Schuljahr 1963 - 64  Zeitraum Oktober - Dezember

 

Freitag, 4. Oktober 1963

Vorlesewettbewerb eröffnet Jugendbuchtage

Mit der Kreisausscheidung im niederdeutschen Vorlesewettbewerb am 8. November in der Aula der Mittelschule Bad Oldesloe beginnen im Kreis Stormarn die diesjährigen Jugendbuchtage, die jungen Menschen und Eltern Gelegenheit zur Information über neue Jugendliteratur und Formen des Literar-pädagogischen Jugendschutzes geben sollen. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 4.10.1963

 

Mittwoch, 9. Oktober 1963

„Aschenputtel“ unter den Oldesloer Schulen

Neubau für Sonderschule müßte beschleunigt werden – Unzumutbare Verhältnisse

Bürgermeister Barth gab der Presse Gelegenheit, sich davon zu überzeugen, ob die Klagen der Schulpflegschaft über die Zustände in der Sonderschule berechtigt sind. In Begleitung von Stadtbaumeister Heinemann und Rektor Hartmut machten die Journalisten einen Rundgang durch das fast 100 Jahre alte Gebäude.

Sie fanden die Beschwerden der Schulpflegschaft weitgehend bestätigt. Die Klassenräume entsprechen in keiner Weise neuzeitlichen Erfordernissen. Beim Betreten schlägt den Besuchern muffiger Geruch entgegen. Teilweise wird der Unterricht durch Geräusche aus anderen Klassenzimmern empfindlich gestört. Manche Wände sind so naß, daß sich Schimmelpilze bilden. Der Schulleitung steht als Aufenthalts- und Arbeitsraum nur ein neun Quadratmeter großes verschachteltes Zimmer zur Verfügung, in dem auch die Schreibkraft sitzt. Nur für jedes fünfte Kind gibt es auf dem Flur einen Garderobenhaken, so daß die übrigen Kinder bei Regen oder Schnee ihre Mäntel in der Klasse ablegen müssen, wodurch eine unerträgliche Atmosphäre geschaffen wird.

Bürgermeister Barth erklärte, daß die Stadt sich schon seit langem bemühe, Abhilfe zu schaffen. Für den geplanten Neubau ist ein Grundstück an der ehemaligen Papierfabrik vorgesehen. Die Stadt sei bereit, das Projekt bei entsprechender Unterstützung durch Land und Kreis zu beschleunigen.

Der gegenwärtige Zustand im alten Schulgebäude könnte nur durch umfangreiche bauliche Maßnahmen geändert werden. Dies müsse aber mit Rücksicht auf das Neubauprojekt und auf die hohen Kosten unterbleiben.

Man kann nur hoffen, daß die Sonderschule nicht mehr lange das „‚Aschenputtel“ unter den Oldesloer Schulen bleibt.

STORMARNER TAGEBLATT vom 10.10.1963

 

Sonnabend, 12. Oktober 1963

Abschiedsfeier für Dr. Tiedemann

Die feierliche Verabschiedung des bisherigen Direktors der Theodor-Mommsen-Schule, Dr. Tiedemann, der als Ministerialrat in das Kultusministerium in Kiel berufen worden ist, findet am kommenden Sonnabend um 11 Uhr in der Aula statt.

STORMARNER TAGEBLATT vom 12.10.1963

 

Sonnabend, 19. Oktober 1963

Dank an den scheidenden Schulleiter

Feierstunde in der Oldesloer Aula für Dr. Tiedemann

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Eine Woge der Dankbarkeit und Anerkennung schlug Ministerialrat Dr. Tiedemann bei seiner feierlichen Verabschiedung aus dem Amt des Direktors der Theodor-Mommsen-Schule in der voll besetzten Aula des Gymnasiums entgegen. Bad Oldesloe läßt ihn, so klang es in allen Ansprachen an, nach viereinhalbjähriger erfolgreicher Tätigkeit nur ungern nach Kiel in die geistige Zentrale unseres Landes ziehen.

Acht Redner betraten das Podium. Sie entwarfen das Bild eines Mannes, der als Pädagoge, auf dem Gebiet der Schulverwaltung und als Bürger Vorbildliches geleistet hat und nun zu einem weiteren verständnisvollem Wirken für die Jugend berufen ist.

Bürgermeister Barth überreichte ihm den Ehrenkrug der Stadt und sprach die Hoffnung aus, daß Dr. Tiedemann mit seiner Familie sein gerade erst am Hohenkamp gerichtetes Haus beziehen und Oldesloer Bürger bleiben möge.

Dem Ehrenkrug folgten noch eine ganze Reihe von Abschiedsgaben: Nelkensträuße, Bücher und ein Bild. Die Schülerschaft kündigte einen selbstgefertigten Bildband über das Schulleben an.

Elternbeiratsvorsitzender Dr. Clamann richtete an den anwesenden Oberschulrat Professor Holm die dringende Bitte, sich für eine beschleunigte Wiederbesetzung des Direktorpostens einzusetzen. Es erfülle die Eltern mit ernster Sorge, daß der Schule wenige Monate vor dem Abitur und mitten in einem Erweiterungsbau der Leiter genommen werde. Dazu den Oberstudienrat Schlegel wahrscheinlich zu Ostern ausscheide, werde die Schule außerdem noch einen „Träger der Tradition, der die Fäden in der Hand halte“, verlieren.

Dr. Tiedemann versicherte in seinen Abschiedsworten, daß ihn soviel Dank beschäme. Diese gebühre nur zu einem Teil ihm, zum anderen Teil allen Mitarbeitern, im besonderen Oberstudienrat Schlegel. Bei ihm als dem kommissarischen Direktor wisse er die Schulleitung in allerbesten Händen. Voller Freude gab Dr. Tiedemann bekannt, daß Kiel nunmehr den zweiten und dritten Bauabschnitt der Schulerweiterung einschließlich Pausenhalle und Gymnastikhalle genehmigt habe.

Chor und Orchester umrahmten mit ihren Darbietungen die zweistündige Feier, in deren Verlauf auch Oberschulrat Professor Holm (Kiel), stellvertretender Bürgerworthalter Schömer, Landrat Dr. Haarmann, Oberstudienrat Schlegel, Willi Wigger für den Vesdoro und Peter Ruß als Schulsprecher das Wort ergriffen.

Am Abend brachte der Schülerspielmannszug bei Fackelbeleuchtung dem scheidenden Direktor vor dessen Wohnung ein Ständchen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 21.10.1963

 

Donnerstag, 24. Oktober 1963

Stadtschule bekommt einen Sportplatz

Der Magistrat hat beschlossen, einen Schritt vorwärts zur Behebung der Sportplatznot in der Kreisstadt zu tun: Das Gelände an der Papierfabrik soll als Spiel- und Sportplatz für die Stadtschule hergerichtet werden.

Ursprünglich sollte hier ein regulärer Sportplatz entstehen. Für diesen Zweck hätte man aber ein kleines Stück des Kurparks hinzunehmen müssen. Auf die Vorstellung des Naturschutzbeauftragten Duwe hin sah man von der Verwirklichung dieses Planes ab. Das vorhandene Gelände reicht jedoch für den Schulsport aus, da es hierfür nicht die von den Sportverbänden vorgeschriebenen Ausmaße zu haben braucht.

Der Platz soll zuerst eingeebnet und dann mit einer Kiesdecke versehen werden. Auf Lauf- und Sprunganlagen wird die Stadtschule allerdings verzichten müssen, da der Boden zwei bis drei Jahre braucht, um sich zu setzen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 24.10.1963

 

Donnerstag, 24. Oktober 1963

Mittelschullehrerprüfung bestanden

Vor der Prüfungskommission unter Vorsitz des Rektors der Universität Kiel, Professor Schlenger, bestand Walter Busch aus Bad Oldesloe die Mittelschullehrerprüfung mit „gut“.

STORMARNER TAGEBLATT vom 24.10.1963

 

Donnerstag, 7. November 1963

Wer liest am besten plattdeutsch vor?

29 Jungen und Mädchen aus acht Stormarner Schulen werden sich morgen am Kreisentscheid des plattdeutschen Vorlesewettbewerbes in der Königin-Luise-Schule beteiligen. Insgesamt hatten sich 42 Schulkinder zu diesem Wettbewerb angemeldet. 13 schieden bei einer Vorauslese aus. Morgen werden zunächst die vier Besten der Zwölfjährigen sowie die je drei Besten der 13- und der 14jährigen ermittelt. Diese zehn nehmen an der anschließenden Endausscheidung um 16.30 Uhr in der Aula der Mittelschule teil. Das Vorlesen wird von Darbietungen der Königin-Luise-Schüler umrahmt.

STORMARNER TAGEBLATT vom 7.11.1963

 

Freitag, 8. November 1963

Lesen in‘e Wett in dree Schichten

Fünf Stunden lang wurde nur plattdeutsch gesprochen

Eine kritische Jury, zahlreiche Zuhörer und viele Kinder waren aufmerksame Zuhörer in der Aula der Königin-Luise-Schule. Mittelpunkt war ein Tisch auf der provisorischen Bühne und ein Stuhl. Hier saßen nacheinander 29 Jungen und Mädchen im Alter von 12 bis 14 Jahren aus acht Schulen. Es ging um die Kreisentscheidung im plattdeutschen Vorlesewettbewerb.

„Kinner, leest in‘e Wett!“ Mittelschullehrer Hafemann deutete in seiner Begrüßungsansprache dieses Motto. Dann zeigte er sich erfreut darüber, daß der Muttersprache eine derartige Veranstaltung gewidmet sei. „Plattdeutsch ist zwar alt, aber nicht schlecht!“

Der Vorsitzende des Kreisschul- und -kulturausschusses, Willy Mahrdt sagte, die Veranstaltung liege ganz im Sinne der Heimat- und Kulturtage. Humorvoll meinte er: „Wenn mein Plattdeutsch nicht ganz stormarnsch klingt, so liegt es daran, daß ich aus der Heimat Reuters stamme.“

Überhaupt wurde nur die Muddersprak gesprochen. Für die „rein Hochdeutschen“ war es gar nicht immer so einfach, den Geschichtchen, Erzählungen und Döntjes zu lauschen. Aber keiner ließ sich seine kleine Schwäche anmerken.

Einige Kinder begnügten sich nicht nur mit dem bloßen Lesen: sie trugen ihre ausgewählten Stücke mit Gesten und Mimik vor. Ein Junge benutzte sogar eine Pfeife, um zu zeigen, daß die Titelfigur auch wirklich raucht. Worauf sich im Zuschauerraum ein kleines Mädchen empörte: „Der darf doch noch nicht rauchen!“

Daß die Veranstaltung von Anfang bis zum Schluß gelang, ist zu einem nicht unerheblichen Teil den Mittelschulklassen 5, 9 und 10 zu verdanken. Lehrer Hafemann hatte ein großes Rahmenprogramm eingeübt: Gedichte, Sketsche und Lieder. Reizend war eine kleine Aufführung der Klasse 5c. Eine Handvoll Tiere beschwerte sich in ihr beim „lieben Gott“, daß sie im Aussehen nur mangelhaft bedacht worden seien.

Während die Jury, der u.a. Propst i.R. Schütt und Kreisjugendpfleger Bendrien angehörten, sich über die drei Besten schlüssig wurde, lebten die zwanziger Jahre wieder auf. Lehrerin Ilse Cors zeigte mit Schülerinnen und Schülern Tänze jener Zeit.

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„Deerns und Jungs, de in‘e Wett leest hebbt, kriegt ehr Böker“ stand als vorletzter Punkt auf dem Einladungszettel. Keiner ging leer aus. Nur die Buchprämie war unterschiedlich dick bzw. im Preis verschieden. E siegten in der Altersgruppe der 12jährigen: 1. Annegret Wagner (Rümpel), 2. Helmut Christensen (Hoisdorf). 3. Klaus-Peter Blank (Bad Oldesloe); der 13jährigen: 1. Marianne Mordhorst (Bad Oldesloe). 2. Gerda Stolten (Steinfeld), 3. Bärbel Grabowski (Bad Oldesloe); der 14jährigen: 1. Gudrun Mergenthaler (Ahrensburg), 2. Helga Tidow (Nahe), 3. Werner Saddig (Pölitz).

STORMARNER TAGEBLATT vom 9.11.1963

 

Dienstag, 12. November 1963

Erstes Tischtennisturnier der SMV

Die Schülermitverantwortung der Theodor-Mommsen-Schule veranstaltete zum ersten Male ein Tischtennisturnier in der Turnhalle der Oberschule. Rund 60 Schüler und Schülerinnen nahmen hieran teil. In dreistündigem Wettkampf wurden nach dem k.o.-System die Sieger der beiden Altersgruppen der Jungen und die beste Spielerin der kleinen Mädchengruppe ermittelt.

STORMARNER TAGEBLATT vom 12.11.1963

 

Dienstag, 12. November 1963

Kulturhistorischer Farbfilm über Japan

Morgen zeigt die Deutsche Olympische Gesellschaft um 14.30 Uhr in der Thalia-Filmbühne für Schüler den Farbtonfilm „Großes Sportland Japan“. Am gleichen Tag findet die Vorführung um 20 Uhr in der Aula der Mittelschule für Jugendliche und Erwachsene statt. Die Schulaufsichtsbehörden haben diesen Film empfohlen, weil der verbindende Leitgedanke der einzelnen Szenen, Ereignisse und Dokumentationen den geistigen und sittlichen Gehalt japanischer Sportauffassung sichtbar werden läßt.

STORMARNER TAGEBLATT vom 12.11.1963

 

Dienstag, 12. November 1963

Montagsschule mit 70 jungen Gästen

Mit dem größten Übertragungswagen war der NDR-Jugendfunk in Bad Oldesloe zu Gast bei dem Jugendkulturring. Diethardt Fissen baute in der Aula der Mittelschule sein Studio auf um die „Montagsschule“, die am kommenden Montag gesendet wird, aufzunehmen.

In Hinblick auf die Totengedenktage waren als Thema ernste Gedichte und Prosabeiträge junger Menschen ausgewählt worden. Schüler aus Bad Oldesloe und Reinfeld diskutierten darüber anschließend. Das modern-jazz -quintett unter Leitung von Horst Hirsekorn (Reinfeld) umrahmte die Sendung musikalisch.

Die „Montagsschule“ wird seit sieben Jahren vom NDR ausgestrahlt. Erst zweimal fanden Außenaufnahmen statt. 70 junge Gäste hatten sich zu der Aufnahmesendung eingefunden.

STORMARNER TAGEBLATT vom 13.11.1963

 

Dienstag, 19. November 1963

Marionettenbühne gastierte in der Mittelschule

Marionettenmeister Fey aus Schmilau gastierte mit seiner Bühne in der Mittelschule. Gezeigt wurden die Stücke „Aladins Wunderlampe“ und das ernsthafte Spiel „Strandgut“. Schüler der Theodor-Mommsen-Schule und der Königin-Luise-Schule, die die Aufführungen besuchten, bekamen von Meister Fey auch die Herstellung der Puppen vermittelt. Sie sahen, wie sie geschnitzt, bemalt und eingekleidet werden.

STORMARNER TAGEBLATT vom 19.11.1963

 

Donnerstag, 21. November 1963

Theodor-Mommsen-Fest 1963

Das Gymnasium wird sein Theodor-Mommsen-Fest am 29. November mit der Aufführung des Oratoriums „Elias“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy unter der Leitung von Studienrat Alshuth einleiten. Solisten sind u.a. Claus Ocker, Ingeborg Stumpf, Jutta Meyn und Heiko Wolgast. Am 30. November um 11 Uhr ist die Schulfeier. Die Festrede hält Professor Dr. Walter Scheele, Direktor des Kautschuk-Institutes der Technischen Hochschule Hannover, über „Wissenschaft und Technik heute“. Er gehört dem Oldesloer Abiturientenjahrgang 1925 an. Mit einem Ball im „Oldesloer Hof“ endet das Theodor-Mommsen-Fest.

STORMARNER TAGEBLATT vom 21.11.1963

 

Sonnabend, 23. November 1963

„Die Lehrerstunde“ – eine neue Übungsgruppe

Die Schulräte haben die Stormarner Lehrkräfte zu einer freiwilligen Arbeitsgemeinschaft Leibesübungen aufgerufen, die am 29. November um 15.30 Uhr in der Turnhalle der Oldesloer Mittelschule mit der praktischen Arbeit beginnt. Spiel, Turnen, Sport – Bewegung frei von Zwang – ist das Ziel dieser Übungsgruppe, die hiermit den „Zweiten Weg“, Gesundheit durch Bewegung, beschreiten will.

STORMARNER TAGEBLATT vom 23.11.1963

 

Mittwoch, 27. November 1963

Stadtväter im Kreuzfeuer aktueller Fragen

Was die Jugend unserer Stadt bewegt, war auf einem Forum, zu dem der Ring Politischer Jugend in das Jugendheim eingeladen hatte, festzustellen. Damit fand nach langer Pause wieder einmal eine gemeinsame Veranstaltung der drei Organisationen Junge Union, Jungsozialisten und Jungdemokraten statt. Bürgerworthalter Georg Koch (CDU) sowie die Stadtverordneten Georg Schömer (SPD) und Ernst Bollnow (FDP) gaben bereitwillig Auskunft.

RPJ-Vorsitzender Lüders eröffnete das Forum. Er übergab die Diskussionsleitung, die unter dem Motto „Jugend fragt - Stadtväter antworten“ stand, an Harald Peiper. Zu Beginn berichteten die Vertreter der Fraktionen kurz von ihrer Tätigkeit im Stadtparlament.

Danach konnten Fragen gestellt werden. Von dieser Gelegenheit machten die Jugendlichen eifrig Gebrauch. …

„Die Oberschule steht an einem ungünstigen Ort. Bei dem Straßenlärm kann man nicht arbeiten. Statt sich eine andere Lösung einfallen zu lassen, wird immer weiter daran herumgebastelt“, warf ein Schüler in die Debatte. Stadtverordneter Schömer: „Von Seiten der Stadt werden Überlegungen angestellt. Wir denken an Doppelfenster. …“ (Zuruf aus der letzten Reihe: „Dann wird es ja noch wärmer!“) „Vielleicht mildert eine Schwarzdecke den Lärm!“

Stadtverordneter Bollnow: „Stellen Sie sich doch einmal vor, welche Größen aus der Schule hervorgegangen sind – trotz Lärmes. Auch die Stadtschule leidet unter Lärm. Nur die Oberschüler können auf einmal ihr Pensum nicht mehr erfüllen.“ …

STORMARNER TAGEBLATT vom 28.11.1963

 

Freitag, 29. November 1963

„Elias“ von gutem Geist erfüllt

Wertvolle Schulaufführung in Bad Oldesloe

Kl. – Die Aufführung großer Chorwerke gehört zu den ständigen Einrichtungen des Oldesloer Theodor-Mommsen-Gymnasiums. Wir erfahren es von Jahr zu Jahr an der Auswahl der Werke, welche hohen musikerzieherischen Aufgaben sich Studienrat Fritz Alshuth stellt, und was er damit seinen Schülern gibt. Es geht ihm um mehr als das, was man schlechthin nur unter einem Kennenlernen versteht. Entscheidend ist die geistige Auseinandersetzung mit dem musikalischen Stoff, zu der die Einstudierung zwingt, die freilich ihre Früchte erst später tragen mag. Der Elias, Oratorium nach Worten des Alten Testaments von Felix Mendelssohn-Bartholdy stand als Auftakt zum diesjährigen Theodor-Mommsen-Fest auf dem Programm. Welche Haltung an Disziplin und Konzentration verlangt so ein Werk von allen Ausführenden!

Es wurde in den Chören teilweise echte musikalisch Dramatik entfaltet, besonders wirksam in den großen Situationsbildern, wo Mendelssohn das unter dem Fluch leidende Volk, wo er den endlichen Beginn des Regens, wo er die Erscheinung des Herrn oder die Himmelfahrt des Propheten schildert. Das war alles schwungvoll, korrekt und vom Dirigentenpult her ein gelöstes Ausmusizieren jeder kleinsten Phrase. Auch die betrachtenden Partien mit ihrer eigentümlich weichen klanglichen Schönheit hatten den Ausdruck natürlicher Wärme. Gelegentlich neigte sich der Klang ein wenig zu stark zum Gefühlvollen und machte Süße und Sentimentalität Mendelssohnscher Melodik zu deutlich. Nur mit chorischer Disziplin wäre dem zu begegnen. Die für einige Betrachtungen eingesetzten Soloensembles boten zum Teil Präzisionsleistungen.

Die Solisten erfüllten ihren Auftrag unterschiedlich. Claus Ocker, eine markante Sängerpersönlichkeit, war als Elias der überragende Gestalter. Er gab der Aufführung eine entscheidende Note. Ingeborg Stumpf (Sopran) sang ausdrucksvoll und wohlklingend. Was sie zu geben imstande ist, zeigte sie in der Führung des Soloquartetts: „Heilig ist Gott der Herr“. Ihre Stimme leuchtete. Jutta Meyn (Alt) müßte ihre an sich gut ausgebildete Stimme mit wesentlich mehr Kraft einsetzen. Nur einmal wuchs sie über sich hinaus: „Sei stille dem Herrn und warte auf ihn.“ Auch Heiko Wolgast (Tenor) gelang eigentlich nur eine Arier gut, die aber fast vollkommen: „Dann werden die Gerechten leuchten.“ Im übrigen wurde die hohe Lage seiner Stimme oft zu forciert angegangen, in den tieferen Lagen war er manchmal nicht intensiv genug. Karin Rodeck (Sopran) sang den Knaben mit kleiner Stimme, aber sauber und sympathisch. Dem Orchester Hamburger Symphoniker fehlte das Gefühl für harmonisches Gleichgewicht. Es begleitete durchweg zu laut.

Die Schulaufführung war von einem guten Geist erfüllt, und das gab ihr einen hohen Wert. Was Fritz Alshuth vorbereitet, gewinnt ein Niveau, das man von Konzerten seiner Schule erwartet.

STORMARNER TAGEBLATT vom 2.12.1963

 

Sonnabend, 30. November 1963

Technik beschert Wohlleben und Gefahren

Professor Scheele warb beim Theodor-Mommsen-Fest um Verständnis für die Wissenschaft

Ein kontrastreiches Bild von der Rolle der Wissenschaft in der modernen Welt und von der Doppelnatur der Technik mit ihren Siedlungen und Gefahren entwarf Professor Dr. Scheele in seinem Vortrag beim Theodor-Mommsen-Fest 1963 in der Aula des Gymnasiums, in der sich Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, Freunde der Schule, Eltern, Lehrer und Schüler versammelt hatten.

1925 stand Professor Dr. Scheele als Abiturient in dieser Aula, diesmal als Dozent, der seine Zuhörer an den Erfahrungen und Erkenntnissen eines langen wissenschaftlichen Lebens im Dienste der Technik bereitwillig teilhaben ließ. Er ist Direktor des Kautschuk-Instituts der Technischen Hochschule Hannover. Aus seinen ernsten, fast beschwörenden Worten klang zweierlei: Bewunderung für die gigantischen Leistungen der Technik und Warnung vor ihren Gefahren, beispielsweise der Gefahr der geistigen Verflachung, Bequemlichkeiten und Wohlleben. Geschenke der Technik, lassen den Menschen, so sagte der Vortragende, keine Zeit mehr zur Selbstbesinnung finden. Doch ohne Selbstbesinnung ist schöpferische Arbeit nicht möglich.

Anfänglich diente die Technik der Befriedigung der Lebensnotwendigkeiten, heute steht sie im Dienst des Wunsches nach immer größerem Wohlleben. „Dabei scheute der Mensch nicht davor zurück, die Natur herauszufordern, um sie seinem Wunsch zu unterwerfen.“ Bereit, jegliche Bürde hierfür auf sich zu nehmen, schuf er sich so eine Übernatur. Doch ist er sich, so fragte Professor Scheele, auch im klaren darüber, daß er in dieser künstlichen Welt ein gefährliches Leben führt?

In einem Vergleich kennzeichnete der Vortragende die Rolle, die die Wissenschaft hierbei spielt. Die Technik bezeichnete er als eine allen Menschen sichtbare Pflanze, die Wissenschaft und Forschung als die Wurzel. „Mit dem Zusammenbruch der Wissenschaft muß unser modernes Leben, das ohne die Technik nicht mehr möglich ist, aufhören zu existieren.“

Professor Scheele verband mit dieser Feststellung die Forderung nach größerem Verständnis und stärkerer Förderung für die Wissenschaft. „Sie führt ein bescheidenes Schattendasein und ist doch der eigentliche Regisseur in diesem Drama.“ Der Wissenschaftler hat, so betonte der Vortragende, ohne Absicht und Zweck dem Menschen mit der Technik eine gewaltige Kraft in die Hand gegeben. Wie er sie einsetzt, zu seinem Wohle oder seiner Vernichtung, hängt von seiner Reife, seiner sittlichen Kraft und seiner Vernunft ab. Technik ist, darüber ließ Professor Scheele keinen Zweifel, unser Schicksal. Starker Beifall dankte ihm für seinen geistvollen Vortrag.

Einleitend hatte Oberstudienrat Schlegel einen Überblick über die seit 1950 stattfindenden Theodor-Mommsen-Feste der Schule gegeben. Sie haben immer mehr Bedeutung im kulturellen Leben der Stadt gewonnen.

Die Buchprämien, die Ernst Wolf Mommsen, der Enkel des großen Gelehrten und geistigen Schutzpatrons der Schule, in jedem Jahr zur Verfügung stellt, erhielten diesmal Marlis Lüth (Bargteheide) außer der Oberprima S und Hans Joachim Schröder (Hohenholz) außer der Oberprima M.

Darbietungen des Orchesters und des Chores der Schule leiteten die schöne Feier ein und beschlossen sie.

Ein Ball der Schülermitverantwortung am Abend im „Oldesloer Hof“ war, wie in jedem Jahr, ein fröhlicher Festabschluß. Viel Heiterkeit erregte ein kleines Spiel, in dem Schüler die Eigenheiten einiger ihrer Lehrer humorvoll kopierten. Auch ein schmissiger Charleston, getanzt von vier jungen Paaren in der Kleidung der zwanziger Jahre, fand viel Beifall.

STORMARNER TAGEBLATT vom 2.12.1963

 

Dienstag, 3. Dezember 1963

Schulkinder verschickten Pakete

Aus eigener Initiative haben in diesen Tagen zahlreiche Schulklassen aus dem ganzen Stormarner Kreisgebiet Weihnachtspakete an bedürftige Patenfamilien in der Ostzone und in den unter polnischer Verwaltung stehenden Ostgebieten geschickt. Jungen und Mädchen opferten dafür teilweise sogar ihr Taschengeld. Größtenteils aber steuerten die Eltern Geld für diese Päckchen bei.

STORMARNER TAGEBLATT vom 3.12.1963

 

Montag, 16. Dezember 1963

Bildstelle unter neuer Leitung

Zum neuen Leiter der Kreisbildstelle ist Mittelschullehrer Bernhard Nowak ernannt worden. Er tritt damit die Nachfolge von Fräulein Lebius an, die diese für die Schulen wertvolle Einrichtung lange Jahre vorbildlich betreut hat.

STORMARNER TAGEBLATT vom 16.12.1963

 

Montag, 16. Dezember 1963

Mittelschüler musizieren

Zu einem weihnachtlichen Musizieren am kommenden Mittwochabend ladet die Mittelschule Eltern und Freunde in ihre Aula ein. Der Schulchor und eine Instrumentalgruppe unter Leitung von Frau Lorenz werden u.a. eine kleine Weihnachtskantate von Petzold aufführen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 16.12.1963

 

Mittwoch, 18. Dezember 1963

Verkehrslärm stört den Unterricht

Schulpflegschaft wandte sich an das Stadtparlament

Auch wenn die Doppelfenster geschlossen sind, beeinträchtigt der Verkehrslärm empfindlich den Unterricht in den der Hamburger Straße zugewandten Klassenräumen der Theodor-Mommsen-Schule. Die Schulpflegschaft richtete deshalb eine Eingabe an die Stadtverordnetenversammlung mit der Bitte, das bei der Asphaltierung bisher ausgesparte Reststücke der Hamburger Straße an der Einmündung der Salinenstraße ebenfalls mit einer neuen Decke zu versehen.

In dem von Dr. Clamann unterzeichneten Schreiben wird gesagt, die Oberflächenschäden dieses Straßenstückes müßten sowieso ausgebessert werden. Sachkenner seien der Meinung, bei einer völlig ebenen Fläche würde der Lärm erheblich gedämpft werden und den Unterricht nicht mehr so stark stören, wie dies jetzt der Fall sei,

Stadtrat Hoffmann erklärte, der Bauausschuß habe die Asphaltierung abgelehnt, weil gerade auf diesem Stück die besten Pflastersteine lägen. Die Asphaltierung würde 70.000 bis 80.000 DM kosten. Nunmehr habe sich auch der Magistrat mit der Frage befaßt und eine Anfrage an das Straßenverkehrsamt Lübeck gerichtet, ob die Stadt mit Zuschüssen rechnen könne. Den Bescheid sollte man abwarten. Man könnte bei der eventuellen Asphaltierung gleich eine Standspur anlegen und von den breiten Bürgersteigen etwas abnehmen.

Stadtverordneter Schömer teilte mit, der Schul- und Kulturausschuß habe, um dem Streit ein Ende zu machen, einstimmig beschlossen, die Asphaltierung zu empfehlen. Fachleute seien allerdings der Ansicht, sie würde an der Lärmbelästigung nicht viel ändern.

Stadtverordneter Behrendt trat dafür ein, sofort über die Sache zu entscheiden.

Die Eingabe wurde schließlich dem Magistrat überwiesen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 18.12.1963

 

Donnerstag, 19. Dezember 1963

Breitenarbeit im Sport trägt Früchte

Königin-Luise-Schule führt Landesbestenliste an

Als die Mittelschüler im Herbst unter der Aufsicht des Kreissportverbandes und des Kreisleichtathletikverbandes Stormarn zum Mannschaftswettkampf antraten, war das gute Punkteergebnis beachtlich. Es findet jetzt seine Würdigung mit dem Erscheinen der Landesbestenliste des Fachverbandes, aus der zu entnehmen ist, daß von 62 Schulen die Mittelschule mit 314.013 Punkten weit an der Spitze liegt.

Es folgen die Heider Klaus-Groth-Schule (285.753) und das Heider Gymnasium (270.630). Nicht die Spitzenleistungen einzelner Schüler, sondern die durchschnittlichen Punktwerte der 98 Mannschaften von Jungen und Mädchen mit geringeren Leistungen erzielten dieses hervorragende Gesamtergebnis, das zugleich Maßstab für die gesunde Breitenarbeit im Sport ist.

Wie Fachgruppenleiter Hans-Joachim Goldbeck mitteilte, sind auch die Mannschaften verschiedener Jugendklassen in der Bestenliste aufgeführt. So belegt die männliche Jugend A die ersten drei Plätze im Land, die B-Jugend nimmt die ersten vier Plätze ein, während die Schüler auf Platz drei und acht zu finden sind. Bei den Teilnehmerinnen führt die A-Jugend die Bestenliste an, die Mannschaften der B-Jugend haben Platz eins bis neun inne. Die A-Schülerinnen-Mannschaften belegten Platz 4, 8 und 18. Schülerinnen der Klasse B erzielten Platz 3, 5 und 17. Die Ehrungen werden auf dem Verbandstag 1964 in Itzehoe vorgenommen, zu dem Mittelschulrektor Hiller eingeladen worden ist.

Mannschaftsergebnisse

  • Weibliche Jugend A (1.): Marion Deyer, Ulrike Düllmann, Heidemarie Nowak, Gesine Ohrt.
  • Weibliche Jugend B (1.): Inge Olufs, Jutta Klinck, Karin Fröhlich, Hanna Becker.
  • Schülerinnen A (4.): Motzkus, Reimers, Paelegrim, Zötl.
  • Schülerinnen B (3.): Bergmann, Ebel, Glas, Skroblin.
  • Männliche Jugend A (1.): Hartmut Beulcke, Uwe Prahl, Kurt Oldenburg, Knut Sievers.
  • Männliche Jugend B (1.): Ernst Olufs, Peter Giese, Hans-Wilhelm Schlüter, Bernd Lefknecht.
  • Schüler A (3.): Jürgen Andrzejewski, Fred Girschkowski, Rüdiger Sluga, Steenbock.
  • Schüler B (1.): Erhard Hiller, Kuhnt, Kruse, Martens.

STORMARNER TAGEBLATT vom 19.12.1963

 

Sonnabend, 21. Dezember 1963

Begegnung im Alltag

Schülerlotse Peter

Jeden Morgen steht der Mittelschüler Peter Müller-Eick aus Bad Oldesloe eine halbe Stunde früher auf. Warum? Er ist einer von insgesamt 78 Schülerlotsen in Stormarn, die an gefährlichen Straßenkreuzungen ihre jüngeren Kameraden sicher zur anderen Seite hinüberleiten. Peters Revier ist die Ecke Hamburger Straße, Grabauer Straße. Hier bezieht er, ob es regnet oder schneit, seinen Platz.

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Der 16jährige Schüler hat sich für diese Aufgabe freiwillig gemeldet. Voraussetzung war das Bestehen der Radfahrprüfung, denn für die Ausbildung als Schülerlotse ist es unbedingt wichtig, daß man sich selbst im Verkehr richtig zu bewegen weiß. Die nötigen Grundlagen vermittelten Polizeiobermeister Kamm und Mittelschullehrer Fenner. Wer als Schülerlotse in Frage kommt, erhält ein Ausweisheft. Übrigens, die Mädchen stehen den Jungen in keiner Weise nach, sie versehen mit gleicher Freude ihr Ehrenamt als „Lotsinnen“.

Wenn Peter seinen „Dienstposten“ bezieht, trägt er die dafür eigens geschaffene Uniform. Sie besteht aus einer Mütze, Koppel mit Schulterriemen und einem Regenumhang – alles in weiß. Am wichtigsten ist doch, wie Peter uns sagte, die Kelle. Obwohl die Schülerlotsen keine Polizeifunktion ausüben, sind die Verkehrsteilnehmer verpflichtet, die Anweisungen der jungen Helfer zu beachten.

Wie sehen nun die Mitschüler den Dienst ihrer Verkehrshelfer? Peter äußerte sich im großen und ganzen positiv. „Die Jüngeren sind dankbar. Sie warten geduldig, bis eine kleine Gruppe zusammengestellt ist. Meine Kameraden veräppeln mich manchmal, indem sie sagen: „Schön warm heute!“ In Wirklichkeit ist es aber fünf Grad unter Null. Doch das macht weiter nichts.“ Nur bei den Berufsschülern, so sagt der junge Lotse, ist es anders. Sie meinen, da sie schon etwas älter sind, eine Ausnahme zu bilden, Peter: „Das kann böse Folgen haben, wenn die Jüngeren einfach hinterherlaufen!“

Peter ist also einer von vielen. Ein Jahr lang wird er die weiße Uniform tragen. Danach muß er sich in der zehnten Klasse auf das Abschlußzeugnis vorbereiten. Ein schlechter Schüler scheint er aber nicht zu sein. Wie Peter uns sagte, war er von den „blauen Briefen“, die zu Weihnachten unerwünscht auf den Gabentisch flattern, nicht betroffen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 21.12.1963

 

Montag, 23. Dezember 1963

Buchprämien und Abzeichen

Am letzten Schultag war die Oberstufe der Mittelschule in der Aula versammelt. 33 Jungen und Mädchen erhielten für besonders aktive Mitwirkung in der Schülermitverwaltung Buchprämien, die nach ihrem persönlichen Geschmack ausgewählt worden waren. Ferner überreichte Rektor Hiller zwölf Schülern das sportliche Leistungsabzeichen in Gold: Karl Peter Griese, Bernd Lefknecht, Knut Sievers, Dagmar Biehl, Marion Deya, Henrike Göttsch, Käte Hafemann, Renate Hohwy, Karin Kardell, Anke Stockhusen, Edith Wöltje (alle Dreikampf) und Heidemarie Nowak im Fünfkampf mit 2927 Punkten. Auf Vereinsebene würde das einen achten Platz in der Landesbestenliste bedeuten. Insgesamt erhielten 139 Schülerinnen und Schüler das Abzeichen, 19 davon in Silber.

STORMARNER TAGEBLATT vom 23.12.1963

 

Montag, 30. Dezember 1963

Schulanbau unter Dach und Fach

Die Arbeiten am Erweiterungsbau der Klaus-Groth-Schule ruhen gegenwärtig infolge des bis vor wenigen Tagen herrschenden Frostes und der Feiertage. Der Anbau an den Haupttrakt mit fünf Klassen und Nebenräumen sowie das Nebengebäude mit fünf Klassen und einem Musik- und Zeichenraum sind unter Dach und Fach. Mit der Fertigstellung ist im Sommer zu rechnen. Dann wird die Schule über 18 Klassen verfügen. Im Keller werden außerdem ein Werkraum mit Nebenraum, eine Lehrküche mit Eßzimmer und Toiletten eingerichtet.

STORMARNER TAGEBLATT vom 30.12.1963

 

Dienstag, 31. Dezember 1963

Viele Gastschüler

Fast jeder zweite Schüler des Theodor-Mommsen-Gymnasiums und der Mittelschule kommt von auswärts. Im Schuljahr 1963 wurden 489 Gymnasiasten (davon 43,9 Prozent Auswärtige) und 584 Mittelschüler (davon 45,4 Prozent Auswärtige) gezählt. Die 1294 Volksschüler verteilen sich wie folgt: Stadtschule 714, Klaus-Groth-Schule 557, Seefeld 23. Unter den 153 Sonderschülern befinden sich 19 Gastschüler. Insgesamt beträgt die Schülerzahl 2520. Sie ist seit 1959 ziemlich konstant. 1953 zählte man noch 3210 Schüler.

STORMARNER TAGEBLATT vom 31.12.1963

 

 

 

Bis zum Jahr 1970