Spielserie 1942 - 43
Teil 1

 

 

Donnerstag, 9. Juli 1942
Im ganze Reiche Volksturntag
Auf Anordnung des Reichssportführers wird in der Zeit von Ende August bis Mitte September als überfachliches Familienfest der deutschen Leibesübungen der Volksturntag durchgeführt. Er findet grundsätzlich auf dem Lande, in den Dörfern und den Kleinstädten statt, nicht dagegen in Großstädten. Er wird ausgefüllt mit Wettkämpfen einfachster Art, Volkstänzen und Spielen. Als Siegerauszeichnung gibt es ein frisches Eichenlaub. Für die Durchführung des Volksturntages sind jetzt die näheren Anordnungen ergangen.
OL

Mittwoch, 15. Juli 1942
Der Verein für Leibesübungen Oldesloe e.V. begeht im Herbst dieses Jahres ein zweifaches Jubiläum. Vor 70 Jahren wurde der Grundstock zum Turnen mit dem Männerturnverein von 1862 gelegt und vor 40 Jahren der FC Teutonia gegründet. Gleichzeitig wurde damit der Fußballsport in Bad Oldesloe eingeführt. Die Vereinsleitung beabsichtigt, aus diesem Anlaß im Herbst eine Sportwoche durchzuführen. Nach den Sommerferien soll auch das Kleinkinderturnen im Übungsbetrieb des Vereins aufgenommen werden.
STZ

Samstag, 18. Juli 1942
Morgen abend: VfL Oldesloe gegen Eutin 08
Am Sonntagabend um 19 Uhr treten die Eutiner auf dem Exer zum Rückspiel gegen den VfL an. Das erste Treffen gewannen die Hiesigen (am 25. Mai 1942, d.Verf.) in Eutin 5:4. Es kann auch diesmal mit einem spannenden Kampf gerechnet werden. Wenn nur der Wettergott guter Laune ist!
OL

Sonntag, 19. Juli 1942
VfL Oldesloe gegen Eutin 08 9:3 (3:1)
Vor zahlreichen Fußballbegeisterten konnte das Rückspiel des VfL gegen Eutin 08 zu einem vollen Erfolg gestaltet werden. Während des ganzen Spiels hatten die Hiesigen das Geschehen fest in der Hand. Die Tore des Gegners entsprangen lediglich aus einigen Durchbrüchen, die zweimal der sehr gut spielende Halbrechte Eutins kaltblütig ausnutzte und unhaltbar einschoß. Bei den Oldesloern überragte Urlauber Dorn, der immer wieder meisterhaft seine Stürmer ins Spiel brachte und darüber hinaus einige Angriffe durch wahre Prachtschüsse erfolgreich abschloß. Petersen ist als Mittelstürmer der alte Torjäger geblieben und auch Fahl lieferte diesmal ein gutes Spiel.

Von Beginn an lag der Schwerpunkt des Kampfes in der Eutiner Hälfte. Den von Dorn aus der Luft verwandelten ersten Treffer konnten die Gäste wenig später ausgleichen. Angriff auf Angriff rollte dann gegen das Eutiner Tor. Zeitweilig mußte der Gegner sechs bis sieben Mann in den Strafraum zurückziehen, um sich dann durch weite Schläge der Verteidiger vorübergehend Luft zu verschaffen. Eine kurze Angriffsperiode konnten die Eutiner nicht in Toren ausdrücken. Von nun an wechselten sich Petersen und Dorn im Torschuß ab, insgesamt trafen sie achtmal ins Schwarze. Auf beiden Seiten wurde kameradschaftlich und fair gespielt, so daß Schiedsrichter Fahl ein leichtes Amt hatte.
OL

VfL Oldesloe (Ankündigung): Lorkowski - Lange, Ernst Kostbade - Knickrehm, Egon Jack, Bott - Barkmann, Fahl, Petersen, Herbert Dorn, Dwenger

Sonntag, 19. Juli 1942
Hamburg - Nordmark in Oldesloe
Montag, 20. Juli 1942
Geesthacht bleibt bei Hamburg
Die Frage, wo künftig diejenigen Vereine spielen, die zwar zum Gau Schleswig-Holstein gehören, aber bisher in der Hamburger Kreisklasse spielten (Geesthacht, Wedel, Holsatia Elmshorn usw.), ist nun dahin entschieden worden, daß diese Vereine während des Krieges weiter in der Hamburger Kreisklasse spielen.
STZ

Dienstag, 21. Juli 1942
Kleine Staffel in Mecklenburg
Durch die Schaffung einer eigenen Gauklasse Schleswig-Holstein mit zehn Mannschaften bleibt der Sportgau Mecklenburg selbständig. Die Fußball-Gauklasse wird nach den neuesten Meldungen eine Staffel von sechs bis acht Gemeinschaften umfassen, die vom WSV Schwerin, dem Meister LSV Rerik und der TSG Rostock angeführt werden. Vor Beginn der Spiele um die Deutsche Meisterschaft spielen die Gaumeister von Schleswig-Holstein und Mecklenburg den Vertreter um die Deutsche Meisterschaft aus.
STZ

Donnerstag, 23. Juli 1942
Heute abend: Fußballtraining des VfL für Jugend A und B um 19.45 Uhr
Leitung: Herbert Dorn. Jeder Fußballspieler wird gebeten, pünktlich zu erscheinen.
OL

Samstag, 25. Juli 1942
VfL Oldesloe gegen Ahrensburg
Die Jugend A 1 des VfL fährt morgen nach Ahrensburg. Wer vor einigen Wochen das 3:3-Unentschieden auf dem Exer miterlebt hat, der weiß, daß es auch diesmal wieder hart auf hart gehen wird, zumal dem VfL Lange und Witt nicht zur Verfügung stehen. Abfahrt mit der Bahn 13.47 Uhr. - Um 14 Uhr spielt auf dem Exer die Jugend A 2 gegen Eichede. Auch dies dürfte ein spannender Kampf werden.
OL

Sonntag, 26. Juli 1942
Sportklub Ahrensburg gegen VfL Oldesloe Jugend A 1 4:9 (1:4)
Bei herrlichem Wetter trug der VfL auf dem Stormarnplatz in Ahrensburg das Rückspiel gegen den alten Rivalen aus. Der hohe Sieg der Oldesloer gibt dem Spielverlauf jedoch ein falsches Bild. Wenn die Oldesloer diesmal neun Tore schießen konnten, so ist das der schlechten Ahrensburger Verteidigung zuzuschreiben. Läuferreihe und Sturm arbeiteten gut zusammen, nur der krönende Abschluß fehlte und außerdem hatte Lübcke einen guten Tag erwischt. Der VfL fühlte sich schon bald nach Beginn mit klarer Führung in Sicherheit und gab sich dann nicht mehr voll aus. In der zweiten Hälfte war das Spiel vollkommen ausgeglichen, wie es auch die Torquote von 5:3 beweist.

Tore: Gerken (5), Dwenger (2), Saußen, Fahl. -
Auf dem Exer schlug die Jugend A 2 des VfL Eichede sicher mit 6:0.
OL

VfL Oldesloe Jugend A 1: Lübcke - Egon Jack, Ernst Kostbade - Chrosch, Schmidt, Knickrehm - Meyer, Gerken, Saußen, Fahl, Dwenger

Sonntag, 26. Juli 1942
Einem Herzschlag erlegen
Der Reichsbahninspektor Karl Fischer aus Schönberg in Mecklenburg erlitt gegen 9 Uhr auf dem Bahnhof Bad Oldesloe einen Herzschlag und brach beim Besteigen (Umsteigen) des Zuges nach Bad Segeberg auf Bahnsteig 3 tot zusammen. Offenbar hatte Fischer zuviel und vor allem zu schweres Gepäck bei sich, mit dem er sich, um den Anschlußzug nach Segeberg zu bekommen, zu sehr überanstrengte. Fischer ist auch der Oldesloer Bevölkerung keine unbekannte Persönlichkeit.

Von 1912 bis 1926 war Fischer auf dem Bahnhof Bad Oldesloe tätig und erhielt dann seine Versetzung nach Niendorf an der Ostsee. Während seiner Tätigkeit in Bad Oldesloe machte er sich hier sehr um sportliche Belange verdient und war jahrelang Leiter des früheren Männerturnvereins. Unter seinen Sportkameraden war er sehr beliebt und erfreute sich auch sonst allgemeiner Beliebtheit, sowohl auf seinem Arbeitsplatz auf dem Bahnhof als auch in der Öffentlichkeit. In nicht ganz vollendetem 54. Lebensjahr setzte der Tod dem Leben dieses strebsamen Menschen ein plötzliches Ende.
OL

Dienstag, 28. Juli 1942
Schleswig-Holsteins Gauklasse steht
Programmgemäß wurden in Schleswig-Holstein die Aufstiegsspiele zur neuen Gauklasse abgeschlossen. Der Kampf um die drei letzten Plätze der Zehnerstaffel wurde zugunsten von Ellerbek-Kiel, Reichsbahn Neumünster und Comet Kiel entschieden, die am 16. Aug. die neue Serie mit den übrigen Mannschaften der Klasse Holstein Kiel, Kilia Kiel, Orpo Lübeck, Fortuna Glückstadt, Borussia Kiel, Friedrichsort-Kiel und Phönix Lübeck aufnehmen werden.
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Donnerstag, 30. Juli 1942
Schiedsrichter spielen Fußball
Am kommenden Samstag betätigen sich Lübecks Fußballschiedsrichter wieder einmal als aktive Spieler. Es sind zwei Mannschaften aufgestellt worden. Die Älteren spielen um 18 gegen Reichsbahn II, die Jüngeren um 19 Uhr gegen eine kombinierte Mannschaft des LBV Phönix auf dem Flugplatz an der Travemünder Allee. Nach dem Spiel kameradschaftliches Beisammensein im Haus des Kleinbootvereins unterhalb der Dorotheenstraße.
STZ

Samstag, 1. Aug. 1942
Bann Stormarn (185) gegen Bann Lauenburg (463)
Die Fußballauswahlmannschaft des Bannes 185 fährt morgen nach Geesthacht, um dort einen Vergleichskampf gegen den Bann 463 auszutragen. Um einen kleinen Anhalt über die Spielstärke der Lauenburger anzugeben, sei erwähnt, daß der morgige Gastgeber in der Vorrunde um die Gebietsmeisterschaft gegen Pinneberg-Elmshorn 0:6 unterlag. In der Stormarner Elf finden wir diesmal neun Oldesloe.
OL

Samstag, 1. Aug. 1942
Beide Schiedsrichtermannschaften siegreich
Den spielfreien Samstag benutzten die Pfeifenmänner, um sich wieder einmal als Spieler zu betätigen. Naturgemäß haben diejenigen, die sich als Idealisten Sonntag für Sonntag als Schiedsrichter zur Verfügung stellen, selten Gelegenheit, selbst das Leder zu treten, noch seltener, dieses einmal mit den Schiedsrichterkameraden zusammen zu tun, weil im allgemeinen der eine hier, der andere dort zu leiten hat. Wenn sich dann einmal eine Gelegenheit, wie am Samstag, bietet, dann ist auch etwas "los", natürlich auch bei dem üblichen abschließenden gemütlichen Teil.

Die B-Mannschaft begann bereits um 18 Uhr mit dem Spiel gegen Reichsbahn II. Das Spiel stand bis kurz vor dem Seitenwechsel 0:0. Erst jetzt gelang Meyer (Moisling) das Führungstor für die Pfeifengilde, doch glich die Reichsbahn sofort durch den Halbrechten aus. Nach dem Wechsel setzte sich die größere Spielerfahrung der schwarzen Männer durch. Bergerhausen (Dornier) und wiederum Meyer erhöhten auf 3:1. Kurz vor Schluß konnte Reichsbahn auf 3:2 mildern.

Die A-Mannschaft der Schiedsrichter begann gleich in höchstem Tempo und brachte die Phönix-Hintermannschaft häufig ins Wanken. Der beste Stürmer, Paul Schanze (Reichsbahn), wirbelte die Verteidigung immer wieder durcheinander. Erst nach einer 3:0-Führung der Schiedsrichter konnten die "Adler" auf 3:1 verbessern und nach der Pause sogar auf 3:2 herankommen (Bombenschuß von Baumann). Durch zwei weitere Tore stellten die Schiedsrichter ihren verdienten Sieg sicher. Leider zog sich der Torwart der Schiedsrichtermannschaft, Kempke von Schwarz-Weiß, eine Rippenverletzung zu, die ihn zum Ausscheiden zwang. Peter Calm (Post), sonst Verteidiger spielend, vertrat ihn gut. Leider wird Kempke nun länger aussetzen müssen und auch gegen Moisling nicht mitwirken können.

Die Schiedsrichter haben einmal mehr bewiesen, daß sie nicht nur pfeifen und kritisieren können, sondern auch in der Praxis zu spielen verstehen. Und das ist das Wichtigste: Die Schiedsrichter müssen möglichst oft spielen, um aus der Praxis für die Praxis zu schöpfen.
STZ

Schiedsrichter B-Mannschaft (Ankündigung): Gäde (Schwarz-Weiß) - Süfke, Fürst - Rist, Lüneburg (LSV Gut Heil), Breyer (LSV Gut Heil) - Meyer, Klaffs (Dornier), Kirchner, Bergerhausen (Dornier), Laudorn.

Schiedsrichter A-Mannschaft (Ankündigung): Kempke (Schwarz-Weiß) - Mardfeldt (Dräger), Calm (Post SV) - Weber, Hess (LBV Phönix), Derlin - Stollewerk, Frohn, Meier (Moisling), Schanze (Reichsbahn), Runau

Sonntag, 2. Aug. 1942
Bann Lauenburg gegen Bann Stormarn 2:2 (1:2)
Nach einer überaus anstrengenden Bahnfahrt trat die Bannmannschaft Stormarn (185) in Geesthacht gegen den Bann Lauenburg (463) an. Das ganze Spiel war mit einer ungewöhnlichen Härte verbunden, oft sogar wurden die Grenzen des Erlaubten überschritten. So kam nie ein flüssiges Kombinationsspiel in Gang, der harte körperliche Einsatz der Lauenburger ließ dies einfach nicht zu. Dem ersten Treffer der Gastgeber folgten zwei herrliche Tore von Gerken und Dwenger. Dann beschränkten sich die Stormarner vorwiegend auf die Abwehr, bis aus unglücklicher Stellung kurz vor Schluß der Ausgleich fiel. Als bester Stormarner muß diesmal Torwart Lübcke bezeichnet werden, der oft Retter in höchster Not war.
OL

Bann Stormarn (Ankündigung): Lübcke - Lange, Ernst Kostbade - Witt, Egon Jack, Bott - Barkmann, Fahl, Gerken, Redöhl, Dwenger

Montag, 3. Aug. 1942
Von den Fußball-Kreisgruppenklassen hat die Lübecker Staffel die Bezeichnung "Gruppe Ost" erhalten
Dieser gehören an:

  • LSV Travemünde
  • Post Lübeck
  • LSV Großenbrode
  • BLM, LSV Gut Heil
  • MTV Travemünde
  • Schwarz-Weiß Lübeck
  • Jahn Kücknitz
  • Flender Lübeck
  • LSV Hubertus
  • Der aufstiegsberechtigte Meister der bisherigen Kreisklasse, der HSV Putlos, hat sich nicht gemeldet.

Gruppe Nord

  • VfB Kiel
  • Post Kiel
  • Kronsburg
  • Brunswik
  • Germaniawerft
  • TVA Eckernförde
  • Eckernförder SV,
  • Flensburg 08
  • Neumünster 1910
  • Land und See
  • Rendsburger TSV

Gruppe West

  • TSG Gaarden
  • Eintracht Kiel
  • UT Kiel
  • LSV Holtenau
  • Olympia Neumünster
  • Marinefunkstelle Neumünster
  • Husum 18
  • LSV Schleswig
  • Heider SV
  • LSV Hörnum

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Samstag, 8. Aug. 1942
Morgen: VfL Oldesloe gegen Rasensport Todendorf.
Am morgigen Sonntag spielt um 14 Uhr die VfL Jugend A 2 gegen Rasensport Todendorf. Alle Spieler sind um 13.45 Uhr auf dem Exer.
OL

Sonntag, 9. Aug. 1942
VfL Oldesloe Jugend A 2 gegen VfR Todendorf 6:1 (2:1)
Obige Mannschaften standen sich in einem Gesellschaftsspiel gegenüber. Nach verteiltem Spiel gingen die Oldesloer bis zur Halbzeit mit 2:1 in Führung. Nach der Pause wurde das Spiel lebhafter und der VfL konnte noch weitere vier Tore erzielen, so daß es mit dem Schlußpfiff 6:1 für den VfL stand. Das Spiel zeigte, daß unsere Jugendmannschaft noch viel lernen muß.
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VfL Oldesloe Jugend A 2 (Ankündigung): Clasen - Jenny, Ernst Kostbade - Chrosch, Witt, Knuth - Schüthe, Schulz, Gerken, Schop, Hamer - Ersatz: Dorn, Löbsack

Donnerstag, 13. Aug. 1942
Mecklenburgs Gauklasse steht
Nun hat auch der Sportgau Mecklenburg seine Fußball-Gauklasse aufgestellt. Acht Mannschaften sind in der Klasse vereint, und zwar

  • Wehrmacht SV Schwerin
  • TSG Rostock
  • NTSK Rostock
  • MTSV Wismar
  • sowie die fünf Luftwaffen-Sportvereine Rechlin, Neubrandenburg, Neustadt-Glewe und Rerik

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Samstag, 15. Aug. 1942
Achtung, Zuschauer!
Wenn Spiele wegen technischer Störung abgebrochen werden, so werden diese in jedem Falle neu angesetzt. Weitergespielt wird nicht. Verlaßt also bei Abbruch eines Spiels unaufgefordert die Sportplätze und bereitet den Vereinen keine unnötigen Schwierigkeiten.
STZ

Sonntag, 16. Aug. 1942
Bannvergleichskampf in Neumünster
In Neumünster fand ein Bannvergleichskampf zwischen den Bannen Lauenburg, Neumünster, Schleswig, Steinburg und Stormarn statt. Während die Mädel mit einem schönen Sieg nach Hause kamen, mußten sich die Jungen mit dem dritten Platz hinter Neumünster und Lauenburg begnügen. Bemerkenswert ist der 800-Meter-Sieg von Knuth über den Gebietsmeister, ferner der Diskussieg von Lüdemann und der Doppelsieg im 100-Meter-Lauf der HJ-Klasse B von Micheel und Langerfeld. Weitere zweite und dritte Siege konnten errungen werden, aber es langte doch nur zum dritten Platz, da unsere Mannschaft in einigen Übungen ersatzgeschwächt an den Start ging.
OL

Montag, 17. Aug. 1942
Gerhard Hormann gefallen

Freitag, 21. Aug. 1942
Bei einem Flugzeugabsturz sind General Freiherr von Gablenz, Amtschef im Reichsluftfahrtsministerium und Vorstandsmitglied der Deutschen Lufthansa, und Ministerialdirektor Professor Dr. Karl Krümmel, Amtschef im Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, sowie der Bordfunker Oberfeldwebel Klaer tödlich verunglückt.

Der jähe Tod von Professor Dr. Krümmel ist für den deutschen Sport ein herber Verlust. Frühzeitig fand der damalige junge Münchener Student den Weg zum Sport, und seine besondere Liebe gehörte der Leichtathletik. Seine sportliche Laufbahn krönte Karl Krümmel mit dem Sieg in der deutschen 5000-Meter-Meisterschaft im Jahre 1920 in Nürnberg. Größere Aufgaben, eine Lebensarbeit für die deutsche Leibeserziehung, zwangen dann Karl Krümmel zum frühzeitigen Abschied von der Aschenbahn. Sein Wirken, sei es als wissenschaftlicher Unterrichtsleiter des Lehrganges für Leibesübungen des Reichswehrministeriums an der Heeressportschule Wünsdorf und nach der Machtergreifung im Stab des Chefs des Ausbildungswesens der SA, oder zuletzt als Ministerialdirektor und Leiter des Amtes für körperliche Erziehung im Reichserziehungsministerium, war durchpulst von der energievollen Art des rastlosen Suchers und Spürers neuer Ideen für das junge, siegende Deutschland. Der viel zu früh Verstorbene hat durch seine schöpferische Reform der Leibeserziehung an den Schulen und Hochschulen im Geiste des Nationalsozialismus sich selbst unvergängliche Gedenksteine gesetzt.
STZ

Freitag, 28. Aug. 1942
Das Training des Fußballspielers
Der frühere Rekordnationalspieler Richard Hofmann leitet gegenwärtig das Training seines Vereins Dresdner SC. Aufgrund seiner eigenen reichen Erfahrungen hat er folgenden Arbeitsplan für die Wochentage festgelegt. Montag Leichtathletik, vor allem Laufen und Springen; Dienstag Gymnastik; Mittwoch Balltraining; Donnerstag Gymnastik; Freitag Leichtathletik, wiederum Laufen und Springen; Samstag Ruhepause.
STZ

Freitag, 28. Aug. 1942
Professor Dr. Karl Krümmel zum Gedenken
Bad Oldesloe betrauert einen verdienten Förderer des Sports. Als die Tageszeitungen kürzlich von dem Flugzeugunfall berichteten, dem am 21. Aug. Generalmajor Freiherr von Gablenz, Ministerialdirektor Professor Dr. Krümmel und der Bordfunker Klaer anläßlich eines Dienstfluges von Berlin nach Süddeutschland in der Nähe von Mühlberg zum Opfer fielen, erweckte dies besonders auch in Bad Oldesloe tiefes Mitgefühl. Der tragische Tod dieser drei Männer, die jeder an seiner Stelle in einem wichtigen Aufgabengebiet gelebt und gearbeitet hatten, mußte allgemein Bedauern auslösen. Darüber hinaus waren die Oldesloer besonders einem der Toten verbunden, Ministerialdirektor Professor Dr. Krümmel. Der Verstorbene war am 24. Jan. 1895 in Hamburg geboren, kam später nach Bad Oldesloe, besuchte dort die Schule und war außerordentlich an dem Sportleben interessiert, das bekanntlich an der Horst-Wessel-Schule besonders gepflegt wurde.

Durch den Weltkrieg, in dem der Verstorbene zweimal verwundet und als Kompanieführer einer Maschinengewehr-Scharfschützenkompanie mit dem Eisernen Kreuz II und dem Eisernen Kreuz I ausgezeichnet wurde, war die Verbindung mit Oldesloe etwas gelockert, aber nicht ausgelöscht worden. Als er dann nach dem Krieg in München promovierte und hernach immer bekannter wurde als Sportsmann und mehrfacher deutscher Meister und 1942 zum wissenschaftlichen Unterrichtsleiter des "Lehrganges für Leibesübungen" des Reichsministeriums, 1933 in den Stab des Chefs des Ausbildungswesens der SA und in das Reichserziehungsministerium berufen wurde und dort am 1. Dez. 1934 als Ministerialdirektor die Leitung des Amtes für körperliche Erziehung übernahm, hatte er Bad Oldesloe und die Horst-Wessel-Schule immer in bester Erinnerung behalten. Dies äußerte sich insbesondere darin, daß er anläßlich des Jubiläums der Schule ihr durch das Reichserziehungsministerium eine Stiftung zukommen lassen konnte, die den Grundstock für die Anlage des Sportplatzes gegenüber der Oldesloer Badeanstalt bildete. Durch seine weitere Unterstützung gelang es, diesen Sportplatz fast fertigzustellen.

So hat auch Bad Oldesloe an dem Lebenswerk des Verstorbenen, der Reform der Leibesübungen an Schulen und Hochschulen im nationalsozialistischen Geiste, erheblichen Anteil gehabt. Bei den großen Verdiensten, die Professor Dr. Krümmel sich um die Reichsakademie der Leibesübungen, der Führerschule Neustrelitz, die Hochschulsportordnung und bei den Richtlinien für die Leibeserziehungen an den Schulen erwarb, hat er trotzdem immer in liebevoller Hilfsbereitschaft an Bad Oldesloe und die Schule gedacht, an der er die Grundlagen für seine weitere Laufbahn empfing. Bekannt sind auch seiner Verdienste um die Förderung der deutschen Luftfahrt, der er als einem wichtigen Mittel der Wehrertüchtigung besonders zugetan war. Bad Oldesloe und besonders die Jugend wird dem ehemaligen Schüler der Horst-Wessel-Schule stets ein ehrendes Gedenken bewahren. In seinem Geiste wird auf dem Sportplatz all das fortgesetzt werden, was der Verstorbene in seinem Leben für die Ertüchtigung der Jugend so tatkräftig förderte.
STZ

Montag, 31. Aug. 1942
Schleswig-Holstein tritt zum Sportappell 1942 an
Eine Unterredung mit dem KdF-Gauwart Faß. In diesem Jahr findet der Sportappell der Betriebe gemeinsam mit dem Wehrkampftag der SA statt. Ebenso wie die SA-Gruppe Nordmark haben auch die KdF-Betriebssportgemeinschaften Schleswig-Holsteins ihre Vorbereitungen getroffen. Der KdF-Gauwart Schleswig-Holsteins, Parteigenosse Faß von der Gauleitung der DAF, gab der "Stormarnschen Zeitung" in einer Unterredung nähere Einzelheiten über den Sportappell der Betriebe in diesem Jahr bekannt.

Der diesjährige Sportappell der Betriebe 1942 und der Wehrkampftag der SA sollen, so betonte Parteigenosse Faß einleitend, entgegen der Haltung der Heimat im dritten Kriegsjahr des Weltkrieges 1914/18 den Kampfgeist, die Kraftreserven und die Wehrbereitschaft der Heimat im In- sowie im Ausland beweisen. Leibesübungen für alle schaffenden Volksgenossen auch im Kriege! Diese Forderung findet ihren sinnvollen Ausdruck im Sportappell der Betriebe 1942. Leibesübungen sollen dem schaffenden Volksgenossen die körperlichen Kräfte erhalten, sie sollen ihn aber zugleich auch haltungsmäßig stärken und ihn so körperlich und geistig widerstandsfähig gegen alle Anforderungen der harten Kriegszeit machen, die von jedem das Letzte abverlangen muß. Die längst feststehende Tatsache, daß diese Kraft den Leibesübungen innewohnt, berechtigt, ja verpflichtet dazu, den Sportappell der Betriebe 1942 in noch größerem Rahmen durchzuführen, als dies in den vergangenen Jahren der Fall war.

Erfreulicherweise unterstützen Betriebsführungen und Gefolgschaftsmitglieder diese Bestrebungen. Die trotz wachsender Schwierigkeiten in der Durchführung in jedem Jahr steigenden Beteiligungsziffern beweisen das. Der zweite Teil des Sportappells der Betriebe, der Sommersporttag, wird in diesen Monaten durchgeführt. Noch bis zum 30. Sept. haben die Betriebe Zeit, sich einen für sie günstigen Durchführungstermin auszuwählen. Die Betriebssportwarte arbeiten an der Ausgestaltung des Sommersporttages und setzen ihren ganzen Stolz darein, aus dieser Veranstaltung ein Betriebsfest für die Arbeitskameraden zu machen. "Kein Gefolgschaftsmitglied soll sich von dieser Gemeinschaft ausschließen", ist ihr Grundsatz.

Während so beim Sommersporttag vor allem der gute Wille aller Gefolgschaftsmitglieder bewertet wird, kommen beim dritten Teil des Sportappells, beim Mannschaftswettbewerb, nur die sportlich am besten veranlagten und durchgebildeten Gefolgschaftsmitglieder zum Zug. Jeder Betrieb hat dazu je nach Betriebsgröße eine oder mehrere Mannschaften zu stellen. Diese treten dann im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung sämtlicher Betriebe eines Kreisgebietes gegeneinander an.

Von den Mannschaften, die aus je acht Männern und je sechs Frauen zusammengesetzt sind, werden folgende Übungen verlangt: Bei den Männern:

  • 1. Medizinballstoß und -wurf als Staffel. Die von der gesamten Mannschaft erzielte Weite wird bewertet.
  • 2. 8 mal 75-Meter-Pendelstaffel. Gewertet wird die erzielte Zeit.
  • 3. Weitsprung. Jeder Teilnehmer hat drei Versuche, von denen der beste gewertet wird. Die von allen Teilnehmern besten Sprungergebnisse werden zusammengestellt.
  • 4. Keulenweitwurf. Aus 30 Meter Entfernung wird auf eine Kreisfläche von vier Meter Durchmesser geworfen. Die erzielten Treffer werden bewertet.
  • 5. 1000-Meter-Mannschaftslaufen. Die ganze Mannschaft muß geschlossen laufen. Die Zeit des sechsten Mannes wird bewertet



Und bei den Frauen:

  • 1. Gymnastik. Ein vorgeschriebener leichter Tanz muß von der gesamten Mannschaft durchgeführt werden.
  • 2. Ballzielwurf. Aus 13 Meter Entfernung wird ein Wurf mit der rechten und linken Hand auf ein Fußballtor abgegeben. Die Treffer werden bewertet.
  • 3. Weitsprung. Die Bewertung erfolgt wie bei den Männern.
  • 4. Medizinballstoß als Staffel. Die von sämtlichen Teilnehmerinnen erzielte Weite wird bewertet.
  • 5. 6 mal 50-Meter-Pendelstaffel


Gewertet wird die gelaufene Zeit.

Auch beim Mannschaftswettbewerb wird nicht die Einzelleistung allein bewertet, sondern die Leistung der ganzen Mannschaft. Da größere Betriebe eine erhebliche Anzahl von Mannschaften zu stellen haben, verteilt sich so der Anteil am Erfolg auf eine Reihe von Gefolgschaftsmitgliedern. Jeder Betrieb, der im Sommersporttag oder im Mannschaftswettbewerb eine bestimmte Punktzahl erreicht, erhält als Anerkennung für seine Leistung die Teilnehmerurkunde. Hat er eine sehr gute Leistung erzielt, dann kann er die Leistungsurkunde bekommen. Die Auszeichnung "Kreissieger" oder "Gausieger" wird diesmal aber nur für den ganzen Sportappell der Betriebe 1942 verliehen. Bedingung dafür ist, daß sich ein Betrieb an allen drei Teilen des Sportappells, also Frühjahrslauf, Sommersporttag und Mannschaftswettkampf beteiligt.
STZ

Mittwoch, 2. Sept. 1942
Achtung, Fußballtraining!
Heute abend beginnt das Fußballtraining für Jugend A und B um 19.30 Uhr. Im Hinblick auf die Spiele der Jugend A, B und C am kommenden Sonntag auf dem Exer gegen den Rothenburgsorter FK wird jeder gebeten, rechtzeitig zu erscheinen.
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Donnerstag, 3. Sept. 1942
Neue Gastspieler-Bestimmungen
Die Erwerbung einer Mitgliedschaft als Gastspieler ist insofern neu geregelt worden, als die Aufnahme neuerdings nicht mehr aufgrund einer mündlichen Vereinbarung erfolgen kann, sondern ein Aufnahmegesuch muß schriftlich gestellt werden. Diese Maßnahme hat sich aus den Erfahrungen in der Praxis ergeben, so daß durch Einsichtnahme in die Unterlagen jederzeit auch eine Nachprüfung der Spielberechtigung erfolgen kann.
STZ

Freitag, 4. Sept. 1942
VfL Oldesloe
Die am Sonntag angesetzten Jugendspiele des VfL gegen den Rothenburgsorter FK sind von den Hamburgern abgesagt worden und werden auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.
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Mittwoch, 9. Sept. 1942
VfL Oldesloe
Ab sofort beginnt das Fußballtraining für die Jugendmannschaften am Mittwoch um 19 Uhr.
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Samstag, 12. Sept. 1942
Fußballturnier auf dem Exer
Der Spiel- und Sportverein Pölitz veranstaltet am morgigen Sonntag auf dem Exer ein Pokalturnier, an dem neben den Jugendmannschaften von Pölitz, Todendorf und Hammoor auch die Jugend A 2 des VfL teilnimmt. Die Spiele beginnen um 13 Uhr.
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Sonntag, 13. Sept. 1942
VfL Oldesloe Pokalsieger.

Die auf dem Exer ausgetragenen Spiele hatten folgende Ergebnisse:

  • Hammoor gegen Pölitz 0:0
  • Oldesloe gegen Todendorf 1:0
  • Oldesloe gegen Hammoor 2:0
  • Pölitz gegen Todendorf 1:0
  • Hammoor gegen Todendorf 2:1
  • Oldesloe gegen Pölitz 3:0

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Dienstag, 15. Sept. 1942
Sportler spielen und sammeln für das WHW. Zum dritten Male wird unter der Losung "Der deutsche Sport sammelt für das WHW" der Reigen der Reichsstraßensammlungen für das Kriegswinterhilfswerk eröffnet. Auch die NS-Gemeinschaft "Kraft durch Freude" und die Angehörigen der Hitlerjugend werden sich an der Sammlung und an den Vorführungen beteiligen.
STZ

Freitag, 18. Sept. 1942
Aufruf. Männer und Frauen der Nordmark!
Zum vierten Male in diesem Kriege ruft das Kriegswinterhilfswerk die Heimat auf, durch ein Opfer, das nicht nur eine Spende sein soll, ihren Willen zu bekunden, so opferfreudig sich zusammenzuschließen wie unsere Soldaten an den Fronten des Krieges.

Am kommenden Samstag und Sonntag werden die Männer und Frauen des deutschen Sports in allen Städten und Dörfern unseres Gaues an die schleswig-holsteinische Bevölkerung appellieren, mit offenen Herzen und Händen für die erste Reichsstraßensammlung des Kriegswinterhilfswerks zu geben. Hunderte von sportlichen und turnerischen Veranstaltungen sollen Ausdruck einer starken, unbesiegbaren Heimat sein. Der Einsatz der Männer und Frauen des NSRL soll die Heimat im olympischen Sinne zu einer Kundgebung des Volks zusammenführen, in der jeder einzelne das Höchste leistet, was er für die Gemeinschaft zu leisten vermag.

Und so wie in diesen Tagen die Sportler, Turner und SA-Männer in ihren Wett- und Wehrkämpfen ihre Kraft für die Gemeinschaft einsetzen, möge jeder Einzelne sich durch seine Gabe zum Kampf unseres Volkes bekennen. Die Tapferkeit, Zähigkeit und Siegesgewißheit des schleswig-holsteinischen Soldaten in der großen Kameradschaft der Front wird für die Nordmark in der Heimat ein Beispiel sein. Unser Beitrag möge ein bescheidener Dank für die Opfer unserer Soldaten zum Siege sein.

Schleswig-Holstein wird sich auch in der ersten Reichsstraßensammlung würdig in die Gemeinschaft unseres Volkes einreihen. Heil Hitler! Jensen, Gaubeauftragter für das Kriegswinterhilfswerk. Jeß, Gausportführer.
OL

Freitag, 18. Sept. 1942
Turner und Sportler im Dienste der Gemeinschaft
Zur ersten Reichsstraßensammlung des Kriegswinterhilfswerks. Jugend, Sonne und Fröhlichkeit, das ist auch heute noch, nach drei bitteren Kriegsjahren, den Frauen und Männern des NS-Reichsbundes für Leibesübungen eigen. Und wenn auch gewiß die Reihen der männlichen Aktiven sich überaus stark gelichtet haben, weil die meisten von ihnen unter den Waffen stehen, oder ihren Einsatz für Deutschland mit Leben und Gesundheit bezahlten, die anderen rückten nur um so enger zusammen und setzen ihren Stolz darein, die entstandenen Lücken durch fleißige Übungen und erhöhte Leistungen, wenn nicht zu ersetzen, so doch so weit wie möglich auszugleichen. Wenn nun die erste Reichsstraßensammlung im vierten Kriegswinterhilfswerk dem NS-Reichsbund für Leibesübungen zur Durchführung übertragen wurde, so darf man hierin wohl ein Symbol erblicken. Der Auftrag des Reichsbundes liegt in der gleichen Richtung, wie die Aufgaben der NS-Volkswohlfahrt, und auch die Mittel, die aus dem Spendenaufkommen des Winterhilfswerks herfließen, dienen dem gleichen Ziel: Der Erhaltung und Förderung der deutschen Volksgesundheit. Mögen die Wege, die zu diesem Ziele führen, bei den einzelnen Organisationen auch grundverschieden sein, sie werden geeint in der nationalsozialistischen Weltanschauung, als der nie versiegenden Kraftquelle all unseres Handelns.

Der Einsatz für das Kriegswinterhilfswerk am 19. und 20. Sept. 1942 ist nicht der erste, den der NSRL übernimmt. Bereits 1940 und zum zweiten Male im vergangenen Winter hat die deutsche Sportgemeinschaft sich vorbildlich in den Dienst des großen deutschen Sozialwerks des Winterhilfswerks gestellt. Und so wird auch dieser ersten Reichsstraßensammlung im Kriegswinterhilfswerk 1942/43 ein voller Erfolg beschieden sein. Eine ihrem Umfang nach einzigartige Sportschau, die von Großveranstaltungen in den Städten bis zu mit gleicher Sorgfalt vorbereiteten Vorführungen in jeder, auch in der kleinsten ländlichen Gemeinde, die große deutsche Sportgemeinschaft umschließen wird, mag Zeugnis davon ablegen, daß nicht nur die Aktiven des deutschen Sports, sondern darüber hinaus auch jeder andere Volksgenosse die Entfaltung der "leib-seelischen Kräfte" und damit die Gedanken der Volksertüchtigung durch Leibeserziehung zu unterstützen gewillt ist.

Über allem aber steht auch bei dieser Sammlung der Dank an den Führer und seine Wehrmacht, unter deren starkem Schutz eine körperlich gesunde und seelisch saubere Jugend in eine glückhafte Zukunft hineinwachsen darf.
OL

Samstag, 19. Sept. 1942
Fußball auf dem Exer
Aus Anlaß der ersten Reichsstraßensammlung für das Kriegswinterhilfswerk, die vom NSRL durchgeführt wird, spielt der VfL am morgigen Sonntag gegen die spielstarke Fußballelf der Trittauer. Das Spiel beginnt um 14.30 Uhr.
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Sonntag, 20. Sept. 1942
VfL Oldesloe gegen TSV Trittau 4:2 (3:1)
Das Winterhilfswerk-Spiel brachte dem VfL einen unerwartet schwer erkämpften Sieg. Man muß allerdings berücksichtigen, daß Fahl nicht erschienen war und die Oldesloer das ganze Spiel mit einem Vier-Mann-Sturm durchstehen mußte. So konnten langandauernde Druckperioden nicht in zählbare Treffer verwandelt werden, weil der "Vollstrecker" fehlte. Aber auch sonst konnte das Spiel nur teils befriedigen. Es wurde zuviel Energie durch planloses Abspiel vergeudet. Lediglich in der ersten Halbzeit sah man gute Kombinationszüge, die dann auch prompt zu einer 3:1-Führung ausgenutzt wurden. Der Gegner kämpfte hart und ausdauernd und holte, nachdem Gerken die Hiesigen mit 4:1 in Vorteil gebracht hatte, ein zweites Tor auf.
OL

VfL Oldesloe (Ankündigung): Clasen - Hamer, Ernst Kostbade - Lange, Egon Jack, Schmidt - Witt, Gerken, Fahl, Kurt-Herbert Pump, Dwenger.

Mittwoch, 23. Sept. 1942
Bargteheide. Vom Männerturnverein
Im Rahmen einer Kreisveranstaltung findet am kommenden Sonntag in Bad Oldesloe ein Frauentreffen des Sportkreises Stormarn statt. An diesem Treffen nimmt auch die Frauenabteilung unseres Männerturnvereins statt. Verbunden mit der Veranstaltung ist ein Lehrgang für Spiele. Unsere Frauen stellen eine Faustballmannschaft. Nach der Veranstaltung findet eine gemeinschaftliche Kaffeetafel statt (Kuchenmarken sind mitzubringen). Hoffentlich ist der Veranstaltung gutes Wetter beschieden.
OL

Freitag, 25. Sept. 1942
Herbstbesichtigung in den Leibesübungen
Gute Ergebnisse. Im Vorjahr wurde die erste Besichtigung in den Leibesübungen als Wettkampf gegen die Stormarnschule Ahrensburg ausgetragen. In Ermangelung eines Gegners kämpften in diesem Jahr alle Klassen in den angesetzten Mehrkämpfen gegeneinander. Maßgebend für den Sieg war die Gesamtdurchschnittspunktzahl, errechnet nach der Neunpunktwertung der "Richtlinien für die Leibeserziehung in Jungenschulen".

Mit der Flaggenhissung eröffnete der stellvertretende Direktor, Oberstudienrat Dr. Ursinus, diese Wettkämpfe und gedachte mit ehrenden Worten der beiden Ritterkreuzträger der Schule, der Hauptleute Hamester (Dahmker) und Wulf (Eichede), und benannten nach ihnen die Wettkämpfe. Trotz der kühlen Witterung wurden teilweise recht gute Leistungen erzielt und die Gesamtdurchschnittspunktzahl des Vorjahres um 0,41 Punkte überboten. Die siegende Klasse 3a stellte mit 6,40 Punkten einen Rekord auf. Es folgten: Klasse 6 (6,29 Punkte), 3b (5,78), 5 (5,60), 7 (5,49), 4 (5,46), 2 (5,44), 4b (5,30), 1a (5,13), 1b (5,12), 2b (4,18). Bei den 10 mal 60-Meter-Staffeln gewann die Klasse 1 mit sechs Metern Vorsprung vor der zweiten Klasse und die dritten Klasse mit neun Metern Vorsprung vor der vierten Klasse. Bei der 4 mal 100-Meter-Staffel mit Vorgabe gab es beim ersten Durchgang ein totes Rennen zwischen der Klasse 6 als dem Verteidiger des Vorjahres und der Klasse 7. Beim zweiten Durchgang gewann die Klasse 7 den Herbert-Vogler-Gedächtnispreis für das neue Schuljahr mit Brustbreite.

Bei der Siegerverkündung gedachte Studienrat Christian Ohrt Friedrich Ludwig Jahns als des politischen Menschens und Erziehers, der am 15. Okt. vor 90 Jahren starb. Dann gedachte er des ehemaligen Schülers der Horst-Wessel-Schule, des Amtschefs im Reichsministeriums für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, Ministerialdirektors Professor Dr. Karl Krümmel, der in diesem Jahr verstorben ist. Ihm verdanken wir im allgemeinen die Vermehrung der Turnstunden auf fünf, die stoffliche Auflockerung des Schulturnens nach der sportlichen Seite, die Einführung des Fußballspiels und des Boxens in den Schulunterricht, die neue Hochschulsportordnung und die Einrichtung eines Hochschulinstituts an jeder Universität. Er ermahnte die Schüler, im Geiste der vorgenannten Männer weiterzuarbeiten.
STZ

Bestleistungen
Klasse 7
100-Meter-Lauf

  • 1. Hauschild (17 Jahre 11,9 Sekunden)
  • 2. Reiche (12,0)
  • 3. Gruhl (12,1)

Weitsprung

  • 1. Hauschild (5,75 Meter)
  • 2. Reiche (5,44)

3000-Meter-Lauf

  • 1. Reiche (10:58 Minuten)
  • 2. Stellting (11:00)

Kugelstoßen

  • 1. Reiche (9,98 Meter)
  • 2. Esrom (9,90)
  • 3. Elfenkämper (17 Jahre, 9,19)

Keulenwerfen

  • 1. Elfenkämper (50,50 Meter)
  • 2. Reiche (50)

Klasse 6
100-Meter-Lauf

  • Grützmann (15 Jahre) und Micheel (16 Jahre, beide 11,9 Sekunden)

1000-Meter-Lauf

  • 1. Einecke (16 Jahre, 2:59 Minuten)
  • 2. Micheel (3:01)
  • 3. Stolten (15 Jahre, 3:08)

Keulenwerfen

  • 1. Witt (16 Jahre, 57 Meter)
  • 2. Kühl (15 Jahre, 53)
  • 3. Oesterling (16 Jahre, 52)

Hochsprung

  • Markwardt und Micheel (beide 1,45 Meter)
  • Broders, Dräger, Grützmann, Kühl, Schop, Schüthe, Weber und Witt (alle 1,40)

Klasse 5
100-Meter-Lauf

  • 1. Kock (16 Jahre, 11,8 Sekunden)
  • 2. Lipanowitsch (12,9)

1000-Meter-Lauf

  • 1. Kock (2:59 Minuten)
  • 2. Schneider (15 Jahre) und Lorenz (beide 3:15)

Weitsprung

  • 1. Klimant (14 Jahre 4,80 Meter)

Keulenwerfen

  • 1. Kock (58 Meter)
  • 2. Schneider (51)
  • 3. Hein (14 Jahre, 46)

Klasse 4
60-Meter-Lauf

  • 1. Scheel (13 Jahre 8,6 Sekunden)
  • 2. Gosch, Schlüter und Smitt (alle 8,7)

100-Meter-Lauf

  • 1. Schacht (15 Jahre, 13,2 Sekunden)
  • 2. Siefke (14 Jahre, 13,5)
  • 3. Palleske (13,6)

Hochsprung:

  • 1. Piening (14 Jahre, 1,40 Meter)

Schlagballwurf:

  • 1. Siefke (60 Meter)
  • 2. Piening (58)
  • 3. Schacht (57)

Klasse 3
60-Meter-Lauf

  • 1. Lippold (14 Jahre, 8,6 Sekunden)
  • 2. Wessel (12 Jahre, 8,8)
  • 3. Hildebrandt 8,9

Weitsprung:

  • Pohlmeyer (14 Jahre, 4,52 Meter)
  • 2. Bastian (14 Jahre, 4,32)

Schlagballwurf

  • 1. Heymann (13 Jahre, 65 Meter)
  • 2. Hamdorf (12 Jahre, 64)
  • 3. Becker (62)

Klasse 2
60-Meter-Lauf

  • 1. Stockhusen (12 Jahre, 8,6 Sekunden)
  • 2. Reiß (13 Jahre, 9,0)
  • 3. Richter (11 Jahre, 9,0)

Weitsprung:

  • Micheel (12 Jahre, 4,47 Meter)
  • 2. Burmeister und Reiß (beide 4,00)

Schlagballwurf

  • 1. Stapelfeldt (61 Meter)
  • 2. Lippold (59)
  • 3. Lienau (58)

Klasse 1
60-Meter-Lauf

  • 1. Freesemann (11 Jahre, 8,9 Sekunden)
  • 2. Martens und Bischof (10 Jahre, beide 9,4)
  • 4. Barkmann, Steffen und Friedrich (alle 9,5)

Weitsprung:

  • 1. Freesemann (3,90 Meter)
  • 2. Martens (3,64)
  • 3. Hamdorf (3,62)

Schlagballwurf:

  • 1. Freesemann (50 Meter)
  • 2. Hamdorf (48)
  • 3. Eggers (46)


Samstag, 26. Sept. 1942
Faustball- und Korbballspiele auf dem Bürgerpark. Am Sonntag herrscht von 2 Uhr an Hochbetrieb auf dem Exer. Anläßlich des Kreisfrauentreffens finden von 2 bis 4 Uhr Faustballspiele und Korbballspiele statt. Vertreter entsenden die Vereine in Reinbek, Glinde, Bargteheide und Ahrensburg. Der VfL beteiligt sich mit drei Mannschaften.
OL