Fußball im VfL Oldesloe
Die Spielzeit 1965/66 - Allgemeines

  

Kurparkstadion.

Diedrichsen wird 70.

Girsckowski und Liedtke zur Landesauswahl.

Pokalpleite in Güster.

„Mannschaft des Jahres“.

Heimniederlagen gegen Husum und Neumünster.

Turnhalle für Stadtschule.

Wieder mit Struppek.

Formanstieg.

Einladung aus Amerika.

Wählergemeinschaft im Stadtparlament.

0:3 bei Holstein.

VfL V wieder Meister.

Phönix hat die Nase vorn.

Unglücklicher Vierter.

Trainerwechsel: Andree für Jantz.

 

 

 Quellen:

Sport-Megaphon

Stormarner Tageblatt

  

Samstag, 18. September 1965
Begegnung im Alltag. „Vati“ ist jung geblieben.

Wer Heinrich Diedrichsen, der gestern seinen 70. Geburtstag feierte, gegenübertritt, staunt nicht schlecht, nämlich darüber, daß dieser Mann von einer geistigen und körperlichen Frische ist, die in seiner Altersklasse ihresgleichen sucht. Er führt sie auf die sportliche Betätigung zurück, die er in seinem Leben ohne Unterbrechung gepflegt hat und den damit zusammenhängenden direkten Kontakt zur Jugend.

Heinrich Diedrichsen, der uns in seiner Wohnung in der Oldesloer Schützenstraße gegenübersitzt, zeigt uns dicke Fotoalben, in denen der Turnbetrieb kurz nach der Jahrhundertwende und der folgenden Jahrzehnte in unserer engeren Heimat lebendig ist.

1906 tritt Heinrich Diedrichsen als Zehnjähriger in den Flensburger Sportverein ein und wird bald Vorturner. 1919 übernimmt er den Ratzeburger Männerturnverein und steht ihm bis 1924 vor. 1926 absolviert er an der Hochschule für Leibesübungen in Berlin-Spandau bei Professor Neuendorf einen Kursus. Professor Neuendorf hatte damals jener Art der Körperschulung (Gymnastik) die Bahn gebrochen, die heute bei uns üblich ist. Der Turner Diedrichsen sorgte dafür, daß die neuen Erkenntnisse beim Training der Sportler in Ratzeburg und Berkenthin sofort Anwendung fanden. Eine Versetzung des im Eisenbahndienst stehenden Heinrich Diedrichsen nach Berkenthin ist willkommener Anlaß, im neuen Wohnort einen Turn- und Sportverein ins Leben zu rufen, den er bis 1935 leitet. Nach weiteren dienstlichen Versetzungen nach Fresenburg und Bad Oldesloe übernimmt der leidenschaftliche Turner 1937 die Leitung des Männerturnvereins in der heutigen Kreisstadt. 1939 werden Männerturnverein und Oldesloer Sportverein zum VfL zusammengefaßt, in dem Heinrich Diedrichsen Leiter der Turnsparte und Oberturnwart wird. Von 1939 bis 1947 bekleidet er das Amt des Kreisoberturnwarts.

Noch heute steht der 70jährige im Turndreß in der Turnhalle und vermittelt Jungen und Alten seine reichen Kenntnisse. Mancher der Turner, die Rang und Namen haben, lernten bei diesem Mann die Kunst der Körperbeherrschung und die Normen einer sportlich-ritterlichen Haltung. Zu ihnen gehört Walter Busch, 1. Vorsitzender des VfL und Oberturnwart der Sparte Turnen, der im Sinne Heinrich Diedrichsens rastlos Pionierarbeit leistet. Auf ein aktuelles Problem der Turnsparte eingehend, bedauerte Heinrich Diedrichsen, daß es an Turn- und Übungsleitern fehle. Die Turnsparte des VfL hat als stärkste Sparte 580 Mitglieder, davon sind etwa 400 Kinder!

Der Mann, der von vielen Alten und Jungen kurz „Vati“ genannt wird, verrät uns zum Schluß des Gesprächs noch etwas, was seine Liebe zum Turnen und seine Elastizität deutlich unterstreicht: „Würde mit heute die Möglichkeit zum Turnen genommen, so ginge es mir wie einem Raucher, dem man den Tabak entzieht!“
ST

 

Dienstag, 4. Januar 1966
Film über den VfL wird uraufgeführt.

In der Jahreshauptversammlung der Fußballsparte des VfL am 21. Januar wird der Farbfilm „Der VfL in der Deutschen Amateurmeisterschaft“ uraufgeführt. Helmut Kroll machte die Filmaufnahmen und Günter Maletzko kommentierte die beiden Spiele des VfL gegen den Karlsruher SC und Hannover 96.
ST

 

Dienstag, 18. Januar 1966
Die Meinung des Lesers.

Sportfreundliche Firmen. Als am Sonntag auf Platz 1 des Exers und im Stadion Fußballpunktspiele ausgetragen wurden, freuten sich Spieler und Zuschauer über den sehr gut vom hohen Schnee geräumten Rasen. Doch wer dachte dabei wohl an die Mühe der Helfer, die am Samstag und Sonntagmorgen den Schnee beseitigt hatten?

Nur gegen Erstattung der reinen Unkosten stellte die Firma Schoer und Bollow unter Leitung von VfL-Mitglied Kurt Mohn Geräte und Arbeiter bereit, und die Firma Hako lieh dem VfL kostenlos ein Schneeschild für eine vereinseigene Hakorette, damit Platzwart Otto Kundoch auch die Fußwege zum und im Stadion schneefrei halten konnte. Am Sonntagvormittag räumten dann die Jungmannen des VfL den über Nacht gefallenen Neuschnee. Allen Helfern möchten wir hiermit herzlich danken. VfL Oldesloe - Fußballsparte.
ST

 

Freitag, 21. Januar 1966
Rudi Herzog weiter Spartenleiter.

Finanzlage der VfL-Fußballabteilung befriedigend.

Die Fußballsparte des VfL Oldesloe wählte in ihrer Jahreshauptversammlung in der „Gaststätte Wigger“ den bisherigen Vorstand einstimmig wieder.

Etwa 100 Mitglieder bekundeten ihre Zufriedenheit mit dem Vorstand, indem sie ihn in seiner bisherigen Zusammensetzung wiederwählten. 1. Spartenvorsitzender Rudi Herzog und 2. Vorsitzender Jörn Peter Schell. Ferner gehören dem Vorstand an: Egon Lindemeier (Jugendwart), Karl Nossol (Kassenleiter), Gustav Lüthje (Ligaobmann) und Günter Rust.

In einer kurzen Rückschau auf das vergangene Jahr hob Jörn Peter Schell die Leistungen der ersten Amateure des VfL in den Spielen gegen den Karlsruher SC und Hannover 96 im Kampf um den Deutschen Amateurmeistertitel hervor. er erinnerte daran, daß die Oldesloer nur durch einen unglücklichen Losentscheid aus dem Rennen geworfen wurden. in der Spielsaison 1964/65 sind in dieser Mannschaft 15 Stammspieler eingesetzt worden. Die Trainingsgemeinschaft umfaßt etwa 18 Spieler.

Auch alle anderen VfL-Mannschaften nehmen in ihren Klassen gute und zum Teil sogar sehr gute Plätze ein. Die Jugendspieler halten sich recht gut. Es fehlt jedoch für die Jugendabteilung noch ein ehrenamtlicher Helfer beim Training. Das bemängelte Jugendwart Egon Lindemeier in seinem Bericht.

Wie gut die Finanzlage der Fußballabteilung ist, zeigen die Zahlen, mit denen Karl Nossol aufwartete. Der Wert der im Besitz der Sparte befindlichen Geräte beläuft sich auf etwa 8000 DM, ferner beträgt das Barvermögen 3823 DM; zusammen ein Vermögen von über 11.800 DM. Ein angenehm warmer Regen für die Kasse waren im vergangenen Jahr die beiden Heimspiele gegen den Karlsruher SC und Hannover 96. Der Erlös des Treffens mit den Gästen aus Niedersachsen brachte 2055 DM ein. Die Auswärtsspiele hingegen waren kassenmäßig enttäuschend, da die VfLer aus Karlsruhe nur 61 DM und aus Hannover 275 DM mitbrachten.

Einen Ehrenteller erhielt Alfred Liedtke als Anerkennung für über 300 Spiele, die er schon für den VfL bestritten hat, und für seinen Fleiß beim Training. „Ala“ Liedtke ist im Vorjahr 46mal (!) bei dem einmal in der Woche stattfindenden Training gewesen. Ein zweiter Ehrenteller wurde Herbert Meins, der einer der am längsten aktiven Spieler ist, zugesprochen. Weitere Auszeichnung erfuhren Gerd Heitmann für seine Trainingsfreudigkeit und der Jugendfußballer Peter Spieler.

Den Abschluß der Jahresversammlung bildete ein Farbfilm über die Spiele des VfL in der Deutschen Amateurmeisterschaft, den Helmut Kroll gedreht hatte.
ST

 

Montag, 31. Januar 1966
Einladung. VfL Oldesloe von 1862 e.V.

Generalversammlung am Freitag, dem 11. Februar 1966, um 20 Uhr im „Oldesloer Hof“.

Tagesordnung:

1. Begrüßung und Ehrungen,

2. Jahresbericht und Bericht der Kassenprüfer,

3. Entlastung des Vorstandes,

4. Ergänzungswahlen des Vorstandes,

5. Haushaltsplan 1966,

6. Verschiedenes.

Der Vorstand.
ST

 

Freitag, 11. Februar 1966
Vielfältiges Leben im VfL Oldesloe.

Rückblick auf ein erfolgreiches Sportjahr.

Ein überzeugendes Bild von der guten Arbeit, die der größte Sportverein der Kreisstadt, der VfL Oldesloe, für die Leibesübungen leistet, bot die Jahreshauptversammlung im „Oldesloer Hof“. Das Vertrauen in die Vereinsführung kam in der einstimmigen Wiederwahl der turnusmäßig ausscheidenden Vorstandsmitglieder zum Ausdruck.

Heinz Peters bleibt weiter 2. Vorsitzender, Kurt Peter Schatzmeister, Heinz Pohl Schriftführer, Kurt Struppek Kassenprüfer und Martin Kock und Wilhelm Brüggemann Beisitzer.

In seinem Jahresbericht wies Walter Busch darauf hin, daß sich entgegen zuerst geäußerter Bedenken die Beitragserhöhung im abgelaufenen Berichtsjahr günstig ausgewirkt habe. Ein Rückgang der Mitgliederzahl sei nicht eingetreten, vielmehr habe der Verein einige Neuaufnahmen zu verzeichnen. An der Spitze der Planungen für dieses Jahr steht die Erweiterung der Laufbahnanlage und die Verbesserung des Trainingsplatzes an der Pferdemarktseite des Stadions. Dieses Projekt wird etwa 100.000 DM kosten. Dazu ist die Unterstützung von Stadt, Kreis und Land nötig.

Für 70jährige Mitgliedschaft überreichte der 1. Vorsitzende eine Ehrennadel und eine Urkunde an Emil Wohlers. Weiter erhielten Robert Dahm und Adolf Kröger je eine Ehrennadel für 60 Jahre Mitgliedschaft und Else Reher und Olaf Jürgensen je eine Nadel für 25 Jahre Vereinszugehörigkeit. Leistungsnadeln wurden Bernd Heilmann, Wolfgang Klippel, Hans-Henning Witt, Wulf-Henning Reichardt und Lothar Sparfeld zugesprochen.

Der Kassenbericht von Kurt Peter führt 86.778 DM Einnahmen und 76.287 DM Ausgaben auf. Daraus ergibt sich ein Bestand von 10491 DM zum Jahreswechsel. Der Haushalt 1966 schließt mit 94.800 DM im ordentlichen und 11.200 DM im außerordentlichen Teil ab.

Vorsitzender Busch dankte besonders Wilfried Krumm (Leichtathletik) und Hans-Jürgen Carstens (Tischtennis) für ihre vorbildliche Jugendarbeit. Er betonte, daß mit dem Eintritt dieser beiden Betreuer im Vereinsleben ein schritt nach vorn gemacht worden sei, und bat alle Mitglieder, dem Vorstand durch Anregungen neue Impulse zu geben.

Der Tischtennissparte sprach Walter Busch ein Lob für die eifrige Pflege des Ehrenmals im Stadion aus. Er hob den Fleiß von Hartmut Schildmann hervor, der noch zusätzlich viele Stunden mit Hacke und Harke für ein ordentliches Aussehen der Anlage gesorgt hatte.

Jugendwart Bernhard Nowak kritisierte die geringe Beteiligung am Sportabzeichenwettbewerb. Von den rund 1200 Mitgliedern erfüllten im Berichtsjahr nur 13 die Bedingungen. Diese Zahl müsse im kommenden Jahr zu überbieten sein.

Die Tischtennisabteilung des VfL beteiligt sich derzeit mit 15 Mannschaften an den Punktspielen der verschiedenen Klassen. Ferner, so berichtete Spartenleiter Martin von Schachtmeyer, waren die Stadtmeisterschaften sehr gut beschickt. U.a. spielte die Deutsche Meisterin Edith Buchholz (Kiel) in diesem Rahmen in Bad Oldesloe. Bei Einzelmeisterschaften und Turnieren war Eckehard Damer mit fünf Siegen am erfolgreichsten. Die Sparte wird voraussichtlich eine neuartige Trainingsmaschine anschaffen, wenn diese bei einer Vorführung am 25. Februar in der Oberschulturnhalle den Erwartungen entspricht.

Der Wunsch der Handballsparte, den Jürgen Dorn vorbrachte, ist der baldige Bau der Großturnhalle im Bürgerpark, damit die Spieler in einer genügend großen Halle trainieren und Punktkämpfe austragen können. Noch müssen sie zu Punktspielen die Gastfreundschaft in Ratzeburg oder Mölln in Anspruch nehmen. Die Sparte hat acht Mannschaften.

Alfred Marzischewski, Leiter der Wintersportsparte, rief noch einmal die Erlebnisse des vergangenen Jahres in Erinnerung. Die Oldesloer hatten beim Harzer Skiverband an einem Treffen teilgenommen und bei einem Wettbewerb den vierten Platz belegt. Im Sommer 1966 wollen die Skisportler erstmals zu Wanderungen in den Harz fahren.

Jürgen Scharnow betonte, daß das Berichtsjahr für die Leichtathleten sehr erfolgreich war. Der VfL stellte vier Junioren-Landesmeister und einen Landesjugendbesten, ferner 15 Kreismeister und erreichte acht Kreisrekorde. Unter den 147 Vereinen des Landes nimmt der VfL den beachtlichen siebten Rang ein. Auf der Bestenliste werden 42mal Sportler des VfL genannt. Ein großer Erfolg war das Alterssportfest, zu dem auch Gäste aus Dänemark gekommen waren. Hierbei stellte Bernhard Nowak vier Kreisrekorde auf.

Fußballspartenleiter Rudi Herzog berichtete über die guten Plätze der einzelnen Mannschaften und dankte den Sportlern für ihren großen Trainingsfleiß.

Die Mitgliederzahl des VfL beträgt 1264. Sie setzt sich wie folgt zusammen: Fußball 340, Handball 118, Kegeln 13, Leichtathletik 76, Wintersport 63, Tischtennis 104, Turnen 531 und Boxen 19.
ST

 

Samstag, 5. März 1966
Begegnung im Alltag.

Herz für die Jugend. Wenn die ersten Amateure des VfL Oldesloe weit über die Landesgrenzen hinaus sportlichen Ruf genießen, dann ist dies zu einem guten Teil Rudi Herzog zuzuschreiben. Er ist ein Betreuer, wie er in der Fußballfibel steht. Eine Mannschaft besteht ja in Wirklichkeit nicht nur aus den elf Spielern. Zu ihr gehören Ersatzleute, der Trainer und nicht zuletzt der Betreuer. Ihm fallen nicht nur organisatorische, sondern geradezu pädagogische Aufgaben zu. Rudi Herzog ist der Mann, sie lösen.

Der gebürtige Oberlausitzer, ursprünglich Buchdrucker und Buchbinder, ging nach der Lehre zur damaligen Reichswehr. Bei ihr bereitete er sich in der Sportschule Wünsdorf auf den Zivilberuf eines Sportlehrers vor. Der Krieg zerstörte seine Pläne. Ende 1941 riß ihm eine Sprenggranate in Rußland den rechten Arm ab. Dennoch ging er später an die Front zurück. Bei Kriegsende war er Hauptmann.

Nachdem er in Bad Oldesloe mit seiner Familie eine neue Heimat gefunden und den Beruf eines Handelsvertreters ergriffen hatte, schloß er sich dem VfL an, wo er sich um die Jugend kümmerte. Seit 1957 ist er mit kurzer Unterbrechung Leiter der Fußballsparte. Er hielt Artur Jantz, dem tüchtigen Trainer, auch dann die Stange, wenn es in der Mannschaft, wie es schon einmal vorkommt, zu kriseln begann. Die Erfolge des Gespanns und vor allem natürlich der Spieler sind zu bekannt, als daß man sie aufzählen müßte. Reisen nach Skandinavien gehörten zu den Höhepunkten. Krönung soll, vielleicht im nächsten Jahr, ein Amerikaflug sein.

Der 53jährige temperamentvolle und agile Mann mit der drahtigen Figur ist auch heute noch nicht nur Sporttheoretiker. Sobald Schnee gefallen ist, schnallt er sich die Brettln an. Seine Söhne haben seine Liebe zum Fußball geerbt. Der ältere ist Landesverbandsschiedsrichter, der jüngere spielt beim VfL.

Frau Gisela hat Verständnis für ihre sportfreudigen Männer. Auch wenn sie in aller Frühe auf Fußballreisen gehen, entläßt sie sie nicht, ohne ihnen selbst das Frühstück bereitet zu haben.
ST

 

Samstag, 9. April 1966
Begegnung im Alltag. Begeisterter Turner.

Zu den Männern, die als Neulinge in Oldesloes Stadtparlament eingezogen sind, gehört der 39jährige Realschullehrer Walter Busch. In seinem Wahlbezirk N  erhielt er als Kandidat der Wählergemeinschaft die Mehrheit der Stimmen. In Stormarn und weit darüber hinaus ist Walter Busch kein Unbekannter. Seit Jahren leitet er den VfL Oldesloe.

Die Leibeserziehung ist die große Leidenschaft des gebürtigen Neumünsteraners, und hier ganz besonders das Turnen. Neben dem Geräteturnen liebt er die Gymnastik, das Singen und das Wandern. Zu seinen Fächern an der Königin-Luise-Schule gehört selbstverständlich auch die Leibeserziehung.

Schon im Jahre 1946 begann Walter Busch mit einigen Getreuen, dem Turnbetrieb in Bad Oldesloe wieder neues Leben einzuhauchen. Man traf sich zunächst in der Turnhalle der Oberschule. Auf sein Konto kommt die Einrichtung von vier großen Zeltlagern am Lütjensee in den Jahren 1957 bis 1961. Damals war Walter Busch 2. Vorsitzender des VfL und Jugendwart des Vereins. Heute hat allein die Turnabteilung des Vereins für Leibesübungen 560 Mitglieder.

Walter Busch bildet die Vorturner aus und schult sie weiter. Ihm obliegt die Leistungsschulung für den begabten Nachwuchs, schließlich sind ihm die Leistungsförderung für Jungen und Mädchen und das Mädchenturnen eine Aufgabe.

Walter Busch ist ein vielbeschäftigter Mann. Aber er findet immer wieder inmitten seiner fünfköpfigen Familie in seinem Haus Am Hohenkamp Kraft für die vielen Aufgaben. Er ist ein Freund edlen Obstes, das er im Garten zieht. Manchmal ist das Haus von Musik erfüllt, denn der Hausherr ist ein meister auf dem Akkordeon. Und selbstverständlich zieht es ihn auch heute noch zu den Geräten. „Nur ein Tintenturner zu sein, das ist nichts für mich!“
ST

 

Dienstag, 14. Juni 1966
Hans Hommes gestorben.

Unerwartet verstarb im 64. Lebensjahr der staatlich geprüfte Schwimmeister und langjährige Betreuer der Badeanstalt an der Trave und des Freibades Poggensee, Hans Hommes. In den fast zwanzig Jahren (Anm.: vom 15. Mai 1946 bis 31. August 1964) seiner Tätigkeit in Bad Oldesloe bildete er viele Schwimmer und DLRG-Retter aus. In den Wintermonaten tat er Dienst in der Stadtverwaltung als Vollziehungsbeamter oder im Steueramt. In seiner Jugend, die er in seiner Heimatstadt Stargard in Pommern verbrachte, war Hans Hommes ein bekannter Schwimmsportler, der auch einmal den deutschen Meistertitel im Mehrkampf gewann.
ST

 

 

 

Bis zum Jahr 1970