Sportstätten in Bad Oldesloe
Das Jahr 1966

Montag, 10. Januar 1966

Das sind die Reste der Oldesloer Stadtschulturnhalle

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Bad Oldesloes älteste Schulturnhalle ist nur noch ein Trümmerhaufen. Sie muß einem Neubau auf dem Gelände der Stadtschule Platz machen. Im Hintergrund Wohnhäuser der Großen Salinenstraße. Die neue Halle, die etwa auf dem gleichen Platz wie die alte stehen wird, soll 18 mal zehn Meter groß werden. Hinzu kommt ein Bühnenraum von fünf mal zehn Metern. In einem Vorbau werden je ein Waschraum, Umkleideraum und WC für Jungen und Mädchen und für Lehrkräfte eingerichtet. Außerdem sind u.a. Abstellräume für Sportgeräte eingeplant. Die Kosten werden auf rund 320.000 DM veranschlagt. Nachdem die Finanzierung gesichert ist, erfolgt in Kürze die Auftragsvergabe für den Neubau.

STORMARNER TAGEBLATT vom 10.1.1966

 

Donnerstag, 20. Januar 1966

Kleinturnhalle in diesem Jahr

Der Magistrat hat den Auftrag für die Kleinturnhalle der Stadtschule an eine Hamburger Architektenfirma vergeben. Mit dem Bau, der auch eine Bühne vorsieht, soll in sechs bis acht Wochen begonnen werden. Er wird nach den Angaben der Firma etwa sechs Monate beanspruchen, so daß mit der Fertigstellung noch in diesem Jahr gerechnet werden kann. Die Kosten betragen, eingeschlossen die Bodenuntersuchungen usw., rund 300.000 DM.

STORMARNER TAGEBLATT vom 20.1.1966

 

Donnerstag, 20. Januar 1966

Zuschauergeländer für Stadiongäste

Das im Bau befindliche Kurparkstadion erhält ein Zuschauergeländer. Es kostet rund 5000 DM.

STORMARNER TAGEBLATT vom 20.1.1966

 

Sonnabend, 22. Januar 1966

So soll Bad Oldesloes Großturnhalle aussehen

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Die Entscheidung im Architektenwettbewerb für den Bau einer Kreissport- und Kulturhalle im Bürgerpark ist gefallen! Das Preisgericht erkannte einstimmig dem Diplomingenieur Herbert Schmedje, Hamburg, den ersten Preis zu. Die Mehrzweckhalle wird 26 mal 42 Meter groß sein. Die 500 Plätze auf den seitlichen Tribünen können zum Teil entfernt werden. Eine transportable Bühne und Stühle für 750 Personen verwandeln die Anlage in eine Kulturhalle. Die Baukosten werden einschließlich Inneneinrichtung auf 1,7 Millionen DM veranschlagt.

STORMARNER TAGEBLATT vom 22.1.1966

 

Montag, 24. Januar 1966

Der Entwurf für Oldesloes Großturnhalle im Bürgerpark

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Die projektierte Großturnhalle in der Kreisstadt soll am Westrand des Exers zwischen der geplanten Nordtangente und der Straße Am Bürgerpark etwa auf dem Gelände des jetzigen Bürgermeistergartens errichtet werden. Diplomingenieur Herbert Schmedje (Hamburg) erhielt in dem von der Stadt für diese Halle ausgeschriebenen Architektenwettbewerb den ersten Platz.

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An der zu den Spielfeldern des Exers weisenden Ostfront führen Treppen zu den Eingängen für Veranstaltungen. Die Eingänge liegen auf der zweiten Ebene. Dort befinden sich auch Kassen, Garderoben und Toiletten für Zuschauer sowie der obere Rang der Empore. Darunter liegen Umkleideräume, Duschen, Geräteräume, Lehrerzimmer und so weiter. Sie sollen durch Oberfenster Tageslicht und Frischluft erhalten. Vor den Eingängen wird eine große Vorfläche geschaffen, von der eine Brücke über die in einem einschnitt verlaufende Nordtangente zum Stadion führen soll.

In der Halle wird eine Spielfläche von 21 mal 42 Metern Größe geschaffen. Eine seitliche Tribüne soll 466 Sitzplätze und 42 Stehplätze bieten. Der untere Teil der Tribüne läßt sich zur Seite schieben, so daß Platz für eine 45 Meter lange Laufbahn neben dem Spielfelde geschaffen wird. Ferner kann die Halle mit Hilfe von Segeltuchwänden von je 14 mal 26 Meter Fläche unterteilt werden.

Das unter Vorsitz von Regierungsbaudirektor Eberhard Holstein (Sozialministerium Kiel) tagende Preisgericht kam zu dem Entschluß, zwei Preise zu vergeben. Den zweiten preis erkannte es dem Architekten Otto Christophersen aus Kiel zu. Die Arbeiten sollen zehn Tage lang im Jugendheim ausgestellt werden. Der Termin steht noch nicht fest.

STORMARNER TAGEBLATT vom 24.1.1966

 

Sonnabend, 12. Februar 1966

Sporthallenentwürfe werden ausgestellt

Die Stadt zeigt vom 17. Februar bis 1. März im Jugendheim alle bei dem Architektenwettbewerb eingegangenen Entwürfe für die im Bürgerpark projektierte Sport- und Veranstaltungshalle. Die Ausstellung wird täglich – auch sonntags – geöffnet sein. Bürgermeister Hermann Barth eröffnet sie am 16. Februar um 15 Uhr vor geladenen Gästen. Geschlossene Gruppen können die Ausstellung auch außerhalb der Öffnungszeiten besichtigen, wenn sie sich bei Heimleiter Karl-Heinz Schmidt rechtzeitig angemeldet haben.

STORMARNER TAGEBLATT vom 12.2.1966

 

Mittwoch, 16. Februar 1966

Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten der Sport- und Veranstaltungshalle Bad Oldesloe

Der von der Stadt Bad Oldesloe ausgeschriebene engere Wettbewerb zur Erlangung von Entwürfen für den Bau einer Sport-und Veranstaltungshalle ist in der Preisgerichtssitzung vom 20. Januar ds. Js. entschieden worden. Die eingegangenen Wettbewerbsarbeiten werden in der Zeit vom 17. Februar bis einschließlich 1. März ds. Js. im Saal des Jugendheimes ausgestellt. Die Ausstellung ist täglich – einschließlich sonntags – in der Zeit von 10.00 bis 12.00 Uhr und von 16.00 bis 18.00 Uhr zu besichtigen.

Stadt Bad Oldesloe, Der Magistrat.

STORMARNER TAGEBLATT vom 16.2.1966

 

Donnerstag, 17. Februar 1966

Sporthallenentwürfe im Jugendheim

Oldesloe wünscht sich kritische Ausstellungsbesucher

Die große Sport- und Veranstaltungshalle, die für 1,7 Millionen DM im Bürgerpark am Rand des Exers gebaut werden soll, ist seit gestern im Jugendheim zu besichtigen – allerdings nur als Zeichnung und als Modell.

Wer Phantasie und Fachkenntnis besitzt, kann sich dort eine Vorstellung davon verschaffen, wie das Projekt nach seiner Verwirklichung in etwa drei Jahren aussehen wird. Zugleich mit dem preisgekrönten Entwurf des Hamburger Architekten Herbert Schmedje zeigt die Stadt die drei weiteren auf ihren Wettbewerb eingegangenen Arbeiten. Der Vorsitzende des Planungsausschusses, Stadtverordneter Werner Schmacka, erläuterte sie vor einem kleinen Kreis geladener Gäste und nannte die Gründe, die für den Entwurf des Architekten Schmedje sprechen. Unter seinen Zuhörern befanden sich Stadtverordnete, Kreistagsabgeordnete, Architekten und vor allem Vertreter des Sports. Bürgermeister Hermann Barth hatte sie im Namen der Stadt begrüßt und einleitend kurz auf die Vorgeschichte dieses Projektes hingewiesen.

Stadtverordneter Schmacka gab der Hoffnung Ausdruck, daß die Bevölkerung die Gelegenheit zur Information nutzen und Verbesserungsvorschläge machen möge. Neben großen Vorzügen vor den anderen Arbeiten weist der preisgekrönte Entwurf auch einige schwache Punkte auf. Die Einzelheiten sind, so betonte der Planungsausschußvorsitzende, noch nicht festgelegt.

Die eigentliche Sporthalle wird 26 mal 42 Meter groß sein und 500 Zuschauern auf Tribünen Platz bieten. Die Baukosten werden nach Ansicht der Fachleute angemessen sein. Hinzu kommen etwa 500.000 DM für die Einrichtung. Die Folgekosten werden als normal bezeichnet. Voraussatzung für eine gute Zufahrt ist die Nordtangente, mit deren Bau in etwa fünf Jahren gerechnet wird.

Heute abend wird das Kuratorium Kreissportzentrum, das sich für den Bau der Halle seit einem Jahr einsetzt, die Ausstellung besuchen. Sie ist bis zum 1. März täglich bis 18 Uhr geöffnet. Gruppen, die sich vorher bei Jugendheimleiter Schmidt anmelden, können sie auch später besichtigen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 17.2.1966

 

Donnerstag, 17. Februar 1966

Wünsche der Sportvereine notiert

Einen guten Einblick in die Sporthallenplanung gewann das Kuratorium Kreissportzentrum bei einem Besuch der Ausstellung im Jugendheim. Stadtrat Ernst Schröder als Vorsitzender des Sport- und Jugendpflegeausschusses bat die Kuratoriumsmitglieder, unter ihnen die Vorsitzenden aller Oldesloer Sportvereine, ferner die Leiter und Sportlehrer der Stadtschule und der Sonderschule sowie die Vertreter des Kreissportverbandes, Anregungen zu geben. Stadtoberbauinspektor Franz Wolff erläuterte den Besuchern den preisgekrönten Entwurf des Architekten Herbert Schmedje (Hamburg) und beantwortete mancherlei Fragen und notierte sich die Wünsche der Sportvereine, um sie den Ausschüssen zu unterbreiten.

STORMARNER TAGEBLATT vom 19.2.1966

 

Mittwoch, 23. Februar 1966

Jugend besichtigt Entwürfe

Der Stadtausschuß des Ringes Politischer Jugend wird heute um 18 Uhr unter Leitung von Stadtoberbauinspektor Franz Wolff die Pläne für die Mehrzweckhalle besichtigen. Interessierte Jugendliche können sich ebenfalls am Jugendheim einfinden; eine Mitgliedschaft ist nicht vorausgesetzt.

STORMARNER TAGEBLATT vom 23.2.1966

 

Sonnabend, 26. Februar 1966

Gewinn für den Sport

Aus dem Gewinnanteil der Kreissparkasse für das Geschäftsjahr 1964 hat die Stadt insgesamt 116.552 DM erhalten. Davon soll nach einem Beschluß des Stadtparlamentes die Bürgerschützengilde als Beihilfe für den Ausbau ihrer Schießstände 20.000 DM bekommen. 30.000 DM werden für Verbesserungen im Travestadion ausgegeben. Die restlichen 66.552 DM wurden der Rücklage für Sportanlagen zugeführt.

STORMARNER TAGEBLATT vom 26.2.1966

 

Freitag, 4. März 1966

Baden wird teurer

Das Baden in der Freibadeanstalt am Poggensee wird in diesem Jahr teurer. Auf Beschluß des Finanzausschusses hat der Magistrat die bisherigen sehr niedrigen Badegebühren verdoppelt. 1965 betrug die Einnahme aus dem Freibad 3890 DM. Durch die Gebührenverdoppelung hofft man in diesem Jahr 7000 DM erzielen zu können.

STORMARNER TAGEBLATT vom 4.3.1966

 

Sonnabend, 12. März 1966

Die Meinung des Lesers

Nordtangente nicht mehr zu verhindern?

Die amtliche Anzeige der Stadt Bad Oldesloe „Genehmigung des Bebauungsplanes Nr. 23a – Sanierungsgebiet Ring um die Innenstadt – vom 2. März 1966 im Stormarner Tageblatt erweckt den Eindruck, daß nunmehr der Bau der Nordtangente nicht mehr zu verhindern sei. Daß das nicht so ist, bescheinigte uns Herr Bürgermeister Hermann Barth in einem Podiumsgespräch am 8. Mai 1965, An diesem Gespräch waren u.a. weiterhin beteiligt Erster Stadtrat Willy Mahrdt als Vorsitzender der SPD-Fraktion, für die CDU Rechtsanwalt Werner Schmacka, Vorsitzender des Planungsausschusses, der Fraktionssprecher der FDP, Günther Brall, Stadtplaner Franz Wolff und von der kurz vorher gegründeten Wählergemeinschaft Vorsitzender Walter Busch und der Unterzeichnete.

Man ging davon aus, daß bei der bevorstehenden Abstimmung über den Bebauungsplan 23a in der Stadtverordnetenversammlung eine große Mehrheit zur Annahme des Planes bereit sein würde. Die entscheidende Frage dieses Gespräches lautet: „Was will die Wählergemeinschaft nach Verabschiedung dieses Planes dann noch machen?“

Bevor Herr Busch antwortete, griff Bürgermeister Barth ein und erläuterte, daß man Planungen jederzeit ändern könne, ohne große Kosten zu verursachen. Sobald aber mit dem Bau begonnen worden sei – beispielsweise mit der Brücke. über die Trave vom Pferdemarkt zum Bürgerpark – könne man kaum mehr etwas rückgängig machen. Mit dem Baubeginn könne aber sicherlich nicht vor der nächsten Kommunalwahl gerechnet werden.

Es liegt also in der Hand der Wähler, durch ihre Stimme zu entscheiden, ob diese schlechte Planung mit all ihren bekannten Nachteilen verwirklicht wird oder ob die Möglichkeit für eine bessere und für den Verkehr und die Einwohnerzahl der Zukunft gerechte Planung geschaffen wird. Der Verkehrsexperte Prof. Wehner hat in seinem Gutachten der Stadt. fünf Vorschläge gebracht. Der Ring um Bad Oldesloe in noch unbebautem Gelände wird von ihm selbst als die beste Lösung bezeichnet. Das wichtigste Teilstück dieses Ringes ist vom Landesstraßenbauamt als Südumgehung zwischen Blumendorf und dem Kneeden geplant und in dieser Linienführung bereits in den Flächennutzungsplan der Stadt Bad Oldesloe aufgenommen worden. Diese Straße würde als echte Entlastungsstraße und als Bundesstraße 75 vom Land Schleswig-Holstein gebaut und ohne finanzielle Belastung des städtischen Haushalts vom Bund voll bezahlt werden.

Die Entscheidung und damit auch die Verantwortung, welche Zusammensetzung die neue Stadtvertretung bekommen soll, liegt am 13. März beim Wähler. Damit bestimmt der Wähler auch direkt das zukünftige Planungsgeschehen in unserer Stadt.

Dr. Hans Wittmack, Bad Oldesloe.

STORMARNER TAGEBLATT vom 12.3.1966

 

Donnerstag, 21. April 1966

Baden wird um 100 Prozent teurer

Das Baden im Poggensee soll um 100 Prozent teurer werden. Der Magistrat hat dem Stadtparlament eine neue Badeordnung für das Freibad vorgeschlagen. Danach erhöhen sich die Eintrittsgebühren von 10 auf 20 Pfennig für Kinder und von 20 auf 40 Pfennig für Erwachsene.

STORMARNER TAGEBLATT vom 21.4.1966

 

Mittwoch, 11. Mai 1966

Stadtschulturnhalle im Herbst fertig?

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Nachdem die Fundamente für die Gymnastikhalle der Oldesloer Stadtschule geschüttet sind, können demnächst die Fertigteile für das Bauskelett in die Aussparungen eingelassen werden. Dann folgt das Hochziehen des Mauerwerks in den Zwischenräumen, daran schließen sich die Innenarbeiten. Bis zur Übergabe im Herbst soll auch der Vorplatz befestigt sein. Die Gesamtkosten mit Innenausstattung werden sich auf etwa 300.000 DM belaufen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 11.5.1966

 

Montag, 23. Mai 1966

… Travestadion-Ausbau gesichert

Das Gebot der Sparsamkeit beherrschte die Beratungen im Rathaus. Der wichtigste, unter diesem Gebot stehende Beschluß der Stadtverordneten: Künftig wird die Stadt bei allen Straßenausbauten Anliegerbeiträge erheben, und zwar grundsätzlich in Höhe von 50 Prozent der Gesamtkosten. Es wird also keine sogenannten historischen Straßen mehr geben, für die die Stadt allein aufkommt. …

Stadt schließt Lücke

Eine lange Debatte löste die Notwendigkeit der Finanzierung von Verbesserungsmaßnahmen im Travestadion aus. Hierfür werden 90.000 DM gebraucht. 45.000 DM steuert die Stadt, teils aus Etatmitteln, teils aus geborgten Geldern bei. Nachdem nunmehr aus dem Sportförderungsfonds nicht mehr, wie ursprünglich angekündigt, 15.000 DM als Zuschuß, sondern nur noch als zinsloses Darlehen zu erwarten sind, stand die Stadt jetzt vor der Frage, ob sie auch diese 15.000 DM noch übernehmen soll. Vor allem die CDU-Fraktion machte sich die Beantwortung dieser Frage nicht leicht. Stadtrat Werner Schmacka verwies darauf, daß im Etat 1966 sehr harte Streichungen u.a. auf schulischem und kulturellem Gebiet vorgenommen worden sind. Da sich die Stadtverordneten einig darüber waren, daß die Tilgungsraten aus der der Stadt zufließenden Gewinnabgabe der Kreissparkasse genommen werden sollen, kam es zu einem einstimmigen Beschluß. Die Finanzierung der Stadionarbeiten ist also gesichert. Hierüber sprach der Bürgerworthalter Georg Koch seine besondere Freude aus. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 24.5.1966

 

Donnerstag, 9. Juni 1966

Stadtschule schon im Kurparkstadion

Der Magistrat hat sich damit einverstanden erklärt, daß die Stadtschule für den Sportunterricht schon jetzt das noch nicht völlig ausgebaute Kurparkstadion benutzt. Die dortigen Anlagen erscheinen der Schule geeigneter als der Exer.

STORMARNER TAGEBLATT vom 9.6.1966

 

Freitag, 1. Juli 1966

Kurparkstadion freigegeben

Bei der Abnahme des nunmehr für den Sportbetrieb freigegebenen Kurparkstadions durch den Bauausschuß gab es keinerlei Beanstandungen. Der rote Grandplatz ist nach Auffassung der Ausschußmitglieder und des Bürgermeisters einwandfrei angelegt und mit einer guten Drainage versehen worden. Nunmehr soll noch ein Parkplatz eingerichtet und das gesamte Stadion eingezäunt werden. Für die zwei Meter hohe Einzäunung werden rund 650 Meter Maschendraht benötigt.

STORMARNER TAGEBLATT vom 1.7.1966

 

Montag, 1. August 1966

Freunde des Schwimmsport werden aktiv

In der Kreisstadt ist ein Verein zur Förderung des Baues einer Schwimmsportanlage gegründet worden. Auf einer Versammlung im Restaurant „Am Bürgerpark“ wurden die beiden Stadtverordneten Heinz Sonnenberg und Peter-Klaus Lippert zu Vorsitzenden gewählt.

Sie hatten die Vereinsgründung sorgfältig vorbereitet und für die erste Versammlung einen Kreis Interessierter eingeladen. Ihre Auffassung, daß in der Bevölkerung der Wunsch nach Errichtung einer Schwimmsportanlage bestehe, sahen sie auf dieser Versammlung bestätigt. Heute wollen sie beim Amtsgericht die Eintragung in das Vereinsregister beantragen.

Von jedem Mitglied soll ein einmaliger Beitrag von zehn DM erhoben werden, ansonsten ein laufender Monatsbeitrag von einer DM. Nach den Vorstellungen der Vereinsvorsitzenden müßte die Stadt Träger des Vereins sein. In die Satzung ist ausdrücklich aufgenommen worden, daß jede Tätigkeit für den Verein ehrenamtlich ist. Morgen nachmittag will der Vorstand der Presse seine Absichten und Ziele bekanntgeben.

STORMARNER TAGEBLATT vom 1.8.1966

 

Dienstag, 2. August 1966

Für eine Schwimmhalle in Bad Oldesloe

Vereinsbeiträge sollen Bau beschleunigen helfen

Den Bau eines Hallenbades finanziell zu fördern, ist der Zweck des jüngsten Vereins in der Kreisstadt. Seine Gründung erfolgte vor wenigen Tagen. Die Eintragung in das Vereinsregister ist beantragt.

Als nächsten wichtigen Schritt betrachten die beiden Vorsitzenden Heinz Sonnenberg und Peter-Klaus Lippert die Anerkennung der Gemeinnützigkeit und der Förderungswürdigkeit durch das Finanzamt. Sie hoffen, daß dann ihr Appell an die Bürger, durch finanzielle Zuwendungen beziehungsweise Beiträge den Bau eines Hallenbades zu beschleunigen, ein gutes Echo finden wird.

Wie 1. Vorsitzender Sonnenberg aus seiner Kenntnis als Stadtverordneter in einem Gespräch betonte, werde die Stadt die notwendigen Eigenmittel in absehbarer Zeit nicht zur Verfügung haben. Deshalb sei es notwendig, daß die Einwohner zur Selbsthilfe greifen. Eine Schwimmhalle diene nicht allein der sportlichen Betätigung der Jugend, sondern ganz allgemein der Gesunderhaltung aller Menschen jeden Alters. Es solle nicht Aufgabe des Vereins sein, technische oder bauliche Probleme zu lösen oder die Standortfrage zu klären. Er wolle lediglich Gelder herbeischaffen und diese der Stadt für die Verwirklichung des Projektes zur Verfügung stellen. Um echt viele Einwohner für den Beitritt zu gewinnen, ist der Mitgliedsbeitrag auf nur eine DM monatlich festgesetzt worden. Als einmaliges Eintrittsgeld wird ein Betrag von zehn DM erhoben: Nach Fertigstellung der Schwimmanlage soll, so steht es in der Satzung, den Mitgliedern das Recht erwirkt werden, die Einrichtungen zu ermäßigten Preisen zu benutzen.

Der Vorstand, dem außer den beiden Vorsitzenden noch Georg Schömer als Kassenwart und Heinz Hormann als Schriftführer angehören, ist überzeugt, daß das Anliegen des Vereins Zustimmung im Stadtparlament finden wird. Auch mit dem Kuratorium Kreissportzentrum will sich der Vorstand in Verbindung setzen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 3.8.1966

 

Freitag, 5. August 1966

Erst Großturnhalle, dann Hallenbad

Kuratorium Kreissportzentrum über Finanzlage besorgt

Die Großturnhalle am Exer war wieder Gegenstand der Sitzung des Vorstandes vom Kuratorium Kreissportzentrum. Die finanziellen Nöte der öffentlichen Hand bereiten dem Kuratorium Sorge. Es fürchtet, daß die Verwirklichung der seit zwei Jahren erörterten Pläne dieser Sport- und Kulturhalle hieran scheitern könnten.

Das Kuratorium hat für eine sinnvolle und rationelle Ausgestaltung der Pläne wertvolle Vorarbeiten geleistet, die der Stadt und dem leitenden Architekten zugänglich gemacht werden. Man will sich angestrengt darum bemühen, daß die Zuschüsse höheren Orts freigemacht werden und der Plan so schnell wie möglich zur Durchführung kommt.

Bei der Sorge um diese vordringliche Aufgabe stellt das Kuratorium das Problem der Schwimmhalle, für die Pläne ebenfalls bereits ausgearbeitet wurden, zurück. Es hat schon zu Beginn seiner Tätigkeit herausgestellt: Zunächst müßte endlich die seit Kriegsende gefragte Großturnhalle für Schulen und Sportvereine in Bad Oldesloe kommen. Dann werde das Kuratorium zu gegebener Zeit die gesamte Bevölkerung aufrufen und bitten, durch Spenden die Stadt zu unterstützen, damit auch das Schwimmbad gebaut werden kann. An diesem Arbeitsprogramm hält das Kuratorium fest. Es ist sich auch darüber im klaren, daß die Durchführung beider Projekte auf einmal für die Stadt nicht möglich ist.

STORMARNER TAGEBLATT vom 6.8.1966

 

Donnerstag, 11. August 1966

Geräte für Stadtschulturnhalle

Der Magistrat stimmte der Beschaffung von Turngeräten für die im Bau befindliche Turnhalle an der Stadtschule zu. Sie kosten rund 4600 DM. Als Termin für die Fertigstellung der Halle wird Oktober angegeben.

STORMARNER TAGEBLATT vom 11.8.1966

 

Freitag, 12. August 1966

Die Meinung des Lesers

Hallenbadverein nimmt Stellung

Der „Verein zur Förderung einer Schwimmsportanlage in Bad Oldesloe“ nimmt die Presseveröffentlichungen des Kuratoriums Kreissportzentrum zur Frage des Baus eines Hallenbades in Bad Oldesloe zum Anlaß, ungenau dargestellte Tatsachen zu berichtigen.

Richtig ist, daß die Idee, in Bad Oldesloe eine Schwimmhalle zu bauen, nicht neu ist. Dankenswerte Initiativen sind bereits von der Presse, dem Ring Politischer Jugend, dem Kuratorium Kreissportzentrum und dem Verkehrsverein ausgegangen. Es ist aber nicht entscheidend, wer die Idee zuerst gehabt hat, wichtig ist nur, daß alle Kräfte, die eine Schwimmhalle wollen, zusammenarbeiten.

Das Kuratorium äußert, daß erst eine Großturnhalle und dann das Hallenschwimmbad gebaut werden sollte, da die Durchführung beider Projekte auf einmal für die Stadt nicht möglich ist.

Bei dieser Darstellung hat das Kuratorium zweifelsohne recht. Die Stadt wird Schwierigkeiten haben, den Eigenanteil an der Großturnhalle zu finanzieren und wird in absehbarer Zeit keine großen Belastungen, wie sie etwa durch den Bau einer Schwimmhalle aufkämen, übernehmen können.

Aber gerade dieser Gesichtspunkt ist es ja, der die Gründung unseres Vereins notwendig machte, denn wir wollen den Eigenanteil der Stadt durch Mitgliedsbeiträge und Spenden aufbringen. Da so die Stadt – die Spendenfreudigkeit unserer Mitbürger vorausgesetzt – bis zum Zeitpunkt der Fertigstellung des Hallenbades keinerlei finanzielle Belastungen durch dieses Objekt hat, ist es unserer Meinung nach durchaus möglich, den Bau der Großturnhalle und des Hallenbades nebeneinander durchzuführen.

Es ist völlig klar, daß die Schwimmhalle nicht nur von Spenden und Mitgliedsbeiträgen gebaut werden kann, sondern daß die Gewährung von Kreis-, Landes- und Bundesmitteln unabdingbare Voraussetzung für die Verwirklichung des Baues sind. Wie uns bekannt ist, beabsichtigen auch andere Städte unseres Kreises, eine Schwimmhalle zu bauen. Unsere Sorge ist, daß möglicherweise zur Verfügung stehende Kreismittel nur den anderen Städten gegeben werden, wenn Bad Oldesloe nicht bald einen Antrag auf Gewährung eines Zuschusses stellt.

Diese Gesichtspunkte erfordern schnelles Handeln. Daher wird der Verein nach seiner Eintragung ins Vereinsregister mit einer großangelegten Mitgliederwerbung beginnen. Wir hoffen dabei, daß die gesamte Bevölkerung den Bau der Schwimmhalle unterstützen wird.

Heinz Sonnenberg und Peter-Klaus Lippert, 1. und 2. Vorsitzender.

STORMARNER TAGEBLATT vom 12.8.1966

 

Montag, 15. August 1966

Erste Spiele in Oldesloes neuem Stadion

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Gestern ergriffen die Sportler Besitz von dem neuen Sportplatz der Kreisstadt. Der künftige Hausherr TSV Oldesloe 07 trug zum ersten Male Fußballpunktspiele auf dem Spielfeld aus. Gegner waren der SV Siek (Anm.: der TSV 07 gewann 2:1) und der SV Westerau (die dritte Mannschaft des TSV 07 siegte gegen die zweite Vertretung der Westerauer mit 6:1).

Die Anlage, der die Oldesloer Stadtverordneten den Namen Kurparkstadion gegeben haben, erstreckt sich über 25.000 qm. Die Gesamtkosten einschließlich Grunderwerb betragen rund 470.000 DM. Dem Fußballsport steht ein 70 mal 100 Meter großes Spielfeld (Grandplatz) zur Verfügung. Von der 400 Meter-Laufbahn eingeschlossen sind an den Kurven eine Kugelstoßanlage, eine Sprunggrube, eine Stabhochsprunganlage, ein Diskusring, zwei Hochsprunganlagen und eine Anlaufbahn für Speerwurf. Das Stadion weist ferner ein zweites Übungsfeld mit 65 mal 46 Meter Größe aus. Daneben befindet sich eine große Weitsprunggrube für Schulen mit sieben Absprungbalken und weitere Anlagen für die Leichtathletik.

Mit dem Bau des Stadions wurde im Dezember 1964 begonnen. Es ist bis auf die Umzäunung fertiggestellt. Im nächsten Bauabschnitt sollen die sehr notwendigen Umkleideräume geschaffen werden. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 15.8.1966

 

Sonnabend, 20. August 1966

Schwimmhallenverein lädt ein

Zu einer ersten Mitgliederversammlung lädt der vor kurzem gegründete „Verein zur Förderung einer Schwimmsportanlage in Bad Oldesloe“ ein. Die Zusammenkunft wird am kommenden Donnerstag im Gasthof Wigger stattfinden.

STORMARNER TAGEBLATT vom 20.8.1966

 

Sonnabend, 20. August 1966

Rundherum im Kreise

Was ist den Oldesloern ein Schwimmbad wert? – Vereinsgründer sind optimistisch – Dämpfer aus dem Kreishaus …

Begeisterung stand Pate bei der Gründung des Vereins, der Bad Oldesloe zu einer Schwimmhalle verhelfen will. Wer die Zeitungen unseres Landes aufmerksam zu lesen pflegt, weiß seit langem, daß der Lieblingswunsch jeder mutigen und lebendigen schleswig-holsteinischen Stadt und Großgemeinde ein Hallenschwimmbad ist. Beispielsweise sind im Nachbarkreise Segeberg die Kreisstadt und die Industriegemeinde Wahlstedt schon eifrig beim Bau. Während die Garnison Bad Segeberg nicht zuletzt dank des Interesses der Bundeswehr sich keine Sorgen über die Finanzierung mehr zu machen braucht, hat Wahlstedt einigen Kummer damit.

Bad Segeberg benötigte für die Verwirklichung seiner Planung bis zum Richtfest sechs Jahre. Wer eine Schwimmhalle haben will, muß also früh mit den Vorarbeiten beginnen, und es ist begreiflich, daß die Initiatoren des Oldesloer Vereins, nachdem sie die Stimmung in der Bevölkerung erkundet zu haben glaubten, nicht länger warten wollten. Optimismus gehört nun einmal zu einem solchen Unternehmen, viel Optimismus.

Immerhin ist der Bau der Sporthalle in Bad Oldesloe beschlossene Sache. Stadt und Kreis rechnen mit dem Baubeginn im nächsten Jahre. Der Stadtsäckel ist ausgeschöpft. Es fehlt sogar Geld für Umkleideräume im neuen Kurparkstadion. Wenn man sich gerade über Wasser halten kann, dann träumt man gewöhnlich nicht von einer Schwimmhalle, die ja nicht nur einmal Geld kostet, sondern laufender Zuschüsse bedarf.

Was die Stadt nicht kann, soll der Schwung des neuen Vereins zuwege bringen. Er will die Einwohnerschaft mobilisieren. Durch Spenden soll der Grundstock geschaffen werden, nicht nur ein finanzieller, sondern auch ein moralischer. Die Opferfreudigkeit der Bevölkerung soll Kreis, Land und Bund überzeugen und veranlassen, das ihre zu tun.

Leider ist die Zeit für den Start des „Vereins zur Förderung des Baues einer Schwimmsportanlage in Bad Oldesloe“ – warum nicht einfach Schwimmhallenverein oder Verein der Schwimmhallenfreunde? – höchst unglücklich. Die Sachverständigen sind sich nahezu darin einig, daß die langsame Aufweichung der DM zu einem großen Teil der öffentlichen Hand zuzuschreiben ist, die zu viel zu schnell wollte und will. Dieser Vorwurf trifft Bund, Länder und Kommunen gleichermaßen. Die Bundesregierung sieht sich gezwungen, die Ausgabenwirtschaft der öffentlichen Hand bis hinunter zu den Gemeinden zu drosseln. Wer jetzt neue Ausgaben fordert, tut dies zu einem psychologisch ungünstigen Zeitpunkt. Das Hemd ist uns nun einmal näher als der Rock und eine harte DM lieber als eine Schwimmhalle. Der 1. Vorsitzende Heinz Sonnenberg weiß um diese Tatsache, vertraut aber auf die Unterstützung der Bevölkerung.

Die Gründungsmitglieder gehören sämtlich der SPD an. Wäre nicht eine breitere Basis unter Teilnahme der anderen politischen Organisationen, der Sportvereine, des Bürger- und Verkehrsvereins, der Schulen usw. besser gewesen? Heinz Sonnenbergs Antwort: „Die CDU erteilte uns eine Absage für den jetzigen Zeitpunkt. Es muß aber schon jetzt gehandelt werden, denn wir wissen, daß Ahrensburg, Harksheide und Bargteheide gleiche Absichten wie wir haben. Und wer zuerst kommt, malt zuerst.“

Landrat Dr. Wennmar Haarmann erklärte demgegenüber als Kommunalaufsicht, keine Stormarner Gemeinde sei in absehbarer Zeit in der Lage, ein Schwimmbad zu bauen. Der Kreis sei finanziell zu sehr engagiert, als daß er für diesen Zweck Zuschüsse geben könnte.

Begeisterung läßt sich schlecht konservieren. Was der Verein braucht, ist ein langer Atem. Die Segeberger Schwimmhalle mit einem 25-Meter-Becken kostet voraussichtlich rund 1,7 Millionen DM, und die jährlichen Unterhaltungskosten liegen sicherlich um 100.000 DM. Sie sind allerdings zu einem Teil durch die Einnahmen gedeckt. In Bad Oldesloe möchte man gern ein 50-Meter-Becken. Schon diese wenigen Zahlen zeigen, wie weit das Ziel des Vereins entfernt liegt. … Timm Tamm.

STORMARNER TAGEBLATT vom 20.8.1966

 

Mittwoch, 24. August 1966

Ja zu Schwimmhallenverein

Der Vorstand des Bürger- und Verkehrsvereins begrüßt die Gründung des Vereins zur Förderung des Baues einer Schwimmsportanlage in Bad Oldesloe. Er hält es für verdienstvoll, daß es Bürger gibt, die den Gedanken an das Schwimmhallenprojekt wachhalten und sich für seine Verwirklichung einsetzen wollen.

Diese Auffassung will der Bürger- und Verkehrsverein, wie dessen Vorsitzender Willi Wigger nach einer Zusammenkunft mit dem Vorstand des Schwimmhallenvereins mitteilte, auch auf einer öffentlichen Versammlung im Herbst seinen Mitgliedern bekanntgeben. Der Bürgervereinsvorstand ist sich, wie der Vorsitzende ergänzend betonte, allerdings im klaren darüber; daß eine Verwirklichung des Schwimmhallenprojektes in den nächsten Jahren aus finanztechnischen Gründen nicht möglich sein wird.

STORMARNER TAGEBLATT vom 24.8.1966

 

Donnerstag, 25. August 1966

Schwimmhallenverein plant Werbung

Zusammenarbeit mit Bürger- und Verkehrsverein begrüßt

Wenn Stormarn eines Tages eine Schwimmhalle erhalten wird, soll sie in Bad Oldesloe gebaut werden. Dieser Wunsch bestimmt Aufgabe und Zweck des neugegründeten Vereins zur Förderung des Baues einer Schwimmsportanlage, wie der Vorstand auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung in Wiggers Gasthof betonte.

„Wir wollen“, so sagte 1. Vorsitzender Heinz Sonnenberg, „aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden einen Fonds schaffen. Er soll die Grundlage bilden und dann zur Verfügung stehen, wenn der Bau einer Schwimmhalle in das Stadium der Verwirklichung rückt und der Kreis Mittel hierfür bereit hat. Es ist wichtig, daß Bad Oldesloe gerüstet ist.“

Der Vorstand berichtete von seinem Gespräch mit dem Vorstand des Bürger- und Verkehrsvereins und begrüßte es, daß sich eine gute Zusammenarbeit angebahnt habe.

Einstimmig beschlossen die Versammlungsteilnehmer eine Satzungsergänzung formeller Natur. Sie entsprachen damit einer Forderung des Amtsgerichts, bei dem die Eintragung in das Vereinsregister beantragt ist.

Außerdem strichen sie den Paragraphen 10 der Satzung. Er besagte, daß Mitgliedern des Vereins nach Fertigstellung der Schwimmanlage das Recht erwirkt werden sollte, die Einrichtungen zu ermäßigten Preisen zu benutzen. Eine Festlegung in dieser Richtung hält der Verein zum gegenwärtigen Zeitpunkt für unangebracht.

Nach der Eintragung ins Vereinsregister will der Verein eine große Mitgliederwerbung starten.

STORMARNER TAGEBLATT vom 26.8.1966

 

Mittwoch, 14. September 1966

Oldesloer Schwimmhallenverein richtete Konto 033/50 ein

Appell zum Beitritt und zur Beitragszahlung

Der Verein zur Förderung einer Schwimmsportanlage in Bad Oldesloe e.V. hat das Konto 033/50 bei der Kreissparkasse eingerichtet. In einem Aufruf fordert er die Einwohner der Kreisstadt zur Erwerbung der Mitgliedschaft und zur Zahlung des Eintrittsgeldes und des Mitgliedsbeitrages auf das vorgenannte Konto auf.

„Bad Oldesloe muß für den Bau einer Schwimmhalle gerüstet sein! Um die finanzielle Grundlage durch Mitgliederbeiträge und Spenden zu schaffen und die notwendigen stadtplanerischen Vorarbeiten anzuregen, ist der „Verein zur Förderung einer Schwimmsportanlage in Bad Oldesloe e.V.“ gegründet worden.

Der Verein hat nur einen Sinn, wenn sein Ziel von der Bevölkerung bejaht wird. Durch Ihre Mitgliedschaft können sie beweisen, daß Sie eine Schwimmhalle in Bad Oldesloe wollen und dafür auch zu Opfern bereit sind.

Das einmalige Eintrittsgeld beträgt zehn DM. Es wird von nur einem Familienangehörigen erhoben, auch wenn mehrere Familienglieder in den Verein eintreten. Der laufende Monatsbeitrag beträgt eine DM.

Sie werden verstehen, daß wir möglichst jeden Pfennig; der in die Vereinskasse kommt, für die Schwimmhalle verwenden wollen. Daher bitten wir Sie, Ihren Beitrag ohne Aufforderung auf das Konto 033/50 bei der Kreissparkasse Stormarn in Bad Oldesloe zu überweisen.

Wenn Sie für eine Schwimmhalle in Bad Oldesloe eintreten, senden Sie ihre Beitrittserklärung an den Vorsitzenden des Vereins: Heinz Sonnenberg, Bad Oldesloe, Buchenkamp 3.“

STORMARNER TAGEBLATT vom 14.9.1966

 

Mittwoch, 14. September 1966

Die Meinung des Lesers

Freunde des Bürgerparks, wehrt euch!

Ich möchte nicht behaupten, daß deutsche Autofahrer immer rücksichtslos seien.

Allerdings sind sie ungeduldig. Und das Überholen um jeden Preis scheint für sie zu jenen höchsten Gütern zu gehören, ohne die sich das Leben nicht lohnt. Schlimm ist auch, daß nicht mehr vor Fußgängern abgeblendet wird.

Sonst aber erfreut sich der Fußgänger, so oft er die Straße überquert, der menschenfreundlichen Rücksichtnahme der meisten Autofahrer, auch in Oldesloe.

Die bösesten Fälle von Rücksichtslosigkeit begegnen mir dagegen immer wieder von Rad- und Motorradfahrern. Ihr Vehikel sorglich auf dem Bürgersteig zu führen, scheint ihnen selbstverständlich zu sein, sofern es ihnen gar einfällt, sich radfahrend auf dem Bürgersteig zu tummeln, selbst dann, wenn die Fahrbahn wie ausgestorben daliegt.

Die Fahrbahn wird alsdann zu meinem, des Fußgängers Tummelplatz. So ist es ja auch viel spannender.

Wenig schön sind die Erfahrungen, die der Spaziergänger im Bürgerpark macht, wo Radfahrer und auch Motorradfahrer Rennen veranstalten, bei denen den Erholungssuchenden, wenn sie plötzlich von hinten überholt werden, der Schreck in die Glieder fährt. Mir ist ein Fall bekannt, in dem ein alter Herr durch einen vorbeirasenden Motorradfahrer fast eine Herzattacke erlitt.

Hier könnte ein Stück Demokratie praktiziert werden, nämlich durch Disziplin der Fahrzeugbesitzer, indem sie sich an das Fahrverbot halten, und durch die Solidarität der Fußgänger in der Abwehr jenen Radfahrer und Motorradfahrer, die sich weder an das Fahrverbot halten noch Rücksicht auf Passanten nehmen. Diese Leute müssen zur Anzeige gebracht werden.

Die beste Demokratie ist nicht jene, welche die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung ausnahmslos den dazu bestellten Organen überläßt.

Der stereotype Ruf nach dem Auge des Gesetzes kann zum demokratischen Armutszeugnis werden. Entschlossene Selbsthilfe ist oft demokratischer – was ja aber nicht ausschließt, daß in vielen Fällen die Polizei das letzte Wort behalten muß, die sich ihrerseits kein demokratisches Musterzeugnis ausstellt, wenn sie überhaupt nicht mehr in Erscheinung tritt und in etwas fragwürdiger Duldsamkeit ruhebedürftige Rentner und harmlose Naturfreunde den Rowdies zur Peinigung freigibt.

K.E. Ulbrich, Bad Oldesloe.

  • Eine zweite Zuschrift, die sich ebenfalls mit Belästigungen der Besucher des Bürgerparks befaßt, wendet sich u.a. gegen die Verwendung der Wochenmarktplatte als Pkw- und Moped-Versuchsgelände.
    Es heißt dann weiter: „Autos und Mopeds fahren kreuz und quer über die Sportplätze. Mopedfahrer fahren zuweilen zu Zweit auf den Wegen am Naturtheater und die Treppe rauf und runter. Ein Rudel Halbstarker warf vor einiger Zeit sämtliche Bänke am Naturtheater um. Die Papierkörbe liegen ständig umgestürzt an den Parkwegen. Die Bewohnerin der ehemaligen Badeanstalt säubert täglich das Gelände um ihre Behausung, aber am nächsten Morgen haben die Stammgäste den Zustand, wie gehabt, wieder hergestellt.
    So etwas wie Ordnungshüter sieht man dort nicht. Früher, als Oldesloe immerhin auch schon 7000 bis 8000 Einwohner hatte, gab es nur vier Stadtpolizisten. Dennoch traute sich niemand, auf dem Bürgersteig zu fahren. Es hätten ja Karl Wagner oder die Polizeimeister Schick und Becker auftauchen können!“

STORMARNER TAGEBLATT vom 14.9.1966

 

Donnerstag, 22. September 1966

Kurparkstadion für 10 DM verpachtet

Auf Beschluß des Magistrats hat die Stadt das neue Kurparkstadion auf die Dauer von 25 Jahren an den Sportverein SC Union verpachtet, der nach dem Überlassungsvertrag für Pflege und Unterhaltung aufkommen muß und dafür nur eine jährliche Anerkennungsgebühr von zehn Mark bezahlen braucht. Er ist verpflichtet, den Platz auch anderen Vereinen oder den Schulen nach Terminabsprache zu überlassen. „Reklame darf in dem neuen Stadion nicht angebracht werden“, so heißt es in dem Vertrag.

STORMARNER TAGEBLATT vom 22.9.1966

 

Sonnabend, 24. September 1966

Sportgeräte für 8725 DM

Nach einem Beschluß des Magistrats werden jetzt für die neue Gymnastikhalle des Gymnasiums nicht fest eingebaute Turn- und Sportgeräte für 8725 DM bestellt. Sie wurden von der Schule nach fachlichen Gesichtspunkten sorgfältig ausgewählt.

STORMARNER TAGEBLATT vom 24.9.1966

 

Sonnabend, 24. September 1966

Schlafzimmerfenster zertrümmert

Der Platzwart des Travestadions zeigte gestern bei der Polizei an, daß am Donnerstag in den Vormittagstunden im Strohdachhaus eine Scheibe seines Schlafzimmerfensters zertrümmert worden sei. Das Fenster wurde von dem unbekannten Täter entriegelt. Aus der Wohnung ist aber nichts gestohlen worden.

STORMARNER TAGEBLATT vom 24.9.1966

 

Mittwoch, 5. Oktober 1966

Turngeräte für Stadtschüler

Wie Bürgermeister Barth mitteilte, hofft die Stadt, daß die Turnhalle der Stadtschule Mitte November fertiggestellt sein wird. Der Magistrat bewilligte bereits 10.700 DM für Turngeräte.

STORMARNER TAGEBLATT vom 6.10.1966

 

Donnerstag, 6. Oktober 1966

Ölheizung im Jugendheim

Die Heimleiterwohnung und zwei Diensträume im Altbau des Jugendheimes werden Ölheizung erhalten. Der Magistrat bewilligte hierfür einen Betrag von 6500 DM.

STORMARNER TAGEBLATT vom 6.10.1966

 

Sonnabend, 8. Oktober 1966

Beleuchtung für zweite Trainingsanlage

Teilweise in Eigenarbeit schuf die VfL-Fußballabteilung auf dem Exer eine Beleuchtungsanlage, die das Trainieren während der Abendstunden ermöglicht. Für die insgesamt 18 sehr aktiven Mannschaften des VfL reichte der beleuchtete Trainingsraum im Stadion nicht mehr aus. Sportler richteten beim Spielfeld 1 fünf Pfähle auf. Das Ziehen der Freileitungen und das Anbringen der Lampen besorgte eine Firma. Später soll die Leitung verkabelt werden.

STORMARNER TAGEBLATT vom 8.10.1966

 

Montag, 10. Oktober 1966

Grünes Licht für Oldesloes Großturnhalle

Stadtparlament beschloß Auftragsvergabe an Architekten – Rohbaufinanzierung gesichert

Das Stadtparlament beschloß einstimmig, den ersten Preisträger des Architektenwettbewerbes für die Großturnhalle im Bürgerpark, Schmedje (Hamburg), mit der Ausführung zu beauftragen und bewilligte hierfür 70.000 DM. Die Finanzierung des 467.000 DM teuren Rohbaues ist gesichert. Die Ausschreibung der Bauarbeiten soll so schnell wie möglich erfolgen.

Die Kosten des Rohbaues betragen 467.000 DM. Das Land trägt 185.000 DM, der Kreis 90.000 DM, die Stadt 192.000 DM. Es ist notwendig, den Landeszuschuß vorzufinanzieren, da das Land erst im Jahre 1969 zahlen wird. Der Finanzausschuß hat festgestellt: Mit der Errichtung des Rohbaues kann begonnen werden.

Dem Beschluß ging eine lebhafte Debatte vorauf, in der der stellvertretende Bürgerworthalter Georg Schömer (SPD) bei grundsätzlicher Bejahung des Projektes Bedenken im Hinblick auf die vollständige Realisierung äußerte. Hoffentlich bleibe der Bau nicht als Stabilisierungsruine stecken.

Stadtrat Rolf Gelhausen (Wählergemeinschaft) zeigte sich ebenfalls besorgt, zumal die Sportrücklage für die Finanzierung von Straßenbaumaßnahmen angegriffen worden sei. Weiter wollte er wissen, was die Verwaltung getan habe, um Vizekanzler Erich Mende beim Wort zu nehmen, der auf einer Wahlkundgebung seine Unterstützung beim Großturnhallenbau in Aussicht gestellt hatte.

Diese Frage stellte auch Stadtverordneter Siegfried Wobig (CDU).

Bürgermeister Hermann Barth erwiderte, daß man seinerzeit einen ausführlichen Antrag an das Gesamtdeutsche Ministerium geschickt, jedoch erst Monate später eine Antwort erhalten habe, und zwar aus Kiel. Diese Antwort habe keinen konkreten Vorschlag enthalten.

Stadtverordneter Günther Brall (FDP) sagte dazu, daß diese Angelegenheit noch geprüft werde und als allgemeiner Diskussionsstoff noch nicht reif sei.

Der neue Fraktionsvorsitzende der SPD, Peter-Klaus Lippert, wies darauf hin, daß bei den Entnahmen für Straßenbaumaßnahmen lediglich die Sportrücklage und nicht auch die Schulbaurücklage angetastet worden sei. Die Sonderschule sei damit nicht gefährdet, was der SPD-Abgeordnete aus der Diskussion herausgehört haben wollte.

Kein Sonderausschuß

Es wird keinen Sonderausschuß „Sporthalle“ geben! Das war das Ergebnis einer Abstimmung über einen Antrag von Stadtrat Werner Schmacka (CDU), die schriftlich vorliegende Beschlußformulierung über die Gründung eines Sonderausschusses „Sporthalle“ abzulehnen. Es ergab sich nur eine Gegenstimme.

Infolge der Dringlichkeit der Angelegenheit hatte der Magistrat in seiner Sitzung am 15. August auf Grund der Vorschläge der Fraktionen sechs Mitglieder der vier im Parlament vertretenen Parteien in den Sonderausschuß „Sporthalle“ berufen. In der ersten Sitzung des Sonderausschusses wurde festgestellt, daß es sich um einen Ausschuß handelt, der durch die Stadtverordnetenversammlung gewählt werden müßte.

Stadtverordneter Lippert erklärte, die SPD-Fraktion halte einen Sonderausschuß für überflüssig. Der Ausschuß für Hoch- und Tiefbau sei in der Lage, sich den ergebenden Fragen erfolgreich zu widmen.

Stadtverordneter Dittmer (CDU) und Stadtrat Schmacka schlossen sich dieser Auffassung an.

Stadtverordneter Gerhard Manns (WBO): „Da könnten wir ja für jedes große Objekt einen Sonderausschuß bilden. Das ist doch keine Rationalisierung!“

Georg Schömer hingegen verteidigte mit Nachdruck seine Auffassung, daß ein Sonderausschuß gebildet werden sollte. Er wies darauf hin, daß der Beschluß seiner Fraktion keinen Sonderausschuß zu bilden, als Mehrheitsbeschluß zustandegekommen sei. Auf alle Fälle sei die Konstituierung eines Sondergremiums im Interesse rationellen Arbeitens.

Bürgerworthalter Georg Koch vertrat die Ansicht, daß der Hoch- und Tiefbauausschuß die Fachkräfte heranziehen werde, die für eine glatte Lösung aller diesbezüglichen Fragen notwendig seien.

Stadtrat Bernhard Nowak (WBO) sagte, daß das Kuratorium Kreissportzentrum bei den Planungen der Großturnhalle auch zu Wort kommen und beim Bauamt gehört werden möchte. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 11.10.1966

 

Sonnabend, 15. Oktober 1966

Rundherum im Kreise

… Schwimmhallenverein muß sich mehr einfallen lassen

… Der Appell des kürzlich gegründeten Schwimmhallenvereins ist im Grunde nichts anderes: Mit seinem Spendenaufruf vor vier Wochen hat auch er einen Volksentscheid eingeleitet, nur mit dem Unterschied, daß der Bürger statt mit dem Stimmzettel mit einem Geldschein abstimmt. Wie nicht anders zu erwarten, öffnen sich aber die Brieftaschen nicht so leicht. Vier Wochen nach Veröffentlichung der Kontonummer bei der Kreissparkasse rechnet der Vorsitzende mit einem Bestand von 600 bis 700 DM. Der Verein zählt gegenwärtig rund 50 Mitglieder.

Wenn er Erfolg haben will, wird er seine Anstrengungen beträchtlich verstärken müssen. Zunächst ist eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Bürger- und Verkehrsverein geplant, für die auch ein Arzt als Referent gewonnen werden soll. … Timm Tamm.

STORMARNER TAGEBLATT vom 15.10.1966

 

Donnerstag, 20. Oktober 1966

Kreisstadt soll Sporthallenprojekt schnell verwirklichen

Der Kreistag erwartet, daß Bad Oldesloe alles Notwendige zur schnellen Verwirklichung des Sporthallenprojektes tun werde. Dies sagte der Vorsitzende des Schul- und Kulturausschusses, Herbert Breede (Ahrensburg), bei der Beratung über die Gewährung eines Kreiszuschusses. „Wir sind der Meinung, daß eine solche Halle notwendig ist.“ Nach einstimmigem Beschluß wird der Kreis 450.000 DM beisteuern. Der Abgeordnete betonte: „Es ist angemessen, wenn die Kreisstadt ihrerseits einen entsprechend hohen Beitrag leistet.“

STORMARNER TAGEBLATT vom 20.10.1966

 

Dienstag, 25. Oktober 1966

Bauplatz für Sporthalle abgesteckt

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Weißrote Pflöcke erregen die Aufmerksamkeit der Spaziergänger im Oldesloer Bürgerpark. Sie markieren den Standort der Sport- und Veranstaltungshalle. Das Katasteramt steckte im Auftrag der Stadt das Baugelände ab. Dicke Pfähle kennzeichnen den die Halle, schlanke geben die Begrenzung der Nebengebäude einschließlich der Treppen und Terrasse an. … Nächster Schritt zur Vorbereitung des Hallenbaues sind Bohrungen zur Baugrunduntersuchung. Diese Arbeiten sollen in Kürze erfolgen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 26.10.1966

 

Sonnabend, 29. Oktober 1966

Auftrag an den Architekten

Der Magistrat vergab den Auftrag für die Bauausführung der Sport- und Veranstaltungshalle im Bürgerpark an den ersten Preisträger des Architektenwettbewerbs, Schmedje (Hamburg). Auch der Auftrag für die statische Berechnung des Baues wurde vergeben. Zu den Beratungen über den Hallenbau war auch das Kuratorium Kreissportzentrum hinzugezogen worden.

STORMARNER TAGEBLATT vom 29.10.1966

 

Sonnabend, 19. November 1966

Gymnastikhalle wird ihrer Bestimmung übergeben

Am kommenden Dienstag wird die neue Gymnastikhalle bei der Stadtschule an der Großen Salinenstraße ihrer Bestimmung übergeben. In einer kleinen Feier, die um 10 Uhr beginnt, werden die Kinder der Schule den geladenen Gästen eine kleine Folge von Darbietungen vorführen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 19.11.1966

 

Dienstag, 22. November 1966

„Räuber“ weihten Halle ein

Für Oldesloes Stadtschule schon wieder zu klein

In einer Feierstunde übergab Bürgermeister Hermann Barth die neue Gymnastikhalle der Stadtschule offiziell ihrer Bestimmung. Die Freude über den Neubau wird allerdings getrübt durch die Tatsache, daß die Halle für den Turnbetrieb mit 24 Klassen der Schule nicht ausreicht.

So wird es erforderlich, wie Rektor Karl-Heinz Goldenbaum in einer Ansprache ausführte, daß die oberen Klassen ihren Turnunterricht nachmittags erhalten. An einem Tage der Woche ist die Halle durch den Turnunterricht der Sonderschüler blockiert.

Rektor Goldenbaum hob hervor, daß die Spiele der Kinder einen zweifachen Sinn hätten: Allen zu zeigen, daß es sich bei der Gymnastikhalle um einen Neubeginn handelt, und allen zu danken, die an der Erstellung mitwirkten. Der besondere Gruß des Rektors galt seiner Vorgängerin, Fräulein Mohr, die bis zum Jahre 1965 die Stadtschule 20 Jahre lang geleitet hatte. Ein kurzer Blick in die Geschichte der Stadtschule, insbesondere in ihren früheren Turnbetrieb war recht interessant. Im Jahre 1910 wurden drei Pflichtturnstunden eingeführt, ab 1927 war Schwimmen Pflichtfach.

Bürgermeister Barth wies darauf hin, daß die Stadt zur Errichtung der Gymnastikhalle kein Darlehen aufzunehmen brauchte. Stadt und Kreis teilten sich die Kosten. Der Bürgermeister sagte weiter, daß eine neue Bestuhlung in der Gymnastikhalle im kommenden Nachtragshaushalt berücksichtigt werde.

Stadtrat Wilhelm Moog rief den Kindern zu, nach dem Motto des Turnvaters Jahn zu turnen: „Frisch, fromm, fröhlich, frei!“

Schulrat Heinrich Lüth überbrachte die Größe der Landesregierung und unterstrich die Notwendigkeit eines guten Turnunterrichts.

Fräulein Emma Mohr wünschte, daß die Gymnastikhalle drei Aufgaben zugänglich gemacht werden möge: der Körpererziehung, der musischen Ausbildung und der Kontaktpflege mit der Elternschaft.

Die Einweihungsfeier umrahmte der Chor der Stadtschule und eine große Anzahl von Schülern mit lustigen Darbietungen.

Den Bauarbeiten für die Gymnastikhalle war am 1. April dieses Jahres begonnen worden. Die Baukosten für die Halle betrugen 240.000 DM. Dazu kamen 49.000 DM für Schmutz- und Regenwassersiel, Blitzschutzanlagen, Turngeräte, Kleinmaterial und anderes. Die Halle ist innen 18,20 Meter lang und 10 Meter breit. Sie enthält auch eine 47 Quadratmeter große Bühne, die für musikalische Darbietungen, Laienspiele und ähnliches geeignet ist. Für die Jungen und Mädchen gibt es je einen Umkleide- und Waschraum. Auch für die Lehrkräfte steht ein Umkleide- und Waschraum zur Verfügung. Der Geräteraum ist 40 Quadratmeter groß. Der Fußboden wurde mit strapazierfähig Linoleum abgedeckt. Etwa 300 Kinder finden in der Halle eine Sitzgelegenheit.

STORMARNER TAGEBLATT vom 23.11.1966

 

Freitag, 2. Dezember 1966

Vorbereitungen für die Sporthalle

Der Magistrat hat im Zuge der Vorbereitung des Sporthallenbaues die Baugrunduntersuchung und die Ingenieursleistung für das Heizungsprojekt vergeben.

STORMARNER TAGEBLATT vom 2.12.1966

 

Sonnabend, 3. Dezember 1966

Einwandfreie Anlagen im Travestadion

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Der VfL Oldesloe hatte die Mitglieder des Stadtparlaments ins Travestadion eingeladen. Der Vereinsvorstand wollte den Stadtverordneten die Verbesserungen der Sportanlage zeigen, die mit erheblicher finanzieller Hilfe der Stadt geschaffen worden sind.

Mit einem Gesamtkostenaufwand von rund 100.000 DM, von dem die Stadt Bad Oldesloe 64.500 DM getragen hat, ist das Stadion den internationalen Wettkampfbestimmungen angepaßt worden.

Die Laufbahn wurde von bisher vier auf sechs Bahnen erweitert. Die Verbreiterung beträgt etwa 2,85 Meter. Anstelle des bisherigen roten Sandes ist die Lauffläche nach gründlicher Grundierung mit feinen Plastiksteinchen aufgefüllt worden. Dieser Belag läßt das Regenwasser schnell abfließen. Bei Wettkämpfen entstehende Unebenheiten sind durch Fegen mit einem harten Besen schnell zu beseitigen. Die Firma, die die Bahn aufgetragen hat, garantiert bei sachgemäßer Behandlung eine mindestens fünfjährige Haltbarkeit, ohne daß Reparaturen notwendig werden.

Die Hochsprunggruben erheben sich jetzt der internationalen Norm entsprechend 60 Zentimeter über den Erdboden. Um diese Höhe zu erreichen, mußten insgesamt 18 Kubikmeter Sand aufgeschüttet werden. Auch die Stabhoch- und Dreisprunganlage sind nach den modernsten Erkenntnissen angelegt.

Für die Verbesserung des Abflusses von Regenwasser wurden die Drainagen von sechs auf neun Zentimeter Durchmesser vergrößert und drei Gullys eingebaut. Trotz des Regens in den letzten Wochen hat sich, wie der Platzwart bestätigte, keine Pfütze mehr gebildet.

Für die kommenden Jahre hat sich der VfL noch viel vorgenommen. Die terrassenförmigen Zuschauerplätze sollen erweitert und der Aufgang von der Travebrücke her verbreitert werden.

STORMARNER TAGEBLATT vom 5.12.1966

 

Mittwoch, 28. Dezember 1966

Gestühl für die Gymnastikhalle

Da die Gymnastikhalle der Stadtschule auch eine Bühne besitzt und für Veranstaltungen der verschiedensten Art benutzt, werden kann, sollen 170 Stühle beschafft werden. Der Magistrat bewilligte hierfür einen Betrag von 5200 DM.

STORMARNER TAGEBLATT vom 28.12.1966

 

Sonnabend, 31. Dezember 1966

Bohrungen für Sporthalle

Auf dem bereits abgesteckten Gelände im Bürgerpark vor dem ehemaligen Unfallkrankenhaus wurde in den letzten Tagen mit den Vorarbeiten für die Errichtung der Kreissporthalle begonnen. Durch Bohrungen wird der Baugrund untersucht.

STORMARNER TAGEBLATT vom 31.12.1966

 

Bis zum Jahr 1970