TSV Oldesloe 07
Spielzeit 1965/66 - Allgemeines

 

Samstag, 2. Oktober 1965
Willi Främke 60 Jahre.

Vor allem aus Kreisen der Gewerkschaft und des Sportes werden Willi Främke am kommenden Montag viele Glückwünsche zugehen, denn der gebürtige Oldesloer feiert seinen 60. Geburtstag. Dies wird dem DGB-Ortskartell und dem TSV Oldesloe 07 willkommener Anlaß zum Danken sein.

Der Jubilar gehört zu den Gründern des DGB und der Fachgewerkschaft Holz in der Kreisstadt. Mit großem Verantwortungsbewußtsein widmete er sich stets der Gewerkschaftsarbeit, so auch der Vorbereitung und Durchführung der Mai-Veranstaltungen. Seit 1952 ist er Vorsitzender des TSV 07, dem er schon über 45 Jahre angehört. An der Wiedergründung dieses Sportvereins im Jahre 1950 war er maßgeblich beteiligt.

Von seiner ehrenamtlichen Tätigkeit macht Willi Främke nicht viel Aufhebens, steht aber immer zur Verfügung, wenn eine Organisation, besonders aber der Sport, ihn ruft. Gern spielt er, wenn ihm die Zeit dazu bleibt, einen zünftigen Skat im Kreise guter Freunde.

Seinen Beruf, das Tischlerhandwerk, lernte Wille Främke einst im Betrieb seines Vaters. In der Sehmsdorfer Staße 42 baute er sich ein eigenes Haus. Sein Elternhaus in der Bahnhofstraße wurde während des Krieges zerstört.
ST

 

Donnerstag, 4. November 1965
Blick auf das Kurparkstadion.

Bad Oldesloes zweite Sportplatzanlage, das Kurparkstadion zwischen der Beste (links hinter den Pappeln) und dem Bahndamm (rechts), geht langsam der Vollendung entgegen. Immer wieder verzögerte das schlechte Wetter dieses Sommers den Fertigstellungstermin. Auch in den letzten Tagen maßten die Arbeiten wegen des Sturmes und des Regens unterbrochen werden.

Unser Foto zeigt im Vordergrund den Übungsplatz für Springen und Werfen. Das weiße Band dahinter kennzeichnet die 400-m-Laufbahn, die das Fußballfeld umspannt. Die beiden hellen Rechtecke etwa in der Bildmitte sind die Sprunggruben für Weit-, Hoch- und Stabhochsprung.

Alle diese Anlagen sind fertiggestellt. Noch im Bau befinden sich an der Bahnseite drei Strehtraversen für Zuschauer und dahinter ein Fahrweg. Vor dem Eingang zum Stadion (im Hintergrund) werden zur Zeit Parkplätze angelegt. Die Zufahrtstraße, die gleichzeitig das gesamte Gebiet um die ehemalige Papierfabrik herum erschließt, ist ausgebaut. Links im Hintergrund ist ein Teil der sogenannten Vogelsiedlung zu sehen. Daran schließt sich der Kurpark mit seinen hohen Bäumen. Angrenzend stehen die beiden Punkthäuser mit 82 Eigentumswohnungen, die vor wenigen Tagen gerichtet worden sind.
ST

 

Freitag, 21. Januar 1966
Amtsgericht:

In der Jahreshauptversammlung des TSV Oldesloe 07 im „Hotel Stadt Kiel“ haben die 32 stimmberechtigten Mitglieder einen neuen Vorstand gewählt. Aus dem Vorstand sind der 1. Schriftwart Gerhard Rousseau und der 1. Kassierer Gerhard Schaar ausgeschieden. An ihre Stelle wurden neu gewählt Helmut Rohwedder (Schriftwart) und Dietrich Pophal (Kassierer). An Stelle des bisherigen 2. Vorsitzenden Helmut Rohwedder ist Günter Rudolf gewählt worden. Der 1. Vorsitzende Willi Främke wurde durch Wiederwahl bestätigt.

Der Vorstand setzt sich wie folgt zusammen: 1. Vorsitzender Willi Främke, 2. Vorsitzender Günter Rudolf, 1. Kassierer Dietrich Pophal, 2. Kassierer Kurt Papstein, 1. Schriftführer Helmut Rohwedder, Jugendwart Hans Wulf.

 

Freitag, 4. Februar 1966
Junge Spielleute haben viel vor.

50 Jungen und Mädchen trommeln und pfeifen gern. 35 Mitglieder des Spielmannszuges der vereinigten Sportjugend des DTB von Bad Oldesloe, teilweise in Begleitung ihrer Eltern, trafen sich im Hotel „Stadt Kiel“ zu einer außerordentlichen Versammlung.

Der Leiter des Spielmannszuges, Paul Fedder, gab zunächst einen kurzen Überblick über die bisher geleistete Arbeit.

Zwei Monate nach der Gründung im Februar 1964 gehörten dem Zug schon 38 Jungen und Mädchen an. Zum Kindervogelschießen traten 48 Spieler an. Es folgten gelungene Auftritte in Pölitz und Barkhorst.

Heute besteht ein Stamm von 50 zuverlässigen, fleißigen Mitgliedern. Der Zugleiter dankte den Eltern der jungen Musikanten, daß sie ihren Kindern ermöglichen, einer den Gemeinschaftsgeist fördernden Gruppe anzugehören. Sein Dank galt weiter der Stadt und dem Kreis, dem Sparkassenverein, dem VfL und Oldesloer Geschäftsleuten, die alle den Spielmannszug bei der Beschaffung von Instrumenten und Uniformstücken unterstützten.

Sorge bereitet das ständige Wandern von einem Übungsraum zum anderen. Eine Zeitlang konnten die Jungen und Mädchen dank des Entgegenkommens der Bürgerschützengilde in der Schützenhalle üben. Der Winter und die Bauarbeiten an der Halle zwangen sie aber zu neuer Suche nach geeigneten Räumen. Jetzt üben sie im Jugendheim. Der Spielmannszug will sein diesjähriges Programm durch ein öffentliches Konzert und einen großen Ausflug bereichern.

Die Wahlen hatten folgendes Ergebnis: Leiter und Obmann Paul Fedder; stellvertretender Leiter Friedrich Dickmann; Erster Tambour Klemens Hanusa; stellvertretender Tambour Jochen Skudlarz; Kassierer Gunter Dickmann; Schriftführer Rainer Fedder; Jugendleiter (männliche Jugend) Hans Stührwold; Jugendleiter (weibliche Jugend) Frau Dickmann; Beisitzer Klemens Hanusa und Gerhard Steffens. Blumen erhielten Frau Hanusa, Frau Fedder und Frau Steffens, weil sie, wie der Zugleiter sagte, ihren Ehemännern bei der Arbeit für den Spielmannszug treu zur Seite stehen.

An der Versammlung nahmen auch der Schatzmeister des VfL, Kurt Peter, und der 1. Vorsitzende des TSV 07, Willi Främke, teil. Grüße übermittelten der 1. Vorsitzende des VfL, Walter Busch, der Landesvorsitzende des DTB, Lütjens, und Kreisjugendpfleger Georg Bendrien.
ST

 

Mittwoch, 20. April 1966
Max Adamski gestorben