Spielzeit 1933 - 34
Teil 3

 

Mittwoch, 3. Jan. 1934
Sportjugend und Hitlerjugend

Donnerstag fand auf Einberufung durch den Gauführer Dr. Günther Riebow eine Sitzung statt mit den Bezirks- und Kreisführern sowie den Sportwarten und dem Rechtswart des Gaues. In sechsstündiger Arbeit wurde zu einer Reihe wichtiger Fragen Stellung genommen. Der Sport hat eine hohe Aufgabe zu erfüllen. Neben der Breitenarbeit werden von ihm Spitzenleistungen verlangt im Hinblick auf die Olympischen Spiele 1936 auf deutschem Boden. Erstmalig in der Geschichte der Olympischen Spiele ist Deutschland mit der Aufgabe betraut worden, dieses überragende Ereignis durchzuführen. Es ist der Wille des Führers, daß das neue Deutschland diese gewaltige Prüfung besteht, daß Deutschlands Jugend vor der Welt Zeugnis ablegt von ungebrochener Kraft.

Wer die Spiele 1928 in Amsterdam und 1932 in Los Angeles erlebt hat, weiß, wie riesengroß diese Aufgabe ist. Wir haben 1936 mit Leistungen zu rechnen, die alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen. Die Amerikaner wollen ihre Vorherrschaft behaupten; die Japaner drängen mit der ihnen eigenen ungeheure Zähigkeit und Vaterlandsliebe zur Spitze, das Italien Mussolinis macht gewaltige Anstrengungen. England hat zu allen Zeiten Kämpfer größten Formates hervorgebracht. Das kleine Finnland will seinen Platz an der Sonne behaupten. Wir sind uns klar darüber, daß Deutschland unerhörte Anstrengungen machen muß, sollen heiße Wünsche in Erfüllung gehen. Der Geist Adolf Hitlers läßt unsere Hoffnungen emporlodern. Wenn es dem Führer gelungen ist, unser deutsches Volk bei aller Neigung zur Eigenbrödelei zusammenzuschweißen, alle Volksgenossen auf Gedeih und Verderb miteinander zu verbinden und aneinander zu leiten, so ist damit der Grundstein gelegt.

Jetzt gilt es, eine ebenso gewaltige Einheit aller Leibesübungen treibenden Deutschen zu schaffen. Auf breiter Grundlage wachsen die Spitzenleistungen. Wir brauchen gesunde Vereine auf solider finanzieller Grundlage. Schon einmal - im Kriege - haben unsere Turn- und Sportvereine bewiesen, ein wie wertvolles Menschenmaterial sie zu erziehen imstande sind. Wenn unsere glühenden Wünsche für 1936 Wirklichkeit werden sollen, muß die Kraft der Vereine gestärkt werden. Sie sind die Keimzellen für den Erfolg. Wir hoffen, daß dem Reichssportfühhrer diese ebenso große wie schöne Aufgabe gelingt. Nach dem jüngsten Erlaß des Volkskanzlers sind die dazu erforderlichen Machtmittel gegeben. In schweren Zeiten ist eine gute Vorarbeit geleistet worden. es erfüllt uns mit Stolz, daß Deutschland bisher alle seine leichtathletischen Länderkämpfe siegreich bestanden hat, alle ohne Ausnahme, obwohl schwere Gegner fern der Heimat zu bezwingen waren. Und trotzdem ist uns bisher bei Olympischen Spielen der Erfolg versagt geblieben. Es fehlte der letzte vaterländische Schwung, die Resonanz im Volk.

Deutschland hat mehr Nobelpreisträger auf dem Gebiet der Kunst und Wissenschaft hervorgebracht als irgend ein anderes Volk. Sollten da nicht auch Gipfelleistungen auf dem Gebiet des Sportes möglich sein Leibesübungen müssen zur Volkssache werden, zum Dienst am Vaterland. Der Reichsportführer hat in Schwerin gesagt, es würde ein Verbrechen bedeuten, zwischen dem Geschlecht der Frontkämpfer und der heutigen jungen Generation eine Spaltung herbeizuführen. Das ist jedem Deutschen aus dem Herzen gesprochen. Allseitig mit größter Befriedigung wurde die Erklärung des Herrn Hans von Tschammer und Osten aufgenommen, daß in den letzten Tagen eine harmonische Vereinbarung getroffen sei zwischen ihm und dem Reichsjugendführer. Ohne Jugend kann kein Verein gedeihen, genau so wenig wie ein Volk stark sein kann ohne den Tatendrang und Idealismus der Jugend. Vortreffliche Ausführungen zu diesem Thema macht Guido von Mengden in dem Organ des Deutschen Fußball-Bundes. Er selbst betitelt seine Arbeit "Hitlerjugend und Sportjugend." Es heißt u.a.: "Die Sportjugend hat teilweise die Hälfte ihres Bestandes, teilweise noch mehr, vereinzelt sogar den ganzen Bestand, in die Hitlerjugend gegeben.

Die Hitlerjugend stellt den Totalitätsanspruch. Sie verlangt, daß jeder deutsche Junge ein Hitlerjunge sein soll. Bedeutet die Anerkennung dieses Anspruchs, daß damit eine Sportjugend aufhört zu bestehen Nein, denn das würde dazu führen, daß erstens der Sport nicht mehr in der Lage wäre, seine geschaffenen Anlagen zu unterhalten, daß zweitens der deutsche Sport Abstand nehmen müßte von dem außenpolitisch so nötigen internationalen Verkehr, daß drittens alle Sportvereine und Organisationen in verhältnismäßig kurzer Zeit buchstäblich an Altersschwäche zugrunde gehen würden, und daß viertens eine Unsumme von Erfahrung und Idealismus ohne ersichtlichen Grund bei der Durchführung der so notwendigen leiblichen Erziehung der deutschen jugend ausgeschaltet würde. Die Bedeutung der deutschen Turn- und Sportbewegung ist so groß, ihr Bestehen so volksnotwendig, daß eine solche Entwicklung nicht gewünscht, geschweige denn gefördert werden kann. Da im Zuge dieser Entwicklung die Turn- und Sportbewegung bei Fortbestehen der gegenwärtigen Sachlage zwangsläufig zum Erliegen käme, ist eine zweckmäßige Regelung nötig. Jeder deutsche Junge gehört in die Hitlerjugend, selbstverständlich auch jeder Sportjunge. Sportvereine und Sportverbände, die das nicht einsehen und glauben, sich immer noch auf den "Interessentenstandpunkt" stellen zu sollen, ist nicht zu helfen. Das werdende Dritte Reich wächst über sie hinweg. Das Dritte Reich will die Gemeinschaft des Volkes, es zieht sie groß in der vollständigen Gemeinschaft der Jugend. Bei der Stellung, die die Hitlerjugend schon heute innerhalb des Staates hat, wird draußen unter den Buben schon so gewertet: Die Jungen mit Schulterriemen gehören zur ersten Klasse, alle anderen sind zweitrangig. Würde nicht die gesamte deutsche Jugend in die Hitlerjugend übergeführt, so wäre allein der Schulterriemen schon ein dauernder, die Gemeinschaft der Jugend verhindernder Spaltpilz. Mit der Überführung der ganzen deutschen Jugend in die Hitlerjugend erweitert sich die Hitlerjugend zur "Staatsjugend". Dann ist die Hitlerjugend nicht mehr "ein" Jugendbund, sondern "der" Jugendbund. Das bedeutet aber, daß die Hitlerjugend durch Überführung der gesamten Jugend nicht ausschließlich mit dem mehr beschäftigt werden kann, was die Hitlerjugend heute tut; denn nach wie vor muß es eine Jugend geben, die leidenschaftlich musiziert (oder soll die Musik aussterben), die sich beruflich vervollkommnet (oder soll niemand mehr "Meister" werden), die Sport treibt (oder sollen die Jäger, Stuhlfaut, Albrecht, Bender, Buchloh, Jonath, Peltzer, Hirschfeld, Weimann usw. aussterben), nach wie vor muß es eine Jugend geben, die kurz gesagt, alles das treibt, was ein Volk mit solchem Kulturwillen wie das deutsche tun und treiben muß.

Es gehört die ganze Kümmernis und Besorgtheit eines ewigen Spießers dazu, nun zu "befürchten", die deutsche Jugend werde von jetzt bis in alle Ewigkeit ihre gesamte Freizeit mit Marschieren und Rechts- und Linksummachen hinzubringen haben. Freilich wird sie auch das wieder lernen müssen (und wollen!), weil die Wehrfähigkeit und Wehrwilligkeit der Jugend einer Nation gleichbedeutend ist mit ihrem Trieb, sich als Volk überhaupt am Leben zu erhalten. Freilich wird die Jugend in straffen, geschlossenen Verbänden tätig sein müssen, damit eine 14jährige Fehlerziehung zur Wehrleidigkeit und Klassenhaß von einer um so festeren abgelöst wird. Freilich wird diese Erzeihungsaufgabe alle anderen überschatten, denn zuerst kommt das Notwendige, dann das Nützliche und Schöne. Aber für das Letztere wird auch Raum sein. Der Führer und Volkskanzler, in dem sicher mehr als ein Stück Künstler steckt, der Minister Joseph Goebbels und viele andere sind dafür die lebendigen Garanten.

Und so wird die deutsche Jugend auch weiter Sport treiben, nicht nur Geländesport, sondern auch andere Leibesübungen, die deutsche Jugend wird nach Leistungen streben, auch nach sportlichen Leistungen; der Nationalsozialismus wird, das ist unsere heilige Überzeugung, das umfassende deutsche Kulturleben in seiner ganzen echt deutschen Buntfarbigkeit ausfalten und ganz das Gegenteil von dem tun, was die ausgewanderten Mistfinken in ausländischen Gazetten über den "Kulturbarbarismus" im Dritten Reich zusammenlügen.

Der Führer läßt eine so volksnotwendige Bewegung, wie sie der Sport ist, nicht einfach an Altersschwäche sterben. Er stützt und stärkt alles, was dem Volke nützlich ist, er vernichtet keine Werte und Erfahrungen, er benutzt sie, macht sie frei von Hemmungen und Bedrängnis. Er hat für den Sport diesem seinen Willen sichtbarlich Ausdruck gegeben durch die Berufung des Reichssportführers.

Im Sport ist ein Schüler-Meisterverhältnis erforderlich. Der Strebende muß das Beispiel des Meisters sehen, er bedarf der Anleitung. Die vollständige Trennung der Erwachsenengruppen von den Jugendabteilungen zerreißt die so unendlich wichtige Erfahrung und sportliche Tradition. Wie Kinder in geistig sittlicher Beziehung der Erziehung durch den erwachsenen Lehrer bedürfen, so haben Buben zu ihrer leiblich-charakterlichen Bildung die Anleitung der erfahrenen Männer nötig. Jede andere Lösung wird auf Jahre hinaus Stümperei bleiben. Deswegen kann die Endlösung das Verhältnis zwischen Sport und Hitlerjugend nur etwa folgende sein: Die gesamte Sportjugend wird in die Hitlerjugend übergeführt. Die Sportverbände unter Leitung des Reichssportführers übernehmen die gesamte sportliche Ausbildung der Hitlerjugend. Dazu wäre festzustellen, daß der Geländesport nicht unter die sportliche Ausbildung im engeren Sinne gerechnet werden soll, somit also auch unter Leitung der Hitlerjugend auszuführen war. Eine solche Regelung (die sinngemäß auch auf andere Gebiete auszudehnen wäre), würde die Durchführung der staatspolitischen und geländesportlichen Schulungsarbeit sowie die Aufziehung einer einheitlichen deutschen Jugend sichern. Sie würde aber auch der Jugend Raum geben, sich vielseitig, ihren Anlagen und Neigungen, ja ihrer Bestimmung gemäß zu betätigen und zu entwickeln."


Dieses ist nur ein kleiner Teil der Gedankengänge von Mengdens. Niemand sollte versäumen, die durchdachten Ausführungen Wort für Wort zu lesen, zu studieren und sich darüber zu vertiefen (Deutscher Fußball-Sport, 1. Jahrgang, Heft 6). Herrn von Mengden gebührt Dank, daß er eine für den deutschen Sport lebenswichtige Frage so gründlich durchdacht hat und so klar aufgezeigt hat.
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Samstag, 6. Jan. 1934
Handball auf dem Bürgerpark
Für das am morgigen Sonntag stattfindende Handballspiel gegen den Lübecker Sportverein ist vom MTV Oldesloe folgende Mannschaft aufgestellt: Wilrodt - Junge, Duscheleit - Klieboldt, Klueß, Möllnhof - Peper, Stoffers, Hormann, Polinski, Bollow. Den Oldesloer Handballanhängern wird ein schnelles Spiel geboten werden, da beide Vereine mit ihren besten Spielern antreten.
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Samstag, 6. Jan. 1934
Tennis-Teutonia, 10jährige Stiftungsfeier in der "Harmonie", vgl Anz 5.1.1934

Sonntag, 7. Jan. 1934
8. Punktspiel: Cimbria Neustadt - Oldesloer SV 0:4 (0:4)
Der Oldesloer Sportverein führt. Durch den 4:0-Sieg in Neustadt übernimmt der OSV die Tabellenführung, da Adlero Neustadt in Wismar gegen Germania 4:6 verlor. Nun zum Spiel: Anfangs kam der OSV nicht ins Spiel, da der sehr schlechte Platz den Oldesloern nicht lag; aber schon nach fünf Minuten hatten sich die OSVer an die ungewohnte Umgebung gewöhnt. Ein Schuß von Kock erbrachte das 1:0. Der OSV bleibt weiter überlegen. Ein Langschuß von Schlüter bringt den OSV auf 2:0. Wenig später kann Busch eine Flanke von Drews zur 3:0-Führung eindrücken. Nach vor Halbzeit schießt Stäcker das vierte Tor ein. Nach Halbzeit war der OSV jederzeit Herr der Lage. Weitere Tore wurden jedoch nicht erzielt.
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Tore: 0:1 Kock, 0:2 Schlüter, 0:3 Busch, 0:4 Stäcker

Sonntag, 7. Jan. 1934
Handball: MTV Oldesloe gegen Lübecker SV 2:1
Das Treffen der beiden ersten Mannschaften des hiesigen MTV von 1862 und des Lübecker Sportvereins endete überraschenderweise mit einem 2:1-Sieg der Oldesloer. Überraschend, weil der MTV nur mit zehn Mann antrat und der elfte es nicht für nötig hielt, sich rechtzeitig zu entschuldigen. Der Kampf war zunächst ausgeglichen, bis es dem Oldesloer Mittelstürmer gelang, das erste Tor für die Hiesigen zu werfen. Bald darauf stellte ein Lübecker das Halbzeitergebnis von 1:1 her. Während der zweiten Spielhälfte machte sich beim MTV das Fehlen des fünften Stürmers immer mehr bemerkbar. Der Ball kam kaum ins gegnerische Feld, aber der LSV nutzte diese Feldüberlegenheit nicht aus. Nach einem Überraschungsangriff der Oldesloer gab es einen 13-Meter-Wurf, den Stoffers geschickt zum zweiten Tor für den MTV verwandelte. Beim Stande von 2:1 für Oldesloe blieb es, trotz recht gefährlicher Augenblicke im Oldesloer Strafraum, wo die Verteidigung alles abwehrte.
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Sonntag, 7. Jan. 1934
Der Gebietsturntag des Gebietes Stormarn-Segeberg der Deutschen Turnerschaft wurde in Bargteheide abgehalten. Fast alle Gebietsvereine hatten ihre Vertreter entsandt, die um 9 Uhr vormittags von dem Gebietsführer Heinrich Groth (Bargteheide) begrüßt wurden. Nach einem Rückblick auf das vergangene Arbeitsjahr, das wegen der außerordentlich starken Inanspruchnahme fast alle Turner in diesen und jenen Verbänden des neuen Deutschlands nur einen beschränkten Teil des vorgesehenen Arbeitsplanes durchgeführt sah, wurde ein Ausblick in das kommende Jahr gehalten. Wenn es bisher den Anschein hatte, daß die Mitglieder der Turnvereine nicht mehr die erforderliche Zeit zur Erfüllung ihrer Pflichten im Turnverein finden würden, so scheint jetzt dieser Zustand überwunden zu sein. Als besonders erfreulicher Fortschritt wurde der neu erlassene Gruppenbefehl der SA-Gruppe Nordmark bezeichnet, in dem festgelegt ist, daß diejenigen SA-Männer, die gleichzeitig Mitglieder von Turnvereinen sind und von diesen benötigt werden, soweit es der SA-Dienst zuläßt und soweit es die SA-Männer nach Leistung und Verhalten verdienen, vom SA-Dienst für turnerische Veranstaltungen befreit sind. Es heißt dann weiter, daß beim Ansetzen der Dienstabende darauf Rücksicht genommen werden muß, daß nicht SA-Übungsabende mit Turnabenden zusammenfallen, denn auch Turnen ist notwendig und die SA-Stürme haben von guten Turnern auch nur Gutes. Den Turnvereinen sind die SA-Übungsabende mitzuteilen. Die Vereinsvertreter begrüßten diesen Erlaß und betonten, daß überall gut mit der SA zusammengearbeitet würde. Es wurde der Wunsch ausgesprochen, daß ein solcher Befehl, wie ihn die SA-Gruppe erlassen hat, auch für die Hitlerjugend und für den BdM bzw. Luisenbund erlassen werden möge.

Im Arbeitsplan des neuen Jahres sind eine Reihe von Gebietsveranstaltungen festgelegt. Hingewiesen wurde auf die Neuregelung des Pressewesens in der Deutschen Turnerschaft. An die im Gebiete der Kreise Stormarn und Segeberg erscheinenden Tageszeitungen soll der Antrag gestellt werden, daß sie mehr als bisher Berichte über Turnfachliches aufnehmen. Auch sollen diejenigen Zeitungen, die bisher einen gewissen Abschnitt in ihrer Zeitung mit "Spiel und Sport" überschreiben, gebeten werden, in den Kopf dieses Abschnitts das Wort Turnen mit aufzunehmen, weil ein riesengroßer Teil der Leserschaft dieser Zeitungen aus dem Turnerlager stammt.

Kassenführer Schnoor (Oldesloe) erstattete den Kassenbericht. Ihm wurde Entlastung erteilt. Aus der Gebietsführung scheidet auf besonderen Wunsch Männerturnwart Matthees (Bargteheide) aus. An seine Stelle wurde Hasenbank (Reinfeld) gesetzt. Mit dem Versprechen, daß mehr denn bisher für die Deutsche Turnerschaft gearbeitet werden müsse, weil ihr riesengroße Aufgaben überwiesen werden, die zu erfüllen sind und erfüllt werden, wurde die Versammlung geschlossen.
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Samstag, 13. Jan. 1934
OSV und LBV Phönix
Das obige Spiel beginnt um 2 ¼ Uhr. Der OSV spielt mit derselben Mannschaft wie am letzten Sonntag. Der LBV Phönix kommt mit der Mannschaft, die am letzten Sonntag gegen den VfL Schwerin unverdient 1:2 verlor. Der Exer wird am Sonntag also seit langer Zeit wieder mal einen großen Kampf erleben.
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Samstag, 13. Jan. 1934
Handball auf dem Bürgerpark
Am morgigen Sonntag spielt die erste Handballmannschaft des MTV von 1862 Oldesloe gegen den Turnverein Gut Heil Lübeck. Die Oldesloer treten fast in derselben Aufstellung an wie am vorigen Sonntag gegen den Lübecker Sportverein. Anstelle von Klieboldt spielt Schmüser in der Verteidigung. Bei einigermaßen gutem Zusammenspiel sollte der Sieg der Oldesloer hier sicher sein.

Vor diesem Spiel trifft die zweite Handballmannschaft des MTV um 14 Uhr im fälligen Bezirksspiel auf die erste Mannschaft von Grönau. Dieser Kampf ist vollkommen offen, da beide Gegner noch wenig Spielerfahrung haben.

Die Hiesigen treten zu diesem Spiel in folgender Aufstellung an: Fahrenkrug - Thomsen, Wolf - Kreutzfeldt, Klieboldt, Hansen - Hillers, Schnoor, Pfeiffer, Wohlers, Seyer.
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Sonntag, 14. Jan. 1934
9. Punktspiel: Oldesloer SV - Phönix Lübeck 1:1 (1:0)
Bei nicht sehr freundlichem Wetter lieferten sich die beiden Gegner einen zähen Kampf unter der guten Leitung des Unparteiischen Boldt (Hamburg). Der OSV war durch Krankheit von Paul Drews leider gezwungen, Ersatz einzustellen und hatte dafür Lindemeier nach Linksaußen genommen, Kock als rechter Läufer und Ströh als Rechtsaußen. Durch diese Umstellung kam der Zusammenhang der Elf etwas auseinander. Phönix hatte seit langer Zeit erstmalig die Stützen der Mannschaft, Schaar und Ruppelt, wieder zur Verfügung, dafür fehlte Guhl am rechten Flügel.

Beide Mannschaften beginnen sehr aufgeregt, der Schiedsrichter unterbindet aufkommende Härten sofort. Es kommt allmählich mehr System ins Spiel. Nach zehn Minuten hat der OSV eine große Chance, in Führung zu gehen. Schlüter setzt einer Steilvorlage nach und schießt aus acht Metern allein vor dem Tor in die Wolken. Das Spiel bleibt weiterhin offen und trotz des schweren Bodens enorm schnell. Die Situationen wechseln blitzschnell. Beide Läuferreihen leisten gute Arbeit zusammen mit den Verteidigungen, während die Stürmerreihen sich nicht durchsetzen können. Nach einer halben Stunde geht der OSV mit 1:0 in Führung. Eine Flanke von links senkt sich hinter dem Torwart ins Netz. Beide Mannschaften kämpfen unentwegt weiter. Bei diesem Stande bleibt es bis zur Halbzeit.

Nach der Pause geht das Spiel in demselben Tempo weiter. Beide Tore kamen abwechselnd in Gefahr. Nach 20 Minuten kommt der Phönix zum Ausgleich. Einen guten Schuß des Linksaußen will ein OSVer wegschlagen, der nasse Ball springt aber vom Fuß ins eigene Tor. 1:1. Jetzt setzt ein zähes Ringen um den Sieg ein, aber es bleibt bei dem gerechten Unentschieden. Das Publikum feuerte die OSVer an, aber es reichte nicht zum Sieg. Einen Kopfball von Stäcker treibt der Wind am leeren Tor vorbei. Die Torrufe waren verfrüht. Die Stürmer übertreiben das Einzelspiel und fummeln sich immer wieder fest. Hierin tut sich Stäcker besonders hervor. Busch muß schneller werden, seine Spielauffassung ist gut. Der OSV hatte seine Stärke in der Hintermannschaft. Wolherr war hier der Turm in der Schlacht. Bei LBV Phönix überragten Schaar, Ruppelt und Barg. In dieser Aufstellung wird Phönix noch manchem Gegner die Punkte abnehmen und die Mannschaft wird bestimmt am Schluß der Serie nicht mehr an zweitletzter Stelle stehen.

Wenn der OSV noch die Meisterschaft erringen will, darf er sich aber solche Punktverluste nicht erlauben. Der VfL Schwerin, der in Wismar mit 3:0 gewann, rückt bedenklich auf. Am nächsten Sonntag ist der OSV spielfrei. Am 28. Jan. geht es nach Lübeck gegen den LSV. - OSV Reserve gegen LBV Reserve 1:3, OSV II gegen LBV III 7:1.
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Oldesloer SV: Aufstellung unbekannt.
Tore: 1:0, 1:1 (Eigentor). - Schiedsrichter: Boldt (Hamburg)

Sonntag, 14. Jan. 1934
Handball auf dem Bürgerpark
Trotz des schlüpfrigen Bodens und des windigen Wetters gewann der hiesige MTV gegen den Turnverein Gut Heil Lübeck hoch mit 5:0 Toren. Die Oldesloer waren den Lübeckern während des ganzen Spiels leicht überlegen und führten bei der Pause bereits mit 2:0. Am kommenden Sonntag fährt der MTV zum fälligen Bezirksspiel gegen LBV Phönix nach Lübeck. Die zweite Mannschaft verlor mit 3:8 Toren gegen die erste Mannschaft des Turn- und Sportvereins Grönau. Leider waren bei den Oldesloern verschiedene Spieler dienstlich verhindert, aber trotzdem gaben die neun Spieler, die angetreten waren, ihr Bestes, um ein ehrenvolles Ergebnis zu erzielen.
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Sonntag, 14. Jan. 1934
Ausscheidungskegeln
Am Sonntag fand der dritte Durchgang des Ausscheidungskegelns für unsere Städtemannschaft statt. Es entwickelte sich ein äußerst lebhafter Kampf, besonders in der Spitzengruppe. Konnten im ersten und zweiten Durchgang dieselben sechs Kegler ihre Spitzenstellung behaupten, so änderte sich in diesem Durchgang das Bild. Kegelbruder Jean Prang vom Kegelklub "He wackelt" konnte gut aufholen und rückten vom siebenten auf den fünften Platz vor.

Die Reihenfolge der sechs besten Kegler ist zur Zeit folgende: 1. Bertram 2173 Holz, 2. Otto Drews 2165, 3. Fahl 2157, 4. Lüthje 2153, 5. Prang 212, 6. Dührkop 2118 Holz.

Wenn auch der Verbandsmeister Otto Drews von dem Klub "Trave" noch nicht in führender Stellung ist, er liegt nur acht Holz hinter dem Favoriten Heinrich Bertram zurück, so bedarf es aber einer ganz besonderen Erwähnung, daß von den genannten sechs Keglern drei zu dem Kegelklub "Trave" gehören. Diesem jungen Klub auch weiterhin recht gute Erfolge. Der Klub "Acht um'n König" stellt bis jetzt den besten und zugleich auch den schlechtesten (soweit man hier überhaupt von schlechten Keglern sprechen kann) unserer augenblicklich sechs besten Kegler.

Im allgemeinen wurde mit größtem Eifer gekämpft. Wo es dieses Mal nicht langte, da gelingt es vielleicht beim nächsten Mal. Es ist noch Gelegenheit genug gegeben, sein Können unter Beweis zu stellen.
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Donnerstag, 18. Jan. 1934
Oldesloer Sportverein
Der bekannte 23fache Internationale Georg Knöpfle hält zur Zeit in Lübeck einen Lehrkursus für Fußball ab. Der Kursus erstreckt sich über 14 Tage. Vom OSV nehmen sechs Spieler an dem Kursus teil und zwar an sechs Abenden. Der OSV hatte zehn Spieler gemeldet, sechs wurden aber nur zugelassen. Hoffentlich nehmen diese Spieler soviel an, daß sie das Erlernte auch verwerten und weitergeben können.
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Samstag, 20. Jan. 1934
Handball
Am morgigen Sonntag fährt die erste Handballmannschaft des MTV von 1862 Oldesloe nach Lübeck zum fälligen Bezirksspiel gegen den LBV Phönix. Für diesen Kampf ist folgende Mannschaft aufgestellt: Wilrodt - Schmüser, Duscheleit - Junge, Klueß, Möllnhof - Peper, Stoffers, Hormann, Polinski, Bollow. Bei gutem Zusammenspiel wird der MTV auch den Gegner besiegen. Die zweite Mannschaft fährt ebenfalls nach auswärts zum Rückspiel gegen Turn- und Sportverein Grönau. Ein Sieg würde uns angenehm überraschen.
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Sonntag, 21. Jan. 1934
Oldesloer Sportverein
Der OSV war mit zwei Mannschaften nach Ahrensburg gefahren, um Gesellschaftsspiele gegen den dortigen Sportklub auszutragen. Das vorgesehene Hockeyspiel sagte Ahrensburg ab. Unsere Reserve zeigte ein besseres Spiel als am vergangenen Sonntag gegen Phönix-Reserve und scheint wieder im Kommen zu sein. OSV-Reserve blieb mit 3:0 sicherer Sieger. Die zweite Mannschaft des OSV gewann mit 5:1 gegen die zweite Mannschaft Ahrensburgs.

Um das spielerische Können der Jugendmannschaften des OSV ist es augenblicklich schlecht bestellt. Alle drei Mannschaften mußten hohe Niederlagen hinnehmen. Zwei Mannschaften traten nur mit zehn Mann an und das auf eigenem Platz.
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Sonntag, 21. Jan. 1934
Handball:
MTV II gegen Turn- und Sportverein Grönau 5:6. Beinahe hätte dieses Spiel mmit einer Überraschung geendet und die Oldesloer hätten das Rückspiel gewonnen. Trotz der 3:1-Führung der Hiesigen bis zur Halbzeit konnten die Grönauer wieder aufholen und eben vor Spielschluß sogar mit 6:5 Toren in Führung gehen. - Die erste Mannschaft des MTV Oldesloe gewann ohne Spiel gegen den LBV Phönix mit 5:0, da die Lübecker in letzter Minute auf Spiel und Punkte verzichteten.
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Montag, 22. Jan. 1934
Außerordentliche Generalversammlung des Keglerverbandes Oldesloe
Der Keglerverband Bad Oldesloe hatte in der letzten Woche seine Mitglieder zu einer außerordentlichen Generalversammlung ins "Tivoli" eingeladen, die unter Vorsitz des neuen Verbandsführers Ad Stoltenberg einen äußerst harmonischen Verlauf nahm.

Mit herzlichen Worten begrüßte der Verbandsführer die Kegelbrüder und dankte allen für das ihm durch seine Berufung zum Führer entgegengebrachte Vertrauen. Dieses Vertrauen zu rechtfertigen, werde er bestrebt sein und in diesem Sinne zusammen mit den von ihm ernannten Mitarbeitern die Geschicke des hiesigen Keglerverbandes der neuen Zeit entsprechend leiten. Herzliche Worte widmete der Verbandsführer dem ausgeschiedenen Verbandsvorsitzenden Christian Klaefe für seine langjährige Arbeit im Interesse des Kegelsports.

Die Verlesung des Protokolls der letzten Versammlung erfolgte auf Veranlassung des Verbandsführers durch den Schriftführer Flindt. Die Versammlung hatte nichts gegen die Fassung des Protokolls einzuwenden. Einen äußerst eingehenden Sportbericht gab der Sportwart Ernst Renner. Aus sehr gut geführten Tabellen ist alles leicht ersichtlich. Leider mußte die Versammlung erfahren, daß der Jahresdurchschnitt in allen Gruppen unter dem des Vorjahres liegt. Der unserm Verband anläßlich seines zehnjährigen Bestehens vom Norddeutschen Gau gestiftete Pokal konnte in den beiden letzten Jahren von denselben Klubs gewonnen werden. Es siegten in der ersten Gruppe Klub "Trave" und Klub "He wackelt" in der zweiten Gruppe. Der Pokal wurde den Siegern überreicht mit dem Wunsch, daß sie auch in diesem Jahre wieder siegen mögen, damit der Pokal endgültig in ihren Besitz gelangt.

Für die besten Einzelkegler, die Kegelbrüder Jean Prang und Otto Fahl, kamen sehr hübsche Plaketten zur Verteilung. Ein dreifaches "Gut Holz" ehrte die siegreichen Klubs und Einzelsieger.

Dann konnte der Verbandsführer noch einigen Kegelbrüdern die Nadel für zehnjährige Mitgliedschaft überreichen. Mit herzlichen Dankesworten für treue Mitgliedschaft und der gleichzeitigen Bitte, dem Deutschen Keglerbund noch recht lange treu zu bleiben, übergab der Verbandsführer den Kegelbrüdern Hans Rickert und Otto Drews die Nadel. Unter "Verschiedenes" ergaben sich noch recht interessante Aussprachen, welche aber sämtlich in bestem Einvernehmen erledigt wurden. Dann noch schöne Schlußworte des Verbandsführers, eine Ermahnung an alle, recht kräftig mitzuarbeiten, denn wenn auch Führerprinzip, so ist doch kein brauchbarer Vorschlag zu verwerfen, aber Miesmacherei gibt es nicht.

Ein "Gut Holz" unserem jetzt endlich anerkannten schönen Kegelsport und ein dreifaches "Sieg Heil" unserm Volkskanzler Adolf Hitler beendete den offiziellen Teil der Generalversammlung. Die Versamlungsteilnehmer blieben dann noch einige Zeit zusammen und verlebten noch einige wirklich gemütliche Stunden, die jedem noch recht lange und gern in Erinnerung bleiben.
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Freitag, 26. Jan. 1934
Lübecker SV gegen OSV
Als einziges Spiel unserer Staffel findet am Sonntag das Spiel Lübecker SV gegen Oldesloer SV um 2 ¾ Uhr in Lübeck statt. Um die gleiche Zeit spielen auch die Reserven der beiden Vereine gegeneinander. Der OSV darf dieses Spiel keinesfalls zu leicht nehmen, denn ein Verlust auch nur eines Punktes kann den Weg zur Meisterschaft unmöglich machen. Beide Mannschaften fahren um 1 ½ Uhr vom "Deutschen Haus" ab.
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Sonntag, 28. Jan. 1934
10. Punktspiel: Lübecker SV - Oldesloer SV 2:4 (1:2)
Und wieder führt der OSV. Durch den schwer erkämpften Sieg ist der OSV vorläufig wieder Tabellenerster geworden. Der lehmige aufgeweichte Boden des Karlshof stellte schwere Anforderungen an die Spieler. Der OSV begann anfangs schlecht und mußte dem LSV die erste Zeit überlassen. Durch eine sehr harte Entscheidung erhält der LSV einen Elfmeter zugesprochen; der Ball wurde daneben geschossen. Zweimal rettete Grote auf der Torlinie, ein anderes Mal ist es die Latte. Der OSV machte sich dann frei und trägt besonders vom linken Flügel gefährliche Anriffe vor. Durch eine ebenfalls harte Entscheidung erhält der OSV einen Elfmeter zugesprochen; Drews verwandelt sicher. 1:0. Wenig später wird Schlüter im Strafraum unfair gelegt; Drews schoß diesmal nicht plaziert genug. Der Lübecker Torwart hält den Ball. Der OSV wird jetzt besser. Der LSV kommt überraschend zum Ausgleich. Bei einem harmlosen Ball rutscht Purnhagen aus und der Ball ging über ihn ins Netz. 1:1. Einen schönen Angriff schießt Stäcker mit einem scharfen Schuß ab. 2:1. Halbzeit.

Die zweite Halbzeit beginnt der OSV ganz groß, ohne jedoch zählbare Erfolge zu erreichen. Erst gegen Mitte der zweiten Halbzeit kommt der OSV zum dritten Tor. Einen scharfen Schuß von Drews konnte Lübecks Torwart nur abprallen lassen. Schlüter ist zur Stelle und drückt ein. Jetzt setzt der LSV alles auf eine Karte und nimmt beide Außenläufer in den Sturm. Die Hintermannschaft des OSV wird nervös und spielt zeitweise unsicher. Durch eine Ecke, die von dem Bein eines Verteidigers ins eigene Tor gelenkt wurde, kommt der LSV auf 2:3 heran. Das Spiel wird härter. Der Halbrechte der Lübecker mußte wegen unfairen Spiels den Platz verlassen. Jetzt bricht der LSV zusammen. Stäcker erzielt im Alleingang das vierte Tor. Der Schlußpfiff unterbindet ein weiteres Tor von Stäcker. Mit 4:2 errang der OSV den Sieg und zwei wertvolle Punkte. - LSV Reserve gegen OSV Reserve 2:2, OSV III gegen Pölitz 5:5.
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Tore: 0:1 Paul Drews (Elfmeter), 1:1, 1:2 Stäcker, 1:3 Schlüter, 2:3, 2:4 Stäcker

Sonntag, 28. Jan. 1934
Aus der Deutschen Turnerschaft
Der Kreisführer des Turnkreises Lübeck hatte die Vereinsführer der zu seinem Kreis gehörenden Vereine nach Lübeck geladen, um mit ihnen, wie alljährlich, an einem Sonntag im Januar Rückschau zu halten auf das vergangene Jahr und den Arbeitsplan und die Ziele des neuen Arbeitsjahres festzulegen. Der Einladung waren die meisten Vereinsführrer gefolgt, die fehlenden werden durch die Gebietsführer daran erinnert werden, daß die Übernahme eines Amtes auch die Übernahme einer Pflicht bedeutet und diese Pflicht erfüllt werden muß. Von jedem Mitglied der Deutschen Turnerschaft wird heute Pflichterfüllung gefordert und derjenige, der glaubt, daß er zur Erfüllung seiner Pflicht nicht in der Lage ist, soll ausscheiden, er schadet sonst nur seinem Verein und der Bewegung.

Kreisführer Heinz Holst gedachte zunächst des 18. Jan. Das, was Bismarck begann und halbfertig verlassen mußte, nämlich der Bau der inneren Einheit, wird heute von Hitler vollendet. Heinz Holst erinnerte daran, daß es Selbstverständlichkeit für jeden Turner sei, das Programm unseres Volkskanzlers zu unterstützen, weil gerade Hitler und unser Turnvater Jahn soviel wesensverwandte Pole haben, wie nur zwei Menschen haben können. Mit einem "Heil Hitler" und gemeinsam gesungenen Deutschland- und Horst-Wessel-Lied schloß die Einleitung.

Dann begrüßte Kreisführer Holst die alten und neuen Vereinsführer, Männer, die seit Jahren im Travegau arbeiten und diejenigen, die durch die neue Gebietseinteilung aus den früheren ostholsteinischen Bezirken dazu gekommen sind. Er gedachte auch der treuen Turnfreunde, die jetzt zum Bezirk Mecklenburg gekommen sind und die ebenfalls in früheren Jahren treu und unermüdlich im Travegau zum Wohle der deutschen Jugend und des deutschen Volkes und Vaterlandes gearbeitet haben. Besonders begrüßt wurde Dr. Rudolphy, der frühere Gauführer, der jetzt von langer Krankheit genesen und wieder anwesend war. Ihm wurde die Ehrenmitgliedschaft des Kreises angetragen, wie auch Georg Zimmermann durch die Ernennung zum Ehrenmitglied des Kreisführerringes geehrt wurde.

Dann wurde in eine größere Pause eingetreten, in der in den Stadthallen der wundervolle Turnfestfilm, ein Ruhmesblatt der Deutschen Turnerschaft, angesehen wurde. Um 2 Uhr wurde die Sitzung fortgesetzt. Holst erinnerte daran, daß es gelte, eine 50jährige Tradition des Travegaues fortzusetzen. Dies verflichte und fordere jedem Mitarbeiter im neuen Kreis ein gerüttelt Maß Arbeit ab. Er wies auf die Zukunftsaufgaben der Deutschen Turnerschaft hin, deren Mission noch lange nicht erfüllt sei. Er verlange von jedem Turner Pflichterfüllung bis zum letzten als Dienst an der Gemeinschaft. Über die Abgaben der Vereine an Kreis, Gau und Deutsche Turnerschaft berichtete Kassenführer Beth. Die Abgaben sind gegen das Vorjahr gesenkt worden. Den Arbeitsplan für 1934 erläuterte Oberturnwart Dunckelmann, dem besondere Wünsche bei Berücksichtigung irgendwelcher Vereinsveranstaltungen mitzuteilen sind.

Das Kreisturnfest wird am 30. Juni und 1. Juli in Mölln stattfinden. Die Möllner werden das Fest in jeder Beziehung gut vorbereiten und erwarten die Beteiligung aller Vereine. Über das Verhältnis zu den anderen Wehrverbänden wurde eine rege Aussprache herbeigeführt. Allgemein wurde über gute Zusammenarbeit mit HJ, SA und SS berichtet. Durchweg gehören im ganzen Kreis auch die Turner diesen Verbänden an, während andererseits die Mitglieder der genannten Formationen auch Mitglied im Turnverein und damit aktiv tätig sind. Die Vereine, in denen die Zusammenarbeit heute noch nicht so ist wie sie sein soll, mögen weiter arbeiten und sich damit trösten, daß Adolf Hitler in Punkt 21 des Programms der NSDAP gesagt hat, daß alle Vereine, die sich mit der körperlichen Ertüchtigung der Jugend befassen, die größte Unterstützung erfahren sollen. Daß der Führer sein Programm durchsetzt, haben sich alle Turner überzeugt und zu treuer Mitarbeit bereiterklärt.
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Freitag, 2. Feb. 1934
OSV gegen VfL Schwerin
Am Sonntag erlebt der Exer nun einen großen Tag. Es geht um die Tabellenführung. Der Sieger aus dem Spiel hat die meisten Aussichten auf die Meisterschaft. Der Platz ist mit Genehmigung des Bürgermeisters abgesperrt.
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Samstag, 3. Feb. 1934
OSV-Maskerade

Sonntag, 4. Feb. 1934
11. Punktspiel: Oldesloer SV - VfL Schwerin 4:1 (3:1)
Es mögen annähernd 800 Zuschauer gewesen sein, die trotz des nicht sehr einladenden Wetters anwesend waren, als der bekannte Hamburger Schiedsrichter Trimpler den Ball freigab. Trotz der Maskerade am Samstag enttäuschten die Oldesloer Spieler ihr dankbares Publikum nicht. Das Spiel wurde von Anfang bis zum Schluß mit einem enormen Tempo durchgeführt und war reich an interessanten Momenten.

Anfangs kommen beide Mannschaften nicht recht in Schwung. Der Ball bleibt immer wieder im Schnee liegen. Ein flaches Paßspiel ist nicht möglich. Das Spiel wird systemvoller. Der OSV kommt durch. Fick schießt, aber überweg. Auch Schwerin kommt verschiedentlich gut durch, besonders von links. Im Anschluß an eine Ecke fällt das erste Tor für Schwerin. Der Halblinke schießt unhaltbar ein. Die OSVer behalten die Nerven und lassen sich durch das Führungstor von Schwerin nicht aus der Ruhe bringen. Der OSV erhält einen Strafstoß. Drews gibt diesen weich vor das Tor, Stäcker steigt hoch und ehe der Torwart an den Ball kommt, köpft er zum Ausgleich ein.

Der OSV setzt jetzt Druck auf, die Schweriner Deckung muß schwer arbeiten. Drews kommt durch, gibt wieder weich auf den freien Raum. Schlüter startet und mit einem Bombenschuß sendet er zum 2:1 ein. Jetzt gibt es kein Halten mehr. OSV drängt. Wieder ist die linke Seite durch, die Flanke von Drews köpft Kock zum dritten Tor ein. Das Spiel wird ausgeglichen. Halbzeit.

Ohne Pause geht es weiter. Schwerin kommt mehr auf, aber unsere Deckung ist nicht zu schlagen. Das Glück ist auf Seiten der OSVer. Allmählich macht sich dann der OSV wieder frei. Die Zeit vergeht mit verteiltem Feldspiel. Noch eine Viertelstunde. Schlüter wird unfair genommen, bringt den Ball aber noch zu Drews, dieser flankt, Stäcker täuscht und der günstiger stehende Fick schießt zum vierten Tor ein. Das war der Sieg. Schwerin gibt sich geschlagen. Die Schweriner hinterließen einen guten Eindruck, gut waren Mittelläufer und Linksaußen. Die Oldesloer gaben ihr Bestes. Die Mannschaft verdient ein Gesamtlob. Wolherr war der beste Mann auf dem Platze. Der Schiedsrichter gefiel ausgezeichnet.
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Tore: 0:1, 1:1 Stäcker, 2:1 Schlüter, 3:1 Kock, 4:1 Fick. - Schiedsrichter: Trimpler (Hamburg). - Zuschauer: 800.

Sonntag, 4. Feb. 1934
Ausscheidungskegeln in Oldesloe
Der vierte Durchgang auf der Bahn des "Tivoli" brachte sehr lebhaften Sport. Es entwickelten sich äußerst spannende Kämpfe, in denen, bis auf die Spitzenreiter, verhältnismäßig gute Resultate erzielt wurden.

Unsere Spitzenkegler setzten sämtlich, teilweise sogar ganz erhebliches Holz zu. Nur Kegelbruder Jonny Dührkop machte eine nennenswerte Ausnahme. Er konnte durch seinen Erfolg von 734 Holz ganz erheblich aufholen, trotzdem aber nur um einen Platz aufrücken, weil er in den anderen Durchgängen leider nicht auf der sonst gewohnten Höhe war. Einen ganz schwarzen Tag hatte Otto Drews. Er versagte vollkommen und verscherzte sich dadurch eine selten günstige Gelegenheit, die Führung zu übernehmen. Diese Frage ist überhaupt bis jetzt vollkommen offen. Wenn sich auch im allgemeinen zwischen zehn und 19 Holz liegende Unterschiede so leicht nicht aufholen lassen, so ist aber durch den 200-Wurf-Entscheidungskampf hierzu eine gute Gelegenheit gegeben.

Dieser Kampf wird jedenfalls ein sehr interessanter werden, denn die Kegelbrüder Bertram und Fahl, zwei ernsthafte Anwärter auf den Verbandsmeister, sind in ihrer augenblicklichen Verfassung Gegner großen Formats. Unsere sechs besten Kegler sind zur Zeit: Heinrich Bertram mit 2889 Holz, Otto Fahl mit 2879, Otto Drews mit 2860, Gustav Lüthje mit 2860, Jonny Dührkop mit 2852 Holz und Willy Drews mit 2830 Holz.

Es ist erfreulich zu berichten, daß die Resultate der größten Anzahl der am Ausscheidungskegeln beteiligten Kegler mit Ausnahme unserer Spitzenkegler eine aufsteigende Linie aufweist. So konnten einige Kegler ihre Resultate um fast 30 Holz gegenüber den Resultaten des letzten Durchgangs verbessern. Ein Kegelbruder brachte sogar die gewaltige Leistung fertig, in dem letzten Durchgang 51 Holz mehr zu werfen. Leider ist die Beteiligung in der Seniorenklasse schwach. Kegelbruder August Seidler vom Klub "Gut Schub" - zugleich auch der einzigste Teilnehmer dieses Klubs - ist wohl schon als Seniorenmeister zu nennen. Er geht mit 2819 Holz in die Endrunde.
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Mittwoch, 7. Feb. 1934
Fußballspiel zugunsten der Winterhilfe
Sportliches Ereignis ersten Ranges am Sonntag, 11. Feb., nachmittags 3 Uhr, auf dem Bürgerpark in Oldesloe, im Interesse der NS-Volkswohlfahrt. Am verflossenen Sonntag erlebte unsere Sportgemeinde einen Riesenbesuch auf unserem Exer. Am kommenden Sonntag geht es alle an. Es spielt eine Mannschaft unserer Stadtverwaltung gegen einen gleichartigen Gegner. Soviel sei schon heute verraten, einmal wird erstklassiger Fußball gespielt; außerdem wird jeder, der Sinn für Humor hat, auf seine Rechnung kommen. Die gegnerische Mannschaft wird von unserem Kreischulungsleiter, Amts- und Gemeindevorsteher Hingst (Billstedt), der uns in Oldesloe kein Unbekannter mehr ist, angeführt. Sie errang bereits vor Weihnachten gegen einen starken Gegner einen Sieg von 24:3 Toren. Der Vorverkauf beginnt am Freitag. Da die Gesamteinnahme für die NSV bestimmt ist, wird erwartet, daß möglichst alle Karten lösen. Eintritt Erwachsene 50 Pfennig, in Uniform und Jugendliche 20 Pfennig.
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Samstag, 10. Feb. 1934
Der große Fußballkampf zugunsten der Winterhilfe auf dem Bürgerpark
Die Gemeindeverwaltung Billstedt hat der Stadtverwaltung Oldesloe den Fehdehandschuh hingeworfen und sie zu einem Fußballgroßkampf herausgefordert.

Billstedt schickt folgende Männer in den Kampf: Sturmführer ist Amts- und Gemeindevorsteher Hingst, die gewaltige Schußkanone, alter Maschinengewehrschütze. Hingst wird in alter Manier mit Dauerfeuer aufwarten. Seine Stürmer links und rechts sind die Kassenbeamten Wulf, Pinger, Rathje und Petersen. Sie werden mit mathematischer Genauigkeit ihre Schüsse in das gegnerische Tor feuern, wobei sie die Eigenschaft entwickeln, sich als Kassenmenschen nicht restlos zu verausgaben, sondern immer noch etwas in Reserve zu haben. Mittelläufer ist der Baumeister Dittmer. Er wird die Fertigkeit in seinem Berufe auf das Spielfeld übertragen und zuammen mit seinen Beamten der Bauabteilung den Aufbau zu dem Angriff des Sturmes schaffen. Die starke Verteidigung wird von den Beamten des Wohlfahrtsamtes gestellt werden. Diese haben es sich vorgenommen, jeden gegnerischen Stürmer in ihre Obhut zu nehmen, derart, daß sie ihn mit einem Krankenschein versehen in das Kreiskrankenhaus in Oldesloe abtransportieren. Im Tor steht der Ortsgruppenleiter und Leiter der Wohlfahrtsabteilung, Fritz Bode, der jedem rät, sich nicht in die Reichweite seiner gewaltigen Fänge zu begeben. Er wird mit altbekannter nationalsozialistischer Energie das Tor so rein halten, wie er bisher die Ortsgruppe reingehalten hat.

Die berühmten Billstedter Pat und Patachon werden die Mannschaft begleiten und auf die Lachmuskeln der Zuschauer wirken. - So sieht der gefürchtete Gegner aus. Aus jeder genannten Spielerpersönlickeit spricht Begeisterung, Schwung, Wucht und Kraft. Der Führer Hingst hat alle Spieler zu einer gewünschten Gemeinschaft zusammengeschweißt, so daß die Hiesigen einen schweren Stand haben werden.

So sieht die Oldesloer Mannschaft aus: Mannitz - Dr. , Flindt - Gasanstalt, Karstens, Harms... - Neubauer, Remshardt, Stäcker, Lattke, Kell... - Ersatz: Rest der Stadtverwaltung. Jeder von uns kennt die Persönlichkeiten, so daß sie hier nicht charakterisiert werden sollen. Es ist Pflicht der gesamten Bevölkerung von Oldesloe und Umgegend, sich dieses Treffen anzusehen; denn es steht im Interesse der Winterhilfe. Wer sportlich nicht geschult ist, kommt sonst auch auf seine Kosten. Die Oldesloer Mannschaft erscheint in charakteristischen Tagesuniformen. Das ganze Drum und Dran ist dazu angetan, von vornherein eine fröhliche Stimmung auf den grünen Rasen zu zaubern.

Das Programm wickelt sich folgendermaßen ab: Wer sich im Vorverkauf keine Eintrittskarte besorgt hat, muß an der Kasse (der Exer ist polizeilich gesperrt) 50 Pfennig, Uniformierte und Schüler 20 Pfennig bezahlen. Pünktlich 3 Uhr: Einmarsch und Ummarsch der feindlichen Gegner unter Vorantritt der HJ-Kapelle, Aufstellung, Losung, Begrüßung, Photographieren der Olympiagegner, damit bei steckbrieflicher Verfolgung das Lichtbild vorhanden ist. Dann Aufstellung zum Kampf. Frau Bürgermeister Kieling wird den Ball (es sei hier verraten, der einen Durchmesser von 59 Zentimeter hat, damit die Spieler ihn treffen) anstoßen, damit die "Parteilichkeit" ausgeschaltet wird!! Halt, mehr soll nicht verraten werden bis auf die Schiedsrichter. Das Programm, welches zehn Pfennig kostet, sagt darüber: Zwei Männer mit der größten Übersicht, tiefsten Einsicht und dehnbarer Nachsicht.
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Samstag, 10. Feb. 1934
Handball im MTV von 1862
Am kommenden Sonntag steigt in Lübeck das erste Bezirksspiel der Frühjahrsserie. Der hiesige MTV spielt gegen die augenblicklich sehr spielstarke erste Mannschaft des Lübecker Sportvereins. Die Oldesloer Elf muß schon ihr Bestes hergeben, wenn sie die Tabellenführung behalten will. Ein Sieg der leider ersatzgeschwächten Mannschaft würde uns angenehm überraschen. Die Hiesigen spielen in folgender Aufstellung: Hillers - Duscheleit, Schmüser - Junge, Klueß, Möllnhof - Peper, Seyer, Rehm, Polinski, Bollow - Ersatz: Wolff, Hansen.
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Sonntag, 11. Feb. 1934
12. Punktspiel: Adlero Neustadt - Oldesloer SV 7:0
Für den OSV war der Sonntag ein ganz schwarzer Tag. Nach einer langen Reihe von Siegen in den Kämpfen um die Bezirksmeisterschaft mußte die Mannschaft nunmehr auch einmal die Bitternis einer Niederlage kosten. Adlero Neustadt, auf eigenem, sehr kleinen Platz, schon immer ein gefürchteter Gegner, befand sich in Hochform und konnte den Siegeszug der Oldesloer stoppen. Wenn man von vornherein auch auf einen erbitterten, schweren Kampf gefaßt war und die Frage nach dem Sieger wohl allgemein als offen bezeichnet werden mußte, so kam die Niederlage - noch dazu in dieser Höhe - für all die Anhänger der Blau-Weißen doch sehr überraschend. Im "Deutschen Haus" ging das Telefon den ganzen Nachmittag bis in den Abend hinein und jeder, der die Auskunft bekam: 0:7, wollte es nicht glauben. Leider war es aber doch so. Wie wir hören, soll einmal an der Höhe der Niederlage der Torwächter ein gut Teil Schuld haben, andererseits war aber, wie schon oben erwähnt, Adlero in Hochform, dazu kam dann noch der für den OSV ungewöhnlich kleine Platz, auf dem sich die Mannschaft absolut nicht finden konnte.

Zu gleicher Zeit, als die Blau-Weißen in Neustadt kämpften, waren VfL Schwerin und der Lübecker Sportverein ebenfalls im Kampf. Zum Glück für den OSV konnte der VfL durch ein Unentschieden von 2:2 nur einen Punkt erringen, so daß die Oldesloer trotz der Neustädter Niederlage immer noch mit einem Punkt Vorsprung die Tabelle anführen. Die Frage nach dem Meister ist weiter noch unklar. Gewinnt der OSV seine noch beiden ausstehenden Spiele gegen Eutin 08 und Germania Wismar, was man doch wohl annehmen sollte, denn sie finden beide in Oldesloe statt, dann ist dem Oldesloer Sportverein der Meistertitel sicher. Mögen die anderen Mannschaften gegeneinander kämpfen wie sie wollen: die Punktzahl des OSV kann dann keine Mannschaft mehr erreichen. Auf alle Fälle sind die beiden noch ausstehenden Spiele für die Oldesloer Fußballgemeinde von höchstem Reiz, da sie ja darüber entscheiden werden, ob der OSV das hochgesteckte Ziel erreicht.
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Sonntag, 11. Feb. 1934
Fußballspiel: Oldesloe gegen Billstedt
War sich Billstedt klar darüber, was es bedeutete, Oldesloe im Fußballspiel herauszufordern Wohl nur insoweit, als der Erlös des Spiels zugunsten der Winterhilfe ging, und auch eigentlich zu einer lustigen Bewegung des Zwerchfells der Zuschauer. Das Spiel setzte um 3.11 Uhr ein, nachdem die HJ-Kapelle Vorspann geleistet und die Spieler im Gänsemarsch zum Exer gebracht hatte. Die Mannschaft Billstedts, unter der Führung ihres Amtsvorstehers Pg. Hingst, war im Sportanzug aufmarschiert. Nur wenig konnten sie ihre Lachmuskeln in Schach halten, wenn sie an das, was da kommen sollte, dachten. Oldesloe Da war ja die Stadtverwaltung angetreten, dazu noch in komischer Verkleidung. Auf einem Handwagen wurde der Fußball am Ende des Zuges mitgeführt. Wer kannte den Schiedsrichter und Unparteiischen

Das Spiel setzt ein, halb Scherz, halb Ernst. Zu komisch, wenn die Hiesigen in ihrer Verkleidung spielten. Doch was war denn das Pat und Patachon aus Billstedt! Sie haben den Humor des Tages erhöht, griffen neckisch in das Spiel ein, balgten sich miteinander und weckten die Freude der Zuschauer. Gegenstück dazu war der gestrenge Wachtmeister aus dem 18. Jahrhundert. Nur sollte er noch lernen, mit dem Schießprügel umzugehen. Man schießt doch nicht auf Verletzte! Auch die Samariter sollten doch daran denken, daß man Schwerverletzte nicht mit dem Blockwagen eines kleinen Jungen abholen kann, zumal wenn dieser schreiend hinter seinem Wagen herläuft. Doch gleichzeitig traf auch die Tragbahre ein. Wen brachte man denn weg Pat und Patachon Gut, daß Billstedt damit die Lacher auf seine Seite brachte, denn was nützt Verkleidung und Scherz, wenn der Eifer am Fußballspiel erweckt wird.

Nach dem Kaffeetrinken der Halbzeit da fielen die Hüllen der Hiesigen und junge Sportsleute standen zum Spiel bereit. Billstedt hatte aber auch schon herausbekommen, daß Oldesloe ein ernster Gegner sein kann. Zuletzt hatte alles, auch die Zuschauer, das Spiel an sich in Spannung gehalten. Billstedt hat 3:2 gesiegt. Die NS-Volkswohlfahrt hat rund 250 Mark eingenommen. In lustiger Form wurde der Sieger geehrt, Besiegte gab es nicht, nur erster und zweiter Sieger.
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Sonntag, 11. Feb. 1934
Geländespiel des Reinfelder und des Oldesloer Jungvolks
Endlich konnte die Veranstaltung größeren Stils stattfinden. Das Oldesloer Jungvolk hatte sich eine feste, unsichtbare Stellung im Kneeden ausgebaut. An das Reinfelder Jungvolk war die Aufgabe gestellt, diese Stellung innerhalb zwei Stunden aufzufinden und dann einzunehmen. Ganz überrascht waren beide Gruppen über das ideale und abwechslungsreiche Gelände des schönen Kneedens. Es ware ine Freude, mit welcher Begeisterung die Jugend in den Kampf zog. Die Reinfelder schickten ihre beste Patrouille in den Kneeden vor, diese hatte aber nichts erspäht. Nun drang das Gros mutig aufs Geratewohl in den Kneeden ein und hatte das Glück, die Oldesller ganz unverhofft zu überrumpeln. Der größere Teil dieser ergriff planlos die Flucht, wurde aber von den an Zahl unterlegenen Reinfeldern erledigt. Demzufolge errang das Reinfelder Jungvolk den Sieg.

Es ist unbedingt notwendig, daß öfter solch größerer Veranstaltungen stattfinden, damit die kleineren Gruppen feststellen können, welche Ansprüche an ein erstklassiges Jungvolk gestellt werden und wie eine gute Ausbildung sein muß.
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Freitag, 16. Feb. 1934
OSV gegen Eutin 08
Die Punktspiele gehen dem Ende entgegen. Von Sonntag zu Sonntag werden die Kämpfe um den Meistertitel interesanter. Noch liegt der OSV mit einem Punkt vorne und muß alles daran setzen, den Vorsprung in den beiden letzten Spielen zu halten. Am Sonntag ist Eutin 08 der Gegner, der keineswegs unterschätzt werden darf, denn die Eutiner können kämpfen. In der Herbstserie konnte der OSV nur ein Unentschieden erzielen. Nur wenn der OSV seine alte Kampfkraft aufbringt und die Spieler sich restlos einsetzen, ist ein Sieg möglich. Der Platz ist abgesperrt.
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Sonntag, 18. Feb. 1934
13. Punktspiel: Oldesloer SV - Eutin 08 1:1 (0:1)
Nach anfänglichem Geplänkel übernimmt der OSV gleich das Kommando und drängt, während Eutin sich auf durchbruchartige Vorstöße beschränken muß. Einige Schüsse von Stäcker und Schlüter werden von dem ausgezeichneten Torwart gehalten. Bei einem Durchbruch geht Eutin in Führung durch verunglückte Fußabwehr des Oldesloer Torwarts. Mit 1:0 für Eutin geht es in die Pause.

Nach der Halbzeit spielt sich der Kampf hauptsächlich in der Eutiner Hälfte ab. Eutin verteidigt zahlreich. Immer wieder kann der Torwart retten. Die Zeit vergeht. Es will den OSVern nichts glücken. Die Mauer der Eutiner hält stand. Wolherr geht in den Sturm. Die Torrufe sind immer wieder verfrüht. Eine Vorlage von Grote bekommt durch das Bein eines Verteidigers eine andere Richtung. Der Ausgleich ist geschafft. Noch 15 Minuten. Der Ansturm des OSV wird stärker, aber der Eutiner Torwart wächst über sich hinaus. Auch zahlreiche Ecken bringen nichts ein. Die Siegchance wird verpaßt. Zwei Meter vor dem leeren Tor der Eutiner wurde der Ball über das Tor gehoben. Es sollte eben nicht sein. Ein wichtiger Punkt wurde eingebüßt.

Die Entscheidung fällt am 4. März mit den Spielen OSV gegen Germania Wismar in Oldesloe und LSV gegen Adlero Neustadt in Lübeck, da VfL Schwerin gegen LBV Phönix 3:4 unterlag. Das Rennen liegt sehr wahrscheinlich zwischen Adlero und OSV. - Preußen Reinfeld gegen OSV Reserve 1:1.
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Sonntag, 18. Feb. 1934
Kegelsport
Mit dem 200-Wurf-Kegeln auf den Bahnen in der "Wolkenweher Mühle" ist das Aussscheidungskegeln des Oldesloer Verbandes beendet. Bietet auch sonst dieser Langstreckenlauf immer eine günstige Gelegenheit, bei früheren Durchgängen erlittene Verluste einzuholen, so war es in diesem Fall in Anbetracht besonderer Verhältnisse schwerer möglich. Nicht die Tatsache, daß unsere Kegler in der "Wolkenweher Mühle" weniger kegeln, ließ die erhofften Erfolge ausbleiben, sondern es war vielmehr die schlechte Bahnbeleuchtung, die auf die Leistung vieler Kegler nicht geringen Einfluß hatte, mußten doch viele von ihnen in direktem Zwielicht kegeln.

Trotz alledem wurde mit großem Eifer gekämpft und unter den bereits erwähnten ungünstigen Bahnverhältnissen noch teilweise ganz gute Resultate erzielt. Besonders unsere Spitzenkegler legten sich mächtig ins Zeug, denn es war für den einen und den anderen doch immer noch möglich, die Verbandsmeisterschaft zu erringen. So zeigten denn die Kegelbrüder Wilhelm Zuchold mit 1460 Holz, Alfred Drögemöller mit 1453 und Otto Drews mit 1450 Holz erwähnenswerte Leistungen. Keiner aber war imstande, die Stellung der beiden Meisterschaftsanwärter zu erschüttern. Natürlicherweise galt dann auch dem Endkampf zwischen diesen beiden das meiste Interesse. Bertram und Fahl, beides Kegler mit beständigen Leistungen, jeder beseelt von dem Wunsche, Sieger zu werden, kämpften einen schweren aber fairen Kampf. Nur zehn Holz lag Fahl bei Beginn des Kampfes hinter seinem Gegner zurück, konnte aber trotz seines gewaltigen Kampfgeistes und seiner Energie diese nicht aufholen, sondern mußte sich im Gegenteil bei Beendigung dieses wirklich sehr spannenden Kampfes mit 32 Holz von seinem an Erfahrung reicheren Kegelbruder als geschlagen bekennen. Kegelbruder Heinrich Bertram vom Klub "Acht um'n König" konnte mit 4349 Holz vor Otto Fahl, Klub "Trave", mit 4317 Holz Verbandsmeister werden. Ein kräftiges "Gut Holz" dem glücklichen Sieger und "Hals- und Beinbruch" in den kommenden Bezirks- und Gaumeisterschaftskämpfen.

Nachfolgend die einzelnenen Ergebnisse und unsere neue Verbandsmannschaft: 1. Bertram 4349 Holz, 2. Fahl 4317, 3. Otto Drews 4310, 4. Gustav Lüthje 4297, Jonny Dührkop 4287, Willy Drews 4268, Wilhelm Zuchold 4241, J List 4214, Jean Prang 4213 und W Abraham 4195 Holz.

Bei näherer Betrachtung dieser Zahlen stellt sich allerdings ein teilweise sehr großer Unterschied bei den einzelnen Mannschaftsmitgliedern heraus. Dieser Unterschied darf auf keinen Fall bestehen bleiben, er muß durch eifriges Training verschwinden, damit eine Mannschaft ziemlich gleichwertiger Kegler den hiesigen Verband würdig in den kommenden bestimmt nicht leichten Kämpfen vertreten kann.

Wie erwartet, wurde der Kegelbruder August Seidler vom Klub "Gut Schub" Meister in der Klasse der Senioren. Er erzielte in 500 Wurf 3505 Holz.
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Montag, 19. Feb. 1934
General- und Mitgliederversammlung des OSV im Hotel "Deutsches Haus"
Als der Vorsitzende, Herr Studienrat Christian Ohrt, um 8.45 Uhr die sehr gut besuchte Versammlung eröffnete zierten 17 errungene Wanderpreise die geschmackvoll aufgebauten Tische im Vereinslokal. Ein besonderes Willkommen rief er den Veteranen des Vereins zu: Hermann Drögemöller 32 Jahre, Adolf Kröger, Jonny Dührkop 28 Jahre, Joseph Bahr und Paul Jürgens 25 Jahre Mitglied. Die beiden Letztgenannten erhielten unter den herzlichsten Glückwünschen die Vereinsnadel mit der "25", welche die Erstgenannten bereits bei der 25jährigen Mitgliedschaft erhalten haben. Der Vorsitzende begrüßte die Mitglieder um so herzlicher, als sonst unter den Einwohnern unverständlicherweise hier in Bad Oldesloe kaum Verständnis für den OSV, der der älteste Verein im Bezirk Lübeck-Mecklenburg ist, aufgebracht wird. Der Vorsitzende betonte weiter, daß unser Führer und Volkskanzler mit seinen Entscheidungen für Turnen und Sport und für die Olympischen Spiele 1936 in Berlin der deutschen Sportwelt ein Geschenk gemacht habe, dessen wir uns in unserer Sportstadt Bad Oldesloe würdig erweisen wollen.

Aus dem Bericht des Vorstandes ist weiter zu erwähnen, daß wohl noch nie in einem Berichtsjahre soviel tatkräftige und fruchtbare Arbeit zu erwähnen ist wie in diesem Jahre. Gestützt auf eine große Zahl von selbstlosen Mitarbeitern haben Ernst Kindt und Paul Ströh, wobei die Stadtverwaltung stets das allergrößte Entgegenkommen zeigte, endlich eine Fläche auf unserem schönen Exer geschaffen, wo erstklassige Spiele ausgetragen werden können.

Die Zahl der Mitglieder ist leider im Vergleich zum Vorjahre um 60 gesunken. Während die Zahl der Erwachsenen zunahm, ging sie gewaltig bei den Jugendlichen zurück. Gestützt auf den Bericht der ersten Nummer des Reichssportblattes sind Vereinbarungen zwischen dem Reichsportführer und Reichsjugendführer getroffen, so daß zu erwarten ist, daß dann die Aufbauarbeit in dieser Abtreilung wieder beginnen kann. Der Vorsitzende streifte dann das vorbildliche Fußballtraining unter Risses Leitung und die Versorgung mit erstklassigen Schiedsrichtern durch unser Mitglied Kreitlow (Hamburg). Hier haben H Möller und Wilhelm Hoppe mit ihrem Stab eine Vereinsarbeit geleistet, die jedem Großstadtverein würdig an die Seite zu stellen ist. Am 11. Aug. konnte der OSV 76 Mark dem Fonds für nationale Arbeit als Reinertrag aus einem Werbespiel überweisen.

 

Alsdann folgten die Berichte der einzelnen Obleute. Im Fußball ist viel Erfreuliches zu berichten. Unserer Liga ist es unter der glänzenden Leitung von Walter Risse gelingen, sich zum ersten Mal mit an die Spitze der Tabelle zu setzen. Die Liga hat diesmal nicht Abstiegs-, sondern Aufstiegssorgen. Die unteren Mannschaften sind allerdings in letzter Zeit etwas stiefmütterlich behandelt worden, aber in der kommenden Frühjahrsserie geht es wieder mit alter Freude weiter.

In der Leichtathletik hat sich in diesem Jahre der OSV auch zum ersten Male in der DSB-Vereinsrangliste für Schleswig-Holstein (einschließlich Altona) an die erste Stelle und für ganz Deutschland an die 81. Stelle gesetzt. Unsere Leichtathleten Pochat und Pöhls konnten in dem verflossenen Jahre viele schöne Erfolge erzielen. Pochat nahm an den Länderkämpfen gegen die Schweiz und Luxemburg und an den Studenten-Weltmeisterschaften in Turin mit gutem Erfolge teil und steht in der "30-Bestenliste" an vierter Stelle im 800-Meter-Lauf. Pöhls nahm an dem Länderkampf gegen Dänemark in Kopenhagen teil, er steht in der "30-Bestenliste" an der 28. Stelle im Speerwerfen. Beide sind Kandidaten für die Olympiade.

Im Hockey war wenig zu berichten. Der Spielbetrieb war sehr gering. Zu erwähnen ist nur die letztjährige zweitägige Osterreise nach Bremen, von der noch alle Spieler restlos begeistert sind. Ostern wird der OSV nun den Gegenbesuch des Weser HC hier in Oldesloe erwarten. Der Obmann hofft bei der Unterbringung und Verpflegung der Bremer während der beiden Ostertage auf die weitgehendste Unterstützung der Vereinskameraden.

Die Damenabteilung erlebt in den letzten Monaten einen ungeahnten Aufschwung. Die Turnabende an jedem Freitag werden von durchschnittlich 35 bis 45 Damen besucht. Ein Verdienst des Leiters der Damenabteilung Wilhelm Rottgardt. Der Bericht der Jugendabteilung brachte wenig Erfreuliches, da der größte Teil der Jugendlichen durch die starke Inanspruchnahme der Hitlerjugend nur wenig Zeit zum Training hat und teilweise ganz ausgetreten ist. Man hofft hier jedoch auf die baldige Regelung dieser Sache durch den Reichssportführer.

Zum Schluß gab der 1. Kassierer den Kassenbericht ab. Die Kasse war geprüft und für richtig befunden und ergab am 31. Dez. 1933 einen kleinen Bestand. Der Gesamtumsatz im Jahre 1933 war 4620 Mark.

Der Vorsitzende las dann die neuen Vereinssatzungen vor, die debattelos angenommen wurden. Nach diesen neuen Satzungen wurde Studienrat Christian Ohrt einstimmig zum Führer des OSV wiedergewählt. Derselbe bestimmte, daß bis zum Schluß des Vereinsjahres, dem 1. Juli, die Obmänner dieselben Posten behalten. Unter Punkt "Verschiedenes" sind zwei Vorträge der Chemiker Gramann und Kreitlow (Hamburg) zu erwähnen, in denen ausführlich die Bedeutung des neuen Ernährungsmittels "Neukraft" für Sportler unterstrichen wurde. Die Zuhörer brachten den Referenten allseitiges Interesse entgegen.

Der Vereinsführer schloß die Sitzung mit einem herzlichen Dank für die geleistete Arbeit und dem Gelöbnis, restlos im Verein und mit dem Verein sich einzusetzen für die von unserem Führer gesteckten Aufgaben, damit der OSV immer mehr hineinwächst in die große Volksgemeinschaft. Das Gelöbnis klang aus in dreifaches "Sieg Heil" auf unseren Führer und Volkskanzler Adolf Hitler.
OL

Sonntag, 25. Feb. 1934
Kegeln
Der Kegelklub "Gut Schub" ist aus seinem Winterschlafe erwacht und hat seinen "Betrieb" wieder in vollem Umfange aufgenommen. Nach den gezeigten Leistungen hat diese Ruhe sehr gut getan. Mit einem fabelhaften Satz von 88 Holz in zehn Wurf wartete der Kegelbruder oder besser gesagt "Neuntöter" Barkmann auf. Mag auch Fortuna die Hand im Spiel gehabt haben, so ist es in diesem Falle aber nicht ausschlaggebend, denn jeder Kegler, überhaupt ein jeder Sportler weiß zur Genüge, daß zu jeder außergewöhnlichen Leistung auch Glück gehört. Daß aber ein großes Können das Wichtigste ist, bedarf wohl keiner besonderen Erwähnung. Auch die Leistungen der anderen Kegler von "Gut Schub" waren sehr gut. So erzielten in 100 Wurf Lehrmann 765 Holz, Seidler 755 und Barkmann 744 Holz. Unter diesen Umständen hätte unsere Verbandsmannschaft eine ganz erhebliche Verstärkung erfahren können, wenn sich nicht der ganze Klub "Gut Schub" außer dem Seniorenmeister Seidler von den Ausscheidungskämpfen ferngehalten hätte. Mag diese Handlungsweise berechtigt gewesen sein oder nicht, spielt in diesem Falle keine Rolle. Das Interesse für den Oldesloer Kegelsport, für das der Klub "Gut Schub" doch jahrelang mustergültig gestrebt hat, hätte auch jetzt unbedingt in den Vordergrund treten müssen.
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Montag, 26. Feb. 1934
LSV schlägt Germania Wismar mit 7:0
In unserem Bezirk fand am gestrigen Sonntag nur ein Ligaspiel statt und zwar kämpften in Lübeck LSV und Germania Wismar um die Punkte. Der Ausgang dieses Treffens ist für uns Oldesloer deshalb von besonderer Bedeutung, weil die Germanen-Elf am kommenden Sonntag in dem letzten Spiel gegen den OSV antreten muß und der Ausgang dieses Treffens ja darüber entscheiden wird, ob der OSV noch die Möglichkeit hat, den stolzen Titel eines Bezirksmeisters zu erlangen. Nach den Berichten, die aus Lübeck vorliegen, ist die Niederlage der Germanen von 0:7 nach dem Verlauf des Spiels entschieden zu hoch. LSV ist augenblicklich in einer ausgezeichneten Form, so daß auf keinen Fall das 0:7-Ergebnis die OSV-Mannschaft verleiten lassen sollte, die Wismaraner in ihrer Spielstärke zu unterschätzen. Das ist schon sehr häufig einer Mannschaft zum Verhängnis geworden und wir möchten daher an dieser Stelle die Blau-Weißen davor warnen, in einen solchen Fehler zu verfallen, zumal es am Sonntag um alles geht.

Wenn der OSV am Sonntag sein letztes Spiel gewinnt, kann man wohl annehmen, daß der Meistertitel gesichert ist, denn ob Adlero Neustadt gegen die beiden augenblicklich stärksten Lübecker Mannschaften LSV und LBV Phönix ohne Punktverlust davonkommen wird, muß man wohl bezweifeln. Auf alle Fälle wird der Exer am kommenden Sonntag einen Großkampf sehen, wie wir ihn in seiner Bedeutung in Oldesloe noch niemals gehabt haben.
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Freitag, 2. März 1934
OSV
Am kommenden Sonntag fällt auf unserem Bürgerpark die Entscheidung um die Meisterschaft. Das letzte Bezirksspiel der Serie des OSV gegen Germania Wismar bringt sehr wahrscheinlich die Entscheidung. Wird der OSV es schaffen Diese Frage hört man immer wieder in den Straßen unserer Stadt und auch in den Dörfern der Umgegend. Wohl nie ist hier einem Spiel mit soviel Interesse entgegengesehen worden wie dem sonntäglichen Spiel. Der Exer wird einen großen Tag haben. Wir erwarten von unseren Blau-Weißen, daß sie sich ihrer Aufgabe bewußt sind und sich die in diesem Jahre gebotene Chance nicht entgehen lassen. Der Platz ist abgesperrt.
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Samstag, 3. März 1934
Handball im MTV von 1862
Am morgigen Sonntag spielt die erste Mannschaft des Männerturnvereins von 1862 gegen den MTV Lübeck. Da die Hiesigen mit Ersatz antreten, werden sie alles daran setzen müssen, um den Sieg zu erringen. Die Oldesloer spielen in folgender Aufstellung: Wilrodt - Schmüser, Duscheleit - Wolf, Klueß, Mölnhof - Bollow, Stoffers, Rehm, Polinski, Junge.
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Sonntag, 4. März 1934
14. Punktspiel: Oldesloer SV - Germania Wismar 5:1 (4:0)
Der OSV ist Meister im Bezirk Lübeck-Mecklenburg. Die Würfel sind gefallen! Der OSV hat durch einen 5:1-Sieg die Meisterschaft errungen, denn während die Blau-Weißen auf dem Exer gegen Wismar kämpften und siegten, büßte Adlero Neustadt in Lübeck gegen LSV durch ein 2:2-Ergebnis den entscheidenden Punkt ein! Der OSV hat seine Punktzahl auf 21 erhöht; Adlero hat dagegen bis jetzt nur 18 Punkte. Selbst wenn das letzte Spiel Adlero noch zwei Punkte bringen sollte, woran wir sehr stark zweifeln, denn der Gegner ist LBV Phönix, so könnten sie im Höchstfalle nur 20 Punkte erreichen, während der OSV auf 21 gekommen ist.

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Wir beglückwünschen den OSV zu dem großen Erfolg und wünschen der Mannschaft in den weiteren Kämpfen, die sie gegen ganz andere Gegner führen werden, das Allerbeste.

Die Mannschaft hat sich die Meisterschaft schwer erkämpft. Nach einem unglücklichen Start gegen Eutin 08 in der ersten Serie wurde die Mannschaft allmählich besser, um gegen Schluß der ersten Serie wieder etwas nachzulassen. In Schwerin wurden beide Punkte gelassen und gegen den LSV wurde hier sehr glücklich gewonnen. Im zweiten Durchgang war unsere Elf nicht so beständig. Umstellungen wurden vorgenommen, die sich nicht immer bewährten. So mußte Phönix einen Punkt überlassen werden. Ganz groß zeigten sich die Blau-Weißen in dem entscheidenden Spiel gegen den VfL Schwerin. Am folgenden Sonntag kam der Rückschlag. In Neustadt wurde hoch verloren. Gegen Eutin wollte es auch nicht glücken. Im letzten Spiel ließen sich die Hiesigen aber nicht viel vormachen und landeten einen sicheren 5:1-Sieg.

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Der Exer hatte einen großen Tag. Unseren Blau-Weißen merkte man an, daß sie sich etwas vorgenommen hatten. Es wurde gleich mit aller Kraft gespielt und ehe Wismar richtig im Bilde war, hieß es schon 1:0. Ein Langschuß von Schweim landete im Netz. OSV bleibt weiterhin im Vorteil. Wismar leistete aufopfernden Widerstand, kann aber nicht verhindern, daß der OSV nach 15 Minuten ein weiteres Tor erzielt. Der Rechtsaußen Kock drückt eine schöne weiche Flanke von Drews ein. Wismar beschränkt sich auf Durchbrüche, die aber stets gefährlich sind. Der OSV kommt immer mehr ins Spiel, kann aber vorläufig außer verschiedene Ecken nichts erreichen. Erst zehn Minuten vor Halbzeit fällt das dritte Tor für den OSV. Kock läuft mit einer Vorlage aufs Tor, eine kurze Abgabe an Stäcker und der Rest ist besorgt. Unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff fällt das vierte Tor. Der Linksaußen Drews umgeht zwei Mann und schießt flach in die Ecke. Halbzeit 4:0 für den OSV.

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Nach der Pause erwartete man allgemein eine hohe Niederlage der Germanen. Der OSV verstand es aber nicht, die gebotenen Chancen auszunutzen. Wismar läßt merklich nach, gleichzeitig aber auch die Hiesigen. Das Spiel ist endgültig entschieden, als Drews einen Strafstoß aus 20 Metern in die äußerste Ecke jagt. 5:0. Das Spiel flaut ab. Wismar gibt sich geschlagen, während der OSV verhalten spielt. Bei einem Durchbruch erzielt Germania durch den Rechtsaußen mit scharfem Schuß das Ehrentor. An diesem Ergebnis ändert sich nichts mehr.
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Oldesloer SV: Georg Grantz - Karl Wolherr, Gustav Lüthje - Walter Lindemeier, Helmut Schweim, Grote - Kock, Helmut Krohn, Wilhelm Stäcker, Willy Schlüter, Paul Drews.
Tore: 1:0 Schweim, 2:0 Kock (15.), 3:0 Stäcker (35.), 4:0 Paul Drews, 5:0 Paul Drews, 5:1

Sonntag, 4. März 1934
Handball auf dem Exer
Die erste Mannschaft des hiesigen MTV von 1862 konnte einen überraschend hohen Sieg von 12:1 über den mit nur neun Mann antretenden MTV Lübeck erringen. Obwohl die Hiesigen auch nur mit zehn Mann spielten, waren sie den Lübeckern während des ganzen Spiels weit überlegen. Die Neuaufstellung des Oldesloer Angriffs klappte vorzüglich. Der zum ersten Male in der Mannschaft mitspielende Halblinke Schröder konnte allein sieben Tore für sich buchen, während die übrigen fünf auf den Mittelstürmer und den Rechtsaußen entfielen.
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Sonntag, 11. März 1934
OSV II gegen Lübecker SV II 3:1 (1:0)
Der Sonntag brachte nur zwei Spiele des OSV auf dem Exer. Um 3 Uhr spielte OSV II gegen LSV II. Die Lübecker traten nur mit neun Mann an, waren aber bedeutend eifriger als die Blau-Weißen und gestalteten das Spiel immer offen. Bis zur Halbzeit erzielte der OSV ein Tor. LSV glich aus, mußte sich aber letzten Endes 3:1 geschlagen bekennen. Die Leistungen des OSV konnten nicht befriedigen.
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Sonntag, 11. März 1934
OSV Knaben gegen Lübecker SV 4:2 (1:1)
Unsere Knaben scheinen die Schwächeperiode überwunden zu haben. Es wurde ein sehr gutes Spiel vorgeführt. Nur so weitermachen, dann braucht der OSV um seinen Spielernachwuchs nicht bange zu sein. Halbzeit 1:1. Nach der Pause war der OSV leicht überlegen. Einige hübsche Angriffe brachten den LSV mit 4:1 in Führung. Gegen Schluß kam der LSV dann zum zweiten Tor.
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Sonntag, 11. März 1934
Geländespiel
Die Hitlerjugend vom Standort Oldesloe war zu einem Geländespiel gegen die Gefolgschaften Trittau und Mollhagen nach Eichede ausmarschiert. Morgens um 6.30 Uhr wurde auf dem Marktplatz angetreten. Eine Schar von etwa 30 Jugendgenossen machte gleichzeitig einen Übungsmarsch mit 15 Pfund Gepäck. Mit klingendem Spiel verließen wir Oldesloe. Der Weg führte über Pölitz, Barkhorst, weiter nach Eichede. Unsere Marschlieder durchdröhnten unterwegs die ländliche Stille. Gegen 9 Uhr trafen wir in Eichede ein. Überall lugten neugierige Gesichter heraus. Am Dorfplatz angelangt, ertönte das Kommando "Abteilung halt!" und alles stand dann wie am Schnürchen.

Nun wurde eine große Marschpause gemacht. Inzwischen war das Gelände von den einzelnen Führern besprochen worden. Sodann hieß es angetreten und es wurden Einteilungen gemacht, und zwar in Späh- und Sturmtrupps. Unsere Aufgabe war nun den Wald zwischen Mollhagen und Eichede zu durchbrechen. Wir griffen die beiden äußersten Flügel an und kamen durch. Als wir auf der entgegengesetzten Seite des Waldes angelangt waren, hatten wir unsere Aufgabe gelöst. Kurz nach Mittag traten wir unseren Marsch nach Mollhagen an, wo wir unser Mittagessen haben sollten. Es folgte erst noch ein Marsch durch das Dorf mit flatternden Fahnen. Nach dem Marsch begaben wir und in den Gasthof von Karl Gayken. Hier mundete uns allen eine kräftige Erbsensuppe mit großen Fleischstücken drin, die vom BdM sorgfältig zubereitet worrden war.

Nach einer kurzen Erholungspause traten wir unsern Rückmarsch an. Es ging wieder über Barkhorst und Pölitz. Der Marsch, der erhebliche Zeit in Anspruch nahm, erforderte mit seinen Strapazen alle Kräfte. In Pölitz zeigte sich als Sozialist der Tat der Meiereibesitzer Westphal, indem er über 140 Hitlerjungen mit 40 Litern guter Buttermilch bewirtete, wofür wir ihm noch danken. In forschem Tempo näherten wir uns jetzt unserm Heimatort. Mit Marschmusik und Liedern zogen wir in Oldesloe ein. Der Marsch endete auf dem Marktplatz, wo "weggetreten" wurde. Trotz des anstrengenden Marsches war die Stimmung ausgezeichnet.
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Samstag, 24. März 1934
Osterspiele des OSV
Wie wir erfahren, hat der OSV ein umfangreiches Osterprgramm vorgesehen. Für die Liga ist der bekannte Sportklub Komet Hamburg als Gegener verpflichtet worden. Außerdem kommen nach hier: zwei Knabenmannschaften von Union Teutonia Kiel und die erste Jugendmannschaft von St. Georg Hamburg. Die Hockeyabteilung hat sogar Bremer Gäste.
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Montag, 26. März 1934
Der Pflege des Bürgerparks wird von seiten der Stadtverwaltung in diesem Jahre ganz besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Dem Spaziergänger zeigt der Park ein vollständig neues Gesicht. Die letzten Lindenbäume um die Laufbahn sind gekappt und gestatten jetzt einen freien Überblick über die Trave nach der Drews'schen Koppel, wobei der ganze Exer noch besonders zur Geltung kommt. Im Park selbst haben ein Teil der Wege recht wirkungsvoll Naturgeländer erhalten. Die Tannenbestände sind kräftig gelichtet, teilweise durch Neuanpflanzungen verjüngt.

Recht lauschig angelegte Ausruhplätze laden in ihrer geschmackvollen und doch der Waldnatur angepaßten Herstellungsweise direkt zur beschaulichen Ruhe ein. Ganz besonders reizend ist eine Schutz- und Aussichtshütte am Ende des Parks aufgebaut, die aus Tannenholz hergestellt ein dickes Strohdach als Haube trägt. Von da aus überblickt der Naturfreund das malerisch schön gelegene Travetal, das in der Ferne von den Bergen und Waldungen bei Fresenburg und Nütschau begrenzt wird. Dieser Punkt ist unstreitig einer der schönsten Aussichtsplätze der städtischen Umgegend und wird ganz sicher viele Fremde anlocken. Von diesem Aussichtspunkt führt weiter ein wohl instandgesetzter Promenadenweg unmittelbar ins Travetal hinunter bis an die Trave selbst. Im Hellgrund, überhaupt überall im Park, sind die Wege von tadelloser Beschaffenheit und Sauberkeit. Alle Böschungen sind neu befestigt.

Nun kommt die bedauerliche Kehrseite. Man sollte es kaum glauben und doch ist es leider Tatsache, daß es so unvernünftige Leute gibt, die rücksichtlos über die frisch angelegten Rasenflächen oder noch nicht festbewachsene Böschungen hinweglaufen und die Anlagen dadurch beschädigen. Weiter muß stark bemängelt werden, daß die Besitzer von Hunden diese in den noch nicht genügend festen Anlagen umherlaufen lassen, wo diese dann durch Kratzen und Wühlen in den glatten Flächen recht viel Schaden anrichten.

Auch die Kinder müssen mehr angehalten werden, nur die Fußwege zu benutzen. Zum Spielen ist der Exer groß genug und für die ganz Kleinen ist der Spielplatz am Eingang zum Exer von der Schützenstraße mit seiner großen Spielsandkiste geradezu als ideal zu bezeichnen. Die Stadtverwaltung hat es mit Recht vermieden, die entsprechenden Warnungs- und Verbotstafeln aufzustellen. Sie rechnet aber auch auf die Mitarbeit der Einwohnerschaft an der Erhaltung des Schönen und Guten.

Jeder Besucher des Bürgerparks sollte das Gefühl haben, den Bürgerpark in seiner Gesamtheit so zu behandeln, als ob es sein Eigentuim sei. Ganz besonders erfreulich ist es, daß die Bepflanzung der Bürgermeisterinsel in diesen Tagen vervollständigt wird, wodurch der Eingang zum Exer von der inneren Stadt aus einen besonders einladenden Eindruck machen wird.
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Montag, 26. März 1934
Die Suche nach dem "unbekannten Sportsmann"
Leichtathleten und Radfahrer am 15. April an die Front! Nach den Bekanntgaben des Reichsportführers ist der 15. April der erste Sonntag, an dem nach dem "unbekannten Sportsmann" gesucht werden soll. In allen deutschen Gauen wird bei den Langstreckenläufern und Radfahrern der Anfang gemacht. Der "Tag der Langstreckler" kommt mit folgenden Wettbewerben: 10-Kilometer-Laufen und 20-Kilometer-Gehen. Auf dem Programm der Radfahrer steht ein 100-Kilometer-Straßenfahren. Wer kann an den Wettbewerben teilnehmen Jeder, der will! Also alles, was Sport treibt, gleichgültig, ob in der SA, SS, in einem Sportverband, in einem Verein oder überhaupt nicht sportlich organisiert. Jeder deutsche Jungmann kann seine Meldung abgeben. Wer allerdings in einem öffentlich ausgeschriebenen Wettbewerb früher siegreich gewesen ist, soll nicht teilnehmen, denn es gilt ja, den "unbekannten Sportsmann" zu entdecken. Jeder, der sich körperlich für diese Leistungsprüfung geeignet fühlt, sollte teilnehmen. Sieger und qualifizierte Bewerber erhalten vom Reichssportführer eine Auszeichnung und das Recht, sich in den Nachwuchslehrgängen der beiden Sportarten zu beteiligen.
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Samstag, 31. März 1934
OSV gegen Komet Hamburg
Nachdem sich die Verhandlungen mit den Vereinen Union und Polizei Hamburg wegen der für unsere Verhältnisse zu hohen Forderungen dieser Vereine zerschlagen hatten, ist es dem OSV doch noch gelungen, eine weit über Hamburgs Grenzen bekannte Hamburger Mannschaft nach hier zu verpflichten. Die von "Charly" Pohl trainierte Elf des Sportklubs Komet Hamburg ist der Gegner des OSV für den ersten Ostertag.

Die Kometen waren bereits einmal hier und verloren nach äußerst interessantem, rassigem Spiel 5:6. Im Rückspiel in Hamburg wurde der OSV mit 0:6 hineingelegt. Die Kometen sind jetzt wieder in guter Form, wie die letzten Spiele zeigen. Der Wandsbeker Fußballklub wurde 2:0 geschlagen und am Sonntag vorher wurde der voraussichtliche Meister der Hammonia-Staffel, Borussia Harburg, einwandfrei 4:1 besiegt. Die Kometen besitzen ihre besten Spieler in dem Verteidiger Kölzer und dem Mittelläufer Tabel. Einige weitere Ergebnisse der Spiele des Sportklubs Komet aus letzter Zeit: Gegen St. Georg wurde 5:1 und gegen Rothenburgsort 4:1 gewonnen. Gegen den HSV ging das Spiel 1:3 verloren nach gleichwertigem Spiel.

Wie die Ergebnisse zeigen, verfügt die Mannschaft der Kometen über gutes solides Können und dürfte ein guter Prüfstein für den OSV für die weiteren Aufstiegsspiele sein. Die Leitung des Spieles liegt bei dem bekannten Hamburger Schiedsrichter Kölling in guten Händen.
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Samstag, 31. März 1934
Am ersten Ostertage: Bremer Hockeyspieler in Oldesloe
Ostern 1933 weilte die OSV-Hockeyabteilung als Gast des Weser Hockey-Clubs in der alten schönen Hansestadt Bremen und verlebte dort zwei unvergeßliche Tage. Die Mannschaft wurde von den Bremern aufs freundschaftslichste untergebracht und bewirtet. In dem schönen Weser-Stadion lieferten sich beide Mannschaften einen fast ausgeglichenen Kampf, den die Bremer durch ihre größere Spielerfahrung 2:1 gewannen.

Der Weser Hockey-Club ist nun gerne der Einladung zu einem Gegenbesuch gefolgt und trifft bereits am heutigen Samstag hier ein, um als Gast der hiesigen Hockeyabteilung die beiden Ostertage in unserer Travestadt Oldesloe zu verbringen. Der Verein hat es sich selbstverständlich zur Pflicht gemacht, den Gästen ebenfalls zwei schöne Tage zu bereiten. Alle Bremer werden in Privatquartieren untergebracht und verpflegt und es werden keine Mittel gescheut, den Gästen ihren Aufenthalt in Oldesloe so angenehm wie nur möglich zuu machen.

Das Spiel dieser beiden Mannschaften findet am ersten Ostertage vor dem Ligaspiel statt. Folgende Elf wird die blau-weißen Farben des OSV vertreten: Dührkop - Knuth, Juschka - Stechel, Rath, Bendixen - Pöhls, Pochat, Pfeiffer, Utpadel, Vogler. Am zweiten Ostertage fahren beide Mannschaften nach Lübeck, um dort gegen den LBV Phönix anzutreten. Die Bremer spielen gegen die erste und der OSV gegen die zweite Garnitur des LBV Phönix. Anschließend findet unter Führung der Phönixer ein gemeinsamer Rundgang durch Lübeck statt. Wir wünschen der Hockeyabteilung des OSV ein gutes Gelingen und Abschneiden und den Bremer Gästen ein herzliches Willkommen!
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