Schuljahr 1963 - 64  Zeitraum Januar - März

 

Sonnabend, 4. Januar 1964

Angst vor dem Zahnarzt

Unter dem Motto „Du gewinnst mit gesunden Zähnen“ veranstaltet der Landesausschuß zur Förderung der Jugendzahnpflege in Schleswig-Holstein ein Preisausschreiben, bei dem 1000 Preise vergeben werden.

In diesen Tagen erhalten die Schüler in ihren Schulen eine Schrift mit den Bedingungen des Preisausschreibens. Der Veranstalter des Wettbewerbs verlangt, daß jeder Teilnehmer neben der Beantwortung verschiedener Fragen den Nachweis erbringt, daß er beim Zahnarzt gewesen ist. Nur wer ein „naturgesundes“ oder vollständig behandeltes Gebiß hat, kann an der Verlosung teilnehmen. Die Gewinne sind unter anderem Spiel- und Sportgeräte, Radios, Werkzeugkästen, Uhren und Bücher. Das Preisausschreiben, an dem sich alle Kinder und Jugendlichen im Alter von sechs bis 16 Jahren beteiligen können, endet am 15. April.

Der Landesausschuß will mit dem Preisausschreiben den Kindern die Angst vor dem Zahnarzt nehmen. Es soll die Kinder außerdem an die tägliche Zahnpflege erinnern.

STORMARNER TAGEBLATT vom 4.1.1964

 

Dienstag, 7. Januar 1964

250 Radfahr-Führerscheine

Die Stormarner Verkehrswacht hat im letzten Jahr 250 Radfahr-Führerscheine an Schüler ausgegeben, die freiwillig an einer Radfahrprüfung teilgenommen hatten. Sie mußten theoretisch und praktisch beweisen, daß sie am Fahrradlenker verkehrssicher sind. Als erfreulich bezeichnete die Kreisverkehrswacht, daß viele Eltern ihren Kindern erst nach Aushändigung des „Führerscheines“ ein Fahrrad kauften.

STORMARNER TAGEBLATT vom 7.1.1964

 

Mittwoch, 8. Januar 1964

Anmeldung der Schulneulinge

Der Magistrat gibt im amtlichen Teil die Termine (Anm.: vom 20. bis 24. Januar 1964) für die Anmeldung aller Kinder, die nach dem 31. Dezember 1963 das sechste Lebensjahr vollendet haben, in der Klaus-Groth-Schule bzw. in der Stadtschule bekannt. Auch Kinder, die innerhalb des nächsten halben Jahres sechs Jahre alt werden und geistig und körperlich ausreichend entwickelt sind, können angemeldet werden.

STORMARNER TAGEBLATT vom 8.1.1964

 

Donnerstag, 9. Januar 1964

Oberstudienrat aus Kiel ans Theodor-Mommsen-Gymnasium

Als Verwaltungsoberstudienrat und ständiger Vertreter des Schulleiters trat Oberstudienrat Dr. Dieter Brandstätter seinen Dienst im Theodor-Mommsen-Gymnasium an. Er ist der Nachfolger von Oberstudienrat Schlegel, der seit dem Weggang Dr. Tiedemanns als Ministerialrat nach Kiel das Gymnasium leitet und Ostern in den Ruhestand treten wird. Dr. Brandstätter war bisher an der Humboldt-Schule in Kiel tätig.

STORMARNER TAGEBLATT vom 9.1.1964

 

Donnerstag, 9. Januar 1964

Morgen Elternversammlung

In der Aula des Theodor-Mommsen-Gymnasiums findet morgen um 16.30 Uhr eine Versammlung statt, zu der die Oberschule und die Mittelschule gemeinsam alle Eltern einladen, die ihre Kinder ab Ostern auf eine weiterführende Schule schicken wollen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 9.1.1964

 

Freitag, 10. Januar 1964

Übergangsprüfung im Februar

Viele interessierte Eltern holten sich auf einer Versammlung in der Aula der Oberschule Rat, ob sie ihre Kinder ab Ostern auf eine weiterführende Schule schicken wollen. Nach einer kurzen Begrüßung sprach Gymnasiumleiter Oberstudienrat Schlegel über Aufbau und Ziele seiner Schule. Wesen und Unterrichtsziel der Mittelschule erläuterte Rektor Hiller von der Königin-Luise-Schule. Anschließend gab Studienrat Dr. Reppich in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Prüfungsausschusses für die Oberschule den technischen Ablauf der im Februar stattfindenden Übergangsprüfung bekannt.

STORMARNER TAGEBLATT vom 11.1.1964

 

Sonnabend, 11. Januar 1964

Begegnung im Alltag

Liebe zum Plattdeutschen

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Ein Pfleger und Heger des plattdeutschen Sprachgutes ist der OldesIoer Mittelschullehrer Gustav Hafemann. Daß seine Bemühungen auch auf Landesebene Beachtung finden, kommt in einem Ehrenamt besonders zum Ausdruck; er ist Vorsitzender vom „Schoolmeister Krink Schleswig-Holstein“. Diese Vereinigung sucht nach neuen Wegen, um die Volkstümlichkeit des Plattdeutschen zu erhalten und zu vergrößern.

Wer Gustav Hafemann in seinem mit viel Geschmack eingerichteten Arbeitszimmer – Möbel in holländischem Barock – gegenübersitzt, merkt bald, daß er kein bloßer Theoretiker, sondern doch ein Praktiker ist, der seine Gedanken sogleich in die Tat umsetzt. Er hält Vorlesungen vor Jugendgruppen, insbesondere bei der Landjugend; er leitet an seiner Schule eine Arbeitsgemeinschaft; und er studiert mit seinen Schülern kleine Theaterstücke ein. Sein Motto ist: Der rechte Arm gehört dem Hochdeutschen, der linke Arm, der vom Herzen kommt, gehört dem Plattdeutschen. Übrigens gehört er auch dem Niederdeutschen Rat Bremen zu.

Wer über Gustav Hafemann schreibt, muß auch davon berichten, daß er 1948 zum ersten Male Theaterfahrten für Jugendliche veranstaltete, die dann vom Jugendkulturring übernommen und noch heute fortgesetzt werden. Den Theaterfahrten ist er treu geblieben. Er organisiert, wie er es nennt, „Sammeltransporte“ zum Besuch der Lübecker Bühnen und des Ohnsorg-Theaters in Hamburg. Sie erfreuen sich großer Beliebtheit. „Jeder kann, niemand muß mitfahren!“

Als Religionslehrer will Gustav Hafemann vor allem zu praktischem Christentum anhalten. Das geschieht auf vielerlei Weise. Die Schüler sammeln Briefmarken, um sie an die Anstalt Bethel zu schicken, die mit dem Erlös kranken Menschen hilft. Oder die Schüler bringen ungepflegte Gräber in Ordnung. Vor dem Hausfrauenbund führten sie die Sprechmotette „Selig sind die Friedfertigen“ auf. Die letzte Tatsache ist wohl darauf zurückzuführen, daß Gustav Hafemann zu den passionierten Laienspielern gehört.

Sechs seiner ersten Berufsjahre als Lehrer verbrachte er in Ostfriesland. Von dort stammt seine Vorliebe für den Tee. Beim Besuch einer Tagung in Lübeck erfuhr er, daß er am anderen Morgen im Hotel keinen Tee serviert bekommen würde. Noch am gleichen Abend reiste er wieder ab. Ein Beweis mehr dafür, daß Gustav Hafemann zäh an allen Dingen festhält, die er für gut erkannt hat.

STORMARNER TAGEBLATT vom 11.1.1964

 

Dienstag, 14. Januar 1964

Keine Frostpause für Oberschulanbau

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Trotz Frostes geht der Erweiterungsbau an der Rückseite des Theodor-Mommsen-Gymnasiums in Bad Oldesloe weiter. Die bereits betriebsfertigen Heizungsanlagen ermöglichen es, die drei neugeschaffenen Räume zu verputzen und die elektrischen Anlagen zu installieren. Vorgesehen sind ein Werkraum (Parterre), ein naturwissenschaftlicher Raum (1. Stock) und ein Handarbeitsraum mit Arztzimmer (2. Stock). Im zweiten Bauabschnitt, der im Frühjahr begonnen werden soll, werden auf der linken Seite des Hauptgebäudes zwischen Treppenhaus und Klassentrakt ebenfalls drei Stockwerke hochgezogen. Darin sollen zwei Klassenräume und ein Lehrerzimmer eingerichtet werden.

STORMARNER TAGEBLATT vom 14.1.1964

 

Mittwoch, 15. Januar 1964

Reifeprüfungen an der Theodor-Mommsen-Schule

Am 6. und 7. Februar findet im Gymnasium die mündliche Reifeprüfung statt. Das schriftliche Abitur haben die beiden Oberprimen bereits an drei Tagen der vergangenen Woche absolviert.

STORMARNER TAGEBLATT vom 15.1.1964

 

Sonnabend, 18. Januar 1964

Ausleseprüfungen

Eltern, die ihre Kinder zu Ostern in eine weiterführende Schule umschulen wollen, müssen diese bis zum 20. Januar in ihren Grundschulen zur Teilnahme an der Ausleseprüfung anmelden. Die Prüfung in der Grundschule erfolgt vom 5. bis 7. Februar, die Prüfung in der weiterführenden Schule vom 25. bis. 28. Februar. Bis zum 5. März erhalten die Eltern Nachricht über das Ergebnis der Prüfung. Bis zum 20. März ist dann die Anmeldung bei der weiterführenden Schule notwendig.

STORMARNER TAGEBLATT vom 18.1.1964

 

Sonnabend, 18. Januar 1964

Eishockeymatch auf dem Poggensee

Heute um 14.30 Uhr findet ein Eishockeykampf zwischen einer Mannschaft der Mittelschule und einer Mannschaft der Oberschule statt. Kampfarena ist der Poggensee. Die Schüler hoffen auf kräftige Zuschauerunterstützung.

STORMARNER TAGEBLATT vom 18.1.1964

 

Sonnabend, 18. Januar 1964

Hockey-Sieg der Oberschüler

Eine ausgezeichnete Eisfläche stand den Mannschaften der Mittelschule und der Oberschule bei ihrem ersten Hockeyspiel auf dem Poggensee zur Verfügung. Die Oberschüler siegten nach heißem Kampf mit 9:3 Toren.

STORMARNER TAGEBLATT vom 20.1.1964

 

Sonntag, 19. Januar 1964

Leichtathletikverband ehrte zwei Oldesloer

Der Jahresverbandstag des Schleswig-Holsteinischen Leichathletikverbandes in Itzehoe war für Bad Oldesloe ein ehrenvoller Tag. Der Landesvorsitzende Christian Martens ehrte verdiente Mitarbeiter und Leichtathleten, darunter zwei Oldesloer.

Die Mittelschullehrerin Ilse Cors erhielt für langjährige Unterstützung als Kampfrichterin bei Sportveranstaltungen die silberne Ehrennadel. Die gleiche Auszeichnung wurde Mittelschullehrer Hans-Joachim Goldbeck für sportliche Leistungen und Tätigkeit als Spartenleiter und Kampfrichter zuteil.

Beifall spendeten die Vereins- und Kreisvertreter, als der Verbandsvorsitzende Mittelschulrektor Harry Hiller die Ehrenurkunde für die beste Schule des Landes im Mannschaftsmehrkampf überreichte. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 21.1.1964

 

Montag, 20. Januar 1964

Geselliger Abend des Vesdoro

An dem traditionellen Grünkohlessen des Vereins ehemaliger Schüler der Oberrealschule Oldesloe (Vesdoro) in Wiggers Gasthof nahmen zum zweiten Male Damen teil. Vorsitzender Hans Werner Meyer begrüßte die beiden Ehrenmitglieder Schoer und Wiemer (Hamburg), ferner Gäste vom Hamburger Freundeskreis. Auch Professor Dr. Scheele hatte es sich nicht nehmen lassen, mit seiner Frau aus Hannover zu dem Treffen zu kommen. Nach dem ausgezeichneten Essen wurde getanzt.

STORMARNER TAGEBLATT vom 20.1.1964

 

Freitag, 24. Januar 1964

Ein verdienter Pädagoge

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Oberstudienrat Georg Schlegel, derzeitiger Leiter des Theodor-Mommsen-Gymnasiums, feiert morgen seinen 65. Geburtstag. In wenigen Wochen wird er nach über 42jährigem verdienstvollem Wirken für die Jugend aus dem Schuldienst ausscheiden, nicht als ein Ruheständler, sondern als ein Pädagoge, der sein Wissen, seine Erfahrung und seine Kraft zu weiterer Tätigkeit nutzen wird. „Ich habe“, wie er im Freundeskreis versicherte, „noch viel vor.“

Doch zunächst wird er sich vom letzten halben Jahr, wohl dem schwersten in seiner langen Berufstätigkeit, ausruhen. Seit dem Weggang Dr. Tiedemanns im Oktober vorigen Jahres ist er Leiter des Gymnasiums und stellvertretender Direktor in einer Person und trägt doppelte Verantwortung und Sorge. Erst seit kurzem steht ihm in Oberstudienrat Dr. Brandstätter ein Vertreter zur Seite. Wie sehr er mit der Schule und ihren Erfordernissen in über 16jähriger Tätigkeit vertraut und verwachsen ist, kennzeichnete Elternbeiratsvorsitzender Dr. Clamann mit folgenden Worten: „Er ist der Träger der Schultradition, der die Fäden in der Hand hält.“

Auf Grund seiner organisatorischen Fähigkeiten wurde Georg Schlegel 1956 zum Oberstudienrat und stellvertretenden Direktor befördert. Seine Verbindlichkeit und seine Gabe ausgleichend zu wirken und zu vermitteln, erwarben ihm viele Freunde innerhalb der Schule bei Kollegen und Schülern und auch außerhalb bei der Elternschaft, ferner bei Mitgliedern und Freunden der Sektion Bad Oldesloe der Universitätsgesellschaft, die er seit etwa zehn Jahren leitet, und bei der Volkshochschule, an der er als Dozent und Berater mitarbeitete.

Der Jubilar ist gebürtiger Dresdner. Er begann seine berufliche Laufbahn in Leipzig mit dem Studium der neuen Sprachen, der Geschichte und der Leibesübungen. Bis 1939 war er an verschiedenen höheren Schulen in Leipzig tätig, zuletzt an der berühmten Thomasschule. Der zweite Weltkrieg rief ihn, wie schon der erste, an die Front. Noch in englischer Kriegsgefangenschaft nahm er seine Lehrtätigkeit wieder auf und unterrichtete in Büsum an der Oberschule für kriegsversehrte und kriegsgefangene Soldaten. Im November 1947 trat er in den Lehrkörper der Theodor-Mommsen-Schule ein.

Seine Freizeit gehört seiner Familie, guten Büchern, seinem Garten, seiner Briefmarkensammlung und schönen Reisen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 24.1.1964

 

Dienstag, 28. Januar 1964

Schulzahnpflege

Für die Schulzahnpflege will der Kreis in diesem Jahr 11.000 DM aufwenden. Vertragsärzte untersuchen in den Schulen regelmäßig die Zähne der Kinder. Jeder Schüler erhält dabei einen Untersuchungsbefund für seine Eltern, damit etwaige Zahnschäden sofort durch einen Zahnarzt behoben werden können.

STORMARNER TAGEBLATT vom 28.1.1964

 

Sonnabend, 1. Februar 1964

Begegnung im Alltag

Herr über 815 Filme

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prü. – Hoch über den Dächern von Bad Oldesloe, genauer gesagt, im neunten Stockwerk des Stormarnhauses residiert seit einigen Wochen Mittelschullehrer Bernhard Nowak als neuer Leiter der Kreisbildstelle. Er ist Herr über 815 Filme, 628 Dia-Serien und neun Schallplatten. Außerdem hat er Projektoren und andere technische Ausrüstungsgegenstände zu warten. Als wir Lehrer Nowak abends aufsuchten, spulte er gerade Filme um. Einige mußten geklebt werden, andere bekamen einen neuen Vorspann. Das ist keine routinemäßige Arbeit. Im Gegenteil, Filme bedürfen, wenn man lange etwas davon haben wilI, einer pfIeglichen Behandlung. Handwerkliches Geschick, Geduld und Fingerspitzengefühl sind einige Voraussetzungen für dieses Amt.

Die Kreisbildstelle ist aus dem Leben der vielen Schulen nicht mehr wegzudenken. Filme, Schallplatten und Lichtbilder lockern nicht nur den Unterricht auf, sondern sie veranschaulichen den Stoff interessanter und verständlicher. Es kommt nur selten vor, daß für ein bestimmtes Wissensgebiet kein Material vorhanden ist. Der Bestand muß aber laufend ergänzt werden.

Bernhard Nowak will sich verstärkt dafür einsetzen, daß auch die Jugendgruppen von dieser Einrichtung Gebrauch machen. Durch eine Regelung mit dem Kreisjugendring fällt jetzt die Leihgebühr von 10 DM für die Jugendverbände weg. „Mir geht es darum, daß die Filme eingesetzt werden und nicht verstauben“, sagte der Kreisbildstellenleiter. Er möchte auch den politischen Jugendorganisationen, die dem Ring politischer Jugend angeschlossen sind, das Material kostenlos zur Verfügung stellen. Doch dazu bedarf es noch der Einwilligung durch die zuständigen Stellen.

Bernhard Nowak ist u.a. Mitglied des Jugend- und Sportausschusses, Jugendwart im VfL und Mitglied im Kreisfachbeirat für Leibeserziehung. Seiner Initiative ist es zu verdanken, daß die Lehrer einmal in der Woche zu einer Turnstunde zusammenkommen. Er sagte dazu: „Die Sache macht uns allen viel Spaß!“ Dann nimmt noch der Garten eine nicht unwesentliche Rolle in seiner Freizeit ein. „Ich bin leidenschaftlicher Kleingärtner geworden!“ Hier sucht er Entspannung und schaltet vom Alltagsbetrieb ab. Ein Rezept verriet Bernhard Nowak uns zum Schluß: „Wenn ich Ärger habe, grabe ich ihn einfach in meinem Garten unter!“

STORMARNER TAGEBLATT vom 1.2.1964

 

Mittwoch, 5. Februar 1964

Wenige Oberprimaner schwach in Deutsch

Sonderstellung des Deutschunterrichts von der Neuregelung wenig berührt

ünn. – In der letzten Kultusministerkonferenz haben zehn Bundesländer, darunter auch Schleswig-Holstein, das Übereinkommen getroffen, eine mangelhafte Leistung in Deutsch nicht mehr wie bisher als ein unüberbrückbares Hindernis für das Bestehen der Reifeprüfung zu betrachten. Es soll vielmehr unter gewissen Voraussetzungen wie bei anderen Fächern ein Ausgleich möglich sein. Diese Neuregelung hat viel Zustimmung gefunden. Sie ist aber auch auf Ablehnung gestoßen.

Ablehnung und Verwunderung gründen sich zumeist darauf, daß man glaubt ein Besuch der Universität oder einer anderen Hochschule sei nicht möglich, wenn der Abiturient keine ausreichenden Leistungen in seiner Muttersprache aufzuweisen habe. Dabei wird jedoch vergessen, daß die bisherige strenge Regelung jungen Datums ist und daß in früherer Zelt bei guter Leistung in anderen Fächern eine mangelhafte Note in Deutsch durchaus ausgeglichen werden konnte.

Wie im Kieler Kultusministerium Oberschulrat Professor Holm, Vorsitzender des schleswig-holsteinischen Germanistenverbandes, erklärte, ist die Sonderstellung der Deutschzensur 1956 durch einen Beschluß der Kultusministerkonferenz festgelegt worden. Man wollte dem Deutschunterricht eine gewisse Mittelpunktstellung geben und fand auch die Zustimmung des Deutschen Germanistenverbandes. Inzwischen haben aber Erfahrungen gezeigt, daß diese Heraushebung für einseitig begabte junge Menschen in einzelnen Fällen eine Härte darstellen kann. Zweifellos muß von jedem Abiturienten erwartet werden, daß er seine Muttersprache in Ausdruck und Satzbau so beherrscht, daß ihm keine groben Verstöße unterlaufen. Für die Beurteilung seiner Leitungen im Deutschunterricht spielen in der Oberstufe noch andere Gründe eine besondere Rolle. Es wird vom Primaner erwartet, daß er Einfühlungsvermögen für schwierige Werke der Dichtkunst besitzt und daß er Gestalt und Form eines literarischen Werkes zu würdigen und darüber zu diskutieren weiß.

Der neun Beschluß der Kultusministerkonferenz sieht vor, daß eine mangelhafte Beurteilung des Schülers in Deutsch, die auf gewisse Unzulänglichkeiten im literarischen Bereich beruhen, beim Abitur künftig ausgleichbar sein soll. Was als Ausgleich geweitet werden kann, wird voraussichtlich für Schleswig-Holstein in einem Erlaß des Kultusministeriums geregelt. Der Deutsche Germanistenverband hat entgegen seiner ursprünglichen Stellungnahme die Aufhebung der 1956 beschlossenen Sonderstellung des Deutschunterrichts bereits vor zwei Jahren gefordert. Der Hauptgrund war, daß viele Deutschlehrer die Verantwortung als zu schwer empfanden, allein durch ihre Zensur über das Schicksal eines Abiturienten zu entscheiden. Die Beurteilung der Leistung im Deutschfach wird indessen auch in Zukunft ihr ganzes Gewicht behalten, denn die Zahl der Primaner, die nur wegen mangelhafter Deutschleistung in ihrer Reifeprüfung gefährdet ist, ist äußerst gering. Man schätzt, daß von etwa 2500 Oberprimanern, die Ostern 1964 ihr Abitur machen, sicherlich nicht mehr als fünf mangelhafte Leistungen in Deutsch aufweisen werden.

STORMARNER TAGEBLATT vom 5.2.1964

 

Sonnabend, 8. Februar 1964

28 Oberprimaner bestanden das Abitur

Die Reifeprüfung an der Theodor-Mommsen-Schule ist beendet. Das mündliche Abitur fand gestern und vorgestern unter Vorsitz von Oberschulrat Professor Holm statt. Von den 28 Oberprimanern, die das Examen bestanden haben, waren Marlis Lüth (Oberprima s) und Hans Joachim Schröder (Oberprima m) wegen guter Leistungen von der mündlichen Prüfung befreit.

Die Namen der Abiturienten und ihre Berufswünsche:

Klasse OIm:

Sigrid Albrecht (Programmiererin), Falk Baus (Tropenarzt), Uwe Benthin (Tierarzt), Horst Brügmann (Lehrer), Gerd Hinrichs (Wirtschaftsingenieur), Klaus Katzschke (Offizier), Wolfgang-Reinhold Knappe (Dipl.-Chemiker), Regine Knobloch (Konsulatssekretärin), Peter Roes (Volksschullehrer), Heiko Schlotfeldt (Studienrat), Hans Joachim Schröder (Architekt), Eckhard Sommer (Dipl.-Ingenieur, Baufach), Hans Thiele (Dipl.-Ingenieur, Elektrofach). Holger Tretau (Dipl.-Kaufmann), Sigrid Volkmann (Studienrätin).

Klasse Ols:

Jens Beiderwieden (Musikstudium), Heidi Brunsen (Konsulatssekretärin), Adelheid Dreckmann (Volksschullehrerin), Ulrike Folkens (Mittelschullehrerin), Ingeborg Förster (Hotelsekretärin), Heidrun Kallweit (Studienrätin), Udo Kilz (Arzt), Marlis Lüth (Studienrätin), Irmela Rampelt (Studienrätin), Heidrun Reppich (Volksschullehrerin), Gude Stoltenberg (Hotelsekretärin), Detlef Ströh (Dipl.-Kaufmann), Detlef Wonerow (Studienrat).

STORMARNER TAGEBLATT vom 8.2.1964

 

Sonnabend, 15. Februar 1964

Oldesloer Abiturienten auf dem Ehrenplatz

Gute Ratschläge zum Abschied – „Goldener“ Abiturient begrüßte ehemaligen Lehrer

Herzliche Abschiedsworte – gesprochen und gesungen – widmete die Theodor-Mommsen-Schule ihren 28 Abiturienten, die bei der Entlassungsfeier die Ehrenplätze in der Aula einnahmen. Um an ihrer Freude teilzuhaben, hatten sich Stadtvertreter, an der Spitze Bürgermeister Barth als Patronatsherr der Schule, sowie Eltern, Freunde der Schule, Lehrer und Mitschüler versammelt.

Oberstudienrat Schlegel nutzte die Gelegenheit, um der Stadt für ihre finanziellen Hilfen beim Erweiterungsbau und bei der Schaffung einer Oberstufenbücherei zu danken. Die Anwesenheit mehrerer ehemaliger Schüler, die vor 25 bzw. 50 Jahren die Reifeprüfung abgelegt haben, sollte, so wünschte der Schulleiter, den scheidenden Oberprimanern ein Vorbild der Anhänglichkeit sein. Der „goldene“ Abiturient Stachow hatte die Freude, unter den Teilnehmern an der Feierstunde seinen ehemaligen Französisch- und Englischlehrer Studienrat Dr. Vogler begrüßen zu können. Auch die beiden ehemaligen Schulleiter Oberstudiendirektor Staberock und Ministerialrat Dr. Tiedemann waren anwesend.

Studienrätin Lieselotte Schlickeiser, Klassenlehrerin der OIs, vertrat in ihrer Ansprache an die Abiturienten die Auffassung, daß die mündliche Prüfung wieder einmal ihre Berechtigung bewiesen habe. Erst durch sie lernten die Schüler das stolze Gefühl kennen, etwas geschafft zu haben. Um auch in der Zukunft etwas zu erreichen und Erfolg zu haben, bedürfe es des Mutes und der Bescheidenheit. Mit Hilfe dieser beiden, wie Goethe sagte, unzweideutigsten Tugenden finde der Mensch den Weg zu einer in sich selbst gefestigten Persönlichkeit, die sich nicht allzu wichtig nehme und über sich auch einmal zu lachen vermöge.

Oberstudienrat Schlegel verglich die Reifezeugnisse, bevor er sie den 16 jungen Männern und zwölf jungen Mädchen überreichte, mit einem Federsprungbrett. Es biete die Möglichkeit zu hohen und weiten, eleganten und schönen Sprüngen. Sein Wunsch lautete, daß jedem ein guter Absprung glücken möge.

Klar und sachlich, Superlative vermeidend, dankte Hans-Joachim Schröder im Namen der Abiturienten Lehrern und Eltern. Die stete direkte und indirekte Ermahnung der Lehrer zu Wachsamkeit und Kritikbereitschaft werde eines Tages, so hofft der Sprecher der Schüler, ihre Früchte tragen.

Zwei Buchprämien des Vereins ehemaliger Schüler der Oberrealschule Oldesloe (Vesdoro) für gute Leistungen erhielten Sigrid Volkmann und Heiko Schlotfeldt. Der Vesdoro hofft, daß auch die jungen Ehemaligen den Weg zu ihm finden mögen. Oberstudienrat Schlegel machte sich zum Fürsprecher dieses Wunsches. Nach der Feier, die der Schulchor und das Schulorchester unter Leitung von Studienrat Alshuth verschönt hatten, führte der Schulleiter interessierte ehemalige Abiturienten durch das im Umbau befindliche Gebäude.

STORMARNER TAGEBLATT vom 17.2.1964

 

Montag, 17. Februar 1964

Mittelschullehrer Manfred Oehmke gestorben.

 

Dienstag, 18. Februar 1964

Vom Tod überrascht

Gestern kurz nach acht Uhr erlag der 42jährige Mittelschullehrer Manfred Oehmke im Lehrerzimmer der Königin-Luise-Schule vermutlich einem Herzschlag. Er befand sich, als der Tod ihn überraschte, allein in dem Aufenthaltsraum der Lehrkräfte.

STORMARNER TAGEBLATT vom 18.2.1964

 

Dienstag, 18. Februar 1964

Unter 1381 Schulen die zwölfte

In der amtlichen Zusammenfassung des Deutschen Leichtathletik-Verbandes über die Ranglisten in den Mannschaftsmehrkämpfen 1963 ist eine Gesamtwertung der Schulen des Bundesgebietes enthalten. Die Mittelschule Bad Oldesloe nimmt unter 1381 Schulen einen beachtlichen zwölften Platz ein.

STORMARNER TAGEBLATT vom 18.2.1964

 

Donnerstag, 20. Februar 1964

Nachruf

Am 17. Februar 1964 schied mitten aus vollem Schaffen unser lieber Kollege Herr Mittelschullehrer Manfred Oehmke.

Ausgestattet mit besonderen Geistesgaben, die ihn befähigten, seinen Schülern ein anregender und gerechter Lehrer zu sein, bleibt er seinen Kolleginnen und Kollegen als stets hilfsbereiter und um Ausgleich bemühter Mensch in dankbarer Erinnerung.

Das Kollegium der Königin-Luise-Schule Bad Oldesloe.

STORMARNER TAGEBLATT vom 20.2.1964

 

Donnerstag, 20. Februar 1964

Kiel läßt sich Zeit

Wim. – Ministerien pflegen sich bei ihren Entscheidungen nicht zu übereilen. Das ist gut. Manchmal lassen sie sich aber zuviel Zeit. Das ist nicht gut.

Am 1. Oktober des vergangenen Jahres wurde Dr. Tiedemann, bis dahin Direktor des Oldesloer Theodor-Mommsen-Gymnasiums, in das Kieler Kultusministerium berufen. Eben dieses Ministerium schrieb die Stelle neu aus und setzte eine Frist für Bewerbungen bis zum 10. November.

Heute schreiben wir den 20. Februar. Ein Vierteljahr also hatte das Ministerium Zeit für die Sichtung der Bewerbungen und für die Benennung der drei Kandidaten, unter denen üblicherweise Schulausschuß und Magistrat der Stadt Bad Oldesloe den neuen Direktor auswählen können. Bis jetzt ließ aber das Ministerium nichts von sich hören.

Auch nach Eingang der Kandidatenliste wird noch Zeit vergehen, ehe das Interregnum, die direktorlose Zeit, in der Oberschule beendet ist. Denn der Schulausschuß, legt selbstverständlich Wert darauf, einen persönlichen Eindruck von den drei Bewerbern zu gewinnen, was am besten an ihren Wirkungsorten geschieht. Über den Vor--schlag des Ausschusses hat dann der Magistrat zu beschließen.

Gewiß ist für eine kontinuierliche Arbeit in der Leitung des Gymnasiums insofern Sorge getragen, als der langjährige und demnächst ausscheidende stellvertretende Direktor seit Januar seinen Nachfolger mit den Schulverhältnissen vertraut macht, doch pflegt man in solchen Fällen verständlicherweise dem kommenden Direktor wichtige Entscheidungen vorzubehalten.

Wäre es nicht an der Zeit, daß das Kultusministerium dem Warten ein Ende setzt und seine Kandidaten endlich namhaft macht?

STORMARNER TAGEBLATT vom 20.2.1964

 

Freitag, 21. Februar 1964

Lehrer und Schüler nahmen Abschied

In der Trauerfeier für den im 43. Lebensjahr verstorbenen Mittelschullehrer Manfred Oehmke in der Friedhofskapelle würdigte Schulrat Heinrich Lüth die Verdienste des Pädagogen. Sein plötzlicher Tod mitten im vollen Schaffen habe alle, die ihn kannten, tief betroffen. Dann gaben die Teilnehmer, unter denen sich auch Abordnungen der Klassen befanden, in denen er zuletzt unterrichtet hatte, dem Verstorbenen das letzte Geleit bis zum Friedhofstor. Von dort erfolgte die Überführung nach Lübeck. Auch eine Lehrerabordnung schloß sich der Wagenkolonne an. Bei der Beisetzung auf dem Friedhof im Stadtteil Vorwerk widmete Rektor Harry Hiller dem verstorbenen Kollegen Worte des Dankes und des Abschieds. Als bleibendes Werk hinterläßt Manfred Oehmke der Schule, an der er über zehn Jahre wirkte, die naturwissenschaftliche Sammlung, wie überhaupt der Ausbau des naturwissenschaftlichen Unterrichts seiner Initiative zu danken ist.

STORMARNER TAGEBLATT vom 22.2.1964

 

Dienstag, 25. Februar 1964

Vesdoro. Generalversammlung am Mittwoch, dem 26. Februar 1964, 20 Uhr, in Bad Oldesloe, „Deutsches Haus“.

Einladungen mit der Tagesordnung wurden versandt.

Der Vorstand.

STORMARNER TAGEBLATT vom 25.2.1964

 

Mittwoch, 26. Februar 1964

Vesdoro wirbt um Jugend

Nicht allein die Abiturienten, sondern alle ehemaligen Schüler des Theodor-Mommsen-Gymnasiums möchte der Vesdoro (Verein ehemaliger Schüler der Oberrealschule Oldesloe) in seinen Reihen sehen. Als ein schönes Beispiel für guten Zusammenhalt bezeichnete Vorsitzender Meyer auf der Jahreshauptversammlung im Vereinslokal „Deutsches Haus“ das Vereinsleben der ehemaligen Stormarnschüler in Ahrensburg und ehemaliger Schüler einiger Hamburger Gymnasien. Versammlungsteilnehmer regten an, außer den seit Jahren üblichen Veranstaltungen wie Maiwanderung. Grünkohlessen und Ball einen Tanzkursus und eine Kegelabteilung einzurichten. Einstimmig wurde der Vorstand wiedergewählt. Ihm gehören Hans Werner Meyer als 1. Vorsitzender, Willi Wigger als 2. Vorsitzender, Hans Ulrich Kuhlmann als Schriftführer und Paul Möller als 1. Kassenwart an. Die Versammlung dankte ihnen herzlich. Ehrenmitglied Wilhelm Schoer hatte es bereits vorher schriftlich getan.

STORMARNER TAGEBLATT vom 29.2.1964

 

Freitag, 28. Februar 1964

Schüler stellen aus

Die Klaus-Groth-Schule bereitet in ihren Räumen an der Königsberger Straße eine Ausstellung mit Schülerarbeiten vor, die am 7. März und 8. März gezeigt werden soll. Sie wird einen Tag zuvor mit dem Laienspiel „Das dürre Land“ eröffnet.

STORMARNER TAGEBLATT vom 28.2.1964

 

Sonnabend, 29. Februar 1964

Kandidaten genannt

Das Kultusministerium hat der Stadt drei Bewerber um den Posten des Direktors am Theodor-Mommsen-Gymnasium benannt. Der Schul- und Kulturausschuß wird sich nun einen persönlichen Eindruck von den Kandidaten verschaffen und seinen Vorschlag für die Besetzung der Stelle dem Magistrat unterbreiten.

STORMARNER TAGEBLATT VOM 29.2.1964

 

Sonnabend, 29. Februar 1964

Elternversammlung im Gymnasium

Die Eltern der Quintaner und der Untertertianer stehen zu Ostern vor einer wichtigen Entscheidung. Für die einen stellt sich die Frage, ob ihre Kinder als zweite Fremdsprache Englisch oder Französisch lernen sollen, die anderen müssen wählen zwischen dem sprachlichen und dem mathematischen Zug. Oberstudienrat Schlegel wird ihnen am Montag in einer Elternversammlung um 20 Uhr In der Theodor-Mommsen-Schule die Unterschiede erläutern, um ihnen die Entscheidung leichter zu machen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 29.2.1964

 

Dienstag, 3. März 1964

Schülerinnen auf dem Laufsteg

Modenschau, Sport und Tanz in der Mittelschulturnhalle

Viele Gäste – unter ihnen die Stadtverordneten Benzmann und Gerlach sowie die ehemaligen Rektoren der Königin-Luise-Schule Krinitz und Rahneberg – hatten sich in der Turnhalle der Mittelschule eingefunden. Unter dem Motto „Tanz und Turnen“ gaben die Schüler den Eltern einen Einblick in Ihre Sportarbeit.

Nach dem Senftenberger Volkstanz und einem englischen Gassentanz zeigten Jungen und Mädchen des fünften bis zehnten Schuljahres einen Querschnitt ihres turnerischen Könnens. Am Stufenbarren gefielen die Kürübungen der größeren Mädchen, Haltung und Leistung belohnte das Publikum durch spontanen Beifall. Paarweise bewegten sich die Mädchen bei einer Ballgymnastik durch den Hallenraum, dann wirbelten die Elf- und Zwölfjährigen in Kombinationsübungen durch die Turnhalle und bewiesen dabei viel Geschicklichkeit am Bock und Barren.

In Sekundenschnelle war ein Laufsteg errichtet, auf dem Schülerinnen teils graziös, teils schüchtern ihre im Handarbeitsunterricht gefertigten Kleidungsstücke präsentierten. Da sah man Schulröcke, fesche Bademäntel, Strandkittel und schlichte Sommerkleider. Eine andere Gruppe zeigte Schürzen, Blusen, Pullover, Jackenkleider und Kostüme, besonders gut gelungene Einzelstücke waren ein Beweis für den dezenten Geschmack der Teenager. Viel Beifall fanden die Nachtgarnituren. Jüngstes „Mannequin“ war ein zweijähriges Mädchen, das in hellblauer Babygarnitur über den Laufsteg trippelte. Mit Kleiderröcken für Straße und Büro endete die lustig angesagte Modenschau.

Mut und Können bewiesen die Jungen und Mädchen der Arbeitsgemeinschaft Leibesübungen des zehnten Schuljahres bei Überschlägen, Saltos und Sprüngen über den Kasten. Zwei Volkstänze und ein Handballspiel, das die Mannschaft des Theodor-Mommsen-Gymnasiums mit 9:7 gewann, beendeten das abwechslungsreiche Programm des Turnnachmittags.

STORMARNER TAGEBLATT vom 3.3.1964

 

Mittwoch, 4. März 1964

Kritik an Schulausstattung zurückgewiesen

„Wir sind stolz darauf, daß wir fast alle Wünsche unserer Schulen auf Lernmittel und Ausstattung erfüllen können“, erklärte der Vorsitzende des städtischen Schul- und Kulturausschusses Georg Schömer, und wies damit die in einer Elternversammlung in Lasbek-Dorf aufgestellte Behauptung zurück, daß über „die mangelhafte Ausstattung der Oldesloer Mittelschule geklagt werde“. In der Versammlung ging es um die Frage der Dörfergemeinschaftsschule.

STORMARNER TAGEBLATT vom 5.3.1964

 

Donnerstag, 5. März 1964

Auswahlgremium besucht Bewerber

Eine fünfköpfige Sonderkommission der Stadt unter Führung von Bürgermeister Barth wird in den nächsten Tagen nach Lübeck und nach Opladen fahren, um sich von zwei Bewerbern um den Posten des Direktors am Theodor-Mommsen-Gymnasium einen persönlichen Eindruck zu verschaffen. Bei beiden handelt es sich um erfahrene Pädagogen, der eine ist bereits Oberstudiendirektor. Wie berichtet, hat das Kieler Kultusministerium der Stadt drei Bewerber vorgeschlagen. Insgesamt gingen nur sechs Bewerbungen ein. Dem Auswahlgremium der Stadt gehört neben den Mitgliedern des Schul- und Kulturausschusses auch der Vorsitzende des Elternbeirates Dr. Clamann als Vertreter der Schulpflegschaft an.

STORMARNER TAGEBLATT vom 5.3.1964

 

Donnerstag, 5. März 1964

Schwarzdecke vor Oldesloes Gymnasium

Stadt hat Verständnis für Klagen über Verkehrslärm …

Eine gute Nachricht für Kraftfahrer sowie für die Lehrer und Schüler des Gymnasiums: Der Magistrat und der Bauausschuß haben für die Hamburger Straße von der Kleinen Salinenstraße bis zur Abzweigung des Rümpeler Weges eine Schwarzdecke bewilligt. Für etwa 100.000 DM soll das Pflaster überzogen werden.

Zuvor muß aber noch auf dem Teilstück vom Mährischen Berg bis zum Rümpeler Weg die Kanalisation verlegt werden.

Wie berichtet, hatten u.a. auch die Eltern der Gymnasiasten eine Schwarzdecke für die Fahrbahn gefordert, weil ihre Kinder beim Unterricht durch den starken Lärm der über das Pflaster rollenden Fahrzeuge gestört werden. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 5.3.1964

 

Freitag, 6. März 1964

Versäumnisse der Schulpolitik

Bei der stürmischen Expansion unserer Wirtschaft – zweifellos hatte das auch Vorrang, um Deutschland wieder wettbewerbsfähig zu machen – ist unsere Schulpolitik zu lange vernachlässigt worden. Die Kulturhoheit der Länder hat überdies dazu mitgewirkt, daß schulische Fragen zu sehr zum Experimentierfeld parteipolitischer Vorstellungen herabgezogen wurden. Übertriebene Toleranz vor den Konfessionen hat gerade den Schulsektor in Deutschland föderalistisch „entarten“ lassen, was oft selbst nicht im Sinne der beiden christlichen Konfessionen lag. Bis die Länderkultusminister den „Stier bei den Hörnern“ packten, weil er allzu wilde Sprünge unternahm, konnten Oberschüler wahlfrei in einzelnen Bundesländern nach acht oder neun Jahren die Universitätsreife erwerben, das Gymnasium begann wahlfrei nach vier oder sechs Grundschuljahren, die Ausbildung an den Pädagogischen Hochschulen war von Hochschule zu Hochschule unterschiedlich.

Darüber hinaus war die berufliche Chance für die Lehramtskandidaten in den finanzschwachen Bundesländern wie Schleswig-Holstein nicht rosig. Kein Wunder, daß sich immer weniger Abiturienten für den Volksschullehrerberuf entschieden. Kein Wunder auch, daß die Relation zwischen den weiblichen und den männlichen Immatrikulierten 3:1 an mehreren Hochschulen beträgt. Die Versäumnisse einer zukunftsweisenden Schulpolitik zeichnen sich bereits heute ab: Der Lehrer wird heute „poussiert“. Die Kreiswehrersatzämter werden angehalten, u.k.-Stellungsersuchen junger Lehrkräfte in jedem Fall zu entsprechen. Sondergehaltsstufen werden für die Volksschullehrer geplant.

Dennoch: Die Sofortmaßnahmen entbinden den Staat nicht von der Sorge, die ihn mit Hinblick auf das Jahr 1970 zu erdrücken droht. Im Bundesgebiet scheiden die letzten der alten Lehrkräfte aus, die noch in den Lehrerseminaren ausgebildet wurden. Wir werden zwar einen Nachwuchs von 50.000 neuen Schulmeistern haben, aber sie werden nicht einmal den Fehlbedarf an Lehrern dieser Jahre decken. Die geburtenstarken Jahrgänge werden die Schülerzahlen bis zum Jahre 1975 auf 22 Prozent vermehren.

Der Ruf nach der Dörfergemeinschaftsschule, die staatliche Förderung des zentralisierten Schulwesens, weisen darauf hin, daß der Staat zwar spät aber nicht zu spät die bis heute in einklassigen Dorfschulen gebundenen Lehrkräfte freistellen will. Die Länder übersehen aber hierbei geflissentlich, daß sie ein staatliches Versäumnis vergangener Jahre nun kurzerhand mit dem Passivposten den Gemeinden aufbürden, die sich oft unter großen finanziellen Opfern bemüht haben, den einklassigen Dorfschulbetrieb aufzubauen und zu unterhalten. Ihnen wird nun die Frage der Zentralschulneubauten zur Lesung auferlegt. Zwar helfen die Länder tatkräftig mit. Neben der Lehrermisere bewegt sie der Gedanke, aus dem Lande versteckte Bildungsreserven zu mobilisieren, die sich nur durch zeitgerechten Unterricht mit modernen Lehrmitteln an Zentralschulen aktivieren lassen. Den Gemeinden aber wird die zusätzliche Sorge aufgebürdet, wie sie täglich über kilometerweite Strecken die Kinder zu den neuen Schularten transportieren sollen.

Die jetzigen Ansätze einer Reform zugunsten des Volksschulwesens verraten noch nicht die erfolgreiche Endlösung des Problems, die sich über das Jahr 1970 hinausstrecken wird. An der Frage der geistigen Zukunft unseres Volkes und seiner wissenschaftlichen Chance in kommenden Jahrzehnten bricht sich die Praxis der bisher überspitzten Länderkulturhoheit. Die Rahmengesetzgebung des Bundes scheint unumgänglich, wenn in allen deutschen Landen die Jugend chancengleich unterrichtet werden soll. Die konfessionellen Eigenarten der Länder sollen dabei unangetastet bleiben, die materiellen Voraussetzungen für eine vernünftige Schulpolitik zu schaffen, kann nur Sache des Bundes sein, nachdem uns die bisherige Praxis sowohl hinsichtlich des unterschiedlichen Ausbildungsstandes zwischen Stadt und Land als auch hinsichtlich der Nachwuchsfrage für die Lehrkräfte besonders an Volksschulen in einen Engpaß geführt hat. Henning Wolff.

STORMARNER TAGEBLATT vom 6.3.1964

 

Sonnabend, 7. März 1964

Schülerausstellung eröffnet

Gestern eröffnete die Klaus-Groth-Schule ihre Ausstellung von Schülerarbeiten aus dem Werk-, Handarbeits- und Zeichenunterricht. Zahlreiche Eltern hatten sich dazu eingefunden. Heute ist die Ausstellung von 15 bis 18 Uhr, morgen von 14 bis 17 Uhr zu besichtigen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 7.3.1964

 

Sonnabend, 7. März 1964

Abschiedsfeier für Oberstudienrat Schlegel

Am letzten Tag des Schuljahres, dem 21. März, wird die Theodor-Mommsen-Schule Oberstudienrat Schlegel wegen Erreichung der Altersgrenze feierlich aus dem Schuldienst verabschieden. Der Pädagoge hat das Gymnasium als stellvertretender Direktor seit der Berufung von Oberstudiendirektor Dr. Tiedemann nach Kiel geleitet.

STORMARNER TAGEBLATT vom 7.3.1964

 

Sonnabend, 7. März 1964

Zum Schulabschluß ein Ball

In der Rohlfshagener Kupfermühle fand der Abschlußball der zehnten Klassen der Königin-Luise-Mittelschule statt. Die hierzu eingeladenen Eltern waren in großer Zahl erschienen. Arno Hopf mit seinen Solisten sorgte für Tanzmusik, die jeder Altersstufe gerecht wurde. Darbietungen der Schulband, Tänze aus fünf Jahrzehnten, die neue „Schulverfassung“, Klein-Ernas Abschlußprüfung, humoristische Kommentare zum Schulleben und eine lustige „Ordensverleihung an verdiente Lehrkräfte“ waren Einlagen, die mit reichem Beifall belohnt wurden. Ein paar Tage noch – dann werden die mit Spannung erwarteten Abschlußzeugnisse verteilt, und dann heißt es Abschied nehmen von der Königin-Luise-Mittelschule. Die Entlassungsfeier findet am kommenden Freitag um 9.30 Uhr statt.

STORMARNER TAGEBLATT vom 10.3.1964

 

Sonntag, 8. März 1964

Klaus-Groth-Schüler stellten aus

Das schöne Wetter lockte viele Oldesloer und ehemalige Schüler in die Klaus-Groth-Schule, die zu einer Ausstellung eingeladen hatte. Vier Klassen waren angefüllt mit Tischlerarbeiten, Handarbeiten, Zeichnungen und Flechtwerken. Alle Gegenstände sind mit Sorgfalt und Geschick angefertigt. Ein Lob verdienen die erfahrenen Pädagogen, ohne deren Anleitung die Kinder kaum zu dieser Entfaltung gekommen wären. Neben dem Sinn für großflächiges Arbeiten sollen die Schüler zur genauen Wiedergabe ihrer Umgebung angehalten werden. Anerkennend äußerten sich Bürgerworthalter Koch, die Schulräte Lüth und Heitmann, der Vorsitzende des Schul- und Kulturausschusses, Stadtverordneter Schömer sowie die Stadträte Bomann und Schröder, die nicht versäumt hatten, der Ausstellung einen Besuch abzustatten.

STORMARNER TAGEBLATT vom 9.3.1964

 

Dienstag, 10. März 1964

Turnwettkämpfe in der Klaus-Groth-Schule

In der vergangenen Woche führte die Klaus-Groth-Schule die Bundesjugendspiele im Turnen für eine Reihe von Klassen durch. Daran nahmen 97 Jungen und 41 Mädchen teil. Die Jungen hatten am Reck, am Barren und auf der Matte zu turnen, dazu kam dann noch der Sprung über Bock, Pferd oder Kasten. Für die Mädchen waren Stufenbarren, Bodenturnen, Ballgymnastik und Bock vorgeschrieben. Eine Ehrenurkunde erhielten: Ernst-Udo Vagt (80 Punkte), Maren Riemke (79), Wolfgang Trojahn (78), Karin Pitzer, Dieter Tabbert (beide 77), Gerhard Bock (75), Rainer Karczewski (74), Wolfgang Hegewald (73), Peter Wenzel (72). Als Sieger gingen aus dem Vierkampf weitere 13 Mädchen und 24 Jungen hervor.

STORMARNER TAGEBLATT vom 10.3.1964

 

Dienstag, 10. März 1964

Ausstellung in der Mittelschule

Heute um 16 Uhr eröffnet die Königin-Luise-Schule eine Ausstellung von Arbeiten ihrer Abschlußklassen. Sie ist bis 19.30 Uhr, ferner morgen von 15 bis 18.30 Uhr zu besichtigen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 10.3.1964

 

Mittwoch, 11. März 1964

Fernöstlicher Zauber in der Schule

Zur „Woche der Brüderlichkeit“ hat die Abschlußklasse der Klaus-Groth-Schule unter Leitung von Lehrer Ahrendt die Spielballade „Das dürre Land“ einstudiert und vor den Eltern und Gästen in der Pausenhalle aufgeführt. Eine der Hauptrollen spielte die 15jährige Beate Reiss. Die Ballade berichtet vom Hunger in der Welt und mahnt zur Hilfe. Lang anhaltender Beifall belohnte die Schüler für ihr eindrucksvolles Spiel.

STORMARNER TAGEBLATT vom 11.3.1964

 

Mittwoch, 11. März 1964

Beim Gerätewettkampf erfolgreich

Theodor-Mommsen-Schule und Stormarnschule siegten

Beim 16. Gerätewettkampf der höheren Schulen Schleswig-Holsteins, Gruppe Süd, wurde die Theodor-Mommsen-Schule Sieger im Mannschaftskampf der Oberstufe mit 215,5 Punkten vor der Stormarnschule Ahrensburg mit 201,25 Punkten. …

Bester Turner in der Oberstufe war Schiele (Bad Oldesloe) mit 58,4 Punkten. Dritter wurde Dittmann (Bad Oldesloe) mit 56,65 Punkten. 4. von Möhle (Ahrensburg) mit 56,2 Punkten, 6. Maaß (Ahrensburg) mit 51,7 Punkten, 7. Schlottmann (Bad Oldesloe) mit 51,6 Punkten, 10. Lüders (Bad Oldesloe) mit 49,6 Punkten, 16. Hoffmann (Bad Oldesloe) mit 46,3 Punkten und 18. von Scotti (Ahrensburg) mit 45,35 Punkten. …

An den Landesmeisterschaften am 18. März in Kiel werden die Oberstufenmannschaft der Theodor-Mommsen-Schule und die Mittelstufenmannschaft der Stormarnschule Ahrensburg sowie die ersten drei Einzelsieger jeder Altersstufe teilnehmen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 11.3.1964

 

Mittwoch, 11. März 1964

Kostbarkeiten aus dem Werkunterricht

Kunstvolle Holzplastiken sind seit gestern in der Mittelschule zu bewundern. Wie in jedem Jahr vor Ostern veranstalten die Abschlußklassen eine Ausstellung, auf der in drei Räumen die Jahresarbeiten zu sehen sind.

Dabei gewinnt der Besucher eine Vorstellung davon, mit welcher Gründlichkeit und Fachkenntnis der Unterricht durchgeführt wird. Die Anleitung für das Werken, das Nähen und mancherlei anderen Handarbeiten nimmt im Lehrplan der Schule einen wichtigen Platz ein. Den Schülern sind die angefertigten Stücke gewiß eine schöne Erinnerung an die Schulzeit.

Bevor nun die kleinen Kunstwerke zu den Besitzern zurückkehren, haben die Oldesloer heute und morgen noch Gelegenheit, einen Rundgang durch die Ausstellung zu machen, um sich dabei vielleicht auch Anregung zu holen. Neben Hand-, Holz- und Knüpfarbeiten findet man Webereien und Zeichnungen. Zum ersten Male wurden in diesem Jahr auch Keramiken angefertigt. Die Schule hat für die Tonarbeiten eigens einen Brennofen angeschafft.

Vor der Ausstellungseröffnung fand gestern morgen die Abschlußbesichtigung der zehnten Klassen statt, an der auch die Schulräte Heinrich Lüth und Rudolf Heitmann teilnahmen. In der Aula bekamen die Schüler die Ehrenurkunden für die Winter-Bundesjugendspiele überreicht. Rektor Harry Hiller lobte dabei den Fleiß und Einsatz der Schüler. Bei einem anschließenden Imbiß konnten die älteren Schülerinnen ihre Kochkünste unter Beweis stellen. Sogar mit pikanten Cocktails bewirteten sie ihre Gäste.

STORMARNER TAGEBLATT vom 11.3.1964

 

Donnerstag, 12. März 1964

Eltern in der Stadtschule zu Gast

Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 9a und 9b der Stadtschule hatten zum Abschluß ihrer Schulzeit zu einem Elternabend eingeladen. Bei Lichtbildern, Begleitworten und dem Verlesen von Aufsätzen durchlebten sie gemeinsam mit Eltern und Lehrern noch einmal Höhepunkte ihrer Schulzeit: die Wanderfahrten, den Ausflug an den Rhein und den Besuch der IGA. Umrahmt wurde die Stunde durch frischen Gesang.

Im Anschluß daran hatten die Eltern Gelegenheit, eine Ausstellung zu besichtigen, die einen Überblick über das in letzten Schuljahren Geschaffene gab. Es wurden Handarbeiten und Zeichnungen der Mädchen sowie Werkarbeiten der Jungen gezeigt. Auch die Arbeiten der 5. Klasse, die sich im Treppenaufgang befinden, fanden große Beachtung.

STORMARNER TAGEBLATT vom 12.3.1964

 

Donnerstag, 12. März 1964

Schülerausstellung nur noch morgen vormittag

Die Ausstellung in der Mittelschule war sehr gut besucht und fand viel Anerkennung. Heute ist sie nicht geöffnet. Nur morgen um 10.30 Uhr nach der Entlassungsfeier für die zehnten Klassen bietet sich noch einmal für kurze Zelt Gelegenheit zu einer Besichtigung. Am Nachmittag wird die Ausstellung dann abgebaut.

STORMARNER TAGEBLATT vom 12.3.1964

 

Freitag, 13. März 1964

Heute 78 Mittelschüler entlassen

78 Schüler und Schülerinnen der Königin-Luise-Schule erhielten heute vormittag bei der Entlassungsfeier aus der Hand Rektor Hillers das Abschlußzeugnis einer Mittelschule.

Klasse 10a:

Karla Brüning, Christel Bruske (Neufresenburg), Christa Döring, Ulrike Düllmann, Hannelore Eggers, Ingeborg Gebert, Henrike Göttsch, Marie-Luise Gütte (Schadehorn), Renate Hohwy, Ingrid Ketelhohn, Renate Klaffner, Erika Klieboldt, Heidemarie Nowak, Gesine Ohrt, Sonja Pierog (Rethwischfeld), Brigitte Volk (Seefeld), Wolf-Birger Bartheidel, Max Bartholl, Gunter Dickmann; Christian Fleischfresser, Uwe Grohmann, Jochen Jensen, Klaus Mahler, Alfred Rüssel, Rüdiger Staats.

Klasse 10b:

Almut Bohm, Marion Deya (Rethwischfeld), Brigitte Dräger, Ursula Hammermeister, Hans Marfels, Karin Kardel (Rohlfshagen), Marianne Köpper, Marianne Liedtke, Monika Riedel, Astrid Scheibe, Ingrid Schriefer, Marlies Schulz (Nienwohld), Anke Stockhusen, Annegret Sturtz, Christine Wetzel, Edith Wöltje, Heinz-Jürgen Borchers (Reinfeld), Karl-Peter Giese (Trittau), Willi Hennings (St. Joseph-Stift), Jürgen Kamm, Dietrich Koopmann, Manfred Kruse (Mollhagen), Wolfgang Lüer, Ernst Olufs, Karl-Wilhelm Schlüter, Reinhard Stosch (Klingenbrook).

Klasse 10c:

Anneliese Ahrens (Wakendorf II), Heike Bentien (Kastorf-Bahnhof), Dagmar Biehl (Sülfeld), Romana Clausen (Wakendorf I), Brigitte Fürstenberg (Groß Boden), Gisela Groth (Sülfeld), Margot Homeyer (Reinfeld), Ute-Maria Jensen (Havighorst K.O.), Ingrid Joost (Wakendorf I), Lisa Leesch (Pölitz), Karin Lengfeld (Pölitz), Margrit Meins (Lasbek-Dorf), Beate Melosch (Rethwisch-Düpenau), Marion Noack, Christa Schack (Fahrenhorst), Birgit Schneider (Lasbek-Dorf), Elke Schulenburg (Wulmenau), Ursula Steenbock (Nahe), Hartmuth Beulcke, Gerhard Homfeldt (Sülfeld), Werner Lafin (Wulmenau), Peter Lengfeld (Pölitz), Kurt Oldenburg (Pölitz), Hans-Uwe Prahl (Schulenburg), Ulrich-Herbert Schmidt-Kufeke (Rethwischhof), Hans-Knut Sievers (Grabau), Rolf Timm (Sülfeld).

STORMARNER TAGEBLATT vom 13.3.1964

 

Freitag, 13. März 1964

Feierstunde in der Klaus-Groth-Schule

Im Rahmen einer Feierstunde in der festlich geschmückten Halle der Klaus-Groth-Schule wurden 35 Jungen und 17 Mädchen entlassen. Sie werden in folgenden Berufsgruppen Aufnahme finden; Handwerk (28), Handel (14), Verwaltung (2), Verkehr (1), Dienstleistungen (3). Sonstige (4). Rektor Volkmann mahnte die Schüler, bei all ihrem Tun, den Bruder Mensch zu achten Der Klassenlehrer der 9. Klasse, Lehrer Ahrendt, gab in seiner Festansprache einen Rückblick auf die geleistete Arbeit. Als Anerkennung für ihre Leistung und Haltung bekamen Hildegard Herrmann und Dieter Tabbert ein Buch überreicht.

STORMARNER TAGEBLATT vom 14.3.1964

 

Sonnabend, 14. März 1964

Buchprämien für die sieben Besten

Die Abschiedsfeier für 78 Abgänger der Königin-Luise-Schule in der blumengeschmückten Aula leitete Rektor Harry Hiller mit einem Gedanken an den kürzlich verstorbenen Lehrer Manfred Oehmke ein.

Neben zahlreichen Eltern begrüßte der Schulleiter Bürgermeister Barth, Pastor Harder, den Vorsitzenden des Kulturausschusses Schömer und andere Stadtverordnete. Er dankte für die stets freundliche Anteilnahme am Geschehen der Schule.

Beschwingt sang der Chor „Freunde, laßt uns fröhlich sein“ von Wolters unter Leitung des Musiklehrers Goldbeck, Verse von Christian Morgenstern wurden umrahmt vom Doppelflötenquartett.

Im Mittelpunkt stand die Abschiedsrede des Schulleiters. Die Schule habe sich bemüht, kein Eigendasein zu führen, sondern die Kinder mit den Realitäten und Aktualitäten des Lebens vertraut zu machen, damit die Jugend, lebenstüchtig und aufgeschlossen allem Neuen, ihren Auftrag erfüllen kann. Der Rektor sprach die verschiedenen Bereiche an, in denen die Schule versuchte, ihre Wirksamkeit zu entfalten: den Bereich des Religiösen, der Sachmeisterung, in dem es darum ging, solides Wissen und Fertigkeiten zu vermitteln, den sprachlichen und musischen Bereich, der die Ausdruckskräfte pflegen und entwickeln sollte, und schließlich der Bereich der körperlichen Ertüchtigung, der entscheidend zur Formung des Charakters beiträgt. Mit der Zeugnisverteilung wurden an Schüler mit besonders guten Leistungen und freudiger Einsatzbereitschaft für Klasse und Schule Buchprämien verliehen: Henrike Göttsch, Christian Fleischfresser, Rüdiger Staats, Marlies Schulz, Manfred Kruse, Gerhard Homfeldt, Anneliese Ahrens.

STORMARNER TAGEBLATT vom 14.3.1964

 

Dienstag, 17. März 1964

25 Jahre Lehrer

Aus Anlaß seines 25jährigen Dienstjubiläums fand für Hauptlehrer Martens im Kreise seiner Berufskollegen eine kleine Feierstunde statt. Der gebürtige Pommer ist seit 1953 im Kreise Stormarn tätig. 1960 wurde er an die Klaus-Groth-Schule versetzt Die Jubiläumsurkunde überreichte ihm Rektor Volkmann.

STORMARNER TAGEBLATT vom 17.3.1964

 

Mittwoch, 18. März 1964

Gelbe Mützen für Schulanfänger

Für 520 Schulanfänger in den Städten Ahrensburg und Bad Oldesloe hat die Stormarner Kreisverkehrswacht knallgelbe Mützen gestiftet. Sie werden am ersten Schultag verteilt, damit die Kinder auf dem Schulweg sicher über die Straßen kommen.

Die Verkehrswacht hat gleichzeitig allen Eltern die Anschaffung dieser Mützen empfohlen. Sie können für einen Preis von etwa drei DM erworben werden. Diese Mützen mit dem Verkehrswachtsymbol sollen vor allem die Kraftfahrer aufmerksam machen, daß unsere Schulanfänger ohne Hilfe den Anforderungen des heutigen Verkehrs nicht gewachsen sind und deshalb der besonderen Rücksichtnahme und des Schutzes aller Verkehrsteilnehmer bedürfen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 18.3.1964

 

Donnerstag, 19. März 1964

Neuer Direktor für Oldesloes Gymnasium

Einstimmig wählten Magistrat, Schul- und Kulturausschuß und der Vertreter der Schulpflegschaft den 49jährigen Oberstudiendirektor Hans-Jürgen Siepermann aus Opladen zum neuen Direktor des Theodor-Mommsen-Gymnasiums.

Wie Bürgermeister Barth und der Vorsitzende des Schul- und Kulturausschusses Schömer dazu gestern betonten, soll das Kieler Kultusministerium gebeten werden, seine Versetzung nach Bad Oldesloe unverzüglich zu veranlassen, damit er möglichst zum Beginn des neuen Schuljahres seine Tätigkeit in Bad Oldesloe aufnehmen kann.

Der neue Direktor leitet seit sechs Jahren in Opladen die „Landrat-Lucas-Schule“. Aus persönlichen Gründen will er zurück nach Schleswig-Holstein. Von 1948 bis 1954 war er in der Lübecker Oberschule „Zum Dom“ als Studienrat tätig. Seine Fächer sind Leibeserziehung, Englisch und Geschichte. Von Lübeck ging er an eine Kölner Oberschule, weil seine Frau Käthe Möller-Siepermann dort ein Engagement als Opernsängerin angenommen hatte. Früher war sie Mitglied der Städtischen Bühnen Lübeck. Ihre Bühnenlaufbahn hat sie inzwischen beendet.

Oberstudienrat Siepermann ist in Hameln gebürtig. Er studierte in Marburg und Göttingen. Im letzten Krieg war er zuletzt Kapitänleutnant.

STORMARNER TAGEBLATT vom 19.3.1964

 

Sonnabend, 21. März 1964

Blumen, Bücher und viele Dankesworte

Warmherzige Abschied von Oberstudienrat Schlegel

FOTO!!!!!

Einen warmherzigen Abschied bereitete die Theodor-Mommsen-Schule ihrem Oberstudienrat Georg Schlegel, der nach über 16jährigem Wirken am Gymnasium, zuletzt als dessen kommissarischer Leiter, in den Ruhestand trat. Über 40 Jahre war er Pädagoge und stets, was in allen Abschiedsansprachen zum Ausdruck kam, ein Mann mit Herz, der mit seiner Liebenswürdigkeit für Ausgleich zu sorgen verstand und dabei doch sein Ziel nicht aufgab.

Neun Redner richteten in der vollbesetzten Aula vor zahlreichen Vertretern des öffentlichen Lebens und der Elternschaft herzliche Abschiedsworte an ihn und überreichten ihm Blumen oder Bücher, als erster sein Nachfolger, Oberstudienrat Dr. Dieter Brandstätter, der sich damit einer breiteren Öffentlichkeit vorstellte. Er dankte dem Scheidenden vor allem für die großzügige, kollegiale Art, mit der er dem 25 Jahre Jüngeren bei seinem Amtsantritt zu Beginn dieses Jahres entgegengekommen sei. Oberschulrat Professor Holm berichtete humorvoll, daß es dem Kultusministerium Kopfzerbrechen bereitet habe, die rechte Form der Verabschiedung zu finden. Fast hätte der Schulleiter Schlegel dem Oberstudienrat Schlegel die Pensionierungsurkunde überreichen sollen. Daß beide Posten in einer Hand liegen, trifft nur selten zu. Der Oberschulrat lobte u.a. Georg Schlegel organisatorische Begabung. „Was sie anpackten, war klar durchdacht und wurde dann auch durchgeführt.“ Professor Holm versprach abschließend, daß er nichts unterlassen werde, um die Einführung des neuen Direktors zu beschleunigen.

Bürgermeister Hermann Barth dankte namens der Stadt für gute Partnerschaft und gegenseitiges Verständnis. Er bereitete dem Scheidenden mit der Überreichung eines alten Stiches von seiner Heimatstadt Dresden gewiß eine besondere Freude. Den Dankesworten schloß sich der Vorsitzende der Schul- und Kulturausschusses, Georg Schömer, an. An die gemeinsamen schweren Anfangsjahre nach 1945 erinnerte Studienrat Schmidt. Er sagte im Namen des Lehrerkollegiums Dank. Auch Ministerialrat Dr. Tiedemann war gekommen, um seinem ehemaligen Mitarbeiter zu danken und ein lustiges Buch auf den Weg in den Ruhestand mitzugeben, einem Ruhestand übrigens, den sich keiner der Anwesenden angesichts der Lebhaftigkeit der scheidenden Pädagogen als wirklich ruhig vorzustellen vermochte. Dies kam auch in den Worten der Schulsprechers Peter Russ zum Ausdruck. Seinem Wunsch, daß sich Oberstudienrat Schlegel noch recht lange sein jugendliches Herz bewahren möge, fügte Dr. Clamann als Vertreter der Elternschaft einen zweiten hinzu: Freude und rechten Genuß an den mancherlei Passionen. Mit dem Dank für die Förderung des höheren Schulwesens im Kreise, zugleich im Namen des Kreis Kulturausschussvorsitzenden Willy Mahrdt, beendete Landrat Dr. Wennemar Haarmann die Reihe der Ansprachen.

Wortlos verließ Oberstudienrat Schlegel mit seiner Familie, nachdem er sich nach allen Seiten grüßend und dankend verneigt hatte, die Aula. Schulchor und Schulorchester unter Leitung von Studienrat Fritz Alshuth hatten die Feier verschönt.

STORMARNER TAGEBLATT vom 23.3.1964

 

Sonnabend, 21. März 1964

Auszeichnung der Besten

Zum Abschluß des Schuljahres 1963/64 erhielten folgende Mädchen und Jungen der Königin-Luise-Mittelschule Bücherprämien für besonders gute Leistungen: Margot Bartelt (Klasse 5a), Heike Neben (5b), Ingelore Teegen (5c), Karin Fischer (6a), Hildegard Hoppe (6b), Ute Spiering (6c), Christa Knels (7a), Renate Leinius (7b), Hannelore Spies (7c), Dagmar Siggelkow (8a), Annegret Martens (8b), Gerd Ramm (8c), Inge Olufs (9a), Peter Pabel (9b), Reinhard Fischer (9c). Ebenfalls Bücher sowie Ehrennadeln und Urkunden der Bundesverkehrswacht erhielten die Schülerlotsen: Renate Becker, Edith Vogler, Erwin Doeubler, Harald Gragen (9a), Peter Müller-Eick, Heinz Schnoor, Wolfgang Zander (9b).

STORMARNER TAGEBLATT vom 21.3.1964

 

Sonntag, 22. März 1964

Professor Dr. Friedrich Benner gestorben.

 

Mittwoch, 25. März 1964

Professor Dr. Benner verstorben

FOTO!!!!!

Vier Wochen nach dem Tode seiner Frau verstarb Professor Dr. Friedrich Benner im Alter von 88 Jahren. Der Verstorbene stammt aus Mecklenburg. Am 1. April 1902 nahm er in Bad Oldesloe seinen Dienst an der Oberschule auf. Als er am 1. Oktober 1937 in den Ruhestand trat, ahnte er nicht, daß er noch zweimal in den Schuldienst zurückgeholt werden würde. Er war von 1939 den ganzen Krieg hindurch und von 1946 bis 1947 an der Theodor-Mommsen-Schule tätig. Dadurch erreichte er die ungewöhnlich hohe Zahl von 45 Dienstjahren.

Seine Freizeit widmete er seit 1903 der Gemeinnützigen Wohnungsbaugenossenschaft, deren Vorstand und Aufsichtsrat er über 58 Jahre angehörte. Seiner Initiative und Weitsicht verdankt die Genossenschaft viel. Verdienste erwarb sich Professor Dr. Benner auch noch in einem anderen Ehrenamt. Er war von 1949 bis 1952 Vorsitzender der Schlichtungsstelle der örtlichen Wohnungsbehörde und leitete dieses schwierige Amt gerecht und mit großer Umsicht.

STORMARNER TAGEBLATT vom 25.3.1964

 

Donnerstag, 26. März 1964

Nachruf

Am 22. März 1964 verstarb Professor Dr. Friedrich Benner im Alter von 88 Jahren.

Herr Professor Benner war vom Jahre 1902 bis 1947 mit kurzen Unterbrechungen an der Oldesloer Oberschule tätig. In dieser langen Zeit ist der befähigte und allseits beliebte Pädagoge Generationen von Oldesloer Oberschülern ein Begriff geworden. In der Schule und darüber hinaus in der ganzen Stadt wird man diesem verdienten Erzieher ein ehrendes An denken bewahren.

Für die Stadt Bad Oldesloe: Barth, Bürgermeister. Für die Theodor-Mommsen-Schule: Dr. Brandstätter, Oberstudienrat.

STORMARNER TAGEBLATT vom 26.3.1964

 

Donnerstag, 26. März 1964

Nachruf

Wir verloren unseren langjährigen Lehrer und Freund unseres Vereins Professor Dr. Benner und begleiten ihn auf seinem letzten Weg auf den Neuen Friedhof.

Vesdoro, Der Vorstand.

STORMARNER TAGEBLATT vom 26.3.1964

 


 

Bis zum Jahr 1970