Fußball im VfL Oldesloe
Die Spielzeit 1968/69 - Allgemeines

 

21.9.1968 - Im Punktspiel fehlt es vielleicht etwas am Mut zum Risiko.
14.12.1968 - Der Verdacht um eine Krise wird immer lauter, aber Anhaltspunkte und stichhaltige Beweise gibt es noch nicht.

 

 

Elf Neuzugänge.

0:2 gegen Esbjerg.

Schüthe gestorben.

Baracke im Kurparkstadion.

Wohlers gestorben.

Endgültig: „Stormarnhalle“.

Nach zehn Spielen Spitzenreiter.

Dann 1:4 und 0:6.

Und doch noch Herbstmeister.

Pokalaus in Schwartau.

Union ohne Spielmannszug.

Neue VfL-Satzung.

Höhere Beiträge.

Busch weiter Vorsitzender.

Siege in Friedrichsort und Segeberg bedeuten Platz drei.

Herzog bleibt Spartenleiter.

VfL II im Abstiegskampf.

Wieder Lospech in der Amateurmeisterschaft.

Bellheim glücklich eine Runde weiter.

VfL IV Meister.

 

 

 

 

Quellen:

Sport-Megaphon

Stormarner Tageblatt

  

Donnerstag, 22. August 1968
Schüthe gestorben
.

Im 82. Lebensjahr starb in Lübeck, das er zu seinem Alterssitz gewählt hatte, der Senior der Verlegerfamilie Schüthe, Otto Schüthe. Bis vor wenigen Monaten hatte er sich noch großer Rüstigkeit erfreut; dann packte ihn ein Leiden, das nicht mehr zu heilen war. (Anm.: Otto Schüthe gehörte 1902 zu den Mitbegründern des Fußballvereins Teutonia.)
ST

 

Samstag, 24. August 1968
Die halbe Einwohnerkartei im Kopf.

Wohl jeder Kreisstädter kennt ihn, den Verwaltungsangestellten Helmut Krohn, Oldesloes lebendes Adreßbuch. Morgen feiert er Jubiläum. Seit 25 Jahren verwaltet er mit Umsicht, gutem Gedächtnis und Herz die Einwohnermeldekartei. Viele der Namen und Adressen, die darin verzeichnet sind, kennt er auswendig. Häufig braucht er seine großen Karteikästen gar nicht erst aufzuziehen, wenn er um diese oder jene Auskunft gebeten wird.

Seine große Liebe gehört dem Fußballspiel. Seit 46 Jahren ist er Mitglied des VfL. Bei jedem Spiel im Stadion ist er sachkundiger Zuschauer. Er war in seiner Jugend selbst aktiver Fußballer. Während des zweiten Weltkrieges wurde er schwer verwundet und verlor ein Bein.
ST

 

Donnerstag, 29. August 1968

Im Alter von 42 Jahren starb Rudolf Wohlers, lange Jahre Platzwart im Travestadion.

 

Samstag, 1. März 1969
Einladung. VfL Oldesloe von 1862 e.V.

Mitgliederversammlung am Dienstag, dem 11. März 1969, 20 Uhr, im „Oldesloer Hof“.

Tagesordnung:

1. Begrüßung und Ehrungen,

2. Bericht des 1. Vorsitzenden,

3. Bericht der Kassenprüfer,

4. Entlastung des Vorstandes und der Kassenführung,

5. Wahlen,

6. Haushaltsplan 1969,

7. Satzungsänderung, 8. Neufestsetzung der Beiträge.

Die Neufassung der Satzung, das Protokoll der Jahreshauptversammlung 1968 und die Jahresberichte der Sparten können bei den Spartenleitern eingesehen werden. Anträge sind bis zum 5. März 1969 schriftlich beim 1. Vorsitzenden, Am Hohenkamp 17, einzureichen. Der Vorstand. Im Auftrag: Busch.
ST

 

Montag, 10. März 1969
Karl Bommes kommt.

Zur Mitgliederversammlung des VfL Oldesloe, die morgen um 20 Uhr im „Oldesloer Hof“ stattfindet, hat der Präsident des Landessportverbandes, Karl Bommes (Kiel), sein Erscheinen zugesagt. Er will im Verlauf des Abends zu aktuellen Tagesfragen des Sportes Stellung nehmen. Bürgermeister Gottfried Baethge und einige Stadtverordnete sowie der Vorsitzende des Kreissportverbandes, Hansjoachim Berg (Hoisdorf), werden beim VfL ebenfalls als Gäste erwartet. Auf der Tagesordnung steht u.a. die Beschlußfassung über eine neue Satzung, die den Anforderungen eines modernen Vereins gerecht werden soll, und über eine Neufestsetzung der Beiträge, wie sie in anderen Sportvereinen teilweise bereits erfolgt ist.
ST

 

Dienstag, 11. März 1969

Die Beitragserhöhung gefiel einigen nicht. Sonst jedoch große Einmütigkeit in der Mitgliederversammlung des VfL Oldesloe.

Einigkeit in wesentlichen Fragen des Vereinslebens demonstrierte der VfL Oldesloe in seiner Mitgliederversammlung im „Oldesloer Hof“, dessen Saal mit fast 200 Besuchern sehr gut besetzt war. Walter Busch wurde einstimmig zum 1. Vorsitzenden wiedergewählt.

Eine Satzungsneufassung fand ohne Diskussion die Billigung der Versammlung. Die alte Fassung von 1946, die noch unter der Ägide der Britischen Militärregierung entstand, hatte 68 Paragraphen aufzuweisen. Die neue ist in nur 18 Punkte gefaßt worden. Einige bedeutsame Neuerungen wurden aufgenommen:

  • Jugendliche über 16 Jahren können Mitgliederversammlungen besuchen, Anträge stellen und an der Erörterung teilnehmen.
  • Zum Vorstand gehört künftig ein 3. Vorsitzender, außerdem die Frauenwartin.
  • Die Haftung wurde so geregelt, daß außerhalb der versicherungsmäßigen Deckung der VfL nicht für Schäden oder Verluste bei Tagungen, Übungs- und Lehrstunden haftet.
  • Ein Austritt ist jeweils nur zum 30. Juni oder zum 31. Dezember zulässig. Diese Regelung wurde vor allem getroffen, wie der Vorsitzende erläuterte, um bei Kindern irgendwelchen Interessenschwankungen durch momentane Launen nicht nachzugeben, weil dies keineswegs als pädagogisch richtig anzusehen sei.

Die turnusmäßigen Ergänzungswahlen für den Vorstand, die en bloc vorgenommen wurden, brachten die Berufung von Kreisamtmann Richard Sokoll zum 3. Vorsitzenden, von Günter Rust als Jugendwart, von Harry Becker als 2. Schatzmeister, Holger Wohlers als 2. Schriftwart und Sozialwart sowie von Dr. Hermann Rosenberg und Hartmut Hennings als Beisitzer. Werner Schippmann wurde Kassenprüfer. Auch drei Mitglieder des Ehrengerichts und ihre Vertreter wurden gewählt: Elke Kliefoth, Johannes Schümann,  Mysing, Günter Küchenmeister, Karl-Heinz Ebel und Dieter Graffenberger.

Einleitend hatte Walter Busch neben dem Präsidenten des Landessportverbandes Karl Bommes (Kiel), Bürgerworthalter Georg Koch, Bürgermeister Gottfried Baethge, 1. Stadtrat Karl Gerlach, mehrere Oldesloer Stadträte und Stadtverordnete sowie den stellvertretenden Vorsitzenden des Kreissportverbandes Stormarn, Erwin Gesche (Reinfeld), und Kreisjugendwart Bernhard Nowak als Ehrengäste begrüßen können.

Der Bürgermeister sprach anerkennende Worte über die Arbeit des VfL. Die Stadt habe für die Sporttreibenden die Stormarnhalle geschaffen, die nun ihrerseits für die Deckung der laufenden Kosten mit eintreten müßten. Karl Bommes setzte sich dagegen für eine Befreiung der Sportvereine von allen Gebühren für die Hallenbenutzung ein, wie sie anderenorts zumeist üblich sei.

In seinem Rechenschaftsbericht konnte Walter Busch darauf hinweisen, daß der VfL heute 823 Mitglieder unter 18 Jahren und 751 über 18 Jahren in seinen Reihen hat; insgesamt also 1574. Sie gliedern sich in folgende Sparten: Fußball 417, Turnen 758, Handball 133, Leichtathletik 60, Tischtennis 105, Wintersport 59, Versehrtensport 30 und Kegeln 12. Seit zehn Jahren seien die Mitgliederzahlen ununterbrochen gestiegen. Durchschlagenden Erfolg hätten die Neugründungen der Karate-, der Trampolin- und der Basketballabteilung gehabt. Im Fußball sei der VfL Oldesloe der einzige Verein, der mit einer Mannschaft in der Landesliga und einer Mannschaft in der Verbandsliga vertreten ist.

Der Beifall im „Oldesloer Hof“ war überaus stark, als Walter Busch dem Landessportpräsidenten für seine Aufbauarbeit in Schleswig-Holstein auf dem Sektor der Leibesübungen in den vergangenen 20 Jahren dankte. Und wohl noch lauter kam der Applaus, als Wahlleiter Werner Kiesel, der 2. VfL-Vorsitzende, für die Wiederwahl des bisherigen 1. Vorsitzenden plädierte, dem er Initiative, Tatkraft und Energie bescheinigte. Das einstimmige Vertrauensvotum der Versammlung quittierte er humorvoll mit der leicht abgewandelten alten Turnerlosung: „Frisch, fromm, fröhlich, frei - Walter Busch ist wieder dabei.“

Bis zu diesem Zeitpunkt war nur eine einzige kleine Kontroverse angeklungen, und zwar über die Frage, ob man dem Betriebssport positiv gegenübertreten solle oder nicht. Die Gegenargumente überwogen dabei sichtlich.

Doch plötzlich - beim letzten Punkt der Tagesordnung - war es dann mit der Einhelligkeit der Meinungen vorbei. Es ging um eine Erhöhung des Beitrages ab 1. Juli um monatlich eine DM. Erwachsene sollen künftig vier DM, Jugendliche zwei DM, Familien insgesamt acht DM und passive Mitglieder drei DM zahlen.

Während Walter Busch die Notwendigkeit einer Erhöhung hervorhob und sie - assistiert vor allem von Tischtennisspielern, Handballern, Turnern und Keglern - mit Argumenten untermauerte, machte sich Jörn Peter Schell zum Sprecher derer, die gegenteiliger Auffassung waren - sonderlich Mitglieder der Wintersportsparte und ein Teil der Fußballer.

Eines der Argumente von Walter Busch lautete: „Durch die Benutzung der Stormarnhalle müssen allein die Handballer monatlich rund 125 DM für ihre Übungsstätte aufwenden. das sind 1500 DM im Jahr. Früher mußte für die ganzjährige Benutzung der Halle der Klaus-Groth-Schule nur 98,50 DM bezahlt werden.“

Gegenargument von Jörn Peter Schell: „Die meisten Aktiven haben neben der Beitragszahlung ohnehin oft hohe Aufwendungen. Beispielsweise wird für jeden jetzt in der Halle ein Duschgeld erhoben. Darum: Nur eine Erhöhung um zunächst zehn Prozent oder 50 Pfennig monatlich!“

Walter Busch: „Man vergegenwärtige sich einmal: Eine Mark Monatsbeitrag mehr bedeutet beispielsweise Verzicht auf eine einzige Schachtel Zigaretten!“ Stimme aus dem Hintergrund bei den Wintersportlern: „Wir wollen aber unsere Zigaretten haben und nicht den Verein reich machen!“

Es gab einige, die meinten, die Ablösesumme für den zum Hamburger SV gegangenen Torwart Gert Girschkowski - er war übrigens als Gast anwesend - in Höhe von 35.000 DM (28.000 DM sind auf dem Konto der Fußballsparte davon nur noch vorhanden, weil sie im letzten Jahr mit Defizit arbeiten mußte) und die Finanzpolster anderer Sparten ließen eine Beitragserhöhung, die Opfer von jedem fordere, noch nicht gerechtfertigt erscheinen.

Karl Bommes griff ein und plädierte leidenschaftlich - unter anderem unter dem Beifall der Stadtverordneten und des Bürgermeisters - dafür, man möge sich nicht durch die moderne Gepflogenheit mißbrauchen lassen, grundsätzlich abzulehnen. Wenn ein Sportverein positiv wirken wolle, brauche er Geld.

Jörn Peter Schell erklärte noch einmal, er halte die VfL-Mitglieder durch die Erhöhung des Beitrags auf vier DM für überfordert. Er schlug eine Erhöhung auf nur 3,50 DM vor.

Dem weitergehenden Antrag, der zuvor die Billigung des Vorstandes mit 20 Stimmen bei zwei Enthaltungen gefunden hatte, stimmten 57 Mitglieder zu. 36 waren dagegen, acht enthielten sich der Stimme. Der 13. Monatsbeitrag, der bislang erhoben wurde, entfällt mit dieser neuen Regelung.

Vom Vorsitzenden Walter Busch wurden Inge Fügert und Werner Kiesel für ihre besonderen Verdienste um die Leibesübungen durch die Verleihung der silbernen Ehrennadel ausgezeichnet. Inge Fügert hat vor über zehn Jahren aus kleinsten Anfängen eine Gymnastikgruppe aufgebaut, in der heute über 160 Frauen mitmachen. Seit einiger Zeit widmet sie sich vor allem dem Turnen für Mutter mit Kind. Werner Kiesel steht seit über zehn Jahren in der Vorstandsarbeit. Für 60jährige VfL-Mitgliedschaft wurde Hermann Christ geehrt. 50 Jahre gehören Gustav Lüthje, Heinrich Peemöller und Frieda Drögemöller, 40 Jahre Gerhard Heuseler dem Verein an.
ST

 

Montag, 17. März 1969
4000 DM für Hallenmiete.

Der VfL Oldesloe hat im Februar 325 DM für den Übungsbetrieb der Fußballer, Turner, Faustballer, Handballer, Basketballspieler und Trampolinspringer in der Stormarnhalle entrichten müssen. Für die Jahresnutzung wird der Verein demnach voraussichtlich über 4000 DM aufbringen müssen. Hinzu kommen 1640 DM an Gebühren für andere Hallen. Für die Unterhaltung der Stormarnhalle wird die Stadt in diesem Jahr voraussichtlich 72.000 DM aufbringen müssen.
ST

 

Donnerstag, 5. Juni 1969
VfL von 1862 Fußballabteilung.

Jahreshauptversammlung am Freitag, dem 6. Juni 1969, 20 Uhr in „Wiggers Gasthof“. Es ladet dazu ein - Die Spartenleitung.
ST

 

Freitag, 6. Juni 1969

Die Eheleute Henni und Hans Spies, Hagenstraße 32, feiern in ihrem Haus in der Hagenstraße 32 das Fest der goldenen Hochzeit. Der Jubilar war während der Weimarer Republik lange Jahre Stadtverordneter. Er trägt die Ehrennadel des FC Teutonia, an dessen Zusammenschluß mit anderen Vereinen zum VfL Oldesloe er maßgeblich mitgewirkt hat.
ST

 

Freitag, 6. Juni 1969
Diese „Sportplätze“ sind unzumutbar.

VfL-Fußballsparte kritisierte das Stadtparlament.

Recht lebhaft ging es auf der Jahreshauptversammlung der Fußballsparte des VfL Oldesloe in „Wiggers Gasthof“ zu. Leider war die Versammlung nicht sehr gut besucht, nicht einmal zehn Prozent der Mitglieder waren anwesend. Im Mittelpunkt stand die Neuwahl der Spartenleitung. Die Versammlung sprach dem alten Vorstand das Vertrauen aus und wählte anschließend Rudi Herzog einstimmig zum Spartenleiter wieder.

Ein stellvertretender Spartenleiter wurde nicht gewählt, da sich kein Mitglied zur Wahl stellte. Schatzmeister: Horst Kaschner, Schriftführer: Dieter Ruge, Ligaobmann: Gustav Lüthje, Jugendwart: Karl-Heinz Heyck (als Vertreter Paul Löper), Beisitzer  Nossol, Jörn Peter Schell und Karl-August Wilkens.

In den Berichten der einzelnen Abteilungen wurde auf die beachtlichen Erfolge des VfL im letzten Jahr hingewiesen. Besonders wurde der dritte Platz der Landesliga-Mannschaft hervorgehoben, nicht zuletzt aber auch auf die glänzenden Leistungen der unteren Klassen verwiesen, von denen VfL IV in der B-Klasse Meister wurde. VfL VI überraschte mit seinem zweiten Platz. Daß beim VfL faires Spiel im Vordergrund steht, wird bewiesen durch die Tatsache, daß die Landesliga den hierfür ausgesetzten Pokal erneut gewonnen hat. VfL VI gewann ihn ebenfalls ein zweites Mal.

Spartenleiter Herzog nahm Ehrungen besonders verdienter Spieler vor. Alle 30 Punktspiele haben Rainer Biemann, Holger Dau und Horst Liedtke mitgemacht, die trainingsfleißigsten Spieler waren Runald Fischer und Thomas Mandelkau.

Der Leiter der Jugendabteilung, Heyck, wies auf die erfreuliche Breitenarbeit hin, gab aber zu bedenken, daß die Kosten für die Auswärtsspiele der Jugendmannschaften recht hoch seien und sich die Jugendlichen hieran stets beteiligen müßten. Mit Beifall wurde zur Kenntnis genommen, daß eine Oldesloer Baufirma in Notfällen immer wieder kostenlos mit einem Kleinbus eingesprungen ist, um die Kosten für die Spieler zu senken. Trotzdem wäre es begrüßenswert, wenn Sportfreunde des öfteren ihren Pkw an einem Sonntagvormittag für die Jugend zur Verfügung stellen würden.

Obwohl in jedem Jahr auf die Mißstände auf dem Exer hingewiesen worden ist, zeichnete sich bislang noch keine Änderung ab. Es ist der Jugend, so wurde betont, kaum mehr zuzumuten, auf den Reit- und Rummelplätzen ihren Sport zu betreiben. Einen besonders schlechten Eindruck hinterließ der Exer am vorletzten Wochenende, als ein Schülerturnier durchgeführt wurde. Der VfL mußte sich, wie ein Redner erklärte, für die Stadt Bad Oldesloe schämen, daß den Gästen aus Kiel, Lübeck und Hamburg zugemutet wurde, auf diesen Plätzen zu spielen. Es sei unbegreiflich, wie wenig Gedanken sich die Stadtväter um die Erhaltung und Neueinrichtung von Sportplätzen machten. Das Sportgeschehen ihrer Stadt scheine ihnen recht gleichgültig zu sein.

Kassenwart Kaschner brachte zum Ausdruck, daß die Finanzlage des VfL Oldesloe zwar noch nicht zufriedenstellend sei, aber aufgrund der zurückgegangenen Zuschauerzahlen in der kommenden Saison doch erhebliche Einsparungen vorgenommen werden müßten.
ST

 

Samstag, 21. Juni 1969
Herzog pfeift in der Regionalliga.

Der VfL Oldesloe stellt erstmals einen Schiedsrichter für die Regionalliga zur Verfügung. Der 29jährige Sohn des Spartenleiters Rudi Herzog, Teja Herzog, wurde dem Norddeutschen Fußballverband gemeldet. Teja Herzog war als Jungmannenspieler ein Talent, das bereits für die Landesliga-Elf des VfL vorgesehen war. Leider zog er sich eine so schwere Verletzung zu, daß er den aktiven Fußballsport aufgeben mußte. Um aber dem Sport nicht gänzlich untreu zu werden, schloß er sich dem Schiedsrichterverband an, wurde auch im Jahre 1960 erstmals auf Kreisebene eingesetzt, rückte schon ein Jahr später in die Bezirksliga auf und war hier bis 1963 mit großem Erfolg tätig, so daß er schon 1964 für die Amateurliga gemeldet werden konnte. In diesem Rahmen erwarb er sich durch seine sachliche Art, ein Spiel zu leiten, schnell bei den Vereinen und Aktiven Freunde. Überall in Schleswig-Holstein ist er ein gern gesehener Gast.
ST

 

 

 

Bis zum Jahr 1970