VfL Oldesloe
Die Spielzeit 1966/67 - Liga 2/4

 

Samstag, 1. Okt. 1966
Schwerer Gang des VfL zum Spitzenreiter.

Ohne Horst Liedtke und Peters gegen Schleswig 06. Erstmals mit Büll. Vor seinem bisher schwersten Spiel in dieser Saison steht der VfL Oldesloe morgen, wenn er in Schleswig auf den noch ungeschlagenen Spitzenreiter trifft, der das Feld mit 11:1 Punkten anführt. Die Schleswiger verloren lediglich im ersten Spiel einen Punkt gegen Phönix Lübeck, konnten sich sonst jedoch immer klar durchsetzen, wobei vor allem auffiel, daß sie ihre stärksten Momente stets in der zweiten Halbzeit hatten.

Die Oldesloer wissen, auf welch starken Gegner sie treffen und haben sich entsprechend vorbereitet. Allerdings müssen sie auf den verletzten Stopper Horst Liedtke und den erkrankten Jürgen Peters verzichten. Das ist natürlich bitter, aber entscheidend geschwächt dürfte die Elf dadurch nicht sein., hat sie doch ausgezeichneten Ersatz zur Verfügung.

Dem Neuzugang Heinz Büll wird erstmals eine Chance geboten, sich auf dem Posten eines Linksaußen zu bewähren, dafür gehen Stolp und Wilkens in die Abwehr. Über die Wichtigkeit des Spiels ist sich der VfL völlig im klaren, bedeutet doch Sieg Anschluß an die Spitze und Niederlage ein Zurückfallen mit 6:8 Punkten in die untere Tabellenhälfte.
ST

 

Sonntag, 2. Okt. 1966 - 7. Punktspiel
Schleswig 06 - VfL Oldesloe 2:0 (2:0)

Schleswig in einer bestechenden Form. In spannendem Spiel mußte der VfL-Torhüter Girschkowski zweimal hinter sich greifen. Obwohl beide Mannschaften im zweiten Durchgang Tribut an das Tempo der ersten Halbzeit zahlen mußten, blieb die Begegnung in Schleswig gegen den VfL Oldesloe bis zum Schluß spannend und schnell. Die Oldesloer präsentierten sich zwar nicht ganz so stark wie im letzten Jahr, zählen aber aufgrund der gezeigten Leistungen und trotz der Niederlage immer noch zu den stärksten Mannschaften im Land. Allen voran dürfte Torwart Girschkowski dazu beitragen, der mehrfach entscheidend eingreifen mußte, am zweiten Treffer der Schleswiger allerdings nicht ganz schuldlos war. Für den Sieg der Schleswiger aber war die gute spielerische und große kämpferische Leistung der Elf in der ersten Halbzeit ausschlaggebend, die die Oldesloer stark in Bedrängnis brachte. Zwei Abwehrfehler nutzten die Gastgeber eiskalt. Beim ersten Tor griff die Abwehr der Oldesloer nicht energisch genug an, das 2:0 bereitete Girschkowski vor. Er warf dem gegnerischen Mittelstürmer den Ball genau vor die Füße. Die Platzherren verstanden es dann auch, den 2:0-Vorsprung zu halten, obwohl die Gäste zu keinem Zeitpunkt aufsteckten und in der Schlußphase die Gastgeber sogar ihrerseits noch in Verlegenheit brachten. Alles in allem aber ein verdineter Sieg der Platzherren. Ein Spiel mit viel Tempo, Spannung, turbulenten Szenen vor den Toren und gespickt mit vielen schönen Spielzügen auf beiden Seiten.

Den Sieg gegen die Oldesloer haben die Schleswiger einer geschlossenen Mannschaftsleistung, in gleichem Maße also dem Sturm wie auch der Hintermannschaft, zu verdanken. Die Platzherren verstanden es im ersten Durchgang, den Gegner sofort in den Griff zu bekommen und ihr eigenes Spiel aufzuziehen.

Die Oldesloer blieben zwar stets gefährlich, sie wurden in ihren Aktionen aber gestört und kamen schwerer zur Entfaltung. Nur in der zweiten Halbzeit bäumten sich die Gäste noch einmal kurz auf, aber die Schleswiger Deckung war auf der Hut und hatte zweimal auch Glück.

Bei Schleswig 06 zeichnete sich auch diesmal wieder Torwart Cassel durch gute Paraden aus. Großartig gefallen konnte Verteidiger Brey, der seinem Gegner kaum Spielraum ließ und ein genaues Zuspiel zeigte. Kämpferisch groß wieder Nanz, der mehrfach Applaus des Publikums bekam. Gefallen konnten auch die beiden Außenläufer, die nicht nur im Aufbau, sondern auch in der Abwehr ihre Aufgabe erfüllten, und Mittelläufer Kähler, der seine kurze Formkrise völlig überwunden hat. Der Schleswiger Sturm spielte besonders in der ersten Halbzeit ideenreich. Gefährlich stets Kähler II und Bröer, obwohl beide beim Torschuß Pech hatten. Schimmer war eifrig, aber immer noch zu überhastet. Held ließ im zweiten Durchgang Konditionsmängel erkennen, sein Zuspiel war nicht mehr so genau. Hansen wurde zu wenig und oft nicht steil genug eingesetzt.

Beim VfL Oldesloe ist Schlußmann Girschkowski der überragende Spieler, der zwar, wie bereits gesagt, am zweiten Treffer nicht schuldlos war, aber mindestens drei bis vier weitere Treffer der Schleswiger verhinderte. In der Hintermannschaft konnten Stolp und Bliebenich gefallen. Wilkens leistete ein großes Pensum. Im zweiten Durchgang konnte er aber nicht mehr voll überzeugen. Der gefährliche kleine Alfred Liedtke, der stets aus dem Hinterhalt spielte und besonders in der zweiten Halbzeit oft unverhofft nach vorn stieß, verhaspelte sich jedesmal im entscheidenen Moment. Die beiden Außenstürmer der Oldesloer kamen wenig zur Geltung, denn sie waren bei ihren Gegenspielern gut aufgehoben. Heitmann und Goronzi fanden nicht immer Verständnis bei ihren Mitspielern.
SPM

Schleswig 06: Cassel - Brey, Nanz - Alexander, Kähler I, Frahm - Schimmer, Kähler II, Bröer, Held, Hansen.

VfL Oldesloe: Gert Girschkowski - Rainer Westphal, Günter Stolp - Wolf-Dieter Bliebenich, Karl-August Wilkens, Holger Dau - Runald Fischer, Uwe Goronzi, Alfred Liedtke, Gerd Heitmann, Heinz Büll.

Tore: 1:0 Held (29.), 2:0 Schimmer (37.). - Schiedsrichter: Thamm (Neumünster). - Zuschauer: 1500.

 

Montag, 3. Okt. 1966
Zwei Pokalspiele neu angesetzt.

Zwei Pokalspiele der ersten Runde auf Landesebene wurden vom Spielausschuß des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes neu angesetzt. Voraussichtlich sollen die Begegnungen zwischen dem VfL Schwartau und LBV Phönix sowie zwischen dem TSV Bargteheide und dem VfL Oldesloe jetzt am 23. Okt. ausgetragen werden.

Das Spiel Schwartau - Phönix war ursprünglich für den 17. Sept. vorgesehen, kam aber nicht zustande, da die Lübecker drei Spieler für das Landespokalspiel gegen Westfalen abstellen mußten. Der VfL Oldesloe trat am 18. Sept. zwar in Bargteheide an, spielte aber unter Protest, da er ebenfalls auf drei Stammspieler (Anm.: Girschkowski, Liedtke und Wilkens), die mit nach Castrop-Rauxel gefahren waren, verzichten mußte. Bargteheide schlug den klassenhöheren Gegner mit 4:2 nach Verlängerung.
SPM

 

Samstag, 8. Okt. 1966
Ohne Horst Liedtke und Wilkens, aber mit Peters.

Der VfL Oldesloe will Friedrichsort im Travestadion beide Punkte abnehmen. Für den VfL Oldesloe gilt es jetzt, auf eigenem Platz keinen Punkt mehr zu vergeben, wenn er nicht noch weiter in der Tabelle abrutschen will. Mit 6:8 Punkten liegt die Mannschaft auf dem zehnten Platz und nähert sich gefährlich dem Tabellenende. Trotz der Niederlage gegen Schleswig konnte die Mannschaft gefallen. Sie wird es den Friedrichsortern, die anscheinend gerade zur rechten Zeit wieder ihre Form gefunden haben (siehe das 6:0 über den heider SV!) sicher schwermachen, auch nur zu einem Punkt zu kommen.

Schade, daß der VfL zur Zeit auf seinen Stopper Horst Liedtke verzichten muß, denn mit der Zurücknahme von Wilkens als Mittelläufer erscheint der Sturm etwas schwächer, zumal Büll in Schleswig gegen seinen blendend aufspielenden Verteidiger nicht die Erwartungen erfüllen konnte. Vielleicht sollte man Bieschke doch einmal wieder eine Chance geben, zumal er sich in der zweiten Mannschaft ganz prächtig gesteigert hat und auch laufend an den Treffern beteiligt ist. Auf jeden Fall wird sich morgen entscheiden, ob der VfL noch eine Chance hat, an der Spitze mitreden zu können, was nur bei einem Sieg der Fall sein könnte. Die Elf ist insgesamt nicht schwächer als im Vorjahr. Es fehlte in mancher Begegnung wirklich nur etwas Glück, um das Ergebnis besser gestalten zu können. Vielleicht finden die Stürmer ihr einstiges Schußglück wieder, dann sollte Friedrichsort zu schlagen sein. Neben dem verletzten Horst Liedtke fehlt nun auch wieder Rainer Westphal, der sich erneut verletzte, dafür ist Peters nach seiner Erkrankung wieder dabei.
ST

 

Sonntag, 9. Okt. 1966 - 8. Punktspiel
VfL Oldesloe - SV Friedrichsort 2:2 (2:0)

Friedrichsort holte 0:2-Rückstand auf. Am Ende mußte der VfL Oldesloe sogar zittern, aber Girschkowski hielt glänzend. Bei strömendem Regen kam der VfL Oldesloe erneut zu keinem Sieg und mußte am Ende froh sein, nach der 2:0-Führung wenigstens noch das Unentschieden gerettet zu haben. Hier kann er sich besonders bei Girschkowski bedanken, der in der 88. Minute einen Schuß von Röder glänzend parierte, den viele schon im Netz gesehen hatten. Alles in allem scheint die Punkteteilung gerecht, wenngleich Friedrichsort etwas mehr vom Spiel hatte und die Tore vom Sturm echt herausgespielt wurden, während sich die Oldesloer mit zwei Freistoßtoren aus 20 und 25 Metern (!) von Heitmann begügen mußten.

Der VfL hat anscheinend das Siegen verlernt. Zwar blieb er auf eigenem Platz nach wie vor ungeschlagen, aber durch diesen erneuten Punktverlust rutscht er in der Tabelle weiter ab. Unverständlich, daß die beiden Tore von Heitmann der Elf nicht den nötigen Auftrieb gaben, daß sie die sich bietenden weiteren Möglichkeiten nicht konsequent ausnutzte. Allerdings ist die Hintermannschaft auch nicht mehr so stark wie in der vergangenen Serie, wo eine 2:0-Führung stets den Sieg bedeutete. Girschkowski machte seine Sache sehr gut. Ihm kann man die beiden Tore nicht ankreiden. Glänzend reagierte er einige Male auf Scharfschüsse von Wilke, die flach und trocken ankamen. Stolp hatte oft Mühe, seinen flinken Gegenspieler Karstens zu halten, und auch Peters zog bei Zweikämpfen mit Pusch oft den kürzeren. Erneut eine nahezu fehlerlose Partie lieferte Ersatzstopper Wiilkens, an dem Horn nicht ein einziges Mal im Direktspiel vorbeikommen konnte. Im Sturm wieder das alte Übel, daß der VfL keine Außenstürmer hat. Fischer bemühte sich nicht genug, um die vielen guten Möglichkeiten, die er als Außen hatte, zu verwerten. Wann wird er nun endlich aus der Mannschaft herausgenommen? Wesentlich beser gefiel Büll als Mittelstürmer, aber er braucht noch etwas Zeit. Überraschend aber seine guten Einfälle, auf die seine Mitspieler allerdings nicht immer eingingen. Heitmann war sehr stark, vor allem in der ersten Halbzeit, aber er ist nun mal kein Linklsaußen. Als Halbstürmer ist er wesentlich nützlicher.

Die Friedrichsorter haben in Oldesloe bewiesen, daß sie wieder im Kommen sind, und mit etwas Glück wäre der Sieg mit nach Hause gegangen. Großes Pech hatte besonders Horn in der 25. Minute mit einem Schuß, den nur noch der Pfosten rettete. Schramm hat noch nichts verlernt. Wenn man ihm vielleicht den zweiten Treffer ankreiden will, muß bedacht werden, daß ihm die Sicht zu Heitmann versperrt war und der Schuß genau im Dreieck landete. Den stärksten Teil der Hintermannschaft bildeten die beiden Außenläufer, die ihr Sturmpiel ankurbelten, besonders Scheer war immer wieder im Sturm zu finden. Stärkster Stürmer aber auf dem Feld war Wilke, es machte Spaß, ihm zuzusehen und seine Einfälle imponierten. Auch seine Flachschüsse waren stets eine Gefahr für das Oldesloer Tor. Ihm am nächsten kam noch Karstens, während Horn und Pusch, von denen man sich mehr versprochen hatte, enttäuschten.
SPM

VfL Oldesloe: Gert Girschkowski - Günter Stolp, Jürgen Peters - Wolf-Dieter Bliebenich, Karl-August Wilkens, Holger Dau - Runald Fischer, Alfred Liedtke, Heinz Büll, Uwe Goronzi, Gerd Heitmann.

SV Friedrichsort: Schramm - Schliebs, Friese - Röder, Kowalski, Scheer - Pusch, Grandt, Horn, Wilke, Karstens.

Tore: 1:0 Heitmann (17.), 2:0 Heitmann (24.), 2:1 Grandt (63.), 2:2 Wilke (65.). - Schiedsrichter: Meumann (Lübeck). - Zuschauer: 400.

 

Samstag, 15. Okt. 1966
In Lägerdorf gewann der VfL Oldesloe noch nie.

Beide Mannschaften brauchen dringend Punkte. Ohne Horst Liedtke und Peters. Bereits heute um 15 Uhr spielt der VfL Oldesloe in Lägerdorf und trifft dort auf eine Mannschaft, gegen die er auswärts noch nie gewonnen hat. Das beste Ergebnis erreichten die Oldesloer in der letzten Saison mit einem Unentschieden in Lägerdorf. Damit ermöglichten sie dem TSV den Klassenerhalt, brachten sich aber selbst um die letzte Chance für den dritten Tabellenplatz.

Diesmal sieht die Situation etwas anders aus: Auch die Oldesloer liegen mit 7:9 Punkten in der unteren Tabellenhälfte und benötigen genauso dringend beide Punkte wie die Gastgeber, die nur 4:12 Punkte aufzuweisen haben. Die Begegnung verspricht also äußerst interessant zu werden. Die große Frage ist: Schafft der VfL Oldesloe den ersten Sieg in Lägerdorf überhaupt und damit den ersten Auswärtssieg in dieser Saison, oder büßt er hier erneut beide Punkte gegen die zu Hause sehr kampfstarken Gastgeber ein? Es fehlen immer noch Horst Liedtke und Westphal.
ST

 

Samstag, 15. Okt. 1966 - 9. Punktspiel
TSV Lägerdorf - VfL Oldesloe 1:1 (1:0)

Ausgleichstor in der 77. Minute. Am Ende war der VfL Oldesloe dem Siegtreffer sehr nahe. Einen Sieg verschenkte der TSV Lägerdorf, der über eine Stunde mehr vom Spiel hatte, bis zur 77. Minute auch mit 1:0 durch einen Trffer von Pajung in Front lag, dann aber dem Druck der Oldesloer, die alles auf eine Karte setzten, nicht standhielt und den Ausgleichstreffer durch Heitmann hinnehmen mußte.

Der VfL wird froh über dieses Unentschieden (das sechste in neun Spielen!) sein, denn die TSVer waren über weite Strecken des Spiels überlegen, hatten einige Torchancen zu einer klareren Führung schon vor dem Halbzeitpfiff, die jedoch überhastet von Ostermann, Krause und Teggatz vergeben wurden. Am Ende fehlten den Lägerdorfern die Kraft und dem VfL das Glück zum Siegtreffer. Hätten nicht Eim und Torhüter Babbe, der sein erstes Spiel in dieser Serie bestritt, einen so guten Tag gehabt, wäre den Gästen am Ende noch der Sieg gelungen. Den Lägerdorfern versagten in der Schlußphase die Nerven, als die Gäste alles nach vorn warfen, sonst hätten sie verdientermaßen beide Punkte erkämpft. In Lägerdorf war man enttäuscht von der zum Favoritenkreis zählenden Gäste-Elf. Zudem fielen einige Spieler durch ewige Meckereien gegen den Schiedsrichter unangenehm auf.

Beim Gastgeber zählten einmal mehr Babbe und Eim zu den Stützen der Abwehr. Zu gefallen wußte auch Wetzel, obgleich einige Male nicht konsequent genug, sowie der als Sonderbewacher für Alfred Liedtke fungierende Brzoska. Schwach blieben Prieß, Wachholz und Herzig, die sich einige Schnitzer erlaubten. Hier muß sich Trainer Brust etwas einfallen lassen, um die Deckung zu verstärken. Die Fünferreihe spielte recht gefällig, aber in Strafraumnähe war sie mit ihrem Latein am Ende. Sie ist weitaus gefährlicher, wenn man mehr über die schnellen Außen Pajung und Ostermann spielt, die neben dem eifrigen Krause in ihren Leistungen befriedigten.

Die Oldesloer Elf hat es in erster Linie Girschkowski und Stopper Wilkens zu verdanken, daß ein wertvoller Punkt erkämpft wurde. Stolp und Peters sahen immer dann schlecht aus, wenn der TSV über die Flügel angriff. Dau und Bliebenich versuchten mehrfach sich ins Angriffsspiel einzuschalten, wodurch sie mehr Druck in den Sturm brachten und mit dazu beitrugen, daß die TSV-Abwehr unsicher wurde. Im Angriff, in dem Heitmann der gefährlichste Spieler war, gefielen außerdem noch Weisbach, der Herzig einige Male davonzog, sowie Goronzi noch am besten. Alfred Liedtke und Büll hatten nicht ihren besten Tag.
SPM

TSV Lägerdorf: Babbe - Wachholz, Herzig - Wetzel, Eim, Prieß - Pajung, Krause, W????? Teggatz, Brzoska, Ostermann.

VfL Oldesloe: Gert Girschkowski - Günter Stolp, Jürgen Peters - Wolf-Dieter Bliebenich, Karl-August Wilkens, Holger Dau - Ludwig Weisbach, Alfred Liedtke, Heinz Büll, Uwe Goronzi, Gerd Heitmann.

Tore: 1:0 Pajung (44.), 1:1 Heitmann (77.). - Schiedsrichter: Buthmann (Kiel). - Zuschauer: 100.

 

Samstag, 22. Okt. 1966
Pokalspiel TSV Bargteheide gegen VfL Oldesloe.

Morgen um 15 Uhr treffen auf dem Bargteheider Jahnplatz erneut die Liga-Mannschaften des TSV Bargteheide und des VfL Oldesloe im Spiel um den DFB-Pokal aufeinander. Es handelt sich hierbei um eine Neuansetzung des am 18. Sept. von den Weinroten mit 4:2 nach Verlängerung gewonnen Spiels. Die Wiederholung ist notwendig geworden, weil der VfL seinerzeit wegen der gleichzeitigen Abstellung von drei Spielern (Girschkowski, Liedtke und Wilkens) für das Amateur-Länderpokalspiel Westfalen - Schleswig-Holstein gegen die Wertung des Spiels Protest eingelegt hatte.

Bei bereits drei ausgefallenen Punktspielen können die Bargteheider nun in Terminschwierigkeiten kommen. Dem VfL Oldesloe wird wohl auch diesmal nicht Girschkowski im Tor zur Verfügung stehen. Stopper Liedtke dürfte wegen seiner Verletzung ebenfalls nicht dabei sein. Bei den Bargteheidern traten nach guten Leistungen in den ersten Punktspielen in Reinfeld (2:2) kaum erwartete Schwächen auf. Die Angriffsreihe ließ einige Wünsche offen, so daß Trainer Artur Jantz umstellen wird. Podszus sollte eine Verstärkung bedeuten. Eventuell bietet sich der Einsatz von Peemöller, Pardo-Garcia oder Rutel an.
ST

 

Sonntag, 23. Okt. 1966 - Pokalspiel
TSV Bargteheide - VfL Oldesloe 3:0 (1:0)

Den Bargteheidern gelang alles. VfL Oldesloe kam im Pokal diesmal sogar mit 0:3 unter die Räder. Bei sehr schlechten Platzverhältnissen - in großen Pfützen stand das Wasser auf dem Feld - fand sich der VfL Oldesloe im Wiederholungsspiel des DFB-Vereinspokals der 1. Runde auf Landesebene überhaupt nicht zurecht und mußte sich den zielstrebigeren Gastgebern beugen, die an diesem Tage eine ausgezeichnete Leistung boten und verdient, wenn auch um ein Tor zu hoch, gewannen. Nach der Vorgeschichte, die zu diesem Wiederholungsspiel führte, ist die äußerst faire Haltung beider Mannschaften zu loben.

Den Bargteheidern gelang an diesem Tage fast alles. Mit Kitzing hatten sie den besten Stürmer auf dem Feld. Gut unterstützt wurde er von den beiden Halbstürmern Podszus und Krauskopf, während die Außen wiederum etwas farblos blieben. Vor allem von Pardo-Garcia hatte man etwas mehr Einsatz erwartet. Die Hintermannschaft bildete eine unüberwindbare Kette an der Strafraumgrenze, so daß Torwart Körnig vor keine allzu große Aufgabe gestellt wurde. In der Abwehr bestach Sahlmann durch sein kluges Spiel, er ließ Büll wenig Entfaltungsmöglichkeiten. Es ist unverständlich, warum er sich jedoch immer wieder zu völlig überflüssigen versteckten Fouls hinreißen läßt. Das hat ein Spieler seines Formats doch wirklich nicht nötig.

Die Oldesloer enttäuschten auf der ganzen Linie. Eine solch schwache und einfallslose Elf haben wir lange nicht gesehen. Torwart Kröger mußte zwei Treffer verhindern, an denen allerdings seine Vorderleute auch nicht ganz schuldlos waren. Lediglich Peters und Bliebenich erfüllten die Erwartungen und haben auch kämpferisch ihr Bestes. Aber zwei Spieler allein können eine Partie nun einmal nicht entscheiden. Besonders enttäuscht hat der Sturm. Umständlich wurden auch die besten von der Hintermannschaft eingeleiteten Angriffe vorgetragen. Kein einziger Spieler erreichte seine Normalform. Von zwei guten Schüssen Bülls abgesehen, die eine Beute Körnigs wurden, brachte der Sturm keinen guten Schuß in Richtung Tor fertig. Ohne die Leistung der Bargteheider schmälern zu wollen, diese Oldesloer Mannschaft machte ihnen das Siegen wirklich leicht.

Man darf gespannt sein, wie weit es die wirklich stark verbesserten Bargteheider im Pokal bringen werden. In dieser Verfassung brauchen sie die meisten Amateurliga-Mannschaften nicht zu fürchten.
SPM

TSV Bargteheide: Körnig - Wilkens, Stoffers - Kundoch, Sahlmann, Otto - Pardo-Garcia, Krauskopf, Kitzing, Podszus, Stahmer.

VfL Oldesloe: Rolf Kröger - Rainer Westphal, Jürgen Peters - Wolf-Dieter Bliebenich, Karl-August Wilkens, Holger Dau - Ludwig Weisbach, Uwe Goronzi, Heinz Büll, Gerd Heitmann, Günter Stolp.

Tore: 1:0 Kitzing (31.), 2:0 Kitzing (50.), 3:0 Kitzing (52.). - Schiedsrichter: Thiede (Kisdorf). - Zuschauer: 600.

 

Samstag, 29. Oktober 1966
Der VfL will etwas gutmachen.

Aber ist Borussia ein willfähriger Punktelieferant?

Morgen um 15 Uhr empfängt der VfL Oldesloe die bisher sieglose Elf von Borussia Kiel. Der Gastgeber muß unter allen Umständen zu einem doppelten Punktgewinn kommen, falls er nicht noch weiteren Kredit beim Publikum verlieren will.

Die Kieler haben zwar einen relativ starken Sturm (12 Tore erzielt gegen 13 Tore des VfL-Angriffs), aber die Hintermannschaft spielt zu offen und mußte schon 34 Verlusttreffer hinnehmen. Für die Oldesloer also eine gute Gelegenheit, endlich das negative Punkt- und Torverhältnis auszugleichen und wieder Anschluß an die obere Tabellenhälfte zu finden.

Bis auf Stopper Horst Liedtke steht die bestmögliche Besetzung zur Verfügung. Weisbach wird erneut auf dem Posten des Rechtsaußen eingesetzt, auf dem er sich in Lägerdorf bewährt hat. Die Leistung des Bargteheider Pokalspiels darf man nicht als Maßstab für die kommenden Spiele nehmen, da die Elf weit unter ihrer Normalform spielte. Es ist kaum anzunehmen, daß sich diese schwache Vorstellung wiederholen wird.

Mit folgender Besetzung wollen die Oldesloer durch einen klaren Erfolg beweisen, daß sie sich noch längst nicht als Mannschaft der unteren Hälfte ansehen: Girschkowski; Westphal, Peters; Bliebenich, Wilkens, Dau; Weisbach, Goronzi, Büll, Heitmann, Stolp.
ST

 

Sonntag, 30. Okt. 1966 - 10. Punktspiel
VfL Oldesloe - Borussia Kiel 8:0 (4:0)

VfL war einfach nicht zu halten. Acht Oldesloer Tore gegen die Borussen. Clausen flog vom Platz. Ein in dieser Höhe wohl kaum erwarteter Sieg gelang dem VfL vor allem deswegen, weil der Gast aus Kiel einfach auf spielerischer Ebene nicht mitzuhalten vermochte und lediglich kämpferisch manchen Fehler wettzumachen verstand. In der 58. Minute mußte Schiedsrichter Lüth einen Platzverweis für Clausen aussprechen, als dieser ihn nach einer Verwanung beleidigte. Die ohnedies sehr schwache Kieler Deckung konnte diesen Ausfall nicht verkraften und mußte aus diesem Grunde weitere Treffer hinnehmen.

Die Oldesloer ließen durch dieses Spiel die Bargteheider 0:3-Schlappe völlig vergessen, wenn auch die schwache Leistung des Gastes mit dazu beitrug, daß dieser Sieg so hoch ausfallen konnte. Büll war der überragende Stürmer auf dem Feld und hatte mit sechs Treffern den größten Anteil am Erfolg. Ausgezeichnet unterstützt wurde er von Goronzi und Stolp. Die Deckung sah sich vor keine schwer Aufgabe gestellt, zeigte sich bei den wenigen gefährlichen Angriffen jedoch stets Herr der Lage. Krahn vertrat den erkrankten Wilkens gut.

Bei den Kielern konnte Rojahn trotz der acht Gegentreffer noch gefallen. Ihm kann deshalb kein Vorwurf gemacht werden, weil die Abwehrspieler den Oldesloer Stürmern viel zu viel Raum ließen, wovon besonders Büll profitierte. Der einzige war noch Treichel auf dem Posten des rechten Läufers, der es verstand, Stolp manches Mal vom Ball zu trennen. Später ging er für den des Feldes verwiesenen Clausen in die Verteidigung zurück. Im Sturm der einzig gefährliche Wehmeyer, dem jedoch die Unterstützung aller anderen Spieler fehlte.

Ingesamt war zu ersehen, daß mit dem VfL doch noch zu rechnen sein wird, während wir mit Borussia wohl den Abstiegskandidaten Nr. 1 in Oldesloe gesehen haben.
SPM

VfL Oldesloe: Gert Girschkowski - Rainer Westphal, Jürgen Peters - Wolf-Dieter Bliebenich, Rolf Krahn, Holger Dau - Ludwig Weisbach, Uwe Goronzi, Heinz Büll, Gerd Heitmann, Günter Stolp.

Borussia Kiel: Rojahn - Clausen, Hörner - Treichel, Klindworth, Hinsch - Rediske, Wehmeyer, Willemczig, Riedel, Koeppke.

Tore: 1:0 Büll (4.), 2:0 Bliebenich (11.), 3:0 Heitmann (18.), 4:0 Büll (36.), 5:0 Büll (70.), 6:0 Büll (77.), 7:0 Büll (84.), 8:0 Büll (88.). - Schiedsrichter: Lüth (Neumünster). - Zuschauer: 400. - Platzverweis: Clausen (58., Borussia Kiel).

 

Samstag, 5. Nov. 1966
VfL muß vorerst auf Heitmann verzichten.

Gegen Polizei Kiel mit Siep und Büll. Morgen wird sich herausstellen, ob der in der Höhe überraschend anzusehende 8:0-Erfolg über Borussia Kiel eine Eintagsfliege gewesen ist oder nicht. Mit dem Polizei SV Kiel stellt sich im Travestadion eine junge, sehr ehrgeizige Mannschaft vor, die die Leistung des Vorjahres in dieser Saison zwar noch nicht wiederholen konnte, aber spielerisch und kämpferisch gefallen wußte. Eine Kostprobe erhielt davon der SV Friedrichsort, der am letzten Sonntag nur durch einen Elfmeter zu einem sehr schmeichelhaften 1:0-Erfolg kam, obwohl die Polizisten weit mehr vom Spiel gehabt haben sollen.

Der VfL muß in den nächsten Wochen auf den beruflich in Karlsruhe weilenden Mannschaftskapitän Gerd Heitmann verzichten; und das gerade zu einem Zeitpunkt, wo sich Heitmann wieder eine ausgezeichnete Form erspielt hat und wie in alten Zeiten den Oldesloer Sturm ankurbelt. Auch Horst Liedtke fällt noch für Wochen aus und Uwe Goronzi kommt ebenfalls nicht zum Einsatz.
ST

 

Sonntag, 6. Nov. 1966 - 11. Punktspiel
VfL Oldesloe - Polizei SV Kiel 0:0

VfL rettete 0:0 über die Runden. Oldesloe zu umständlich. Polizei hätte knappen Sieg verdient. Wenn die Begegnung auch torlos ausgegangen ist, fehlte es ihr doch nicht an Farbe und Dramatik, wobei die Gäste aus Kiel ein wenig mehr vom Spiel hatten und technisch den besseren Eindruck hinterließen. Die Oldesloer wirkten im Sturm zu umständlich imnd liefen sich immer wieder in der ausgezeichneten Kieler Abwehr fest. Insgesamt ein für den VfL glückliches Unentschieden, ein Sieg mit einem Tor Unterschied wäre für die Kieler verdient gewesen.

Beim VfL - ohne den beruflich in Karlsruhe tätigen Heitmann - wurde erstmals Siep eingsetzt, der aus dem Mittelfeld heraus ein kluges Spiel aufzubauen versuchte, aber immer wieder an der fehlenden Unterstützung seiner Mannschaftskameraden scheiterte. Siep zeigte sich als unermüdlicher Ballschlepper, der auch schöne lange Pässe geben kann. Er wird sich noch als wertvoller Halbstürmer für den VfL erweisen.

Die Kieler Abwehr, allen voran Maus, der Büll nahezu unschädlich machte, war zu klug, um die immer wieder zu vorsichtig vorgetragenen Angriffe passieren zu lassen. Lediglich zu Beginn der Partie kamen die Kieler etwas ins Hintertreffen, als Weisbach einige sehr schöne Angriffe gelangen, die in der 4. Minute auch fast zum Tor geführt hätten. Ein Schuß aus etwa 20 Metern verfehlte nur sehr knapp das Tor.

In der Abwehr ein nahezu fehlerloses Spiel, wenn man von der derzeit etwas schwachen Form Westphals absieht, der große Schwierigkeiten mit Wustmann und Pohl hatte, die sich beide auf dem Außenposten abwechselten. Girschkowski rettete seiner Mannschaft den einen Punkt durch eine tolle Parade in der 44. Minute, als er einen scharfen und plazierten Schuß von Pohl gerade noch über die Latte lenken konnte.

Stärkster Mannschaftsteil bei den Kielern war der Sturm, in dem Zack und Pohl die herausragende Leistung boten. Besonders Pohl tauchte immer wieder gefährlich im Strafraum auf, zum Schluß fehlte ihm jedoch die Kraft, um die sich bietenden Chancen noch konsequent ausnutzen zu können. Auch Wendler zeigte, daß er einen gefährlichen Schuß besitzt, war im großen und ganzen aber bei Bliebenich gut aufgehoben. In der Abwehr ist Klose lobend zu erwähnen, dem keine Fehler unterliefen und der einige Male sehr schön klärte. Maus verfolgte Büll unaufhörlich und ließ ihm keinen Raum. Der eigentliche Stopper Willer beschäftigte sich dagegen mit der Aufbauarbeit, soweit ihm sein Gegenspieler Dau die Zeit dazu ließ.

Alles in allem ein schönes und schnelles Spiel, in dem beide Mannschaften ausreichende Leistung boten, wenn die Zuschauer auch etwas unbefriedigt den Platz verließen, weil die Tore fehlten.
SPM

VfL Oldesloe: Gert Girschkowski - Rainer Westphal, Jürgen Peters - Wolf-Dieter Bliebenich, Karl-August Wilkens, Alfred Liedtke - Ludwig Weisbach, Holger Dau, Heinz Büll, Hans Siep, Günter Stolp.

Polizei SV Kiel: Klose - Neumann, Carstens - Maus, Willer, Purwin, Wustmann, Pohl, Zack, Wendler, Schütt.

Tore: Fehlanzeige. - Schiedsrichter: Besel (Lübeck). - Zuschauer: 600.

 

Samstag, 12. Nov. 1966
VfL mit der Mannschaft vom letzten Sonntag.

Die Oldesloer morgen beim Meister. Auch VfR Neumünster noch nicht in der Vorjahrsform. Mit dem VfR Neumünster und dem VfL Oldesloe treffen morgen um 14.30 Uhr zwei im Vorjahr recht erfolgreich spielende Mannschaften (Meister und Vierter) aufeinander, die in diesem Jahr beide noch nicht recht an ihre alten Leistungen anzuknüpfen vermochten.

Die Neumünsteraner haben am letzten Sonntag gegen den MTV Heide eine empfindliche 1:4-Niederlage hinnehmen müssen und sahen dabei vor allem in der Deckung nicht sehr gut aus. Trotzdem haben sie noch ein positives Punktkonto von 11:9 aufzuweisen, während die Oldesloer bei 11:11 noch immer auf die ersten Pluspunkte und vor allem auf den ersten Auswärtssieg warten.

Beim VfR sollte das unter Umständen möglich sein, wenn auch der Gastgeber durch den Platzvorteil leicht favorisiert ist. Aber in seiner derzeitigen Verfassung könnten ihm beide Punkte abgenommen werden. Doch dazu ist eine Steigerung der Oldesloer gegenüber der Leistung vom 0:0 gegen Polizei Kiel erforderlich, der Sturm darf nicht wieder vergessen, daß zum Siegen nun einmal etwas mehr geschossen werden muß.

Die Oldesloer wollen ihre Mannschaft vom letzten Sonntag nicht umstellen, da sie sich gut aufeinander eingespielt hat und vor allem Siep sich noch besser mit seinen Nebenleuten zu verstehen verspricht, wenn keine Umstellung erfolgt. ST

 

Sonntag, 13. Nov. 1966 - 12. Punktspiel
VfR Neumünster - VfL Oldesloe 2:3 (1:2)

Oldesloe schlug Vorjahresmeister VfR. Doch beide Mannschaften vermochten an frühere Leistungen nicht anzuknüpfen. In keiner Weise war die Auseinandersetzung zwischen dem VfR Neumünster und dem VfL Oldesloe dazu angetan, die Zuschauer ein wenig dafür zu entschädigen, daß sie trotz Regens und sehr ungemütlichen Wetters den Platz hinter dem warmen Ofen verlassen hatten. Beide Mannschaften erreichten bei weitem nicht die früheren Leistungen, so kam es dann auch, daß von den nur 400 Zuschauern viele vorzeitig abwanderten. Die letzten zehn Minuten erlebten noch knapp 100 Unentwegte. Die Oldesloer gewannen 3:2, doch ist dieses Ergebnis schmeichelhaft, denn der Abwehr des VfR Neumünster unterliefen Fehler, die einfach nicht passieren durften.

Der Start beider Mannschaften ließ viel erwarten. Schwungvoll und mit Tempo wurde gespielt und schon in den ersten Minuten gab es turbulente Szenen vor beiden Toren. Aber ebenso schnell verflachte die Begegnung. Es gab Fehlpässe am laufenden Band zu sehen, unkontrollierte Schüsse der Stürmer, während auch ein geschicktes Aufbauspiel aus dem Mittelfeld heraus auf beiden Seiten nicht zu erkennen war.

Konnte man mit den ersten 45 Minuten einigermaßen zufrieden sein, so lag das Spielniveau der zweiten Halbzeit unter dem, was man von zwei routinierten Amateurliga-Mannschaften erwarten mußte. Wenn letztlich die Oldesloer mit dem knappen 3:2 das bessere Ende für sich behielten, so trägt das dem größeren Eifer und dem schnelleren Spiel Rechnung. Obwohl Linksaußen Stolp ständig in der Abwehr zu finden war, erzielte der VfL-Sturm mehr Wirkung, weil Westphal, Peters, Liedtke und Bliebenich sich oft in das Angriffsspiel einschalteten. Geschickt wurden auch ständig die Positionen gewechselt. Westphal und Peters waren zwei resolute Verteidiger, während Girschkowski nur wenig Gelegenheit erhielt, um sich auszeichnen zu können. Sehr sicher Stopper Wilkens, Mittelstürmer Büll wich oft auf die Flügel aus, um dann schnell durchzustoßen. Bei allen Stürmern des VfL ist der Eifer zu loben.

Der VfR enttäuschte seine treuesten Anhänger auf der ganzen Linie. Nachdem Torsteher Muschke schon in der 10. Minute den Gästen durch einen schweren Fehler zum Führungstor verhalf, war die Unsicherheit in der Abwehr so groß, daß es noch manche Chance für die Oldesloer gab. Einen rabenschwarzen Tag hatten weiter Möller, W. Schmidt und Rodewald. Um Ersatzleute muß es beim VfR Neumünster sehr schlecht bestellt sein, wenn Trainer Schlesinger immer wieder auf den viel zu langsamen und entschlußlosen Rodewald zurückgreifen muß. Insofern wirkte sich das Fehlen von Seitenläufer Schüring entscheidend aus. Im Sturm der Neumünsteraner war Krüger mit Abstand der beste Mann, wenngleich er das Einzelspiel wiederum viel zu sehr übertrieb. Mordhorst hat immer noch nicht die Kraft, um zwei Halbzeiten durchstehen zu können. Er begann verheißungsvoll, ließ nach dem Wechsel aber erheblich nach. Etwas verbessert gegenüber den letzten Spielen zeigte sich R. Schmidt. Burandt spielte ein wenig glücklos, gab aber hinsichtlich seines Eifers seinen Mitspielern ein Beispiel. Mannschaftskapitän Schmahl bemühte sich ehrgeizig, Linie in das Spiel seiner Elf zu bringen, ohne jedoch damit Erfolg zu haben, weil einfach nichts klappen wollte.
SPM

VfR Neumünster: Muschke - Möller, Widorski - Burandt, Burchardt, Schmahl - Krüger, R. Schmidt, Mordhorst, Rodewald, W. Schmidt.

VfL Oldesloe: Gert Girschkowski - Rainer Westphal, Jürgen Peters - Wolf-Dieter Bliebenich, Karl-August Wilkens, Alfred Liedtke - Ludwig Weisbach, Holger Dau, Heinz Büll, Hans Siep, Günter Stolp.

Tore: 0:1 Siep (10.), 1:1 R. Schmidt (23.), 1:2 Siep (28.), 1:3 Büll (55.), 2:3 R. Schmidt (87.). - Schiedsrichter: Lins (Elmschenhagen). - Zuschauer: 400.

 

Samstag, 19. Nov. 1966
Kleiner HSV war im Travestadion immer gut.

Wirbach als Linksaußen des VfL. Laßt die Mannschaft nicht im Stich! Mit großer Spannung wird in Bad Oldesloe das Treffen des VfL gegen den Heider SV erwartet. Der VfL Oldesloe muß vor heimischen Zuschauern beweisen, daß er sich in aufsteigender Form befindet und mit ihm auch in Zukunft wieder zu rechnen sein wird.

Mit dem Heider SV stellt sich ein Gegner vor, der in Bad Oldesloe schon immer glänzende Spiele geliefert hat, vom VfL in den letzten Jahren auf eigenem Platz jedoch besiegt werden konnte. Die Gäste wollen ihrem Lokalrivalen MTV in nichts nachstehen und müssen gewinnen, wenn sie nicht ihren derzeitigen vierten Tabellenplatz verlieren wollen. Besonderes Augenmerk muß der VfL auf den Heider Sturm richten. In die Mannschaft sind mehrere neue Spieler hineingekommen. Eichler bringt als „ordnende Hand“ die Erfahrung viele Amateurliga-Jahre mit.

Der VfL ist froh, daß er endlich einmal einen echten Sturm auf die Beine bringen kann. Jörg Wirbach ist spielberechtigt und erhält seine Chance als Linksaußen. Es ist zu erwarten, daß mit ihm und Siep der Sturm erheblich mehr Durchschlagskraft erhält, zumal auch Goronzi wieder dabei ist.

Wenn von den Oldesloer Zuschauern die notwendige Unterstützung gewährt wird, müßte auch der Heider SV zu packen sein. Aber ohne zahlreiche und treue Anhänger hat es jede Mannschaft schwer, wieder den Anschluß an die Spitze zu finden. Man darf nicht unterschätzen, wieviel Selbstvertrauen ein objektives Publikum der Heimmannschaft geben kann. Und die Oldesloer wollen ihre Mannschaft doch einmal wieder ganz oben sehen!
ST

 

Sonntag, 20. Nov. 1966 - 13. Punktspiel
VfL Oldesloe - Heider SV 5:0 (1:0)

VfL Oldesloe überfuhr den Heider SV. Das hatten sich die ehrgeizigen Dithmarscher nicht träumen lassen. Mit 0:5 verloren! Eine großartige Leistung vollbrachte der VfL Oldesloe mit diesem hohen Sieg über den bisherigen Tabellenvierten Heider SV. Über eine Stunde lang sah es jedoch gegen die junge und ehrgeizige Mannschaft des Gastes noch nicht nach einem klaren Sieg aus. Dann aber reichte die Kondition der Heider nicht mehr und vor allem fand sich der Oldesloer Sturm immer besser zusammen, so daß die Tore zwangsläufig aus der Fülle der Kombinationen fallen mußten. Ein ausgezeichnetes Spiel, so recht nach dem Geschmack der Zuschauer, und ein verdienter Sieg des Gastgebers, der immerhin aus den letzten vier Spielen 7:1 Punkte bei 16:2 Toren erzielte.

Über eine Stunde lang sah es nicht nach einem klaren Sieg der Oldesloer aus. Bis dahin waren die Heider mehrfach dem Ausgleich nahe, scheiterten aber immer wieder an der fehlerlos spielenden Oldesloer Deckung. Innerhalb von drei Minuten fiel dann die Entscheidung gegen die junge Elf aus Heide, die auch in Oldesloe einen guten Eindruck hinterlassen hat. Der Sieg der Oldesloer ist verdient, wenn auch etwas zu hoch ausgefallen.

Beim VfL wurde erstmals Wirbach eingesetzt, der zusammen mit Siep Leben in den Sturm brachte. Jetzt merkte man auch beim VfL, was es bedeutet, einen echten Außenstürmer zu besitzen. Das Kombinationsspiel klappte vortrefflich. Alle Tore wurden herausgespielt und waren für den Heider Schlußmann Seidel nicht zu verhindern. In der Oldesloer Mannschaft gab es keinen Ausfall. In der Abwehr standen Westphal und Peters sehr gut, wenn Peters auch den besten Heider Stürmer, den jungen Kramp, gegen sich hatte. Schon in der Läuferreihe begann das Sturmspiel. Bliebenich und Alfred Liedtke kurbelten die Fünferreihe an. Die Außen glänzten mit langen Pässen, wie man sie in Bad Oldesloe lange nicht mehr gesehen hatte. Jeder einzelne Spieler erfüllte seine Aufgabe voll und ganz. Goronzi war mit seinen drei Treffern der erfolgreichste und auch einer der Besten seiner Elf. Wenn der VfL diese Form halten kann und sich immer wieder auf das Spielerische besinnt, braucht er kaum einen Gegner der Amateurliga zu fürchten.

Für den Heider SV war das eine bittere Lektion. Sein Höhenflug wurde in Oldesloe gestoppt, da er das Pech hatte, auf den wiedererstarkten VfL zu treffen, der mit diesem Spiel seine bei weitem beste Leistung zeigte. Aber auch die Heider Deckung hat nicht versagt. Hier fehlte es einfach an Mitteln, diesen schnellen und kampffreudigen Sturm aufzuhalten und am Torschuß zu hindern. Da nützte auch die Routine von Peleikis und Pulter nichts, dennn gerade von den Oldesloer Außen ging die meiste Gefahr aus. Auch Stopper Hein hatte einen schweren Stand gegen Büll, konnte ihn im direkten Zweikampf allerdings oft stoppen. Im Sturm ragte der junge Kramp heraus, der leider in der zweiten Halbzeit viel zu wenig angespielt wurde. Da wächst in Heide ein Talent heran, dem man die Zeit zum Reifen geben muß. Die Heider brauchen nicht aufzustecken. Sie haben eine gute Mannschaft beisammen und besitzen das Zeug, auch in der Spitzengruppe ein ernstes Wörtchen mitzureden.
SPM

VfL Oldesloe: Gert Girschkowski - Rainer Westphal, Jürgen Peters - Wolf-Dieter Bliebenich, Karl-August Wilkens, Alfred Liedtke - Uwe Goronzi, Holger Dau, Heinz Büll, Hans Siep, Jörg Wirbach.

Heider SV: Seidel - Peleikis, Pulter - Wegner, Hein, Weller - Kühn, Lukowski, Schmidt, Eikmeyer, Kramp.

Tore: 1:0 Goronzi (31.), 2:0 Goronzi (62.), 3:0 Alfred Liedtke (65.), 4:0 Goronzi (71.), 5:0 Wirbach (90.). - Schiedsrichter: Kiesewetter (Wahlstedt). - Zuschauer: 700.

 

Samstag, 26. Nov. 1966
Der VfL muß zu seinem alten Rivalen Phönix.

Er wünscht sich viele Schlachtenbummler. Lübeck auf eigenem Platz ungeschlagen. Vor einer äußerst schweren Aufgabe steht der VfL Oldesloe morgen im Spiel gegen den bisherigen Tabellenzweiten Phönix Lübeck. Die Lübecker verloren erst eine Begegnung und sind, ebenso wie die Oldesloer, auf eigenem Platz ungeschlagen.

Auf jeden Fall verspricht die Begegnung interessant zu werden, da die Oldesloer zur rechten Zeit wieder eine gute Form gefunden haben und aus den letzten vier Spielen 7:1 Punkte bei 16:2 Toren holen konnten. Sowohl Phönix als auch der VfL stellen ihre Mannschaften vom vergangenen Wochenende nicht um. Die Oldesloer müssen dabei aber noch immer Stopper Horst Liedtke und Gerd Heitmann ersetzen, während Phönix die bestmögliche Besetzung beisammen hat.

Wichtig für den VfL ist, daß, wie im vergangenen Jahr, möglichst viele Schlachtenbummler die nicht weite Fahrt nach Lübeck antreten, um ihrer Mannschaft dort den nötigen Rückhalt zu geben. Schon bei dem Spiel gegen Heide machte es sich stark bemerkbar, daß wieder mehr Zuschauer den Weg ins Stadion gefunden hatten.
ST

 

Sonntag, 27. Nov. 1966 - 14. Punktspiel
Phönix Lübeck - VfL Oldesloe 1:0 (1:0)

Spannend wie ein „Krimi“. 1:0 durch Hinrichs Elfmeter. Oldesloer hatten Unentschieden verdient. Ein Klassespiel. So schmackhaft, spannend und aufregend kann also auch ein Amateurligaspiel sein! Das Derby der beiden alten Rivalen LBV Phönix und VfL Oldesloe war interessant wie ein Krimi, gespickt mit vielen dramatischen Szenen vor beiden Toren, mit wunderschönen Kombinationen und erstaunlichen Einzelleistungen. Es gab nur einen Schönheitsfehler: ein Elfmeter, von Wilkens an Nogly in der 40. Minute verursacht und vom Strafstoß-Spezialisten Hinrichs eiskalt zum 1:0 verwandelt, entschied das Spiel, das ebenso gut auch 4:4 hätte enden können. Vor der Pause hatte der erstaunlich gereifte Phönix mehr vom Spiel, nach dem Seitenwechsel marschierten dann die konditionsstarken Oldesloer, die dem 1:1 wiederholt ganz nahe waren (in der 60. Minute traf Goronzi mit einem Kopfball den Innenpfosten des Phönix-Tores!) und ein Unentschieden ganz gewiß auch verdient gehabt hätten. Bis zur letzten Minute mußte der Phönix-Anhang „zittern“, allein schon deshalb, weil Torwart Schmidt gar keine Sicherheit ausstrahlte. Beiden Mannschaften aber ein dickes Kompliment: sie haben auf diesem regenschweren Boden ein Tempo vorgelegt und durchgehalten, daß jeden Vergleich mit der Regionalliga aushält.

Es war ein vortreffliches Spiel (mit dem Maßstab der Amateurliga gemessen). Allgemein war man zufrieden, ja beeindruckt. Verbandstrainer Kirchrath meinte dazu: „Das war das beste Amateurligaspiel, das ich seit vielen, vielen Wochen sah!“

Der Phönix hat sich enorm verbessert. Stets gefährlich dieser Angriff, hier besonders das Innentrio mit dem fleißigen und ungemein schußstarken Hinrichs, dem unermüdlichen Nogly und dem als Spitze blitzgefährlichen Beyer. Nur die Außen fielen ein wenig ab. Der junge Berner aber ist auf jeden Fall ein Talent, das noch kommen wird. Auch das Mittelfeld der Adlerträger konnte über weite Strecken gefallen (vor allem dann, wenn schnell und steil gespielt wurde). Aber insgesamt litt die Abwehr, in der Pollert und Iden den besten Eindruck hinterließen, unter der unerklärlichen Unsicherheit des jungen Torhüters Schmidt, der besonders bei Eckbällen machtig „schwamm“. Unverständlich, daß die Oldesloer hieraus kein Kapital zu schlagen vermochten!

Ja, Chancen hatten die Gäste nach der Pause wahrlich genug - aber der Sturm, der eine Woche zuvor noch fünf Tore gegen den Heider SV erzielt hatte, brachte einfach nichts fertig. Dies gilt für Büll - ließ sich immer wieder auf Zweikämpfe mit dem harten Pollert ein - und den sonst recht gefällig spielenden Holger Dau. Weit besser gefallen hat die VfL-Abwehr mit dem sicheren Girschkowski (von dem es heißt, daß er Anfang nächsten Jahres nach Amerika auswandern wird), mit dem immer noch gute Klasse verkörpernden Peters und dem als Stopper seinen zweiten „Wind“ bekommenden Wilkens. Erstklassig auch der kleine Ala Liedtke - wie eh und je ...

Vor der Pause begeisterte der Phönix, ließ Hinrichs ein paar tolle Schüsse los, herrschte eine für den Flugplatz ungewöhnlich gute Atmosphäre. Nach dem Wechsel stürmten die Oldesloer (wobei die Lübecker aber immer wieder mit blitzgefährlichen Konterschlägen aufwarteten!), doch es blieb beim am Ende für den Phönix etwas glücklichen 1:0. Das Fazit: Beide Mannschaften sind stärker als im Vorjahr. Das war echter Amateurliga-Spitzenfußball!
SPM

Phönix Lübeck: Schmidt - Blohm, Aido - Iden, Pollert, Ohlsen - Berner, Beyer, Hinrichs, Nogly, Ihde.

VfL Oldesloe: Gert Girschkowski - Rainer Westphal, Jürgen Peters - Wolf-Dieter Bliebenich, Karl-August Wilkens, Alfred Liedtke - Uwe Goronzi, Holger Dau, Heinz Büll, Hans Siep, Jörg Wirbach.

Tor: 1:0 Hinrichs (40., Foulelfmeter). - Schiedsrichter: Lüth (Neumünster). - Zuschauer: 1500.

 

Samstag, 3. Dez. 1966
Schlutups schneller Sturm ist sehr gefährlich.

Heide-Bezwinger morgen im Travestadion. VfL in unveränderter Besetzung. Nach der äußerst unglücklichen Niederlage in Lübeck gegen Phönix kommt morgen nun der zweite Lübecker Vertreter, der TSV Schlutup, nach Bad Oldesloe. Das mit großer Spannung erwartete Treffen beginnt um 14 Uhr und wird sich für beide Mannschaften als Schlüsselspiel erweisen.

Der Verlierer dieser Begegnung scheidet vorerst endgültig aus dem Kreis der Anwärter auf einen der ersten Plätze aus, nur der Sieger hat noch eine kleine Chance.

Die Oldesloer haben die Niederlage, die nach ihrer Meinung durch eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters hervorgerufen wurde, bereits verdaut, sind guten Mutes und wollen es nun gegen Schlutup besonders wissen. Können sie an die zuletzt gezeigten Leistungen anknüpfen, dann sollte Schlutup durchaus zu bezwingen sein, obwohl dieser sehr kampfstarken und manchmal auch etwas überharte Gegner nicht unterschätzt werden darf, schlug er doch immerhin den MTV Heide mit 4:0! Das zeigt von der Stärke des schnellen Sturms, aus dem Hans-Jürgen Preiß einmal mehr herausragt. Die Abwehr wird durch den vortrefflichen Winkel organisiert, der auch im Aufbau viel zu leisten vermag. Die Oldesloer wissen, daß die Begegnung sehr schwer sein wird. Wir rechnen mit einem Sieg der Mannschaft.
ST

 

Sonntag, 4. Dez. 1966 - 15. Punktspiel
VfL Oldesloe - TSV Schlutup 3:1 (0:1)

Oldesloe marschiert weiter nach vorn. Bis zur 83. Minute hielt der TSV Schlutup gut mit. Winkel wurde vom Platz gestellt. Mit diesem verdienten, aber schwer erkämpften Sieg wahrte der VfL seine Chance auf einen der vorderen Plätze, während die Schlutuper etwas zurückgefallen sind. Die Lübecker gingen zwar durch einen Handelfmeter - Alfred Liedtke schlug den Ball im Gewühl mit der Hand aus dem Tor - in Führung, der VfL konnte in der zweiten Halbzeit dann jedoch aus der drückenden Überlegenheit einen klaren Sieg herausschießen. Schade, daß die Gäste eine unfaire Note ins Spiel trugen. Und das brachte ihnen in der 28. Minute dann auch einen Platzverweis von Winkel ein, der mit der Faust auf Büll eingeschlagen hatte. Dabei hatten die Lübecker diese Härte doch gar nicht nötig, denn sobald sie sich auf ihr spielerisches Können besannen, wurden sie blitzgefährlich vor dem Oldesloer Tor.

Der Sieg der Oldesloer ist vollauf verdient, wenn auch berücksichtigt werden muß, daß die Schlutuper die Partie bis zur 83. Minute offen gestalten konnten, obwohl sie ihren Außenläufer Winkel bereits in der 28. Minute durch Platzverweis verloren hatten. Unermüdlich berannte der VfL-Sturm das Tor der Gäste, war aber insgesamt zu umständlich und auch zu überhastet in seinen Aktionen, sonst wären die entscheidenden Tore bereits früher gefallen. Beim VfL gab es keinen Ausfall. Die Mannschaft vermochte zwar nicht ganz an die Leistung im Spiel gegen Phönix anzuknüpfen, hatte jedoch das Plus, etwas mehr zu schießen. Bei dem glatten und schweren Boden unterliefen gleich zu Beginn Girschkowski einige Unsicherheitsfehler, die aber später wieder ausgebügelt wurden. Der tragende Punkt der Abwehr war anfangs wieder Wilkens. Er vernachlässigte dann aber seine Deckungsaufgaben in der zweiten Spielhälfte, und schon wurde Mittelstürmer Hans-Jürgen Preiß zur gefährlichsten Waffe des Gastes. Wieder sehr gut Alfred Liedtke sowohl in der Deckung als auch als sechster Stürmer. Unnachahmlich sein entscheidendes Tor - unhaltbarer Schuß aus kurzer Entfernung - zum 2:1! Der Sturm versäumte, die Außen noch mehr einzusetzen, und lief sich in der Deckung zu oft fest. Wenn dann aber Goronzi oder Wirbach zum Zuge kamen, hatte der VfL seine besten Szenen. Beide Spieler waren auch an den drei Toren beteiligt.

Die Schlutuper haben enttäuscht, weil sie sich zu spät auf ihr eigentliches spielerisches Können besannen. Zu sehr vertändelten sie sich mit unnötigem Foulspiel und haben sich die Niederlage selbst zuzuschreiben. Die Hintermannschaft spielte gekonnt und routiniert. Söchtig konnte die Treffer nicht verhindern. Einen guten Eindruck hinterließ er besonders bei den zahlreichen Oldesloer Eckbällen, die er sicher aus der Luft holte. Stopper Schwichtenberg hatte seine Mühe mit Büll und war des öfteren auf die Unterstützung von Lübke angewiesen. Motor der Mannschaft sollte Winkel sein. Nach seinem Platzverweis versuchte Dieter Preiß immer wieder die Elf anzukurbeln, aber es gelang ihm nicht zufriedenstellend. Im Sturm gefiel wieder einmal Hans-Jürgen Preiß. Seine gefürchteten Schüsse wurden jedoch vermißt. Beide Außen sind schnell, wurden aber nicht immer gut eingesetzt, zumal auch die Oldesloer Verteidiger schon den Aufbau zu zerstören versuchten.

Schiedsrichter Steffensen bot eine gute Leistung. Er hatte dieses harte und seitens der Schlutuper oft unfair geführte Treffen jederzeit in der Hand und gefiel durch seine schnellen und kompromißlosen Entscheidungen.
SPM

VfL Oldesloe: Gert Girschkowski - Rainer Westphal, Jürgen Peters - Wolf-Dieter Bliebenich, Karl-August Wilkens, Alfred Liedtke - Uwe Goronzi, Holger Dau, Heinz Büll, Hans Siep, Jörg Wirbach.

TSV Schlutup: Söchtig - Knorr, Lübke - Dieter Preiß, Schwichtenberg, Winkel - Böttcher, Steffen, Hans-Jürgen Preiß, Jürgens, Feigel.

Tore: 0:1 Dieter Preiß (14., Handelfmeter), 1:1 Wirbach (57.), 2:1 Alfred Liedtke (83.), 3:1 Siep (92.). - Schiedsrichter: Steffensen (Heide). - Zuschauer: 800. - Platzverweis: Winkel (TSV Schlutup, 28.).

 

Samstag, 10. Dez. 1966
VfL Oldesloe darf Heide nicht leichtnehmen!

In der Besetzung des Vorsonntags zum „kleinen HSV“. Horst Liedtke trainiert wieder. Das erste Spiel der neuen Serie trägt der VfL Oldesloe morgen in Heide gegen den „kleinen HSV“ aus. Die erste Begegnung wurde überraschend klar von den Oldesloern mit 5:0 gewonnen, obwohl die junge Heider Mannschaft einen ausgezeichneten Eindruck hinterließ und insgesamt gefallen konnte.

Aus diesem Grunde ist der VfL morgen auch durchaus nicht als Favorit anzusehen, sondern es wird allgemein eine ausgeglichene Besetzung erwartet, wenn man den Oldesloern auch einen Sieg in Heide zutraut. Zum Glück sind die Verletzungen einiger Spieler aus der Schlutuper Begegnung nicht sehr schwer, so daß die Mannschaft in unveränderter Besetzung antreten kann.

Interessant ist noch, daß der lange verletzt gewesene Stopper Horst Liedtke zu Beginn der Rückrunde sein Training wieder aufnehmen kann. Auch der erfolgreich von Dr. Fischer (Arzt des Hamburger SV) operierte Hans-Jürgen Panier hat das Training aufgenommen und wird dem VfL im Januar zur Verfügung stehen. Nach dem Heider Spiel folgt eine Pause bis zum 8./9. Januar. Dann beginnt die offizielle Rückrunde. Die morgige Begegnung wurde vorgezogen, um für beide Mannschaften die Pause nicht zu lang werden zu lassen.
ST

 

Sonntag, 11. Dez. 1966 - 16. Punktspiel
Heider SV - VfL Oldesloe 1:2 (1:1)

Der Heider SV verschenkte den Sieg. Verdientes 2:1 des VfL Oldesloe. Von einer Halbzeit zur anderen vergaßen die Heider im Spiel gegen den VfL Oldesloe das Fußball-Einmaleins. Das kostete zwei Punkte, denn Oldesloe gewann das Treffen bei klarem Frostwetter mit 2:1, während die Heider in der zweiten Spielhälfte pausenlos stürmten. Was der Heider Angriff dabei an Unüberlegtheit und Harmlosigkeit bot, das kann sich keiner vorstellen, der es nicht selbst miterlebt hat. Den Chancen nach hätte der Heider SV das Treffen eindeutig gewinnen müssen, aber die Stürmer wußten selbst die klarsten Gelegenheiten nicht zu verwerten. Da waren die Oldesloer cleverer. Und sie haben verdient gewonnen, denn sie hatten die einwandfrei bessere Mannschaftsleistung aufzuweisen.

Der Heider SV hat den Sieg verschenkt, und sogar die Tore waren Geschenke an die Oldesloer Stürmer. Das Spiel hatte zwei grundverschiedene Halbzeiten. In der ersten Hälfte ein schnelles, temperamentvolles Treffen, das beide Mannschaften abwechselnd im Angriff sah. Farbige Zweikämpfe, gute Angriffsleistungen auf beiden Seiten. Auch in dieser Phase hatten die Heider mehr und bessere Chancen, aber die Oldesloer spielten zielstrebiger und der 1:1-Halbzeitstand war ein gerechtes Ergebnis. In der zweiten Halbzeit waren die Oldesloer nach dem erneuten Führungstreffer vorwiegend auf Torsicherung bedacht. Die Heider stürmten unentwegt und verstolperten eine Gelegenheit nach der anderen. Sie operierten völlig planlos.

Die Oldesloer haben in Heide nicht enttäuscht. Immerhin hatten sie eine Mannschaft gegen sich, in der viel spielerisches Können steckt. Und wie sie sich aus der Affäre zogen, das verdient Lob. Oldesloe hat eine feine Mannschaft beisammen. Sie ist in den technisch Belangen auf der Höhe, ist einsatzfreudig und hat eine gute Spielanlage. Da ist das sichere Verteidigerpaar Westphal/Peters. Alfred Liedtke schnell im Antritt und wendig. Ebenso gefiel Bliebenich. Wilkens spielte ohne Tadel. Goronzi und Wirbach - fiel zu oft auf die Abseitsfalle der Gastgeber herein - sind schnelle und trickreiche Außen. Das Sturmspiel hat Format und Druck.

Beim Heider SV stand die Deckung diesmal besser. Pulter und Peleikis einsatzfreudig, und auch Hein leistete sein Pensum einwandfrei. Dittler hat einen etwas langsamen Start. Schildt war im ganzen recht gut, aber das Zuspiel gelang nicht immer. Kramp und Eikmeyer waren im Sturm noch die wirkungsvollsten Kräfte. Gut auch Meinke und Kühn. Eines fiel besonders auf: Die Elf hat keinen Spielmacher, und vor allem hat sie kein Selbstvertrauen. Warum eigentlich nicht, denn sie kann viel mehr, als sie zeigt?

Beste Spieler beim VfL Oldesloe, der bestimmt bei der Vergabe der ersten Plätze noch ein ernstes Wörtchen mitzureden haben wird: Goronzi, Wirbach, Alfred Liedtke und Wilkens. In der Heider Elf (jetzt endgültig abgeschlagen!) verdienten Kramp, Eikmeyer, Meinke und Pulter die besten Noten. Gut gefielen auch Kühn und Hein.
SPM

Heider SV: Jacobsen - Peleikis, Pulter - Dittler, Hein, Schildt - Meinke, Feddrau?????, Kramp, Kühn, Eikmeyer.

VfL Oldesloe: Gert Girschkowski - Rainer Westphal, Jürgen Peters - Wolf-Dieter Bliebenich, Karl-August Wilkens, Alfred Liedtke - Uwe Goronzi, Holger Dau, Heinz Büll, Hans Siep, Jörg Wirbach.

Tore: 0:1 Dau (17.), 1:1 Pulter (28., Handelfmeter), 1:2 Goronzi (48.). - Schiedsrichter: Jensen (Lütjenburg). - Zuschauer: 900.

 

Montag, 12. Dez. 1966
Das Gespräch im „Sport-Megaphon“.

Der Leser nimmt Stellung. Zum Amateurliga-Spiel VfL Oldesloe gegen TSV Schlutup: „Nach dem Studium des Spielberichts über das Amateurliga-Punktspiel VfL Oldesloe gegen TSV Schlutup sehe ich mich gezwungen, Ihnen diese Zeilen zu schreiben. Ihr Berichterstatter, Herr Wolfgang Mahlke, hat das Spiel ganz offensichtlich durch die Vereinsbrille gesehen, denn er verschweigt folgendes: Dem völlig unberechtigten und indiskutablen Platzverweis für unseren Spieler Winkel ging ein häßliches Foul des Oldesloer Mittelstürmers Büll voraus, der unseren liegenden Torwart Söchtig schwer foulte. Als sich daraufhin unsere Abwehr schützend vor Söchtig aufbaute und sich ein heftig gestikulierender und protestierender Pulk von Spielern gebildet hatte, mimte der Oldesloer Büll plötzlich als cleverer Sünder in „oskarreifer“ Manier den sterbenden Schwan. Daraufhin eilte Schiedsrichter Steffensen (mit dem wir übrigens vor fünf Wochen in Büdelsdorf schon sehr unzufrieden waren), der mindestens 20 bis 25 Meter vom „Tatort“ entfernt stand und innerhalb der Spielertraube unmöglich etwas gesehen haben konnte, zu den Spielern und griff sich wahllos einen (Schlutuper) Spieler heraus (in diesem Falle war das Opfer der völlig unschuldige Winkel) und machte somit die obligatorische Verbeugung der „Kleinschiedsrichter“ vor dem „Raus, raus“ schreienden Pöbel. Daß Herr Mahlke einen Faustschlag gesehen haben will, grenzt nahezu an Rufmord.

Nach dem Platzverweis des unschuldigen Winkel erhebt sich folgende Frage: Was geschieht mit ihm? Was bei der Verhandlung herauskommen wird, kennt man ja zur Genüge. Das Wort des Schiedsrichters steht gegen das des Spielers. (Wem das Verbandsgericht wohl Recht gibt?) Jedoch viel schlimmer ist es für Winkel, der im übrigen noch nie vom Platz gewiesen wurde, daß er in der Öffentlichkeit als „tätlich“ gewordener Spieler von Herrn Mahlke unmöglich gemacht worden ist. Die allerorts gepredigte Fairneß des „Sport-Megaphon“ gebietet es, daß Winkel rehabilitiert wird.

Dann habe ich noch eine grundsätzliche Frage: Gilt das Befragen des Linienrichters durch den Schiedsrichter bei zweifelhaften Torentscheidungen nur bei Weltmeisterschafts-, Bundes- und Regionalliga- oder für alle Mannschaften? Als nämlich die Oldesloer Mannschaft den Ausgleich erzielte, ging unserer Meinung nach ein Abseits voraus. Nach Befragen des Linienrichters, der vorher die Fahne gehoben hatte, bestätigte dieser es. Unser Mannschaftsführer Steffen bat Herrn Steffensen, den Linienrichter zu befragen, doch dieser ignorierte einfach unser leidenschaftliches Begehren und winkte arrogant ab.

Ich möchte jetzt gerne wissen, ob es eine Regel hierüber gibt oder ob es im Ermessen des Schiedsrichters liegt, zum Linienrichter zu gehen.“ Hans-Jürgen Preiß, Hamburg (Ligaspieler des TSV Schlutup).

Es ist grundsätzlich so: der Linienrichter ist doch nicht mehr als ein „Hilfsmann“ des Schiedsrichters. Und wenn der Schiedsrichter der Meinung ist, daß er selbst alles so genau gesehen hat, daß er sich beim Linienrichter keine Gewißheit oder Bestätigung zu holen braucht, dann soll er auch seine Entscheidung aus eigener Wahrnehmung treffen. Im Zweifelsfalle jedoch, also dann, wenn der Schiedsrichter sich nicht hundertprozentig sicher ist, soll er sich beim Linienrichter orientieren (was in den meisten Fällen ja auch der Fall sein wird).
SPM

 

Samstag, 24. Dez. 1966
VfL bei Holstein 08 Segeberg.

Zu einem Freundschaftsspiel tritt der VfL Oldesloe am zweiten Weihnachtsfeiertag beim FC Holstein 08 Segeberg an, der im Frühjahr 1966 aus der 1. Amateurliga abstieg und zur Zeit in der Lübecker Bezirksliga (Nordstaffel) an zweiter Stelle liegt. Die Oldesloer werden von dem früheren Segeberger Fritz Andree trainiert.
ST

 

Montag, 26. Dez. 1966 - Freundschaftsspiel
Holstein Segeberg - VfL Oldesloe 4:4 (3:1)

Segeberg trotze VfL ein 4:4 ab. Zwischen Holstein Segeberg und dem VfL Oldesloe kam es vor 450 Zuschauern im Stadion an der Marienstraße zu einem spannenden Kampf, der mit 4:4 einen gerechten Ausgang nahm. Im ersten Durchgang hatten die Segeberger mehr vom Spiel, was das 3:1-Halbzeitergebnis bereits sagt. Nach der Pause aber wurden die Gäste, die in stärkster Besetzung erschienen waren, zeitweise recht überlegen. Man hatte durchaus nicht den Eindruck, als ob es sich hier um ein Privatspiel handelte. Beide Mannschaften setzten sich voll ein. Vor der Pause wurde auf jeden Fall von beiden Mannschaften das bessere Spiel gezeigt, es war flüssig und jederzeit spannend, tolle Situationen vor beiden Toren, die meisten Chancen aber hatten die Holsteiner, deren Angriff die Oldesloer Deckung, in der Wilkens nicht gerade seinen besten Tag hatte, immer wieder aufriß. Das 1:0 war eine feine Leistung von Kruse, der eine Flanke von Arp elegeant verwandelte. Büll war an sich bei Radzanowski gut aufgehoben. In der 24. Minute aber nutzte er eine günstige Gelegenheit, um zum Ausgleich einzuschießen. Die Segeberger waren danach aber weiter tonangebend, und ihre Angriffe wurden immer wieder von der Läuferreihe gut eingefädelt. Die Tore von Bischoff und Sorgenfrei zum 3:1 waren jedenfalls fällig.

Kurz nach der Pause unterlief dem sonst gut amtierenden Bergmann eine Fehlentscheidung, indem er gegen Holstein 08 auf Foulelfmeter entschied, der niemals gegeben werden durfte. Die Gäste bekamen jetzt weiteren Auftrieb. Der aufgerückte Bliebenich glich aus, Komm für Holstein und Heitmann für Oldesloe stellten das Schlußergebnis her.

Das Spiel hatte ein gutes Format, und das war auch die Meinung der Zuschauer, die befriedigt den Heimweg antraten. Der VfL Oldesloe hatte seine besten Leute in Girschkowski, Bliebenich und Siep. Wilkens erwischte einen rabenschwarzen Tag. Die Segeberger boten eine gute Gesamtleistung. Ein Ausfall war nicht zu verzeichnen. Der Nachwuchsspieler Stark, der den beruflich verhinderten Mau ersetzte, machte sich recht gut; er lieferte ein prächtiges Aufbauspiel.
SPM

Holstein Segeberg: Rose - Spahr (Stiehr). Petersen - Seydel, Radzanowski, Stark - Winter, Sorgenfrei (Komm), Bischoff, Kruse, Arp.

VfL Oldesloe: Gert Girschkowski - Rainer Westphal, Jürgen Peters - Wolf-Dieter Bliebenich, Karl-August Wilkens, Alfred Liedtke (46. Rolf Krahn) - Uwe Goronzi, Holger Dau, Heinz Büll (46. Gerd Heitmann), Hans Siep, Jörg Wirbach.

Tore: 1:0 Kruse (12.), 1:1 Büll (24.), 2:1 Bischoff (33.), 3:1 Sorgenfrei (40.), 3:2 Wilkens (48., Foulelfmeter), 3:3 Bliebenich (74.), 4:3 Komm (86.), 4:4 Heitmann (87.). - Schiedsrichter: Bergmann (Leezen). - Zuschauer: 450.

 

Dienstag, 27. Dez. 1966
Beliebte Oldesloer Fußballspieler.

Schleswig-Holsteins Sportler Nummer 1 war 1966 der Langstreckenläufer Lutz Philipp (Phönix Lübeck). Er erhielt bei der Rundfrage einer Lübecker Sportzeitung die meisten Stimmen, nämlich 6103. Mit 5824 Stimmen folgt der Hammerwerfer Uwe Beyer (Holstein Kiel) auf dem zweiten Platz. Dritter wurde mit 2305 Stimmen Hans-Jürgen Bischof (Gut Heil Itzehoe).

Unter den Sportlern, die weiter nominiert wurden, befinden sich auch zwei Oldesloer Fußballspieler: als 21. der Torhüter Gert Girschkowski vom VfL Oldesloe und als 26. der beim VfB Lübeck spielende Verteidiger Wilhelm Lindemann (früher VfL). Wenn auch ihre Stimmenzahl im Vergleich zu den Prominenten auf den ersten Plätzen nicht so hervorstechend ist, beweist ihre Nennung doch ihre Beliebtheit beim Publikum. Mit Recht, denn beide sind tüchtige, faire, zuverlässige, bescheidene Sportler und gute Kameraden.
ST

 

 

Bis zum Jahr 1970