Mittwoch, 19. August 1964
Mini-Golf-Club gegründet.

Für die Freunde des Mini-Golf-Sports wurde in der Kreisstadt ein Club gegründet, der die offizielle Bezeichnung „Miniatur-Golf-Sport Club Bad Oldesloe von 1964 (MGC)“ trägt. Die Leitung hat Klaus-Dieter Buckert. Der erste Start erfolgte bei den Landesmeisterschaften in Kiel. Die drei Mitglieder Hartmut Bubat, Hartmut Görke und Horst Tollknäpper kamen in die Endrunde. Hierbei ist die Leistung von Bubat besonders hervorzuheben, der nach dem Ergebnis der vier Vorrunden bei 60 Teilnehmern insgesamt an dritter Stelle lag. Wenngleich sich keiner der Oldesloer Mini-Sportler für die im September stattfindende Deutsche Meisterschaft in Hamburg qualifizierte, hat der Club wichtige Erfahrungen sammeln können, die im Training verwertet werden sollen.
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Sonntag, 20. September 1964
Der erste Vereinsmeister im Miniaturgolf.

Der MGC Bad Oldesloe trug sein erstes Pokalturnier aus. Nach drei hart umkämpften Runden konnte sich Hartmut Bubat mit 117 Punkten vor Klaus Mahler (121) und Horst Tollknäpper (123) als Vereinsmeister und Pokalsieger qualifizieren. Auch die anderen Spieler warteten mit guten Ergebnissen auf, so daß der MGC für die am kommenden Sonntag stattfindende Stadtmeisterschaft mit berechtigten Hoffnungen an den Start gehen kann.
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Samstag, 3. Oktober 1964
Der dritte Stormarner Tokiofahrer.

Mittelschullehrer Heinz Timmermann besucht als dritter Stormarner (neben Günter Maletzko und Jörn Manz) die Olympischen Spiele in Tokio. Er ist heute vormittag von München abgeflogen. Morgen gegen 15 Uhr hiesiger Zeit wird er Bangkok erreichen. Dort bleibt er bis zum Montag. Am darauffolgenden Tag gegen 9 Uhr trifft er in Tokio ein und wird dort von seinem japanischen Freund Professor Hayakawa empfangen, der ihn eingeladen hat. Professor Hayakawa war schon mehrfach in Bad Oldesloe, zuletzt in diesem Sommer. Er hat bereits Eintrittskarten für die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele am 10. Oktober besorgt.
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Donnerstag, 22. April 1965
Gelder für den Sport.

Der Kreis hat beschlossen, sechs Sportorganisationen bzw. Sportvereinen Zuschüsse zu gewähren: u.a. dem VfL Oldesloe für seine Tischtennissparte für die Anschaffung von drei Tischtennisplatten eine Kreisbeihilfe in Höhe von 195 DM und für die Handballsparte zur Beschaffung eines Ballauffangnetzes eine Kreisbeihilfe in Höhe von 130 DM.
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Sonntag, 27. Juni 1965
Schöne Erfolge beim Nordmarkturnfest.

Sprintstaffel des VfL siegte in 43,6 Sekunden. Heilmanns großer Lauf. 65 Aktive des VfL Oldesloe - Faustballer, Leichtathleten und Turner - erlebten am Wochenende in Lübeck die eindrucksvolle Demonstration turnerischen Wollens anläßlich des Nordmarkturnfestes der Landesturnverbände Hamburg und Schleswig-Holstein. Das umfangreiche Festgeschehen bewies, daß daß auf Friedrich Ludwig Jahn gegründete Turnen - in ein modernes Gewand gekleidet - seine Zugkraft auch auf den Menschen unserer Zeit nicht eingebüßt hat. Wie anders sollte man es sonst erklären, daß viele Tausende aufmerksame Zuschauer eines gelungenen Festnachmittags waren, dessen farbenfrohes Bild, reibungsloser Ablauf und Vorführungen aus allen Bereichen des Turnens bei allen einen nachhaltigen Eindruck hinterließen.

Für die Oldesloer war der gegen starke Vereinsmannschaften erzielte Erfolg der 4 mal 100-Meter-Staffel - Henning Reichardt, Diethard Reichardt, Wolfgang Klippel, Bernd Heilmann - in der neuen Bestzeit von 43,6 Sekunden der unbestrittene Höhepunkt, zumal Bernd Heilmann 35 Meter vor dem Ziel gegen den starken Schlußläufer des TuS Lübeck 93 hoffnungslos abgeschlagen schien. Der hochveranlagte Sprinter - er lief von allen Wettkämpfern in seinem Mehrkampf mit 10,9 Sekunden Bestzeit über 100 Meter, obwohl die Grundausbildung beim Grenzschutz ihm kaum Gelegenheit zu intensivem Training läßt - schaffte das Unglaubliche und lag im Ziel knapp vorn. Bei besseren Wechseln könnten diese Läufer eine Zeit unter 43 Sekunden schaffen.

Aus den Vorführungen des bunten Rasens sollen noch erwähnt werden die Festgymnastik der Turnerinnen, das Vereinsturnen, die Tänze der Jugend, die 3 mal 1000-Meter-Staffel, das Turnen der Besten am Reck, Barren, Trampolin, Rhönrad und Boden. Bei dieser Leistungsschau des Kunstturnens bewies Horst Liedtke - in einer Riege mit dem Nationalmannschaftsturner Jürgen Bischof - sein Können am Reck. Unter den zahlreichen Ehrengästen erblickte man auch den Vorsitzenden des Deutschen Turnerbundes Dr. Wilhelm Kregel. Dem Festnachmittag voraus ging der einstündige Festzug aller Teilnehmer, der vom Burgfeld bis zum Buniamshof durch die Straßen der Hansestadt führte und bei der Bevölkerung großen Anklang fand. 6000 Teilnehmer aus allen Turngauen mit den Traditionsfahnen und Wimpeln der Turnerjugend boten ein geschlossenes Bild.

Am Samstag, dem Tag der Wettkämpfe, herrschte auf allen Plätzen, in der Turnhalle und in der Schwimmhalle emsiges Leben. Herausragende Teilnehmer der VfL-Mannschaft waren der B-Jugendliche Bernd Bohn, der von 242 im leichtathletischen Dreikampf angetretenen Jungen mit beachtlichen 265 Punkten den fünften Rang belegte und einmal mehr seine großartige Veranlagung für den leichtathletischen Mehrkampf unterstrich - vom Siege dieses Dreikampfes trennten ihn nur 14 Punkte - und Bernd Heilmann, der sich im leichtathletischen Dreikampf der Turner gegen 84 Wettkämpfer behaupten mußte und 239 Punkte erkämpfte (Rückstand zum Sieger vier Punkte). Aber auch alle anderen Oldesloer bewährten sich.

Beim Deutschen Vereinsturnen knüpfte die VfL-Riege an ihre Erfolge beim Deutschen Turnfest in München 1958 (Bewertung „sehr gut“), in Essen 1963 sowie an den fünften Platz beim Österreichischen Turnfest in Graz 1960 an. 20 Turner, Turnerinnen und Jugendliche zeigten im Bodenturnen moderne Auffassung mit flüssigen Bewegungsfolgen, bei dem auch Partnerübungen berücksichtigt wurden. Für die Bodenturner Horst Liedtke, Adolf Gellers, Karola Vandeck, Annegret Schadwinkel, Renate Schmidt, Dörte Lebzien, Maren Reinke, Dagmar Schneider, Jutta Waack, Evelyn Rumohr, Werner Vandeck, Gerrit Post, Horst-Dieter Pohl, Ralf Nadolny, Heiner Harms, Peter Harms, Hannelore Schröder, Gisela Skroblin, Monika Glass und Walter Busch gab es ein geschmackvolles Erinnerungszeichen.

Alles in allem kann man sagen, daß die Turnfestleitung, die ungeheure Vorarbeit geleistet hat, die turnerische Tradidtion mit den Erfordernissen unserer Zeit in eine harmonische Entwicklung gebracht hat.
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Die Ergebnisse -

Leichtathletischer Dreikampf (84 Teilnehmer): 8. DiethardReichardt 224 Punkte, 18. Wolfgang Klippel 209, 21. Wilfried Krumm 203, 32. Rolf Reichardt 189, 33. Henning Reichardt 187;

Leichtathletischer Sechskampf (94 Teilnehmer): 14. Uwe Hilmann 425, 21. Siegfried Horn 404, 25. Henning Witt 397, 32. Manfred Kraiczi 385;

Leichtathletischer Fünfkampf der Turnerinnen: 5. Margit Berodt 388; Leichtathletischer Fünfkampf der Jugendturner (131 Teilnehmer): 334. Joachim Dörfler 362 Punkte;

Leichtathletischer Dreikampf (242 Teilnehmer): 5. Bernd Bohn 265, 26. Lothar Sparfeld 233, 31. Michael Struck 227, 41. Wolfgang Drews 216, 43. Bernd Schröder 213;

Deutscher Zehnkampf (53 Teilnehmer): 14. Horst Liedtke 70,55 Punkte,

Turnfestfünfkampf der Jugendturnerinnen (294 Teilnehmerinnen): 23. Monika Schröder 41,05, 74. Gisela Skroblin 38,05, 88. Dörte Lebzien 37,25, 99. Renate Schmidt 36,55, 99. Annegret Schadwinkel 36,55.

 

 

Bis zum Jahr 1970