittlere Reife erlangt haben, befindet sich in der Klasse 10a auch Marianne Kruse.

STORMARNER TAGEBLATT vom 15.3.1960

 

Dienstag, 15. März 1960

Nachruf

Am 13. März 1960 starb nach schwerer Krankheit unser Kollege Herr Ernst Bahnsen.

Durch seine Ausgeglichenheit, die Aufrichtigkeit seines Wesens und die väterlich-gütige Art hat er sich als Erzieher und als Kollege Vertrauen und Zuneigung erworben. Wir denken an ihn in Trauer und Dankbarkeit.

Das Kollegium der Königin-Luise-Schule.

STORMARNER TAGEBLATT vom 1.3.1960

 

Mittwoch, 16. März 1960

Schwarzer Schatten über der Abschiedsfeier

n. – Unter den Klängen eines Blockflötenquartetts betraten die Abgänger der Mittelschule zur Abschiedsfeier die geschmückte Aula.

Konrektor Gehrke begrüßte Bürgermeister Barth, Bürgerworthalter Rosch, den Vorsitzenden des Kulturausschusses Schömer und die Elternschaft. Ein unerwartetes und erschütterndes Ereignis, der Tod des Lehrers Ernst Bahnsen, überschattete das sonst freudige Abschiednehmen. Der stellvertretende Schulleiter Gehrke hob die pädagogischen und menschlichen Qualitäten des überall geschätzten Verstorbenen hervor. Nach einem stillen Gedächtnis spielte Musiklehrer Riedell das Adagio einer Händel-Sonate.

Gedichte und Chorlieder unter Leitung von Mittelschullehrer Goldbeck umrahmten die Ansprache eines Klassenlehrers der zehnten Klassen, Mittelschullehrer Schönemann. Er führte u.a. aus, Lehrer und Schüler hätten die Sicherheit, daß nach den Tagen der Bedrängnis im Schulalltag die jungen Menschen sich nun auf das stützen könnten, was ihnen geboten worden sei, um sich im Leben zu bewähren.

Als Vertreter der Schülerschaft dankte Rainer Arps für den in der Schule erworbenen Schatz.

Nach der Zeugnisverteilung erhielten folgende Abgänger Buchprämien: Bärbel Walter, Gisbert Gomille (10a), Rosemarie Groth, Rainer Arps (10b), Rosemarie Tromnau und Marianne Basmer (10c).

STORMARNER TAGEBLATT vom 17.3.1960

 

Mittwoch, 16. März 1960

Zum letzten Male

b. – In einer gemeinsamen Feierstunde versammelten sich das Kollegium und die Schulabgänger der Stadtschule im Festraum der Schule.

Frau Rektorin Mohr wandte sich zum letzten Male mit ernsten, zugleich aber auch ermunternden Worten an ihre Schüler und stellte ihren Ausführungen das Dichterwort voran: „Und setztet ihr nicht das Leben ein, nie wird euch das Leben gewonnen sein.“

Für Fleiß, gutes Streben und würdige Haltung überreichte die Rektorin Heidemarie Rickert, Christel Böttche und Manfred Degelow wertvolle Buchprämien.

Gedichtsvorträge von Schülern der achten Klasse und die Darbietungen des Schulchores umrahmten die Entlassungsfeier. Renate Madauss und Manfred Degelow dankten der Schulleiterin im Namen aller Schulabgänger in herzlichen Worten.

STORMARNER TAGEBLATT vom 17.3.1960

 

Sonnabend, 19. März 1960

In der Schule bestohlen

st. – Ein Dieb machte sich an den Wintermantel des 17jährigen Eckart K aus Wakendorf heran, den dieser auf dem Flur einer Oldesloer Schule aufgehängt hatte, und stahl ein paar grün-weiße Fausthandschuhe, einen Personalausweis, eine blau-grüne Jahresfreifahrtkarte zum Schulbesuch, einen Eisenbahnerausweis Nr. 904-3, eine Beitragskarte des TuS Wakendorf-Götzberg u.a. im Werte von rund 150 DM. Am gleichen Tage wurde dem 16jährigen Oldesloer Joachim Sch. vom Schulflur ein Sakko gestohlen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 19.3.1960

 

Freitag, 25. März 1960

Nützlicher „Diktator“

st. – Nachdem die Stadt in der Mittelschule gute Erfahrungen mit einem „Diktator“ genannten automatischen Verbrennungsregler für die Heizungsanlage gemacht hat, sind im neuen Haushaltsplan 1885 Mark für ein zweites Gerät dieser Art eingesetzt, das in der Oberschule verwendet werden soll. Der „Diktator“ entlastet den Hausmeister, da er selbsttätig nach der Außen- und Innentemperatur die Heizungsklappen öffnet oder schließt, und bewirkt durch diese Regulierung erhebliche Einsparungen von Heizungsmaterial.

STORMARNER TAGEBLATT vom 25.3.1960

 

Mittwoch, 30. März 1960

Verkehrserziehung ist Unfallverhütung

st. – Das größte fahrbare Tonfilmkino im Bundesgebiet kommt vom 1. April bis 4. April in die Kreisstadt. Im Rahmen der Aktion „Verkehrserziehung ist Unfallverhütung“ werden den Oldesloer Schulen neuartige Verkehrsfilme vorgeführt.

STORMARNER TAGEBLATT vom 30.3.1960

 

Bis zum Jahr 1970