Schuljahr 1964 - 65  Zeitraum Juli - September

 

Mittwoch, 1. Juli 1964

Oldesloer Vogelschießen

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Die kühle und feuchte Witterung beeinträchtigte gestern das Vogelschießen nur wenig. Über 2000 Schulkinder – die Eltern, Gäste und älteren Schüler nicht mitgezählt – verlebten frohe Stunden. Ihre Begeisterung kannte keine Grenzen, auch die vereinzelten Regenschauer vermochten sie nicht zu dämpfen. Jung und alt waren von Herzen fröhlich.

Der Vormittag gehörte den spannenden Wettkämpfen zur Ermittlung der Klassensieger. Die Jungen übten sich im Armbrustschießen und schossen auf Konservendosen. Können mußte man aber auch beim Vogelpieken und beim Ringewerfen beweisen.

Zum Tanzen hatten die Kinder nachmittags Gelegenheit. In den vier Zelten auf dem Exer und in elf Gaststätten ging es munter zu. Amüsant festzustellen, daß die Kleinen den älteren Schülern im Twisten nicht nachstehen wollten. Sie twisteten selbst dann, wenn die Kapelle einen Walzer spielte.

Die 14jährige Dorothea Stosch aus Klingenbrook (Gemeinde Tralau), die die Klasse UIIIb in der Theodor-Mommsen-Schule besucht, wurde Oldesloes neue Königin. Den begehrten Königstitel errang der 15jährige Mittelschüler Arnold Petersen aus der Klasse 8a. Sie erhielten je eine goldene Armbanduhr. Unter Fanfarenklängen und Trommelwirbel hielt nachmittags der König Einzug in den „Oldesloer Hof“. Ihn schmückte als Zeichen seiner Würde ein silberner Schild. Das „Fußvolk“ klatschte reichlich Beifall und ehrte ihn mit Hurra-Rufen. Arnold forderte darauf die schon im Saal anwesende Dorothea zum Königstanz auf, bei dem das Parkett dem Königspaar allein gehörte.

Einen Höhepunkt erreichte das Vogelschießen noch einmal am Abend. Auf dem Exer versammelten sich die Klassen zum Abschlußumzug. Fünf Kapellen und Spielmannszüge führten die einzelnen Abteilungen zum Marktplatz. Dort standen schon viele Oldesloer dichtgedrängt, um gemeinsam mit den Kindern das schöne Fest zu beenden.

In einer Ansprache – die Stadtväter sahen aus höchster Warte vom ersten Stock des Stadthauses zu – sprach Stadtschulrektorin Mohr im Namen aller Teilnehmer dem Ausschuß für das Kindervogelschießen, den Spendern und Sammlern, den Geschäftsleuten sowie den Bürgern, die ihre Häuser geschmückt hatten, den Dank der Kinder aus. Sie berichtete, daß das Vogelschießen ursprünglich ein Fest der Erwachsenen gewesen sei. Urkunden nannten dieses schon vor 160 Jahren.

Die Rektorin stellte dann die Frage, ob es nicht erstaunlich sei, wie schnell das Kindervogelschießen nach dem Kriege, als jeder genug mit sich selbst zu tun hatte, erneut zu einem Fest der ganzen Bürger wurde. Viele Heimatlose, die in Bad Oldesloe von vorne anfangen mußten, hätten das Vogelschießen zum ersten Male miterlebt und die verbindende Kraft gespürt. In unserer nüchternen Zeit, erklärte Rektorin Mohr, ist es wichtig, an der Tradition festzuhalten, deren inneren Werte der Gemeinschaft dienen.

Die Ansprache schloß mit einem Bekenntnis an die Menschen jenseits der Mauern, und mit dem gemeinsam gesungenen Schleswig-Holstein-Lied und dem Deutschland-Lied. Dem Königspaar wurde dann von den Schulkindern gehuldigt. Sie lösten aus den Kränzen die Blüten und warfen sie Arnold und Dorothea zu.

STORMARNER TAGEBLATT vom 1.7.1964

 

Mittwoch, 1. Juli 1964

Sieger beim Oldesloer Vogelschießen

Stadtschule:

Klasse 1a: Rainer Thielenhaus, Birgit Ziems; 1b: Peter Ernst, Beate Zwikirsch; 1c: Martin Mannewitz, Sabine Schmidtke; 1d: Uwe Röpke, Petra Clausen; 1e: Manfred Wedig, Bianca Lütge; Klasse 2a: Hans-Werner Beringer, Gabriele Kroll; 2b: Günther Rohlf, Jutta Drews; 2c: Wolfgang Gropp, Elke Bohn; Klasse 3a: Thomas Eckmann, Ilka Goldenbaum; 3b: Uwe Scholz, Christel Drews; 3c: Frank Epding, Dörte Abraham; Klasse 4a: Wolfgang Sass, Doris Schnauer; 4b: Jürgen Garbrecht, Iris Abraham; 4c: Walter Janne, Anne Marie Hoff; Klasse 5a: Wolfgang Tietgen, Gabriele Stapelfeld; 5b: Harald Pfennig, Heike Wiethölter; Klasse 6a: Wolfgang Ruhnke, Angela Schütt; 6b: Udo Feikner, Birgit Erdmann; Klassen 7a/7b/8: Manfred Sobirey, Heidelis Zauft.

Klaus-Groth-Schule:

Klasse 1a: Marion Müller, Torsten Conradt; 1b: Marion Müller, Kurt Feddern; 1c: Julia Marfels, Torsten von Borcke; Klasse 2a: Irene Langer, Andreas Gach; 2b: Marlies Rösch, Adam Sternitzki; Klasse 3a: Katrin Nagel, Bernd Decker, 3b: Sylvia Böttcher, Jens-Peter Ruwaldt; Klasse 4a: Ellen Witt, Udo Wiethölter; 4b: Judith Hesse, Anton Motylski; Klasse 5: Doris Schulz, Ernst-Günter Schütz; Klasse 6: Ursula Dreblow, Jörg Plaschmath; Klasse 7: Rosemarie Zehm, Hans Elten; Klasse 8: Monika Bühring, Klaus Bornholdt.

Sonderschule:

1. Manfred Bornholdt, 2. Babette Schumann, 3. Karlheinz Käckmeister, 4. Günter Oeverdiek, 5. Friedgard Wöckener, 6. Albert Motylski.

Königin-Luise-Schule:

Klasse 5a: Ralf Nadolny, Marita Strehl; 5b: Gerhard Tetzlaff, Regine Reschke; 5c: Manfred Kortsch, Brunhilde Kuhr; Klasse 6a: Manfred Skudrzik, Benita Lühr; 6b: Bruno Beer, Marianne Böhm; 6c: Jürgen Otto, Annegret Stöver; Klassen 7a/7b: Gudrun Schweer (7b); Klassen 7b/7c: Ute Kiesow (7c), Klassen 8a/8b/8c: Christa Nels (8a); Klassen 7a/7b: Bernd Schröder (7a), Klassen 7b/7c: Eckart Bruhns (7c); Klassen 8a/8b/8c: Werner Isenberg (8b).

Theodor Mommsen Schule:

Klasse VIa: Renate Tschepat, Jürgen Wulf; VIb: Jutta Waack, Christoph von Jenisch; Klasse Va: Sylke Alshuth, Holmer Drews; Vb: Frauke Stamer, Hubert Richter; Klasse IVa: Heidrun Straumer, Thomas Möller; IVb: Michael Weinheimer; Klasse UIIIb: Christiane Clamann, Karl-Heinz Peik.

STORMARNER TAGEBLATT vom 1.7.1964

 

Sonnabend, 11. Juli 1964

Fachunterrichtsräume im Herbst bezugsfertig

Der erste Abschnitt des Erweiterungsbaues der TheodorMommsen-Schule soll im Herbst bezugsfertig sein. Durch ihn gewinnt das Gymnasium drei große Fachunterrichtsräume und zwei Nebenräume. Zur Zeit sind hier die Maler am Werk. Im September soll der zweite Abschnitt in Angriff genommen werden. Dabei wird das Lehrerzimmer vergrößert, außerdem entstehen Klassenräume, neue Toiletten und im Kellergeschoß eine Pausenhalle. Im Frühjahr soll der dritte Abschnitt folgen. Er umfaßt eine Gymnastikhalle mit Nebenräumen auf dem Hof, außerdem Umkleide- und Waschräume für die Turnhalle. Die Gesamtkosten sind mit rund einer Million DM veranschlagt.

STORMARNER TAGEBLATT vom 11.7.1964

 

Freitag, 17. Juli 1964

Nachruf

Vesdoro. Unser langjähriges Vereinsmitglied Wilhelm Heik, der manche Zusammenkunft mit seinem Humor lebendiger gestaltete, ist plötzlich von uns gegangen; wir werden ihn sehr vermissen. Trauerfeier am 18. Juli´, um 15 Uhr, im Rathaussaal. Der Vorstand.

STORMARNER TAGEBLATT vom 17.7.1964

 

Donnerstag, 30. Juli 1964

Schwarzdecke vor dem Gymnasium

Auf dem Teilstück der Hamburger Straße von der Einmündung der Grabauer Straße bis zum Gymnasium wurde gestern das Pflaster mit einer ersten Schwarzdecke überzogen. Später wird noch eine Verschleißdecke aufgetragen. Auch das letzte Pflasterstück bis zur Abzweigung des Rümpeler Weges soll noch einen Überzug erhalten. Dann weist die Oldesloer Ortsdurchfahrt der Bundesstraße 75 nur noch am Anfang der Lübecker Straße holperiges Pflaster auf.

STORMARNER TAGEBLATT vom 30.7.1964

 

Freitag, 31. Juli 1964

Letzter Ferienschwimmlehrgang beginnt morgen

Der nächste Schwimmlehrgang des Kreisschulamtes für Schulkinder der Oldesloer und der umliegenden Schulen beginnt morgen um 9 Uhr im Lehrbecken Grabauer Straße und am Poggensee. Anmeldungen werden morgen und am Montag entgegengenommen. Die Abnahme für das Frei und das Fahrtenschwimmen im Poggensee erfolgt am 11 und 12. August.

STORMARNER TAGEBLATT vom 31.7.1964

 

Freitag, 7. August 1964

Bodenverhältnisse nicht entscheidend

Stadt nimmt kostspielige Gründungsarbeiten in Kauf

Der genaue Standort für Turnhalle und Lehrschwimmbecken der Stadtschule auf dem Schulhof an der Salinenstraße steht noch nicht fest. Bodenuntersuchungen haben ergeben, daß auf einem Teil des Geländes schwierige Gründungsarbeiten erforderlich werden. Das Stadtbauamt sucht nun nach dem günstigsten Platz.

Dies teilte der 1. Stadtrat Willy Mahrdt in einer Pressebesprechung mit. Auf die Frage, warum man nicht zuerst die Bodenverhältnisse untersucht habe, bevor man die Pläne zum Beispiel für die Sonderschule und den Sportplatz auf dem ehemaligen Papierfabrikgelände oder für den Sportplatz am Wendum oder für die Turnhalle der Stadtschule aufstellte, entgegnete der Stadtrat: „Die Standortfrage hat Vorrang. Baugelände, noch dazu in günstiger Lage, ist heute zu wertvoll, als daß man vor kostenverteuernden Gründungsarbeiten zurückschrecken könnte.“

STORMARNER TAGEBLATT vom 7.8.1964

 

Freitag, 14. August 1964

Schulanfang mit Gedenken an den 13. August

Für die Schulkinder gingen am Mittwoch die Sommerferien zu Ende. Das kühle Wetter am Donnerstag machte ihnen gewiß den ersten Schultag leichter. Am ersten Unterrichtstag wurden die Kinder auf die Errichtung der Sperrmauer in Berlin vor drei Jahren und auf die Schaffung des Todesstreifens an der Demarkationslinie auf sowjetzonalem Gebiet hingewiesen. Dabei wurde der Sorge aller Menschen, denen der Weg zu ihren Angehörigen und in die Freiheit verwehrt wird, sowie der menschlichen Not und Hoffnung Gesamtdeutschlands gedacht.

STORMARNER TAGEBLATT vom 14.8.1964

 

Sonnabend, 22. August 1964

„Kon’nichi wa, Herr Professor!“

Japanischer Besuch in der Oldesloer Mittelschule

Zum drittenmal innerhalb weniger Jahre bereiste Professor Dr. Tozo Hayakawa, Dozent für Germanistik und germanische Mythologie an der Gakushuin-Universität in Tokio, die Bundesrepublik auf Einladung des Bundeskanzleramtes in Bonn. Auch diesmal besuchte er wieder nach dem offiziellen Teil seiner Reise seinen langjährigen Freund Heinz Timmermann in Bad Oldesloe. Zusammen mit Professor Hayakawa kam diesmal Fumihiko Sato, der Direktor der deutschen Abteilung des Hakusuisha-Verlages in Tokio.

Die beiden Besucher aus Japan waren u.a. auch in der Königin-Luise-Mittelschule. Sie besichtigten die Gebäude mit ihren Einrichtungen und waren einige Stunden zu Gast in den Klassen 8c und 9a. Professor Hayakawa erzählte den Jungen und Mädchen aus seiner Heimat, von den Vorbereitungen zu den Olympischen Spielen, die die Zehnmillionenstadt Tag und Nacht in Atem halten. Er plauderte von den Teenagern in Japan, die den – inzwischen allerdings schon überholten – Twist ebenso schätzen wie unsere, und berichtete von dem großen Andrang der bildungshungrigen Jugend zu den Universitäten und Hochschulen, die aber nur ein Zehntel bis ein Dreißigstel der Bewerber annehmen können, weiter von der auch in Japan herrschenden Vollbeschäftigung, von den sieben Fernsehprogrammen allein in Tokio (davon zwei farbig), von den Studenten, die in den verkehrsreichen Stunden die Fahrgäste in die U-Bahn stopfen („shiribeit“ nennen sie diese Tätigkeit, wobei die Silbe „beit“ dem deutschen Wort „Arbeit“ entnommen wurde) und so weiter.

Liebeskummer

Viele Fragen mußten die Besucher beantworten und natürlich auch einige Proben der japanischen Schrift an die Tafel schreiben. Ein besonders kompliziertes Zeichen hat die Bedeutung „Melancholie“, kann aber auch „Liebeskummer“ heißen. Eine Schülerin meinte daraufhin, daß sich schon allein wegen dieses schwierigen Zeichens der Liebeskummer nicht lohne.

Erfreulich war es für deutsche Zuhörer zu hören, daß die japanischen Studenten, die zum Besuch von Universitäten und Hochschulen die Beherrschung von mindestens zwei Fremdsprachen nachweisen müssen, die Kombination Englisch-Deutsch bevorzugen vor Englisch mit Französisch, russisch, chinesisch oder spanisch. Direktor Sato machte zahlreiche Erinnerungsfotos.

Sogar plattdeutsch

Unsere schleswig-holsteinische Heimat gefiel den japanischen Gästen so gut, daß sie mehrfach die hierfür vorgesehene Zeit verlängerten. Sie sahen Bad Oldesloe, Reinfeld, Ratzeburg, Mölln, die Lüneburger Heide, Lübeck, Travemünde, Bad Segeberg, die Holsteinische Schweiz, Rendsburg, Sylt, Helgoland. Sie fuhren von Husum aus nach Nordstrand und zur Hallig Süderoog, wo sie beim Wattenlaufen den weniger Gewandten beim Durchqueren der Priele halfen. Als auf Nordstrand einige Einheimische die Deutschkenntnisse Professor Hayakawas testen wollten, übersetzte er ihnen einen plattdeutschen „Pharisäervers“ ins Hochdeutsche. Die Marsch mit den Kögen fand ebenso das Interesse wie die Landgewinnungsarbeiten, die ja, wenn auch unter ganz anderen Voraussetzungen, in Japan ebenfalls eine große Rolle spielen. Auch die Segellore von Dagebüll zur Hallig Oland war auf dem Besichtigungsprogramm. Für die dort tätige „Segellorenkapitänin“ – ein Wort, das in keinem Wörterbuch zu finden ist – erfand Professor Hayakawa eigens ein japanisches Wort. Er will in seiner Heimat ausführlich über das „Land Theodor Storms“ berichten. Er bevorzugt diese Bezeichnung für unsere engere Heimat, weil Theodor Storm einer der beliebtesten deutschen Dichter in Japan ist. Wenn seine Studenten die nötigen deutschen Vorkenntnisse haben, werden sie sicher auch „Die graue Stadt am Meer“ oder „Trutz, blanke Hans!“ kennenlernen.

Bald treten die Gäste wieder über Ägypten, Pakistan, Indien, Thailand und Hongkong den Rückflug an. Frau Sato wird ebenso auf das „Kon’nichi wa“ (= guten Tag) ihres Mannes warten wie Frau Hayakawa mit ihren beiden Töchtern Sagiri (= Nebelchen) und Izumi (= Wasserquellchen).

STORMARNER TAGEBLATT vom 22.8.1964

 

Montag, 24. August 1964

Mit den Erdarbeiten begonnen

Mit den Erdarbeiten für den zweiten Bauabschnitt zur Erweiterung des Gymnasiums wurde begonnen. Der Magistrat hat diesen Bauauftrag für 287.000 DM vergeben. Dafür soll ein zweiter Flügel an das alte Gebäude auf der Hofseite angebaut werden. Im ersten Bauabschnitt, der vor seiner Vollendung steht, wurde das Gebäude für 300.000 DM bereits um einen Flügel erweitert. Als dritter Bauabschnitt ist die Errichtung einer Gymnastikhalle und die Erweiterung des Turnhallenanbaues vorgesehen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 25.8.1964

 

Montag, 24. August 1964

Lehrschwimmbecken musterhaft

Sportreferent Schlotfeldt (Kiel) besichtigte das Lehrschwimmbecken der Mittelschule, das als Beispielanlage für Schleswig-Holstein gilt. Er zeigte über die Nutzung durch die Schulen vollste Zufriedenheit. Seit Juni dieses Jahres wurden 7483 Besucher registriert, darunter waren 4603 Teilnehmer am Ferienschwimmen. Am Wochenende kam Oberregierungsrat Roland, Saarbrücken. Tiefbauingenieur Möller vom Stadtbauamt erläuterte die Arbeitsweise der Anlage und Sportlehrer Nowak berichtete über die Erfahrungen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 24.8.1964

 

Montag, 24. August 1964

Bundesjugendspiele der Oldesloer Schulen

Auf einer Sitzung der Fachlehrer für Leibeserziehung, Bezirk IV, wurden die Termine für die Sommer-Bundesjugendspiele 1964 abgestimmt und ein gemeinsamer Arbeitseinsatz für heute nachmittag unter Leitung des VfL-Vorsitzenden, Mittelschullehrer Walter Busch, zur Herrichtung der Wettkampfanlagen angesetzt. Die Termine: Stadtschule 25 August (Ausweichtermin 26. bis 29. August), Theodor-Mommsen-Gymnasium 1. September (5. September), Klaus-Groth-Schule 2. September (9. September), Sonderschule 3. September (8. September), Mittelschule 4. September (10. September).

STORMARNER TAGEBLATT vom 24.8.1964

 

Dienstag, 25. August 1964

Marion hatte die meisten Punkte

Bei den Bundesjugendspielen der Stadtschule im Dreikampf errangen unter 324 Teilnehmern 20 Schüler die Ehrenurkunde und 125 Schüler Siegerurkunden. Die Besten: Hartmut Scheibel, Ingeborg Skroblin, Renate Pingel, Edith Schiemann (alle Klasse 9), Monika Schröder, Heidelis Zauft, Heinz Hettmann (alle 8), Uwe Laatzen, Ulrich Haeger (beide 7a), Peter Feldsien, Peter Reuter (beide 7b), Birgit Grantzau, Michael Trampler (beide 6a), Hartmut Feddern, Jochen Reher (beide 6b), Marion Gropp (5b), Hans-Peter Meyer (4a), Ute Marsoner, Angela Fügert (beide 4b), Anne-Marie Hoff (4c). Dabei erzielte Marion Gropp mit 72 Punkten die höchste Wertung.

Wegen des unbeständigen Wetters wurden die Sonderwettkämpfe sehr schnell abgewickelt. Bei den Pendelstaffeln der vierten Klassen siegte die Klasse 4c, bei den fünften Klassen siegte 5a. Das Tauziehen gewann Klasse 7a gegen 7b. Das Korbballspiel Klasse 9 gegen Klasse 8 endete unentschieden. Die 4 mal 100-Meter-Staffel gewannen die Jungen der Klasse 9c vor den Schülern der Klasse 8.

STORMARNER TAGEBLATT vom 1.9.1964

 

Dienstag, 25. August 1964

Die Misere im Schulsport

Eine physische Katastrophe droht uns!

Drei bemerkenswerte Feststellungen aus berufenem Munde umrissen in letzter Zeit die Misere im deutschen Schulsport. Für Nordrhein-Westfalen sagte Kultusminister Dr. Paul Mikat, daß von den auf dem Stundenplan stehenden Turnstunden etwa die Hälfte ausfalle.

„Mindestens zwei Wochenstunden“ forderte der Präsident des Ausschusses deutscher Leibeserzieher, Fritz Balz (Hamburg), in Wiesbaden. „Die tägliche Turnstunde ist solange eine Utopie, solange es noch an Lehrern und Turnhallen fehlt!“

Mit besorgtem Blick auf das erschreckende Bild der Schuluntersuchungen, das sich einige Jahre später in den Musterungsbefunden wiederholt, warnt Dr. Franz Lotz, Direktor des Instituts für Leibesübungen der Universität Würzburg: „Der Vitalitätsverlust unserer Jugend erfolgt in so bestürzender Schnelligkeit, daß eine physische Katastrophe unseres Volkes unaufhaltbar ist, wenn jetzt nicht endlich Lösungen im Schulsport gefunden werden!“

Der Körper ist der Prügelknabe der Schule. Über ihn wird tunlichst nicht gesprochen. Der „Goldene Plan“ war vor Jahren eine Bestandsaufnahme über fehlende Sportübungsstätten, sie umfaßte sowohl Freiluft- als auch Hallenanlagen. Viel von diesem Fehlbestand ist in den letzten Jahren durch die Anstrengungen der Gemeinden und Länder ausgeglichen worden. An den fehlenden Turnhallen allein kann es also nicht mehr liegen, wenn – wie in Nordrhein-Westfalen – die Hälfte aller Turnstunden ausfällt.

Der schwächste Punkt in der Kette ist zweifellos der Mangel an Turnlehrern. Hier an dieser Stelle muß ganz energisch der Hebel angesetzt werden, um Abhilfe zu schaffen. Solange es auch nur an einer Schule vorkommen kann, daß eine Mädchenklasse im Sportzeug in einer mit viel Geld erbauten modernen Turnhalle versammelt ist und dann von einer Lehrerin im Straßenkleid einen Ball mit der Bemerkung zugeworfen erhält „Spielt man ein bißchen!“, solange nutzen auch die wenigen nach dem Stundenplan gehaltenen „Turnstunden“ nichts.

Es kann wohl kein Zweifel darüber bestehen, daß der in allen Kindern vorhandene „Bewegungstrieb“ in der Schule gefördert und vom einfachen regellosen Spiel in festere Bahnen gelenkt werden muß. Daneben gilt es möglichst frühzeitig, die Freude an der eigenen Leistung zu wecken. Das kann nur in den Schuljahren geschehen. Nach der Schulentlassung ist es dazu für den Turn- oder Sportverein oder für die Bundeswehr meist viel zu spät!

In Schweden bestehen im Schulsport für deutsche Begriffe nahezu vorbildliche Verhältnisse. Überall wird bei drei Wochenstunden Leibesübungen systematisch gearbeitet, die Lehrer sind mit Eifer bei der Sache, es besteht ein Schulsportverband auf freiwilliger Basis, es gibt Wettkämpfe der Schulen untereinander auf den verschiedenen Ebenen und die schwedischen Schulmeisterschaften im Stockholmer Olympiastadion sind jedes Jahr der Höhepunkt der Aktivität.

Eine ähnliche Begeisterung könnte auch in der Bundesrepublik vieles verbessern. Nicht auf Anweisungen von oben warten, sondern erst einmal unten anfangen!

STORMARNER TAGEBLATT vom 25.8.1964

 

Dienstag, 1. September 1964

216 Oberschüler bekamen Urkunden

An den Bundesjugendspielen der Theodor-Mommsen-Schule nahmen insgesamt 422 Schüler teil. Davon erhielten 50 die Ehrenurkunde und 166 die Siegerurkunde. Ingo Suhn aus Bargteheide erreichte mit 80 Punkten das beste Ergebnis. Rüdiger Bohn und Lothar Sparfeld, beide aus Bad Oldesloe, folgten mit 79 Punkten. Von den Mädchen schnitt Gabriele Sporkenbach (Bad Oldesloe) am besten ab. Sie konnte es auf 76 Punkte bringen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 7.9.1964

 

Mittwoch, 2. September 1964

Die Sieger der Klaus-Groth-Schule

Bei herrlichem Sommerwetter führte die Klaus-Groth-Schule ihre diesjährigen Bundesjugendspiele durch. Von den 264 teilnehmenden Schülern errangen 92 einen Sieg, elf davon erhielten eine Ehrenurkunde, und zwar Hans-Dieter Mareck, Rainer Karczewski (beide 61 Punkte), Wolfgang Trojahn (60), Irene Buttelmann (58,5), Maren Riemke, Hans-Joachim Weger (beide 58), Hans-Jürgen Hentschel (56,5), Lore Körting, Cosmas Apostolides (beide 56), Heinz Goronzi, Wolfgang Berndt (beide 55,5).

Beim Dreikampf erzielten die besten Einzelleistungen: 50-Meter-Lauf: Klaus Suhr, Manfred Buss, Erika Steinfatt 7,9 Sekunden; 75-Meter-Lauf: Hans-Dieter Mareck 9,4 Sekunden, Irene Buttelmann 10,4 Sekunden; Weitsprung: Hans-Dieter Mareck 5,05 Meter, Lore Körting 4,20 Meter; Schlagballwurf: Heinz Goronzi 68 Meter, Iris Templin 40 Meter; Handballwurf: Andreas Reese 37 Meter, Lore Körting 25 Meter.

Bei den abschließenden Einzelwettkämpfen und Staffelläufen gingen als Sieger hervor: 400-Meter-Lauf: Hans-Dieter Mareck 1:02,4 Minuten; 600-Meter-Lauf: Heidi Körting 2:01,9 Minuten; 800-Meter-Lauf: Klaus Reschke 2:30,0 Minuten; 10 mal 50-Meter-Staffel der Klassen 4a, 4b und 5: Sieger Klasse 4a; 10 mal 50-Meter-Staffel Jungen Klassen 6 und 7: Sieger Klasse 6; 10 mal 50-Meter-Staffel Mädchen Klassen 6 und 7: Sieger Klasse 7; 4 mal 100-Meter-Staffel Mädchen Klassen 8a, 9a, 9b: Sieger Klasse 9a; 4 mal 100-Meter-Staffel Jungen Klassen 8, 9a, 9b: Sieger Klasse 9b.

STORMARNER TAGEBLATT vom 8.9.1964

 

Donnerstag, 3. September 1964

Im Fußball gewonnen, im Handball verloren

Bei einem Fußball-Trainingsspiel gegen die Klaus-Groth-Schule gewann die Mittelschule mit 4:0 Toren. Dagegen ging ein Handballspiel gegen eine Auswahlmannschaft ehemaliger Mittelschüler mit 4:6 aus.

STORMARNER TAGEBLATT vom 3.9.1964

 

Donnerstag, 3. September 1964

Jetzt ist die Zeit der Bundesjugendspiele

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Überall finden in diesen Tagen die Bundesjugendspiele der Schulen statt. … Der Stormarner Ausschuß für die Durchführung der Bundesjugendspiele hatte für die Volksschulen des Kreises eine Vorrunde im Fußball ausgeschrieben, die auf dem Exer ausgetragen wurde. Als Sieger der Gruppe A ging die Klaus-Groth-Schule (Bad Oldesloe) hervor. Weitere Plätze belegten die Schulen Elmenhorst und Rümpel. In der Gruppe B siegte die Schule Barsbüttel vor Bargfeld und Hoisdorf. Beide Gruppensieger werden am 19. September bei dem Kreisschulsportfest in Bad Oldesloe das Endspiel bestreiten. Der Sieger erhält den Wanderpreis des Kreisfußballverbandes, den der Vorsitzende Gesche persönlich überreichen wird.

STORMARNER TAGEBLATT vom 3.9.1964

 

Donnerstag, 3. September 1964

91 Radfahrer geprüft

91 Schüler der Mittelschule nahmen an einer freiwilligen Radfahrerprüfung der Verkehrswacht teil. 71 Jungen und Mädchen erhielten nach bestandener theoretischer und praktischer Prüfung einen Radfahr-Führerschein. Für die Gesamtnote „sehr gut“ wurden von der Verkehrswacht 14 Ehrenwimpel vergeben. Die beiden besten Radfahrer, Klaus Hoffmann (Klasse 7a) und Werner Grunwald (7b), bekamen eine silberne Ehrennadel. An den beiden Oldesloer Volksschulen sollen in Kürze ebenfalls Radfahrprüfungen abgenommen werden.

STORMARNER TAGEBLATT vom 3.9.1964

 

Freitag, 4. September 1964

Noch kein Rektor

Der städtische Schul- und Kulturausschuß übte auf der letzten Sitzung daran Kritik, daß die Mittelschule noch immer keinen neuen Rektor hat. Seit März ist diese Stelle nun schon verwaist. Eine Rückfrage von Bürgermeister Hermann Barth beim Kieler Kultusministerium ergab, daß der zuständige Referent für die Besetzung der Rektorenstellung zur Zeit in Urlaub ist. Die Stelle ist noch nicht einmal ausgeschrieben.

STORMARNER TAGEBLATT vom 4.9.1964

 

Freitag, 4. September 1964

Auch viele Eltern sahen zu

Als letzte Schule im Bezirk IV Oldesloe führte die Mittelschule ihre Sommerspiele im Stadion und auf dem Exer durch. Konrektor Gehrke begrüßte die 585 Wettkämpfer. Dann dirigierte Mittelschullehrer Goldbeck die Riegen durch Dreikampf, Staffeln, und Läufe. Die zahlreich erschienenen Eltern und Bürgermeister Barth erlebten das muntere Treiben auf den Sportplätzen. Nach Volkstänzen überreichte der stellvertretende Schulleiter 48 Schülern die Ehrenurkunde. 216 Schüler erhielten die kleine Urkunde, darunter fünf Sieger der Steinfelder Schule. Bei den Jungen erzielte Fred Girschkowski (Klasse 8a) 84 Punkte, beste Dreikämpferin war Angelika Bergmann (7b) mit 72 Punkten.

Ehrenurkunden erhielten: Gerhard Tetzlaff, Gitta Payka, Hasso Cords, Veit Richter, Angelika Strehlow, Rainer Heins, Heike Neben, Jens Martens, Werner Teegen, Gisela Skroblin, Angelika Bergmann, Erhard Hiller, Hilke Pathe, Heiko Kruse, Fred Girschkowski, Dorit Grantzau, Barbara Wöller, Dagmar Gerner, Rüdiger Sluga, Hans Steinfatt, Holger Wessendorf, Eva Motzkus, Marlies Stürmer, Holger Benz, Hans Andreae, Bärbel Paelegrim, Waltraut Dettke, Adelheit Sausmikat, Winfried Karczewski, Gerhard Matthiessen, Volker Winterberg, Rolf Paukstadt, Gernot Scholz, Jürgen Andrzejewski, Manfred Cebulla, Uwe Peters, Klaus-Dieter Haber, Harald Gragen, Angelika Andres, Jutta Klinck, Elke Peters, Roswitha Zötl, Konrad Poschmann, Peter Müller-Eick, Rainer Ebell, Helmut Lang, Enno Maack, Wulf Janus.

600-Meter-Lauf weibliche Jugend B: 1. Karin Wolff 1:51,9, 2. Adelheid Meyer 2:01,1, 3. Marlies Stürmer 2:04,5.

800-Meter-Lauf männliche Jugend B: 1. Joachim Steinfatt 2:18,7, 2. Wulf Janus 2:21,9, 3. Werner Saddig 2:22,4.

800-Meter-Lauf männliche Jugend A: 1. Jürgen Schreiber 2:18,1, 2. Dietrich Probst 2:28,9, 3. Erhard Niemeier 2:32,7.

STORMARNER TAGEBLATT vom 9.9.1964

 

Montag, 7. September 1964

Zweite Mittelschule?

Nach dem jetzt veröffentlichten Generalschulbauplan für das Hamburger Randgebiet ist für Bad Oldesloe die Errichtung einer zweiten Mittelschule vorgesehen. „Dazu muß aber die Einwohnerzahl mindestens noch um 10.000 ansteigen. Land für weitere Schulbauten haben wir vorgesehen“, betonte Bürgermeister Hermann Barth dazu.

STORMARNER TAGEBLATT vom 7.9.1964

 

Dienstag, 8. September 1964

Senkungsschäden

Für die Beseitigung kleiner Senkungsschäden im Altbau der Klaus-Groth-Schule, die sich durch den Anbau des III. Bauabschnitts ergeben haben, mußte der Magistrat einen Betrag von 1000 DM bewilligen. Nach Angaben der Stadt sind die Bauarbeiten im Anbau gut vorangekommen. Er ist zu 85 Prozent fertiggestellt und soll noch im Laufe des Schuljahres seiner Bestimmung übergeben werden.

STORMARNER TAGEBLATT vom 8.9.1964

 

Donnerstag, 10. September 1964

Lehrersport wird fortgesetzt

Die Arbeitsgemeinschaft „Sport und Spiel“ für Lehrerinnen und Lehrer wird freitags von 15.30 bis 17.00 Uhr in der Turnhalle der Oldesloer Mittelschule allen Lehrerinnen und Lehrern aus dem Kreis Gelegenheit geben, sich sportlich zu betätigen. Neben Prellball, Volley- und Basketball können auch die Bedingungen für das Sportabzeichen erfüllt werden.

STORMARNER TAGEBLATT vom 10.9.1964

 

Donnerstag, 17. September 1964

Paul Brust 80 Jahre

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„Schaffe, solange, es noch Tag ist!“ Diesen Leitspruch hat sich Konrektor Paul Brust gesetzt. Der Erfolg gibt ihm recht. Morgen kann er bei guter Gesundheit seinen 80. Geburtstag feiern.

Das Geburtshaus des Jubilars stand in Ritschenwalde/Provinz Posen: Der Vater war dort Bürgermeister. „Ich habe eine sorglose und schöne Jugendzeit gehabt“, erinnert sich Paul Brust. Von 1910 bis zur Flucht 1946 wohnte er mit seiner Familie in Stettin. Sie hatten nach Kriegsschluß noch ein Jahr unter den Polen gelebt.

In Bad Oldesloe angekommen, ging der Jubilar für eineinhalb Jahre wieder in den Schuldienst. Er unterrichtete an der Stadtschule bis 1949. „Wenn ich zurückschaue, war das meine schönste Zeit als Pädagoge“, sagte uns Paul Brust. „Die vom Krieg vernachlässigte Jugend brauchte eine feste Hand. Ich habe diese Aufgabe gerne wahrgenommen, wenngleich sie nicht immer leicht war!“

Überhaupt schwört Paul Brust noch auf die alte Unterrichtsmethode. „Der Schüler soll getrost zum Lehrer aufblicken. Heute geht es oft viel zu intim zu. Ein Abstand hat bisher keinem geschadet im Gegenteil!“

Was macht nun ein Schulmeister, wenn er pensioniert worden ist? Für den ehemaligen Konrektor hat sich nur das Arbeitsfeld geändert. Sonst ist er mit der gleichen Schaffenskraft unermüdlich tätig. Er gehört zu den Mitbegründern der Pommerschen Landsmannschaft, war lange Zeit deren Vorsitzender. Er gründete den Chor der Heimatvertriebenen und leitete ihn fünf Jahre. Außerdem hatte er als Abgeordneter der Pommerschen Landsmannschaft auf Bundesebene einen Sitz im höchsten Gremium dieser Organisation.

Steckenpferde hat Paul Brust eine ganze Menge. Er ist geprüfter Werklehrer. Buchbinderarbeiten gehören zu seinen Lieblingsbeschäftigungen. Wenn man von dem Jubilar spricht, darf auf keinen Fall die musische Ader unerwähnt bleiben. Paul Brust komponiert mit Begeisterung Lieder, von denen einige auf Veranstaltungen mit dem Chor der Heimatvertriebenen uraufgeführt wurden. Nach der Gartenarbeit findet er noch Zeit zum Zeichnen. Federzeichnungen und Aquarelle, vorwiegend Landschafts- und Pflanzenmotive, sind seine Stärke.

STORMARNER TAGEBLATT vom 17.9.1964

 

Freitag, 18. September 1964

Morgen Kreisschulsportfest in Bad Oldesloe

Morgen findet im Travestadion das Kreisschulsportfest statt. Dieses gemeinsame Fest der Stormarner Schulen will einen Querschnitt durch die Sommerarbeit bieten. Schulrat Heitmann wird die Teilnehmer nach ihrem Einmarsch begrüßen. Um 13.10 Uhr erfolgt der Aufmarsch zur Siegerehrung. Gegen 13.40 Uhr wird das Sportfest beendet sein.

STORMARNER TAGEBLATT vom 18.9.1964

 

Sonnabend, 19. September 1964

In den Ruhestand

Schulrat Rudolf Heitmann tritt mit Ablauf dieses Monats in den Ruhestand. Aus diesem Anlaß findet am 30. September im Festraum der Landwirtschaftsschule eine vom Kreis ausgerichtete Abschiedsfeier statt.

STORMARNER TAGEBLATT vom 19.9.1964

 

Sonnabend, 19. September 1964

Alle Schulen auf grünem Rasen vereint

Über 400 Schüler, die bei den Bundesjugendspielen der Stormarner Schulen Ehrensieger geworden waren, nahmen im Travestadion am Kreisschulsportfest teil. Schulrat Rudolf Heitmann begrüßte die jungen Dreikämpfer. Unter den Gästen sah man Vertreter des Kreises, der Stadt und der Fachverbände.

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Kreissportlehrer Bernhard Nowak führte die Teilnehmer und Zuschauer durch das vielseitige und aufgelockerte Programm. Höhepunkte waren die Pendelstaffeln der Landschulen, die 4 mal 100-Meter-Staffeln aller Schulgattungen, wobei der Sieg der Mittelstufe der Theodor-Mommsen-Schule mit 45,5 Sekunden auf der regenschweren Aschenbahn eine ausgezeichnete Leistung darstellte.

Während 15 Volkstanzkreise auf dem grünen Rasen ihr Können zeigten, trugen die weiterführenden Schulen ihre Handballrunde aus.

Der Einmarsch aller Teilnehmer in das Stadion leitete die Siegerehrung ein, zu der Kreissportlehrer Nowak über den Sinn des Festes und über die Sporterziehung sprach.

Der 2. Vorsitzende des Kreisfußballverbandes Stormarn, Siegfried Peemüller, überreichte dem Sieger des Fußballpokalwettbewerbs der Volksschulen, der Mannschaft der Oldesloer Klaus-Groth-Schule, den 1962 gestifteten Wanderpreis. Mannschaftsführer Gerhard Bock nahm die Ehrung nach dem 3:0-Sieg über die Volksschule Barsbüttel entgegen. Mit ihm errangen den Erfolg: Klaus Danger, Heinz Goronzi, Hans-Dieter Mareck, Horst Borrek, Andreas Reese, Rainer Karczewski.

(Anm.: Ergebnisse der Oldesloer SportlerInnen)

Dreikämpfe

  • Mädchen 10 Jahre: Marion Gropp; 12 Jahre: Heidrun Straumer, Angelika Bergmann; 14 Jahre: Gitta Einsporn, Monika Schröder, Edith Westphal; 15 Jahre: Ingeborg Skroblin; 16 Jahre: Hannelore Schröder, Gabriele Sporkenbach, Barbara Nelius; 17 Jahre: Gudrun Assmy, Christa Hausen, Anneliese Haarmann, Elfriede Wobig, Hanna Becker.
  • Jungen 11 Jahre: Gerhard Tetzlaff; 12 Jahre: Peter Feldsien, Manfred Rieck, Jens Markus; 13 Jahre: Wolfgang Trojahn, Erhard Hiller, Heinz Hettmann; 14 Jahre: Lothar Sparfeld, Rüdiger Sluga, Peter Postel; 15 Jahre: Bernd-Rüdiger Bohn, Fred Girschkowski; 16 Jahre: Klaus Tödt, Hartmut Kitzing, Peter Voss; 17 Jahre: Matthias Untiedt, Enno Maack, Klaus-Dieter Haber, Herbert Muche; 18 Jahre und älter: Hartmut Assmy, Manfred Bannas.

Einzelwettbewerbe

  • 600-Meter-Lauf Weibliche Jugend B: Hannelore Schröder (Berufsschule) 1:51,5 Minuten.
  • 800-Meter Lauf Männliche Jugend A: Hans-Henning Witt (Theodor-Mommsen-Schule) 2:11,4 Minuten; 800-Meter-Lauf Männliche Jugend B: Klaus Tödt (Theodor-Mommsen-Schule) 2:10,1 Minuten.

STORMARNER TAGEBLATT vom 22.9.1964

 

Freitag, 25. September 1964

So soll die Oldesloer Stadtschulturnhalle aussehen

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Nachdem das Stadtparlament den Neubau einer Turnhalle mit Lehrschwimmbecken für die Stadtschule beschlossen hat, erhielt der städtische Hochbauingenieur Hans-Joachim Husung den Auftrag, einen Entwurf anzufertigen. Er liegt nunmehr vor und hat volle Anerkennung von Magistrat und Schul- und Kulturausschuß gefunden. …

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Im Obergeschoß mit seinen vielen Fenstern wird sich die 12 mal 24 Meter große Turnhalle befinden, im Erdgeschoß, teilweise unter der Erdoberfläche, das Lehrschwimmbecken im Ausmaß von 6 mal 12,5 Meter. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 25.9.1964

 

Sonnabend, 26. September 1964

Oberschüler auf der Aschenbahn

Bei den Leichtathletikmeisterschaften der schleswig-holsteinischen Oberschulen, die in Lübeck ausgetragen wurden, belegten die Schüler der Theodor-Mommsen-Schule Oldesloe unter 31 Gymnasien den siebenten Platz. Auf den sechsten Platz kamen unter 28 teilnehmenden Mannschaften die Schülerinnen der Stormarnschule Ahrensburg.

STORMARNER TAGEBLATT vom 26.9.1964

 

Mittwoch, 30. September 1964

Dank an scheidenden Schulrat

20 Jahre am Aufbau des Bildungswesens mitgewirkt

Herzliche Worte des Dankes und der Anerkennung wurden Schulrat Rudolf Heitmann bei der Verabschiedung aus dem Schuldienst zuteil.

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An festlich gedeckte Tafel in dem schönen, sonnendurchfluteten Saal der Landwirtschaftsschule hatte sich ein kleiner Kreis geladener Gäste zusammengefunden, um Schulrat Heitmann nach 19jährigem Wirken in Stormarn den Eintritt in den Ruhestand zu verschönen. Zahlreiche Redner zeigten seine Verdienste auf. Sie kamen nicht mit leeren Händen. Bald türmten sich vor dem Scheidenden wertvolle Bücher und Erinnerungsgaben, darunter der Ehrenkrug der Stadt Bad Oldesloe, und Blumen, mit denen vor allem Frau Heitmann bedacht wurde. Ein besonders gelungenes Geschenk stammt von der Lehrerschaft: ein dicker Bildband, der die rund 50 großen Schulneu- bzw. Erweiterungsbauten nach 1945 zeigt, an dessen Zustandekommen Schulrat Heitmann wesentlichen Anteil hat.

Ministerialrat Weggemann überbrachte die Dankurkunde des Ministerpräsidenten und die Grüße des Kultusministers. Er charakterisierte den ausscheidenden Schulrat als eine ausgleichende, ruhige und realistisch denkende Persönlichkeit, die sich von allen Überspanntheiten ferngehalten habe. Seinem Geschick sei u.a. die sachliche, vertrauensvolle Zusammenarbeit im Kreise der Schulräte des Landes, deren Sprecher er war, zu verdanken.

Von guter, sachlicher Zusammenarbeit sowohl auf der politisch-parlamentarischen wie auf der Verwaltungsebene sprach auch Landrat Dr. Wennemar Haarmann. Dem schloss sich Willy Mahrdt im Namen des Kreisschul- und Kulturausschusses voll an. Es sei gewiß nicht immer leicht gewesen, die Gemeinden zu der Einsicht zu bringen, daß die Vorschläge des Schulrates gut seien und ihr Glück bedeuteten. Im Auftrage des Personalrates der Volks- und Sonderschule übermittelte Rektor Ziems die besten Wünsche von rund 400 Stormarner Lehrern. Für die Atmosphäre der Freiheit und des Vertrauens dankten Rektorin Frau Bauck (Reinbek) als Mitglied des Personalrates der Mittelschulen und Rektor Krott (Ahrensburg) als Vertreter der Sonderschullehrer. Frau Matthiessen und Sachbearbeiter Gerhard Busch dankten ihrem scheidenden Chef im Namen der Mitarbeiter. Rektor Landt schließlich beschloß die Reihe der Reden. Er übermittelte die Grüße des Landes- und des Kreislehrerverbandes und dankte Rudolf Heitmann dafür, daß er durch seine Mitgliedschaft in der Gewerkschaft seine Verbundenheit mit der Lehrerschaft dokumentiert habe. In allen Ansprachen kam der Wunsch zum Ausdruck, daß er sich auch weiterhin mit Rat und Tat zur Verfügung stellen möge, zumal er seinen Wohnsitz in Bad Oldesloe behalten wird.

In seiner Erwiderung gab Schulrat Heitmann einen humorvollen Rückblick auf die ersten Anfänge des Schulwesens nach 1945. Für die Zukunft sei es notwendig, nicht nur Schulen zu bauen, sondern auch mancherlei Reformen durchzuführen, wenn die Schule ihrer Aufgabe gerecht werden wolle. Besonderen Dank sprach er Sachbearbeiter Gerhard Busch für dessen Mitarbeit seit 1945 und Stormarns zweitem Schulrat Heinrich Lüth für die gute Zusammenarbeit aus.

STORMARNER TAGEBLATT vom 1.10.1964

 

Mittwoch, 30. September 1964

Oberschulerweiterung fortgesetzt

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An der Rückfront des Theodor-Mommsen-Gymnasiums in Bad Oldesloe haben die Arbeiten am zweiten Abschnitt des Erweiterungsbaues begonnen. Zwischen dem Ostflügel und dem Treppenhaus wird ein Zwischentrakt hochgezogen Gegenwärtig ist der Keller, der die Heizung aufnehmen soll, im Bau.

In dem Zwischentrakt werden ein Lehrerzimmer und mehrere Gruppenräume entstehen. Die Wände zu den Fluren, die jetzt durch große Fenster erhellt werden, erhalten Oberlichtfenster über den Türen, so daß in die Flure dann indirektes Tageslicht dringt.

Ein Zwischentrakt zwischen Treppenhaus und Westflügel ist bereits im ersten Bauabschnitt errichtet worden. Darin sind zwei Werkräume (einer im Keller), ein Physikraum und ein Handarbeitsraum mit Krankenzimmer untergebracht. Sie werden gegenwärtig mit Inventar ausgestattet. Das Handarbeitszimmer ist bereits der Schule übergeben worden.

Dort, wo sich die Baubude an die Turnhalle anlehnt, werden Umkleide-, Dusch- und Geräteräume in einem eingeschossigen Anbau errichtet. Der Verbindungsgang zwischen Treppenhaus und Turnhalle wird abgebrochen. Die hinter dem Treppenhaus befindlichen Toiletten fallen ebenfalls der Spitzhacke zum Opfer. Für sie wird ein Keller gebaut. Darüber entsteht eine Pausenhalle, die die Verbindung zwischen Treppenhaus und Turnhalle herstellt. Auch alle vorhandenen Umkleideräume werden beseitigt.

Im dritten Bauabschnitt sollen dann die Umkleideräume zum Gartengelände hin erweitert werden. Im Anschluß daran ist eine Gymnastikhalle geplant.

STORMARNER TAGEBLATT vom 30.9.1964

 


 

Bis zum Jahr 1970