VfL Oldesloe
Die Spielzeit 1968/69 - II. Mannschaft 

 

Samstag, 13. Juli 1968
Verbandsliga-Start.

Auf der Tagung der Verbandsliga-Vereinsvertreter wurde der Meisterschaftsbeginn auf den 17./18. Aug. festgelegt. Den Spielplan für die Nordstaffel mit TSV Bredstedt, Eckernförder SV, SC Gettorf, Heikendorfer SV, Husum 18, TSV Kappeln, Borussia Kiel, Comet Kiel, Kilia Kiel, Polizei SV Kiel, Union Teutonia Kiel, Union Neumünster, TSV Plön, TSV Rantrum, SV Tungendorf, TSV Westerland erstellt Gerd Schumacher (Neumünster).

Harald Bahr (Kronsforder SV) wurde zum Leiter der Südstaffel ernannt. In dieser spielen TSV Bargteheide, FC Burg, SC Elmenhorst, TV Gleschendorf, Merkur Hademarschen, TSV Heiligenstedten, TSV Kücknitz, FSV Lübeck, Lübeck 76, VfB Lübeck Amateure, MTV Marne, Möllner SV, VfL Oldesloe II, VfL Schwartau, SV Sereetz, TSV Siems.

Die Bereitschaft, auch am Samstag und Sonntagvormittag zu spielen, bestand nur bei den Vereinen aus Lübeck und Kiel. Die aus dem Norden und Westen der Verbandsliga kommenden Vereine argumentierten, daß sie bei den weiten Entfernungen nur am Sonntagnachmittag spielen könnten. Für die neugebildete Verbandsliga gilt der Zwang zum Tragen von Rückennummern. Die Schiedsrichter werden vom SHFV-Schiedsrichterobmann angesetzt, die Linienrichter stellen die Kreise der platzbauenden Vereine. Als Eintrittspreise wurden 1,50 Mark als Mindest- und 2 Mark als Höchstbetrag festgesetzt.

Der Auf- und Abstieg wurde (wie bereits im Vorjahr auf dem Verbandstag in Husum beschlossen) so geregelt, daß die beiden Staffelersten in die Landesliga aufsteigen. Beim Abstieg dagegen kommt die gleitende Skala zur Anwendung. Im günstigsten Falle müssen also die beiden Tabellenletzten jeder Staffel das Feld für die Meister der vier Bezirksligen räumen.
SPM

 

Samstag, 10. Aug. 1968
TV Trittau - VfL Oldesloe II 2:1 (2:1)

VfL Oldesloe II: Rolf Graffenberger - Paul Löper, Peter Spieler - Klaus Wilkens, Rolf Krahn, Bernd Oldenburg - Harald Gniechwitz (46. Klaus Steenbuck), Hans Siep, Thomas Mandelkau, Gerd Heitmann, Hans Körner.

 

Mittwoch, 14. Aug. 1968
VfL-Verbandsliga gegen Union Oldesloe.

Morgen um 18.30 Uhr Generalprobe für die Punktspielsaison. Der VfL hatte bereits Gelegenheit, sich in Freundschaftsspielen gegen den Ahrensburger TSV und den TSV Trittau vorzubereiten. Beide Spiele waren nicht erfolgreich. Sie zeigten aber, daß gute Kräfte vorhanden sind. Auch die Unioner werden sich in der Bezirksliga sehr anstrengen müssen, um zufriedenstellend abzuschneiden. Es dürfte morgen zu einer recht interessanten Begegnung kommen. Wir möchten glauben, daß sich die Mannen um „Ala“ Liedtke recht tapfer schlagen werden, um am Sonntag gut vorbereitet das erste Punktspiel gegen Sereetz bestreiten zu können.
ST

 

Donnerstag, 15. Aug. 1968 - Freundschaftsspiel
VfL Oldesloe II - Union Oldesloe 2:1 (2:0)

In dieser lebhaften Begegnung, in der schöne Spielzüge von beiden Seiten gezeigt wurden, blieb der Gastgeber verdienter Sieger. Die Ausbeute an Toren hätte sogar noch höher ausfallen können, wenn nicht Gniechwitz zwei Chancen vergeben hätte. SC Union zeigte verbesserte Leistungen, wobei besonders Siegmar Brandt und Rudolf gefallen konnten. In der VfL-Mannschaft waren es vor allem Heitmann, Alfred Liedtke, Mandelkau und Krahn, die gute Einsätze zeigten. Sehr angenehm fiel Oldenburg auf. Schmoliner, der für den nicht erschienenen Pfeifenmann eingesprungen war, erwies sich als ein guter Schiedsrichter.
ST

VfL Oldesloe II: Fred Girschkowski (46. Rolf Graffenberger) - Paul Löper (46. Bernd Oldenburg), Rolf Krahn (46. Peter Spieler) - Alfred Liedtke, Klaus Wilkens, Hartmut Scheibel - Harald Gniechwitz, Gerd Heitmann, Thomas Mandelkau, Hans Körner (46. Hans Siep), Rainer Ehmke (46. Hans-Jürgen Bröcker).

 

Sonntag, 18. Aug. 1968 -
SV Sereetz - VfL Oldesloe II 1:2 (1:1)

In diesem kampfbetonten Spiel gehörten die ersten 15 Minuten eindeutig dem Gastgeber, der mit Wind spielend die Oldesloer Hintermannschaft mächtig unter Druck setzte. Der Erfolg blieb nicht aus, denn in der 15. Minute wurde nach einem Foul von Scheibel ein direkter Freistoß durch Abfälschen eines Oldesloer Spielers zum Führungstor der Gastgeber eingeschossen. Der Oldesloer Schlußmann war gegen diesen Ball machtlos. Im weiteren Spielgeschehen konnte sich der VfL jedoch von diesem Druck befreien und brachte trotz des schweren Bodens schöne Spielzüge zustande. In der 45. Minute war es dann Heitmann, der nach einer Flanke von Körner geschickt den Ball an dem Sereetzer Schlußmann vorbeizog und für den gerechten Ausgleich sorgte.

Im zweiten Durchgang merkte man, daß das bisherige Tempo sehr an den Kräften gezehrt hatte, wobei sich Konditionsschwächen beim Gastgeber bemerkbar machten. Der VfL nutzte dies aus und stürmte unaufhaltsam gegen einen allerdings recht unsauber spielenden Abwehrblock. Als in der 62. Minute wieder den Oldesloern ein direkter Freistoß zugesprochen wurde, schoß Krahn mit einer Granate dem Sereetzer Schlußmann den Ball auf die Hände, so daß dieser ihn nicht festhalten und Gniechwitz den Ball zum Führungstor einsenden konnte. Es boten sich weitere Gelegenheiten, die Führung auszubauen, aber es fehlte dabei ein wenig Glück. Eine recht bange Minute hatte der VfL noch kurz vor Schluß zu überstehen, als ein Kopfball den vortrefflichen Girschkowski beinahe überwunden hätte. Und dann konnte noch einmal „Ala“ Liedtke in höchster Not retten. Alles in allem aber ein verdienter Sieg der Oldesloer Verbandsliga-Mannschaft, in der besonders Girschkowski, Krahn, Scheibel, Alfred Liedtke und Heitmann gefallen konnten.
ST

VfL Oldesloe II: Fred Girschkowski -- Rolf Krahn, Paul Löper - Alfred Liedtke, Klaus Wilkens, Hartmut Scheibel - Harald Gniechwitz (70. Hans-Jürgen Bröcker), Gerd Heitmann, Thomas Mandelkau (70. Bernd Oldenburg), Hans Siep, Hans Körner.

 

Samstag, 24. Aug. 1968
VfL Oldesloe II - TV Gleschendorf 6:1 (2:0)

Gleschendorf war zu harmlos. Der Verbandsligist VfL Oldesloe kam in seinem zweiten Spiel zum zweiten Sieg und gewann verdient gegen eine enttäuschende Mannschaft aus Gleschendorf mit 6:1. Dieser Sieg sollte jedoch nicht überbewertet werden, denn die Gäste waren an diesem Tage einfach zu harmlos, um die Oldesloer ernsthaft gefährden zu können. Bei noch konsequenterer Ausnutzung der Chancen hätte der Sieg weitaus höher ausfallen können. Die Abwehr der Gäste ließ dem schnellen Sturm zuviel Spielraum und das nutzte vor allem Bröcker aus, der neben Körner die beste Leistung bot.

Bis zur Pause hatten Bröcker (3.) und Gniechwitz (35.) ein 2:0 herausgeschossen, die endgültige Entscheidung zugunsten des VfL fiel in der 49. Minute durch Bröcker, der geschickt den Ball über Torhüter Böttcher hob und das 3:0 herausholte. Bereits eine Minute später dann das 4:0 durch Mandelkau auf Zuspiel von Bröcker. In der 61. Minute das 5:0 erneut durch Mandelkau, wieder kam der Ball von dem gefährlichen und schnellen Bröcker, der mit dieser Leistung eine Chance in der Landesliga verdient hätte. Nach dem 5:0 ließ es der VfL etwas ruhiger angehen und mußte auch prompt einen Gegentreffer zum 5:1 in der 68. Minute hinnehmen. Schütze war Mittelstürmer Rath. Das 6:1 resultierte aus einem Nachschuß von Siep, als Torhüter Böttcher einen Ball zu kurz abgewehrt hatte. Zwei gute Chancen hatte noch Fischer, der allein vor Böttcher auftauchte, aber beide Male keinen Abschluß fand. Körner traf in der 68. Minute noch die Latte.

Also ein glänzender Auftakt für den VfL II auf eigenem Platz, wenn auch der Sieg gegen eine Mannschaft zustande kam, die kein Verbandsliga-Format besaß. Der Sturm hat gezeigt, daß er Tore schießen kann und so brauchen die Oldesloer um ihre Zukunft nicht bange zu sein. Diese Elf wird auch in der Verbandsliga bestehen können.
ST

VfL Oldesloe II: Uwe Dau - Rolf Krahn, Paul Löper (46. Runald Fischer) - Bernd Oldenburg, Klaus Wilkens, Hans Körner - Harald Gniechwitz (65. Jürgen Peters), Hans Siep, Thomas Mandelkau, Hans-Jürgen Bröcker, Rainer Ehmke.

 

Sonntag, 25. Aug. 1968 - Freundschaftsspiel
SV Siek - VfL Oldesloe II 4:6 (2:2)

Rekordbesuch beim Jubiläumsspiel. Zu seinem 20jährigen Vereinsjubiläum hatte Siek die Verbandsliga des VfL eingeladen. In einem spannenden und schönen Spiel bekamen die Besucher einen fußballerischen Leckerbissen vorgesetzt, der ihnen nicht alle Tage geboten wird. Völlig offen verliefen die ersten 45 Minuten, ohne Vorteile für eine der beiden Mannschaften. Im zweiten Durchgang setzte sich die größere Routine und bessere Technik des Verbandsligisten durch. Für den VfL schossen Siep (3), Mandelkau (2) und Krahn und für den Gastgeber Engel und von Wahmen die Tore. Auf drei Stammspieler mußte Siek verzichten; ein gutes Abschneiden ist um so höher zu bewerten. Dieses Spiel hatte über 250 Zuschauer angelockt.
ST

VfL Oldesloe II: Rolf Graffenberger - Rolf Krahn, Bernd Oldenburg - Runald Fischer, Klaus Wilkens, Dieter Petersen - Hans-Jürgen Panier, Hans Siep, Thomas Mandelkau, Hans Körner, Rainer Ehmke.

 

Sonntag, 1. Sept. 1968
TSV Kücknitz - VfL Oldesloe II 2:3 (0:1)

Oldesloe allein an der Tabellenspitze. Die VfL-Mannschaft macht sich immer besser! Jetzt nahm sie auch die schwere Kücknitzer Hürde mit Bravour. Durch Tore von Heitmann und Mandelkau führten die Gäste bereits beruhigend mit 2:0, ehe die Kücknitzer erwachten. Baberske, der Torhüter der Platzherren verkürzte durch einen Fouelfmeter zum 1:2 und der überragende Gruhn stellte bis zur 75. Minute den Gleichstand her. Doch Heitmann sorgte mit dem dritten Tor in der 85. Minute für den verdienten Oldesloer Erfolg.
SPM

VfL Oldesloe II: Uwe Dau - Bernd Oldenburg, Jürgen Peters - Runald Fischer, Rolf Krahn, Hans Körner - Harald Gniechwitz, Alfred Liedtke, Thomas Mandelkau, Gerd Heitmann, Rainer Ehmke (26. Wolfgang Fleischhammel).

 

Sonntag, 15. Sept. 1968
Merkur Hademarschen - VfL Oldesloe II 1:0 (0:0)

Hademarschen stoppte Spitzenreiter Oldesloe. Eine echte Spitzenbegegnung, die trotz der mageren Torausbeute das Herz der 400 Zuschauer höher schlagen ließ. Nicht nur, weil ihre Elf als Sieger den Platz verließ, sondern insbesondere, weil echte Fußballkost während der 90 Minuten geboten wurde. Ein von Häbel in der 72. Minute herausgeschossenees Tor brachte die Entscheidung über die bisher noch unbesiegten Oldesloer.

Die Oldesloer hatten ihren Gastgeber in der ersten Halbzeit gut im Griff, wußten aber mit der Vielzahl guter Chancen nichts anzufangen; selbst das leere Tor wurde von Ehmke in der 5. Minute verfehlt. Wenn es auch streckenweise gut aussah, was die Oldesloer aufzogen, so war doch zu merken, daß mit Mandelkau und Bröcker die besten Stürmer fehlten, die sonst Tore schießen. Heitmann war zwar eifrig bemüht, spielte aber etwas zu eigensinnig. SPM/ST

VfL Oldesloe II: Uwe Dau - Peter Spieler (Rolf Graffenberger), Jürgen Peters - Alfred Liedtke (46. Karl-August Wilkens), Klaus Wilkens, Hans Körner - Hans-Jürgen Panier, Runald Fischer, Harald Gniechwitz, Gerd Heitmann, Rainer Ehmke.

 

Samstag, 21. Sept. 1968
VfL Oldesloe II - Lübeck 76 0:3 (0:1)

Bis zur Pause hätten die Oldesloer die Partei zu ihren Gunsten entscheiden können, aber die besten Chancen wurden kläglich vergeben. Zudem noch eine anfänglich schwache Leistung der Hintermannschaft, in der Alfred Liedtke mit Rückennummer 5 den letzten Mann spielen sollte. Das mußte schief gehen. Schon in der 10. Minute ging Mittelstürmer Schall auf und davon. Oldenburg konnte den Lübecker ebenfalls nicht halten, und so war das 0:1 perfekt. Als sich dann Spieler des flinken Lübeckers annahm, wurde die gefährliche Waffe der Gäste entschärft. Jetzt erspielte der VfL sich Chancen über Chancen. Aber nicht ein einziges Tor wollte fallen. Dehmel als bester Stürmer rackerte sich ab, aber was machten seine Mitspieler schon aus seiner guten Vorarbeit! Der Ausfall von Mandelkau und Bröcker machte sich stark bemerkbar.

Nach der Pause fiel die Entscheidung in der 55. Minute, als sich Alfred Liedtke im Mittelfeld den Ball von Linksaußen Peters abnehmen ließ. Die Abwehr war zu weit aufgerückt, so daß Peters allein auf das Tor zustreben konnte. Er spielte zu dem völlig freistehenden (allerdings auch im Abseits befindlichen) Schall, der das 0:2 besorgte. Der schwache Schiedsrichter Kiesewetter, der die Lübecker klar bevorzugte, ignorierte die Abseitsstellung ebenso wie ein Foul an Heitmann im Strafraum. In der 65. Minute verwies er Mannschaftsführer Alfred Liedtke wegen Widerrede des Feldes, nachdem er diesem bereits eine Verwarnung wegen Foulspiels erteilt hatte. In der 90. Minute gelang den Lübeckern dann das 0:3, als die Abwehr des VfL erneut nicht im Bilde war.
ST

VfL Oldesloe II: Uwe Dau - Peter Spieler, Jürgen Peters - Bernd Oldenburg, Alfred Liedtke, Runald Fischer - Harald Gniechwitz, Hans-Jürgen Panier, Gerd Dehmel, Gerd Heitmann, Rainer Ehmke.

 

Sonntag, 6. Okt. 1968
Möllner SV - VfL Oldesloe II 1:0 (1:0)

Sehr bittere Kommentare mußten sich die Oldesloer nach dem Abpfiff des zu nachsichtig leitenden Schiedsrichters Freiberg anhören, weil sie während der 90 Minuten mit einer rücksichtslosen Härte vorgingen, die den Rhythmus auf beiden Seiten empfindlich störte. Als gleich nach dem Seitenwechsel der Oldesloer Klaus Wilkens wegen rohen Spiels des Feldes verwiesen wurde, erhielt Mölln zwar Oberwasser, beklagte aber die Verletzungen von Laudi (wurde ins Krankenhaus eingeliefert), Dittmann und Drewes, der bereits in der 5. Minute per Elfmeter nach einem Handspiel von Peters das „goldene“ Tor erzielte. SPM

VfL Oldesloe II: Uwe Dau - Rolf Krahn, Jürgen Peters - Hartmut Scheibel, Klaus Wilkens, Peter Spieler - Harald Gniechwitz, Hans-Jürgen Panier, Thomas Mandelkau, Runald Fischer, Hans-Jürgen Bröcker (35. Peter Metzing).

 

Sonntag, 20. Okt. 1968
FC Burg - VfL Oldesloe II 4:0 (1:0)

VfL fehlte das taktische Konzept. Junge Mannschaft von Burg 4:0 geschlagen. Eine überraschende und empfindliche 0:4-Niederlage mußte die in der Verbandsliga spielende zweite Mannschaft des VfL Oldesloe beim wiedererstarkten FC Burg einstecken. Die Oldesloer hielten nur in der ersten Halbzeit noch mit, dann fielen sie ab. Hatten sie bis zur Pause noch durch Mandelkau, der aber seine Chance vergab, die Möglichkeit zur Führung, so besaßen sie am Ende nicht mehr die Kondition, die Partie noch aus dem Feuer zu reißen.

Erstaunlich war, daß der VfL nach gutem Start nachließ. Vor allem die Abwehr stand auf schwachen Füßen und ist an allen vier Toren nicht unbeteiligt. Torhüter Dau trifft an der Niederlage allerdings keine Schuld. Die Gäste begingen den Fehler, den Erfolg mit einer sehr engmaschig angelegten Spielweise zu erzwingen, anstatt sich nach dem Beispiel der Burger für ein raumgreifendes Flügelspiel zu entscheiden. Für die Torerfolge der sehr selbstbewußten Burger sorgten Voß, Pohlmann, Kühl und Lehmann.

Dem VfL fehlte eine erfahrene Hand, die die Zügel übernehmen und das Spiel leiten kann. Leider aber steht Heitmann nicht zur Verfügung. Alfred Liedtke ist noch gesperrt, und Peters ist verletzt. So fielen die drei erfahrenen Spieler aus, und nun einfach zu junge Mannschaft fand kein Mittel, die klüger spielenden Gastgeber zu überraschen. Die Niederlage war somit nicht zu vermeiden, erscheint jedoch etwas zu hoch ausgefallen. Nach der Serie von 6:0 Punkten in den ersten Spielen nun eine wenig erfreuliche von 0:8, und der VfL ist zunächst in der unteren Tabellenhälfte zu finden.
ST/SPM

VfL Oldesloe II: Uwe Dau - Bernd Oldenburg, Peter Spieler - Peter Metzing, Rolf Krahn, Hartmut Scheibel - Hans-Jürgen Panier, Runald Fischer, Thomas Mandelkau, Hans Körner (80. Klaus Steenbuck), Hans-Jürgen Bröcker.

 

Sonntag, 27. Okt. 1968
VfL Oldesloe II - TSV Bargteheide 1:0 (1:0)

Rauhe Gangart des TSV Bargteheide. Nach vier Niederlagen ein Sieg für VfL II. Mit einem insgesamt verdienten 1:0-Erfolg über den TSV Bargteheide kam VfL Oldesloe II nach vier Niederlagen in der Verbandsliga endlich wieder zu einem Sieg, der allerdings schwer erkämpft werden mußte.

Durch ein Tor von Krahn in der 15. Minute, der einen indirekten Freistoß nach Zuspiel von Alfred Liedtke verwandelte, ging der VfL in Führung. Die Oldesloer konnten die Begegnung bis zur Pause auch weiterhin offen gestalten und hatten ebenfalls ihre Chancen, die aber ein großartiger Schumacher im Bargteheider Tor zunichte machte. Schon jetzt fiel immer wieder die sehr rauhe Gangart der Bargteheider auf, die mehrfach ermahnt werden mußten.

Nach der Pause drängten die Gäste auf den Ausgleich und fielen dabei immer wieder durch überflüssige Fouls auf. In der 65. Minute ein Foul an Ehmke, das der Schiedsrichter auch ahndete. Der Bargteheider Spieler Kürbis nahm die Entscheidung aber nicht ohne Kritik hin und wurde darauf des Feldes verwiesen. Einen weiteren Feldverweis mußte Glantz hinnehmen, der Mandelkau schwer foulte und vorher schon aufgefallen war. Einen schlechten Dienst erwiesen sich die Spieler damit, denn nun war der TSV auf die Verliererstraße gedrängt, wenngleich dem VfL kein weiterer Treffer gelang. Erstaunlich, wie sich die neun Bargteheider nach den Feldverweisen noch zu steigern wußten und verbissen um einen Punkt kämpften. Zu einem Tor langte es nicht, aber sie machten einen besseren Eindruck als die komplette Oldesloer Mannschaft.

Ein Lob an dieser Stelle dem ausgezeichneten Schiedsrichter, der der beste Akteur auf dem Feld war und mit seinen Entscheidungen völlig richtig lag, auch wenn es die Gäste nicht wahrhaben wollten. Es fiel am Rande noch auf, daß der TSV Bargteheide von seinem früheren Trainer Artur Jantz betreut wurde, da der neue Trainer Hans-Otto Fahl nicht in Oldesloe erschienen war. ST

VfL Oldesloe II: Rolf Graffenberger - Rolf Krahn, Thomas Mandelkau - Alfred Liedtke, Karl-August Wilkens, Runald Fischer - Hans-Jürgen Panier, Harald Gniechwitz, Harry Struppek, Rainer Ehmke (60. Klaus Steenbuck), Hans-Jürgen Bröcker.

 

Sonntag, 3. Nov. 1968
MTV Marne - VfL Oldesloe II 5:2 (3:1)

VfL-Stürmer vergaben ihre Chancen. Eine vermeidbare Niederlage kassierte VfL II beim MTV Marne. Er unterlag dem Ergebnis nach recht deutlich mit 2:5 einer Marner Elf, der an diesem Tage nahezu alles gelang und bei strömendem Regen auch das Glück zur Seite stand.

Die Oldesloer gingen in der 3. Minute durch Bröcker in Führung, der nach einem Eckball des ausgezeichnet spielenden Panier zum Schuß kam. Der Ausgleich fiel in der 10. Minute durch einen Foulelfmeter, den Fischer verursacht hatte. Bis zur Pause hatten die Gastgeber dann durch zwei vermeidbare Tore einen deutlichen Vorsprung zum 3:1 und erzwangen somit bereits eine Vorentscheidung.

Nach der Pause drängte der VfL zunächst stark und hatte auch Erfolg mit dem Anschlußtreffer zum 2:3 durch Bock. In dieser Spielphase hätten für die Oldesloer einfach mehr Treffer fallen müssen, aber die Stürmer vergaben auch die besten Gelegenheiten. Die Marner verstanden es dann, geschickt zu kontern und kamen durch zwei weitere Tore zu einem deutlichen 5:2-Erfolg, der in dieser Höhe nicht dem Spielverlauf entspricht.

Die Hintermannschaft des VfL hatte nicht ihren besten Tag. Die Schwächen begannen bereits bei Torwart Graffenberger, der zumindest einen Treffer hätte verhindern müssen. Entscheidend für die Niederlage war, daß die Stürmer die Chancen nicht entschlossen genug ausnützten. Trotzdem braucht man um die junge Mannschaft des VfL nicht zu bangen, sie wird ihren Weg machen.
ST

VfL Oldesloe II: Rolf Graffenberger - Rolf Krahn, Thomas Mandelkau - Alfred Liedtke, Hans Körner, Runald Fischer - Hans-Jürgen Panier, Harald Gniechwitz, Gerhard Bock, Rainer Ehmke (46. Klaus Wilkens), Hans-Jürgen Bröcker.

 

Sonntag, 10. Nov. 1968
SC Elmenhorst - VfL Oldesloe II 0:1 (0:1)

Panier schoß das goldene Tor. Fortuna in Elmenhorst an Seiten des VfL. Auf eigenem Platz scheinen die Elmenhorster in dieser Saison vom Pech verfolgt zu sein. Ihre erste Herrenmannschaft verlor gegen VfL Oldesloe II 0:1. Ein Unentschieden wäre dem Spielverlauf nach gerechter gewesen.

In der ersten Halbzeit waren die Leistungen ziemlich ausgeglichen. Alfred Liedtke bekam sehr viel Spieltraum und fädelte immer wieder gefährliche VfL-Angriffe ein. In der 14. Minute konnte Panier an Stopper Kebeck vorbeikommen., Er erzielte für Torwart Common unerreichbar das goldene Tor des Tages. In den zweiten 45 Minuten übernahm Elmenhorst das Kommando und drängte unentwegt auf den Ausgleich. VfL-Torwart Girschkowski befand sich aber in einer überragenden Form und hielt sein Gehäuse bis zum Schlußpfiff rein.

Aus der gut eingestellten Abwehr, die außerdem aufopfernd kämpfte, ragte Krahn heraus und lieferte ein fehlerfreies Spiel. Bei den Elmenhorstern haperte es diesmal im Angriff. Güldenpfennig und zeitweise auch Büll hielten einfach den Ball zu lange und gaben der VfL-Abwehr immer erneut eine Chance, sich zu formieren. Rechtsaußen Lüthje ist zwar schnell und wendig, müßte aber die gebotenen Torchancen konzentrierter nutzen. Gewe lieferte eine gute Partie und war wohl der beste SCE-Stürmer. Die Abwehr stellte sich in der zweiten Halbzeit wesentlich besser auf ihren Gegner ein und ließ vor allen Dingen Alfred Liedtke nicht mehr viel Spielraum.
ST

VfL Oldesloe II: Fred Girschkowski - Klaus Wilkens, Thomas Mandelkau - Hans Körner, Rolf Krahn, Runald Fischer - Hans-Jürgen Panier, Harald Gniechwitz, Harry Struppek, Alfred Liedtke, Hans-Jürgen Bröcker.

 

Samstag, 16. Nov. 1968
VfL Oldesloe II - VfL Schwartau 2:0 (0:0)

Struppek staubte zweimal ab. Trotz des glatten Bodens lieferten sich VfL Oldesloe II und VfL Schwartau ein gutes Spiel, daß die Oldesloer aufgrund ihrer mannschaftlichen Geschlossenheit verdient mit 2:0 gewannen. Sie waren konsequenter im Strafraum der Gäste und schossen beherzt auf das von Behrens ganz ausgezeichnet gehütete Tor der Schwartauer. Pech hatte in der ersten Halbzeit Spieler mit einem Lattenschuß nach Vorarbeit von Panier.

Nach der Pause erzielte Struppek in der 67. Minute das 1:0, als sich Gniechwitz gegen den gut gefallenen Sykora durchgesetzt hatte und auf das Tor schoß. Der Abpraller gelangte zu Struppek, und eine solche Chance läßt sich der Oldesloer auch heute noch nicht entgehen. Weitere Gelegenheiten hatten die Oldesloer, sie scheiterten aber erneut am glänzenden Behrens, der erst 18 Jahre alt ist. Ein Fehler unterlief ihm aber doch in der 76. Minute, als er einen Schuß von Panier nicht festhalten konnte und abermals Struppek zur Stelle war, der für das 2:0 sorgte. Beide Mannschaften werden ihren Weg in der Verbandsliga machen, auch die junge Mannschaft aus Bad Schwartau wußte zu gefallen.
ST

VfL Oldesloe II: Uwe Dau - Klaus Wilkens, Thomas Mandelkau - Alfred Liedtke, Rolf Krahn, Peter Spieler - Hans-Jürgen Panier, Harald Gniechwitz, Harry Struppek, Hans Körner, Hans-Jürgen Bröcker.

 

Sonntag, 1. Dez. 1968
TSV Heiligenstedten - VfL Oldesloe II 2:1 (1:0)

VfL II in Heiligenstedten ohne Glück. Eine etwas unglückliche 1:2-Niederlage mußte die Verbandsliga-Mannschaft des VfL Oldesloe beim Tabellenführer TSV Heiligenstedten einstecken., denn die Oldesloer waren an sich gleichwertig gewesen und hatten sich auf dem aufgeweichten Boden recht gut zurechtgefunden. Bis zum Schlußpfiff, der für die Gastgeber wie eine Erlösung wirkte, stand der Ausgang der Partie auf des Messers Schneide. Wiederholt fehlte den sehr agilen Gästen wirklich nur ein Quentchen Glück, um zu einem Punktgewinn zu kommen, den die 400 Zuschauer ihnen auch gegönnt hätten.

Chancen vergaben bis zur Pause Alfred Liedtke und Bröcker, der in der 35. Minute nur die Latte traf. Die Führung holten die Gastgeber in der 45. Minute nach einem Freistoß durch Ott, unhaltbar für den guten Oldesloer Schlußmann Heilmann, der erstmals im Tor stand. Nach der Pause gab es wieder einige gute Spielzüge auf Seiten der Oldesloer, aber erst in der 72. Minute gelang Fischer der Ausgleichstreffer. Mandelkau schoß wenig später gegen die Latte. Um das Pech des VfL voll zu machen, schossen die Heiligenstedter in den Schlußminuten sogar durch Clausberger noch einen 2:1-Sieg heraus, der ihnen die Tabellenspitze erhielt.
ST/SPM

VfL Oldesloe II: Hans Heilmann - Hartmut Scheibel, Klaus Wilkens - Runald Fischer, Rolf Krahn, Hans Körner - Harald Gniechwitz, Alfred Liedtke, Thomas Mandelkau, Rainer Ehmke, Hans-Jürgen Bröcker.

 

Sonntag, 8. Dez. 1968
VfL Oldesloe II - VfB Lübeck Am. 3:0 (1:0)

VfL II war groß in Form. Eine ganz ausgezeichnete Leistung vollbrachte die Verbandsliga des VfL Oldesloe. Sie schlug den Gegner VfB Lübeck Amateure hochverdient mit 3:0 und war auch spielerisch besser als der Gegner, der zuletzt so gelobt worden war und auch in Oldesloe keine schlechte Partie geliefert hatte. Er traf aber auf eine Oldesloer Mannschaft, die es unbedingt wissen wollte und die auch ihre Chancen zu nutzen verstand. Entscheidend war mit, daß Körner den Landesauswahlspieler Schock geschickt abzuschirmen verstand und ihm kaum eine Chance ließ.

Die Oldesloer erzielten in den ersten 45 Minuten drei Tore, aber die beiden ersten Treffer von Bröcker und Stursberg fanden wegen Abseitsstellung keine Anerkennung. Dann in der 40. Minute die 1:0-Führung für den VfL durch den flinken Alfred Liedtke, der eine Flanke von Bröcker erfolgreich verwertete. Nach der Pause etwa das gleiche Bild, die Oldesloer mit wesentlichen Vorteilen im Mittelfeld und spielerisch dominierend. Stursberg brachte seine Mannschaft in der 65. Minute mit 2:0 in Führung. Alfred Liedtke stellte in der 80. Minute den Endstand her. Diesmal konnte VfL II voll überzeugen. Er wird mit Sicherheit in der Zukunft eine gute Rolle spielen. Auch gegen absolute Spitzenmannschaften kann er in dieser Verfassung durchaus zu Erfolgen kommen.
ST

VfL Oldesloe II: Hans Heilmann - Hartmut Scheibel, Klaus Wilkens - Runald Fischer, Rolf Krahn, Hans Körner - Harald Gniechwitz, Alfred Liedtke, Walter Stursberg, Rainer Ehmke, Hans-Jürgen Bröcker.

 

Sonntag, 15. Dez. 1968
VfL Oldesloe II - TSV Siems 0:0

Großer Einsatz rettete einen Punkt. VfL II gegen Spitzenreiter Siems 0:0. In einem für den harten Boden guten Spiel erreichte der VfL II ein wertvolles 0:0 gegen die Spitzenmannschaft TSV Siems und bot erneut eine ansprechende Leistung auf heimischem Platz. Die Siemser wirkten vielleicht etwas reifer in ihrer Spielanlage, aber der VfL machte vieles durch seinen großen Einsatz wett und verdiente sich den einen Punkt redlich. Die größte Chance hatte Krahn in der 47. Minute, als einen Elfmeter wegen Handspiels zugesprochen bekam, ihn aber nur an die Unterkante der Latte schoß. Pech für den VfL, aber ein Sieg hätte nicht dem Spielverlauf entsprochen.

Im Mittelpunkt standen die Abwehrreihen, die die herausragenden Mannschaftsteile waren. Beide Torhüter hatten an dem torlosen Unentschieden großen Anteil, vor allem der Siemser Schlußmann imponierte. Zwei gut plazierte Schüsse von Mandelkau parierte er sehr sicher und rettete seiner Elf den wichtigen Punkt. Aber auch Heilmann machte sein Sache sehr gut, er strahlte Sicherheit aus. Der VfL hat wieder mehrere gute Torhüter zur Verfügung. Für Ruhe und Sicherheit sorgte auch Alfred Liedtke, der seine Elf gut organisierte. ST

VfL Oldesloe II: Hans Heilmann - Hartmut Scheibel, Klaus Wilkens - Runald Fischer, Rolf Krahn, Hans Körner - Harald Gniechwitz, Alfred Liedtke, Thomas Mandelkau, Rainer Ehmke, Hans-Jürgen Bröcker.

 

Sonntag, 22. Dez. 1968
VfL Oldesloe II - FSV Lübeck 3:1 (2:1)

Die konstant guten Leistungen der letzten Wochen konnten die Oldesloer auch auf glattem Eisparkett gegen die hartnäckigen FSVer fortsetzen. Besonders in den ersten 45 Minuten lieferten die VfLer eine hervorragende Partie, in der der linke Flügel Bröcker/Ehmke auf sich aufmerksam machte. Durch den patenten Gniechwitz gingen die Hausherren in der 23. Minute verdientermaßen mit 1:0 in Front, als sich der sonst fangsichere Gäste-Schlußmann durch den tückischen Aufsetzer überraschen ließ. Es schien sich nach diesem Treffer eine vorübergehende Selbstgefälligkeit in den Reihen der Oldesloer breit zu machen, die die in keiner Phase aufsteckenden Gäste in der 35. Minute durch ein Adam-Tor kurzentschlossen auszunutzen verstanden. Die entscheidende Wende zum Guten vollzog sich eine Minute vor dem Pausenpfiff, als Körner, der gegen den eminent gefährlichen Rußland großartig aussah, einen Handelfmeter zum wichtigen 2:1 einschoß. Mit einem dritten Tor in der 84. Minute beseitigte Alfred Liedtke die letzten Zweifel an dem Oldesloer Sieg, der leicht noch höher hätte ausfallen können, da ein Ehmke-Kopfball nur das Lattenkreuz traf. SPM

VfL Oldesloe II: Hans Heilmann - Hartmut Scheibel, Klaus Wilkens - Runald Fischer, Rolf Krahn, Hans Körner - Harald Gniechwitz, Alfred Liedtke, Thomas Mandelkau (55. Gerd Dehmel), Rainer Ehmke, Hans-Jürgen Bröcker.

 

Sonntag, 26. Jan. 1969
TSV Siems - VfL Oldesloe II 0:1 (0:1)

Auf dem schwer bespielbaren Platz lieferten sich beide Mannschaften ein bis zum Schlußpfiff dramatisches und kämpferisch überragendes Spiel, das die Oldesloer in dichtem Nebel aufgrund ihrer größeren Spielanteile während der ersten 45 Minuten nicht unverdient für sich entschieden. Das Tor des Tages fiel bereits in der 44. Minute, als die ansonsten untadelige Siemser Abwehr nicht im Bilde schien und dem patenten Gniechwitz Gelegenheit zu dem „tödlichen“ Kopfstoß gab. Bei Lattenschüssen von Holst und Jahnke verzeichneten die Siemser nach der Pause großes Pech. SPM

VfL Oldesloe II: Uwe Dau - Klaus Wilkens, Thomas Mandelkau - Horst Bieschke, Rolf Krahn, Runald Fischer - Harald Gniechwitz, Alfred Liedtke, Uwe Goronzi, Hans-Jürgen Bröcker, Wolfgang Fleischhammel.

 

Sonntag, 2. Feb. 1969
VfL Oldesloe II - Merkur Hademarschen 3:1 (0:1)

Klarer Sieg über guten Gegner. Der VfL Oldesloe II festigte seinen guten Tabellenplatz in der Verbandsliga mit einem wertvollen und verdienten 3:1-Sieg über Merkur Hademarschen, mußte dabei aber gegen eine gute Mannschaft auch eine auszeichnete Leistung zeigen, um diesen Sieg nach einem 0:1-Rückstand noch sicherzustellen. Entscheidend war die gute Angriffsleistung des VfL, der geschickt über die Flügel spielte. Ausgezeichnet paßte Bröcker hier hinein. Er ist ein sehr wertvoller Spieler für die Verbandsliga geworden.

Da die Oldesloer nicht zu dem erhofften schnellen Führungstor kamen, wurden sie etwas nervös, büßten auch ihre klare Linie ein, und prompt gingen die Gäste in der 41. Minute mit 0:1 in Führung, als sie einen Eckball nicht wegschlagen konnten, Mandelkau ein Fehler unterlief und der Rechtsläufer Ehlers einschießen konnte. Nach der Pause wurde der VfL immer überlegener und so mußte zwangsläufig ein Tor fallen. In der 58. Minute gelang es dann auch Fleischhammel, der nach schöner Einzelleistung Merkurs Torsteher Schenk zum 1:1 überlisten konnte.

In der 76. Minute rettete Torhüter Schenk gegen Bieschke mit Fußabwehr, in der 77. Minute mußte er jedoch den Schuß von Gniechwitz zum 2:1 passieren lassen, als die Abwehr den Ball nicht aus der Gefahrenzone schlagen konnte. In der 86. Minute fiel dann sogar noch das 3:1 durch Alfred Liedtke, der geschickt ein Mißverständnis zwischen Schenk und Herder ausnutzte und den Sieg endgültig sicherstellte.
ST

VfL Oldesloe II: Uwe Dau - Klaus Wilkens, Thomas Mandelkau - Horst Bieschke, Rolf Krahn, Runald Fischer - Harald Gniechitz, Alfred Liedtke, Uwe Goronzi, Hans-Jürgen Bröcker, Wolfgang Fleischhammel.

 

Sonntag, 9. Feb. 1969
TV Gleschendorf - VfL Oldesloe II 3:1 (3:0)

Endlich bestand in Gleschendorf wieder einmal Anlaß, den Siegesbecher zu füllen. Nach einer wochenlangen Niederlagenserie kehrte jener Kampfgeist in die Mannschaft zurück, der schon einmal eine Erfolgskette auslöste, als die Platzherren in der ersten Serie in fünf Treffen hintereinander von Sieg zu Sieg eilten. Mit einer geschlossenen Gesamtleistung stellte man den Erfolg nach Toren von Rath, Neugebauer und Strege sicher. Erst in den Schlußminuten gelang den Gästen durch einen Foulelfmeter von Bieschke das verdiente Ehrentor.
SPM

VfL Oldesloe II: Rolf Kröger - Klaus Wilkens, Thomas Mandelkau - Horst Bieschke, Rolf Krahn, Runald Fischer - Harald Gniechwitz, Alfred Liedtke, Uwe Goronzi, Hans-Jürgen Bröcker, Gerd Dehmel.

 

Samstag, 1. März 1969
Die Aktiven hätten gern gespielt.

VfB Lübeck und VfL über Schiedsrichter verärgert. Verbandsligist VfL Oldesloe II fuhr zum angesetzten Spiel gegen die Amateure des VfB Lübeck und mußte dort an Ort und Stelle erfahren, daß der aus Kiel gekommene Schiedsrichter Kemsat die Partie gerade abgesagt hatte, weil der Platz unbespielbar sei.

Diese Entscheidung überraschte nicht nur die Oldesloer, sondern auch die Lübecker waren recht ungehalten, hatten sie doch eine Menge Geld investiert, um das Spiel auf alle Fälle über die Bühne bringen zu können. Und in der tat zeigte es sich, daß der Platz auf jeden Fall bespielbar war. Der Schiedsrichter stand mit seiner Meinung völlig allein und war auch nicht bereit, seine falsche Entscheidung zu revidieren. Für die Oldesloer war das natürlich auch sehr bitter. Sie hatten das Geld für die Fahrt nach Lübeck ausgegeben und mußten unverrichteter Dinge wieder umkehren. Auf jeden Fall eine merkwürdige Entscheidung des noch sehr jungen Kieler Schiedsrichters.
ST

 

Samstag, 29. März 1969
VfL Oldesloe II - SC Elmenhorst 0:1 (0:1)

Elmenhorst spielte unnötig hart. Eine verdiente 0:1-Niederlage mußte VfL II überraschend gegen SC Elmenhorst einstecken. Der Gast war den Oldesloern vor allem in kämpferischer Hinsicht überlegen. Leider übertrieben sie die Härte, und Schiedsrichter Frank von Phönix Lübeck geriet das Spiel vor allem in den zweiten 45 Minuten aus den Händen. Opfer dieser Überhärte wurde Torhüter Kröger in der 75. Minute, der von Dabelstein gefoult wurde, so daß er verletzt ausscheiden mußte. Graffenberger ersetzte ihn jedoch gut.

Die Elmenhorster hatten in den ersten 45 Minuten die besseren Chancen. In der 17. Minute schossen sie ihr erstes Tor, das jedoch wegen Abseitsstellung nicht anerkannt wurde. In der 31. Minute nutzten sie dann einen Fehler von Scheibel aus, Malligsen kam an den Ball heran und lief allein auf das Tor zu. Gegen seinen Schuß zum 0:1 hatte Kröger keine Chance. In der 43. Minute erneut Malligsen allein vor Kröger, der ihm jedoch den Schußwinkel abkürzte, so daß der Elmenhorster das Leder verzog.

In der zweiten Halbzeit hatten die Oldesloer wesentlich mehr vom Spiel und hätten den Ausgleich erzielen können. Ab er mit ihren Schüssen hatten sie kein Glück. So rettete die Latte in der 53. Minute nach einem Schuß von Ehmke, den der ausgezeichnete Torhüter Common nicht hätte halten können. Dann Pech für Gniechwitz, daß sein Kopfball noch auf der Linie gerettet wurde. So blieb es bei dem knappen Erfolg für die Gäste, der alles in allem verdient ist, wenn auch die Oldesloer den Ausgleich hätten erzielen können. Es fehlte im entscheidenden Moment auch etwas an Glück.
ST

VfL Oldesloe II: Rolf Kröger (75. Rolf Graffenberger) - Peter Spieler, Hartmut Scheibel - Horst Bieschke, Rolf Krahn, Runald Fischer - Harald Gniechwitz, Klaus Wilkens (46. Hans Körner), Alfred Liedtke, Rainer Ehmke, Hans-Jürgen Bröcker.

 

Montag, 7. April 1969
VfL Oldesloe II - MTV Marne 1:2 (0:0)

Unentschieden wäre zu retten gewesen. Eine unglückliche 1:2-Niederlage mußte der VfL Oldesloe II gegen den MTV Marne einstecken. Beide Gegentore hätten verhindert werden müssen. Die Gesamtleistung der Oldesloer war vielleicht etwas besser als gegen Elmenhorst, aber gegen die sichere Deckung der Gäste kam der Sturm nicht zur Entfaltung. Bieschke handelte sich in der zweiten Halbzeit beim Stande von 0:1 wegen Unsportlichkeit einen Feldverweis ein und trug somit zu der Niederlage bei.

Die Marner waren in den ersten 45 Minuten durch ein Eigentor von Wilkens in Führung gegangen, nur mit zehn Mann spielend, ertrotzten die Oldesloer immerhin ein 1:1 durch Bröcker, spielten dann sogar überlegen und hatten das Pech, daß sie in den Schlußminuten doch das 1:2 durch einen wiederum vermeidbaren Treffer hinnehmen mußten.

VfL Oldesloe II: Rolf Kröger - Klaus Wilkens, Peter Spieler - Horst Bieschke, Rolf Krahn, Hans Körner - Harald Gniechwitz, Alfred Liedtke, Runald Fischer, Rainer Ehmke, Hans-Jürgen Bröcker.

 

Sonntag, 13. April 1969
Lübeck 76 - VfL Oldesloe II 3:1 (2:1)

VfL war nervös und überhastet. In einem nicht sehr hochklassigen Spiel wahrte Lübeck 76 seine letzte Chance auf die Verbandsliga-Meisterschaft mit einem insgesamt verdienten 3:1-Erfolg über den VfL Oldesloe, der sich etwas verbessert vorstellte, im Sturm aber nicht die erwarteten Leistungen vollbrachte.

Spieler hütete diesmal das Oldesloer Tor, ihm unterlief nur der Fehler zum 2:0 für die Gastgeber, den Weitschuß hatte er falsch berechnet. Kurz vor der Halbzeit gelang Gniechwitz der Anschlußtreffer zum 2:1, nach der Pause wurden die Oldesloer drückend überlegen und hätten durchaus die Chance gehabt, den Ausgleich zu erzielen, aber die besten Chancen wurden nervös und überhastet vergeben. Die Lübecker beschränkten sich nahezu auf die Verteidigung ihres knappen Vorsprungs, lediglich einige Konterschläge bedrohten noch das Oldesloer Tor. In der 87. Minute fiel erst die endgültige Entscheidung durch das 3:1 für 76.
ST

VfL Oldesloe II: Peter Spieler - Hartmut Scheibel, Hans-Jürgen Bröcker - Klaus Wilkens, Rolf Krahn, Hans Körner - Harald Gniechwitz, Alfred Liedtke, Runald Fischer, Rainer Ehmke, Wolfgang Fleischhammel (70. Rolf Kröger).

 

Sonntag, 20. April 1969
VfL Oldesloe II - FC Burg 0:1 (0:1)

VfL nutzte seine Chancen nicht. Eine äußerst unglückliche 0:1-Niederlage mußte der VfL Oldesloe II auf eigenem Platz gegen den FC Burg einstecken. Die Oldesloer Verbandsligisten hatten zwar über die gesamte Zeit den größeren Spielanteil und schnürten ihren Gegner streckenweise ein, waren aber nicht in der Lage, Torhüter Mulinski zu überwinden.

Schade, daß die Oldesloer in Auswahlspieler Sorgenfrei einen Ausfall auf dem rechten Flügel zu verzeichnen hatten, ihm gelang so gut wie nichts. In der 57. Minute schon hätte er die Chance nutzen müssen, die Bröcker durch seinen hohen Flankenball erreicht hatte, aber er setzte sich nicht genug ein, sonst hätte er Erfolg haben müssen. In der 60. Minute mußten die Abwehrspieler erneut auf der Linie klären, dann ein Direktschuß von Gniechwitz, der knapp neben das Tor ging. Pech hatte Fischer, der in der 82. Minute nur den Pfosten traf. Das sind nur einige der vielen Chancen, die die Oldesloer hatten. So blieb überraschend der von Pohlmann schon in der 12. Minute erzielte Treffer spielentscheidend, den Krahn verschuldet hatte. Pech hatte der VfL außerdem, daß der ansonsten recht gut pfeifende Schiedsrichter Freiberg vom Eichholzer SV ein deutliches Handspiel der Burger nicht ahndete. Hier hätte die Entscheidung nur Elfmeter lauten müssen, denn der Burger hatte mit dem Ellenbogen den Ball aus der Gefahrenzone geschlagen.
ST

VfL Oldesloe II: Rolf Kröger - Bernd Oldenburg, Peter Spieler - Runald Fischer, Rolf Krahn, Hans Körner - Peter Sorgenfrei, Harald Gniechwitz, Rainer Ehmke, Hans-Jürgen Bröcker, Wolfgang Fleischhammel.

 

Samstag, 26. April 1969
FSV Lübeck - VfL Oldesloe II 2:2 (0:1)

Es sah erneut schlecht für die FSVer aus, die gegen die kompromißlose Deckung der Oldesloer zunächst keine Einstellung fanden und auch in der Abwehr ein wenig wankten. Gniechwitz und Fleischhammel nutzten die Anfangsschwächen der Gastgeber konsequent aus, ehe Fruböse nach einer Stunde Spielzeit für den großen Umschwung sorgte. Nachdem Grinda dann zehn Minuten später das 2:2 markierte, standen die FSVer sogar mehrfach vor dem Siegtor, das der VfL nur mit viel Glück vereitelte. SPM

VL Oldesloe II: Rolf Kröger - Klaus Wilkens, Peter Spieler - Runald Fischer, Rolf Krahn, Hans Körner - Harald Gniechwitz, Alfred Liedtke (60. Sven Jürgensen), Harry Struppek, Rainer Ehmke, Wolfgang Fleischhammel.

 

Sonntag, 4. Mai 1969
TSV Bargteheide - VfL Oldesloe II 2:1 (2:0)

Der TSV Bargteheide schlug VfL Oldesloe II 2:1. Dieser zweite Heimsieg der Saison und damit der dritte Sieg hintereinander innerhalb von acht Tagen brachte die Weinroten ein gutes Stück voran.

Zwar ist die Abstiegsgefahr noch nicht endgültig gebannt, doch darf man den Bargteheidern jetzt zutrauen, daß sie die notwendigen Punkte in den neun noch ausstehenden Spielen erkämpfen. In den ersten 45 Minuten zeigten sie ihren Zuschauern endlich einmal, was sie ihnen so oft vorenthalten hatten. Bereits in der 2. Minute schoß Stopper Sahlmann scharf auf das Oldesloer Tor, Torwart Kröger ließ den Ball abprallen und Krauskopf schoß zum 1:0 ein. In der 8. Minute verfehlte Kundoch nur knapp das Tor mit einem harten Flachschuß. Drei Minuten später traf Zielke die Querlatte und Schick drückte den abprallenden Ball über die Linie. Obwohl auch der Linienrichter auf Tor entschied, wollte der Schiedsrichter den Ball jedoch nicht im Tor gesehen haben. Nachdem Zielke in der 25. Minute mit einem Schuß Pech hatte, setzte er vier Minuten später den aufgerückten Verteidiger Sparr herrlich mit einem Paß ein, und dieser ließ Kröger mit einer Bombe unter die Querlatte keine Chance (2:0).

Die Kreisstädter kamen in den ersten 35 Minuten kaum zu einer zwingenden Torchance. Nach dem Wechsel rissen sie mehr und mehr das Mittelfelfdspiel an sich. Insbesondere Fischer war es, der das Oldesloer Spiel ankurbelte. In Strafraumnähe waren die Bargteheider jedoch weiterhin auf der Hut. Nachdem Krauskopf (68. Kopfball) und Schick (69.) Pech bei Konterangriffen hatten, gelang Ehmke in der 76. Minute mit einem schönen Schuß aus der Drehung der Anschlußtreffer (2:1). Jetzt wurde es noch einmal kritisch für die Weinroten, zumal Krauskopf nach einem Foul an Zielke auch noch einen Elfmeter nicht verwandeln konnte (81.). Schließlich blieb es dann aber doch beim verdienten 2:1 für die Weinroten.
ST

VfL Oldesloe II: Rolf Kröger - Bernd Oldenburg, Peter Spieler - Horst Bieschke, Rolf Krahn, Hans Körner - Günter Klopp, Runald Fischer, Harald Gniechwitz, Rainer Ehmke, Wolfgang Fleischhammel.

 

Samstag, 10. Mai 1969
Verbandsligist VfL II kämpft jetzt gegen den Abstieg, wer hätte zu Saisonbeginn nach den drei großartigen Siegen daran gedacht? Auch die Amateure des VfB Lübeck befinden sich in Abstiegsgefahr und dürfen keinen Punkt mehr verschenken. So darf man sich morgen um 10.45 Uhr auf eine zumindest spannende Partie freuen, bei der Trainer Nitzke endlich wieder ein gutes Aufgebot beisammen hat. Für Bröcker (jetzt Landesliga) ist Goronzi mit in der Verbandsliga aufgeboten. Er bedeutet eine Verstärkung, die den Abstieg mit verhindern sollte.
ST

 

Sonntag, 11. Mai 1969
VfB Lübeck Am. - VfL Oldesloe II 1:0 (1:0)

VfL II treibt dem Abstieg zu. Enttäuschende Leistung gegen VfB Lübeck Amateure. Die Verbandsliga VfL Oldesloe treibt weiter dem Tabellenende zu: das wichtige Spiel gegen VfB Lübeck Amateure verlor sie 0:1, obwohl sie die insgesamt bessere Mannschaft stellte. Doch sie schien wieder einmal vom Pech verfolgt.

Nach einem Abwehrfehler waren die Lübecker etwas überraschend schon in der 20. Minute in Führung gegangen. Podszus, der frühere Bargteheider, war der glückliche Schütze gewesen. Diesem einen Tor liefen die Oldesloer dann 70 Minuten lang hinterher. am Ende aber waren die Lübecker die glücklichen Gewinner, sie konnten sich vom Tabellenende etwas absetzen. Große Sorgen haben jetzt die Oldesloer. Eine weitere Niederlage könnte sie bereits ganz nach unten werfen. ST

VfL Oldesloe II: Rolf Kröger - Bernd Oldenburg, Peter Spieler - Runald Fischer, Rolf Krahn, Hans Körner (60. Klaus Wilkens) - Harald Gniechwitz, Horst Bieschke, Harry Struppek, Uwe Goronzi, Rainer Ehmke.

 

Donnerstag, 15. Mai 1969
VfL Oldesloe II - TSV Kücknitz 0:0

Diesmal hatte Oldesloe Glück. Ein wertvoller Punkt im Kampf gegen den Abstieg aus der Verbandsliga verblieb dem VfL Oldesloe II. Er trennte sich von seinem Gast, dem TSV Kücknitz, 0:0.

Damit war der VfL recht gut bedient, denn in der zweiten Halbzeit waren die Lübecker die bessere Mannschaft. Doch im Abschluß spielten sie unkonzentriert. Außerdem scheiterten sie an der recht sicheren Oldesloer Abwehr, aus der Körner herausragte. Großartig die Abwehr von Kröger in der 62. Minute nach einem Schuß von Korrek. Eine Chance ergab sich für Gniechwitz, aber er setzte den Kopfball in der 75. Minute doch zu hoch an, so daß dieser über das Tor flog. Glück hatte der VfL in der 80. Minute, als Kröger eine Flanke von Korrek verpaßte. Spieler verwehrte dem Ball jedoch den Übertritt über die Torlinie und rettete vor zwei Lübeckern. Aber auch in den Schlußminuten Gefahr für das Oldesloer Tor: Mittelstürmer Kotz kam zum Schuß, verfehlte aber das Tor ganz knapp.

Sicherlich wäre ein Kücknitzer Sieg nicht unverdient gewesen. Die Oldesloer können sich über diesen wertvollen Punkt freuen, der ihnen allerdings glücklich zugefallen ist. Auffallend war, daß der etwas müde wirkende Oldesloer Sturm immer wieder in die Abseitsfalle der Gäste lief, so daß auch die wenigen gut angelegten Angriffe ohne Wirkung bleiben mußten. Bei vier noch ausstehenden Spielen ist die Abstiegsgefahr für den VfL noch keineswegs gebannt.
ST

VfL Oldesloe II: Rolf Kröger - Klaus Wilkens, Peter Spieler - Bernd Oldenburg, Rolf Krahn, Hans Körner - Harald Gniechwitz, Horst Bieschke, Runald Fischer, Uwe Goronzi, Rainer Ehmke.

 

Samstag, 24. Mai 1969
VfL Oldesloe II - Möllner SV 0:6 (0:1)

Von allen guten Geistern verlassen. VfL II unterlag Mölln. Die Verbandsliga des VfL Oldesloe war von allen guten geistern verlassen. Sie unterlag der Möllner Spielvereinigung sensationell deutlich mit 0:6. Die gesamte VfL-Mannschaft spielte völlig außer Form, und es schien, als hätte sie sich bereits mit dem Abstieg abgefunden, der jetzt mit 31 Verlustpunkten und bei eventuell drei Absteigern nur noch schwer vermeidbar sein dürfte.

In der 14. Minute mußten die Oldesloer den ersten Treffer hinnehmen, hatten bis zur Pause dann jedoch einige gute Möglichkeiten, zumindest ein Tor zu erzielen. Aber sie operierten zu umständlich. Zudem verfügten die Möllner über einen guten und sicheren Schlußmann im Gegensatz zum VfL, der in Kröger diesmal einen der schwächsten Spieler hatte. Krögers Fehler führte dann auch zum vorentscheidenden 0:2 nach der Pause, als er einen Ball fallen ließ und nicht energisch genug nachsetzte. Die Oldesloer wollten nun mit Gewalt den Rückstand aufholen - für die Möllner immer wieder eine willkommene Gelegenheit, in Konterschlägen selbst den Erfolg zu suchen und zu finden. In der Oldesloer Mannschaft konnten nur Bieschke und der nach der Pause für Ehmke eingesetzte Heitmann gefallen.
ST

VfL Oldesloe II: Rolf Kröger - Klaus Wilkens, Peter Spieler - Peter Metzing, Rolf Krahn, Runald Fischer - Harald Gniechwitz, Horst Bieschke, Harry Struppek, Rainer Ehmke (46. Gerd Heitmann), Wolfgang Fleischhammel.

 

Montag, 26. Mai 1969 - Freundschaftsspiel
VSG Stapelfeld - VfL Oldesloe II 2:6 (0:3)

Aufopfernd kämpfte die Platzelf gegen ihren großen Gegner aus der Kreisstadt und unterlag, vielleicht um ein bis zwei Tore zu hoch.
ST

VfL Oldesloe II (Ankündigung): Hans Heilmann - Klaus Wilkens, Peter Spieler - Hans Körner, Rolf Krahn, Runald Fischer - Harald Gniechwitz, Horst Bieschke, Uwe Goronzi, Rainer Ehmke, Wolfgang Fleischhammel - Auswechselspieler: Alfred Liedtke, Peter Metzing, Rolf Graffenberger.

 

Sonntag, 1. Juni 1969
VfL Schwartau - VfL Oldesloe II 6:1 (2:0)

Ein schöneres Abschiedsgeschenk konnte die VfL-Liga ihrem scheidenden Trainer Walter Andresen wahrlich nicht machen. Noch einmal alle Kraft und Konzentration zusammennehmend, brannten die Hausherren ein echtes Feuerwerk ab, bei dem Mittelstürmer Preuß mit fünf Treffern die hellsten Raketen abschoß. Kistenmacher rundete das Ergebnis mit dem sechsten Tor schließlich ab. Für die Oldesloer ist das Abstiegsgespenst nunmehr ein unmittelbarer Wegbegleiter geworden. das von Alfred Liedtke beim Stande von 4:0 herausgeschossene Gegentor war einfach zu wenig.

Es hat den Anschein, als habe sich die Oldesloer Mannschaft schon selbst aufgegeben, auf jeden Fall war von einer gesunden Kampfmoral nichts zu spüren. Der einzige Spieler, der noch eine gute Form zeigte, war Steenbuck - und er wurde dann gegen Alfred Liedtke ausgewechselt. Torhüter Heilmann konnte die Tore kaum verhindern, seine Vorderleute waren einfach zu schwach.
SPM/ST

VfL Oldesloe II: Hans Heilmann - Klaus Wilkens, Klaus Steenbuck (46. Alfred Liedtke) - Runald Fischer, Rolf Krahn, Bernd Oldenburg - Harald Gniechwitz, Horst Bieschke, Harry Struppek, Rainer Ehmke, Wolfgang Fleischhammel.

 

Samstag, 7. Juni 1969
VfL Oldesloe II - SV Sereetz 3:0 (1:0)

Ein verdienter Erfolg über den als Absteiger feststehenden SV Sereetz, der den Oldesloern nicht leicht gemacht wurde. Die Gäste waren in den ersten 45 Minuten durch Konter immer wieder gefährlich. Ehmke brachte den VfL in der 8. Minute mit 1:0 in Führung. Bieschke verschoß einen Handelfmeter. Nach der Pause fiel endgültig die Entscheidung in der 55. Minute durch Fleischhammel, der nach einem Freistoß aus spitzem Winkel einschoß. Dagegen schien sein Treffer zum 3:0 in der 79. Minute nicht ganz unhaltbar zu sein. Der Sereetzer Schlußmann ließ sich jedenfalls durch diesen Weitschuß überraschen.

Beim VfL fiel angenehm auf, daß die Mannschaft endlich wieder kämpferisch stark war, wenn man auch spielerische Mängel nicht übersehen konnte. Die Abwehr ließ deutliche Schwächen erkennen, die aber von den Gästen nicht genutzt wurden. Bester Abwehrspieler war noch der mit einer Sonderaufgabe betreute Bieschke, im Sturm gefiel am besten Fleischhammel, der in der 58. Minute Pech mit einem Pfostenschuß hatte.
ST

VfL Oldesloe II: Hans Heilmann - Bernd Oldenburg, Klaus Wilkens - Peter Metzing, Rolf Krahn, Runald Fischer - Harald Gniechwitz, Horst Bieschke, Klaus Steenbuck, Rainer Ehmke, Wolfgang Fleischhammel.

 

Samstag, 21. Juni 1969
Allerletzte Chance für VfL II.

Meister Heiligenstedten heute im Travestadion. Die Verbandsliga-Elf des VfL Oldesloe erwartet heute um 17.30 Uhr den Meister TSV Heiligenstedten zum letzten Punktspiel der Saison. Er muß dabei die letzte, hauchdünne Chance nutzen, am Ende doch noch dem Abstieg in die Bezirksliga zu entgehen. Aber ausgerechnet gegen den Mister soll jetzt ein Sieg gelingen?

Die Oldesloer haben 33 Verlustpunkte, während Elmenhorst, Hademarschen und der FSV Lübeck je 31 Punkte aufweisen. Nur wenn eine dieser Mannschaften ihr letztes Spiel verliert und die Oldesloer auf eigenem Platz gegen Heiligenstedten gewinnen, ist der VfL eventuell noch durch ein Entscheidungsspiel zu retten. Sollte jedoch der VfB Kiel in die Regionalliga aufsteigen, dann gäbe es nur zwei Absteiger - die Oldesloer wären gerettet. Die Chancen stehen für den VfL nicht besonders gut, aber die Mannschaft will beweisen, daß sie in der Lage ist, auch in der Verbandsliga zu bestehen. ST

 

Samstag, 21. Juni 1969
VfL Oldesloe II - TSV Heiligenstedten 4:2 (1:2)

Hat sich VfL II doch noch gerettet? Meister Heiligenstedten geschlagen. Der VfL vollbrachte in seinem letzten Punktspiel eine kleine Sensation; er schlug den meister TSV Heiligenstedten verdient mit 4:2, obwohl er zur Pause noch mit 1:2 zurücklag. Ob dieser Sieg dem VfL aber noch etwas nützt, ob er sich vor dem Abstieg aus der Verbandsliga in die Bezirksliga gerettet hat, stellt sich erst am nächsten Wochenende heraus, wenn der FSV Lübeck sein letztes Punktspiel in Heiligenstedten zu absolvieren hat. Verliert er, wird ein Entscheidungsspiel erforderlich, falls der VfB Kiel im Entscheidungsspiel gegen Wilhelmshaven um den Regionalliga-Aufstieg unterliegen sollte.

Der VfL hatte anfangs leichte Vorteile und schaffte auch das 1:0 in der 16. Minute durch Gniechwitz, der Kalweit mit seinem Schuß überraschte. Daß aber die Gäste recht clever ihre Chancen zu nutzen verstehen, mußte auch der VfL erkennen, denn in der 40. und 43. Minute erzielte Rüter durch zwei Freistöße das 1:2. Vor allem beim zweiten Tor sah Heilmann nicht sehr gut aus. Diesen Fehler machte er später jedoch wieder wett.

Überraschenderweise ließ sich der VfL nicht aus der Ruhe bringen. In der zweiten Hälfte steigerte sich die Mannschaft erheblich und hatte den Gegner gut im Griff. Allerdings mußte Steenbuck in der 47. Minute auf der Linie retten. Dann aber die 51. Minute: Eine weite Vorlage von Panier, Gniechwitz war zur Stelle und der Ausgleich war perfekt. Steenbuck und Gniechwitz hatten dann weitere Chancen, aber zunächst wurden sie vereitelt.

Dann kamen die Gäste besser auf, sie hätten in diesem Moment durchaus ein Tor erzielen können, aber in diese Drangperiode hinein fiel das 3:2 für die Oldesloer durch einen plazierten Kopfball von Spieler, der geschickt von Fleischhammel angespielt worden war. In der 77. Minute erhielt der meister endgültig den k.o., als Panier von Gniechwitz eingesetzt wurde und unhaltbar zum 4:2 einschoß.

Hätten die Oldesloer doch immer so gekämpft und gespielt! Man darf dabei nicht vergessen, daß es dieselbe Mannschaft war, die zwölf Spiele hintereinander ohne Sieg geblieben war.
ST

VfL Oldesloe II: Hans Heilmann - Günter Herfurth, Klaus Wilkens - Peter Spieler, Horst Bieschke, Bernd Oldenburg - Harald Gniechwitz, Hans-Jürgen Panier, Klaus Steenbuck, Rainer Ehmke, Wolfgang Fleischhammel.

 

Montag, 30. Juni 1969
Chance für VfL II.

Erst mit einem Entscheidungsspiel kann in der Südstaffel der Verbandsliga Schleswig-Holstein ermittelt werden, wer neben dem SV Sereetz und TV Gleschendorf absteigen muß. Am letzten Spieltag der Serie unterlag der FSV Lübeck auf eigenem Platz dem Meister TSV Heiligenstedten mit 1:3 und kam damit auf dieselbe Punktzahl wie der VfL Oldesloe, nämlich 27:33. FSV und VfL müssen nun unter sich ausmachen, wer in der Verbandsliga bleiben darf. Der Abstieg einer dritten Mannschaft war notwendig geworden, da der Heider SV aus der Regionalliga Nord und somit auch der Itzehoer SV mit seiner Amteurmannschaft aus der Landesliga absteigen mußte.
ST

 

Dienstag, 1. Juli 1969
Im Reinfelder Stadion findet morgen um 18 Uhr das Ausscheidungsspiel zwischen dem VfL Oldesloe II und der FSV Lübeck um den Abstieg aus der Verbandsliga statt. Wer verliert, muß in die Bezirksliga absteigen.
ST

 

Mittwoch, 2. Juli 1969 - Entscheidungsspiel
FSV Lübeck - VfL Oldesloe II 2:0 (0:0)

VfL II hat es nicht geschafft. 0:2-Niederlage gegen FSV Lübeck besiegelte Abstieg. Der Verbandsligist VfL Oldesloe II hat das Ziel nicht erreicht. Er verlor das Entscheidungsspiel gegen FSV Lübeck um den Abstieg verdient mit 0:2 und muß nun wieder zurück in die Bezirksliga. In Reinfeld lag sich die Mannschaft von der FSV Lübeck nach Schlußpfiff des ausgezeichneten Schiedsrichters Facklam aus Westerrade glücklich in den Armen. Sie hatte in dieser Schlacht die besseren Nerven gehabt und entging somit dem Abstieg.

Der VfL Oldesloe setzte die Mannschaft ein, die gegen Heiligenstedten so großartig aufgetrumpft hatte. Doch ähnlich gute Leistungen waren diesmal nicht zu sehen. Lediglich Nervosität beherrschte die Szene, von der auch der Gegner die ersten 45 Minuten befallen war. Die Oldesloer vermochten sich aber während der gesamten Spielzeit nicht davon zu befreien. Für den Verlauf der Partie gab das den Ausschlag.

Nach einer farblosen ersten Halbzeit kamen die Lübecker immer besser ins Spiel. Sie zwangen die Oldesloer letztlich in die Defensive und hatten einige gute Chancen. Überragend war ihr Mittelfeldspieler Stark, der von Spieler gehalten werden sollte. Der Oldesloer (mit Rückennummer 7) vermochte diese Aufgabe nicht zu lösen. In der 66. Minute hieß es völlig überraschend 0:1, als die Oldesloer Abwehr einen Flankenball verpaßte und ein Lübecker einköpfen konnte. Der Halblinke Hirschbühler erwischte Torhüter Heilmann auf dem falschen Fuß - unhaltbar flog der Ball ins äußerste Eck. Das war praktisch schon die Entscheidung. Die schwache Oldesloer Mannschaft konnte in keiner Phase eine Wendung herbeiführen. Sie mußte in der 87. Minute sogar noch das 0:2 hinnehmen.
ST

VfL Oldesloe II (Ankündigung): Hans Heilmann - Bernd Oldenburg, Klaus Wilkens - Peter Spieler, Rolf Krahn, Peter Metzing - Harald Gniechwitz, Hans-Jürgen Panier, Horst Bieschke, Rainer Ehmke, Wolfgang Fleischhammel - Auswechselspieler: Klaus Steenbuck, Harry Struppek, Bernd Markmann, Rolf Graffenberger.

Tore: 1:0 Hirschbühler (66.), 2:0 Rußland (87.). - Schiedsrichter: Facklam (Westerrade). - Zuschauer: 150.

 

 

 

Bis zum Jahr 1970