Montag, 22. September 1980
SC Union noch immer ohne Tor
Auch gegen den SV Hansühn trafen die Oldesloer nicht

Auch nach vier Spielen in der neuen Saison der Landesliga Süd hat der SC Union Oldesloe noch immer kein Tor geschossen. Am Sonntag verloren die Oldesloer gegen den SV Hansühn mit 0:3 (0:0). Langsam aber sicher wird die Lage für die Männer vom Kurparkstadion prekär. 360 Minuten ohne jeden Torerfolg lassen sich nicht allein mit Pech, das dem SC Union zweifellos auch hinterherläuft, erklären. Trainer Christian Last wird sich allmählich etwas einfallen lassen müssen, um den eigenen Angriff in Schwung zu bringen, zumal in der zweiten Halbzeit des gestrigen Spiels auch die Abwehr erste Risse zeigte. Auf die Dauer, soviel ist klar, wird sie die Belastung, allein für irgendwelche Punktgewinne gerade zu stehen, nicht tragen können.

SC Union Oldesloe:
Spieler, M. Petzold, Metzing, P. Petzold, Borrek, Thom, Keuchel, Spiewek, K. Stobbe, Völzke, H. Brandt; ab 46. Minute Gossow für Thom und La Porte für P. Petzold
SV Hansühn:
Späth, Bahr, Steffen, Stark, Kromm, Schulz, Hagemeister, Dorrmann, Babbe, Pitschel, Thomsen; ab 66. Minute Mougin für Hagemeister, ab 80. Minute Memme für Thomsen.
Schiedsrichter: Kerl (Lübeck) gab sich große Mühe, traf mit seinen Entscheidungen aber nicht immer die Meinung der 22 Akteure.



Über 150 Zuschauer hatten sich bei schönstem Herbstwetter im Kurparkstadium eingefunden, um den SC Union Oldesloe endlich siegen zu sehen. Die Oldesloer legten auch sofort mit großem Elan los, hatten aber wiederum mit ihren Torschüssen Pech und verstanden es nicht, aus dem überlegenen Spiel der ersten Halbzeit Erfolge zu erzielen.

Die Oldesloer hatten im ersten Durchgang nicht nur die größeren Spielanteile, sondern hätten den Chancen nach, auch unbedingt Tore schießen müssen. Bereits in der dritten Minute ging ein Schuß von Spiewek auf Vorlage von Völzke nur knapp am rechten Pfosten vorbei und in der 20. Minute schlug eine 25m-Bombe von Thom an das Außennetz.

Die einzige reelle Chance der Hansühner im ersten Durchgang hatte Linksaußen Thomsen in der 32. Minute, aber nach einer Vorlage von Pitschel ging der Ball knapp am Pfosten vorbei. Glück hatte der Hansühner Torsteher Späth bei einem 30-m-Schuß von Borrek in der 40. Minute, den er aber mit letzter Kraft unter Kontrolle bringen konnte.



In der Pause hat es Trainer Last nicht an ernsten Worten fehlen lassen, doch der Austausch von Thom und P. Petzold machten sich recht bald in negativer Hinsicht auf die Durchschlagkraft der Gastgeber bemerkbar. In der 50. Minute war es Linksaußen Thomsen, der einen Eckball von Pitschel mit dem Kopf zum 1:0 für die Hansühner übendie Linie bringen konnte. Zehn Minuten später konnte Torwart Späth einen Schuß von Stobbe nur abklatschen lassen, der Ball kam Holger Brandt vor die Füße, der aber aus nur vier Metern Entfernung den Ball über die Torlatte hob.

Diese Chance hätte den Ausgleich bringen müssen und dann wäre vielleicht das Spiel anders gelaufen. Auch ein Alleingang von Gossow brachte nichts ein. Mehr Glück hatten die Hansühner, die in der 71. Minute durch Linksaußen Thomsen nach guter Vorarbeit von Mougin ihre Führung auf 2:0 erhöhen konnten. In der 77. Minute brachte ein Schuß von Keuchfzl nichts ein.

Bei einem Konterangriff der Hansühner in der 86. Minute konnte Pitschel nach einerVorlage aus dem Mittelfeld zum 3:0 für die Gäste einschießen. Es sollte nicht unerwähnt bleiben, daß die Abwehr der Oldesloer in diesem Spiel nicht immer sattelfest war, Torwart Spieler aber eine höhere Niederlage verhinderte.


Montag, 1. Dezember 1980
Kein Tor im Oldesloer Lokalderby
Der VfL wurde seiner Favoritenrolle nicht gerecht

Der SC Union jubelte über ein 0:0 - Das Resultat wurde dem Spielverlauf gerecht - Harter, aber nicht unfairer Lokalkampf

Mit einem torlosen Unentschieden endete gestern im Kurparkstadion das mit Spannung erwartete Oldesloer Lokalderby in der Fußball-Landesliga Süd zwischen dem SC Union und dem VfL. Das Resultat ging nach 90 spannenden, aber keineswegs hochklassigen Spielminuten in Ordnung. Gastgeber Union hatte in der ersten Spielhälfte gegen den als Favoriten angetretenen VfL ein leichtes Übergewicht, der Lokalrivale war nach dem Seitenwechsel überwiegend die dominierende Mannschaft, ohne daß es aber einer der beiden Seiten gelang, entscheidende Vorteile herauszuspielen.





Das 0:0 ist für den SC Union sicher ein schöner Erfolg. Immerhin hatte man eine Mannschaft zu Gast, die als Tabellenführer ins Kurparkstadion gekommen war, und da ist der Gewinn eines Punktes, wenn man selbst im Abstiegskampf schwebt und dringend auf jeden Punkt angewiesen ist, eine runde Sache.

Beim VfL sah man die Angelegenheit begreiflicherweise ein wenig anders. Nach der imponierenden Erfolgsserie in den letzten Monaten hatte man auch gegen den Lokalrivalen auf einen Sieg gesetzt, zumal man den SC Union in der letzten Saison in beiden Spielen klar beherrscht hatte. Zu grämen aber brauchen sich die Schützlinge von Trainer Paul Löper nach diesem Unentschieden deswegen nun nicht. Sicher, sie hatten nicht die Form gefunden wie eine Woche zuvor beim 3:0-Sieg in Eichholz, aber immerhin blieben sie nun schon im zwölften Spiel in ununterbrochener Reihenfolge ohne Niederlage und die Chancen auf den Gewinn der Herbstmeisterschaft sind nach wie vor recht gut.


SC Union:
Spieler, M. Petzold, Borrek, P. Petzold, Völzke, Spie-weck, Thom (ab 89. Minute Fischer), Pophal, La Porte, Stobbe, Brandt.
VfL:
Sakrzewski, K. Albrecht, Heyck, Reuter, Wölk, Scheel, H. Boje, Kock (ab. 68. Minute Wullenweber), Hopp, Gerken, Schmoliner.
Schiedsrichter: Liemann (Hennstedt/Rhen) mit einer nicht immer überzeugenden Leistung. Im Endeffekt hielten sich aber seine Fehlentscheidungen in dem harten, aber selten unfairen Lokalderby für beide Seiten die Waage. Kock wurde von ihm nach einem Foul an Spieweck für zehn Minuten des Feldes verwiesen, Völzke bekam nach einer harten Attacke gegen Hopp die gelbe Karte zu sehen.
Zuschauer: Bei klirrendem Frost gut 700.

Gastgeber SC Union, der sich in der letzten Saison in beiden Lokalderbys sehr zurückhaltend gegeben hatte, und wahrscheinlich deshalb beide Male ohne reelle Chance gewesen war, trat dem Favoriten am Sonntag mit wesentlich offenerem Visier entgegen. Die Mannschaft versteckte sich zu keiner Phase hinter dem Gegner und nahm jede Chance wahr, selbst die Initiative zu ergreifen.



In der ersten Halbzeit führte diese Spielweise streckenweise sogar dazu, daß die Platzherren das Spiel nicht nur offenhielten, sie hatten über weite Strecken sogar Feldvorteile und die Mehrzahl der Torgelegenheiten war bis zur Pause eindeutig auf ihrer Seite. Das Fehlen eines Torjägers in ihren Reihen machte sich aber wieder einmal nachteilig bemerkbar. Ernsthaft in Gefahr jedenfalls geriet das VfL-Tor nur einmal, als Torhüter Sakrzewski nach einer Spieweck-Ecke bravourös gegen Thom retten mußte.

Auf der anderen Seite hatte der VfL zweimal die Chance, in Führung zu gehen, aber ein trockener Schuß von Libero Reuter strich knapp am Union-Tor vorbei und einen gefährlichen Schuß von Gerken parierte Spieler mit glänzendem Reflex.

In der Anfangsphase des zweiten Spielabschnitts riß dann aber der VfL, der nun den eiskalten und gelegentlich auch heftigen Wind im Rücken hatte, das Geschehen an sich und schnürte den Gegner minutenlang im eigenen Strafraum ein. Torhüter Spieler, wieder einmal bester Spieler seiner Mannschaft, und der umsichtige Libero Borrek überstanden aber alle brenzligen Situationen unbeschadet.

Glück hatten die Gastgeber dabei in der 50. Minute, als dem VfL nach einem klaren Foul im Strafraum an Gerken ein Elfmeter verweigert wurde, und an einen tückischen Aufsetzer von Schmoliner, der knapp über die Querlatte strich, wäre Spieler wohl nicht herangekommen.

Der Feldverweis auf Zeit von Kock in der 58. Minute beendete dann in etwa die Drangperiode des VfL. Fünf Minuten lang drückte der Gast zwar auch mit nur zehn Spielern noch aufs Tempo und hätte fast in Unterzahl die Führung erzielt, dann aber konnte sich der SC Union aber wieder freimachen. Ein Pfostenschuß von Stobbe auf der einen und ein gekonnter Heber von Schmoliner auf der anderen Seite, den Spieler mit glänzendem Reflex zur Ecke lenkte, waren dann die letzten Höhepunkte bis zum Schlußpfiff.

Unentschieden, wie das Endergebnis, fällt auch im ganzen die Einzelkritik aus. Der VfL besaß sicher ein leichtes Plus in Abwehr und Angriff. Wölk (gegen La Porte), Heyck (gegen Stobbe), und K. Albrecht (gegen Brandt) hatten mit ihren Kontrahenten sicher weniger Mühe, als auf der anderen Seite P. Petzold (gegen Gerken), M. Petzold (gegen Schmoliner) und Völzke (gegen Hopp).

Der SC Union besaß dagegen ein Übergewicht im Mittelfeld. Spieweck gewann das Duell gegen Kock recht deutlich, Thoms konnte sich gegen den ebenfalls nicht in Bestform befindlichen H. Boje gut in Szene setzen und selbst der zuverlässige Scheel konnte den ungemein lauffreudigen Pophal nicht ganz an die Kette legen.

Ohne Fehler waren auf beiden Seiten die Torhüter, hier Spieler, dort Sakrzewski, wobei der Union-Keeper ein wenig mehr Gelegenheit bekam, sich auszuzeichnen, und auch die beiden Liberos, Borrek (Union) und Reuter (VfL), standen sich in nichts nach.


12.4.1981
Vor gut 900 Zuschauern im Travestadion
Nicht der favorisierte VfL, sondern der SC Union bestimmte das Lokalderby
Der zweifache Torschütze Fischer und Torhüter Spieler (beide Union) waren Helden des Tages


Als die 90 Minuten des mit so viel Spannung erwarteten Oldesloer Lokalderbys in der Fußball-Landesliga Süd zwischen dem bisherigen Tabellenführer VfL und dem abstiegsgefährdeten SC Union beendet war, war alles ganz einfach und klar: Die an diesem Tag eindeutig bessere Mannschaft - in spielerischer und kämpferischer Hinsicht - hatte das Spiel mit 2:0 (1:0) verdient und sicher für sich entschieden. Die Überaschung und damit das Unerwartete war, daß nicht der als klarer Favorit in das Spiel gegangene VfL, sondern der SC Union die besseren Karten - und das auf eigentlich allen Posten hatte. Gewiß, die Schützlinge von Trainer Paul Löper hatten, vor allem im zweiten Spielabschnitt, eine ganze Reihe von glasklaren Torchancen (Reuter), die allesamt kläglich vergeben wurden, aber die bei weitem harmonischere Mannschaft stellte ganz eindeutig der SC Union, und es gab am Ende wohl niemanden unter den gut 900 Zuschauern, egal aus welchem der beiden Lager auch immer, der nicht gesehen hatte, daß die Schützlinge von Trainer Christian Last einen jederzeit verdienten Erfolg davongetragen hatten.

VfL Oldesloe: Sakrzewski, G. Albrecht, Heyck, Scheel, K. Albrecht, Reuter (ab 81. Minute Rieken), Nossol, H. Boje (ab 68. Minute Hopp), Kock, Gerken, Schmoliner.
SC Union Oldesloe: Spieler, M. Petzold, Gossow, Pophal, Metzing, Spielweck, Völzke (ab 73. Minute P. Petzold), Thom, Fischer, Stobbe, Borrek.

Tore: 0:1 (15. Minute) Fischer mit einem Schuß aus gut 25 Metern Entfernung, der eigentlich als Flanke gedacht war, aber immer länger wurde und von VfL-Torhüter Sakrzewski, der falsch stand und den Ball offensichtlich unterschätzt hatte, völlig falsch berechnet wurde;
0:2 88. Minute) Fischer nach einem glänzenden Solo von Stobbe, der am linken Flügel gleich mehrere VfL-Spieler verladen hatte und Fischer den Ball maßgerecht servierte.




Peter Reuter, anfangs im Mittelfeld eingesetzt, später Libero beim VfL, als solcher aber fast ständig im Angriff zu finden, hatte in der zweiten Halbzeit des Lokalderbys zahlreiche Möglichkeiten, das Spiel ganz alleine zu entscheiden. Aber weder mit diesem Kopfball, bei dem er von Uwe Pophal hart bedrängt wird, noch bei Schüssen aus kürzester Entfernung traf er das Ror des Gegners


Der SC Union hat aus den beiden Niederlagen in den Lokalderbys des letzten Jahres ganz offensichtlich gelernt. Schon im Hinspiel dieser Serie, das mit einem torlosen Unentschieden endete, war man nicht mehr, wie noch vor einem Jahr, voll Ehrfurcht vor dem vermeintlich übermächtigen Rivalen, sondern hatte genug Selbstbewußtsein entwickelt, um auch Initiativen zu übernehmen.

Gestern nun im Travestadion strotzten die Männer vom Kurparkstadion geradezu vor Selbstvertrauen und zeigten dem Lokalrivalen von Anfang an, wo der "Bartel den Most holt". Auffällig war für den Beobachter dabei, , daß bei den Unionern jeder Spieler, vom Torwart bis zum Linksaußen, bis in die Haarspitzen hochmotiviert war, und seine Bereitschaft erkennen ließ, bis zum Umfallen zu kämpfen. Der zweifache Torschütze Fischer beispielsweise hatte sich so sehr verausgabt, daß er sich noch in der Schlußminute, als das Spiel gelaufen war, auswechslen lassen wollte, wovon Trainer Chistian Last dann allerdings absah, weil ohnehin nur noch 60 Sekunden zu spielen waren. Der VfL dagegen ließ auch kaum in Ansätzen unbedingten Siegeswillen erkennen. Daß die Mannschaft zur Zeit in einer Formkrise steckt und ganz offensichtlich auch in der Saison einen Kraft- und Substanzverlust hat hinnehmen müssen, ist für regelmäßige Beobachter der Schützlinge von Trainer Paul Löper schon seit Wochen kein Geheimnis mehr. Daß aber der unbedingte Kampfeswille im gestrigen Lokalderby, von wenigen Ausnahmen abgesehen (Nossol, Scheel und mit Abstrichen noch die Gebrüder Albrecht) enttäuschte die Anhänger doch sehr.

Nachteilig machte sich in dieser Hinsicht das Fehlen von Matzke und Wullenweber, die ebenso wie Wölk wegen Verletzungen fehlten, besonders nachteilig bemerkbar. Spielertypen wie sie, die sich in ihre Gegenspieler regelrecht verbeißen können und deren kämpferischer Elan auch die Mannschaftskollegen mitreißen kann, kann der VfL einfach nicht gleichwertig ersetzen. Ihren Wert für die Mannschaft kann man eigentlich immer dann am besten ermessen, wenn sie nicht mit von der Partie sind.



Diese Szene gehörte im gestrigen Lokalderby im Travestadion zu den Schlüsselereignissen. VfL Vorstopper Heyck hat bei dem sehr umstrittenen Foulelfmeter zwar genau Maß genommen, aber sein schuß mit dem Innenrist war nicht scharf genug, so daß ihn der sprungbereite Union-Torhüter Spieler bravourös aus der Ecke fischen konnte


Beim Spielfilm kann man sich eigentlich auf wenige Szenen beschränken. Ein Schlüsselereignis war mit Sicherheit das Führungstor von Fischer in der 15. Minute, wobei der gravierende Fehler von Sakrzewski der Moral seiner Truppe sicher einen gehörigen Knacks gab. Endgültig vorbei war es mit dem Selbstvertrauen des VfL dann nach den Ereignissen der 41. Minute. Nach einer Karambolage zwischen Schmoliner und Spieweck im Strafraum der Unionen, pfiff Schiedsrichter Spieker (Itzehoe) einen Foulelfmeter für den VfL.

Eine Entscheidung, über die man durchaus geteilter Meinung sein konnte und die heftige Diskussionen auslöste. Insbesondere der vermeintliche Sünder Spieweck erregte sich darüber heftig, bezog dafür noch eine gelbe Karte und stand dicht vor einem Platzverweis. Aber die Empörung der Männer aus dem Kurparkstadion schlug schnell in überschwengliche Freude um, denn der großartige Torhüter Peter Spieler konnte den von Heyck zwar recht genau, aber zu weich getretenen Strafstoß bravourös abwehren.

Im zweiten Durchgang sah man dann zumeist einen kopflos anrennenden VfL, der gegen eine sehr variabel operierende Union-Abwehr aber auf Granit biß, vor allem, weil er auch mit den besten Chancen nichts anzufangen wußte. So hätte alleine Peter Reuter drei, vier Tore unbedingt schießen müssen, aber er, dessen fußballerische Glanztage offensichtlich gezählt sind, traf auch freistehend aus wenigen Metern nicht das gegnerische Tor.

Der SC Union beschränkte sich aber keineswegs ausschließlich auf Abwehraufgaben, sondern startete mit zunehmender Spieldauer immer inmer gefährlichere Konterangriffe, so hätte Kurt Stobbe schon in der 62. Minute eigentlich alles klar machen müssen, als er an Sakrzewski scheiterte, aber die Entscheidung für die an diesem Tage eindeutig bessere Mannschaft fiel dann ja doch noch, und war alles andere als ein Zufall, sondern logische Folgerung des Spielverlaufs.




Und wieder war eine große Chance für den VfL vertan. Metzing (links) blockt einen Schuß von Boje mit letztem Einsatz ab, so daß der großartige Union-Torhüter Spieler nicht mehr einzugreifen braucht.


Trainerstimmen zum Lokalderby:

VfL-Trainer Paul Löper: "Kompliment an den SC Union. Er hat nach guter Leistung völlig verdient auch in dieser Höhe gewonnen. Es wäre sehr bedauerlich, wenn diese Mannschaft, bedingt durch die gleitende Abstiegsskala, aus der Landesliga absteigen müßte. In meiner Mannschaft hat heute kein einzelner Spieler zu seiner Normalform finden können. Es läßt sich wohl kaum noch verheimlichen, daß wir eine tiefe Formkrise durchmachen. Dafür spricht letztlich auch die Vielzahl der wiederum -, teilweise kläglich - ausgelassenen Torchancen. Möglicherweise hat die lange Aufholjagd in der Herbstserie bei einigen Spielern doch zuviel Substanzverlust gefordert. Hinzu kommt, daß sich derzeit durch unser Verletzungspech kaum Variationsmöglichkeiten anbieten."

Union-Trainer Christian Last: "Ich glaube, wir haben dieses Spiel verdient für uns entschieden. Mich hat dabei besonders gefreut, daß meine Mannschaft nicht nur kämpferisch überzeugt hat, sondern auch spielerisch mit dem Gegner mindestens mithalten konnte und taktisch außerordentlich diszipliniert gespielt hat. Trotz des schönen Sieges, über den wir uns natürlich riesig freuen, wollen wir aber auf dem Teppich bleiben. Unser Ziel ist und bleibt es, den Abstieg zu vermeiden. Wenn wir die Form aus dem Lokalderby, die sich in den letzten Spielen schon andeutete, halten können, glaube ich auch, daß wir eine Bereicherung für die Landesliga darstellen."

Stormarner Tageblatt vom 13.April 1981