Sportstätten in Bad Oldesloe

Das Jahr 1958

 

Sonnabend, 25. Januar 1958

Neuerungen im Stadion

Mi. – Nachdem der bisherige Platzwart des Oldesloer Stadions, Otto Schmidt, aus beruflichen Gründen mit seiner Familie nach Süddeutschland verzogen ist, hat der VfL mit diesem Posten Rudolf Wohlers betraut, der in den nächsten Tagen die Wohnung im Blockhaus des Stadions beziehen wird. - Erstmalig wurde jetzt die neue Lichtanlage am Trainingsplatz im Stadion benutzt. Sechs Lichtstrahler beleuchten die 60 mal 50 Meter große Trainingsanlage, die zwar noch nicht ganz hergestellt ist, aber der Liga des VfL schon eine ausreichende Trainingsmöglichkeit bietet.

STORMARNER TAGEBLATT vom 25.1.1958

 

Freitag, 14. Februar 1958

Schlechte Aussichten für Saalbau

st. – Beim Diskussionsabend in der Volkshochschule wurde auch das als starker Mangel empfundene Fehlen eines Saalbaues mit 800 bis 1000 Plätzen angeschnitten. Bürgerworthalter Rosch stellte dazu fest, daß die Stadt einen Saal weder bauen kann noch darf. Das sei Sache der Privatinitiative. Die Suche nach einem unternehmungslustigen Gastronomen mit dem nötigen Kapital durch Anzeigen in großen Tageszeitungen und Fachzeitschriften ist jedoch bisher erfolglos geblieben.

STORMARNER TAGEBLATT vom 14.2.1958

 

Donnerstag, 20. Februar 1958

In 31 Schulen kein einziger Schwimmer!

Mangel an Badeanstalten zwingt zum Verzicht auf Schwimmkurse – Nur sechs ausgebaute Anlagen in ganz Stormarn – Eine nicht sehr erfreuliche Statistik

st. – Mitten im kalten Winter gibt das Kreisschulamt die von Konrektor Behnke, Bargteheide, dem Schulschwimmobmann des Kreises, zusammengestellte Schwimmstatistik für den vergangenen Sommer bekannt, der wegen seiner kalten, regenreichen Witterung für den Schwimmunterricht nicht gerade günstig war. Dennoch nahm die Zahl der zur Schulentlassung kommenden Schüler und Schülerinnen, die einen Schwimmausweis erwarben, erfreulich zu. Sie beträgt 63 Prozent.

Insgesamt betrachtet, ist an den 95 Volks-, Mittel- und Hilfsschulen des Kreises ein Rückgang in der Erlernung des Schwimmens im Vergleich zum Vorjahr 1956 festzustellen.

Von den 8063 Schulkindern im schwimmfähigen Alter nahmen nur 1738, das sind 22 Prozent, an regelmäßigem Schwimmunterricht teil. Von den 1266 Schülern und Schülerinnen, die Ostern die Schule verlassen werden, erwarben 781 einen Schwimmausweis. …

81 der 95 Schulen im Kreise stehen keine Badeanstalten zur Verfügung. In Stormarn gibt es nur sechs ausgebaute und acht behelfsmäßig eingerichtete Badeanstalten.

25 Schulen haben einen zwei bis drei Kilometer langen Anmarschweg. So darf es nicht verwundern, wenn es 31 Schulen gibt, in denen nicht ein Kind einen Schwimmausweis besitzt. 35 Schulen konnten im vergangenen Jahr keinen Zugang an Schwimmern verzeichnen.

Nur an 19 Schulen wurde regelmäßig Schwimmunterricht erteilt, 16 Schulen beschäftigen sich in der Freizeit mit Schwimmen. …

Die Lehre dieser Statistik: fördert das Schulschwimmen, pflegt die vorhandenen Schwimmbäder und baut neue!

STORMARNER TAGEBLATT vom 20.2.1958

 

Dienstag, 18. März 1958

Wo soll unsere Jugend schwimmen lernen?

Mi. – In der Jahreshauptversammlung der Schwimmsparte des VfL Oldesloe wurde Hans Schlicht für den zurückgetretenen Hans Hommes zum Spartenleiter gewählt. Hauptsorge dieser Sparte ist: Wo sollen unsere Jugendlichen schwimmen lernen?

Nach Schließung der Trave-Badeanstalt und der damit verbundenen Verlagerung des Schwimmsports nach dem Poggensee ließ im Vorjahr die Beteiligung an den Übungsstunden nach und die Mitgliederzahl ging fast um die Hälfte zurück.

Die Schließung der Trave-Badeanstalt machte sich vor allem beim Schulschwimmen bemerkbar und brachte den Schwimmunterricht und die Prüfungsabnahmen zum Erliegen, weil die Möglichkeit am Poggensee hierzu einfach fehlt.

Die Sparte bedauert, daß mit dem Bau der neuen Turnhalle nicht die Möglichkeit genutzt wurde, eine zentral gelegene Schwimmübungsstätte zu schaffen.

Der lange Weg zum und vom Poggensee von etwa eineinhalb Stunden stellt den Nutzen des Schwimmens im Poggensee nicht nur in Frage, sondern macht ihn für die Jugend unter Umständen sogar schädlich.

STORMARNER TAGEBLATT vom 18.3.1958

 

Donnerstag, 20. März 1958

Saalbau im Gespräch

st. – Der Magistrat diskutierte erneut das Problem „Saalbau“. In der letzten Zeit hat der städtische Saalbau-Ausschuß einige Entwürfe eingeholt. Dabei hat ein Architekt vorgeschlagen, im „Oldesloer Hof“ gleich zwei Säle für 600 bis 800 Personen übereinander zu bauen. In anderen Plänen wurde dargelegt, einen neuen Saalbau mit der Stirnseite an der Königstraße zu errichten und den alten Saal des „Oldesloer Hofes“ als Verbindungsstück mit Nebenräumen einzurichten. Wie Bürgermeister Hermann Barth gestern dazu erklärte, scheitern alle diese Pläne an der Finanzierung. Der Bau eines Saales würde mindestens 200.000 Mark kosten. Es wäre allerdings möglich, dafür zinsverbilligte Kredite des Landes zu bekommen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 20.3.1958

 

Montag, 31. März 1958

… Haushaltsplan für 1958 einstimmig angenommen – Schwimmlehrbecken in diesem Jahr

st. – Der der erste normale Haushalt seit der Währungsreform – so hat Bürgermeister Barth in seinem Vorbericht den Haushaltsplan für das Rechnungsjahr 1958 bezeichnet, dem das Stadtparlament einstimmig zustimmte. Zu danken ist die Normalisierung der städtischen Finanzen der ständig gewachsenen Steuerkraft der örtlichen Wirtschaft. Wenn diese sich bei stabilen Verhältnissen weiter wie bisher entwickelt, wird die Stadt in der Lage sein, wichtige Aufgaben zu bewältigen. …

Aus der fast dreistündigen Sitzung seien hervorgehoben:

  • … Nach einer sehr lebhaften Debatte billigte der Stadtparlament die Anlage eines Schwimmlehrbeckens mit Kosten bis zu 40.000 DM. Wo und wie es errichtet wird, soll noch geprüft werden, doch soll es noch in diesem Jahr für den Schwimmunterricht zur Verfügung stehen. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 1.4.1958

 

Montag, 31. März 1958

Schwimmbecken neben Flußbadeanstalt?

Die Oldesloer Jungen und Mädel sollen wieder Schwimmunterricht bekommen

st. – Die Kreisstadt soll ein Schwimmlehrbecken bekommen. Das hat die Stadtverordnetenversammlung beschlossen. Aber über das wo und wie ist noch nicht entschieden worden.

Das Strandbad Poggensee eignet sich nicht zur Erteilung von Schwimmunterricht, und die Trave- und Flußbadeanstalt am Bürgerpark bleibt vorerst geschlossen. Auf die Dauer kann natürlich der Schulschwimmunterricht nicht ausfallen. Für eine großzügige Lösung, wie sie in den dieser Tage erschienenen Vereinsnachrichten des VfL angeregt wird – Bau einer zentral gelegenen Übungsstätte im Zusammenhang mit der neuen Turnhalle –, besteht bei der Mehrheit des Stadtparlaments keine Neigung. Immerhin sind im neuen Haushaltsplan 40.000 DM für ein Schwimmlehrbecken eingesetzt worden, wobei die Stadt mit einem eigenen Anteil von 14.000 DM auszukommen hofft, 26.000 DM erwartet man vom Bund und Land.

Der im Bauausschuß beratene Plan, den früheren Schießstand im Bürgerpark auszubauen, fand wenig Gegenliebe. Vor allem wurde geltend gemacht, daß dieses Becken mit kostbarem Leitungswasser ständig neu gefüllt werden müßte. Die Meinung ging dahin, ein Becken neben der Flußbadeanstalt zu schaffen, in das Travewasser geleitet werden könnte.

Jedenfalls erwartet das Stadtparlament vom Bauamt, daß es noch in diesem Jahr den Wunsch der Schulen, Sportvereine und der Jugend nach einem Schwimmlehrbecken erfüllt.

STORMARNER TAGEBLATT vom 8.4.1958

 

Donnerstag, 3. April 1958

Ölheizung für die neue Turnhalle

st. – Der Magistrat hat sämtliche Aufträge für die neue Mittelschulturnhalle in Höhe von 185.000 DM vergeben. Die Halle wird Ölheizung erhalten und soll bis zum Herbst fertig sein.

STORMARNER TAGEBLATT vom 3.4.1958

 

Donnerstag, 24. April 1958

Leibeserzieher klagen an

n. – Die Arbeitsgemeinschaft der Leibeserzieher der Oldesloer Schulen tagte bei Busch, um den Plan für die Sommerarbeit und die gemeinsamen Veranstaltungen festzulegen. Kreissportlehrer Bernhard Nowak begrüßte den 1. Vorsitzenden des Ortsausschusses für Leibesübungen Christian Ohrt, der über den Stand des ersten Bauabschnittes zur Umgestaltung des Exers referierte, ferner den Leiter des Jugend- und Sportheimes Karl-Heinz Schmidt, der über die Benutzung der Umkleideräume auf dem Exer berichtete und ein offenes Ohr für die Wünsche der Sportkollegen hatte. Das Umkleiden bereitet bei dem sportlichen Andrang der Klassen Schwierigkeiten, weil die Räume nicht ausreichen.

Größte Empörung rief der augenblickliche Zustand des Exers hervor. Es erscheint fast verantwortungslos, Schulkinder auf die unebene Bahn zu schicken; die Sperrbalken sind unsachgemäß angebracht; die 100-Meter-Bahn ist verkürzt; beim Rundenlauf müssen die Rasenanlagen betreten werden. Die Umlegung der Sprunggruben ist bis zu Beginn der Sommerarbeit nicht erfolgt.

Die Sportlehrer trafen die Feststellung, daß in jedem Beruf die Voraussetzungen für eine positive Arbeit geschaffen würden, die Leibeserzieher aber erst um diese Voraussetzungen kämpfen müßten, um die Gesundheit unserer Schuljugend zu erhalten.

Der Wanderpreis im Schwimmen wird auch in diesem Jahr nicht von den Schulen verteidigt werden können. Ein diesbezüglicher Entschluß der Arbeitsgemeinschaft wird dem Magistrat zugehen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 25.4.1958

 

Montag, 28. April 1958

… Debatte über den Exer

st. – Die Kreisstadt wird 16 Rentnerwohnungen bauen. Dies beschloß das Stadtparlament. …

Eine lebhafte Debatte entwickelte sich … über einen Antrag der Turn- und Sportlehrer der Oldesloer Schulen, die Laufbahn und die Sprunganlagen auf dem Exer benutzungsfähig zu machen und den Wochenmarkt zu verlagern, da er den Schulsport erheblich beeinträchtige.

In dem Antrag wurde darauf hingewiesen, daß zeitweilig 300 bis 400 Kinder auf dem Exer Sportunterricht haben. Für sie stünde keine Laufbahn zur Verfügung, obwohl beispielsweise 55 Prozent der Schüler einer Untersekunda sich Nagelschuhe für den Laufsport gekauft hätten. Die Sprunganlagen seien lediglich behelfsmäßig hergerichtet. Den Zustand wollen die Turn- und Sportlehrer nicht mehr verantworten.

Stadtverordneter Ernst Kindt erklärte, der Sport- und Jugendausschuß werde alles versuchen, um diese Mängel abzustellen.

Er machte allerdings den Lehrern den Vorwurf, daß sie auf Aufforderungen, Vorschläge für die Verbesserung der Anlagen zu machen, nicht reagiert hätten.

Stadtrat Bruno Rickert und Stadtverordneter Johannes Burmeister erkannten zwar die Bedeutung des Sports an, bezeichneten jedoch aus wirtschaftlichen Gründen den Wochenmarkt als wichtiger.

Stadtrat Carl Hoffmann sah das Hauptübel in der Tatsache, daß die schweren Wagen für den Wochenmarkt auf den Exer fahren. Wenn man dies nicht mehr wolle, dann müsse man einen Parkplatz in dem Dreieck zwischen Logenhaus, Kinderbaracke und Wochenmarktplatz schaffen. Dazu würde es allerdings notwendig sein, einige der dortigen kleinen Bäume abzuschlagen.

Bürgerworthalter Willy Rosch schlug vor, den Antrag dem Sport- und Jugendausschuß zu überweisen, der ihn dringlich behandeln möge. Damit erklärten sich die Stadtverordneten einstimmig einverstanden. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 29.4.1958

 

Montag, 28. April 1958

Um den Saalbau

st. – Stadtverordneter Schömer forderte vom Stadtparlament, sich darüber klar zu werden, ob es den Saalbau als öffentliche Aufgabe ansehen wolle. Die Verwaltung möge in der nächsten Sitzung über den Stand der Angelegenheit Bericht erstatten. Bürgerworthalter Rosch bat Bürgermeister Barth, den Saalbauausschuß des Stadtparlaments zu einer Sitzung einzuberufen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 29.4.1958

 

Montag, 28. April 1958

Ölheizung für die Mittelschulturnhalle

st. – … Die im Bau befindliche Turnhalle für die Mittelschule wird mit einer Warmwasser-Plattenheizung mit Ölfeuerung, die gegebenenfalls auch durch Koksfeuerung ersetzt werden kann, ausgestattet werden.

Nach ausgedehnter Debatte, an der sich zahlreiche Stadtverordnete beteiligten, entschied sich die Stadtvertretung mit Mehrheit für diese Heizungsart und bewilligte gleichzeitig einen Mehrbetrag von 25.300 DM. Damit erhöht sich die Bausumme von ursprünglich 165.000 auf 191.300 DM. Fünf Stadtverordnete hatten für die Gasstrahlungsheizung gestimmt.

STORMARNER TAGEBLATT vom 29.4.1958

 

Mittwoch, 30. April 1958

Strandbad rüstet sich für Badesaison

st. – Das städtische Strandbad Poggensee wird gegenwärtig für die kommende Badesaison überholt. ES werden Zäune gesetzt und Pappeln als Abgrenzung gepflanzt. Die Liegeweise wird unterteilt; eine Hälfte soll künftig als Spielplatz dienen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 30.4.1958

 

Freitag, 23. Mai 1958

Unerwünschter Querpfad

st. – Der Trampelpfad quer über den Exer ist den Sportvereinen seit langem ein Dorn im Auge, da die Spiele häufig durch Passanten gestört werden. Man war deshalb an die Stadt mit Bitte um Abhilfe herangetreten. Der Magistrat hat sich mit der Frage beschäftigt. Wie Bürgermeister Hermann Barth mitteilte, hält man eine Absperrung lediglich an den einmündenden Wegen für zwecklos, da die Passanten sie doch umgehen würden. Eine vollständige Einzäunung aber verbiete sich aus den verschiedensten Gründen. Also wird es wohl bei dem unerwünschten Querpfad bleiben.

STORMARNER TAGEBLATT vom 23.5.1958

 

Freitag, 23. Mai 1958

Sportlehrer sollen ihre Wünsche sagen

st. – Der Magistrat hat 1500 DM für die Herrichtung der Sportanlagen auf dem Exer freigegeben. Dazu sollen die Sportlehrer Vorschläge machen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 23.5.1958

 

Freitag, 23. Mai 1958

Badesaison hat begonnen

st. – Im Strandbad am Poggensee hat die Badesaison begonnen. Bei einer Wassertemperatur von 15 Grad konnte man in den letzten Tagen die ersten Badegäste beobachten. Bademeister Hommes hat wieder seinen Sommersitz in der Jagdhütte bezogen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 23.5.1958

 

Dienstag, 3. Juni 1958

Parkplatz am Pferdemarkt

st. – Brechend voll mit Kraftfahrzeugen, vor allem der Kieler Schlachtenbummler, war am Sonntag beim Aufstiegsspiel des VfL Oldesloe der Pferdemarkt. Auf Beschluß des Bauausschusses soll ein Teil der angelegten Grünflächen wieder entfernt werden, um Parkraum zu schaffen. Lediglich ein schmaler Streifen als Abgrenzung der Parkfläche gegen die Segeberger Straße soll bleiben. Allerdings müßte die Parkfläche auch befestigt werden. Falls der VfL künftig in der 1. Amateurliga spielt, ist bei Heimspielen immer mit einem starken Andrang auswärtiger Schlachtenbummler zu rechnen, die dann ihre Fahrzeuge am Pferdemarkt abstellen können.

STORMARNER TAGEBLATT vom 3.6.1958

 

Mittwoch, 4. Juni 1958

Noch kein Schwimmlehrbecken in diesem Jahr

st. – Wie Bürgermeister Hermann Barth mitteilte, wird sich die Hoffnung, daß noch in diesem Jahr ein Schwimmlehrbecken gebaut wird, nicht erfüllen. Vor 1959 ist nicht mit Landeszuschüssen zu rechnen.

Zwar haben die Stadtverordneten nach sehr lebhafter Aussprache am 30./31. März die Anlage eines Lehrschwimmbeckens mit Kosten bis zu 40.000 DM beschlossen, doch waren dabei Landes- und Bundeszuschüsse zur Bedingung gemacht worden. Wie jetzt aus Kiel verlautete, kann das Land in diesem Jahr keine Mittel zur Verfügung stellen, da das Schulbauprogramm zur Beseitigung des Schichtunterrichts und der Turnhallenbau den Vorrang haben. Bundesmittel gibt es aber nur bei gleichzeitigem Zuschuß durch das Land.

Der Bürgermeister teilte weiter mit, daß der Bauplatz des Lehrbeckens noch nicht feststeht. In der Stadtverordnetensitzung waren die Meinungen unterschiedlich gewesen. Während das Bauamt an den Ausbau des früheren Schießstandes im Bürgerpark gedacht hatte, hielten einige Stadtverordnete den Platz neben dem Planschbecken der Trave-Flußbadeanstalt für geeignet.

STORMARNER TAGEBLATT vom 5.6.1958

 

Donnerstag, 5. Juni 1958

Keine neuen Umkleideräume für das Strandbad

st. – An einem der letzten Tage der neuen Badesaison zählte man bereits 700 Gäste im Strandbad Poggensee, wobei der Mangel an Umkleidekabinen stark empfunden wurde. Bürgermeister Barth machte gestern keine Hoffnungen auf eine Erweiterung der vorhandenen Anlagen. Auch an die Einrichtung von Wechselzellen, wie sie sich in anderen öffentlichen Badeanstalten bewährt haben, wird nicht gedacht. Ob die Trave-Flußbadeanstalt jemals wieder in Betrieb genommen wird, ist völlig ungewiß.

STORMARNER TAGEBLATT vom 5.6.1958

 

Donnerstag, 5. Juni 1958

Sprungbrett zu groß

st. – Auf Kopfstände müssen die Badegäste im Strandbad Poggensee vorerst verzichten. Das neue Sprungbrett kann auf dem aufgebauten Holzturm nicht montiert werden, weil es zu groß ist.

STORMARNER TAGEBLATT vom 5.6.1958

 

Sonntag, 15. Juni 1958

Strandbad dicht bevölkert

st. – Einen Rekordbesuch hatte das Strandbad Poggensee mit 816 Badelustigen zu verzeichnen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 16.6.1958

 

Mittwoch, 2. Juli 1958

Sportplatz am nördlichen Stadtrand Oldesloes?

Begrüßenswerter Plan der Stadt – In unmittelbarer Nachbarschaft der Klaus-Groth-Schule

st. – Bürgermeister Hermann Barth teilte mit, daß die Anlegung eines Sportplatzes auf einer Wiese zwischen dem Gelände der Klaus-Groth-Schule und dem St. Josefs-Haus am Wendum in Aussicht genommen worden ist.

Obwohl die Kreisstadt über ein Stadion verfügt, um das sie die meisten gleichartigen Städte beneiden, herrscht doch ein ausgesprochener Sportplatzmangel, denn das Stadion ist an den VfL verpachtet und wird nach dem Aufstieg der Fußball-Ligamannschaft hauptsächlich deren Spielen und den leichtathletischen Wettkämpfen vorbehalten bleiben. Der ATSV und die unteren VfL-Mannschaften sind auf den Exer angewiesen, und der THC Blau-Weiß muß auf die Austragung von Hockeyspielen in Bad Oldesloe wegen Fehlens einer geeigneten Anlage verzichten, ganz zu schweigen von den Schulen, die ihre Sportstunden ebenfalls auf dem Exer abhalten müssen. Zwar läßt die Stadt gegenwärtig die Sprunggruben nach den Wünschen der Sportler herrichten, doch bleibt die Laufbahn in einem Zustand, der ihre Benutzung eigentlich verbietet.

Ein neuer Sportplatz am nördlichen Stadtrand in unmittelbarer Nachbarschaft der Klaus-Groth-Schule würde natürlich eine begrüßenswerte Entlastung des Exers bedeuten, zumal die als dritter Bauabschnitt geplante Turnhalle dieser Schule später eine ideale Ergänzung mit sich brächte.

Dieser Platz könnte auch dem ATSV zur Verfügung gestellt werden, der schon lange auf ein eigenes Sportgelände wartet. Der ATSV wäre damit einverstanden, nachdem er sich mit Sportplatzprojekten an der Papierfabrik und auf dem Schützenplatz an der Sehmsdorfer Straße nicht hat befreunden können.

Die Stadt wird an die katholische Kirchengemeinde, in deren Besitz sich die Wiese befindet, mit einem Kaufangebot herantreten.

STORMARNER TAGEBLATT vom 3.7.1958

 

Donnerstag, 3. Juli 1958

Schwimmunterricht am Poggensee

st. – Da sich der geplante Bau eines Schwimmbeckens wegen Ausbleibens der Zuschüsse von Land und Bund vorerst nicht verwirklichen läßt, soll der Schwimmunterricht für die Schulen im Strandbad Poggensee stattfinden. Bauamt und Sportlehrerschaft sind sich über die entsprechenden baulichen Maßnahmen einig geworden.

STORMARNER TAGEBLATT vom 3.7.1958

 

Sonnabend, 12. Juli 1958

Frische Farbe in der Flußbadeanstalt

st. – Die Umkleidekabinen der Trave-Badeanstalt bekommen einen neuen Anstrich. Zwar ist das Bad geschlossen, doch werden die Kabinen bei größeren Rasensportveranstaltungen im Stadion oder auf dem Exer zum Umkleiden benutzt.

STORMARNER TAGEBLATT vom 12.7.1958

 

Sonnabend, 12. Juli 1958

Neues Eingangstor

st. – Der Magistrat stellte 800 DM für die Erneuerung des Durchgangstores zum Stadion an der Pferdemarktseite zur Verfügung. Es sind steinerne Pfeiler mit einem soliden Gitter vorgesehen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 12.7.1958

 

Mittwoch, 23. Juli 1958

Wann wird die Turnhalle fertig?

st. – Im Stadtparlament fragte der Stadtverordnete Karl Hungerland (SPD) den Magistrat, wann mit der Fertigstellung der Turnhalle für die Mittelschule zu rechnen sei. Bürgermeister Hermann Barth erklärte, daß der Bauunternehmer die Verzögerung mit Materialschwierigkeiten begründe. Man dürfe allerdings auch nicht vergessen, daß es Unklarheiten während des Baues gegeben habe. Dreimal sei darüber beraten worden, welche Heizungsart den Vorzug erhalten solle. Immerhin sei es „ein Trauerspiel, daß das Gerippe jetzt ein Jahr steht“.

STORMARNER TAGEBLATT vom 23.7.1958

 

Donnerstag, 24. Juli 1958

Elternbeirat entwarf Sieben-Punkte-Programm

st. – Sein Befremden äußerte Bürgerworthalter Rosch im Stadtparlament über eine Eingabe des Elternbeirates der Klaus-Groth-Schule, in der ein Sieben-Punkte-Programm für die Ausgestaltung der Schule aufgestellt werde.

Der Bürgerworthalter beanstandete, daß der Elternbeirat der gerade in Dienst gestellten Schule schon in seiner ersten Sitzung so umfangreiche Wünsche anmeldete. Die Stadt Bad Oldesloe gelte als ausgesprochen schulfreundlich, aber sie dürfe darüber ihre anderen Aufgaben, wie etwa die Vollkanalisation, nicht vernachlässigen. Woher solle sie wohl das Geld für die Erfüllung der Wünsche nehmen? Nach Meinung des Bürgerworthalters hätte es dem Elternbeirat wohl angestanden, der Stadtverwaltung und der Stadtvertretung den Dank für das bisher Geleistete auszusprechen.

In der Eingabe, die der Elternbeirat zugleich an das Kultusministerium und den Kreis Stormarn gerichtet hat, wird auf das Fehlen von Klassenräumen, eines Handarbeitsraumes, eines Werkunterrichtsraumes, einer Hauswirtschaftsküche und eines Zeichensaales hingewiesen. Außerdem tritt der Elternbeirat für den Bau einer Turnhalle und eines Sportplatzes ein.

Der Vorsitzende des Schul- und Kulturausschusses, Stadtverordneter Schömer, sah in dem Schreiben des Elternbeirates keinen Grund zur Entrüstung. In maßvoller Form seien Feststellungen getroffen worden, denen die Stadtverordneten im Grunde doch zustimmten. Der Elternbeirat habe lediglich die Bitte um wohlwollende Berücksichtigung ausgesprochen und durchaus nicht vergessen, der Stadt Dank und Anerkennung für den ersten Bauabschnitt zu sagen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 24.7.1958

 

Freitag, 15. August 1958

Turnhallenbau geht voran

st. – „Der Bau der neuen Turnhalle für die Mittelschule scheint etwas voranzugehen. Einige Bauarbeiter waren in den letzten Tagen bei der Arbeit“, erklärte Bürgermeister Hermann Barth. Die Verzögerung des Turnhallenbaues war in letzter Zeit wiederholt scharf kritisiert worden. Seit fast einem Jahr steht nun schon das „Gerippe“ der Halle.

STORMARNER TAGEBLATT vom 15.8.1958

 

Mittwoch, 27. August 1958

Zu wenig Plätze für 35 Fußballmannschaften

Mi. – Wo sollen in dieser Saison in unserer Stadt die Punktkämpfe unserer 35 Fußballmannschaften stattfinden? Diese Frage war Anlaß zu einer gemeinsamen Tagung der Fußballspartenvorstände des VfL Oldesloe, des ATSV Oldesloe und des neu gegründeten Postsportvereins im „Deutschen Haus“.

Die festgesetzten Spielpläne des Kreisfußballverbandes sind zeitlich nicht durchführbar, weil es in der Stadt an Spielfeldern fehlt. Von den vorhandenen vier Plätzen (einschließlich Stadion) sind zwei unbespielbar. Sie gefährden nicht nur die Gesundheit der Spieler, sondern auch die der Passanten, die ohne Rücksicht auf die Spiele den über die Felder führenden Trampelpfad benutzen oder mit Krafträdern darüberbrausen und sich beschweren, wenn sie aufgefordert werden, das Spielfeld zu verlassen.

Aber auch der Mangel an geeigneten Räumen für das Training im Winter machte den Vertretern der Vereine Sorge, weil die Turnhallenfrage in der Stadt immer noch nicht geklärt ist.

Die drei Vorstände faßten den Beschluß, dem Jugend- und Sportausschuß der Stadt in einem gemeinsamen Schreiben um Mithilfe bei der Verwirklichung folgenden Planes zu bitten:

Auf den beiden Plätzen der Westseite des Exers soll ein großes Spielfeld mit abbaubaren Toren entstehen, das als Ausgleichsplatz von Nord nach Süd verlaufen soll und für die ersten Mannschaften der Vereine gedacht ist. Eine geeignete Absperrung soll das Betreten der Plätze durch Passanten verhindern. Dann könnten die Spitzenmannschaften der drei Vereine zu gleicher Zeit spielen.

Die Gefahr für die Gesundheit der Spieler bleibt wegen der Unebenheiten des Platzes aber bestehen.

Zum Schluß der Tagung appellierten die drei Spartenvorstände an die Vernunft und Einsicht der Einwohner.

STORMARNER TAGEBLATT vom 27.8.1958

 

Dienstag, 16. September 1958

20. September letzter Badetag

st. – Die Stadt hat die Schließung des Strandbades Poggensee, die in den Vorjahren am 15. September erfolgte, auf den 20. September hinausgeschoben.

STORMARNER TAGEBLATT vom 16.9.1958

 

Freitag, 19. September 1958

Turnhallen-Neubau gerichtet

st. – Nach über einjähriger Bauzeit wurde „in aller Stille“ auf dem Turnhallen-Neubau im Hof der Mittelschule die Richtkrone aufgezogen und anschließend mit den Bauhandwerkern das Richtfest gefeiert. Daran nahmen neben Bürgermeister Barth auch mehrere Stadtverordnete teil.

STORMARNER TAGEBLATT vom 20.9.1958

 

Donnerstag, 23. Oktober 1958

Turnhallenbau macht Fortschritte

st. – Die Mittelschulturnhalle ist jetzt voll eingedeckt, und die Putzarbeiten sind bereits im Gange. Die Halle wird einen Schwingfußboden erhalten.

STORMARNER TAGEBLATT vom 23.10.1958

 

Donnerstag, 23. Oktober 1958

Baderekord im September

st. – Ungewöhnlich stark besucht war das städtische Strandbad Poggensee am Ende der Saison. Vom 1. bis 20. September wurden dank des schönen Wetters noch 4600 Badegäste gezählt. Insgesamt hatte das Strandbad in diesem Jahr 34.552 Besucher, wegen der langen Regenzeit in den Sommermonaten weniger als im Vorjahr (37.500 Besucher).

STORMARNER TAGEBLATT vom 23.10.1958

 

Mittwoch, 10. Dezember 1958

Noch keine Warmwasserduschen für Sportler

st. – Als einen unmöglichen Zustand bezeichnete der Stadtverordnete Ernst Kindt am vergangenen Montag im Stadtparlament das Fehlen von Warmwasserduschen in den Umkleideräumen am Exer. Im Interesse der Sportvereine und Schulen bat er, sogleich diesem Zustand ein Ende zu machen und zu diesem Zweck 4000 DM zu bewilligen.

Der Vorschlag löste eine lebhafte Aussprache aus. Bürgerworthalter Willy Rosch fragte den Antragsteller, ob er Vorschläge zur Finanzierung machen könne. Stadtverordneter Kindt meinte, daß der VfL 1200 DM beisteuern würde. Es sei auch sicherlich möglich, auf Antrag Sportförderungsmittel zu erhalten.

Stadtrat Willy Mahrdt wies darauf hin, daß die Stadt für außerplanmäßige Ausgaben in Höhe von 46.000 DM noch keine Deckung habe. Ohne gesicherte Finanzierung könne bei aller Würdigung der Notwendigkeit einer solchen Maßnahme kein bindender Beschluß erfolgen.

Die Umkleideräume auf dem Exer besitzen gegenwärtig nur zwei Kaltwasserduschen. Stadtrat Carl Hoffmann erklärte sich als Elektrofachmann bereit, für 2000 DM die gewünschten Duschen zu liefern und zu installieren. Die Angelegenheit wurde dem Magistrat überwiesen. Er soll die Frage der zweckmäßigsten Anlage und die Möglichkeiten der Finanzierung klären.

STORMARNER TAGEBLATT vom 10.12.1958

 

Donnerstag, 11. Dezember 1958

Fußweg bleibt

st. – Die Stadtverordneten bestätigten in ihrer Sitzung Anfang der Woche nach nahezu einstündiger Aussprache in nichtöffentlicher Sitzung den bereits vor eineinhalb Jahren gefaßten Beschluß, den Fußweg oberhalb des Stadions aufrechtzuerhalten. Die Anlieger fühlen sich durch die Einsicht in ihre Grundstücke belästigt. Sie hatten deshalb ihren Antrag wiederholt, den Fußweg aufzuheben. Der Verkehrsverein trat wieder für die Erhaltung des Weges ein. Wenn sich Bad Oldesloe vergrößern sollte, könnte der Weg später sogar über die Glockenkuhle verlängert und durch den Bau einer Travebrücke auf das jenseitige Ufer hinübergeführt werden, wodurch sich die Gelegenheit zu einem schönen Rundgang ergäbe. Den VfL stören die „Zaungäste“ auf dem Wege bei Sportveranstaltungen offenbar wenig. Er äußerte sich weder ablehnend noch befürwortend.

STORMARNER TAGEBLATT vom 11.12.1958

 

Donnerstag, 18. Dezember 1958

Warme Duschen für Sportler

st. – Der Magistrat hat beschlossen, die beiden vorhandenen Kaltduschen in den Umkleideräumen am Exer mit einem elektrischen Durchlauferhitzer zu versehen. Damit wird einem dringenden Wunsch der Sportvereine und Schulen Rechnung getragen. Die Anlage kostet keine 500 DM. Die Stadt behält aber weiter den Plan im Auge, fünf Warmwasserduschen in einem gekachelten Raum einzurichten.

STORMARNER TAGEBLATT vom 18.12.1958

 

Montag, 22. Dezember 1958

Beim Sportförderungsausschuß Schleswig-Holstein hat der VfL einen „Antrag auf Gewährung einer Beihilfe zur Fertigstellung einer Trainingsbeleuchtungsanlage“ gestellt. Das Sportplatzproblem ist dadurch entstanden, „daß neben dem VfL, dem ATSV und den Schulen auch noch der THC Blau-Weiß und der neugegründete Post SV praktisch auf behelfs- und mittelmäßige Sportplätze im Bürgerpark angewiesen sind.“ Die Oldesloer Vereine haben insgesamt 38 Mannschaften zum Spielbetrieb gemeldet. wp

 

Bis zum Jahr 1960