Spielserie 1940 - 41
Teil 2

Freitag, 27. Sept. 1940
Friedrich Bölck tödlich verunglückt

Sonntag, 20. Okt. 1940
VfL Oldesloe - Phönix Lübeck 1:2 (1:1)
Tore: 1:0, 1:1 Wilk, 1:2 Rumohr

Samstag, 2. Nov. 1940
Besuch beim Bund Deutscher Mädel in der Turnhalle der Horst-Wessel-Schule
Die großartigen Erfolge der deutschen Wehrmacht wären gewiß nicht in dem Maße möglich gewesen, wenn nicht schon im Frieden alles in die Wege geleitet worden wäre, die deutsche Jugend auch schon körperlich zu ertüchtigen. Und nicht allein die in der Hitlerjugend zusammengeschlossene männliche Jugend wurde mit allen Sportarten vertraut gemacht, auch im BdM und bei den Jungmädeln wurde in jeder Hinsicht dafür Sorge getragen, die schon in der Schule geförderten regelmäßigen Leibesübungen weiter fortzusetzen. Überall arbeiten Sportwartinnen daran, die Mädchen in regelmäßigen Übungen immer mehr zu schulen, damit die Mütter von morgen ihrer großen Aufgabe als Trägerinnen und Hüterinnen des besten Gutes der Nation auch gewachsen sind.
STZ

Sonntag, 3. Nov. 1940
BLM - VfL Oldesloe 5:3 (4:1)

Dienstag, 3. Dez. 1940
Von unserem Bürgerpark ist einmal erwähnenswert festzustellen, daß auch hier trotz der Einschränkungen durch den Krieg die laufenden Ordnungs- und Unterhaltungsarbeiten weitergehen. Ungeachtet seiner Jahre hat sich dafür in erster Linie unser früherer Schulhausmeister Konrad Eggers, jetzt bald 75jährig und eigentlich in wohlverdienter Ruhe befindlich, seit etwa Jahresfrist wieder zur Verfügung gestellt; oblag ihm doch schon einmal während der Jahre 1927 bis 1933 die Betreuung des Bürgerparks. Für die gleiche Aufgabe stellte sich auch mit ihm der Arbeitsveteran Wilhelm Behrens (71jährig) in den öffentlichen und gemeinnützigen Dienst. Die Tatsache, daß beide Arbeitsveteranen nicht nur fleißig für Ordnung und Sauberkeit in unserem schmucken Bürgerpark sorgen, sondern darüber hinaus noch Verbesserungs- und Gestaltungsarbeiten übernehmen, sei hier besonders vermerkt und öffentlich anerkannt.
STZ

Montag, 16. Dez. 1940
Vereine haften für Freihaltung der Spielfelder
Einige Zwischenfälle, die sich in der letzten Zeit bei den Fußball-Meisterschaftsspielen ereignet haben, sind sofort mit einer Platzsperre geahndet worden. Es wird allgemein begrüßt werden, wenn von den zuständigen Sportbereichen mit aller Schärfe eingegriffen wird, sobald durch andere Vorkommnisse Weiterungen entstehen, die mit einem entschlossenen Eingreifen hätten unterbunden werden können. Die Vereine haften für die Freihaltung der Spielfelder, und, wenn der Ordnungsdienst nicht durchgreift, dann haben die Platzvereine auch die Folgen zu tragen. Es liegt eine Anordnung des Reichsamtsleiters vor, in der es den Vereinen zur Pflicht gemacht wird, durch alle berechtigten Personen - Vereinsführer, Platzwarte und Spielordner - das Eingreifen am Spiel Unbeteiligter durch entsprechende Maßnahmen unmöglich zu machen. In der Anordnung wird weiter gesagt, daß jede sich am Spielfeldrand aufhaltende Zivilperson in den Zuschauerraum zu verweisen ist. Nun kann immer wieder beobachtet werden, daß hinter den Toren oder an anderen Stellen Verstöße gegen diese Bestimmung festzustellen sind. Allen Vereinen kann in ihrem eigenen Interesse nur dringend geraten werden, die vorliegenden Bestimmungen für einen Ordnungsdienst zu beachten, um Übergriffe einzelner Fanatiker vorzubeugen und die dann unausbleiblich eintretenden Folgen für den Verein zu vermeiden.
STZ