Schuljahr 1963 - 64  Zeitraum Juli - September

 

Montag, 1. Juli 1963

Fahnen heraus zum Vogelschießen!

2170 Kinder nehmen morgen am Vogelschießen teil. In der Endgruppe ringen 149 Jungen um die Königswürde, 145 Mädchen hoffen, Königin zu werden. Das neue Königspaar wird auf dem Ehrenplatz neben der Stadtschule gegenüber der Bismarckeiche die Huldigungen der Schuljugend entgegennehmen. Heute vormittag holten Jungen und Mädchen Laub aus dem Kneeden und brachten es zu den Schulen, wo es zum Binden von Girlanden und Kronen gebraucht wird. Die Schuljugend bittet die Einwohner, ihre Häuser mit Laub und Fahnen zu schmücken.

STORMARNER TAGEBLATT vom 1.7.1963

 

Dienstag, 2. Juli 1963

Sonnenschein beim Kindervogelschießen

2200 Kinder zogen heute jubelnd durch die Straßen der geschmückten Kreisstadt

Das Wetter scheint es in diesem Jahr mit den Oldesloer Kindern gut zu meinen. Bei strahlendem Sonnenschein begann heute morgen das traditionelle Kindervogelschießen. Der Duft von frischen Blumen und Grün begleitete den langen Festzug, an dem über 2000 festlich gekleidete Schulkinder teilnahmen.

Der Spielmannszug des Gymnasiums zog schon in aller Frühe los, um die Bevölkerung auf das Ereignis vorzubereiten. Gegen acht Uhr herrschte bereits auf allen Straßen ein buntes Treiben. Aus allen Himmelsrichtungen eilten die mit Blumen geschmückten Kinder zu den Schulen. Heute, an ihrem Festtag, mußten auch die Mütter und Väter ihr Festgewand anlegen.

Nach dem Abholen des vorjährigen Königspaares Gudrun Brehme und Detlef Hansen von der Theodor- Mommsen-Schule und des Vogels von Tischlermeister Schöttlers begann um 8.30 Uhr der festliche Umzug.

Wer in Oldesloe irgendwie Zeit hatte, sah zu, als die Kinder durch die Innenstadt zogen. Selbst das Schöffengericht unterbrach seine Sitzung und stand samt Angeklagten auf der Straße. Die Geschäfte und öffentlichen Dienststellen lagen wie ausgestorben da.

Die Honorationen unserer Stadt führten den Festzug an. Hinter dem Königspaar marschierte eine Schulklasse aus Berlin-Tempelhof mit ihren Lehrkräften und. Herbergsvater Schmidt. Vorweg wurde die Berliner Fahne mit dem Bären getragen.

Am meisten Spaß am Umzug hatten die Jüngsten. „Eins, zwei, drei – hurra, hurra, hurra“, riefen sie und übertönten sogar das Musikkorps der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein. Die Lehrkräfte hatten Mühe, die kleinen Schüler in den Reihen zu halten.

Stolz und ernst musizierten die Spielmannszüge der Stadtschule und des Gymnasiums. Ohne sie, wäre der Festumzug nur eine halbe Sache gewesen. Man merkte, daß die jungen Musikanten ihre Stücke sorgfältig geübt hatten.

Oldesloes Bevölkerung säumte nicht nur die Straßen. Beliebt waren vor allen Dingen Aussichtsplätze wie Balkone, Fenster und Dächer. Während ein Fotograf sich einen Baukran als Plattform auserkoren hatte, lief ein anderer mit einer Trittleiter umher.

Programmgemäß begannen dann die Wettspiele auf dem Exer und das Ringen um die Königswürde auf der Bühne des Naturtheaters. Heute nachmittag ist Kindertanz. Nach der Schlußkundgebung um 20 Uhr auf dem Marktplatz wird die Ankündigung „Und morgen ist Frei-Tag“ den jubelnden Beifall aller Kinder finden. Sie leitet seit vielen Jahrzehnten die großen Ferien ein.

STORMARNER TAGEBLATT vom 2.7.1963

 

Mittwoch, 3. Juli 1963

In Bad Oldesloe wimmelte es von Königen

Tausende bei der Abschlußkundgebung – Beobachtungen am Rande des Vogelschießens

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Jubelrufe erschollen um 14 Uhr in der Naturbühne. Peter Metzing aus der neunten Klasse der Stadtschule hatte den Rumpf des Vogels getroffen und damit die Königswürde errungen. Zur Königin wurde Dorothea Bernaisch, ebenfalls von der Stadschule (Klasse 8) gekrönt.

Zu den besten Vogelschützen gehören nach dem König Peter Metzing: 2. Ulrich Ruß, 3. Konrad Poschmann, 4. Peter Feddern, 5. Reinhard Schlottmann, 6. Friedrich Willfang, 7. Claus Kritsch, 8. Klaus Sokoll, 9. Christian Bielenberg, 10. Wolfgang Wenck, 11. Kurt-Michael Schacht, 12. Rudolf Kastellik, 13. Rainer Ebell, 14. Klaus Goerke.

Damit war das Kindervogelschießen aber nicht zu Ende. Im Gegenteil, jetzt ging es erst richtig los. Der Exer glich einem Rummelplatz. Für die unteren Klassen standen drei Zelte zum Tanzen bereit. Die älteren Schüler verteilten sich auf zehn Gaststätten. Das Königspaar tanzte im „Oldesloer Hof“. Musikkapellen sorgten überall für die richtige Stimmung.

Kleine Beobachtungen am Rande:

  • Einer Mittelschulklasse reichten die Räumlichkeiten ihrer Gaststätte in der Hamburger Straße nicht aus. Sie verlegte ihre Polonäse nach draußen und tanzte auf dem Bürgersteig.
  • Beliebt waren Seifenblasen. Am Spielwarenstand waren die Geräte hierfür bald ausverkauft. Den Kindern machte es Spaß, nach den schillernden Blasen zu greifen.
  • Etwas Nettes hatten sich die Berliner Gäste einfallen lassen. Sie riefen immer wieder „Bad Oldesloe ist wunderschön, doch Berlin müßt ihr auch mal sehn!“
  • Einsam und verlassen stand das Königspaar auf dem Podest an der Stadtschule. Es wartete voller Zuversicht auf eine Taxe. Als der Festzug schon am Marktplatz einmarschierte, wartete es immer noch. Da riß einem Oldesloer Bürger die Geduld. Er hielt einen Wagen an. So kam das Königspaar doch noch rechtzeitig zur Abschlußkundgebung.
  • „Berlin grüßt Oldesloe!“ Mit diesem Sprechchor füllte im Abendumzug die Berliner Schulklasse die Pausen der Musikkapelle aus.
  • Während der Kundgebung auf dem Markt wurde in einem Zelt auf dem Exer getwistet. Jazzer hatten die Altherrenkapelle abgelöst.

Über 5000 Oldesloer nahmen an dem großen Finale des Kindervogelschießens teil. Um sich einen guten Sehplatz zu sichern, stellten sich viele schon um 19.30 Uhr auf dem Marktplatz auf. Sie mußten über eine Stunde warten, bis der Kinderzug eintraf.

Von einem geschmückten Lkw-Anhänger aus nahm das Königspaar die Huldigungen der Bevölkerung entgegen. Ihre Schulkameraden sangen begleitet von der Feuerwehrkapelle Bad Oldesloe „Hoch sollen sie leben.“

Sonderschulrektor Hartmut dankte in seiner kurzen Ansprache auf dem Marktplatz allen Helfern für das Gelingen des Kindervogelschießens. Den schönsten Dank hätten die Verantwortlichen durch die fröhlichen Gesichter der Kinder bekommen. Rektor Hartmut hob dann den Gemeinschaftssinn der Bürger hervor, die durch ihre Teilnahme bewiesen hätten, daß das Vogelschießen nicht nur ein Fest der Kinder, sondern eines der ganzen Stadt sei. Mit einem Bekenntnis zur Heimat und dem gemeinsamen Gesang des Schleswig-Holstein- und des Deutschland-Liedes klang de festliche Tag aus.

Die Königspaare der Oldesloer Schulen

Theodor-Mommsen-Schule:

Klasse VIa: Renate Schröder, Michael Niemeyer; VIb: Edith Wegner, Hans-Dieter Westphal; Klasse Va: Birgitt Ebell, Karl-Heinz Rambke; Vb: Beate Biehl, Manfred Rieck; Klasse IVa: Susanne Bartholl; IVb: Hertwig Neumann; IVc: Erik Peters; Klasse UIIIa: Klaus Dieter Luckow.

Königin-Luise-Schule:

Klasse 5a: Sigrid von Bary, Detelf Modi; 5b: Renate Ehler, Bruno Beer; 5c: Heike Gerth, Hans-Joachim Klitzke; Klasse 6a: Monika Glaß, Klaus-Dieter Finnern; 6b: Gudrun Schweer, Klaus Meins; 6c: Ina Horn, Axel Ziebell; Jungen Klassen 7a/b: Hans-Friedrich Hoffmann (7b), Jungen Klassen 7c/d: Georg Meyer (7c), Jungen Klassen 8a, 8b und 8c: Joachim Runge (8a); Mädchen Klassen 7a, 7b und 7c: Christa Knels (7a); Mädchen Klassen 8a, 8b und 8c: Magdalena-Maria Barg (8c).

Stadtschule:

Klasse 1a: Regina Mannitz, Uwe Behrens; 1b: Marika Wahl, Bernd Bobsien; 1c: Susanne Hain, Klaus Feldsien; 1d: Britta Lühr, Hubert Stobbe; Klasse 2a: Karin Feddern, Karl-Heinz Sander; 2b: Cornelia Stehen, Joachim Rodeck; 2c: Ute Möller, Reinhard Kilimann; Klasse 3a: Gisela Grell, Rüdiger Kostbade; 3b: Susanne Lierenz, Klaus-Dieter Affeld; 3c: Angelika Runge, Volker Janne; Klasse 4a: Karin Brecht, Günter Schmalowski; 4b: Marina Gropp, Gerd Zimmermann; 4c: Monika Helwers, Wolfgang Tietgen; Klasse 5a: Ute Seidensticker, Ralf Nadolny; 5b: Marita Sieden, Frank Diestelow; Klasse 6a: Edeltraut Diercks, Winfried Fickbohm; 6b: Margit Bohle, Wolfgang Dankert; Klassen 7 und 8: Renate Biernatzki, Peter Kipka.

Klaus-Groth-Schule:

Klasse 1a: Elke Labusch, Volker Peters; Klasse 2a: Kurt-Kristian Pump, Ingrid Grunwald; Klasse 3a: Ulrich Scherdin, Mareile Wolherr; Klasse 4a: Christiane Angern, Reinhold Pareike; Klasse 5a: Evelyn Gaebler, Volkmar Schadwinkel; Klasse 6: Annegret Schadwinkel, Hans Elten; Klasse 7: Renate Lienau, Michael Helma; Klasse 8a: Bärbel Grunwald, Horst Ahrendt; 8b: Ursula Thiede, Günther Neumann.

Sonderschule:

Spielgruppe 1: Gudrun Görke; Spielgruppe 2: Tino Trapiel; Spielgruppe 3: Annegret Petersen; Spielgruppe 4: Randolf Behrens; Spielgruppe 5: Detlef Klocke.

STORMARNER TAGEBLATT vom 3.7.1963

 

Donnerstag, 4. Juli 1963

Weitere Königspaare der Klaus-Groth-Schule

Bei den Wettspielen des Vogelschießens errangen die Königswürde: Klasse 1b: Susanne Stirnat und Gunnar Rathhoff, Klasse 2b: Ruth-Hild Grüneberg und Dieter Liebe, Klasse 3b: Roswitha Riedel und Nikolaus Stirnat, Klasse 4b: Hans-Werner Morgenroth und Petra Knuth, Klasse 5b: Hans-Joachim Kröger und Gabriele Lübcke, STORMARNER TAGEBLATT vom 4.7.1963

 

Freitag, 12. Juli 1963

Erste Erfolge beim Ferienschwimmen

Trotz kühler Witterung geht das Ferienschwimmen im Poggensee voran. 262 Schulkinder üben bereits die Zusammenarbeit von Armzug und Beinschlag; manche Väter üben mit ihren Kindern nach dem Schwimmunterricht weiter. Gestern erwarben elf Schüler das Freischwimmerzeugnis, ein Mädchen wurde Fahrtenschwimmerin. Trotz des Regens hatte das Wasser 19 Grad Wärme.

STORMARNER TAGEBLATT vom 12.7.1963

 

Freitag, 19. Juli 1963

211 Schulkinder lernten schwimmen

Am 1. August beginnt der zweite Kursus am Poggensee

Zum letzten Male trafen sich 262 Schulkinder am Poggensee, um den elftägigen Ferienschwimmkursus des Kreisschulamtes mit einer Prüfung abzuschließen. Überraschend hoch war diese Zahl gegenüber dem Vorjahr, wo 132 Kinder zum Schwimmunterricht kamen.

Von den fünf Oldesloer Schulen war die Stadtschule mit 87 Kursusteilnehmern am stärksten vertreten, es folgten die Mittelschule (69), die Klaus-Groth-Schule (44), das Theodor-Mommsen-Gymnasium (11) und die Sonderschule mit zehn Teilnehmern. 41 Kinder kamen aus Glinde, Lasbek, Meddewade, Pölitz, Rethwischdorf und Rethwischfeld, Rümpel, Schmachthagen, Steinfeld und Sülfeld. Auch Ferienkinder aus Hamburg und Rinteln nahmen mit Erfolg teil.

211 Kinder sind nunmehr des Schwimmens kundig und beherrschen ohne Hilfsmittel das Brustschwimmen, das sind 84 Prozent der Teilnehmer. 43 Schüler schwammen sich frei, acht wurden Fahrtenschwimmer, 11 Prozent schieden durch Krankheit oder Ferienreisen vorzeitig aus.

Nach der Leistungsprüfung händigte Lehrgangsleiter Nowak allen Teilnehmern Baderegeln aus, die im Unterricht behandelt worden waren. Er dankte den Lehrkräften Fräulein Cors, Frau Röper und Lehrer Röper, die sich für den Schwimmunterricht zur Verfügung gestellt hatten, wobei sie täglich bis zu drei Stunden im Wasser stehen mußten.

Am 1. August beginnt um 9 Uhr am Poggensee ein zweiter Lehrgang. Die Anmeldung erfolgt in der Badeanstalt. Für den 11. und 12. August sind Abnahmen für das Frei- und das Fahrtenschwimmen vorgesehen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 19.7.1963

 

Dienstag, 23. Juli 1963

Teerdecke für Schulhof

Der große Hofplatz der Stadtschule an der Königstraße ist mit einer Schwarzteerdecke versehen worden. Er wird neuerdings auch als Parkplatz benutzt. Die Lehrer können dort ihre Fahrzeuge abstellen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 23.7.1963

 

Dienstag, 23. Juli 1963

Professor Dr. Paul Sabban im 90. Lebensjahr gestorben.

 

Donnerstag, 25. Juli 1963

Lehrschwimmbecken bald benutzbar

Anfang August, so hofft das Stadtbauamt, soll das Lehrschwimmbecken an der Turnhalle der Mittelschule fertiggestellt sein. Gegenwärtig wird die Plastikhaut, die das 8 mal 12,50 Meter große Becken abdichten soll, geschweißt. Die Treppe ist schon angelegt. Noch nicht angeliefert ist die Pumpanlage zur Umwälzung des Wassers. Das Becken hat eine Tiefe von 90 bis 120 Zentimeter. Die seitlichen Wände sind massiv befestigt.

STORMARNER TAGEBLATT vom 25.7.1963

 

Freitag, 26. Juli 1963

Nachruf

Am 23. Juli 1963 verstarb unser lieber Kollege Professor Dr. Paul Sabban in seinem 90. Lebensjahr.

Er hat von 1909 bis 1924 an unserer Schule gewirkt und sich durch seinen aufrechten Charakter, seine Güte und Hilfsbereitschaft die Achtung seiner Kollegen und die Verehrung seiner Schüler erworben. Wir werden seiner stets in Dankbarkeit gedenken.

Für die Theodor-Mommsen-Schule: Dr. Wilhelm Tiedemann, Oberstudiendirektor.

STORMARNER TAGEBLATT vom 26.7.1967

 

Freitag, 26. Juli 1963

Nachruf

Vesdoro. Uns erreichte die Nachricht, daß unser ehemaliger Lehrer Professor Dr. Sabban im 90. Lebensjahr entschlafen ist. Das Andenken dieser markanten Persönlichkeit wird uns besonders lieb bleiben. Der Vorstand. Beisetzung auf dem Oldesloer Friedhof am Sonnabend, dem 27. Juli 1963, 10.30 Uhr.

STORMARNER TAGEBLATT vom 26.7.1967

 

Sonnabend, 27. Juli 1963

Abschied von ehemaligem Lehrer

Auf dem neuen Friedhof neben seinen Familienangehörigen wurde Professor Dr. Paul Sabban beigesetzt. Seine Tochter, Lehrer der Theodor-Mommsen-Schule und ehemalige Schüler gaben dem im 90. Lebensjahr sanft Entschlafenen das letzte Geleit. Professor Sabban wirkte von 1909 bis 1924 an der Oldesloer Oberschule, dann wechselte er in die Wirtschaft hinüber. Die letzten Lebensjahrzehnte verbrachte er in Braunlage im Harz, wo ihn noch mancher ehemaliger Schüler besuchte. Bis zuletzt erfreute er sich großer geistiger und körperlicher Rüstigkeit. In seiner Traueransprache bezeichnete Pastor Colberg das Bild eines Mannes, der allen Dingen des Lebens fröhlich und aufgeschlossen gegenüberstand und seinem Schöpfer dankbar für alles Schöne war. An der Gruft sprachen Oberstudiendirektor Dr. Tiedemann für das Lehrerkollegium der Theodor-Mommsen-Schule und der 2. Vesdoro-Vorsitzende Willi Wigger für die ehemaligen Schüler herzliche Worte des Gedenkens.

STORMARNER TAGEBLATT vom 29.7.1967

 

Mittwoch, 31. Juli 1963

Lehrschwimmbecken bald benutzbar

Nach den Sommerferien wird das auf dem Schulhof der Mittelschule eingerichtete Lehrschwimmbecken seine Aufgabe erfüllen können. Gegenwärtig wird noch die Plastikhaut für das Bassin angebracht.

STORMARNER TAGEBLATT vom 31.7.1963

 

Donnerstag, 15. August 1963

Fast alle 187 lernten schwimmen

Zweiter Lehrgang im Poggensee sehr erfolgreich

Der zweite Schwimmlehrgang des Kreisschulamtes vom 1. bis 13. August war mit 187 Teilnehmern am stärksten besetzt. Dies ist nicht nur auf die gute Witterung, sondern auch auf die Freude der Kinder am Schwimmen zurückzuführen. Die Eltern bekundeten ebenfalls reges Interesse, teilweise fuhren sie ihre Söhne und Töchter zum Poggensee und sahen dem Lehrbetrieb zu.

Schulrat Lüth besuchte an einem Vormittag die Kinder beim Unterricht und erkundigte sich nach ihren Fortschritten. Das Schulamt hatte in diesem Jahr 40 Schwimmkissen und -westen angeschafft, was den Erfolg noch steigerte, denn 97 Prozent erlernten das Brustschwimmen. Mit 36 Prozent ist die Zahl der Freischwimmer in diesem Lehrgang dank der guten Witterung besonders hoch; fast sechs Prozent wurden Fahrtenschwimmer.

Ein Drittel der Lehrgangsteilnehmer waren Kinder umliegender Schulen. Die Schulräte begrüßen dies, weil angesichts der schwierigen Turnverhältnisse auf dem Lande das Schwimmen mehr gefördert werden soll. Die Teilnehmer kamen aus Barkhorst, Grabau, Meddewade, Pölitz, Rethwischdorf und Rethwischfeld, aus Schlamersdorf, Sühlen und Wulmenau. Elf Ferienbesucher aus Dortmund, Hamburg, Bremen, Rinteln und Süderhastedt, die das Ferienschwimmen in ihren Kreisen nicht kennen, schlossen sich dem Unterricht an. Schulkinder früherer Lehrgänge hatten Gelegenheit, Prüfungen abzulegen.

Insgesamt brachte der zweite Lehrgang folgendes Resultat: 184 Schwimmer, 6 Jugendscheine, 47 Fahrtenschwimmer, 104 Freischwimmer.

Wenn man bedenkt, daß in Bad Oldesloe im fünften Schuljahr weiterführender Schulen 83 bis 86 Prozent Nichtschwimmer gezählt werden, ist die Fortführung dieser Lehrgänge zu begrüßen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 15.8.1963

 

Freitag, 16. August 1963

Neue Stufen vor der Schule

1300 DM kosten die neuen Granitstufen vor dem Hofeingang zur Stadtschule. Sie wurden während der Ferien aufgesetzt.

STORMARNER TAGEBLATT vom 16.8.1963

 

Dienstag, 20. August 1963

Wann beginnt der Schwimmunterricht?

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Das Lehrschwimmbecken für die Oldesloer Schulkinder an der Mittelschule läßt auf sich warten.

Der Termin der Einweihung des Lehrschwimmbeckens an der Mittelschule mußte verschoben werden, weil Teile der Umwälzanlage und die Reuterrinne nicht rechtzeitig geliefert wurden. Das 8 mal 12,5 Meter große Becken ist mit einer blauen Nylonhaut ausgekleidet. An einer Längsseite führen fünf Stufen ins nasse Element. Das Wasser soll später durch eine Umwälzanlage laufend gereinigt werden. Zusatzlösungen sollen eine Algenbildung verhindern. Um das Lehrschwimmbecken vor unbefugten Benutzern abzusichern, wird die gesamte Anlage mit einem Drahtzaun versehen. Wenngleich die schönen warmem Tage vorbei zu sein scheinen, hoffen die Nichtschwimmer unter den Schulkindern doch noch vor den Herbstferien ihre ersten Schwimmversuche machen zu können.

STORMARNER TAGEBLATT vom 20.8.1963

 

Freitag, 23. August 1963

Mittelschüler bei der Eisenbahnergewerkschaft zu Gast

Die Abschlußklasse 10c der Königin-Luise-Mittelschule war im Rahmen ihrer Klassenfahrt einige Tage Gast der Gewerkschaft der Eisenbahner Deutschlands in Frankfurt am Main. Die Mädchen und Jungen hatten u.a. über zwei Stunden lang Gelegenheit, sich mit dem Bundestagsabgeordneten und ersten Vorsitzenden der GdED Philipp Seibert und dem wissenschaftlichen Mitarbeiter Werner Mikkelsen zu unterhalten. Mit Interesse nahmen die Oldesloer, fast ausschließlich Fahrschüler, die Bemühungen des Abgeordneten Seibert zur Kenntnis, nicht nur die Schulgeld- und Lernmittelfreiheit allgemein und ohne Ansehen der Person durchzusetzen, sondern darüber hinaus zur Erreichung der Gleichstellung von auswärtigen und einheimischen Schülern den Fahrschülern die unentgeltliche Benutzung der Verkehrsmittel zur Erreichung des Schulortes zu ermöglichen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 23.8.1963

 

Freitag, 30. August 1963

Als Ministerialrat nach Kiel

Als pädagogischen Berater für Fragen aller drei Schulabteilungen hat Kultusminister Edo Osterloh zum 1. Oktober den Oldesloer Oberstudiendirektor Dr. Wilhelm Tiedemann berufen. Der neue Mitarbeiter im Kultusministerium, der im Range eines Ministerialrats eingestellt wird, soll sich nach des Ministers Worten vorerst hauptsächlich um die Intensivierung und Aktivierung der pädagogischen Anliegen der Lehrer- und der Elternverbände unter dem Aspekt der Realisierung in der Verwaltung kümmern.

Oberstudiendirektor Dr. Tiedemann ist seit März 1959 Leiter der Theodor-Mommsen-Schule. Eltern, Lehrer und Schüler bringen ihm Achtung, Vertrauen und Zuneigung entgegen. Viele werden seinen überraschenden

Weggang bedauern.

STORMARNER TAGEBLATT vom 30.8.1963

 

Sonnabend, 31. August 1963

Zum Abschied einen Bildband

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde wurde die langjährige Leiterin der Kreisbildstelle, Fräulein Annemarie Lebius, verabschiedet. In Anerkennung ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit überreichte ihr Landrat Dr. Wennemar Haarmann einen Bildband. Schulrat Rudolf Heitmann sprach ihr den Dank der Schulen aus.

STORMARNER TAGEBLATT vom 31.8.1963

 

Mittwoch, 4. September 1963

Heute Bundesjugendspiele

Heute morgen herrschte auf dem Exer und im Stadion lebhafter Betrieb. Die Klaus-Groth-Schule hielt ihre diesjährigen Bundesjugendspiele ab. 289 Mädchen und Jungen nahmen, wie Sportlehrer Dose mitteilte, daran teil. Laufen, Weitsprung und Werfen waren die Disziplinen. Die Schüler der neunten Klasse hatten ihre Übungen schon gestern absolviert, um heute als Riegenführer zur Verfügung stehen zu können.

STORMARNER TAGEBLATT vom 4.9.1963

 

Donnerstag, 5. September 1963

Bundesjugendspiele

Heute vormittag führte das Gymnasium auf dem Exer und im Stadion die Bundesjugendspiele durch. Morgen werden dort die Schüler der Stadtschule ihre sportlichen Wettkämpfe austragen. Die Mittelschule verbindet am kommenden Dienstag das Schulsportfest mit den Bundesjugendspielen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 5.9.1963

 

Freitag, 6. September 1963

Bundesjugendspiele Stadtschule.

 

Freitag, 6. September 1963

Fußballturnier der Schuljugend

Heute nachmittag um 13 Uhr wird Kreissportlehrer Nowak das Fußballturnier der Volksschulen als Auftakt zum Kreisschulsportfest auf dem Exer eröffnen. Die Spielleitung liegt in den Händen des Rektors Schwirz aus Barsbüttel. Um den Wanderpreis des Kreisfußballverbandes kämpfen die Siebener-Mannschaften aus Hoisdorf, Barsbüttel, Wulksfelde, Glinde, Harksheide und Bad Oldesloe.

STORMARNER TAGEBLATT vom 6.9.1963

 

Freitag, 6. September 1963

… Im Fußball der Volksschulen konnte bei den Vorrundenspielen in Bad Oldesloe der Sieger bereits ermittelt werden, die Mannschaft Glinde erhält in Reinbek (Anm.: dem Schauplatz des Kreisschulsportfestes am 21. September 1963) den Wanderpokal des Kreisfußballverbandes Stormarn.

Ergebnisse

A-Staffel: Glinde gegen Hoisdorf 3:0, Stadtschule Oldesloe gegen Sonderschule Reinbek 3:1, Stadtschule Oldesloe gegen Hoisdorf 4:2, Glinde gegen Sonderschule Reinbek 3:1, Hoisdorf gegen Stadtschule Oldesloe 3:0.

B-Staffel

Elmenhorst gegen Ahrensburg 2:1, Barsbüttel gegen Jersbek 3:0, Elmenhorst gegen Barsbüttel 1:0, Ahrensburg gegen Jersbek 5:0, Ahrensburg gegen Barsbüttel 3:1.

Sieger wurde also die Volksschule Glinde, 2. Volksschule Elmenhorst (4:1), 3. Volksschule Ahrensburg, 4. Stadtschule Oldesloe (3:2).

STORMARNER TAGEBLATT vom 21.9.1963

 

Sonnabend, 7. September 1963

Mittelschulklasse mit Gästen zum Koppelsberg

Am Montagmorgen fährt die Klasse 8c der Mittelschule unter Leitung von Lehrer Hafemann mit jungen Gästen aus dem Kinderheim „Gottesgabe“ in Hoisdorf zum Koppelsberg.

STORMARNER TAGEBLATT vom 7.9.1963

 

Dienstag, 10. September 1963

Zwei erhielten Lübke-Urkunden

An den Bundesjugendspielen der Sonderschule nahmen 132 Kinder teil. Zwölf Mädchen und 18 Jungen errangen die Siegerurkunde des Landes, ein Junge und ein Mädchen die Siegerurkunde des Bundespräsidenten. – Heute feiert die Königin-Luise-Schule ihr Sportfest, in dessen Rahmen die Bundesjugendspiel-Wettbewerbe ausgetragen werden.

STORMARNER TAGEBLATT vom 10.9.1963

 

Dienstag, 10. September 1963

Mit Marschmusik in das Stadion

580 Schüler beim Sporttag der Mittelschule – Volkstänze auf dem grünen Rasen

Bei herrlichem Sonnenwetter hielt die Mittelschule ihr Sportfest ab, in dessen Rahmen sie die Bundesjugendspiel-Wettbewerbe austrug. Frohe Marschmusik begleitete den Einzug der 580 Schüler in das Travestadion, wo nach einem Chorlied Rektor Harry Hiller die Teilnehmer auf den Sinn des Wettkampfes hinwies. Sie sollten ihre Leistungsfähigkeit erproben, ohne dabei an den Rekord zu denken.

Die sportliche Veranstaltung leitete Lehrer Hans-Joachim Goldbeck. Als Gäste wurden Schulrat Lüth, Geschäftsführer Otto vom Kreissportverband, der Vorsitzende des Kreisleichtathletikverbandes Bohn und Teilnehmer aus Steinfeld mit ihrem Schulleiter Schultz begrüßt.

Spannende Darbietungen gab es bei den Pendel- und Rundenstaffeln, wo Parallelklassen als Gegner auftraten. Nach den Einzelläufen der Mädchen und Jungen führte Lehrerin Ilse Cors neun Volkstanzkreise auf den Rasen. Beim „Del Rio“ und „Grande Square“ wirbelten die bunten Röcke.

Ein Hand- und Fußballspiel der Oberstufe beschloß den Sporttag. Vor dem Strohhaus überreichte Schulleiter Hiller die Siegerurkunden. Er ehrte besonders Hanna Becker mit 65,5 Punkten und Rüdiger Sluga mit 82,5 Punkten als beste Teilnehmer.

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Ergebnisse

Dreikampf, Ehrenurkunden des Bundespräsidenten:

Iris Templin, Ursula Ebel, Monika Glaß, Gisela Skroblin, Michael Trampler, Angelika Bergmann, Hilke Patke, Heiko Kruse, Fred Girschkowski, Werner Kuhnt, Horst Drews, Rüdiger Sluga, Hans-Joachim Steinfatt, Holger Wessendorf, Hajo Andreae, Brigitte Pohl, Bärbel Paelegrimm, Jutta Reimers, Winfried Karczewski, Waltraut Dettke, Jürgen Andrzejewski, Jürgen Alesch, Uwe Peters, Hanna Becker, Inge Olufs, Jutta Klinck, Konrad Poschmann, Roswitha Zötl, Brigitte Hermann, Heidemarie Nowak, Henrike Göttsch, Gesine Ohrt, Karl-Peter Giese, Bernd Lefknecht, Hans-Wilhelm Schlüter, Marion Deya, Karin Kardel, Edith Wöltje, Knut Sievers, Werner Lafin, Dagmar Biehl.

Einzelwettbewerbe:

  • 800-Meter-Lauf, Männliche Jugend A: 1. Hans-Jürgen Schreiber 2:21,0 Minuten, 2. Hans-Uwe Prahl 2:21,2.
  • 800-Meter-Lauf, Männliche Jugend B (1947): 1. Karl-Peter Giese 2:28,0, 2. Uwe Grohmann 2:30,2, 3. Bernd Lefknecht 2:39,8, 4. Erhard Niemeyer 2:41,6.
  • 800-Meter-Lauf, Männliche Jugend B (1948): 1. Friedrich-Wilhelm Wigger 2:29,2, 2. Winfried Karczewski 2:29,4, 3. Hans-Joachim Steinfatt 2:30,8.
  • 600-Meter-Lauf, Weibliche Jugend B (1947/1948): 1. Dagmar Biehl 2:01,6 Minuten, 2. Ramona Clausen 2:02,4, 3. Brigitte Hermann 2:02,8, 4. Helga Tidow 2:07,6, 5. Anke Steenbock 2:10,6, 6. Marion Noack 2:12,2.

STORMARNER TAGEBLATT vom 11.9.1963

 

Dienstag, 10. September 1963

Amerikanischer Gastschüler

Für ein knappes Jahr werden 47 amerikanische Jungen und Mädchen Aufnahme in deutschen Gastfamilien finden und hier die Schule besuchen. Sie wurden an ihren Schulen sorgfältig ausgesucht. Unter den Schülern, die heute in Hamburg eintreffen, befindet sich William Cook, den die Familie U. Schmidt-Kufecke in Rethwischhof aufnimmt. Er wird ein halbes Jahr die zehnte Klasse der Königin-Luise-Schule besuchen und dann voraussichtlich in eine der Obersekunden der Theodor-Mommsen-Schule überwechseln. Die Vermittlung des Schüleraustausches erfolgte durch den American Field Service in New York, dessen Arbeit von ehrenamtlichen Helfern geleistet wird.

STORMARNER TAGEBLATT vom 10.9.1963

 

Freitag, 13. September 1963

Schwimmbeckenfolie gestohlen

Ein Unbekannter stahl von der Baustelle des Lehrschwimmbeckens auf dem Hofgelände der Mittelschule eine Rolle Folie von etwa zwölf Quadratmeter Größe.

STORMARNER TAGEBLATT vom 13.9.1966

 

Mittwoch, 18. September 1963

Zum Sonderschulleiter berufen

Die Leitung der Sonderschule in Reinbek hat Hauptlehrer Werner Bruß übernommen. Er war bisher an der Oldesloer Sonderchule tätig.

STORMARNER TAGEBLATT vom 18.9.1963

 

Donnerstag, 19. September 1963

Zuschuß für Mittelschulklasse

Der Kreis gewährt der Klasse 8c der Oldesloer Mittelschule für einen Ausflug mit den Kindern aus dem Kinderheim Gottesgabe Hoisdorf nach dem Koppelsberg einen Fahrtkostenzuschuß von 75 DM und begrüßte die Initiative der Klasse.

STORMARNER TAGEBLATT vom 19.9.1963

 

Sonnabend, 21. September 1963

Heute Kreisschulsportfest in Reinbek

Treffen der besten Jungen und Mängel – Fußballwettbewerb schon entschieden

Anläßlich der 725-Jahr-Feier der Stadt wurde das Kreisschulsportfest nach Reinbek vergeben. Es findet heute im neuerrichteten und gepflegten Stadion statt.

Unter der Leitung von Kreissportlehrer Nowak traf der Arbeitsausschuß in Ahrensburg am Montag die letzten Vorbereitungen. Bezirksobmann Schlichting aus Reinbek wird nach der Begrüßungsansprache durch Schulrat Lüth die Wettkämpfe abwickeln.

233 Jungen und 180 Mädchen, die beide ihren Schulveranstaltungen 55 und mehr Punkte erzielten, kämpfen als Dreikämpfer um den Jahrgangssieg. Sieben Landschulen meldeten für die 10 mal 75-Meter-Pendelstaffel. Für die 4 mal 100-Meter-Rundenstaffel der Volksschulen, Aufbauzüge, Mittelschulen, Kreisberufs- und Frauenfachschule gingen 30 Meldungen ein. Die Mittelstufe der Reinbeker Oberschule ist mit ihren besten Kräften vertreten. 19 Volkstanzkreise beleben die Wettkämpfe auf dem grünen Rasen, die Mittelschulen Ahrensburg und Oldesloe bestreiten das Endspiel im Handball der Jungen und Mädchen.

Im Fußball der Volksschulen konnte bei denen Vorrundenspielen in Bad Oldesloe der Sieger bereits ermittelt werden, die Mannschaft Glinde erhält in Reinbek den Wanderpreis des Kreisfußballverbandes Stormarn.

STORMARNER TAGEBLATT vom 21.9.1963

 

Sonnabend, 21. September 1963

Gute Leistungen beim Kreisschulsportfest

Harmonischer Verlauf – Aber wo blieben die Fahnen im Reinbeker Stadion?

Das Kreisschulsportfest in Reinbek als Treffen der besten Jungen und Mädchen unserer Schuljugend wurde ein voller Erfolg. Mustergültig vorbereitete Anlagen, gute Organisation und gutes Wetter ließen das Fest reibungslos ablaufen. Bedauert wurde nur, daß die gastgebende Stadt es versäumt hatte, durch Hissen von Fahnen im Stadion den äußeren Rahmen zu verschönern.

In seiner Begrüßungsansprache wies Schulrat Heinrich Lüth darauf hin, daß der gute Sportler sich durch Bescheidenheit auszeichnet. Niemals möge der durch gute Veranlagung bevorzugte Wettkämpfer auf den weniger begabten herabsehen!

Als Gäste konnte der Organisator des Festes, Bezirksobmann Schlichting, Frau Ahrens als Vorsitzende des Kreissportbeirates, Rektor Berg als Vertreter des Kreissportverbandes und Rektor Gesche vom Kreisfußballverband begrüßen.

Voller Spannung verliefen die Wettkämpfe. Wie erbittert um den Sieg gestritten wurde, zeigen die oft knappen Resultate. Für die Beruhigung der Nerven sorgten die ausgezeichneten Darbietungen der Volkstänzer. Die abschließenden Handballspiele zeigten eindeutig durch ihre klaren Ergebnisse die technische Überlegenheit der Ahrensburger Mittelschüler.

Vom Beifall umbrandet konnten die Sieger ihre wohlverdienten, durch Bezirksobmann Kurt Schlichting überreichten Urkunden in Empfang nehmen.

Siegerliste (Anm.: Ergebnisse der Oldesloer SportlerInnen)

Jungen:

Jahrgang 1952: 3. Hartmut Feddern 53 Punkte, 5. Jochen Reher 48; Jahrgang 1951: 2. Heinz Hettmann (alle Stadtschule) 57, 5. Erhard Hiller (Mittelschule) 52,5, 6. Uwe Laatzen (Stadtschule) 52; Jahrgang 1950: 1. Rüdiger Sluga 77; Jahrgang 1949: 5. Fred Girschkowski (beide Mittelschule) 65,5.

Mädchen:

Jahrgang 1952: 2. Angelika Bergmann 60,5 Punkte; Jahrgang 1951: 4. Gisela Skroblin (beide Mittelschule) 59; Jahrgang 1950: 3. Monika Schröder 57,5; Jahrgang 1948: 3. Hannelore Schröder (beide Stadtschule) 69,5; Jahrgang 1947/46: 3. Edith Wöltje 59, 5. Marin Deya 57,5, 6. Hanna Becker (alle Mittelschule) 57,5.

STORMARNER TAGEBLATT vom 24.9.1963

 

Montag, 23. September 1963

Turnhalle für Stadtschule: 1965

Ankündigung im Stadtparlament

Silberstreifen am Horizont für Lehrer und Schüler der Stadtschule und die Eltern: Die seit langem geforderte Turnhalle soll im Jahre 1965 gebaut werden! Dies versprach im Stadtparlament der Vorsitzende des Schul- und Kulturausschusses, der stellvertretende Bürgerworthalter Georg Schömer.

Der Ausschuß habe sich eingehend mit dem „Sorgenkind der Stadtschule“ beschäftigt. Die Pläne sollen auch ein Lehrschwimmbecken einschließen. Wie schwierig die Verwirklichung von Bauplänen jedoch sei, so erklärte Georg Schömer weiter, zeige das kleine Lehrschwimmbecken der Mittelschule. Ein Jahr habe für seine Errichtung nicht ausgereicht. Immer wieder sei etwas dazwischengekommen. Der Baumarkt sei eben überlastet.

Zahlreiche Stadtverordnete beteiligten sich an der Aussprache über Oldesloes Turnhallen- und Sportplatzprobleme. Stadtrat Ernst Schröder schlug vor, den kleinen Platz zwischen Kurpark und Papierfabrik für Sportspiele herzurichten. Er sprach bei dieser Gelegenheit den Betreuern der Jugendferienfahrten und den vier Lehrkräften, die an der Abhaltung von Schwimmlehrkursen beteiligt waren, unter Beifall der Versammlung öffentlich Dank aus.

Diskussionsbeiträge zu den Sportplatzfragen lieferten die Stadtverordneten Ernst Bollnow, Karl Gerlach, Johannes Ludwig und die Stadträte Willy Mahrdt und Carl Hoffmann. Der Bau eines zweiten Sportplatzes ist offenbar nicht in Sicht! …

STORMARNER TAGEBLATT vom 24.9.1963

 


 

Bis zum Jahr 1970