Saison 1957 - 58
Teil 1

 

Montag, 1. Juli 1957
Verbandstag vor wichtigen Entscheidungen.
Der Schleswig-Holsteinische Fußballverband hält am kommenden Sonntag in Reinfeld, dem kleinen, schönen Städtchen zwischen Oldesloe und Lübeck, seinen Verbandstag ab. Eine umfangreiche Tagesordnung ist zu bewältigen, wichtige Dinge werden zu entscheiden sein.

So muß der Verbandstag zum Beispiel beschließen, ob die Amateurliga (nach dem Aufstieg der beiden Lübecker Klubs VfB und LBV Phönix in die Oberliga) in der kommenden Saison mit 15 oder 16 Mannschaften spielen soll. Kilia Kiel hat einen Antrag gestellt, als "bester" Absteiger in der Amateurliga verbleiben zu dürfen (oder aber ein Ausscheidungsspiel mit dem Vierten der Aufstiegsrunde, Alemannia Wilster, zu bestreiten).

Ein Antrag des Kreises Kiel lautet: "Für Amateurspieler, die in die Amateurmannschaft eines Vertragsspielervereins wechseln und innerhalb von zwei Jahren unter Vertrag genommen werden, ist die Ablösesumme zu zahlen."

Auch über diese Bekanntmachung des Deutschen Fußball-Bundes wird sicherlich diskutiert werden müssen:

  • Die vom DFB geplante einheitliche Spielordnung wird auch für den Spielbetrieb in unserem Landesverband einige Änderungen bringen. So wird ein Amateurspieler einer Oberliga-Mannschaft nach drei Spielen als Stammspieler gewertet und kann erst wieder nach einer Sperre von höchstens vier Sonntagen für eine Amateurmannschaft spielen.
  • Im Laufe eines Jahres kann ein Spieler nur die Spielberechtigung für zwei Vereine erhalten.
  • Bei einem Zusammenschluß zweier Vereine müssen sich die Aktiven binnen acht Tagen erklären, ob sie für den neuen Verein spielen wollen.
  • Bei Punktgleichheit nach Abschluß einer Spielserie soll nicht mehr das Torverhältnis für die Ermittlung des Meisters oder der absteigenden Vereine maßgebend sein, sondern es sind dann eventuelle Entscheidungsspiele auszutragen.
  • Die Verjährung strafbarer Handlungen in bezug auf die Spielbestimmungen erfolgt nach zwei Monaten.
  • Falls bei Wiederholung eines Spiels infolge irrtümlich erfolgter Spielerlaubnis, welches unentschieden ausging, nicht binnen sieben Tagen ein entsprechender Antrag auf Neuansetzung vorliegt, bleibt es bei der entsprechenden Punktwertung.
  • Die Benennung der Amateurspielklassen wird heißen:
    • 1. Amateurliga: bisher Landesliga
    • 2. Amateurliga: bisher Bezirksliga
    • A-Klasse: bisher Kreisliga
    • B-Klasse: bisher Kreisklasse
    • C-Klasse: bisher 2. Kreisklasse
  • In jeder Staffel spielen höchstens 16 Mannschaften.

SPM

Sonntag, 7. Juli 1957
Verbandstag mit Mozart und Beethoven.
Reinfeld war ein großartiger Gastgeber. 33 Grad Hitze im Tagungssaal. Neue Hoffnungen für Kilia, Siems, Comet, Wilster, Oldesloe und Neustadt. Mit Ludwig van Beethoven, Wolfgang Amadeus Mozart und Franz Liszt begann der Reinfelder Verbandstag des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes, der in Dr. Curt Waßmund (Pansdorf) einen souveränen Leiter hatte und Zeugnis ablegte von den Fortschritten, die auch im letzten Jahr im schleswig-holsteinischen Fußball zu verzeichnen waren. Reinfeld war ein Verbandstag, der sich sehen lassen konnte, der in jeder Beziehung etwas Besonderes bot: zum ersten Male wurde ein "musischer Teil" vorweggestellt!

Reinfeld war aber auch in der Gastfreundschaft unübertrefflich. Der Chronist hat bis auf eine Ausnahme alle Verbandstage des SHFV seit seiner Gründung 1948 in Rendsburg mitgemacht: 1949 in Flensburg, dann in Malente, in Schwartau, jenen denkwürdigen, sensationellen Tag in Itzehoe, dann in Grömitz, Eckernförde, Haddeby bei Schleswig und im Vorjahr in Heide - nie zuvor aber hat er einen Verbandstag miterlebt, der mit einer so großen Herzlichkeit vorbereitet und abgewickelt wurde wie dieser in dem idyllischen Kleinstädtchen Reinfeld! 220 Delegierte, die insgesamt 1320 Stimmen auf sich vereinten, schwitzten über sechs Stunden lang aus allen Poren (33 Grad wurden in dem Versammlungssaal gemessen!), verkonsumierten literweise kalte Getränke, wählten ihren 1. Vorsitzenden Dr. Waßmund für zwei weitere Jahre zum Präsidenten und den Flensburger Henning für den zurückgetretenen Lübecker Tietz zum 2. Vorsitzenden, nachdem sie vorher alle vorliegenden Berichte einstimmig gebilligt hatten. Der Höhepunkt war aber erst am Nachmittag erreicht, als es darum ging, die Frage nach dem 16. Vertreter in der Amateurliga zu klären. Nach langem Hin und Her, nach vielen "Redeschlachten" einigte man sich, die drei Absteiger Kilia Kiel, Comet Kiel und TSV Siems sowie die drei in der Aufstiegsrunde gescheiterten Klubs Alemannia Wilster, VfL Oldesloe und TSV Neustadt in einer einfachen Runde zu zwei Staffeln den einen freien Platz ausspielen zu lassen. Die Gruppen wurden mit Oldesloe, Comet und Siems (Gruppe A) sowie Wilster, Kilia und Neustadt (Gruppe B) ausgelost. Die Spiele beginnen bereits am ersten Tag der neuen Saison, dem 1. August.

Reinfeld war - trotz der bei einem Verbandstag noch nie erreichten Rekordhitze - ein Erlebnis und dazu ein Triumph für den verdienstvollen "Fußballdoktor" Waßmund, hinter dem Schleswig-Holsteins Fußballer wie eine Mauer stehen. An diesen Reinfelder Verbandstag werden alle, die dabei waren, sicherlich noch lange zurückdenken!

Es war eine glänzende Idee, den meist doch etwas "trockenen" Stoff eines Verbandstages mit einem "musischen" Teil aufzulockern. Der Vorsitzende des Kreises Stormarn, Erwin Gesche, war der Vater dieses Gedankens, der großartigen Anklang fand. "Einmal im Jahr wollen wir mehr geben als Bürokratisches", meinte Gesche in seiner kurzen Einführung, "einmal wollen wir den ganzen Menschen, auch sein Gemüt und seine Seele ansprechen!" Und die Vorführungen einheimischer Laienkräfte fanden dann auch stürmischen Beifall, vor allem die von einer jungen Sängerin vorgetragenen Lieder von Wolfgang Amadeus Mozart und Ludwig van Beethoven, nicht weniger aber der treffende Gedichtsvortrag eines jungen Fußballers, die Chöre sowie die auf dem Klavier vorgetragene "Zweite Rhapsodie" von Franz Liszt. Dieses Beispiel sollte Schule machen - auf keinem Verbandstag mehr fehlen!

Überhaupt war es ein großartiger, mit großer Liebe vorbereiteter Verbandstag, an dem die ganze Bevölkerung des kleinen, idyllisch gelegenen Städtchens Reinfeld (bekannt durch seine Karpfen und Fasanen, nicht minder aber durch seinen großen Sohn, den bekannten Dichter Matthias Claudius) Anteil nahm. Die Straßen waren mit Blumen, Fahnen und Spruchbändern geschmückt, vor dem Versammlungslokal standen Spielmannszüge und Reinfelder Jungen in Vereinstracht Spalier, alle Delegierten erhielten ein kleines Erinnerungsgeschenk und für die anwesenden Damen wurde ein besonderes Programm aufgestellt!

Kein Zweifel: Reinfeld war ein vorbildlicher Gastgeber, der Ausrichter eines der besten Verbandstage, die der SHFV nach dem Kriege abgehalten hat! Reinfeld hat einen neuen Weg beschritten, eine neue Möglichkeit aufgezeigt!

Groß war auch in diesem Jahr die Zahl der Ehrengäste. Es wurden viele schöne, herzliche und "blumenreiche" Worte gewechselt, Telegramme (u.a. von Dr. Peco Bauwens) verlesen und immer wieder Beifall gezollt: Dr. Waßmund versäumte es auch in diesem Jahre nicht, den Damen der Funktionäre, die freiwillig auf so vieles verzichten müssen, eine besondere Ehrung zuteil werden zu lassen. Sehr eindrucksvoll und feierlich die Ehrung der Toten.

Reinfelds Bürgermeister Richard?????XY Hingst überreichte dem 1. Vorsitzenden des SHFV ein großes Bild vom Geburtshaus des Dichters Matthias Claudius, das in der Verbandssportschule Malente ebenso Platz finden soll wie die Uhr, die Stormarns Kreispräsident Friedrich Hardt zur Verfügung stellte. Für den Bezirk IV übergab der Reinfelder Erwin Gesche dem Vorstand eine große, eigens zu diesem Zweck angefertigte Tischdecke für den großen Tisch in der Sportschule. Nach diesem offiziellen Teil erteilte Dr. Waßmund dann allgemeine "Marscherleichterung". Aber der großen Hitze wegen hatte sich der größte Teil der Delegierten schon vorher Schlips und Jackett entledigt. Gegen die Hosenträger schien der "Fußballdoktor" jedoch etwas zu haben...

Dr. Waßmunds großer Rechenschaftsbericht. In einer groß angelegten Rede ließ Dr. Waßmund das vergangene Jahr noch einmal vor den Augen aller abrollen. Er stellte voller Freude fest, daß es in den letzten zwölf Monaten keine "Fälle" gegeben hätte, so daß der Vorstand seine ganze Kraft dem Sport unmittelbar zur Verfügung stellen konnte. Er dankte dann

  • Holstein Kiel für das großartige Abschneiden in der letzten Oberliga-Spielzeit und betonte, daß der traditionsreiche Klub nicht zuletzt auch durch sein so unglücklich verlorenes Düsseldorfer Qualifikationsspiel gegen die Offenbacher Kickers sehr viel Ehre für den schleswig-holsteinischen Fußball eingelegt hätte,
  • dem VfR Neumünster, der sich auch in seinem zweiten Oberligajahr so tapfer und gut geschlagen hat,
  • dem Heider SV, der zwar wieder absteigen muß, aber sich stets als fairer, tapferer Gegner erwies, der immer mit fliegenden Fahnen unterging und auch nie aufsteckte, als der Absteig schon feststand. Er wünschte diesem durch und durch gesunden Verein einen baldigen Wiederaufstieg ins Oberhaus.
  • den Lübecker Aufsteigern VfB und LBV Phönix für ihr großartiges Abschneiden in der Meisterschaft und besonders in der Aufstiegsrunde zur Oberliga. Er wünschte beiden Klubs - unter dem Beifall der Versammlung - für die in Kürze beginnende Spielzeit "Hals- und Beinbruch".
  • aber auch allen anderen Vereinen, auch den der unteren Klassen, die durchweg gerade in den letzten zwölf Monaten erhebliche Fortschritte machen konnten und
  • nicht zuletzt auch der Fußballjugend, die im letzten Jahr den NFV-Pokal gewinnen konnte. Sein Dank galt schließlich auch allen Funktionären, die dazu beigetragen haben, daß Schleswig-Holsteins Fußball einen weiteren Aufschwung nehmen konnte.

Dr. Waßmund ließ dann durchblicken, daß auf dem kommenden Verbandstag ein Antrag vorliegen würde, nach dem niemand mehr spielen dürfe, der keinen Nachweis über eine sportärztliche Untersuchung vorlegen könne. Er unterstrich dabei die Verantwortung, die jeder Funktionär, vor allem aber die Jugendleiter zu erfüllen haben. Dr. Waßmund kam dann auf das Turnhallenproblem in Schleswig-Holstein zu sprechen. "Ich freue mich, daß jetzt 59 neue Hallen im Bau sind, hoffe aber doch noch den Tag erleben zu dürfen, wo der Grundstein zu einer Turn- und Mehrzweckhalle in Malente bei unserer Verbandssportschule gelegt wird!"

"Die Finanzlage unseres Verbandes ist gesund. Wir haben sparsam gewirtschaftet, der Verbandsvorstand ist selbst mit bestem Beispiel vorangegangen und hat seine Spesen um 25 Prozent gekürzt!" führte Dr. Waßmund anschließend aus, um dann auf die bevorstehende Einführung der Fünf-Tage-Woche zu kommen. "Das ist ein Problem, das auch von uns gemeistert werden muß. Ich persönlich wäre glücklich, wenn es zu einer Lösung dieser Art kommen könnte: Der Samstagnachmittag für den Sport - der Sonntag für die Familie. Aber ich weiß, daß hierfür erst noch die Voraussetzungen geschaffen werden müssen - vor allem so zahlreiche Sportplätze, daß sich unser Programm auch tatsächlich an einem Samstag abwickeln läßt!"

Eine große Rede des "Fußballdoktors", die mit stürmischem Beifall aufgenommen wurde. In der wir persönlich aber die Stellungnahme zu Problemen, die über Schleswig-Holsteins Grenzen hinaus immer heftiger diskutiert werden (Bundesliga oder sogar Einführung des Vollprofis) vermißten. Alle Berichte angenommen. Die Tätigkeitsberichte des Vorstandes und der verschiedenen Ausschüsse wurden (im Rekordtempo und ohne weitere Diskussionen) einstimmig angenommen. Ebenso einstimmig wurde auch die Entlastung erteilt.

Dr. Waßmund noch zwei Jahre. Das Kieler Ehrenmitglied Franz Grimm nahm dann die Wahl des 1. Vorsitzenden vor. Einstimmig wurde Dr. Waßmund zur Wiederwahl vorgeschlagen, und unter dem minutenlangen Beifall des Hauses nahm Dr. Waßmund an. "Als ich mich 1952 in Itzehoe zur Verfügung stellte, da dachte ich nur an ein Übergangsjahr. Nun aber sollen und müssen es meine beiden letzten Amtsjahre sein, und ich möchte ihnen, meine lieben Freunde, heute schon sagen: machen sie sich Gedanken, wen sie in zwei Jahren an meiner Stelle wählen wollen. Ich habe im Jahre 1901 die erste Berührung mit dem Fußball gehabt, jetzt muß es genug sein. Aber ich freue mich, noch einmal zwei Jahre dieser großen Familie vorstehen zu dürfen!" Alle waren sich einig darüber, daß Schleswig-Holstein sich keinen besseren "Präsidenten" als den erfahrenen, ausgleichenden, liebenswerten "Fußballdoktor" wünschen konnte.

Eine Neuwahl war auf dem Posten des 2. Vorsitzenden nötig geworden, da der Lübecker Peter Tietz aus gesundheitlichen Gründen zurücktrat. Tietz, der sich in der Tat große Verdienste um den Fußball in Schleswig-Holstein erworben hat, wurden warme und herzliche Worte des Abschieds gewidmet (Dr. Waßmund: "Wir hoffen, daß sie gesundheitlich in zwei Jahren so weit sind, diesen, meinen Posten übernehmen zu können. Wir sind Ihnen für ihre lange Jahre geleistete Arbeit zu höchstem Dank verpflichtet!"). Drei Kandidaten wurden vorgeschlagen: Henning (Flensburg), Dr. Duck (Kiel) und Dr. Egge (Heide). Dr. Duck und Dr. Egge lehnten ab. Herbert Henning wurde dann gegen 152 Stimmen und bei 59 Enthaltungen für ein Jahr gewählt.

Einstimmig wiedergewählt wurden Schatzmeister Hans Löhndorf (Kiel) und Beisitzer Eduard Czekala (Itzehoe). Für den zum 2. Vorsitzenden "aufgestiegenen" Henning wurde der Neumünsteraner Walter Ohm zum Beisitzer gewählt. Als Verbandsjugendwart wurde der Flensburger Hans Hansen bestätigt, nachdem sein Vorgänger Heinrich Arnhold (Kiel), dessen Verdienste ebenfalls hinreichen gewürdigt wurden, aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten war.

Der letzte Teil vor der Mittagspause war den Ehrungen vorbehalten. Mit der silbernen Ehrennadel des SHFV ausgezeichnet wurde der 1. Vorsitzende des Landessportverbandes, Karl Bommes ("Unser bester Freund und Helfer!"), sowie der ehemalige Jugendobmann Arnhold. Geehrt wurden außerdem der VfB Lübeck als Amateurliga-Meister, Flensburg 08 als schleswig-holsteinischer Pokalmeister und der LBV Phönix als Meister der Amateurliga-Reserverunde.

Im Mittelpunkt der 16. Amateurliga-Platz. Nach der Mittagspause wurde der mit Spannung erwartete Punkt 10 der Tagesordnung, die Anträge, in Angriff genommen. Hier ging es dann sehr heiß her! Zuerst wurde der Antrag, daß von der nächsten Serie an die einzelnen Klassen nicht mehr als 16 Mannschaften umfassen dürfen, bei wenigen Stimmenthaltungen angenommen. Auch der Antrag des Itzehoer SV, die Amateurliga, die nach dem Aufstieg der Lübecker Klubs VfB und Phönix und dem Abstieg des Heider SV zur Zeit nur 15 Mannschaften umfaßt, auf 16 aufzufüllen, wurde mit 877 zu 472 Stimmen angenommen.

Nun ging es darum, festzulegen, wer dieser glückliche 16. Verein sein sollte. Es lag ein Antrag von Kilia Kiel, außerdem ein Dringlichkeitsantrag von Comet Kiel vor, und schließlich erschien auch der Vertreter des dritten Absteigers, TSV Siems, auf dem Rednerpult, um "gleiches Recht für alle" zu fordern. Kilia wollte die Entscheidung über diesen strittigen Punkt allein dem Spielausschuß überlassen. Dr. Waßmund aber stand auf dem Standpunkt: Die Entscheidung hat der gesamte Verbandstag zu fällen! Nach langen Debatten, in die auch der Flensburger Frühauf und der Lübecker Tietz eingriffen, wurde der Antrag Kilias, dem Spielausschuß allein die Entscheidung zu überlassen, abgelehnt.

Schließlich einigten sich die Vertreter des Spielausschusses und der sechs interessierten Klubs unter sich. Sie entschlossen sich, aus sportlichen Gründen eine Qualifikationsrunde in zwei Staffeln auszutragen. In einer einfachen Punktrunde mit je einem Heim- und Auswärtsspiel für jeden Verein sollen die beiden Mannschaften ermittelt werden, die den 16. Amateurligisten ausspielen! Durch Losentscheid ergab sich folgende Gruppeneinteilung

Gruppe A:

  • VfL Oldesloe
  • Comet Kiel
  • TSV Siems

Gruppe B:

  • Alemannia Wilster
  • Kilia Kiel
  • TSV Neustadt

Diese Vereine beginnen am Mittwoch, dem 1. Aug., um 18.15 Uhr mit den Spielen VfL Oldesloe gegen Comet Kiel und Alemannia Wilster gegen Kilia. Am 4. Aug. (17 Uhr) folgen dann die Begegnungen Comet Kiel gegen TSV Siems und Kilia gegen TSV Neustadt. Der 7. Aug. (18.30 Uhr) bildet dann den Abschluß der einfachen Punktrunde mit den Spielen TSV Siems gegen VfL Oldesloe und TSV Neustadt gegen Alemannia Wilster. Bei Punktgleichheit entscheidet nicht das Torverhältnis - wird es Entscheidungsspiele geben, die dann am 11. Aug. stattfinden werden. Geht aber alles klar, dann soll am 11. Aug. um 17 Uhr in Malente bereits das "Endspiel" der Gruppensieger ausgetragen werden, das unter Umständen um zweimal 15 Minuten verlängert wird und eventuell am 14. Aug. ebenfalls in Malente, wiederholt werden soll.

Das ist also der etwas komplizierte, aber dennoch des beste Modus, der zu finden war. Die Amateurliga geht trotzdem schon am 10./11. Aug. in die neue Punktspielserie, der 16. Verein wird im Spielplan als "Verein X" auftauchen.

Da in Zukunft die Amateurliga stets nicht mehr als 16 Vereine enthalten darf, hat der Spielausschuß ein Schema vorgelegt, das allen Vereinen zeigt, wie die Klasse von 16 Vereinen stets beibehalten werden kann. Wenn kein Amateurligist in die Oberliga aufsteigt, auch niemand aus der Oberliga zurückkehrt, dann bleibt es bei dem Aufstieg von drei Klubs in die Amateurliga und beim Abstieg von drei Mannschaften aus der Amateurliga in die Bezirksliga.

"Ins Wasser" fiel ein Antrag des Bezirks II, die teilnehmenden Mannschaften an der Amateurliga-Aufstiegsrunde von sechs auf zehn zu erhöhen. Als der Flensburger Antragsteller Frühauf erkannte, wie die Stimmung war, zog er seinen Antrag zurück. Als Empfehlung an den DFB soll folgender Kieler Antrag weitergereicht werden: "Wenn ein Amateurspieler zu einem Verein mit einer Vertragsspielerabteilung überwechselt und von diesem innerhalb von zwei Jahren unter Vertrag genommen wird, dann ist dem alten Amateurverein die Entschädigung nach dem Vertragsspielerstatut zu zahlen."

Am Ende des Verbandstages sah man nur noch durchgeschwitzte, in die frische Luft stürzende Delegierte. Es war jedoch eine Tagung, die allen Teilnehmern viel abforderte - aber auch viel gab. Ein harmonischer Verbandstag, der, wie schon gesagt, nicht besser hätte vorbereitet und durchgeführt werden können.
SPM

Montag, 8. Juli 1957
Um Anfangszeiten der Amateurliga.
Die Vertreter der Amateurliga-Vereine treffen sich am kommenden Samstag in Kiel, um über die kommende Saison zu diskutieren. Es liegen dem Spielausschußobmann Heinrich Steenbock bereits Anträge der Vereine TSV Kücknitz und VfL Schwartau vor, die nach Möglichkeit ihre Spiele nicht im Schatten der Oberliga-Klubs VfB Lübeck und LBV Phönix austragen, sondern sehr oft sonnabends bzw. vormittags spielen möchten. Es sind außerdem eine Reihe anderer wichtiger Dinge wie Spielplangestaltung, Reserverunde, Schiedsrichterfragen und Stellungnahme des Verbandstrainers über Trainerangelegenheiten und Schulung von Spitzenspielern in Malente zu behandeln.

Und nicht zuletzt wünscht der größte Teil aller Klubs, daß die Punktspiele in den Sommermonaten nicht um 15.30 oder gar 16 Uhr, sondern spätestens um 15 Uhr beginnen. Und da auch die Masse der Zuschauer, die spätestens um 17.15 Uhr zu den Radio-Sportsendungen wieder zu Hause sein möchte, um sich schließlich auch noch der Familie widmen zu können, eine Anfangszeit wünscht, die nicht später als 15 Uhr liegt, wäre es auch wirklich nicht einzusehen, wenn der Spielausschuß starrsinnig auf einen späteren Beginn verharren würde. Und außerdem sollte man nie vergessen, wie beliebt Spiele am Samstagabend sind!
SPM

Samstag, 13. Juli 1957
Amateurliga-Vertreter tagten mit dem Spielausschuß.
Spätester Beginn: 15 Uhr. Spiele auch am Samstag und Vormittag. Auch in der kommenden Serie Reserverunde. Dr. Waßmund gegen Bundesliga. Die Punktrunde der Amateurliga beginnt "offiziell" wie die Oberliga Nord am 10./11. Aug. Aber inoffiziell wird sie schon am 4. Aug. mit der "vorgezogenen" Begegnung der Neulinge Schleswig 06 und VfR Neumünster Amateure eröffnet. Auf der Zusammenkunft der Vertreter der Amateurliga-Vereine mit dem Spielausschuß wurde in Kiel viele Stunden lang debattiert. Das Ergebnis im Telegrammstil:

  • Allgemeine Anfang am Sonntagnachmittag spätestens 15 Uhr, wenn es früher dunkel wird, um 14.30 Uhr und schließlich auch um 14 Uhr.
  • Samstag- und Vormittagsspiele finden statt.
  • Es wird auch in der kommenden Saison eine Reserverunde durchgeführt.

Bereits am 4. Aug. spielen die beiden Neulinge gegeneinander, weil Schleswig 06 seit langem eine Englandreise abgeschlossen hat. Spielplaneinzelheiten hat der "Vater des Spielplans", Heinrich Steenbock, noch nicht bekanntgegeben. Der komplette Plan soll in der kommenden Woche veröffentlicht werden. Eine echte "Doktorarbeit" hat Steenbock in diesen Tagen vor sich, denn er muß mit einem "großen Unbekannten" arbeiten, dem 16. Verein, der aus sechs Kandidaten nicht am grünen Tisch, sondern ab 1. August auf dem grünen Rasen ermittelt wird. Ist es ein Kieler oder ein Neumünsteraner, dann können eventuell einige Berechnungen "zum Teufel" sein, denn in beiden Städten ist die Lage wie in Lübeck prekär.

Am, schlimmsten getroffen sind, das wurde eindeutig herausgestellt und von allen Tagungsteilnehmern anerkannt, die Lübecker Amateurliga-Vereine, die mit VfB und LBV Phönix gleich zwei Oberliga-Konkurrenten haben, während Kiel und Neumünster mit einem Oberhausrivalen nicht ganz so große Mühe im Kampf um den Zuschauer haben. Aber für Neumünster hat sich doch einiges verschlimmert, da neben Gut Heil nun auch die VfR-Amateure in der höchsten Amateurklasse vertreten sind.

Spätester Beginn: 15 Uhr. Vier Stunden lang debattierten die Vereinsvertreter in dem überfüllten Tagungslokal, ihre Hemden waren durchgeschwitzt, aber die Atmosphäre war nicht hitzig, im Gegenteil, bis auf kleine Reibereien bei der Diskussion um die Reserverunde, war sie freundlich, kameradschaftlich, herzlich. Spielbeginn, darin war man sich mit Ausnahme vom VfB Kiel (16 Uhr) einig: 15 Uhr! Aber mit Samstag- und Vormittagsspielen ist es schon anders. Spielausschußobmann Steenbock hat sich alles notiert - eine riesige Wunschkiste! Man kann ihn um die Arbeit wahrhaftig nicht beneiden! Sicher ist, daß an den Tagen an denen Holsteins Oberliga in Lübeck spielt, die Holstein-Amateure am Vormittag in Lübeck zu Punktspielen antreten. Das gleiche gilt für VfR Neumünster und für die Oberliga-Spiele zwischen Holstein und VfR. Zu dieser Vormittagskonzession haben die Amateurvertreter der Oberligisten sich sofort bereiterklärt.

Wieder Reserverunde. Die freiwillige Reserverunde wird auch in der kommenden Saison fortgeführt. Die Vereine legen besonderen Wert darauf, um ihre in einen geordneten Punktspielbetrieb nicht unterzubringenden Reservemannschaften nicht brachliegen zu lassen. Elf Vereine haben fest zugesagt: Heider SV, Itzehoer SV, Flensburg 08, TSV Lägerdorf, TSV Brunsbüttelkoog, VfL Schwartau, TSV Kücknitz, Schleswig 06, Gut Heil Neumünster, SV Friedrichsort und VfB Kiel. Die beiden Kieler sind erstmals dabei. Das kostete einiges "Ringen". Holstein scheidet aus, weil man hofft, eine Reserverunde der Oberliga zustande zu bringen, darum macht auch der VfR Neumünster nicht mit. TSV Büdelsdorf wollte zunächst einmal zuhören und gibt binnen einer Woche Bescheid (vermutlich: ja). ATSV Lübeck hat finanzielle Bedenken, will die Angelegenheit aber nochmals prüfen. Bei dieser Diskussion, die einen breiten Raum einnahm, bekamen sich VfB und Holstein Kiel mehrfach in die Haare - die Wogen konnten aber geglättet werden.

Kirchrath: "Mehr Auswahlspiele!" Verbandstrainer Claus-Peter Kirchrath setzte sich dafür ein, daß alle Vereine lizensierte Trainer beschäftigen und sprach sich lobend über das gute Niveau des Juni-Lehrgangs für Spitzenspieler aus. Vom 2. bis 7. September findet in Malente ein erneuter Lehrgang statt, zu dem die Vereine möglichst Nachwuchskräfte, die noch nicht zu Spitzenspieler-Lehrgängen herangezogen wurden, entsenden sollen. "Keine Scheu, keine Angst, daß die Oberligatrainer aus Hamburg kommen, die wissen sowieso genau Bescheid. Lehrgänge geben ihnen keine Fingerzeige, die sie ohnehin schon haben", sagte Kirchrath.

Zur Hebung des Spielniveaus schlug er vor, mehr Auswahlspiele auf Kreis-, Bezirks- und Landesebene auszutragen. In diesem Zusammenhang machte Hans Frühauf (Flensburg) eine interessante Mitteilung: Der Bezirk Nord wird demnächst in Form einer Denkschrift vorschlagen, eine A-Klasse mit 16 Vereinen, drei B-Klassen mit je 16 Vereinen und dann darunter Bezirksklassen einzuführen. Auf- und Abstieg sollen ohne "Runde" geregelt werden. Aus der A-Klasse steigen drei ab, aus den B-Klassen die drei Meister auf. Wirklich interessant!

Dr. Waßmund gegen Bundesliga. Der Vorsitzende des Fußballverbandes, Dr. Curt Waßmund, wohnte der Tagung eine zeitlang bei. Er teilte mit, daß der Verbandsvorstand am Donnerstag in Malente gemeinsam mit Vertretern der vier schleswig-holsteinischen Oberliga-Vereine die Marschrichtung des Verbandes für das Thema Nummer 1 des DFB-Bundestages, die Bundesliga, festlegen will. Dr. Waßmund selbst ist dagegen: "Mit dem Vorhandenen sauber und anständig umgehen!" Aber es gibt auch andere Meinungen. Im Vorstand des SHFV auch. Kurze Umfrage unter den Amateurliga-Vertretern: Etwa 50:50! Nachdem bekanntgegeben wurde, daß für die Saison 28 Amateurliga-Schiedsrichter zur Verfügung stehen, machte der Itzehoer SV einen Vorstoß auf Erhöhung der Eintrittspreise um zehn Pfennig. Kurze Aussprache: Einige werden erhöhen, andere nicht. Heinrich Steenbock empfahl nach vier Stunden, im Anschluß an die Punktspiele mit dem Gegner noch etwas zusammenzusitzen, um den kameradschaftlichen Kontakt zu heben. Dieser Vorschlag fand allgemeine Zustimmung.
SPM

Montag, 15. Juli 1957
Herzog und Bertram neue Leiter der Fußballsparte.
Nachdem in der vorigen Woche die Spartenleitung und der Übungsleiter der Fußball-Liga des VfL überraschend zurückgetreten waren, wurden in der Spartenversammlung bei "Peemöller" zum neuen Spartenleiter Rudi Herzog und zu seinem Stellvertreter Heinrich Bertram gewählt. Als Trainer der Ligamannschaft wurde Artur Jantz bestätigt.

Der kommissarische Leiter Horst Kaschner dankte zu Beginn der gut besuchten Versammlung der zurückgetretenen Leitung für ihre aufopfernde Arbeit, die der Ligamannschaft zu beachtenswerten Erfolgen verholfen hat. Trainer Jantz gab dann einen kurzen Überblick über sein Vorhaben und stellte fest, daß in der Ligamannschaft Kräfte vorhanden wären, die für die Zukunft nach guter Schulung erfolgversprechend sind.

Nachdem die einstimmig Gewählten die Leitung übernommen hatten, versicherte Rudi Herzog, daß die bisherige Spartenleitung eigentlich keinen Grund gehabt hätte, zurückzutreten, denn die Sparte hatte ihr in keiner Weise Mißtrauen entgegengebracht. In seinen weiteren Ausführungen wies der Obmann darauf hin, daß er in seinem beibehaltenen Posten als Jugendwart mehr als vorher auf die Unterstützung von Betreuern für die Jugendmannschaften angewiesen sei. Die Betreuer für die Seniorenmannschaften sollen der Spartenleitung nach eigener Wahl zur Bestätigung vorgeschlagen werden.
ST

Montag, 5. Aug. 1957
Jetzt 42 Seniorenmannschaften.
Die Mitglieder des Spielausschusses des Kreisfußballverbandes Stormarn berieten im Gasthaus "Zur Mühle" in Bad Oldesloe über die Staffeleinteilung, den Spielbeginn der Meisterschaftsspiele und die DFB-Pokalspiele. Erfreulich ist die Tatsache, daß in diesem Jahr zehn Seniorenmannschaften mehr an den Punktspielen teilnehmen als im letzten Spieljahr. Dadurch ist die Schaffung einer weiteren Spielklasse erforderlich geworden. Künftig wird es in Stormarn eine A-, B- und C-Staffel mit insgesamt 42 Seniorenmannschaften geben.

Die Punktspiele laufen in allen drei Klassen am 18. Aug. an. Der Jugendfußballbetrieb wird ebenfalls an diesem Sonntag beginnen. Für die DFB-Pokalspiele haben sich sieben erste Mannschaften gemeldet, so daß in diesem Jahre nicht erst Qualifikationsspiele auf Kreisebene ausgetragen zu werden brauchen, sondern am 13. Okt. gleich in die Spiele auf Bezirksebene eingegriffen werden kann.
ST

Mittwoch, 21. Aug. 1957
Lehrer Dahm 80 Jahre.
Der ehemalige Lehrer der Stadtschule Robert Dahm feiert in seinem Heim in der Schützenstraße 61 seinen 80. Geburtstag. Vom Okt. 1905 bis Aug. 1946, also fast 41 Jahre, hat er mit pädagogischem Geschick, großem Fleiß und guten Erfolgen an der Bildung und Erziehung der Oldesloer Jugend gearbeitet. Jahrzehntelang war er Turnlehrer der Jungen und als solcher besonders beliebt.
ST

Donnerstag, 22. Aug. 1957
Turnhallen werden miteinander verbunden.
Wie Bürgermeister Hermann Barth gestern mitteilte, wird die Mittelschulturnhalle auf dem Schulhof in unmittelbarer Nachbarschaft zur Oberschulturnhalle errichtet. Zwischen beiden ist ein Verbindungsbau vorgesehen. Dadurch werden die Nebenräume der neuen Halle, wie Waschräume und Toiletten, auch den Benutzern der Oberschulturnhalle zugänglich. Mit dem Beginn der Bauarbeiten für die neue Halle ist bald zu rechnen. Der Magistrat hat den entsprechenden Auftrag bereits vergeben.
ST

Samstag, 24. Aug. 1957
Erstes Kräftemessen bei den 2. Amateuren.
Mit sechs Punktkämpfen setzt der Spielbetrieb der neuen Fußballserie in der 2. Amateurliga, früher Bezirksliga, morgen voll ein, nachdem die Begegnung Preußen Reinfeld gegen Ratzeburger SV am letzten Sonntag anläßlich des Preußen-Sportfestes den Startschuß bildete. Mit Spannung blicken die Fußballanhänger auf das 13 Mannschaften starke Feld der Staffel Süd. Gegenüber dem Vorjahr hat es ein etwas anderes Gesicht gewonnen. SSV Güster und ATSV Mölln stiegen ab. Für diese beiden Mannschaften sind drei neue hinzugekommen, nämlich SG Seth, TSV Siems und ATSV Stockelsdorf. Vor allem vom TSV Siems darf man eine "Blutauffrischung" erwarten.

Eine Voraussage für die neue Saison ist nicht möglich. Ehrgeizig sind alle Mannschaften. Man wird abwarten müssen, in welcher Besetzung sie auf dem Spielfeld erscheinen. Will man ein ungefähres Bild der Spielstärke erwerben, so muß man sich ins Gedächtnis zurückrufen, daß die obere Hälfte der Tabelle am Ende der vergangenen Saison vom Meister VfL Oldesloe, LSV Gut Heil, Preußen Reinfeld und (mit einem deutlichen Punktabstand) Ratzeburger SV, TSV Nahe und TSV Bargteheide gebildet wurde. Den drei erstgenannten Mannschaften darf man zutrauen, daß sie auch diesmal wieder oben liegen. Wie hoch sich Siems oder Stockelsdorf einrangieren können, muß der sportliche Kampf auf dem grünen Rasen zeigen.
ST

Dienstag, 17. Sept. 1957
Neuer Trainingsplatz im Stadion.
Der Schaffung eines neuen Trainingsplatzes im Stadion diente eine Besprechung zwischen Vertretern des VfL, der Stadt und Fachleuten. Die VfL-Fußballsparte machte den Vorschlag, an der Ostseite des Platzes (Eingang Pferdemarkt) durch Erdbewegungen und Planierungen eine ebene Fläche vom Hang bis an die Trave heran zu schaffen, die zum Training ausreichen würde. Die Fläche soll mit einer Lichtanlage und den notwendigen Geräten versehen werden. Mit den Arbeiten wird in Kürze begonnen. Diese Maßnahme dient der Schonung des Spielfeldrasens.
ST

Samstag, 28. Sept. 1957
VfL ehrte seine Meister.
95. Stiftungsfest mit lustigen Einlagen. Beim Stiftungsfest des VfL Oldesloe im "Oldesloer Hof" wurden die Meister der Saison 1956/57 und ein Jubilar vom Vereinsvorsitzenden Heinz Peters ausgezeichnet. An dem Fest nahmen Ostzonenhandballer aus Waren/Müritz teil.

Als erstem überreichte Vorsitzender Heinz Peters dem Lehrer i.R. Robert Dahm für seine 50jährige Treue zum Verein die goldene Ehrennadel und eine Urkunde. Insgesamt wurden dann 47 Sportler ausgezeichnet, die in der abgelaufenen Saison durch ihre Leistungen zu Ehren kamen.

Schwimmsparte:

  • Hans Hommes (Landesmeister im Kraul- und Rückenschwimmen)

Turnsparte:

  • Horst Liedtke (Gaumeister 1956 im Zwölfkampf
    Zweiter im Zwölfkampf 1957)
  • Rolf Meinel (Gaumeister 1957 im Zwölfkampf)
  • Bernhard Wagner (Gaumeister 1957 im Sechskampf)
  • Boxsparte: Bretzlaff (Bezirksmeister Weltergewicht)
  • Claus Sellmer (Bezirksmeister Halbmittelgewicht)
  • Hans-Georg Zeising (Bezirksmeister Junioren-Halbmittelgewicht)

Leichtathletiksparte:

  • Hans-Joachim Stockfisch (Bezirks- und Landesmeister 100 Meter)
  • Wilhelm Brüggemann (Bezirksmeister 400 Meter)
  • Jürgen Fröhlich (Bezirksmeister Weitsprung)
  • Werner Schallau (Bezirksmeister Stabhochsprung)
  • Wolfgang Melms (Bezirksmeister Stabhochsprung Jugend A)

Tischtennis:

  • Die Herrenmannschaft wurde Bezirksmeister

Fußball:

  • die Liga erkämpfte sich die Staffelmeisterschaft
  • die erste Jungmannen die Bezirksmeisterschaft



Im geselligen Teil brachten Reichert & Co. "Klein Erna", Hans-Joachim Goldbeck und Bernhard Nowak heitere Einlagen, die viel Beifall fanden. Erst in den frühen Morgenstunden endete das 95. Stiftungsfest.
ST

 

Bis zum Jahr 1960