Schuljahr 1960 - 61  Zeitraum Januar  - März 1961

 

Donnerstag, 5. Januar 1961

Magnetische Verkehrstafel

st. – Das Theodor-Mommsen-Gymnasium erhielt von der Stormarner Kreisverkehrswacht Lehr- und Lernmittel für den Verkehrsunterricht, darunter eine magnetische Verkehrstafel mit Figurensatz, auf der alle Verkehrssituationen anschaulich dargestellt und durchgespielt werden können.

STORMARNER TAGEBLATT vom 5.1.1961

 

Freitag, 6. Januar 1961

2000 Schulkinder werden polio-geimpft

Stormarn in Schleswig-Holstein führend im Kampf gegen die spinale Kinderlähmung

st. – Das Stormarner Kreisgesundheitsamt beginnt am 17. Februar mit einer neuen freiwilligen Impfaktion gegen die spinale Kinderlähmung. Dazu wurden von den Eltern etwa 2000 Schulkinder angemeldet.

Die drei Impfungen werden im Abstand von einigen Monaten vorgenommen. Die Eltern brauchen nur die reinen Impfstoffkosten tragen.

In den letzten drei Jahren sind in Stormarn schon mehr als 6000 Kinder geimpft worden. Alle diese Polio-Impfungen verliefen ohne Komplikationen. Nach Abschluß der Impfaktion 1961 werden in Stormarn rund 35 Prozent aller schulpflichtigen Kinder gegen die spinale Kinderlähmung geimpft sein.

Damit hat unser Kreis prozentual in Schleswig-Holstein bisher die meisten Polio-Impfungen durchgeführt.

STORMARNER TAGEBLATT vom 6.1.1961

 

Dienstag, 10. Januar 1961

Um 16.30 Uhr in Bad Oldesloe, Aula der Oberschule: Versammlung für Eltern, die ihre Kinder zur Prüfung für den Übergang von der Grundschule zum Gymnasium oder zur Mittelschule anmelden wollen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 10.1.1961

 

Freitag, 13. Januar 1961

2500 Schüler

st. – Die sechs Oldesloer Schulen werden gegenwärtig von 2528 Schülern besucht. Das Gymnasium weist 475 Schüler auf, davon kommen 41,9 Prozent von auswärts. Von den 635 Mittelschülern sind 44,8 Prozent Auswärtige. Ferner gibt es 732 Stadtschüler, 537 Klaus-Groth-Schüler und 128 Sonderschüler. Die Schule in Seefeld wird von 21 Kindern besucht.

STORMARNER TAGEBLATT vom 13.1.1961

 

Montag, 16. Januar 1961

Schüler rezitierten vor Hausfrauen

st. – Mittelschullehrer Hafemann und einige Jungen und Mädchen der Königin-Luise-Schule gaben der Jahreshauptversammlung des Hausfrauenbundes im Restaurant Haberland eine besinnlich-festliche Einleitung. Sie rezitierten Gedichte, u.a. von Liliencron und Conrad Ferdinand Meyer, die alle die Mutter zum Thema hatten. Klaviermusik von Beethoven umrahmte die guten Vorträge, die die 50 Zuhörerinnen sehr ansprachen. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 16.1.1961

 

Sonnabend, 21. Januar 1961

Mehr Schulanfänger

st. – Rund 200 Kinder werden zu Ostern in die Volksschulen eingeschult. Bei der Klaus-Groth-Schule liegen 73 Anmeldungen vor (im vorigen Jahr waren es 65), bei der Stadtschule 121 (111) und bei der Schule in Seefeld vier (sechs). Danach sind 16 Schulanfänger mehr als Ostern 1960 zu erwarten. Möglicherweise aber werden bei den Schuluntersuchungen noch einige Kinder zurückgestellt.

STORMARNER TAGEBLATT vom 21.1.1961

 

Donnerstag, 26. Januar 1961

Noch kein Termin für Turnhalleneinweihung

st. – Wann die Turnhalle der Klaus-Groth-Schule benutzbar sein wird, ist noch unbekannt. Gegenwärtig sind die Fußbodenleger bei der Arbeit. Der Magistrat beschloß, den Platz vor der Turnhalle befestigen zu lassen. Der angrenzende Schulhof hat bereits eine feste Decke.

STORMARNER TAGEBLATT vom 26.1.1961

 

Donnerstag, 26. Januar 1961

Wandtafeln für die Mittelschule

st. – Die Königin-Luise-Schule wird vier neue Wandtafeln erhalten. Der Magistrat bewilligte hierfür 1627 Mark.

STORMARNER TAGEBLATT vom 26.1.1961

 

Sonnabend, 28. Januar 1961

Führend in der Bundesrepublik

st. – Nach der amtlichen Aufstellung des Deutschen Leichtathletik-Verbandes über das Ergebnis der Deutschen Mannschaftsmeisterschaften (DMM) 1960 in den Schulen steht in der Gruppe Männer – Klasse C – die Mannschaft des Theodor-Mommsen-Gymnasiums mit 6651 Punkten an erster Stelle in der Bundesrepublik. Für diese Mannschaftsmeisterschaft waren im ganzen 40 Mannschaften gemeldet. In der Gruppe Frauen – Klasse C – steht bei 23 gemeldeten Mannschaften das Theodor-Mommsen-Gymnasium mit 4659 Punkten an vierter Stelle.

STORMARNER TAGEBLATT vom 28.1.1961

 

Mittwoch, 1. Februar 1961

Rohrbruch in der Turnhalle

st. – In den Vorräumen zur Turnhalle der Mittelschule entstand ein Rohrbruch, der glücklicherweise schnell bemerkt wurde. Wegen der Reparatur mußte das Turnen in der Halle bis Mitte dieser Woche gesperrt werden.

STORMARNER TAGEBLATT vom 1.2.1961

 

Mittwoch, 1. Februar 1961

Tüchtige Sportler in unseren Oberschulen

st. – Das Oldesloer Theodor-Mommsen-Gymnasium nimmt in der Männerklasse der Mehrkampf-Meisterschaften für Schulen des Deutschen Leichtathletikverbandes den ersten Platz im gesamten Bundesgebiet ein. 1959 hatte das Oldesloer Gymnasium an siebenter Stelle hinter der Universitätsmannschaft Würzburg und fünf bayerischen Gymnasien gestanden.

1960 schnitt auch die Stormarnschule Ahrensburg mit dem fünften Platz sehr gut ab. Das Sachsenwald-Gymnasium Reinbek liegt mit dem siebenten Platz ebenfalls noch an günstiger Stelle.

Die Schülerinnen standen den Schülern kaum nach. Die Stormarn-Schülerinnen belegten den zweiten Platz im Bundesgebiet. An vierter Stelle finden wir die Mädchen der Theodor-Mommsen-Schule.

STORMARNER TAGEBLATT vom 1.2.1961

 

Mittwoch, 1. Februar 1961

Beginn der Ausleseprüfungen

st. – In den Grundschulen haben die schriftlichen Ausleseprüfungen für den Besuch einer weiterführenden Schule begonnen. Bis zum Freitag werden in den Volksschulklassen die Prüfungsarbeiten erledigt: ein Diktat, ein Aufsatz und eine Rechenarbeit. Die Zahl der Teilnehmer ist wie in jedem Jahr recht hoch.

Die örtlichen Prüfungsausschüsse werden nach Begutachtung der schriftlichen Arbeiten entscheiden, welche Schüler am 21. Februar noch an mündlichen Prüfungen an den Ober- und Mittelschulen oder ländlichen Aufbauzügen teilnehmen müssen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 2.2.1961

 

Freitag, 3. Februar 1961

Mit Lehrer Rehkopf auf Safari

st. – Weit über hundert VHS-Hörer lauschten in der Aula der Königin-Luise-Schule fast drei Stunden lang dem spannenden Erlebnisbericht, den Mittelschullehrer Fritz Rehkopf in Wort und Bild über seine Safari in Afrika gab. Vor etwa einem Jahr ist er nach dreieinhalbjähriger Tätigkeit an einer deutschen Schule in Südwestafrika nach Bad Oldesloe zurückgekehrt. Nachdem er im Herbst vor der Volkshochschule vornehmlich über die Schule in Karibib berichtet hatte, ließ er seine Zuhörer diesmal an Reisen durch das Wildreservat Etoshapfanne und das Eingeborenenreservat Kaokoveld teilnehmen. Überall ging er mit der Kamera auf Jagd und brachte als Trophäen schönes Bildmaterial mit heim.

STORMARNER TAGEBLATT vom 4.2.1961

 

Sonnabend, 4. Februar 1961

Konrektor i.R. Friedrich Hahn am 85. Lebensjahr gestorben.

 

Sonnabend, 4. Februar 1961

Höhere Gastschulbeiträge

st. – Im laufenden Haushaltsjahr zahlt das Land an die Stadt höhere Gastschulbeiträge. Der Satz für von auswärts kommende Mittelschüler ist von 130 auf 160 Mark und der für Oberschüler von 160 auf 180 Mark jährlich erhöht worden. Dadurch ergeben sie für die Stadt mehr Einnahmen von 6000 Mark bei der Mittelschule und von 2800 Mark beim Theodor-Mommsen-Gymnasium.

STORMARNER TAGEBLATT vom 4.2.1961

 

Montag, 6. Februar 1961

Konrektor Friedrich Hahn verstorben

Zum ersten Mal seit 60 Jahren Vogelschießen ohne ihn

st. – Zum ersten Mal nach fast sechs Jahrzehnten wird in diesem Jahr Konrektor Friedrich Hahn nicht mehr beim Kindervogelschießen dabei sein, das ohne ihn fast schon undenkbar schien. Er ist am Sonnabend im 85. Lebensjahr gestorben. Mit ihm ist ein Stück Oldesloer Geschichte dahingegangen.

Konrektor i.R. Hahn war Stormarner, geboren in Steinfeld. In Oldesloe bereitete er sich von 1892 bis 1894 auf der damals von Dr. Spanuth geleiteten Präparatenanstalt auf den Lehrerberuf vor. Anschließend besuchte er das Seminar in Uetersen. Am 1. Oktober 1903 wurde er als Lehrer an der Stadtschule eingeführt. 1929 ernannte ihn die Regierung zum Konrektor. Seine pädagogische Tätigkeit wurde nur durch die Teilnahme am Ersten Weltkrieg, den er vom Anfang bis zum bitteren Ende in Frankreich in den Reihen des 1. Garde-Fuß-Artillerie-Regiments mitmachte, unterbrochen.

In den letzten Jahren seiner Wirksamkeit an der Stadtschule hat er als Lehrer treu und fleißig an der Erziehung und Bildung von zwei Generationen mitgearbeitet.

Am schwersten waren für den damaligen Leiter der Stadtschule die letzten Kriegstage 1945, als Tiefflieger die Schulkinder auf ihren Wegen und auch während des Unterrichts gefährdeten. Zwei Tage vor dem Großangriff – also rechtzeitig – schloß Konrektor Hahn den gesamten Unterricht.

Die Stadtschule war dann eine der ersten Schulen Stormarns, die schon im Frühsommer 1945 den Unterricht wieder eröffnete. Hunderte Flüchtlingskinder fanden in ihr die Bildungsstätte, die dort anknüpfte, wo die Flucht die Ausbildung unterbrochen hatte.

Am 1. November 1946 trat Konrektor Hahn nach 43 jähriger Tätigkeit an der Stadtschule im fast vollendeten 70. Lebensjahr in den wohlverdienten Ruhestand.

Außer in der Schule hat er sich vielseitig im Dienste der Stadt und der Öffentlichkeit betätigt. Vor der Machtübernahme war er mehrere Jahre Stadtverordnetenvorsteher. Im Jahre 1921 gründete er den Schrebergartenverein „Tegelhof“.

Auch im Ruhestand hatte er, wie in dem voraufgegangenen halben Jahrhundert, ein Herz für die Kinder, deren schönstes Fest, das Kindervogelschießen, er stets vorbereiten half.

STORMARNER TAGEBLATT vom 6.2.1961

 

Dienstag, 7. Februar 1961

Nachruf

Am 4. Februar 1961 verstarb unser früherer Stadtverordnetenvorsteher Konrektor a.D. Friedrich Hahn im 85. Lebensjahr.

Er gehörte von 1929 bis 1933 dem damaligen Stadtverordneten-Kollegium als Vorsteher an und hat sich um das Wohl der Stadt große Verdienste und Anerkennung erworben. Auch als langjähriger Lehrer und Rektor der Stadtschule und durch seine rege Mitarbeit im Ausschuß für das Kindervogelschießen durch lange Jahrzehnte ist er mit der Stadt und besonders mit ihrer Jugend eng verbunden gewesen. Wir werden ihm stets ein ehrendes Gedenken bewahren.

Willy Rosch, Bürgerworthalter; Hermann Barth, Bürgermeister.

STORMARNER TAGEBLATT vom 7.2.1961

 

Montag, 13. Februar 1961

Mündliches Abitur am 1. März

st. – Die mündliche Prüfung der 49 Abiturienten des Theodor-Mommsen-Gymnasiums wird voraussichtlich am 1. März beginnen. Wahrscheinlich sind drei Prüfungstage notwendig.

STORMARNER TAGEBLATT vom 13.2.1961

 

Montag, 13. Februar 1961

Turnhalle wird Sonnabend eingeweiht

st. – Am kommenden Sonnabendvormittag wird die Stadt die nunmehr fertiggestellte Turnhalle der Klaus-Groth-Schule einweihen. Den Ansprachen von Bürgermeister Barth, vom Schul- und Kulturausschußvorsitzenden Georg Schömer und von Schulrat Heitmann wird ein Schauturnen der Oberstufe folgen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 13.2.1962

 

Sonnabend, 18. Februar 1961

Neue Turnhalle für Bad Oldesloe

vH. – An der Ecke Königsberger Straße/Feldstraße ist für 250.000 DM eine 26 mal 14 Meter große Turnhalle der Klaus-Groth-Schule entstanden, die nach neuesten Gesichtspunkten gebaut und mit einem Aufwand von 22.100 DM gut eingerichtet worden ist.

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Sie hat einen dunkelbraunen, spielblanken doppelten Schwingboden aus Teakholz-Parkett erhalten. Auf ihm sind in verschiedenen Farben die Felder für Hand- und Korbballspiele gemalt. Die blauen Handballtore, über den die Korbballvorrichtungen angebracht sind, stehen vor gelben Stirnwänden. Die Seitenwände haben einen hellgrünen Anstrich erhalten. Alle Wände sind bis zu einer Höhe von vier Metern mit einem schlagfesten Wandbelag gestrichen, der auch größeren Beanspruchungen gewachsen ist. Die hellbraune Decke ist mit schallschluckendem Belag versehen. 36 in die Decke eingelassene Leuchtstoffröhren sorgen für eine blendungsfreie Beleuchtung. Tagsüber läßt jedoch eine großflächige, fast 20 Meter breite Fensterfront aus hochwertigem Sicherheitsglas ausreichend Tageslicht einfallen.

Die 367 Quadratmeter große Halle wird durch eine mit Leichtöl befeuerte Umlaufheizung ausreichend erwärmt. Sie kann im Sommer auch zur Kaltluftzufuhr eingesetzt werden. Eine Thermostatanlage sorgt für leichte Regulierung der Temperatur.

Die Turnhalle ist mit Kletterstangen und -tauen, Leitern und Ringen ausgestattet. Die Turngeräte wie Barren, Pferde, Böcke, Schwebebalken und Bodenturnmatten sind in einer geräumigen Seitenniesche untergebracht. Im Gerätezimmer liegt, übersichtlich angeordnet, eine große Anzahl von Bällen, Keulen und so weiter bereit.

Der Turnhallenneubau hat je einen Umkleide- und Waschraum mit Duschen für Jungen und Mädchen und hygienische Toilettenanlagen. Sämtliche sanitäre Räume haben Fliesenfußboden und 1,50 Meter beziehungsweise 2 Meter hohe Verfliesungen erhalten. Auch ein freundliches Lehrerzimmer ist eingerichtet worden. Die Nebenräume werden durch eine ND-Dampfheizung beheizt.

Die am Bau beteiligten Firmen haben mit ihrer soliden Arbeit für die Sportjugend der Kreisstadt eine vorbildliche Übungsstätte geschaffen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 18.2.1961

 

Sonnabend, 18. Februar 1961

Stormarn ist führend im Turnhallenbau

Hiobsbotschaft bei der Oldesloer Einweihung: Landeszuschüsse gestoppt!

st. – „Mit herzlichem Dank übernehme ich diese schöne Turnhalle. Lehrer, Schüler und Eltern sind mit Stolz erfüllt, und den Stadtvätern sehr dankbar.“ Dies sagte Rektor Johannes Volkmann bei der feierlichen Einweihung der neuen Turnhalle in der Klaus-Groth-Schule.

Unter den vielen Ehrengästen sah man auch Landrat Dr. Wennemar Haarmann, Bürgerworthalter Willy Rosch, Schulleiter, Vertreter der Sportvereine und fast alle Stadtverordneten.

„Die Stadt hat mit diesem Turnhallenbau wieder einmal ihre Schulfreudigkeit bewiesen und zugleich den Willen zur Förderung der Leibesübungen gezeigt“, sagte Bürgermeister Hermann Barth. Er dankte dem Stadtbauamt für die Planung und Bauleitung.

Der Vorsitzende des Schul- und Kulturausschusses, Georg Schömer, hob hervor, daß die Stadtvertretung und ihre Ausschüsse bei diesem Turnhallenprojekt ein Beispiel dafür gegeben hätten, wie einem solchen dringlichen Anliegen schnellstens, ohne bürokratische Hemmnisse entsprochen werden kann. „Also 1:0 für das Parlament. Aber leider sind wir noch nicht am Ende. Auf dem Schulsektor liegen uns noch am Herzen: der zweite Bauabschnitt für die Klaus-Groth-Schule, eine neue Turnhalle für die Stadtschule, eine neue Sonderschule, ein Werkraum für das Gymnasium, und die Mittelschulgebäude reichen auch nicht mehr aus.“

Schulrat Rudolf Heitmann überbrachte die Glückwünsche des Kultusministers Edo Osterloh und dankte der Stadt Bad Oldesloe für diesen Bau. Er teilte mit, daß der Kreis Stormarn vorerst keine Landeszuschüsse für den Turnhallenbau mehr bekomme. Sie seien für zwei Jahre gesperrt worden. „In Kiel ist aufgefallen, daß wir in Stormarn im Turnhallenbau gegenüber anderen Kreisen weitaus an der Spitze liegen.“

Bei einem Schauturnen zeigten dann die Jungen und Mädel, daß es eine wahre Freude ist, in dieser schönen Halle zu turnen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 20.2.1961

 

Dienstag, 21. Februar 1961

Es fiel uns auf

… daß mehrere Jungen und Mädel der Klaus-Groth-Schule beim Schauturnen anläßlich der Einweihung der neuen Turnhalle Armbanduhren oder sogar Ringe trugen. Nach einem ungeschriebenen Sportgesetz sollten beim Turnen Uhren und Ringe abgelegt werden, weil durch sie böse Verletzungen hervorgerufen werden können.

STORMARNER TAGEBLATT vom 21.2.1961

 

Donnerstag, 23. Februar 1961

Schule Hoisdorf im Sport an erster Stelle

Sieger der zweiten Gruppe Mittelschule Bad Oldesloe

st. – Zum dritten Mal in ununterbrochener Reihenfolge errang im Wettbewerb der Sport- und Leistungsabzeichen 1960 für Stormarner Schulen die Volksschule Hoisdorf mit 48,1 Prozent den ersten Platz und verwies in der Gesamtwertung die Volksschule Elmenhorst (41,3 Prozent) und die Königin-Luise-Schule Bad Oldesloe (40,4 Prozent) auf die Plätze. An diesem Wettbewerb beteiligten sich fünf Volksschulen, zwei Mittelschulen und zwei Aufbauzüge.

Erstmalig wurde dieser Wettbewerb in zwei Gruppen ausgetragen. Die eine kämpfte um den Wanderpreis der Stadt Bad Oldesloe, die zweite um einen Wanderpreis, den der Kreissportverband für die ein- bis siebenklassigen Landschulen gestiftet hat. Er will damit erreichen, daß sich auch die kleineren Schulen an dem Wettkampf beteiligen. Somit wurde die Volksschule Hoisdorf Sieger der Gruppe eins, die Mittelschule Bad Oldesloe Sieger in Gruppe zwei.

Im ganzen konnten 295 Sportabzeichen für die Jugend und 322 Leistungsabzeichen verteilt werden. Von den 1960 zum Wettbewerb zugelassenen Schülern errangen 617 eine Auszeichnung, wobei zu berücksichtigen ist, daß nur ein Abzeichenerwerb gezählt wird.

Beim Sportabzeichen muß der Schüler eine Schwimm- und eine Dauerprüfung ablegen, ferner kann er aus drei leichtathletischen oder turnerischen Disziplinen wählen. Beim Leistungsabzeichen wird nur der Dreikampf gezählt, die Übungen werden nach den DLV-Bestimmungen gepunktet und addiert, beim Sportabzeichen sind Mindestleistungen zu erfüllen. Der Sportabzeichen kann nur alle zwei Jahre erworben werden, das Leistungsabzeichen wird jährlich verliehen.

Wir fragten Rektor Berg nach den Gründen für den dreimaligen Erfolg der Hoisdorfer Schule. Er nannte hierfür die gute Zusammenarbeit zwischen der Schule und dem Sportverein. Die wenigen Turnstunden reichen während der Schulzeit nicht aus. So sind fast alle Schüler Mitglied des Sportvereins und nehmen an den freiwilligen Turnnachmittagen teil, für die sich drei Lehrer und eine Lehrerin zur Verfügung stellen. Nur durch Training ist ein Erfolg beschieden.

Die Abnahme der Abzeichen erfolgt geschlossen unter Aufsicht des Kreisleichtathletikverbandes, damit alle gleiche Bedingungen haben. So konnten zum Beispiel vier Mädel des sechsten Schuljahres für den Sportverein an der Deutschen Jugendmannschaftsmeisterschaft unter 728 Mannschaften den neunten Platz belegen.

Der Kreissportverband als Ausrichter des Wettbewerbs wird im März die siegreichen Schulen besuchen und ihnen den Wanderpreis übergeben.

STORMARNER TAGEBLATT vom 23.2.1961

 

Freitag, 24. Februar 1961

Die Meinung des Lesers

War eine „graue Eminenz“ im Spiel?

Ein kluger Namenloser monierte in der Dienstag-Ausgabe unter „Es fiel mir auf …“ das Tragen von Uhren und Ringen bei einzelnen Teilnehmern eines Schauturnens. Er beruft sich auf ein ungeschriebenes Gesetz.

Diese Haltung ist typisch für den homo novus unserer Tage, ein Schreiber, der gerne zum Ausdruck bringt, was er alles weiß, jedoch nicht nach dem ungeschriebenen Gesetz handelt, auf das er sich beruft, lieber als graue Eminenz kritiksüchtig in der Masse untertaucht.

Er hätte den im Turnhallenbetrieb noch unerfahrenen Sportkollegen einen besseren Dienst erwiesen, wenn er sein Anliegen sachlich vorgetragen, bei seinem Geltungsbedürfnis dem Schulleiter davon Mitteilung gemacht hätte. Dieses Tun aber zeugt von Kritiksucht aus dem Hinterhalt und entbehrt jeglicher Fairness, wenn man bedenkt, daß der anonyme Schreiber geladener Gast war.

Ich verwende mich für die angegriffenen Kollegen, weil ich die Schwierigkeiten in der Ausbildung der Leibeserzieher, aber auch die Sorge um die Zusammenarbeit zwischen Schulsport und außerschulischer Sportarbeit kenne, die durch ein derartiges Verhalten keine Förderung erfährt, weil in Fällen unsportlicher Angriffslust die Fachlehrer sich auf ihre Schularbeit beschränken; Ähnliche „graue Eminenzen“ erschwerten bisher die Vereinsarbeit.

Wir nehmen zur Kenntnis, daß der Schreiber des Artikels in der Dienstag-Ausgabe nicht nur unfair. sondern auch unklug gehandelt und der gesamten Sportarbeit schadete.

Sollte es einer sein, bei dem es zum Sportpädagogen nicht gereicht hat?

Bernhard Nowak, Kreissportlehrer.

Herr Nowak irrt. Eine „graue Eminenz“ war bei unserer Veröffentlichung nicht im Spiel. Wir hielten es für unsere Pflicht, auf die Unfallgefahr hinzuweisen, die durch das Tragen von Uhren und Ringen beim Turnen entsteht. Da auch Herr Nowak diese Gefahr nicht bestreitet, können wir beim besten Willen nicht einsehen, wieso wir durch unseren warnenden Hinweis der Sportarbeit geschadet haben sollen. Die Redaktion.

STORMARNER TAGEBLATT vom 24.2.1961

 

Montag, 27. Februar 1961

Gute Werbung für den Schulverein

Scheidende Stadtschüler berichteten über Klassenfahrten

b. – Die jungen und Mädchen der Abschlußklasse der Stadtschule hatten drei Wochen vor Ihrer Schulentlassung zum lebten Male zu einem Elternabend eingeladen, der reger Zuspruch fand.

Frau Rektorin Mohr begrüßte zu Beginn neben den Eltern der beteiligten Schüler und Vertreter des Schulelternbeirates den Stadtverordneten Georg Schömer in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des städtischen Kulturausschusses und Amtsgerichtsrat Dr. Claamann, den langjährigen Vorsitzenden des Elternbeirates.

Unter Leitung ihres Klassenlehrers, Konrektor Storeck, hatten sich die Schüler bereits vor Monaten die Aufgabe gestellt, ihren Eltern am Ende der neunjährigen Schulzeit die segensreiche Einrichtung des Schulvereins mit seinen vielfältigen Aufgaben aufzuzeigen.

Mit großem Fleiß und viel Begeisterung bewältigten sie diese Aufgabe. In einem Rückblick ließen sie die Gäste an den beiden Aufenthalten im Landessportheim Malente und an der Fahrt an die schleswig-holsteinische Westküste mit ihrer Wattwanderung und dem Halligbesuch teilnehmen. Zu diesen Fahrten hatte der Schulverein nicht unerheblich finanzielle Zuwendungen gemacht. Farbbilder verstärkten den Eindruck, saß so geplante Fahrten die Klassengemeinschaft entscheidend positiv zu beeinflussen vermögen.

Dieses kam auch in den Worten der Schulleiterin zum Ausdruck, die die gute Haltung der Klasse lobend erwähnte.

Lied- und Gedichtvorträge, Fahrtenberichte und parodierende Einlagen fanden den Beifall der Gäste. Große Anerkennung fand auch die vom Klassenlehrer sorgfältig getroffene Auswahl von Arbeiten aus dem Handarbeits-, Zeichen- und Werkunterricht.

STORMARNER TAGEBLATT vom 27.2.1961

 

Sonnabend, 4. März 1961

Alle 49 bestanden die Reifeprüfung

st. – Alle 49 Abiturienten der Theodor-Mommsen-Schule haben die Reifeprüfung bestanden. Der mündliche Teil der Prüfung fand an den vergangenen drei Tagen unter Vorsitz von Oberstudiendirektor Dr. Tiedemann statt.

Nachstehend die Namen der Abiturienten und ihre Berufswünsche. Wo kein Wohnort angegeben ist, handelt es sich um Oldesloer. Die mit Kreuz versehenen Abiturienten waren von der mündlichen Prüfung befreit.

Klasse OIs 1:

Gisela Delfs (Schulpsychologin), Carmen Epding (Journalistin), Elke Heitmann (Volksschullehrerin), Gudrun Heß (Studienrätin), Hans-Joachim Janek, Henstedt (Marineoffizier), Uwe Merk (Offizier), Jutta Meyn (Volksschullehrerin), Wolfgang Micheels, Ahrensburg (Dipl.-Volkswirt), Jürgen Peter (Industriekaufmann), Jürgen Riedell (Studienrat), Karsten Schiele (Arzt), Barbara Schmidt + (Volksschullehrerin), Jürgen Sieler, Ratzeburg (Journalist), Jens-Uwe Steffen, Hamburg (Verwaltungsbeamter), Gisela Strehlow + (Mittelschullehrerin), Hans-Jürgen Telschow + (Exportkaufmann), Jürgen Thurau (Rechtsanwalt).

Klasse OIs 2:

Dieter Bergmann, Kayhude (Volksschullehrer), Barbara Burg, Reinfeld (Zahnärztin), Jörg Dettmann (Studienrat), Roswitha Hempel (Volksschullehrerin), Karin Kreutz, Bargteheide (Volksschullehrerin), Hartwig Kröger, Sülfeld (Apotheker), Margrit Kühne, Großensee (Studienrätin), Rüdiger Moßner, Grabau (Dipl.-Ingenieur), Kristian Noth (Studienrat), Rolf Reichardt (Offizier), Hartmut Roloff, Reinfeld (Seeoffizier), Magdalene Scharnberg, Nienwohld (Finanzinspektorin), Jürgen Schlobohm (Dipl.-Ingenieur), Gudrun Sonnenberg +‚ Rümpel (Studienrätin), Hilke Wehnsen, Elmenhorst (Volksschullehrerin), Siegfried Westphal (Offizier).

Klasse OIm:

Ute Brandsch, Grabau (Apothekerin), Wulfried Eberhard (Dipl.-Sportlehrer), Jürgen Fröhlich (Dipl.-Kaufmann), Klaus Gloy +‚ Reinfeld (Studienrat), Eckart Harders, Trittau (Rechtsanwalt), Gerd Höpner, Bargteheide (Zollinspektor), Rüdiger Horn (Dipl.-Volkswirt), Baldur Kelm, Schwissel (Ophthalnaologe), Gerhard Lau (Verwaltungsbeamter), Peter Maibom, Trittau (Dipl.-Brau-Ing.), Ulrich Näbig (Dipl-Kaufmann), Dieter Ogniwek +‚ Seefeld (Limnologe), Helmut Renner, Reinfeld (Offizier), Horst Stegert (Dipl.-Volkswirt), Uwe Wiest (Dipl.-Psychologe) Dietrich Zibell, Rethwischdorf (Dipl.-Volkswirt).

STORMARNER TAGEBLATT vom 4.3.1961

 

Dienstag, 7. März 1961

Stadtschule spielt Theater

st. – Zahlreiche Schüler und Schülerinnen der Stadtschule sind bei den letzten Vorbereitungen für ihren Theaterabend am Donnerstag. Sie wollen vor Eltern und Freunden der Schule das Musikspiel vom Struwwelpeter aufführen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 7.3.1961

 

Mittwoch, 8. März 1961

Ehrenschild für Mittelschule

Rektor Hiller verteilte 224 Sportabzeichen

n. – Schüler- und Lehrerschaft der Mittelschule hatten sich in der Mittagsstunde auf dem Schulhof versammelt, um einer sportlichen Ehrung beizuwohnen.

Rektor Harry Hiller begrüßte die Vertreter des Sports, die für die Schulen des Kreises zwei Wanderpreise zur Verfügung gestellt hatten. Sein Grußwort richtete er an den Vorsitzenden des Kreissportverbandes, Rektor Hansjoachim Berg, an den Ehrenvorsitzenden im Kreissportverband, Christian Ohrt, und an den Vorsitzenden des Kreisleichtathletikverbandes, Gustav Rausch. Er dankte dann den Schülern für ihren besonderen Sporteinsatz.

Der KSV-Vorsitzende Berg gab Erläuterungen zur Teilnahme der Schulen unseres Kreises und überreichte Schulleiter Hiller einen von der Stadt Bad Oldesloe gestifteten Ehrenschild, der 1957 von der Mittelschule, 1958 und 1959 von der Schule Hoisdorf gewonnen worden war. Durch diesen Preis sind die Schüler zu größeren sportlichen Leistungen aufgefordert. Leichtathletikobmann Rausch überreichte Sportlehrer Bernhard Nowak für alle am Wettkampf beteiligten Sportlehrkräfte eine Besitzurkunde, um damit den Dank für den zusätzlichen Arbeitseinsatz auszusprechen.

Anschließend verteilte Schulleiter Hiller 224 Sportabzeichen in Bronze und Silber.

STORMARNER TAGEBLATT vom 9.3.1961

 

Donnerstag, 9. März 1961

Ausstellung in der Königin-Luise-Schule

st. – Zum Abschluß ihrer Schulzeit werden die Schüler und Schülerinnen der zehnten Klassen der Mittelschule, wie dies in jedem Jahr üblich ist, ihre Arbeiten ausstellen, und zwar am kommenden Sonnabend von 16 bis 19 Uhr, am Sonntag von 14 bis 18 Uhr und am Dienstag, dem 14. März, von 16 bis 19 Uhr. Ein Teil der Arbeiten ist dem Berlin-Problem gewidmet.

So wird ein Raum unter dem Motto stehen „Berlin ist mehr als eine Reise wert“, ein zweites Motto lautet „Alle Helligkeit kommt aus Berlin“. Der Berliner Senat hat viel Material zur Verfügung gestellt. Die Schule will auch in Zukunft das Berlin-Problem behandeln. Am Sonnabendabend führt die Laienspielgruppe der Schule in der Aula „Das Gespenst von Canterville“ nach einer Novelle von Oscar Wilde auf. Anschließend ist Ball im „Oldesloer Hof“.

STORMARNER TAGEBLATT vom 9.3.1961

 

Donnerstag, 9. März 1961

Schulkonzert

st. – Chor und Orchester des Theodor-Mommsen-Gymnasiums bereiten unter der Leitung von Studienrat Fritz Alshuth ein Konzert mit Werken von Corelli, Brahms (Chorwerk Nänie), Händel (Concerto grosso op. 6, Nr. 3)‚ Hindemith, Knab, Gluck u.a vor. Es findet am kommenden Montag statt.

STORMARNER TAGEBLATT vom 9.3.1961

 

Donnerstag, 9. März 1961

Struwwelpeter eroberte die Schulbühne

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Da steht er nun, der Struwwelpeter! Während der Mädchenchor der Oldesloe Stadtschule in der Aufführung in der Turnhalle die Schlußverse singt, stellen sich die lustigen Gestalten aus dem Bilderbuch vom Struwwelpeter noch einmal auf der Bühne auf: der Zappelphilipp, das Paulinchen, der wilde Jäger, der Friedrich, der Suppenkasper, Hans Guckindeluft, eine der bösen Buben und der Daumenlutscher.

STORMARNER TAGEBLATT vom 10.3.1961

 

Donnerstag, 9. März 1961

Bilderbuchgestalten wurden lebendig

Stadtschule verhalf dem Struwwelpeter zu neuem Ansehen

st. – Ein bunter Reigen wohlvertrauter Bilderbuchgestalten, angeführt von Struwwelpeter, hüpfte oder schritt, je nach Temperament über die Bühne der Stadtschule in der vollbesetzten Turnhalle. Kinder fast aller Jahrgänge, insgesamt 100, führten die szenische Kantate „Der Struwwelpeter“ von Cesar Bresgen auf.

Sie bezauberten mit ihrem frischen Spiel, ihrer kindlichen Anmut, ihrem Gesang und ihrem Eifer. Wie viel Sorgfalt und Liebe hatten die Lehrkräfte aufwenden müssen, um diese Leistungen zu erzielen!

Wie Frau Rektorin Mohr in ihrer Begrüßungsansprache sagte, ist der erhobene Zeigefinger, wie er so oft in dem vor über 100 Jahren von dem Arzt Dr. Hoffmann geschaffenen Struwwelpeter-Buch zu sehen sei, nicht mehr zeitgemäß. Zudem scheue sich heute manche Mutter, dieses Buch wegen der darin abgebildeten Grausamkeiten in die Hände ihres Kindes zu legen. Doch durch die Vertonung sei die Strenge gemildert, der Struwwelpeter habe sich verwandelt und sei auch unserer Zeit wieder zugänglich gemacht.

Die Aufführung bestätigte diese Auffassung. Dem Kommunisten gelang zudem die Übersetzung vom Bild in die Musik. Chor, Orchester und die stummen Akteure auf der Bühne bildeten eine Einheit, in Ausdruck und Bewegung genau aufeinander abgestimmt. Dem Chor war die Rolle des Sprechers zugeteilt. In schlichter Melodie sang er den unverändert gebliebenen Text. Das Orchester mit seinem Orff-Instrumentarium fügte die rhythmischen und dramatischen Effekte hinzu. Währenddessen geschahen auf der Bühne sehr lustige und sehr traurige Dinge: Der böse Friedrich erhielt seine wohlverdiente Strafe, das verbrannte Paulinchen wurde von seinen Kätzchen beweint, das reizende Mohrchen hatte gut lachen, der wilde Jäger zitterte vorm Häschen, der Daumenlutscher erlebt Schreckliches, der Suppenkasper verhungerte, Hans Guckindieluft plumpste ins Wasser und Zappelphilipp bekam den Rohrstock zu spüren. Ein Spiel, das der kindlichen Vorstellungswelt entspricht und die Mitwirkenden nicht überfordert. So gelang eine geschlossene Aufführung. Die Zuschauer, unter ihnen auch Stadtverordnete, gingen freudig mit. Sie lachten herzlich und spendeten nach jedem Bild viel Beifall.

Für die Anfertigung der hübschen, leuchtend bunten Kostüme dankte Frau Rektorin Mohr besonders Frau Jänichen. Lehrerinnen halfen ihr beim Schneidern wie überhaupt die Einstudierung eine Gemeinschaftsleistung des Lehrerkollegiums ist.

Die Aufführung war zugleich die Einweihung der Bühne. Sie ist zusammenlegbar. Stadt und Schulverein ermöglichten ihre Anschaffung. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 10.3.1961

 

Freitag, 10. März 1961

Mit den Rollschuhen in den Tod

Tragisches Unglück in der Oldesloer Schützenstraße

st. – Ein schrecklicher Unfall ereignete sich am nachmittag in der Schützenstraße. Beim Rollschuhlaufen kam die neunjährige Margret Tetzlaff unter den Anhänger des Fäkalienabfuhrwagens. Sie war auf der Stelle tot.

Das Mädchen hatte sich am Wolkenweher Weg/Heimstraße an eine Eisenstange an der linken Seite des Anhängers gehängt und mitziehen lassen. Das ging zunächst gut, weil das Fahrzeug nur langsam in Richtung Schützenstraße rollte. Nach der Kurve vor dem Kreiskrankenhaus beschleunigte jedoch der Fahrer das Tempo.

In Höhe des Grundstücks Schützenstraße 47 passierte dann vor den Augen von Passanten das Schreckliche: Margret konnte sich nicht mehr an der Eisenstange halten, verlor das Gleichgewicht und rutschte unter den Anhänger. Dessen linkes Hinterrad gegenüber ihren rechten Oberschenkel hinweg. Der harte Aufschlag mit dem Hinterkopf auf das Straßenpflaster war tödlich. Obwohl der Weg ins Unfallkrankenhaus nur kurz war, kam jede Hilfe zu spät. Die Ärzte konnten nur noch den Tod durch Schädelbasisbruch feststellen. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 11.3.1961

 

Sonnabend, 11. März 1961

In der Königin-Luise-Schule spukte es

en. – Die Bühne in der Aula der Königin-Luise-Schule war in die Halle eines englischen Spukschlosses verwandelt worden. …

FOTO!!!!!

Amüsiert folgten die Besucher der Geschichte vom Gespenst, das vor einer durch nichts zu erschreckenden amerikanischen Familie das Zittern lernt. Eine Novelle von Oscar Wilde liegt dem Textbuch zugrunde. Fräulein Elsholtz, durch einjährigen Aufenthalt in Schottland mit englischen Theaterstücken besonders vertraut, hatte das Spiel in sechsmonatiger Arbeit mit neun Schülern und Schülerinnen der 10. Klassen einfallsreich einstudiert. Viel Beifall belohnte die jungen Darsteller, von denen besonders das Gespenst lobend hervorgehoben sei. Das Spiel schuf die rechte Stimmung für den anschließenden Abschlußball.

Über die Leistungen der übrigen Abgangsschüler gab die Ausstellung ihrer Arbeiten beredtes Zeugnis. Sie bot zwei Besonderheiten: die Vorführungen des selbstgedrehten Filmes „Der Mülleimer“und die Berlin-Schau im Gästezimmer.

Hinzu gesellte sich eine Fülle guter schriftlicher Darstellungen und selbst gebauter Geräte aus dem Gebiet der Physik, Mathematik und Technik und sehr schöne Hand- und Werkarbeiten. Sie demonstrierten, was die Schule als ihr Bildungsziel anstrebt, nämlich die Umsetzung der Theorie in die Praxis. „Wir wollen dem Schüler helfen, von der Theorie in die Praxis zurückzufinden“, sagte Rektor Hiller bei der Eröffnung der Ausstellung. Zuvor hatte die Abschlußbesichtigung der 10. Klassen stattgefunden. Bürgermeister Barth, Schulrat Lüth und Elternschaftsvorsitzender Koch hatten den Unterrichtsgesprächen beigewohnt. Sie waren dann die ersten Ausstellungsbesucher.

Dort standen selbst gebaute UKW-Vorsatzgeräte und Röhrenempfänger neben einer Schachbrettintarsienarbeit und einem Schreibschrank. Das Modell des Flugzeugträgers „Forrestal“ und andere Kriegsschiffe fesselte jugendliche Besucher, während sich zahlreiche Erwachsene in die den Modellen beigefügte schriftliche Arbeit über die Bombenwürfe in Hiroshima vertieften. Vielfältig waren die Aufsatzthemen: Albert Schweitzer, Impressionismus, das Leben in einem Tümpel.

Während Schüler die Arbeitsweise eines selbstgebauten Wasserwellengerätes zeigten, arbeiteten Mädchen an Webrahmen. Zeugnisse ihrer Geschicklichkeit: Teppiche, Wandbehänge, Kissen, Kleiderstoffe in geschmackvollen Mustern. Zwischen hübschen Kleidern, Röcken, Blusen und Taschen zogen schön geformte Holzplastiken die Aufmerksamkeit auf sich.

Jeweils 20 Minuten dauerte eine Vorstellung der Arbeitsgemeinschaft Film. Ein Vierteljahr hatten die 20 Jungen und Mädchen der AG an ihrem Tonfilm vom Krimifanatiker Max und seiner glücklichen Heilung gearbeitet. Erst der vierte Drehbuchentwurf fand Gnade vor ihren Augen. Bei den Dreharbeiten machte der Kameramann dann und wann einen Seitensprung und filmte Aufnahmestab und Komparserie beim Filmen. So entstand eine beachtenswerte Gemeinschaftsarbeit auf einem neuen musischen Gebiet.

Ausstellungsbesucher, die sich im Gästezimmer niedersetzen und sich von den Schülerinnen bewirten ließen, sahen Berlin vor sich. Fotos, Plakate, Spruchbänder, Zille-Blätter, ja sogar ein Kleid mit Berliner Schick schmücken die Wände und mahnten: „Berlin mehr als eine Reise wert.“

Die Ausstellung wird am Dienstagnachmittag noch einmal geöffnet sein.

STORMARNER TAGEBLATT vom 13.3.1961

 

Sonnabend, 11. März 1961

Es gibt auch weiterhin „blaue Briefe“

Keine neuen Bestimmungen des Kultusministeriums

Wü. – Kiel. In den Monaten zwischen Weihnachten und Ostern bringt ein „blauer Brief“ der Schulbehörde in so manchem Elternhaus einen bösen Schrecken, bedeutet er doch, daß die Versetzung fraglich ist. Dennoch möchte niemand auf diese Einrichtung verzichten. Nur so ist die Unruhe zu erklären, die bei vielen Eltern kürzlich eine Meldung auslöste, in Zukunft würde es die „blauen Briefe“ nicht mehr geben. Diese Nachricht ist falsch.

Auf jeden Fall bleibt es in den schleswig-holsteinischen Schulen auch weiterhin bei den „blauen Briefen“. Das sagte der Amtschef des Kultusministeriums, Ministerialdirektor Kock. Er fuhr fort: „Wie es zu dem Mißverständnis überhaupt kommen konnte, ist mir unerklärlich.“

Die Kultusministerkonferenz hat sich im letzten Jahr überhaupt nicht mit dem Thema „Versetzung“ befaßt. Sie hat Richtlinien für eine Versetzungsordnung erlassen. Darin wird auch der „blaue Brief“ behandelt. Es heißt in der genannten Vereinbarung: „Erscheint die Versetzung eines Schülers gefährdet, so sollen die Erziehungsberechtigten rechtzeitig davon unterrichtet werden. Geschieht dies nicht, so kann allein daraus ein Recht auf Versetzung nicht hergeleitet werden.“

Vielleicht hat dieser letzte Satz zu der irrtümlichen Auffassung Anlaß gegeben, in Zukunft sollten die „blauen Briefe“ unterbleiben. Dabei ist in Schleswig-Holstein seit mehreren Jahren festgelegt, daß die Erziehungsberechtigten bis zum 1. Januar schriftlich darauf hinzuweisen sind, daß die Versetzung ihres Kindes zweifelhaft ist. Darüber hinaus ist den Schulen empfohlen, schon vorher die Eltern mündlich über etwa bestehende Zweifel zu unterrichten. Wenn solche Zweifel erst nach dem 1. Januar auftreten, sollen die Erziehungsberechtigten bis zum 20. Februar in Kenntnis gesetzt werden. Aber auch ohne diese Benachrichtigung kann ein starker Leistungsabfall nach dem 20. Februar zum Sitzenbleiben führen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 11.3.1961

 

Montag, 13. März 1961

Theodor-Mommsen-Schüler musizierten

en. – Ein frisch gesungenen Viva la Musica leitete das Schulkonzert des Oldesloer Theodor-Mommsen-Gymnasiums in der voll besetzten Aula ein.

Wie Studienrat Alshuth in seiner Begrüßungsansprache sagte, wolle das Konzert ein Spiegelbild des musikalischen Gedankengutes der Schule vermitteln. „Wir musizieren, um die Jugend mitarbeiten zu lassen.“ Nur so dringe sie in das Wesen der Musik ein und gewinne ein lebendiges Verhältnis zu ihr.

Einen bunten Melodienstrauß kündigte Studienrat Alshuth dann an. Der Strauß erwies sich als sorgfältig zusammengestelltes Arrangement, vergleichbar mit einem der Blumenstücke alter niederländischer Maler.

Das Schulorchester bot ausschließlich Werke alter Meister – Corelli, Händel und Gluck. Es erwies sich als eine mit Ernst und Disziplin musizierende Gemeinschaft, die von so begabten Mitgliedern wie Ulrich Alshuth, Helmut Riedell, Barbara Schmidt, Karsten Schiele, Carmen Epding, Dorothea Balduhn, Susanne Beyer, Heidrun Reppich und Hänser Mayn (Violine), Jutta Meyn und Christian Roes (Cello), Gudrun Heß und Ingrid Folkens (Cembalo) getragen wird.

Die Klangschönheit, Reinheit und Ausdruckskraft des Chores entfaltete sich in sehr gegensätzlichen Werken neuerer Meister. Dem anspruchsvollen Chorwerk „Nänie“ von Brahms folgte später das ausdrucksvolle Hindemith-Lied „Das weiß ich und hab‘ ich erlebt“. Die Schlichtheit des Volksliedes hatten drei Gesänge von Armin Knab. In zwei Liedern von Brahms traten Karen Rodeck mit ihrer reinen Sopranstimme und Bernd Gottschalk mit seinem klaren Tenor als Solisten hervor. Drei niederdeutsche Volkslieder schließlich gaben dem schönen Konzert einen fröhlich-beschwingten Abschluß.

Der Beifall war stark. Oberstudiendirektor Dr. Tiedemann drückte Studienrat Alshuth die Hand, eine Schülerin überreichte ihm einen Strauß weißen Fliegers und roter Tulpen – Ausdruck des Dankes für viele Stunden intensiver Arbeit.

STORMARNER TAGEBLATT vom 15.3.1961

 

Dienstag, 14. März 1961

Uhr an der Oberschule?

st. – Stadtverordneter Wigger (CDU) fragte gestern im Stadtparlament, ob die Stadt die Wiederanbringung der Uhr an der Fassade der Theodor-Mommsen-Schule in Erwägung ziehen wolle. Der Vesdoro, dessen 2. Vorsitzender er sei, wäre bereit, einen Kostenzuschuß zu geben. Stadtverordneter Studienrat Ludwig meinte aber, das Gebäude habe durch den Umbau ein neues Profil erhalten, in das eine Uhr schlecht passe. Außerdem befinde sich ja jetzt in unmittelbarer Nähe eine Normaluhr. Die Stadtverordneten überwiesen die Angelegenheit dem Bauausschuß.

STORMARNER TAGEBLATT vom 14.3.1961

 

Dienstag, 14. März 1961

Abiturientenentlassung

st. – Das hiesige Theodor-Mommsen-Gymnasium wird morgen um 11 Uhr in einer Feierstunde in der Aula seine Abiturienten entlassen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 14.3.1961

 

Mittwoch, 15. März 1961

Große Anteilnahme

st. – Unter großer Anteilnahme der Einwohnerschaft wurde gestern die neun Jahre alte Margret Tetzlaff beerdigt, die am vergangenen Freitag beim Rollschuhlaufen in der Schützenstraße auf so tragische Weise ums Leben kam. Ihre Lehrer – sie besuchte die Klaus-Groth-Schule – mit mit Rektor Volkmann an der Spitze die Klassenkameraden gaben Margret das letzte Geleit auf dem katholischen Friedhof.

STORMMARNER TAGEBLATT vom 15.3.1961

 

Mittwoch, 15. März 1961

„Lassen Sie sich nicht irremachen!“

Die letzten Ratschläge für Oldesloes Abiturienten

R.Z. – In einer erhebenden Feier entließ das Theodor-Mommsen-Gymnasium seine diesjährigen Abiturienten. Die Einleitung gebildeten die Sinfonia von Händel, gespielt vom Schulorchester, und der Choral „Nun danket alle Gott“ von Bach.

Oberstudiendirektor Dr. Tiedemann begrüßte u.a. die Vertreter der Stadt, Bürgerworthalter Rosch und Bürgermeister Barth, und dankte ihnen für ihre Aufgeschlossenheit und ihr Verständnis für die schulischen Interessen. Er freue sich, sagen zu können, daß alle 49 Abiturienten bestanden hätten. Dieser Jahrgang habe besonders großartige Leistungen in musischer und sportlicher Hinsicht gezeigt.

Studienrat Dr. Marquardt sprach als Ordinarius seiner Oberprima. Er sagte, ihn erfülle Abschiedsfreude und -wehmut zugleich. Die jungen Menschen, denen die Schule heute mit gutem Gewissen das Reifezeugnis aushändigen könne, seien in großer Notzeit aufgewachsen. Im Kriege geboren, seien ein Drittel von ihnen ohne Vater aufgewachsen, gut die Hälfte habe die Heimat verloren.

Es folgte ein Andante von Gluck, sicher und klangrein gespielt von Helmut Riedell und Hänser Meyn (Violine), am Cembalo von Studienrat Alshuth begleitet, der auch die musikalische Leitung der Feier hatte.

Vor der Verteilung der Zeugnisse ergriff Dr. Tiedemann nochmals das Wort: „Kühlschränke, Politik, Bilanzen und Kreuzworträtsel beherrschen das Denken des heutigen Menschen. Lassen Sie sich nicht irremachen, und vergessen Sie nicht, daß allgemeinmenschliche, sittliche Reife nach mühevoller Vorbereitung zum wahren und echten Lebenswert des Menschen führt.“

Hans-Jürgen Telschow – OIs1 – erhielt für besonders gute Leistungen einen Buchpreis, gestiftet von dem Vesdoro.

Anschließend bekamen auch die Schulabgänger der Untersekunden mit freundlichen Worten die Zeugnisse.

Nach einem hervorragend zum Chor vorgetragenen „Nun zu guter Letzt“ von Mendelssohn sprach die Klassensprecherin der Oberprimen, Gudrun Sonnenberg – OI-s2 – den Dank an Eltern und Lehrerkollegium für diese umfassend vermittelten Grundlagen aus. Sie sagte: „Bildung verpflichtet zur Dankbarkeit und zur Hingabe an den Start. Wir sind bereit, dieses Erbe anzutreten.“

Mit schönen Chorgesängen schloß die Feier.

STORMARNER TAGEBLATT vom 16.3.1961

 

Mittwoch, 15. März 1961

Oldesloes Mittelschule erfolgreich besucht

Folgenden Schülern und Schülerinnen wurde das Abschlußzeugnis der Mittelschule zuerkannt:

Klasse 10a:

Gesa Ahrendt, Bad Oldesloe; Ilse-Lotte Bestmann, Wulmenau; Irmgard Buhrandt, Lütjensee/Bollmoor; Heidi Drews, Bahrenhof; Sigrid Henze, Sülfeld; Renate Hoffmann, Groß-Barnitz; Ulrike Hudemann, Itzstedt; Edith Möller, Borstel; Marianne Pohlmann, Wakendorf II; Sigrid Prasch, Sülfeld; Evelyn Priebe, Bad Oldesloe; Lisa Thies, Götzberg; Sigrid Thomsen, Stubben; Hannelore Wirth, Wakendorf I; Doris Job, Uta Pydde, Kristine Schmoelder, Klaus-Peter Adamczik, alle Bad Oldesloe; Hans-Jürgen Bergmann, Kayhude; Volker Bumann, Sülfeld; Karl-Heinz Groeneveld, Neritz; Peter Jurczyk, Trenthorst; Günther König, Wulmenau; Knut von Loh, Bad Oldesloe; Hugo Müller, Sülfeld; Dieter Runer, Bad Oldesloe; Gert Schmidt, Wakendorf II; Hans-Hermann Schmidt, Stubben; Axel Sell, Traventhal; Henning Thiedemann, Nütschau; Jürgen Winkler, Hamburg-Duvenstedt; Werner Wrage, Itzstedt; Hans-Werner Wrage, Itzstedt; Peter Nowak, Bad Oldesloe.

Klasse 10 b:

Traute Eckmann, Marianne Friedrich, Christina Häring, Barbara Heinze, Gisela Henck, Heidi Hungerland, Christel Koch, Ursula Kubitz, Christel Poka, Gudrun Reinke, alle Bad Oldesloe; Sabine Rieken, Schlamersdorf; Rita Schreiber, Schlamersdorf; Sabine Braun, Bad Oldesloe; Vera Alixe Seyer, Bad Oldesloe; Anke Steffer Reinfeld; Rosemarie Stier, Wolkenwehe; Jutta Suhr, Waltraud Vollrath, Karin Wollesen, Margret Wöltje, Heinz-Peter Behnke, Dietger Bernot, Horst Bieschke, alle Bad Oldesloe; Hugo-Harro Brehmer, Pölitz; Norbert Burandt, Bad Oldesloe; Herbert Clausen, Mollhagen; Hans-Uwe Drews, Meddewade; Armin Eckhoff, Todendorf; Günter Geffe, Karsten Jakobsen, Bernd Schippmann, Manfred Stolten, Udo Zantopp, Jürgen Colberg, alle Bad Oldesloe.

Klasse 10c:

Inge Bode, Seefeld; Monika Bruckschen, Monika Classen, Barbara Drews, alle Bad Oldesloe; Frauke Frahm, Wolkenwehe; Ingrid Garand, Ingrid Görke, Margret Kaschner, Bärbel Knickrehm, Brigitte Kohn, Ilse-Maria Kombke, alle Bad Oldesloe; Regina Kost, Schulenburger Mühle; Astrid Müller-Eick, Karola Müller, Dörten Ohrt, Gertrud Riedell, Astrid Scheffler, Hanni Scherrer, Gundi Schweim, Rose Wendt, Peter Ascheberg, Horst Bottke, Peter Endruscheit, alle Bad Oldesloe; Jörg Gebert, Reinfeld; Wolfgang Hafemann, Klaus-Uwe Haß, Erich Laser, Jürgen Leichsenring, Manfred Leinius, alle Bad Oldesloe; Hans-Werner Rieken, Sühlen; Michael von Saurma, Kisdorferwohld; Olaf Schickerling, Reinfeld; Rainer Soetebier, Bad Oldesloe; Winfried Wurzel, Wulmenau.

STORMARNER TAGEBLATT vom 15.3.1961

 

Freitag, 17. März 1961

Auch zwei Lehrer verabschiedet

Eindrucksvolle Feierstunde in der Königin-Luise-Schule

n. – Auf der Abgangsfeier für die zehnten Klassen begrüßte Mittelschulrektor Hiller in der Aula der Königin-Luise-Schule Bürgerworthalter Rosch, Bürgermeister Barth und zahlreiche Eltern. Mit Gedichten von Christian Morgenstern, Bresgen, Carossa und musikalischen Darbietungen unter der Leitung von Mittelschullehrer Goldbeck wurden 111 Jungen und Mädel verabschiedet.

Für die Klassenlehrer sprach Lehrer Hormann über den tieferen Sinn, Abschied zu nehmen, um in größerer Freiheit zu neuen Aufgaben bereit zu sein. Norbert Burandt dankte im Namen der Schüler für die Wissensvermittlung. Humorvoll wußte er die Stationen einer Bergbesteigung mit dem Lauf der Jugend zu vergleichen.

Rektor Hiller verabschiedete Lehrer Hormann, der als Schulleiter ab Ostern nach Aumühle versetzt ist, um dort aus dem Aufbauzug eine Mittelschule zu entwickeln. Dann überreichte er Dr. Hirschmann-Günzel zur Pensionierung die Urkunde des Landes Schleswig-Holstein und dankte dem erfahrenen Pädagogen für die 14jährige Tätigkeit an der Mittelschule.

Dr. Hirschmann-Günzel bedankte sich für die Blumen und den lang anhaltenden Beifall. In seiner Entgegnung hielt er kurze Rückschau und Erinnerung.

Nach dem Gedicht von Carossa „Sinnerfülltes Dasein“ entließ der Schulleiter die Abgänger. Seiner Ansprache lag der Gedanke, daß im Dienen der Sinn des Lebens bestünde, zugrunde.

Eine gemeinsame Besichtigung der Ausstellung beschloß die Feierstunde, nachdem an folgende Schüler Buchprämien ausgegeben worden waren: Evelyn Priebe, Renate Hoffmann, Volker Bumann (10a), Bernd Schippmann, Christina Häring (10b), Barbara Drews, Hans Werner Rieken, Hanni Scherrer und Peter Endruscheit (10c).

STORMARNER TAGEBLATT vom 17.3.1961

 

Mittwoch, 15. März 1961

Einschulung am 14. April

st. – Die Einschulung der Schulanfänger bei der Stadtschule und der Klaus-Groth-Schule erfolgt am 14. April.

STORMARNER TAGEBLATT vom 15.3.1961

 

Mittwoch, 22. März 1961

Einschulung am 14. April

st. – Die Einschulung der Schulanfänger bei der Stadtschule und der Klaus-Groth-Schule erfolgt am Freitag, dem 14. April.

STORMARNER TAGEBLATT vom 22.3.1961

 

Donnerstag, 23. März 1961

Lehrer Winter verabschiedet

st. – Mit Schluß des Schuljahres tritt Lehrer Walter Winter nach über 40jähriger Dienstzeit in den Ruhestand. Er war fast nur im Kreise Stormarn tätig, nämlich in Badendorf, Willinghusen, Stapelfeld, Tralau und während der letzten zehn Jahre in Bad Oldesloe an der Neuen Stadtschule bzw. der Klaus-Groth-Schule. Gestern wurde er in seiner Schule von Schulrat Lüth verabschiedet, der ihm den Dank der Landesregierung übermittelte. Bei der Feier wurde die Stadt durch Stadtrat Bomann vertreten, der die Grüße des Bürgermeisters überbrachte.

 

Bis zum Jahr 1970