Schuljahr 1957 - 58 Zeitraum Januar - März

 

Freitag, 3. Januar 1958

Bundesjugendspiele 1958

Zu Beginn des neuen Jahres wird die deutsche Jugend zu den Bundesjugendspielen 1958/59 aufgerufen, um im fairen sportlichen Kampf ihre Kräfte zu messen. In dem Aufruf, der an erster Stelle von Bundesinnenminister Schröder unterzeichnet ist, heißt es: „Nicht der Rekord des einzelnen, sondern dies gute sportliche Ausbildung aller, ihre Ertüchtigung für den Kampf des Lebens, ist das Ziel der Bundesjugendspiele.“

Der am Donnerstag im gemeinsamen Ministerialblatt veröffentlichte Aufruf appelliert an alle, die verantwortlich in der Jugendarbeit stehen, in enger Zusammenarbeit die Bundesjugendspiel zu unterstützen. Er richtet sich an die Gemeinden, die Gemeindeverbände, an die Sport-, Jugend- und Gesundheitsämter, an die Jugend-, Turn- und Sportorganisationen, an die Schulleiter und Lehrer.

Auch die Landesregierungen und alle Regierungspräsidenten sind gebeten worden, sich innerhalb ihrer Möglichketten für einen erfolgreichen Verlauf der Bundesjugendspiele einzusetzen. Die Behördenleiter werden aufgefordert die Initiative bei der Bildung der örtlichen Ausschüsse zu übernehmen.

Die Bundesjugendspiele 1958/59 sollen in zwei Abschnitten – im Sommer- und im Winterhalbjahr – stattfinden. Die Jugend aller Schularten und die schulentlassene Jugend soll sich zu Sport, Lied, Spiel und Tanz zusammenfinden. Die besten Leistungen im Wettkampf werden mit einer Ehrenurkunde des Bundespräsidenten ausgezeichnet.

Den Aufruf haben außerdem unterzeichnet: der Deutsche Städtetag, der Deutsche Landkreistag, der Deutsche Sportbund, die Arbeitsgemeinschaft deutscher Lehrerverbände, der Deutsche Sportärztebund, die Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder, der Deutsche Städtebund, der Deutsche Gemeindetag, der Deutsche Bundesjugendring, der Deutsche Philologenverband und der Deutsche Verband der Gewerbelehrer.

STORMARNER TAGEBLATT vom 3.1.1958

 

Sonnabend, 4. Januar 1958

Zweite Lehrerprüfung bestanden

st. – Vor einer Prüfungskommission unter Vorsitz von Schulrat Heitmann legte die an der Neuen Stadtschule tätige Lehrerin Frau Gisela Zabel mit Erfolg die zweite Lehrerprüfung ab.

STORMARNER TAGEBLATT vom 4.1.1958

 

Sonnabend, 4. Januar 1958

Elternversammlung

st. – Die Königin-Luise-Schule veranstaltet gemeinsam mit der Theodor-Mommsen-Schule vor den Übergangsprüfungen für weiterführende Schulen eine Elternversammlung. Sie findet am 10. Januar um 16 Uhr in der Aula der Königin-Luise-Schule statt.

STORMARNER TAGEBLATT vom 4.1.1958

 

Mittwoch, 15. Januar 1958

Neuer Schulleiter in Hoisdorf

st. – Die Gemeindevertretung wählte den 37jährigen Mittelschullehrer Hansjoachim Berg zum neuen Schulleiter der Volksschule Hoisdorf. Diese Stelle ist im vergangenen Jahr frei geworden, als der bisherige Schulleiter Ebel in den Ruhestand trat. … Lehrer Berg ist Stettiner und lebt seit dem Verlust seiner Heimat in Stormarn. Er war mehrere Jahre an der Stadtschule und der Königin-Luise-Schule in Bad Oldesloe tätig. Gegenwärtig unterrichtet er am Aufbauzug in Aumühle. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 15.1.1958

 

Mittwoch, 15. Januar 1958

Junglehrerin aus Bargteheide

st. – An die Stelle der kürzlich verstorbenen Lehrerin an der Alten Stadtschule Fräulein Helga Zastrow trat die Junglehrerin Fräulein Monika Zerrath. Sie ist ehemalige Königin-Luise-Schülerin und unterrichtete während des letzten halben Jahres an der Bargteheider Schule.

STORMARNER TAGEBLATT vom 15.1.1958

 

Mittwoch, 15. Januar 1958

Schriftliches Abitur

st. – Hinter den 35 Oberprimanern der hiesigen Theodor-Mommsen-Schule liegen drei schwere Tage, in denen sie die schriftlichen Arbeiten für das Abitur anfertigten. Wann die mündliche Prüfung folgen wird, steht noch nicht fest.

STORMARNER TAGEBLATT vom 15.1.1958

 

Donnerstag, 16. Januar 1958

Bald Einzug in die neuen Klassenräume

st. – Wie uns Bürgermeister Barth gestern mitteilte, sind die neugeschaffenen Klassenräume in der Theodor-Mommsen-Schule voraussichtlich Mitte bis Ende Februar beziehbar. Dann wird auch die Turnhalle wieder frei, in der gegenwärtig noch Mobiliar untergestellt ist. Man hofft, daß die Aula schon für die Entlassungsfeier der Abiturienten benutzt werden kann.

STORMARNER TAGEBLATT vom 16.1.1958

 

Donnerstag, 16. Januar 1958

Neuer Schulweg für viele junge Oldesloer

Wenn die Neue Stadtschule in Dienst gestellt wird – Zwei Bezirke geschaffen

st. – Mit Beginn des neuen Schuljahres wird die Kreisstadt zwei Volksschulen an verschiedenen Standorten haben: die zentral gelegene Alte Stadtschule in der Königstraße und die Neue Stadtschule am nördlichen Stadtrand in der Königsberger Straße. Wer von den Jungen und Mädel muß dann seinen Schulweg nach der Königstraße und wer nach der Königsberger Straße machen?

Die Antwort auf diese Frage hat der Stadtverwaltung und den Rektoren Mohr und Volkmann einige Kopfschmerzen bereitet. Nach eingehenden Beratungen wurde die Stadt in zwei Schulbezirke eingeteilt und diese Lösung dem Kreisschulamt zur Genehmigung unterbreitet.

Der Bezirk Neue Stadtschule umfaßt folgendes Gebiet: Lübecker Straße und alle nördlicheren Straßen, ferner Wendum, Berliner Ring, Bahnhof-, Besttor-, Mühlen-, Heiligengeist-, Hagen-, Hindenburg- und Schützenstraße. Dazu kommen Alt-Fresenburg und Poggensee. Das übrige Stadtgebiet gehört zum Bezirk Alte Stadtschule.

Man ist sich darüber klar, daß diese Einteilung nicht schon ab Ostern hundertprozentig angewendet werden kann, doch soll sie für alle Schulanfänger in Kraft treten. Die bisherigen Klassen der älteren Jahrgänge will man möglichst zusammenlassen. Für die Zeit des Übergangs wird der Konrektor der Neuen Stadtschule im Gebäude der Alten Stadtschule als eine Art Verbindungsmann tätig sein. Bürgermeister Hermann Barth betonte gestern, daß Rektorin Frau Emma Mohr von der Alten Stadtschule und Rektor Johannes Volkmann von der Neuen Stadtschule vorzüglich zusammenarbeiten, um die Anfangsschwierigkeiten zu überwinden.

Für viele Kinder wird sich künftig ein längerer Schulweg als bisher ergeben, andere werden einen kürzeren haben. Es kann auch der Fall eintreten, daß Geschwister in verschiedenen Schulen gehen müssen. Im Zusammenhang mit diesen Problemen ist die Frage aufgetaucht, ob die Neue Stadtschule am richtigen Platz gebaut worden ist. Vielleicht wäre die Meyer’sche Koppel hinter dem Stadion der Lage nach ein geeigneterer Bauplatz gewesen, da er über den Bürgerpark von der Stadtmitte aus leichter zu erreichen ist. Zweifellos liegt heute die Neue Stadtschule noch an der Peripherie, und man hat dem Schulbezirk vorerst sogar die Schützenstraße zuschlagen müssen, um eine ausreichend hohe Schülerzahl zu erreichen. Bei der regen Siedlungstätigkeit im Norden der Stadt dürfte sich das Schwergewicht jedoch allmählich verlagern.

STORMARNER TAGEBLATT vom 16.1.1958

 

Sonnabend, 18. Januar 1958

Aus der Schule geplaudert

st. – Der Vesdoro, Verein ehemaliger Schüler der Oberrealschule Oldesloe, hatte seine Mitglieder zur Generalversammlung in Wiggers Gasthof eingeladen. Vorsitzender Hans Werner Meyer wurde einstimmig wiedergewählt und wird somit auch im Jahre des 50jährigen Bestehens die Geschicke des Vereins leiten. Beim anschließenden traditionellen Grünkohlessen begrüßte der Vorsitzende mit besonderer Freude ehemalige Lehrer, Mitglieder des Vereins ehemaliger Schleeschüler Altona sowie eine Abordnung der Unterprima der Theodor-Mommsen-Schule. Nach dem Essen blieb man beim Austausch von Schulanekdoten noch einige Stunden in gemütlicher Runde beisammen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 6.2.1958

 

Sonnabend, 25. Januar 1958

So sieht die Theodor-Mommsen-Schule nach dem Umbau aus

FOTO!!!!!

Das Baugerüst ist gefallen. Die Theodor-Mommsen-Schule, Oldesloes Gymnasium, zeigt ein völlig verwandeltes Gesicht. Der rote Backsteinbau mit den weißen Putzfeldern unter den Fenstern erhielt einen modernen weißverputzten Aufbau mit Flachdach. Das neugeschaffene Vollgeschoß enthält sieben Klassenräume. Die erweiterte Aula erhielt große Fenster. Im kommenden Monat sind die Räume bezugsfertig.

STORMARNER TAGEBLATT vom 25.1.1958

 

Donnerstag, 6. Februar 1958

Rudolf Greve 75 Jahre

st. – Heute feiert der Maler Rudolf Greve seinen 75. Geburtstag. Der Jubilar genießt als Künstler und als Mensch hohen Ruf. Seine Heimat ist Flensburg, doch lebt er schon Jahrzehnte in Bad Oldesloe, wo er Kunsterzieher am Theodor-Mommsen-Gymnasium war. Noch täglich steht er an der Staffelei. Erst im Mai vorigen Jahres gab er mit einer Ausstellung im Stormarnhaus einen Einblick in sein Schaffen während der letzten Jahre.

STORMARNER TAGEBLATT vom 6.2.1958

 

Donnerstag, 13. Februar 1958

Schulpflegschaften

st. – Dem neuen Schulverwaltungsgesetz folgend, sollen auch hier Schulpflegschaften eingereichtet werden. Der Magistrat hat vorgeschlagen, daß für die Oberschule und die Mittelschule eine neunköpfige Schulpflegschaft gebildet wird. Für die beiden Volksschulen mit der Hilfsschule soll sich die Schulpflegschaft dagegen aus zwölf Personen zusammensetzen. Nach dem Schulverwaltungsgesetz müssen diesem Gremium je ein Drittel Lehre und Eltern sowie Vertreter der Konfessionen angehören. Auch die Stadt wird einen Vertreter entsenden.

STORMARNER TAGEBLATT vom 13.2.1958

 

Donnerstag, 13. Februar 1958

Seefeld hat Schulsorgen

st. – Die Eltern in den Siedlungsbezirken Schadehorn und Neufresenburg haben jetzt den Wunsch geäußert, daß ihre Kinder künftig die Oldesloer Volksschule besuchen und mit der Bahn ab Fresenburg fahren. Dadurch würde aber die Volksschule in Seefeld die Hälfte ihrer jetzt 58 Schüler verlieren. Auch die Seefelder Eltern haben den Wunsch, ihre Kinder vom fünften Schuljahr ab in die Oldesloer Schulen zu schicken. Dadurch würde die Seefelder Schule dann nur noch 15 Schüler haben. Das Schulamt erklärte dazu, daß eine solche Umschulung nur dann möglich sei, wenn alle Kinder vom ersten bis vierten Grundschuljahr (etwa 30) in Seefeld verbleiben. Wenn keine Einigung unter den Eltern erzielt werde, soll es bei der bisherigen Regelung bleiben.

STORMARNER TAGEBLATT vom 13.2.1958

 

Donnerstag, 20. Februar 1958

In 31 Schulen kein einziger Schwimmer!

Mangel an Badeanstalten zwingt zum Verzicht auf Schwimmkurse – Nur sechs ausgebaute Anlagen in ganz Stormarn – Eine nicht sehr erfreuliche Statistik

st. – Mitten im kalten Winter gibt das Kreisschulamt die von Konrektor Behnke, Bargteheide, dem Schulschwimmobmann des Kreises, zusammengestellte Schwimmstatistik für den vergangenen Sommer bekannt, der wegen seiner kalten, regenreichen Witterung für den Schwimmunterricht nicht gerade günstig war. Dennoch nahm die Zahl der zur Schulentlassung kommenden Schüler und Schülerinnen, die einen Schwimmausweis erwarben, erfreulich zu. Sie beträgt 63 Prozent.

Insgesamt betrachtet, ist an den 95 Volks-, Mittel- und Hilfsschulen des Kreises ein Rückgang in der Erlernung des Schwimmens im Vergleich zum Vorjahr 1956 festzustellen.

Von den 8063 Schulkindern im schwimmfähigen Alter nahmen nur 1738, das sind 22 Prozent, an regelmäßigem Schwimmunterricht teil. Von den 1266 Schülern und Schülerinnen, die Ostern die Schule verlassen werden, erwarben 781 einen Schwimmausweis. …

81 der 95 Schulen im Kreise stehen keine Badeanstalten zur Verfügung. In Stormarn gibt es nur sechs ausgebaute und acht behelfsmäßig eingerichtete Badeanstalten.

25 Schulen haben einen zwei bis drei Kilometer langen Anmarschweg. So darf es nicht verwundern, wenn es 31 Schulen gibt, in denen nicht ein Kind einen Schwimmausweis besitzt. 35 Schulen konnten im vergangenen Jahr keinen Zugang an Schwimmern verzeichnen.

Nur an 19 Schulen wurde regelmäßig Schwimmunterricht erteilt, 16 Schulen beschäftigen sich in der Freizeit mit Schwimmen. …

Die Lehre dieser Statistik: fördert das Schulschwimmen, pflegt die vorhandenen Schwimmbäder und baut neue!

STORMARNER TAGEBLATT vom 20.2.1958

 

Sonnabend, 22. Februar 1958

Schüler stellen aus

st. – Die Schüler der Neuen Stadtschule zeigen morgen in einer Ausstellung in der Schule Arbeiten aus dem Handarbeits-, Werk- und Zeichenunterricht. Diese Ausstellung ist von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Eltern und Freunde der Neuen Stadtschule sind herzlich eingeladen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 22.2.1958

 

Montag, 24. Februar 1958

207 Abzeichen für Mittelschüler

n. – In der Aula der Königin-Luise-Schule verteilte Rektor Lüth an Jungen und Mädchen 88 Sportabzeichen und 119 Leistungsabzeichen. Er beglückwünschte sie zu ihren sportlichen Erfolgen. Um die Schwimmbedingungen für das Sportabzeichen zu erfüllen, waren Besuche des Hallenbades Hoheweide-Hamburg erforderlich gewesen. Das Leistungsabzeichen kann ohne Schwimmübung erworben werden. Hieraus erklärt sich die höhere Zahl.

STORMARNER TAGEBLATT vom 24.2.1958

 

Mittwoch, 26. Februar 1958

35 glückliche Abiturienten

st. – Mit den mündlichen Prüfungen endete das Abitur für die beiden Oberprimen der Theodor-Mommsen-Schule. Alle 35 Abiturienten bestanden die Prüfung. Zehn waren von der mündlichen Prüfung befreit. Einer von ihnen, Gebhard Carsten, nahm trotzdem daran teil und verbesserte dadurch noch die Gesamtbeurteilung.

Vorsitzender der Prüfungskommission für die OIs war Oberschulrat Theune, für die OIm Oberstudiendirektor Staberock. Die Namen der Abiturienten und ihre Berufswünsche:

Klasse OIs:

Ilse Bubat (Lehrerin), Uwe Gewecke (Zollfahndungsdienst), Gerlinde Graw (Lehrerin), Christof Heitmann (Jurist), Ursula Rehder (Studium Physik und Mathematik), Wiebke Stoltenberg (Studienrätin), Johannes Ströh (Mühlenkaufmann), Elke Tramm* (Lehrerin), Marlies Wittig (Ärzten), Friedrich-Karl Zechlin (Studium Volks- und Betriebswirtschaft); alle Bad Oldesloe; Gebhard Carsten*, Schloß Grabau (Studium Rechts- und Staatswissenschaften), Gert Fischer*, Reinfeld (Lehrer), Bernd Lichtenberg, Kneeden (Dipl.-Handelslehrer), Gerhard Lüdecke*, Pölitz (Jura und Sprachen), Elfriede Schadwill*, Neritz (Lehrerin), Hartmut Sonnenberg, Rümpel (Offizier), Günther Wolgast, Wakendorf II (Sportlehrer).

Klasse OIm:

Gerold Benthin (Dipl.-Landwirt), Reinhard Friedrich (Studium Theologie), Werner Graff (Architekt), Klaus Heinemann* (Wirtschaftsjurist), Hans-Jürgen Karstens (Offizier), Klaus Käselau (Kunststudium), Helmut Kröger (Dipl.-Ingenieur), Hans-Joachim Kunze (Bergbauingenieur), Gerhard Lüth (Studium Naturwissenschaften(; alle Bad Oldesloe; Jochen Bauermeister, Hamburg-Blankenese (Technischer Kaufmann), Hartmut Imbt, Basthorst (Organist), Peter Koch, Lübeck (Studienrat), Gerd Lopau, Sülfeld (Dipl.-Ingenieur), Hartmut Scharring, Reinfeld (Architekt), Wolfram Schröder*, Gut Stegen (Jurist), Hanshinnerk Steffen, Wakendorf II (Lehrer), Hans Weber, Havighorst (Dipl.-Ingenieur), Heiko Wolgast*, Bad Oldesloe (Dipl.-Ingenieur). * = Von der mündlichen Prüfung befreit.

STORMARNER TAGEBLATT vom 27.2.1958

 

Mittwoch, 5. März 1958

Einweihungsfeier

st. – Der Einweihung des Umbaus der Theodor-Mommsen-Schule am kommenden Sonnabend geht ein Schulkonzert am Freitagabend unter Leitung von Studienrat Fritz Alshuth in der Aula des Gymnasiums voraus. In der Einweihungsfeier am Sonnabend vormittag wird Bürgermeister Hermann Barth die neuen Räume der Schule übergeben. Vertreter der Landesregierung sind zu der Feier eingeladen. Oberstudiendirektor Richard Staberock wird in seiner Ansprache die Abiturienten verabschieden. Ferner wird der Elternbeiratsvorsitzende Heinrich Wolgast eine Ansprache halten. An die Feierstunde schließt sich die Besichtigung der neuen Räume an.

STORMARNER TAGEBLATT vom 5.3.1958

 

Freitag, 7. März 1958

Aula mit festlichen Konzert eingeweiht

Hv. – Mit einem Konzert weihten der Chor und das Orchester der Theodor-Mommsen-Schule Oldesloe vor einem großen Zuhörerkreis die neu hergerichtete Aula ein, die einen festlich-hellen Anblick bot und überdies, wie der Abend bewies, akustisch gewonnen hat.

Der erste Teil des Programms war barocker Musik gewidmet. Es folgten zwei Werke Wolfgang Amadeus Mozarts. Den Abschluss bildeten Chöre Johannes Brahms‘ (zum Gedenken seines 125-jährigen Geburtstages) sowie Chöre aus „Carmina Burana“ von Carl Orff.

Dieses Programm war, den ursprünglichen Absichten des Tages der Hausmusik entsprechend, gut dem Schülerniveau angepaßt. Orchesterwerke, Chöre und Soli wechselten einander ab. Die Leitung des Abends lag in den Händen von Studienrat Fritz Alshuth, der sein Orchester straff und diszipliniert führte.

Besonders gut gelangen dem Orchester die beiden Händel-Werke („ Sinfonie A-Dur“ und „Rinaldo-Suite“). Neben den Orchesterwerken standen zwei große Soliwerke, das Doppelkonzert d-Moll von Johann Sebastian Bach und der 1. Satz aus dem Violinkonzert D-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart (Köchelverzeichnis 218). Mit dem ersteren hatten sich die beiden jungen Solisten Renate Hangarter und Barbara Schmidt eine schwere Aufgabe gestellt, die sie aber mit musikalischem Geschick und schon recht ansprechendem Ton meisterten.

Höhepunkt des Abends war das tunlich und musikalisch gut entwickelte Spiel des jungen Helmut Riedell (Mozarts Violinkonzert D-Dur).

Unter den zahlreichen Chorwerken sprachen vor allem die beiden Brahms-Chöre an sowie die sehr fein (von einem Auswahl-Chor) wiedergegebenen Zigeunerlieder Opus 112 von Johannes Brahms. Mit den kraftvoll und rhythmisch überwiegend gesungenen Chören aus „Carmina Burana“ zeigten sowohl der Chor als auch das Orchester mit Studienrat Alshuth am Flügel eine starke Leistung.

Viel Beifall dankte allen ausführenden und ihrem Dirigenten.

STORMARNER TAGEBLATT vom 8.3.1958

 

Sonnabend, 8. März 1958

Umbau der Theodor Mommsen Schule

Die Theodor-Mommsen-Schule, Oldesloes Gymnasium, hat durch den Umbau des Dachgeschosses ein völlig verwandeltes Aussehen erhalten. Nur ein halbes Jahr war für die umfangreichen Umbauarbeiten notwendig, und die Vorbereitung ging bewundernswert schnell. Ende Mai vorigen Jahres sperrte das Bauordnungsamt die Aula wegen Einsturzgefahr. Da die notwendigen Abbrucharbeiten während der großen Ferien vorgenommen werden sollten, hatte das städtische Bauamt – Architekt und Bauleiter – nur fünf Wochen für die Vorbereitung zur Verfügung. Schon am 10. Juli konnte es das Startzeichen zum Beginn der Arbeiten geben. Seit Mitte Februar werden die neu geschaffenen Räume bereits benutzt.

In dem neuen Dachgeschoß entstanden sechs Klassenräume und ein Musikraum, ausgestattet mit großen, einscheibigen Fenstern, einem Fußboden aus rotbraunen Gußasphalt und farbenfreudig gestrichenen Wänden und Decken. Die Decken haben eine leichte Neigung nach zwei Seiten, so daß in der Mitte jedes Raumes ein First entstanden ist. Diese Eigenart ist dadurch bedingt, daß die Zimmerdecke zugleich das Dach des großen Gebäudes ist. Dieses wird von einer Betonbalkenkonstruktion gehalten, so daß man die Zwischendecke ersparen konnte. Drei Zentimeter starke Korkplatten schützen gegen Wärme und Kälte.

Für die Beheizung des Dachgeschosses mußte die gesamte zentrale Dampfheizung im Gebäude überholt werden, wobei erhebliche technische und finanzielle Belastungen zu überwinden waren.

Der Umbau verhalf der Schule zugleich zu einer größeren Aula. Zwar war es nicht möglich, die Aula selbst zu erweitern. Doch die vorhandene kleine Empore wurde auf 18 Meter verlängert. Dort können nun drei Reihenbänke oder Stühle aufgestellt werden, so daß künftig alle Schüler gemeinsam an Feiern in der Aula teilnehmen können, was bisher nicht möglich war. Die Aula erhielt eine Schallfangdecke aus geschlitzten und gelochten Platten, die eine gute Akustik geschaffen haben. Heller Wand- und Deckenanstrich und gelbgetöntes Antikglas in den neuen Stahlfenstern geben dem großen Raum ein festlich-freundliches Aussehen. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 8.3.1958

 

Sonnabend, 8. März 1958

Nun knistert es nicht mehr im Dachgebälk

Theodor-Mommsen-Schule weihte Umbau ein – Viele Worte des Dankes

st. – „Möge die an Haupt und Gliedern wiederhergestellte Theodor-Mommsen-Schule, in deren Dachgebälk es so gefährlich geknistert hat, noch viele Jahrzehnte so erfolgreich wie bisher in der Heranbildung junger Menschen sein!“

Mit diesem humorvollen Satz drückte Kreistagsabgeordneter Konrad Meyer, Klinken, als Vertreter des Landrates das aus, was wohl die ganze große Festgesellschaft bewegte, die sich zur Einweihung des Umbaus und zur Entlassung der Abiturienten in der neugestalteten, blumengeschmückten Aula des Gymnasiums eingefunden hatte. Sie war von Oberstudiendirektor Richard Staberock herzlich begrüßt worden.

Zuvor hatte Bürgermeister Hermann Barth einen Überblick über die Vorgeschichte des Umbaus gegeben und das Stadtbauamt, im besonderen Stadtbaumeister Walter Heinemann und Baumeister Franz Wolff, für ihre schnelle Arbeit gelobt sowie allen am Bau tätigen Handwerkern gedankt. Mit dem Wunsche, daß sich die Schule in den neuen Räumen – sechs Klassen und ein Musiksaal – wohlfühlen möge, reichte er dem Oberstudiendirektor zum Zeichen der Übergabe die Hand.

Als Geschenk des Kreises übergab Abgeordneter Meyer eingerahmt graphisches Blatt, ein junges Mädchen darstellend. Der Vorsitzende des Vereins ehemaliger Schüler, Hans Werner Meyer, überreichte ein gerahmtes Foto der Schule vor der Umgestaltung des Dachgeschosses.

Damit hat, wie Oberstudiendirektor Staberock bemerkte, die Schule noch eine Erinnerung an die infolge des Umbaus verschwundene Uhr, die einst die Vorderfront schmückte und ein Geschenk des Vesdoro war. Der Direktor dankte sodann für den schönen Umbau. Er berichtete, daß die Enkelsöhne des Schutzpatrons der Schule, Theodor Mommsen, gratuliert haben. Genau wie heute, so fuhr der Schulleiter fort, sei die Schule am 7. Januar 1909 sehr stolz gewesen, als sie das nun umgestaltete Gebäude einweihte. Der Direktor verlas einen Bericht über die damalige Feier. Zwei, die die Feier damals miterlebten, weilten auch jetzt wieder unter den Festgästen: der 82jährige Professor Dr. Friedrich Benner und Dr. Heinrich Vogler.

Mahnende Worte richtete der Direktor an die 35 Abiturienten, bevor er ihnen ihre Zeugnisse aushändigte. Zugleich verabschiedete er 18 Untersekundaner, die ebenfalls die Schule verlassen.

Abiturient Bernd Lichtenberg dankte im Namen seiner Mitschüler und schloß seine Ansprache mit den Worten: „Unsere Dankbarkeit soll die Erfüllung der in uns gesetzten Erwartungen erweisen.“

Elternbeiratsvorsitzender MdL Heinrich Wolgast verband mit seinen Glückwünschen eine Entschuldigung: Er komme ohne Geschenk, doch die Eltern hätten in den vergangenen acht Jahren insgesamt 28.000 DM beigesteuert, und sie hätten dieses Geld gern gegeben.

Mit Musik von Händel, die auch die Feier eingeleitet hatte, und einem gemeinsam gesungenen Chorlied beendeten Schulorchester und -chor die Feierstunde. Ein Rundgang durch die neuen Räume schloß sich an.

STORMARNER TAGEBLATT vom 10.3.1958

 

Sonnabend, 8. März 1958

Großmutters Erzählungen als Aufsatzthema

14 ostdeutsche Tage gaben der Oldesloer Alten Stadtschule viele Impulse

st. – „Erzähl mir was von früher aus der Heimat“, baten in den letzten Wochen Kinder aus der Oberstufe der Alten Stadtschule ihre Eltern oder Großeltern, weil sie Aufsätze darüber schreiben sollten. Gemeint war die verlorene Heimat im Osten, deren Bild die Schule lebendig erhalten will. Sie veranstaltete erstmalig 14 Tage des Deutschen Ostens, die jetzt mit einem Elternabend der Klasse 8 zu Ende gingen.

Einfallsreichtum und Liebe zur Sache zeichnete diese Veranstaltungsreihe aus. Die Lehrer behandelten die ostdeutschen Provinzen im Deutsch-, Geschichts- und Geographieunterricht und hielten Vorträge, die Schüler und Schülerinnen schrieben Aufsätze, fertigten Statistiken, Zeichnungen und Werkarbeiten an, packten Pakete und sangen, tanzten und spielten auf Elternabenden. Auch Kinder aus alteingesessenen Familien hatten tätigen Anteil hieran.

Eine Umfrage bei den Eltern, ebenfalls in die Hände der Kinder gelegt, hatte folgendes Ergebnis: Von den rund 680 Schülern stammen 95 aus Ostpreußen, 59 aus Westpreußen, dem Warthe-Land oder Danzig, 88 aus Pommern, 36 aus Schlesien und 71 aus Mitteldeutschland oder Berlin. Das sind insgesamt 349 Heimatvertriebenenkinder, also die Hälfte.

Dieses Ergebnis stellten die Kinder in einem großen Schaubild dar. Es war in den 14 Tagen in einem Klassenraum zu sehen, der sich in ein Lesezimmer verwandelt hatte, in dem Stille herrschte. Da saßen die älteren Schüler und Schülerinnen ins Lesen vertieft. Oft war ihr Lehrer unter ihnen und las ebenfalls.

Die Schule hatte ostdeutsche Literatur aus der eigenen Bibliothek auf die Tische gestellt und zahlreiche Neuerwerbungen sowie Leihbücher hinzugefügt.

Als Schüler der Abgangsklasse Gerhart Hauptmanns „Weber“ in die Hände bekamen, begannen sie sofort mit verteilten Rollen vorzulesen.

Ganz allgemein sind Erzählungen im Dialekt sehr beliebt bei den Kindern. Einige schrieben sich Buchtitel ab und versicherten, sich dieses oder jenes Werk kaufen zu wollen.

Berichte über Heimatbräuche oder Fluchterlebnisse, Bilderreihen und Bücher sollen den Grundstock für eine Schulsammlung über den Deutschen Osten bilden und nach und nach ergänzt werden. Rektorin Mohr hofft, daß die intensive Beschäftigung die jungen Gemüter erfaßt und beeindruckt hat. Thema der nächsten Heimatwoche soll dann Schleswig-Holstein sein.

STORMARNER TAGEBLATT vom 8.3.1958

 

Sonnabend, 8. März 1958

Mittelschüler stellen aus

st. – Anläßlich der Abschlußprüfung der zehnten Klasse veranstaltet die Königin-Luise-Schule vom 12. bis 15. März in den unteren Räumen des neuen Schulflügels eine öffentliche Ausstellung von Arbeiten der Abgangsschüler und -schülerinnen. Sie ist jeweils von 15 bis 19 Uhr, am letzten Tage von 13 bis 17 Uhr geöffnet.

STORMARNER TAGEBLATT vom 8.3.1958

 

Dienstag, 11. März 1958

Oldesloer trafen sich in Südwestafrika

Vi. – Der Oldesloer Mittelschullehrer Fritz Rehkopf berichtet in seinem letzten Brief eine Begegnung mit Oldesloern in Afrika.

Der in Karibib (Südwestafrika) lebende Lehrer traf auf einer Fahrt nach Kapstadt in den sechswöchigen Schulferien, die dort im Dezember sind, die ehemalige Oldesloer Mittelschülerin Karen Griebel. In der Nähe von Windhuk steuerte sie einen schweren Lastwagen durch eine fließende „Rivier“ (nur zeitweilig wasserführendes Trockental). Es gab ein freudiges Wiedersehen, wobei die Kreisstadt Bad Oldesloe im Gesprächsmittelpunkt stand. Karin Griebel lebt auf einer Farm bei Mariental.

Durch die Urwälder Knysnas fuhr Fritz Rehkopf mit seinem VW-Bus die sogenannte Garden-Route. In Karibib erwartete ihn bereits ein weiterer Oldesloer, der zwei seiner Kinder für die Schule anmelden wollte. Beide Kinder waren in der Kreisstadt geboren, und der Vater war seinerzeit bei der Möbelfirma Stüwe als Tischler angestellt. Der Lehrer schreibt dazu in seinem Brief: „Wie klein die Welt ist, mögen sie aus diesen Beispielen sehen.“

STORMARNER TAGEBLATT vom 11.3.1958

 

Mittwoch, 12. März 1958

Wanderpreis für die Königin-Luise-Schule

st. – In Anwesenheit des Lehrerkollegiums und der Schülerschaft der Königin-Luise-Schule übergab der 1. Vorsitzende des Kreisleichtathletikverbandes, Gustav Rausch, einen von der Kreisstadt gestifteten Wanderpreis, eine Holzschnitzarbeit des Drechslermeisters Gaudlitz, an Rektor Lüth.

Dieser Wanderpreis, der zehn Jahre umkämpft werden soll, ehe er in den endgültigen Besitz einer Schule übergeht, ist der Lohn für die sportlichen Leistungen der Königin-Luise-Schüler. Wie der 1. Vorsitzende des Kreissportverbandes, Christian Ohrt, in einer Ansprache hervorhob, steht die Oldesloer Mittelschule weitaus an der Spitze im Kreise Stormarn. Im Vorjahr hatten sie die höchste Prozentzahl von Sportabzeichen aufzuweisen. Im Schuljahr 1957/58 erfüllten 119 Schüler die Bedingungen für das Leistungsabzeichen und 88 die für das Jugendsportabzeichen. Das sind 32 Prozent der Schüler.

Der Ehrung wohnte auch Landesturnobmann und Sachbearbeiter für den Turnhallenbau in Schleswig-Holstein, Schlotfeldt, bei. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 12.3.1958

 

Mittwoch, 19. März 1958

Dritte Volksschule fertig

st. – Wie Bürgermeister Barth mitteilte, soll in der neuen Volksschule an der Königsberger Straße gleich nach den Osterferien am 11. April der Unterricht aufgenommen werden. Am 12. April wird diese neue Schule mit neun Klassen, Physikraum sowie Lehrerzimmer offiziell mit der Schlüsselübergabe an Rektor Volkmann eingeweiht. Nachmittags soll die neue Schule für eine öffentliche Besichtigung freigegeben werden.

STORMARNER TAGEBLATT vom 20.3.1958

 

Freitag, 21. März 1958

„Das Schulbuch der Sowjetzone“

st. – In der Königin-Luise-Schule ist vom Sonnabend bis Dienstag eine Wanderausstellung zu besichtigen, die sich an Lehrer, Eltern und ältere Schüler wendet. Sie behandelt „Das Schulbuch der Sowjetzone“ und ist im Auftrage des Kultusministeriums und des Kuratoriums Unteilbares Deutschland zusammengestellt worden.

STORMARNER TAGEBLATT vom 21.3.1958

 

Sonnabend, 22. März 1958

Abgänger der Königin-Luise-Schule

Klasse 10a:

Frauke Erichsen, Inge Fahl, Ingrid Flötner, Henny Glatzel, Ursula Junck, Renate Kleinschmidt, Heidrun Larsen (alle Bad Oldesloe); Elke Lienau, Neritz; Jutta Koeppen, Reinfeld; Birgit Matzerath, Brigitte Rehse, Renate Rossi (Buchprämie), Ute Schulz, Elke Sindt (Buchprämie), Brunhild Walter (alle Bad Oldesloe); Beate Wegner, Reinfeld; Gudrun Wurzel, Wulmenau; Ulrich Bohn, Alfred Bretzlaff (beide Bad Oldesloe); Reimund Chudzinski, Reinfeld; Peter Ehlert, Sehmsdorf; Klaus Galke, Reinfeld; Klaus Dieter Gläser, Axel Hamann, Teja Herzog, Reinhard Klöfkorn (Buchprämie), Michael Morath, Lothar Müller (Buchprämie), Peter Schulz (alle Bad Oldesloe); Jürgen Stoffers, Neritz.

Klasse 10b:

Heidi Bour, Kerstin Bruder, Ute Bücking, Gisela Hecker, Heide Marie Hoffmann (alle Bad Oldesloe); Rotraut Hudemann, Itzstedt; Christel Hustermeier, Bad Oldesloe; Gesche Jurgeleit, Nütschau; Helga Kohn, Bad Oldesloe; Antje Kohnke, Eichede; Anita Leß, Bad Segeberg; Brigitte Lindemann, Meldewade; Antje Lüders, Bad Oldesloe; Ingrid Martens, Schmachthagen; Christiane Meyer, Klinken; Heidemarie Mohr, Wakendorf II; Hannelore Requart, Henstedt (Buchprämie); Ursula Sigismund, Bad Oldesloe; Inge Stelly, Rethwisch-Düpenau; Hans-Friedrich Bösch, Reinfeld; Dieter Fianke, Manfred Fischer (beide Bad Oldesloe); Heiko Goroncy, Jürgen Hader (beide Steinfeld); Werner Hillewerth, Tremsbüttel; Dietrich Holst, Bahrenhof; Gerhard Hölzel, Bad Oldesloe; Jürgen Kröger, Tralau (Buchprämie); Wolfgang Mahlke, Bad Oldesloe; Christian Penzel, Hans-Hermann Penzel (beide Wakendorf Il); Harald Peters, Hartwig Rickert, Gerfried Schwesig (alle Bad Oldesloe); Hans Stapelfeld, Steensrade.

KIasse 10c:

Karin Braasch Heidekamp (Buchprämie); Hannelore Graw, Ute Gosch (beide Bad Oldesloe); Erika Henze, Sülfeld; Christel Kößling, Grabau; Annegret Kuck, Bad Oldesloe; Margitta Krämer, Sehmsdorf; Ruth Marquardt, Bad Oldesloe; Elke Mönke, Reinfeld; Ulrike Plonka, Lieselotte Rekowski, Ingrid Ritzmann, Rosemarie Ruge (alle Bad Oldesloe); Ingke Siems, Reinfeld; Irmgard Scheil, Glinde; Renate Walter, Bad Oldesloe; Brigitte Wilkerling, Bad Oldesloe; Anke Wrage, Sülfeld (Buchprämie); Klaus Bartholl, Volker Benzmann (beide Bad Oldesloe); Michael Berent, Itzstedt; Hugo Drews, Bad Oldesloe; Jochen Franck, Rohlfshagen; Martin Fröhlich, Rethwischdorf; Jörg Henze, Bad Oldesloe; Jörg-Heinrich Isert, Alt-Fresenburg; Martin Kößling, Grabau; Karl-Heinz Lüth, Bargteheide; Jürgen Normann, Schönberg; Dieser Nötzel Tangstedt (Buchprämie); Hans-Michael Piekarski, Bad Oldesloe; Jürgen Redelin, Sülfeld; Holger Schütt, Bargteheide; Wilhelm Springer, Eichede; Hans-Peter Stübinger, Bad Oldesloe; Fritz Thies, Sülfeld (Buchprämie); Claus-Peter Wendorff, Sülfeld; Dieter Zühlke, Gut Stegen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 22.3.1958

 

Mittwoch, 26. März 1958

„Unsere kleine Stadt“ wieder gut besucht

st. – Die Wiederholung der Schüleraufführung von Thornton Wilders „Unsere kleine Stadt“ in der Theodor-Mommsen-Schule fand gestern abend in der fast ausverkauften Aula statt. Die Zuschauer spendeten starken Beifall. Es sei besonders daraus hingewiesen, daß das Stück heute um 20 Uhr und morgen um 18 Uhr ebenfalls in der Aula des Gymnasiums gespielt wird.

STORMARNER TAGEBLATT vom 26.3.1958

 

Mittwoch, 26. März 1958

Abschied von der Schule

Rektor a.D. Schmiedel 46 Jahre im Dienst an der Jugend

g. – Rektor a.D. Willy Schmiedel wurde von Schulrat Rudolf Heitmann aus dem Schuldienst verabschiedet. Vertreter der Stadt und des Ortslehrervereins nahmen mit dem Kollegium der Neuen Stadtschule an der Feier für den scheidenden Kollegen teil, der nach 46jähriger Dienstzeit als Lehrer und Schulleiter in den Ruhestand tritt.

Im Namen des Kultusministeriums übermittelte Schulrat Heitmann dem Scheidenden Dank und Anerkennung für seine selbstlose Arbeit an der Jugend und sein erfolgreiches Wirken als Kreisobmann für den deutschen Osten.

Rektor Johannes Volkmann hob in seinen Abschiedsworten hervor, daß es Rektor Schmiedel stets gelungen sei, durch einen feinen menschlichen Kontakt zu den Schülern deren Vertrauen und damit die Grundlage jeglichen erzieherischen Wirkens zu gewinnen.

Wertvolle Abschiedsgeschenke des Lehrervereins und des Kollegiums waren nur äußere Zeichen des Dankes an den Scheidenden, der durch seine aufgeschlossene und warmherzige Art jedem Kollegen ein wirklicher Freund wurde. Sein Wahlspruch lautetet: „Ich diene!“

Im Jahre 1892 in Berlin geboren, übte Willy Schmiedel seit 1919 seine Lehrtätigkeit an Volksschulen im Spreewald, bei Cottbus und in märkischen Landorten aus. 1932 wurde er zum Rektor ernannt. Seit 1951 wirkte er an der Neuen Stadtschule in Bad Oldesloe.

Da Willy Schmiedel Anliegen und Sorgen seiner Kollegen stets als seine eigenen ansah, übernahm er in Schönwalde und Bad Oldesloe die Leitung der Ortslehrervereine und setzte sich umsichtig und taktvoll für die Belange der Lehrerschaft ein.

STORMARNER TAGEBLATT vom 27.3.1958

 

Mittwoch, 26. März 1958

Konzert in der Königin-Luise-Schule

n. – Der Oldesloer Sing- und Spielkreis, verstärkt durch einen Schulchor recht junger Sänger, trat im voll besetzten Saal der Königin-Luise-Schule auf, viele Jugendliche hörten zu. Mittelschulrektor Heinrich Lüth hieß die Gäste willkommen, die für den Alltag etwas von dem Befreienden aufnehmen sollten, das in der Musik lebendig wird.

Die Vortragsfolge zeigte die neue Richtung der Zusammenarbeit zwischen Chor und Orchester. Die Motette von Giovanni Pierluigi da Palestrina „Adoramus te, Christe" führte die Zuhörer in die österliche Zeit; zart und innig umrahmte der Sopran die vom Tenor getragene Melodie, voll und gewaltig klang der Chor in Scheins „Was trübt dich, meine Seele“.

Der anschließende Teil enthielt Madrigale, mehrstimmige Lieder des 17. Jahrhunderts von Marenzio und Morley. Diese gegensatzreiche Satzfolge brachte der Schulchor lebendig und frisch. Nach einer kurzen Pause wartete das Orchester mit der Symphonie Nr. 27 von Joseph Haydn auf. Der erste und der dritte Satz gefielen besonders durch leichte und beschwingte Darbietung.

Im letzten Teil wurden Abendlieder geboten, die zwar stilistisch keinen einheitlichen Komplex darstellten, aber die gleiche Gemütssphäre ansprachen. Neben dem Abendlied aus Ungarn „Sonne hat sich müd gemacht“ war das Lied von Bresgen „O du stille Zeit", in dem Schulchor und Singkreis, unterstützt vorn Orchester, wechselweise die Melodie ein- und mehrstimmig aufnahmen, besonders wirkungsvoll.

Ihre bisher schwierigste Aufgabe hatte Gisela Weist als Solistin in „Mondacht“ von Robert Schumann zu bewältigen, was ihr bei ihrer bezaubernd schönen Stimme wohl gelang; ein Minimum an Dynamik könnte ihren Vortrag noch reizvoller gestalten. Renate Schacht, die über spieltechnische Fertigkeit verfügt, hatte die Klavierbegleitung übernommen. Die äußere und inhaltliche Sauberkeit des Musizierens in der Gemeinsamkeit von Schulmusik und Jugendmusik ist dem Dirigenten Ulrich Riedell vortrefflich gelungen. Den Sängern, dem Orchester und dem Dirigenten wurde zum Schluß mit starkem Beifall gedankt.

STORMARNER TAGEBLATT vom 27.3.1958

 

Mittwoch, 26. März 1958

Urkunden für 86 Stadtschüler

g. – Die Winterarbeit in der Leibeserziehung an der Neuen Stadtschule fand mit der Verleihung von Ehren- und Siegerurkunden durch Rektor Johannes Volkmann ihren Abschluß. Von insgesamt 140 Teilnehmern erhielten 18 Jungen und Mädel Ehrenurkunden des Bundespräsidenten und 68 Siegerurkunden des Kultusministers. Die besten Leistungen im turnerischen Vierkampf erzielten bei den Jungen Rolf Witthöft mit 79 von 80 möglichen Punkten und bei den Mädchen Hanna Döscher mit 76 Punkten.

STORMARNER TAGEBLATT vom 27.3.1958

 

Montag, 31. März 1958

… Haushaltsplan für 1958 einstimmig angenommen – Schwimmlehrbecken in diesem Jahr

st. – Der der erste normale Haushalt seit der Währungsreform – so hat Bürgermeister Barth in seinem Vorbericht den Haushaltsplan für das Rechnungsjahr 1958 bezeichnet, dem das Stadtparlament einstimmig zustimmte. Zu danken ist die Normalisierung der städtischen Finanzen der ständig gewachsenen Steuerkraft der örtlichen Wirtschaft. Wenn diese sich bei stabilen Verhältnissen weiter wie bisher entwickelt, wird die Stadt in der Lage sein, wichtige Aufgaben zu bewältigen. …

Aus der fast dreistündigen Sitzung seien hervorgehoben:

  • … Auf Anregung des Stadtrats Hoffmann, der von den Stadtverordneten Ludwig und Schömer unterstützt wurde, erhält die Neue Stadtschule in der Königsberger Straße, die am 12. April eingeweiht werden wird, den Namen Klaus-Groth-Schule.

Klaus Groth ist neben Fritz Reuter der bedeutendste niederdeutsche Dichter. Sein bekanntestes Werk ist der „Quickborn“, eine Sammlung von lyrischen Gedichten, volkstümlichen Liedern, Kinderliedern und Balladen in Dithmarscher Mundart. Klaus Groth wurde am 24. April 1819 in Heide geboren, wo er von 1841-1847 Lehrer war. Später lebte er auf Fehmarn und in Bonn. 1866 wurde er zum Professor in Kiel berufen. Dort starb er am 1. Juni 1899. In seinem Geburtshaus befindet sich heute das Klaus-Groth-Museum.

  • Nach einer sehr lebhaften Debatte billigte der Stadtparlament die Anlage eines Schwimmlehrbeckens mit Kosten bis zu 40.000 DM. Wo und wie es errichtet wird, soll noch geprüft werden, doch soll es noch in diesem Jahr für den Schwimmunterricht zur Verfügung stehen. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 1.4.1958

 

Montag, 31. März 1958

Schwimmbecken neben Flußbadeanstalt?

Die Oldesloer Jungen und Mädel sollen wieder Schwimmunterricht bekommen

st. – Die Kreisstadt soll ein Schwimmlehrbecken bekommen. Das hat die Stadtverordnetenversammlung beschlossen. Aber über das wo und wie ist noch nicht entschieden worden.

Das Strandbad Poggensee eignet sich nicht zur Erteilung von Schwimmunterricht, und die Trave- und Flußbadeanstalt am Bürgerpark bleibt vorerst geschlossen. Auf die Dauer kann natürlich der Schulschwimmunterricht nicht ausfallen. Für eine großzügige Lösung, wie sie in den dieser Tage erschienenen Vereinsnachrichten des VfL angeregt wird – Bau einer zentral gelegenen Übungsstätte im Zusammenhang mit der neuen Turnhalle –, besteht bei der Mehrheit des Stadtparlaments keine Neigung. Immerhin sind im neuen Haushaltsplan 40.000 DM für ein Schwimmlehrbecken eingesetzt worden, wobei die Stadt mit einem eigenen Anteil von 14.000 DM auszukommen hofft, 26.000 DM erwartet man vom Bund und Land.

Der im Bauausschuß beratene Plan, den früheren Schießstand im Bürgerpark auszubauen, fand wenig Gegenliebe. Vor allem wurde geltend gemacht, daß dieses Becken mit kostbarem Leitungswasser ständig neu gefüllt werden müßte. Die Meinung ging dahin, ein Becken neben der Flußbadeanstalt zu schaffen, in das Travewasser geleitet werden könnte.

Jedenfalls erwartet das Stadtparlament vom Bauamt, daß es noch in diesem Jahr den Wunsch der Schulen, Sportvereine und der Jugend nach einem Schwimmlehrbecken erfüllt.

STORMARNER TAGEBLATT vom 8.4.1958

 

Bis zum Jahr 1960