Fußball im VfL Oldesloe
Die Spielzeit 1960/61 - Allgemeines 

 

  • 21.8.1960 - Der ungewohnte Sonnenschein machte die Spieler anscheinend müde.

 

  • Nowakowski neuer Trainer.
  • Lindemann bleibt.
  • Viele sieglose Spiele.
  • Landesauswahl mit Lindemann.
  • Herzog wieder Fußballobmann.
  • Zuschauerrückgang.
  • Klaus-Groth-Schule bekommt Turnhalle.
  • Busch übernimmt Vereinsvorsitz.
  • Jantz löst Nowakowski ab.
  • Straße durch den Bürgerpark geplant.
  • Platz elf.
  • Stadtschulturnhalle desolat.
  • Neuzugang Struppek.

 

 

 

 

Quellen:

Sport-Megaphon

Stormarner Tageblatt

 

 

 

 

Mittwoch, 7. September 1960 Zum Jugendamtsleiter ernannt. Der Kreisausschuß hat den außerplanmäßigen Kreisinspektor Heinz Peters mit der Leitung der Verwaltung des Jugendamtes mit Wirkung vom 1. Oktober beauftragt. Damit wird das Jugendamt vom Sozialamt getrennt, das unter der Leitung von Kreisoberinspektor Heinz Baumast verbleibt. In Zukunft unterstehen dann die drei Altersheime und das Travepflegeheim dem Sozialamt, während die Kinderheime vom Jugendamt betreut werden. der Kreis verspricht sich von der Bildung eines selbständigen Jugendamtes eine Intensivierung der Jugendarbeit. ST

 

Donnerstag, 15. September 1960 Sängernachwuchs. Eine Wiedersehensfeier veranstaltete der Oldesloer Männerchor von 1844 für sein Mitglied Jörn Peter Schell, der nach zweijährigem Aufenthalt in Südafrika in seine Heimatstadt zurückgekehrt ist und sich sofort beim Männerchor zurückmeldete. Der 23jährige Oldesloer, der über eine schöne Tenorstimme verfügt, führte dem Chor noch ein weiteres junges Mitglied zu. Junge Sänger werden in den Reihen des Männerchores, der sich bereits auf das Bundessängerfest 1962 in Essen vorbereitet, besonders herzlich begrüßt. ST

 

Donnerstag, 15. September 1960 Turnier der besten Jugendfußballer. Vier Ländermannschaften spielen am Wochenende in Oldesloe um NFV-Pokal. Als Vorbereitung für die Aufstellung einer norddeutschen Jugendauswahl für den DFB-Jugendländerpokal und im Sinne der Nachwuchsförderung trägt der Norddeutsche Fußballverband am 17./18. September im VfL-Stadion den NFV-Jugendländerpokal aus.

Teilnehmer sind die A-Jugendmannschaften (16 bis 18 Jahre) der Länder Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Aus diesen vier Mannschaften werden die besten 15 Spieler dann auf NFV-Ebene weiter geschult und in Kurzlehrgängen zusammengefaßt. Später wird daraus die norddeutsche Jugendauswahlmannschaft entstehen. Der NFV-Jugend-Länderpokal wurde anläßlich des 50jährigen Jubiläums des NFV von der Freien und Hansestadt Hamburg gestiftet. Dieser Pokal wird nunmehr zum sechsten Mal ausgetragen. Pokalverteidiger ist Niedersachsen. ST

 

Samstag, 17. September 1960 Oldesloer am UKW-Mikrofon. Der junge Oldesloer Kreissparkassenangestellte Günter Maletzko, der sich schon oft als Sportsprecher des Norddeutschen Rundfunks bewährt hat, schildert morgen die Endphase des Entscheidungsspiels um den Norddeutschen Jugendpokal im VfL-Stadion. Gesendet wird die Reportage um 13.15 Uhr. ST

 

Sonntag, 18. September 1960 Schleswig-Holstein errang Jugendländerpokal. Vorjahressieger Niedersachsen auf dem dritten Platz. Bad Oldesloe stand am Samstag/Sonntag wieder einmal im Zeichen des Fußballes. Die vier Jugend-Ländermannschaften des Norddeutschen Fußballverbandes trugen den NFV-Jugendländerpokal aus. Pokalverteidiger Niedersachsen, der drei Jahre hintereinander diesen Pokal gewann, mußte ihn diesmal an Schleswig-Holstein abtreten, das sich recht glücklich durch einen 2:1-Sieg über Bremen für das Finale qualifiziert hatte.

Nach den nicht ganz überzeugenden Leistungen des Vortages zeigten die Schleswig-Holsteiner im Endspiel gegen Hamburg überraschend ein großes Spiel, in dem sie sich einen 4:1-Vorsprung erkämpften, den die erst im zweiten Durchgang aufkommenden Hamburger nur noch bis auf 4:3 aufholen konnten. Die Torschützen Waberski vom Heider SV (3) und Ambrosius vom VfB Lübeck waren recht glücklich, aus den Händen des 1. Vorsitzenden des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes, Dr. Curt Waßmund, den heißumstrittenen Pokal entgegennehmen zu können.

An beiden Tagen wurden recht farbige und kampfbetonte Spiele gezeigt, und man braucht in Norddeutschland wirklich nicht um einen guten Nachwuchs besorgt zu sein. Dieses brachten auch die Trainer Martin Wilke vom NFV und Klaus-Peter Kirchrath vom SHFV in ihrem Interview mit dem Norddeutschen Rundfunk zum Ausdruck. Trainer Wilke vertrat die Ansicht, daß in der demnächst aufgestellten norddeutschen Jugendauswahlmannschaft Spieler aller vier Länder vertreten sein werden.

Die Kämpfe hätten eine höhere Besucherzahl verdient. So sahen sich am Samstag etwa nur 350 und am Sonntag kaum 500 Besucher diese Spiele an. Der Verkehrsverein Bad Oldesloe und die Kreissparkasse Stormarn spendeten für beide Spieltage je einen Fußball. Großen Beifall erhielt der Fanfarenzug für seine Darbietungen im Stadion, das mit den Fahnen des Bundes und der vier Länder geschmückt war.

Zum gemeinsamen Abschiedsessen trafen sich die vier Mannschaften im „Central-Cafe“, wo ihnen vom VfL Oldesloe ein Wandteller mit dem Stadtwappen und dem Zeichen des VfL zur Erinnerung an diese beiden Tage überreicht wurde. Recht lobend sprach sich der Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes und der Referent des Norddeutschen Fußballverbandes über die Organisation dieser Veranstaltung aus, für die Jugendobmann Rudi Herzog vom VfL Oldesloe verantwortlich zeichnete.

Die Ergebnisse - Vorfinale: Niedersachsen - Hamburg 1:1, Schleswig-Holstein - Bremen 2:1; Endspiele: Niedersachsen - Bremen 4:0, Schleswig-Holstein - Hamburg 4:3. Das Endspiel gegen Hamburg bestritt Schleswig-Holstein in folgender Aufstellung: Jacobsen (Heider SV) - Schmidt (Comet Kiel), Fischer (Holstein Kiel) - Preiß (TSV Schlutup), Möhr (Heider SV), Schildt (Gut Heil Neumünster) - Boyens (TSV Preetz), Waberski (Heider SV), Ambrosius, Gretzler (beide VfB Lübeck)/Kofahl (Bramstedter TS), Gansow (DGF Flensburg). ST/SPM

 

Samstag, 24. September 1960 Fußballverband dankte. In einem Schreiben an den Organisator der Jugendländerpokalspiele am vergangenen Wochenende, Rudi Herzog vom VfL Oldesloe, dankt der Referent des Norddeutschen Fußballverbandes dem VfL, der Stadtverwaltung und allen Helfern für den guten Ablauf und die gute Betreuung. Die Stadt hatte bei der Kameradschaftsfeier nach den Spielen den vier Mannschaften durch Stadtrat Ernst Schröder Erinnerungsgaben überreichen lassen. ST

 

Donnerstag, 6. Oktober 1960 Segelpartie statt Hochzeitsreise. Lehrer Dahm feiert goldenes Ehejubiläum. In der Schützenstraße 16 feiern in voller Rüstigkeit die Eheleute Robert und Nikoline Dahm die goldene Hochzeit. Der 83jährige Jubilar ist eine stadtbekannte Persönlichkeit in Bad Oldesloe. Er war von 1905 bis 1946 als Lehrer an der Alten Stadtschule tätig und bekleidete viele Ehrenämter.

Vor 1933 gehörte er einige Jahre dem Stadtparlament an. Seit 50 Jahren ist er Mitglied im VfL Oldesloe, zeitweise führte er den Vorsitz der Turnabteilung. Für 60jährige Mitgliedschaft trägt er das goldene Ehrenzeichen des Kyffhäuserbundes.

Viele bekannte Oldesloer haben bei Lehrer Dahm die Schulbank gedrückt. Es sind fast drei Generationen, die von ihm das Rüstzeug für das Leben bekommen haben. „Viele meiner ehemaligen Schüler sind heute schon Großväter“, schmunzelte der Jubilar. Gern erinnert er sich noch an die schönen Turnfeste, die er organisierte. „Das war damals etwas ganz Neues für Schleswig-Holstein. Der Bürgerpark war noch eine Weidekoppel. Wenn wir turnen wollten, mußten wir erst die Kühe wegjagen.“ Wegen des Krieges trat er erst nach 67 Dienstjahren in den wohlverdienten Ruhestand.

Als Junglehrer in einem Dorf bei Cismar lernte er seine jetzt 77jährige Gattin aus Birg auf Fehmarn kennen. „Statt einer Hochzeitsreise machten wir eine Segelpartie rund um die Insel“, berichtete der Jubilar. Das Paar machte dafür später mit dem eigenen Auto ausgedehnte Reisen durch Deutschland. „Frisch und jung erhält uns jetzt die Gartenarbeit“, betont es. ST

 

Mittwoch, 18. Januar 1961 VfL Oldesloe von 1862 e.V. Hauptversammlung am Mittwoch, dem 25. Januar 1961, 20 Uhr, im „Oldesloer Hof“. Tagesordnung: 1. Begrüßung, 2. Jahresberichte, 3. Kassenbericht und Bericht der Prüfer, 4. Haushaltsplan 1961/62, 5. Ehrungen, 6. Entlastung des Vorstandes, 7. Neuwahlen, 8. Verschiedenes. Der Vorstand. ST

 

Samstag, 21. Januar 1961 ?????

wann genau????? Einladung fehlt!!!!!

Zuschauerrückgang auch im VfL-Stadion. In neun Spielen 6000 Besucher weniger als im Vorjahr. Herzog wieder Spartenleiter.

Auf der Jahreshauptversammlung der Fußballabteilung des VfL Oldesloe wurde für den zurückgetretenen Spartenobmann Gerhard Rath einstimmig Jugendobmann Rudi Herzog gewählt, der dieses Amt schon in der Zeit von 1957 bis 1960 innehatte, als die erste Mannschaft den Aufstieg in die 1. Amateurliga schaffte.

Gleichzeitig wurde Rudi Herzog auch zum Ligaobmann gewählt, so daß beide Ämter jetzt in einer Hand liegen. Der bisherige Ligaobmann Hans Drews hörte aus geschäftlichen Gründen auf. Wiedergewählt wurden Erich Zeising als stellvertretender Spartenobmann, Karl Nossol als Kassierer und Max Miehl als Schriftführer. Nach etwa zehnjähriger Tätigkeit als Jugendobmann stellte Rudi Herzog sein Amt erstmalig zur Verfügung. Für ihn wurde Heinz Richter einstimmig gewählt.

Die erste Jungmannen, die im Vorjahr die Bezirksmeisterschaft errang, und ihr Übungsleiter Horst Witt erhielten aus der Hand des 1. Vorsitzenden Heinz Peters die Ehrennadel des Vereins und eine Urkunde.

Die Versammlungsteilnehmer, die sich Christian Ohrt zum Alterspräsidenten gewählt hatten, diskutierten recht angeregt über die Jahres- und Kassenberichte sowie über die schlechten Platzverhältnisse auf dem Exer, den man als Fußballplatz nicht mehr anerkannte.

Lebhafte Diskussionen ergaben sich zum Rückgang der Zuschauerzahl bei den Spielen der 1. Amateurliga, der, wie Gerhard Rath in seinem Bericht ausführte, nicht allein auf den Leistungsstand der Mannschaft zurückzuführen sei, sondern mehr oder weniger auch auf andere Gründe wie Witterungsverhältnisse und Fortschritt der Technik mit Fernsehen und Motorisierung. Immerhin zählte man im Vergleich zum Vorjahr bis jetzt (bei neun Spielen) 6000 Zuschauer weniger, was Einsparmaßnahmen erforderlich macht.

Trainer Paul Nowakowski sieht für seine Elf recht zuversichtlich in die Zukunft, was für die Nachwuchsspieler des VfL von großer Bedeutung ist. Die Sparte hat zur Zeit 450 Mitglieder. ST

 

Mittwoch, 25. Januar 1961 VfL Oldesloe sucht neuen 1. Vorsitzenden! Generalversammlung fand keinen Nachfolger für amtsmüden Heinz Peters. Neuer Termin.

In der Generalversammlung des 1227 Mitglieder zählenden VfL Oldesloe im „Oldesloer Hof“ konnte mangels Kandidaten für den nicht mehr kandidierenden bisherigen 1. Vorsitzenden Heinz Peters noch kein Nachfolger gewählt werden. Eine weitere Generalversammlung ist dadurch notwendig geworden.

Für 40jährige treue Mitgliedschaft im Verein erhielten Otto Rathmann, H?????Henry Cummerow und Arthur Zuchold aus der Hand des 1. Vorsitzenden die Ehrennadel des Vereins und eine Urkunde. Der 1. Vorsitzende des Kreissportverbandes Stormarn, Hansjoachim Berg, überreichte Peter Frandsen für langjährige Verdienste um den Sport, Kurt Peter für Verdienste im Finanz- und Sozialwesen und Wilhelm Stäcker für seine langjährige sportliche Tätigkeit und Jugendarbeit je eine Ehrenurkunde. Anschließend zeichnete der Vorsitzende des Kreisjugendrings Dieter Achterberg den bisherigen Fußballjugendobmann Rudi Herzog mit der goldenen Ehrennadel des Kreisjugendringes aus.

Den kurzen Jahresberichten der Spartenleiter war zu entnehmen, daß im abgelaufenen Jahr erfolgreiche Arbeit geleistet wurde. In den einzelnen Sportarten wurden eine ansehnliche Zahl Meisterschaften errungen und gute Tabellenplätze erreicht, die Aufstiegsmöglichkeiten in eine höhere Klasse bieten.

Nachdem Kassierer Kurt Peter den Kassenbericht und Kassenprüfer Heinz Pohl den Kassenprüfungsbericht verlesen hatten, erfolgte einstimmig die von Johannes Jensen beantragte Entlastung des Vorstandes. Aus den Berichten ging hervor, daß für die im kommenden Jahr durchzuführende 100-Jahr-Feier des Vereins schon ein annehmbarer Betrag eingespart wurde. Ralph Schnack dankte im Namen des Vereins dem bisherigen 1. Vorsitzenden Heinz Peters für seine mühevolle Arbeit, der weiterhin dem Vorstand als Beisitzer angehören wird.

Schwierigkeiten gab es bei den vom 2. Vorsitzenden Walter Busch durchgeführten Neuwahlen, und zwar bei der Wahl des 1. Vorsitzenden, weil sich keiner der anwesenden Mitglieder für diesen Posten zur Wahl stellte. Die von der Versammlung vorgeschlagenen Mitglieder lehnten entweder wegen Arbeitsüberlastung ab oder bekleiden schon ein anderes Amt im Verein, das sie nicht zur Verfügung stellen wollten. Da der 1. Vorsitzende nicht von den Vorstandsmitgliedern bzw. Spartenleitern, sondern von den Mitgliedern einer Generalversammlung gewählt werden muß, wird für den 22. Februar eine zweite Versammlung einberufen werden, bei der auf der Tagesordnung nur die Neuwahl des 1. Vorsitzenden stehen wird.

Neugewählt wurden einstimmig zum 2. Schriftführer Ernst Lüders und zum Kassenprüfer Arthur Zuchold und wiedergewählt der 2. Kassierer Gerhard Rath und der Vereinsjugendwart Bernhard Nowak.

Entsprechend einem Beschluß des erweiterten Vorstandes gelten ab 1. Januar 1961 folgende Mitgliedsbeiträge: Jugendliche bis 18 Jahre und in der Ausbildung befindliche Mitglieder 1 DM, passive Mitglieder Mindestbeitrag 1,50 DM, aktive Mitglieder/Erwachsene 2 DM. Beitragsfreiheit wird den Jugendlichen gewährt, deren beide Elternteile Mitglied sind sowie vom vierten Jugendlichen an, wenn drei Familienangehörige Vereinsmitglieder sind. Ehrenmitglieder mit 40jähriger Vereinszugehörigkeit sind beitragsfrei. Es ist ihnen überlassen, ob sie einen Förderbeitrag zahlen wollen.

Die Gründung einer Radfahrsparte für Wandertouren kam zur Sprache, doch stehen Beschlüsse noch aus. Walter Busch schloß die erste Generalversammlung in der Hoffnung, daß sich bei der zweiten eine geeignete Persönlichkeit für den Posten des 1. Vorsitzenden zur Verfügung stellen wird. ST

 

Samstag, 11. Februar 1961 VfL Oldesloe von 1862 e.V. Hauptversammlung am Mittwoch, dem 22. Februar 1961, 20 Uhr, Jugendherberge, Bürgerpark. Tagesordnung: 1. Wahl des 1. Vorsitzenden (wenn erforderlich), 2. Wahl der 2. Vorsitzenden. Der Vorstand. ST

 

Mittwoch, 22. Februar 1961 Walter Busch neuer VfL-Vorsitzender. Nachdem im Januar auf der Generalversammlung für den zurückgetretenen 1. Vorsitzenden Heinz Peters aus Mangel an Kandidaten kein neuer Vereinsführer gefunden worden war, ging auf der zweiten Generalversammlung in der Jugendherberge der Wahlakt sehr schnell vonstatten. Heinz Peters wird künftig seine Erfahrungen dem Verein als 2. Vorsitzender leihen. In dieses Amt berief ihn die Versammlung ebenso einstimmig, wie sie Walter Busch zum neuen Vereinsführer gewählt hatte.

Es sei wohl die kürzeste Versammlung seit Bestehen des Vereins, stellt der neugewählte Vorsitzende in seiner Antrittsrede fest. Er dankte den Versammlungsteilnehmern, die sich zum größten Teil aus Spartenleitern und Mitarbeitern zusammensetzte, und war erfreut darüber, daß er von den Spartenleitern gewählt wurde, die ja das Vertrauen ihrer Spartenmitglieder genießen.

Für die 100-Jahr-Feier des Vereins gab der Vorsitzende einige Anregungen. Er setzte für den 13. März eine Sitzung des erweiterten Vorstandes fest, in der das Festprogramm in großen Zügen besprochen werden soll.

Der neugewählte 1. Vorsitzende gehört seit seiner frühesten Jugend dem VfL Oldesloe an und hat großen Anteil an dem Aufblühen der starken Turnabteilung im Verein. Darüber hinaus ist er in der Turnerschaft des Landes als Gauoberturnwart bekannt. ST

 

Freitag, 24. Februar 1961 Oldesloer Jugend wollte zuviel wissen. Stadtväter konnten 24 Fragen an einem einzigen Abend nicht beantworten. Weitgespannt war der Bogen der Fragen, die auf dem von etwa 40 Jugendlichen besuchten Ausspracheabend des Arbeitskreises der Jugend im Festsaal der Kreisberufsschule den Oldesloer Stadtvätern gestellt wurden. Sie reichten vom Problem des Travegestanks und der Kritik an der Bezeichnung „Bad“ über den Wunsch nach einem in der Stadt liegenden Freibad bis zu Fragen wie: „Warum sind die Citybusse aufgehoben worden?“ oder „Was tut Bad Oldesloe für den Ausbau zur Trabantenstadt?“

Bürgerworthalter Willy Rosch, Bürgermeister Hermann Barth, die Stadträte Gustav Bomann, Carl Hoffmann, Bruno Rickert, Willy Mahrdt und Ernst Schröder und der Stadtverordnete Karl Gerlach standen Rede und Antwort. Der Bürgerworthalter gab seiner Freude über die Vielseitigkeit der Fragen Ausdruck. Lächelnd fügte er hinzu, daß er aus der Liste der 24 schriftlich formulierten Fragen den Eindruck gewonnen habe, die Jugend überschätze die Finanzkraft ihrer Stadt. Bad Oldesloe sei nicht reich.

Ein Vorstoß der VfL-Fußballjugend, vorgetragen vom Übungsleiter Wilhelm Stäcker, gegen das Verbot des Trainings mit dem Fußball in den Turnhallen war erfolgversprechend. Auf den Hinweis, daß in Hamburg kein solches Verbot bestünde und daß bei dem paarweisen Üben mit dem Ball unter Aufsicht erwachsener Leiter weder Fenster noch Wände in Mitleidenschaft gezogen würden, bat der Bürgermeister, ihm eine Hamburger Benutzungsordnung zukommen zu lassen. Er wolle dann die wünsche der Fußballjugend beim Kultusministerium in Kiel vortragen. Für die Instandsetzung der Spielfelder auf dem Exer wird die Stadt, wie Karl Gerlach zusagte, Geräte zur Verfügung stellen.

Kurz vor 22 Uhr brachen Diskussionsleiter Timmermann und Oortsjugemndring-Vorsitzender Rolf Stegert die Diskussion ab, damit „die Kinder“ rechtzeitig ins Bett kämen. Ein zweiter Ausspracheabend soll folgen. ST

 

Samstag, 25. Februar 1961 Fußballjugend harkte den Exer. 40 Jugendliche des VfL traten mit Harken versehen, auf dem Exer zu einem freiwilligen Arbeitsdienst an. Unter Leitung des Fußballobmanns Rudi Herzog harkten sie von der Hälfte des Platzes II die Steine herunter und beseitigten kleine Unebenheiten. Am kommenden Mittwoch wird eine zweite Gruppe (Schüler und Knaben) unter Aufsicht von Übungsleiter Wilhelm Stäcker die Arbeiten fortsetzen. Schieber und Walze will die Stadt zur Verfügung stellen. Dann hat der VfL noch zwei Wünsche: Die Stadt möge recht bald den Jägerzaunring um den Exer schließen und die Jugend des TSV 07 und des Post SV möge sich des dritten Platzes annehmen. ST

 

Samstag, 18. März 1961 Nicht ganz ohne Hintergedanken beglückwünschte der VfL Oldesloe mit einem Schmucktelegramm den Hamburger SV zu seinem großen Sieg im Europapokal über den FC Burnley (Anm.: 4:1). Nach dem Trainingsspiel, das die Fußballkönige vom Rothenbaum unmittelbar vor Erringung der Deutschen Meisterschaft im Travestadion gegen die ersten Amateure des VfL absolvierten, hatten sie diesen ein Versprechen gegeben: Der VfL sollte sich einmal in einem Vorspiel zu einem Schlagertreffen der Hamburger im Volksparkstadion vorstellen. Ein bißchen war das Telegramm deshalb auch als Gedächtnisstütze gedacht. ST

 

Mittwoch, 3. Mai 1961 60jährige Mitgliedschaft. In der Monatsversammlung des Verbandes deutscher Soldaten/Kyffhäuser erhielt der 82jährige Emil Wohlers das goldene Abzeichen für 60jährige Mitgliedschaft im Kyffhäuser-Bund. Er ist nach Mitgliedsjahren der älteste Angehörige der Kameradschaft. Noch länger, nämlich 65 Jahre gehört Emil Wohlers dem VfL an. 30 Jahre hindurch war er dessen Oberturnwart. ST

 

Donnerstag, 8. Juni 1961 VfL rüstet zur 100-Jahr-Feier. Der etwa 1300 Mitglieder zählende VfL Oldesloe von 1862 e.V. kann im kommenden Jahr auf sein 100jähriges Bestehen zurückblicken. In einer Sitzung des erweiterten Vorstandes im „Deutschen Haus“ gab der Vorsitzende Walter Busch schon jetzt Richtlinien für die Vorbereitung der Jubiläumsfeiern bekannt, die einen längeren Zeitraum einnehmen und am 20. Mai 1962 beginnen sollen.

Als Auftakt soll am Vorabend des eigentlichen Geburtstages die Turnabteilung das Drei-Kreise-Turnier veranstalten. Der eigentliche Festakt findet am 20. Mai im „Oldesloer Hof“ statt, zu dem namhafte Persönlichkeiten der Landes-, Kreis-, Stadt- und Sportbehörden geladen werden sollen. Ein Umzug durch die Stadt ist vorgesehen.

Jede der neun Sparten wurde mit besonderen Aufgaben betraut. Alle sollen durch Spiele gegen zugkräftige Gegner und Vorführungen im Travestadion zum Gelingen der Feierlichkeiten beitragen. Ein Festball für die Mitglieder und Gäste des Vereins wird den Abschluß bilden. ST

 

 

 

Bis zum Jahr 1970