SC Union Oldesloe
Spielzeit 1966/67 - Allgemeines

Freitag, 1. Juli 1966
Kurparkstadion freigegeben.

Bei der Abnahme des nunmehr für den Sportbetrieb freigegebenen Kurparkstadions durch den Bauausschuß gab es keinerlei Beanstandungen. Der rote Grandplatz ist nach Auffassung der Ausschußmitglieder und des Bürgermeisters einwandfrei angelegt mit einer guten Drainage versehen worden. Nunmehr soll noch ein Parkplatz eingerichtet und das gesamte Stadion eingezäunt werden. Für die zwei Meter hohe Einzäunung werden rund 650 Meter Maschendraht benötigt.
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Donnerstag, 11. August 1966
TSV 07 plant Fusion.

Am 24. August findet um 19.30 Uhr im Hotel „Stadt Kiel“ eine außerordentliche Mitgliederversammlung des TSV Oldesloe 07 statt. Einziger Tagesordnungspunkt ist die Beschlußfassung über die „Vereinigung mit einem anderen Verein“. Die Gründe für diese Absicht sind unter anderem Nachwuchssorgen und der Mangel an Betreuern.
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Montag, 15. August 1966
Erste Spiele in Oldesloes neuem Stadion.

Gestern ergriffen die Sportler Besitz von dem neuen Sportplatz der Kreisstadt. Der künftige Hausherr TSV Oldesloe 07 trug zum ersten Male Fußballpunktspiele auf dem Spielfeld aus. Gegner waren der SV Siek (Anm.: der TSV 07 gewann 2:1) und der SV Westerau (die dritte Mannschaft des TSV 07 siegte gegen die zweite Vertretung der Westerauer mit 6:1).

Die Anlage, der die Oldesloer Stadtverordneten den Namen Kurparkstadion gegeben haben, erstreckt sich über 25.000 qm. Die Gesamtkosten einschließlich Grunderwerb betragen rund 470.000 DM. Dem Fußballsport steht ein 70 mal 100 Meter großes Spielfeld (Grandplatz) zur Verfügung. Von der 400 Meter-Laufbahn eingeschlossen sind an den Kurven eine Kugelstoßanlage, eine Sprunggrube, eine Stabhochsprunganlage, ein Diskusring, zwei Hochsprunganlagen und eine Anlaufbahn für Speerwurf. Das Stadion weist ferner ein zweites Übungsfeld mit 65 mal 46 Meter Größe aus. Daneben befindet sich eine große Weitsprunggrube für Schulen mit sieben Absprungbalken und weitere Anlagen für die Leichtathletik.

Mit dem Bau des Stadions wurde im Dezember 1964 begonnen. Es ist bis auf die Umzäunung fertiggestellt. Im nächsten Bauabschnitt sollen die sehr notwendigen Umkleideräume geschaffen werden.
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Mittwoch, 24. August 1966
Oldesloes neuer Sportverein: SC Union.

TSV von 1907 und Post SV vereinigten sich. Nach langen Vorbereitungen war es soweit: Der TSV Oldesloe 07 und der Post SV Oldesloe vereinigten sich zum SC Union Oldesloe.

Mit diesem Zusammenschluß, der ausschließlich aus sportlichen Gründen vollzogen wurde, hofft der neue Verein, die Spielstärke zu heben und den Anforderungen eines zweiten Fußballklubs neben dem VfL Oldesloe besser gerecht zu werden.

Die Union hat sich mit ihren fünf Seniorenmannschaften, die in den Staffeln der gemeinsamen Kreisliga Stormarn/Segeberg bis zur D-Klasse gemeldet sind, für die Zukunft folgende Ziele gesetzt: Sofortiger Wiederaufbau der Jugendabteilung und Anstellung eines Trainers. Bis dahin werden die Mannschaften von Günter Rudolf und Wilhelm Rohde trainiert.

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Erster Vorsitzender des SC Union Oldesloe wurde Willi Främke

Auf den Versammlungen der beiden Vereine, die zu gleicher Zeit abgehalten wurden, erklärten sich die Mitglieder mit großer Mehrheit mit den von den Vorständen ausgearbeiteten Vorschlägen einverstanden. So wurde neben dem neuen Namen die Spielkleidung mit orangefarbenen Hemden, weißen Hosen und weißen Stutzen festgelegt, ferner die Eintragung ins Vereinsregister und die Anstellung eines Trainers beschlossen.

Auch die Wahlen des neuen Vorstandes verliefen reibungslos und hatten folgendes Ergebnis:

  • 1. Vorsitzender Willi Främke
  • 2. Vorsitzender Manfred Timm
  • Kassenwart Dietrich Pophal
  • Schriftführer Helmut Rohwedder
  • Jugendwart Wilfried Busch
  • Fußballobmann Wilhelm Rohde
  • Beisitzer Horst Goldbeck, Horst Fahl, Günter Rudolf
  • Kassenprüfer wurden Wilhelm Nossol, Siegfried Thom und Klaus Look

Die bereits fertiggestellte Satzung des SC Union wurde angenommen. Wie der Vorstand betonte, sei er sich im klaren darüber, das sogenannte Kinderkrankheiten auftreten werden. Es gelte, sie schnell zu überwinden. Das Nahziel für die laufende Saison heiße „Gute Mittelplätze!“ Die Spieler, die bereits seit Wochen gemeinsam trainieren, wollen jedenfalls ihr Bestes geben.

Am kommenden Sonntag stellt sich die erste Mannschaft der Union dem Oldesloer Publikum vor. Gegner im Kurparkstadion ist SC Bokel.
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15.10.1966 - Begehung des Kurparkstadions durch die Stadtverodneten

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Donnerstag, 22. September 1966
Kurparkstadion für 10 DM verpachtet. Auf Beschluß des Magistrats hat die Stadt das neue Kurparkstadion auf die Dauer von 25 Jahren an den Sportverein SC Union verpachtet, der nach dem Überlassungsvertrag für Pflege und Unterhaltung aufkommen muß und dafür nur eine jährliche Anerkennungsgebühr von zehn Mark bezahlen braucht. Er ist verpflichtet, den Platz auch anderen Vereinen oder den Schulen nach Terminabsprache zu überlassen. „Reklame darf in dem neuen Stadion nicht angebracht werden“, heißt es in dem Vertrag.
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Samstag, 21. Januar 1967
Erster Union-Jahresbericht nach Fusion.

Im vergangenen Jahr wurde eine Flutlichtanlage gebaut. In der ersten Jahreshauptversammlung seit der Fusion im August 1966 konnte der Sport-Club Union Oldesloe den zahlreich erschienenen Mitgliedern einen erfreulichen Bericht über die vergangenen vier Monate präsentieren.

Mit viel Eigenarbeit der Mitglieder wurde im Kurparkstadion eine Beleuchtungsanlage erstellt, die mit ihren 8000 Watt das Spielfeld so gut ausleuchtet, daß Fußballspiele bei künstlichem Licht ausgetragen werden können.

Fußballobmann Wilhelm Rohde gab in seinem Jahresbericht einen Überblick über den Stand der Mannschaften. Die erste Mannschaft hat sich in der gemeinsamen Kreisliga bis auf den fünften Tabellenplatz vorgekämpft und hat im Fair-Play-Wettbewerb die Spitze inne. Bei den insgesamt fünf Seniorenmannschaften führten die Umstellungen zu einem vorübergehenden Nachlassen der Spielstärke.

Dietrich Pophal legte einen positiven Kassenbericht vor. Bis auf wenige Ausnahmen sind alle Mitglieder mit der Beitragszahlung auf den laufenden. So war es auch möglich, 50 Trikots anzuschaffen. Er mahnte jedoch zu weiterer Sparsamkeit, da gerade die Nebensächlichkeiten (zum Beispiel 80 DM Duschgeld) ins Gewicht fallen. Der SC Union hat 254 Mitglieder, von denen 73 aktiv Sport treiben.

Dem bisherigen Vorstand wurde einstimmig Entlastung erteilt. Die Neuwahlen brachten folgendes Ergebnis:

  • Willi Främke (1. Vorsitzender)
  • Manfred Timm (2. Vorsitzender)
  • Dietrich Pophal (Kassenwart)
  • E.Schröder (Jugendwart)
  • Helmut Rohwedder (Schriftwart)
  • Wilhelm Rohde (Fußballobmann)
  • Beisitzer: Tost, Schmoliner, Heller;
  • Kassenprüfer: Krause, Kiuppis, Siegfried Thom

Willi Främke dankte den Mitgliedern für die Arbeit, die besonders beim Bau der Lichtanlage geleistet wurde. 200 m Kabel mußten verlegt und dabei eine Straße unterquert werden.

Mit Beginn der neuen Serie wird eine Knabenmannschaft den Anfang einer neuen Jugendabteilung machen. Zwei Seniorenmannschaften wollen im kommenden Sommer mit Spielen in Dänemark die guten Beziehungen der Oldesloer weiter vertiefen.
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Samstag, 15. April 1967
Besser als gar nichts!

Das sagen die Sportler und Schüler, für die die Stadt Bad Oldesloe vor einiger Zeit einen zwar alten, aber wasserdichten Omnibus auf dem Gelände des Kurparkstadions aufgestellt hat, um eine Möglichkeit zum Unterschlüpfen bei Regengüssen zu schaffen. Wohl ist damit ein provisorisches Dach über dem Kopf geschaffen worden, doch findet sich auf dem ganzen Stadiongelände keine Toilette und keine Waschgelegenheit. Die Stadt hat im Augenblick kein Geld für den Bau massiver Umkleidekabinen und Waschräume. Also heißt die Parole: Geduld!

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Donnerstag, 8. Juni 1967
Baracke noch gut verwendbar.

Der SC Union und der Jugendspielmannszug hoffen auf einen Zuschuß der Stadt bei der Aufstellung der aus dem Bürgerpark nach dem Kurparkstadion abtransportierten ehemaligen Kindergartenbaracke. Beide Vereine haben kräftig zugepackt. Sie wollen auch die künftigen Arbeiten in Eigenhilfe leisten, dennoch werden Kosten entstehen. Glücklicherweise hat sich die alte Baracke als durchaus noch brauchbar erwiesen, so daß es möglich sein wird, sie zu Zweidrittel ihrer bisherigen Größe wieder aufzustellen. Sie bleibt ein Provisorium. Doch der Bau von festen Umkleideräumen wird sich möglicherweise noch einige Jahre hinauszögern.
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