Spielzeit 1952 - 53
Teil 4

  

Mittwoch, 1. April 1953
Staatsexamen bestanden.
Sein Staatsexamen als Wohlfahrtspfleger hat jetzt nach einem längeren Lehrgang der Stormarner Kreisjugendpfleger Heinz Peters bestanden. Diese Prüfung gilt gleichzeitig als zweite Verwaltungsprüfung für die Laufbahn als Sozialbeamter. Kreisjugendpfleger Peters hat nach der Rückkehr von dem Lehrgang sein Amt wieder angetreten.
ST

Samstag, 4. April 1953
Strandbad Poggensee im Werden. Die Stadt hat jetzt durch Verhandlungen ... Samstag, 4. April 1953
Aufstiegsspiel in Bad Oldesloe?
Bemühungen der Fußballsparte des VfL Oldesloe beim Norddeutschen Fußballverband, ein Aufstiegsspiel auf neutralem Platz zur Oberliga Nord in die Kreisstadt zu bekommen, wurden insofern belohnt, als Oldesloe und Cuxhaven in die engere Wahl gezogen wurden. Die Bemühungen des VfL Oldesloe werden fortgesetzt.
ST

Montag, 13. April 1953
Fast 800 Mitglieder.
VfL Oldesloe behält bewährte Führung. Der nunmehr 788 Mitglieder zählende VfL Oldesloe wählte in der gut besuchten Jahreshauptversammlung im "Oldesloer Hof" den alten Vorstand fast unverändert wieder. Er setzt sich wie folgt zusammen:

  • 1. Vorsitzender Leo Seipelt
  • 2. Vorsitzender Hans Fokuhl
  • 1. Schriftführer Ohldag
  • 2. Schriftführer August Möller
  • 1. Kassierer Fritz Mittelstaedt
  • 2. Kassierer Gerhard Kluge
  • Jugendwart Karl-Heinz Schmidt
  • Beisitzer Reinhold Schop, Werner Guercke und Wolfgang Brembach
  • Kassenprüfer Hans Petersen und Heinz Pohl.

Der Jahresbericht des Vorstandes fand in seiner übersichtlichen Form den Beifall der Versammlung; ebenso wurden die Berichte der Spartenleiter beifällig aufgenommen. Dem Gesamtvorstand wurde Entlastung erteilt.

Leichtathletikobmann Peter Frandsen setzte sich für eine stärkere Beteiligung der Mitglieder am Leichtathletiktraining ein. Lauf, Wurf und Sprung seien die natürlichsten Leibesübungen und die Grundlagen für eine andere sportliche Betätigung. Jugendwart Schmidt machte auf die Möglichkeit eines Ferienaufenthaltes für Jugendliche im Sportheim Malente bei einem Tagessatz von 1,50 DM aufmerksam.

Die Handballsparte brachte den Antrag ein, wieder eine gemeinsame Kassenführung einzuführen, was eine lebhafte aber sachliche Diskussion hervorrief. Über das Für und Wider sprachen in erster Linie Ohldag und Dr. Lüders. Schließlich wurde der Antrag mit 70 gegen 50 Stimmen bei acht Enthaltungen abgelehnt. Damit wurde der Entwurf einer Satzungsänderung vorläufig hinfällig.
ST

Montag, 27. April 1953
Erfreuliche sportliche VfL-Bilanz.
Neuer Spartenleiter. In der zweiten Jahresversammlung der Fußballer, Boxer und Leichtathleten des VfL Oldesloe in der "Bierquelle Hormann" trat der bisherige Spartenleiter Dr. Erwin Lüders wegen Arbeitsüberlastung zurück. Sein Nachfolger wurde Karl Reinhard. Durch umsichtige Finanzführung gelang es, eine Schuldenlast von 3600 DM innerhalb von zwei Jahren in ein Guthaben von 100 DM umzuwandeln.

Der Bericht von Dr. Lüders über die Herren-Fußballabteilung war durchaus positiv. Die Liga nimmt die Stellung eines Vizemeisters der Südstaffel ein. Die Reserve ist Kreismeister. Die zweiten Herren behaupteten sich in der Spitzengruppe ihrer Staffel. Der Bericht von Kassierer Hoppe war erschöpfend und befriedigte völlig. Kurze Berichte der Leichtathletik-, der Box- und Jugend-Fußballabteilung gestatteten einen Überblick über die sportliche Situation. Die ersten Jungmannen als Kreismeister nehmen an den Bezirksmeisterschaften teil. Die Entlastung der Spartenabteilung wurde von Adolf Kröger beantragt und einstimmig erteilt.

Der Wahl des Spartenleiters ging eine längere Debatte vorauf, da Dr. Lüders wegen Arbeitsüberlastung auf keinen Fall den Posten erneut annehmen wollte. Schließlich wurde Karl Reinhard einstimmig zum Spartenleiter gewählt. Weiter wurden gewählt: Wilhelm Hoppe (Kassierer), Franz Bartkowiak (kommissarischer Jugendwart), Hans Fokuhl und Otto Rathmann - Hans Petersen und Martin Münster traten ebenfalls zurück - (Finanzausschuß), Dr. Erwin Lüders, Leo Seipelt, Hans Fokuhl und Ernst Kindt (Stadionausschuß), Lüth, Bohnsack und Martin Kock - nachdem Fritz Dubslaff zurückgetreten ist (Ligaausschuß), Karl-Heinz Schmidt (Schiedsrichterobmann), Heinrich Steinen (Spartenleiter Boxen), Peter Frandsen (Spartenleiter Leichtathletik).
ST

Freitag, 15. Mai 1953
Noch kein Strandbad?
Der für dieses Frühjahr geplante Ausbau der Badestelle am Poggensee zu einem Strandbad muß leider wieder hinausgeschoben werden, da sich Schwierigkeiten beim Landerwerb ergaben. Wie Bürgermeister Barth erklärte, habe die Stadt noch keine Einigung mit den Eigentümern der Grundstücke erzielen können. Diese Grundstücke werden aber für die Vergrößerung der Badeanstalt benötigt.
ST

Samstag, 16. Mai 1953
Fußballjugend tagte.
Im "Deutschen Haus" fand der Kreisverbandstag der Stormarner Fußballjugend statt. Im Jahresbericht konnte ein kleiner Fortschritt im Spielbetrieb festgestellt werden. Ein schwieriges Problem ist die Betreuung der Jugendlichen. Bevor die Entlastung des Jugendausschusses beantragt wurde, dankte Herr Gesche dem Ausschuß für die gute Arbeit. Nach der Entlastung wurde der gesamte Ausschuß wiedergewählt. Einstimmig wurde erneut Franz Bartkowiak (VfL Oldesloe) mit den Aufgaben des Kreisjugendwarts betraut. Der Ausschuß setzt sich zusammen aus Zosel (Rasensport Todendorf), Swenzitzki (SSV Pölitz), Grote (TSV Bargteheide) und Voigt (ATSV Oldesloe).
ST

Sonntag, 17. Mai 1953
Holstein Segeberg schlug den ATSV Lübeck.
In Gegenwart von Lübecks Oberbürgermeister Otto Passarge schlug Holstein Segeberg im Oldesloer VfL-Stadion um den Aufstieg zur schleswig-holsteinischen Amateurliga vor 2800 Zuschauern in einem gewaltigen Endspurt den ATSV Lübeck mit 3:1 (1:0) Toren. Beide Mannschaften hatten einen riesigen Schlachtenbummleranhang mit nach hier gebracht, so daß im Stadion wieder einmal Großkampfstimmung herrschte. Auf Spielkultur und Technik wurde wenig Wert gelegt. Beide Mannschaften kämpften dafür um so mehr mit außergewöhnlich hartem, aber stets fairem Einsatz.
ST

Mittwoch, 20. Mai 1953
Zwei Urteile des Fußballverbandes Steffen ausgeschlossen - Sperre für Arpe.
Der Vorstand des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes gab zwei Urteile bekannt, die er gegen die ehemaligen Vorsitzenden des SHFV, Willi Steffen (Lübeck) und Carl Arpe (Kiel), gefällt hatte: der ehemalige 1. Vorsitzende Willi Steffen wurde gemäß Paragraph 116 der Satzungen des SHFV aus dem Verband ausgeschlossen, während dem ehemaligen 2. Vorsitzenden Carl Arpe gemäß Paragraph 117 auf ein Jahr die Fähigkeit aberkannt wurde, im SHFV ein Amt zu bekleiden. Diese Urteile sollen den Schlußstrich unter ein unrühmliches Kapitel des SHFV ziehen, das auf dem vorjährigen Verbandstag in Itzehoe die Gemüter der Delegierten erhitzte und zum Rücktritt des damaligen Vorstandes führte.

Im Fall Steffen wurde vom Vorstand des SHFV folgender Tatbestand angegeben, der zu dem Urteil führte: Steffen hat für eine Tagung des Deutschen Sportbundes am 26. Jan. 1952 (!) in München, an der er als Delegierter des Landessportverbandes teilnahm, einmal 244,60 Mark als Reisekosten und Spesen beim Landessportverband und weiter 293 Mark ohne Belege beim SHFV liquidiert. Weiter hat Steffen als "Auslagen anläßlich der Richtfeier der Sportschule Malente" sich am 17. April 1952 (!) einen Betrag von 197,04 Mark auszahlen lassen, ohne dafür ausreichende Belege vorzulegen. Der Verbandsvorstand hat daraufhin in seinem Urteil wie o.a. erkannt.

Die Tatbestände im Fall Arpe sind etwas umfangreicher und enthalten u.a., daß Arpe als Vorsitzender des Sportförderungsausschusses Totogelder an Sportfunktionäre für rein private Zwecke bereitgestellt und vergeben habe, daß er seiner Aufsichtspflicht gegenüber dem früheren Kassierer Karl-Heinz Saggau nicht nachgekommen sei, wodurch Überdisponierungen unvermeidlich waren und der berechtigte Unwillen der Vereine hervorgerufen wurde, daß er trotz der Bedenken der Vereine und Beanstandungen auf dem Verbandstag 1951 in Bad Schwartau nicht für eine Überprüfung der ordnungsmäßigen Kassenführung gesorgt habe, so daß erst im Dezember 1951 eine Kassenrevision die katastrophale Entwicklung der Kassenlage aufdeckte, daß er darüber hinaus Projekte geplant und mit ihrer Durchführung begonnen habe, ohne vorher die Zustimmung des Verbandsvorstandes bzw. Beirates oder Verbandstages hierfür eingeholt zu haben, wobei diese Projekte weit über die Finanzverhältnisse des schleswig-holsteinischen Sports hinausgingen und dazu führten, daß den Vereinen größere Zuwendungen für ihre Bauvorhaben vorenthalten geblieben sind und voraussichtlich bis Ende März 1954 vorenthalten bleiben.

In den Entscheidungsgründen zum Urteil gegen Arpe macht der Vorstand des SHFV weiter folgende aufschlußreiche Bemerkungen: ... im übrigen sieht der Verbandsvorstand Herrn Arpe als den damals führenden Kopf der ganzen Fußballbewegung Schleswig-Holsteins nicht nur im Sportförderungsausschuß, sondern im SHFV an, so daß er die Verantwortung nur dann auf seine Mitarbeiter hätte abwälzen können, wenn er von diesen überstimmt worden wäre. Das trifft jedoch nicht zu, sondern er selbst hat den Verbandsvorstand, Sportförderungsausschuß und Beirat des SHFV zur Bewilligung der Aufnahme des Kredits (gemeint sind die 320.000 Mark zum Bau der Sportschule Malente) veranlaßt.

... Für das Zeitmaß (der Strafe) war einerseits maßgebend, daß das Herrn Arpe zum Vorwurf gemachte Verhalten zu einer außerordentlich starken Schädigung des sportlichen und moralischen Kredits des Verbandes und zu einer Kürzung der Sportförderungsmittel um zwei Prozent des Wettaufkommens und zu einer Untergrabung des Vertrauens der Vereine in die Sportführung Veranlassung gewesen ist. Anderseits konnte nicht verkannt werden, daß Herrn Arpe keinerlei ehrenrührige Vorwürfe zu machen sind und daß es sich bei ihm um einen um die Sache des Sports hochverdienten Mann handelt.
SPM

Sonntag, 31. Mai 1953
Gesche einstimmig wiedergewählt.
Volles Vertrauen zur Fußballverbandsführung. Drei Sportpioniere geehrt. Zu einer eindrucksvollen Kundgebung der Wertschätzung und der Lebenskraft des Volkssports Fußball wurde der Verbandstag des Kreisfußballverbandes Stormarn im "Oldesloer Hof", zu dem nicht nur die Delegierten sämtlicher 25 Vereine, sondern auch zahlreiche Gäste erschienen waren. In sachlicher und harmonischer Arbeit erledigte der Verbandstag eine umfangreiche Tagesordnung. Er bekannte sich durch einstimmige Wiederwahl zu der bisherigen verdienstvollen Verbandsführung. Lediglich der 2. Vorsitzende wurde ausgewechselt. Mit Dr. Baumgarten (Barsbüttel) übernahm ein Vertreter der ländlichen Vereine dieses Amt.

Schon die feierliche Einleitung der Verbandstages durch das Wecken des Spielmannszuges der Stadtschule und der Tagesordnung voraufgehende musikalische Darbietungen eines Schulchors und -orchesters sowie prächtige Bodenübungen der Turnabteilung des VfL Oldesloe zeugten davon, daß der Fußballverband seine erzieherische Aufgabe im großen Zusammenhang der Bildung sieht. Der 1. Vorsitzende, Erwin Gesche (Reinfeld), gab seiner großen Freude über den ausgezeichneten Besuch Ausdruck und wies auf die mit dem Verbandstag verbundene Ausstellung hin.

Die Kreispräsidentin Frau Dr. Erika Keck überbrachte die Grüße des Kreises Stormarn und betonte die Aufgeschlossenheit des Kreises gegenüber dem Sport. Bürgermeister Hermann Barth sprach für die "sportbegeisterte" Kreisstadt als ehemals selbst aktiver Fußballer. Schulrat Rudolf Heitmann erklärte seine Bereitschaft zu weiterer guter Zusammenarbeit zwischen Schule und Verein. Der Vorsitzende des Kreisjugendpflege- und Sportausschusses, Abgeordneter Otto Gramcko, sagte auch für die Zukunft ideelle und finanzielle Unterstützung zu.

Besondere Aufmerksamkeit fand natürlich bei den Delegierten der Vorsitzende des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes, Dr. Curt Waßmund, der das Erbe der Arpe-Steffen'schen-Mißwirtschaft übernommen hat und die Notwendigkeit hervorhob, unter diesen traurigen Komplex endlich einmal einen Strich zu ziehen. So sei auch das Urteil zu verstehen, das vor einigen Tagen gegen diese beiden ehemaligen Funktionäre ergangen sei. Dr. Waßmund teilte mit, daß die Sportschule Malente nunmehr Eigentum des Landesverbandes geworden sei. Er trat dann für die Zubilligung von zehn Prozent der Totomittel statt der bisher acht Prozent an den Fußballverband ein, der sich der Kontrolle der Landesrechnungskammer bei der Verteilung dieser Gelder unterstellen wolle.

Außer diesen Rednern wohnten der Tagung noch bei der Bezirksvorsitzende Tietz (Lübeck), der Vorsitzende des Sportförderungsausschusses, Fischer, die Vorsitzenden der Kreisverbände Segeberg und Lauenburg, der Vorsitzende des Kreissportverbandes, Jost (Reinfeld), ein Vertreter der Ärzteschaft und Kreisjugendpfleger Peters.

Vorsitzender Gesche vollzog im Namen des Landesverbandes eine Ehrung verdienter Fußballpioniere. Ehrenurkunden nahmen aus seiner Hand entgegen Erich Jost (Reinfeld), Vorsitzender des Kreissportverbandes, Karl Reinhard (Bad Oldesloe), Kassenwart im Fußballverband, und Walther Conrad (Reinfeld), Spielausschußvorsitzender des Kreises. Herzlicher Beifall der Versammlung begleitete den feierlichen Akt.

Eine weitere Ehrung eigener Art erfuhren die Vereine VfL Oldesloe, Grabau, Rethwisch und Jersbek, als Vorsitzender Gesche von ihnen sagen konnte, daß sie dem Verband am wenigsten Sorge in disziplinarischer Hinsicht gemacht hätten. Er stellte diese Vereine als Vorbilder hin. Kreisjugendwart Bartkowiak zeichnete die Staffelmeister der A- und B-Jugend, VfL Oldesloe bzw. TSV Trittau, aus.

Die Berichte der einzelnen Vorstandsmitglieder lagen den Delegierten gedruckt vor. Einwendungen gegen sie wurden nicht erhoben. Nachdem der Vorsitzende von Preußen Reinfeld, Rohlf, die ausgezeichnete Arbeit der Kreisverbandsführung dankbar anerkannt hatte, beantragte Dr. Baumgarten (Barsbütteler SV) die Entlastung des Gesamtvorstandes, die auch einstimmig angenommen wurde. Besondere Anerkennung hatte dabei die mustergültige Führung der Kassengeschäfte durch Karl Reinhard gefunden, dem es mit zu verdanken ist, daß die Verbandsfinanzen als gut bezeichnet werden können.

Nach der Mittagspause übernahm Bezirksvorsitzender Tietz den Vorsitz, um den Wahlakt für den 1. Vorsitzenden durchzuführen. Die einstimmige Wiederwahl von Erwin Gesche wurde mit starkem Beifall aufgenommen. Für Max Scuras (Mollhagen) wurde Dr. Baumgarten zum 2. Vorsitzenden gewählt. Ferner wurde der Vorstand durch Schriftführer Ernst Otto (Rethwischdorf) ergänzt. Karl Reinhard wurde einstimmig wiedergewählt und der 2. Beisitzer Richard Kickbusch (Lütjensee) ebenso wie der Jugendwart Franz Bartkowiak (Oldesloe) im Amte bestätigt.
ST

Montag, 1. Juni 1953
Soll der Oldesloer Wochenmarkt verlegt werden?
Der Exer gehört dem Sport. Im "Hotel Stadt Hamburg" hielt der Verkehrsverein Bad Oldesloe in Anwesenheit von Bürgermeister Hermann Barth und Bürgerworthalter Willy Rosch seine diesjährige Generalversammlung ab. Eine lebhafte Debatte rief die Frage der Verlegung des Wochenmarktes hervor. Einige Vorschläge gingen dahin, ihn wieder in die Stadt hinein, etwa in die Straße Am Bürgerpark (beginnend Schützenstraße), um die Bauamtsbaracke im Bürgerpark herum oder nach deren Verschwinden an deren Stelle zu verlegen. Gegen alle diese Vorschläge wurden aber Einwände laut. Bürgerworthalter Rosch war mit anderen der Ansicht, den Markt in der Kurparkallee zu belassen und sich eine Verlegung sehr gründlich zu überlegen. Der Wochenmarkt gehöre dahin, wo er verkehrsmäßig am günstigsten liege. Die Mitte der Stadt sei jetzt Kurpark und Brunnenstraße, der Exer sei zum Randgebiet geworden. Gegen dessen Verwendung sprach sich auch der Vorsitzende des VfL, Leo Seipelt, aus. Die Plätze, die für den Sport gebraucht würden, müßten auch dem Sport erhalten bleiben.
ST

Samstag, 6. Juni 1953
Bezirkstag in Lübeck: Tietz wieder Bezirksvorsitzender.
Der Bezirk IV im Schleswig-Holsteinischen Fußballverband wählte auf seinem Bezirkstag in Lübeck Peter Tietz (LBV Phönix) einstimmig zum 1. Vorsitzenden wieder. Zum 2. Vorsitzenden wurde Kurt Rompe (TSV Berkenthin) gewählt. Einstimmig wiedergewählt wurden Hans Peters (Kücknitz) als Schatzmeister, Freytag (SSV Pölitz) als Beisitzer und Georg Czekalla (Stockelsdorf) als Schiedsrichterobmann.

Die Versammlung nahm einen Antrag des Kreises Lübeck an, am Ende der Saison 1953/54 nur zwei Mannschaften aus jeder Staffel absteigen, dafür mit Beginn der Saison 1954/55 aber auch nur insgesamt vier Mannschaften aufsteigen zu lassen. Die vier Aufstiegskandidaten werden von den sechs Meistern der Kreise in einer einfachen Punktrunde ermittelt. Dieser Beschluß soll dazu führen, die schwächsten Kreismeister von vornherein auszuschalten (Kasseburg als Beispiel in dieser Saison) und das Spielniveau der Bezirksliga zu heben.

Angenommen wurde ein weiterer Antrag des Kreises Lübeck, neben den Amateuren des VfB Lübeck in der kommenden Saison auch den in der Lübecker Kreisliga an zweiter Stelle durchs Ziel gegangenen Eichholzer SV in die Bezirksliga aufzunehmen.

Der Antrag des VfL Schwartau, dem ETSV Fortuna Glückstadt die vier Punkte aus den mit einem nicht spielberechtigten Spieler gewonnenen Begegnungen gegen Kilia Kiel und TSV Neustadt wieder abzuerkennen (klarer Satzungsverstoß des Verbandsgerichts), wurde mit großer Mehrheit gebilligt und soll jetzt dem Verbandstag am 28. Juni in Grömitz vorgelegt werden. Die Meinung des Bezirks ist, daß der Schwartauer Verein zumindest als 17. Vertreter in die Amateurliga eingegliedert werden muß.

Geehrt wurden die Meister der Bezirksliga-Staffeln Holstein Segeberg und ATSV Lübeck sowie der Jungmannenbezirksmeister TSV Kücknitz. Den drei Vereinen wurden vom Bezirksvorstand je ein Fußball überreicht. Der Mannschaftsführer des im "Fair-Play-Wettbewerb" siegreich gebliebenen TSV Mölln nahm den von den "Lübecker Nachrichten" gestifteten Pokal in Empfang.
SPM

Sonntag, 21. Juni 1953
Das erste Finale im Fernsehfunk.
Neben den 80.000 in der Sonnenglut der Berliner Olympiastadions und den Millionen an den Radioapparaten hatten zum ersten Male in der 50jährigen Geschichte des deutschen Endspiels einige tausend Fußballanhänger Gelegenheit, das 42. Finale auf dem Bildschirm des Fernsehfunks mitzuerleben. Um es gleich vorweg zu sagen: diese erste Fernsehübertragung wurde zu einem vollen Erfolg.

Wir sahen das Finale zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und dem VfB Stuttgart (Anm.: 4:1), ohne im Berliner Olympiastadion gewesen zu sein. Gemütlich in einem Sessel sitzend, verfolgten wir die "Sonnenschlacht" von der ersten bis zur letzten Sekunde - und waren nicht nur überrascht, sondern hell begeistert. Die Fernsehkamera vermittelte uns Einzelheiten, die wir von den Rängen sicherlich niemals so genau hätten verfolgen können. Die Kamera war immer am Ball, hielt alle Kombinationszüge fest und brachte alle fünf Tore vom Ausgangspunkt bis zur Vollendung in einer schier verblüffenden Deutlichkeit.

Ganz klar sahen wir auf dem Bildschirm das Foul von Erich Retter, das bereits nach wenigen Sekunden zu einem Elfmeter für die Lauterer führte. Der Stuttgarter Nationalspieler foulte Ottmar Walter genau auf dem Kreidestrich der 16-Meter-Linie und ließ seinen Gegner dann einige Meter in den Strafraum hineinstürzen.

Die Kamera zeigte uns die herrlichen Rückzieher von Horst Eckel. Werner Kohlmeyer und Werner Liebrich, die sichere Tore verhinderten. Wir fühlten uns unmittelbar auf den Rasen versetzt, als Torwart Willi Hölz seinen Verteidiger Kohlmeyer umarmte, nachdem dieser einen Blessing-Schuß aus dem leeren Tor geköpft hatte und sahen die Tränen der Lauterer Spieler nach dem entscheidenden dritten Tor und bei der Siegerehrung.

Gewiß, noch steckt das Fernsehen in den Kinderschuhen. Aber diese Übertragung genügte schon, um dem Fernsehfunk eine große Zukunft voraussagen zu können. Wir glauben nicht, daß das Fernsehen Zuschauer von dem Besuch großer Spiele abhalten wird, weil es trotz allem niemals die Atmosphäre vermitteln kann, auf die der Fußballanhänger nicht verzichten wird. Der Fernsehapparat wird jedoch denen ein wirklich guter Ersatz sein, die keine Gelegenheit haben, bei den großen Veranstaltungen im Sport dabei zu sein.

Was uns nicht gefiel, war der recht dürftige Begleittext des Hamburger NWDR-Sprechers Herbert Zimmermann, der sich dieser neuen Aufgabe noch nicht gewachsen zeigte. Wir dürfen dabei aber auch nicht verkennen, daß Zimmermann auf technische Schwierigkeiten stieß, die ihn doch sehr behindert haben mögen.
SPM

Dienstag, 23. Juni 1953
Das Verbandsgericht des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes hob das vom Verbandsvorstand am 20. Mai gegen den früheren 1. Vorsitzenden Willi Steffen (Lübeck) gefällte Urteil (Ausschluß auf Lebenszeit) auf. Die Verhandlung fand aufgrund der von Steffen eingelegten Berufung statt.
ST

Mittwoch, 24. Juni 1953
Steffen auf Lebenszeit gesperrt.
Das Verbandsgericht des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes beschloß im Verfahren gegen den früheren 1. Vorsitzenden Willi Steffen (Lübeck), diesem auf Lebenszeit die Fähigkeit abzuerkennen, ein Amt im Schleswig-Holsteinischen Fußballverband oder in einem seiner Mitgliedsvereine zu bekleiden. Die Verhandlung des Verbandsgerichts in Kiel kam somit zur gleichen Entscheidung, wie sie der Vorstand am 13. Juni getroffen hatte. Steffen hatte sofort dagegen Berufung eingelegt, und das Verbandsgericht festgestellt, daß der Vorstand satzungsgemäß nicht befugt war, ein Urteil zu fällen, da dieser nur als zweite und nicht als erste Instanz fungieren könne. Daraufhin kam es zu einer neuen Eröffnung des Verfahrens. Das Verbandsgericht gab bekannt, daß in Kürze auch eine Entscheidung in der Angelegenheit Arpe getroffen wird.
ST

Sonntag, 28. Juni 1953
Verbandstag in voller Harmonie.
Vorstand entlastet und wiedergewählt. Wer an diesem sonnenüberfluteten Sonntagmorgen an den Ostseestrand nach Grömitz gefahren war, um Sensationen "a la Itzehoe 1952" oder heiße Debatten zu erleben, wird nicht auf seine Kosten gekommen sein, denn der diesjährige ordentliche Verbandstag des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes nahm einen ruhigen und harmonischen Verlauf. Der im Vorjahr nach dem "großen Krach in Itzehoe" zum 1. Vorsitzenden gewählte jetzt 60jährige "Fußball-Doktor" Curt Waßmund wurde von den 379 Delegierten einstimmig wiedergewählt und in Anbetracht der Verdienste, der er sich im Laufe dieses Jahres um den schleswig-holsteinischen Fußballsport erworben hat, mit der goldenen Ehrennadel des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes sowie der Ehrennadel des Landessportverbandes ausgezeichnet. Dem Gesamtvorstand wurde einstimmig Entlastung erteilt und damit bescheinigt, daß er, obwohl er ein höchst unerfreuliches Erbe anzutreten hatte, im abgelaufenen Geschäftsjahr gut gearbeitet hat. Dr. Waßmund erklärte nach seiner Wiederwahl, daß der Tisch jetzt rein sei und der Vorstand seine ganze Kraft für den Wiederaufbau einsetzen werde. Die längste Zeit der achtstündigen Versammlung erforderten die Anträge. Hier wurden unter anderen der An trag des VfL Schwartau, als 17. Verein in der Amateurliga spielen zu dürfen, abgelehnt, eine Resolution wegen des Sportförderungsausschusses an die Landesregierung gefaßt und festgelegt, daß die Amateurmannschaften von Holstein Kiel und VfB Lübeck vollberechtigt in der Bezirksliga spielen und auch in die Amateurliga aufsteigen dürfen. Der Verbandstag 1954 wurde nach Eckernförde vergeben.

Der letzte "Zündstoff" wurde durch eine Erklärung des Bezirks Süd (Lübeck) gleich zu Beginn der Veranstaltung beseitigt, als Erwin Gesche (Reinfeld) als Sprecher erklärte, daß Differenzen zwischen dem Verbandsvorstand und dem Lübecker bezirk wohl vorhanden gewesen seien und auch noch bestünden, aber nicht in solcher Form, wie gewisse Kreise es wahrhaben wollten. Die Lübecker erklärten dem Vorstand und dem Bezirk Kiel ihre volle Loyalität und versprachen, weiterhin zum Wohle des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes mitzuarbeiten. Damit war der harmonische Verlauf des Verbandstages schon gesichert. Vorausgegangen war eine interne Besprechung der Lübecker Delegierten, auf der nach dem Bekanntwerden der Begründung, die zum Verbandsgerichtsurteil gegen den ehemaligen 1. Vorsitzenden Willi Steffen (Lübeck) führte, sowie der Tatsache, daß jetzt auch die Angelegenheit Carl Arpe noch vor dem Verbandsgericht verhandelt werden soll, diese Haltung festgelegt worden war.

Neue Stimmverteilung im NFV. Dr. Waßmund gab zu Beginn des Verbandstages bekannt, daß in Kürze mit einer Regelung der bisher so umstrittenen Stimmenverhältnisse im NFV zu rechnen sei. Nach einem bereits gebilligten Vorschlag soll Niedersachsen (bisher mit 48 gegen 47 Stimmen in der absoluten Mehrheit) 30 Stimmen, Hamburg 20, Schleswig-Holstein neun und Bremen sechs Stimmen erhalten. Außerdem bekommt jeder Oberligaklub zwei Stimmen. Diese Mitteilung löste bei den Delegierten größte Befriedigung aus.

Sauberkeit und Reinheit. Der Jahresbericht des 1. Vorsitzenden wurde mit Beifall aufgenommen. Dr. Waßmund wies noch einmal kurz auf die Vorgänge auf dem Itzehoer Verbandstag hin und auf die Schwierigkeit, den verlorengegangenen Boden Schritt um Schritt zurückzugewinnen. Er betonte, daß die Linie der Sauberkeit und Reinheit nie verlassen worden sei. Es seien Fehler vorgekommen, aber alles getan worden, um die Ordnung wiederherzustellen. Die gesamte Arbeit sei von dem Gedanken getragen worden, der Sache zu dienen und der Fußballjugend ein Beispiel zu geben.

Dr. Waßmund teilte noch mit, daß die Verbandssportschule in Malente Ende vorigen Jahres endgültig in den Besitz des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes übergegangen ist. Die Fußballnationalmannschaft wird vor dem Weltmeisterschaftsspiel am 19. August in Oslo gegen Norwegen in Malente Quartier nehmen.

1.100.000 Mark abgedeckt. Breiten Raum nahmen die Diskussionen über die Arbeit des Sportförderungsausschusses ein, der bis zum 31. Mai 1954 eine Schuldenlast von 1.600.000 Mark abzudecken hat, wobei noch berücksichtigt werden muß, daß der Anteil aus den Toto-Einnahmen von der Landesregierung von zehn auf acht Prozent gekürzt worden ist. Von dieser Summe wurden bisher 1.100.000 Mark abgedeckt, so daß zu hoffen ist, daß den Vereinen noch vor dem 31. März 1954 wieder Gelder bewilligt werden können. Außerdem laufen aussichtsreiche Verhandlungen mit dem Kultusministerium, den Toto-Anteil wieder von acht auf zehn Prozent zu erhöhen.

Beanstandet wurde lediglich die Tatsache, daß an einzelne Vertreter (u.a. an ATSV Lübeck und Fortuna Glückstadt je 40.000 Mark, an die Ostseehalle in Kiel 85.000 Mark) insgesamt 285.000 Mark gezahlt werden sollen, obwohl deren geplante Arbeiten noch gar nicht begonnen worden sind. Hier mußte der Sportförderungsausschuß jedoch alte Verpflichtungen abdecken. Bei 29 Stimmenthaltungen wurde der Jahresbericht des Sportförderungsausschusses angenommen. Einstimmig entlastet. Sämtliche Jahresberichte des Vorstandes und der Ausschüsse wurden ohne jede Kritik angenommen. Damit konnte dem Verbandsvorstand, der anschließend einstimmig entlastet wurde, kein besseres Zeugnis ausgestellt werden. Als Dr. Waßmund anschließend die goldene Ehrennadel verliehen wurde, wurde der Beifall zur Ovation.

Die silberne Ehrennadel des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes verlieh Dr. Waßmund an Paul Schumacher (Lübeck), Karl Holstein (Kiel), Herbert Koch (Husum), Herbert Henning (Flensburg) und Karl Blöcker (Neumünster).

Nur Möller umstritten. Einstimmig wiedergewählt wurde neben Dr. Waßmund auch der Schatzmeister Hans Löhndorf (Kiel). Umstritten war lediglich die Wahl des Beisitzers. Dirk Möller (Neustadt) wurde, obwohl ihm das Vertrauen seines Bezirks Lübeck entzogen worden war, mit 838 Stimmen gegen 379 für Weber (Lauenburg) erneut gewählt. Als Verbandsjugendwart wurde Hans Schmidt (Kiel) bestätigt.

Für notleidende Vereine. Der Haushaltsvoranschlag wurde nach einigen Ergänzungen angenommen. Ab 1. April 1954 trägt der Vorstand die gesamten Lehrgangskosten der Kreise für die Sportschule Malente; den Kreisen werden dafür lediglich drei Prozent der für sie vorgesehenen Summen gekürzt. Notleidende Vereine, die bei den Punktspielen Unterbilanz machen, sollen vom Verbandsvorstand unterstützt werden. Der Verbandsvorstand stimmte zu, die Küche in der Sportschule Malente zu erweitern.

Resolution an Landesregierung. Der Verbandstag faßte folgende Resolution, die umgehend der Landesregierung zugestellt werden soll: "Der Verbandstag des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes vertritt einmütig die Ansicht, daß Träger des Sportförderungsausschusses allein der Fußballverband sein muß. Der Verbandstag ist bereit, aus Billigkeitsgründen in ein neu zu wählendes Gremium einige Mitglieder des Landessportverbandes Schleswig-Holstein mit hineinzunehmen. Der Vorstand erklärt sich damit einverstanden, daß die Finanzgebarung des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes, insbesondere die Nachweisung für die von der Sportwette überwiesenen Mittel der Kontrolle der Landesrechnungskammer unterstellt wird."

Ein Antrag von Union Neumünster, die Amateurmannschaften der Oberligaklubs Holstein Kiel und VfB Lübeck nur außer Konkurrenz in den Bezirksliga-Staffeln spielen zu lassen und ihnen einen Aufstieg in die Amateurliga zu verwehren, erhielt zwar 577 Stimmen (bei 575 Gegenstimmen), wird aber nicht wirksam, da die erforderliche Zweidrittelmehrheit nicht erreicht wurde. Die Amateure von Holstein und VfB können sich also bis zur Amateurliga vorarbeiten. 1954 in Eckernförde. Der Verbandstag 1954 wurde mit großer Mehrheit nach Eckernförde vergeben. Weitere Bewerber waren Kiel und Leck. Angenommen wurden u.a. noch folgende Beschlüsse: Die Kreisvorsitzenden können in Zukunft als offizielle Vertreter ihrer Kreise an den Verbandstagen teilnehmen. Der Schiedsrichterobmann gehört dem Vorstand in Zukunft nicht nur mit beratender Stimme, sondern mit vollem Stimmrecht an. Ein Festspielen zwischen der ersten und zweiten Mannschaft gibt es nicht mehr. Die Satzungen des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes sollen vom Verbandsgericht und von vier gewählten "Experten" noch einmal überprüft und ergänzt werden.

VfL Schwartau muß absteigen. Die abschließende Diskussion um den Fall VfL Schwartau - Fortuna Glückstadt erhitzte noch einmal die Gemüter. Der Antrag Schwartaus, Fortuna Glückstadt die vier gegen Kilia Kiel und TSV Neustadt gewonnen Punkte wieder abzuerkennen, mußte als unzulässig zurückgewiesen werden, da der Vorstand nicht befugt ist, ein Urteil des höchsten Gerichts, des Verbandsgerichts, aufzuheben. Ein zweiter Schwartauer Antrag, den VfL als 17. Verein unter Berücksichtigung der Umstände, die zum Abstieg geführt haben, aufzunehmen, wurde, obwohl er zahlreiche Befürworter gefunden hatte, mit 676 gegen 651 Stimmen abgelehnt. Der VfL Schwartau muß also in der kommenden Saison in der Bezirksliga spielen.

Zum Abschluß der Sitzung wurde einstimmig eine Resolution an den Sportförderungsausschuß gefaßt, in der es heißt, daß alle bisher gegebenen Darlehen gestrichen werden sollen. Als die Delegierten den Verhandlungssaal verließen, konnten sie es in der Überzeugung tun, daß es mit dem schleswig-holsteinischen Fußball wieder bergauf geht, das Gröbste geschafft ist. Es war der erfreulichste Fußballverbandstag seit Kriegsende.
SPM

 

Bis zum Jahr 1960