Schuljahr 1962 - 63  Zeitraum Juli - September 1962

 

Dienstag, 3. Juli 1962

Launisches Wetter dämpfte Festfreude

Obertertianerin wurde beim Vogelschießen Königin

st. – Über 2000 Schulkinder, festlich gekleidet, mit Blumen geschmückt, traten heute morgen in erwartungsfroher Stimmung zum großen Festumzug an. Doch Regenschauer am Anfang und am Ende des Umzuges dämpften die Festfreuden. Sie zwangen auch, einen Teil der Spiele vom Exer in die Schulen verlegen.

Dennoch verzichtete die Jugend nicht auf den Umzug. Kaum hatte der Regen etwas nachgelassen, setzte er sich vom Mährischen Berg in Bewegung. Als die Wolkendecke aufriß und die Sonne sich blicken ließ, klärten sich auch die Gesichter der Kinder auf. Die Spitze des gut zwei Kilometer langen Zuges bildeten zwei schneidige Polizeireiter. Ihnen folgte der Ausschuß für das Vogelschießen, Fahnenabordnungen, das flott spielende Musikkorps der Kieler Polizeidirektion, die Kronengruppe mit dem Vogel, die Armbrust, die Königsblumenkrone mit dem vorjährigen Königspaar, ferner die Gruppe der Schulleiter und der Ehrengäste. Dann kamen die Kinder. Ihr Anblick war wieder eine rechte Freude. Dichtgedrängt standen die Kreisstädter an den Straßenrändern, um sich nichts entgehen zu lassen.

Zwar hatten viele Mädchen Regenmäntel und Strickjacken über ihre duftigen Sommerkleidchen gezogen, doch die Blumenkränze im Haar, und die Blumenbügel prangten dafür in umso leuchtenderen Farben. Die kleineren Jungen schwenkten ihre Blumenstöcke im Takte kräftiger Hurra-Rufe.

Natürlich marschierten Bürgerworthalter Koch, Bürgermeister Barth und zahlreiche Stadtverordnete mit. Sie waren zuvor mit klingendem Spiel vom Stadthaus abgeholt worden.

Was wäre aber das Vogelschießen ohne die unermüdlichen Spielmannszüge! Außer ihnen sorgte auch noch eine Lübecker Blaskapelle für eine lautstarke Begleitung des Festzuges.

Wie immer hat die Stadt zu Ehren der Kinder ein Festkleid angelegt.

Nach dem Umzug begannen auf dem Exer und teilweise in den Schulen klassenweise die Geschicklichkeitsspiele um Königswürden. Beim Kindertanz wird es heute nachmittag sicher hoch her gehen.

Zur Schlußkundgebung heute abend auf dem Marktplatz sind alle Kreisstädter herzlich eingeladen.

Die Würde der „großen“ Königin errang beim Vogelpicken in der Naturbühne die 15jährige Obertertianerin Gudrun Brehme vom Theodor-Mommsen-Gymnasium. Das Schießen auf den Vogel dauerte bei Redaktionsschluß an. Beim dritten Schuß kam ein Stück des Flügels herunter.

STORMARNER TAGEBLATT vom 3.7.1962

 

Mittwoch, 4. Juli 1962

Frohe Kindergesichter unter Regenschirmen

Schuljugend ließ sich ihr Fest nicht verderben – Ganz Oldesloe war auf den Beinen

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st. – Mit einem Dank an die Eltern und dem Wunsche, daß Bad Oldesloe sein Vogelschießen in Zukunft immer in Eintracht, Frieden und Freiheit feiern könne, beendete Rektor Volkmann von der Klaus-Groth-Schule gestern abend den großen Festtag der Oldesloer Schuljugend.

Dichtgedrängt standen jung und alt auf dem Marktplatz, als Rektor Volkmann die Schlußansprache von erhöhtem Platze hielt. Er blickte auf riesiges Mosaikdach von Regenschirmen. Selbst diese letzten Festminuten waren von einem Regenschauer begleitet. „Und dennoch“, so rief der Redner den Kindern zu, „habt ihr euch euer Fest nicht verderben lassen.“ Spürbar sei auch das Miterleben der Eltern gewesen, die sich wohl in ihre eigene Jugendzeit zurückversetzt fühlten. Die Lehrer hätten seit Wochen an den Vorbereitungen schaffend und gestaltend mitgewirkt. Es sei schön gewesen festzustellen, wie sehr die Oldesloer das Kindervogelschießen als ihr Fest betrachteten und mit Spenden zu seinem Gelingen beizutragen bereit seien.

In die Hochrufe Rektor Volkmanns für das Königspaar Gudrun Brehme und Detlev Hansen – beide sind Klassenkameraden, sie gehören der Obertertia S des Theodor-Mommsen-Gymnasiums an – stimmten Hunderte von Kinderstimmen freudig ein.

Mit dem Wunsch, daß unserem Vaterland aus der Heimatverbundenheit die Kräfte für seine Wiedervereinigung erwachsen mögen, schloß der Schulleiter seine Ansprache. Nach dem gemeinsamen Gesang des Schleswig-Holstein-Liedes und der Nationalhymne kam der erwartete traditionelle Zuruf: „Und Morgen ist Frei-Tag.“ Die Kinder dankten jubelnd.

Am Nachmittag hatte sie unter Aufsicht ihrer Lehrer und vieler Eltern in allen Sälen der Stadt und in drei großen Zelten auf dem Exer unermüdlich getanzt.

Nach der Schlußkundgebung tanzte die ältere Jugend von 16 an aufwärts bis in die Nacht hinein.

Die Königspaare

Stadtschule:

Klasse 1a: Hans-Werner Beringer, Birgitt Brott; 1b: Paul Gladasch, Bärbel Berndt; 1c: Joachim Böhme, Margret Faita; 1d: Torsten Korn, Gudrun Neitzel; Klasse 2a: Klaus-Dieter Tilse, Heidrun Matthies; 2b: Hartmut Freese, Edith Gräpel; Manfred Bolzmann, Renate Brunk; Hans-Dieter Witt, Iris Abraham; 3b: Bodo Haßler, Doris Schnauer; 3c: Wolfgang Tietgen, Edith Fiebelkorn; Klasse 4a: Detlef Baum, Hannelore Kolada; 4b: Dieter Buchholz, Renate Bockwold; 4c: Günter Wilken, Birgit Löding; 5a: Peter Reuter, Karen Grote; 5b: Helmut Sieden, Angela Butschkau; Klasse 6: Gerd Nuckel, Monika Schröder; Klasse 7: Rainer Lewe, Sabine Mallek (zugleich für Klasse 8); Klasse 8: Klaus Heinze.

Klaus-Groth-Schule:

Klasse 1a: Kurt-Kristian Pump, Brigitte Ackermann; 1b: Udo Demmler, Brigitte Lincke; Klasse 2a: Ulf Diethard Woelms, Brigitte Petersen; 2b: Edgar Stiem, Doris Krakow; Klasse 3a: Udo Wiethölter, Helga Studtfeld; 3b: Jochen Draeger, Heidi Ketelhohn; Klasse 4a: Hans-Jürgen Neuhaus, Helga Novack; 4b: Hans-Joachim Kröger, Monika Knappe; Klasse 5a: Jürgen Läuter, Rosemarie Warg; 5b: Hans Elten, Angela Paetz; Klasse 6a: Bernd Vogler, Monika Simon; Klasse 7a: Gerd Röder, Liane Ebert; 7b: Herbert Gladasch, Marion Lierenz; Klasse 8: Harry Buttelmann, Annelore Iden.

Sonderschule:

Gruppe 1: Peter Schöttler; Gruppe 2: Gisela Schwarck (Klinken); Gruppe 3: Manfred Runge; Gruppe 4: Carla Hansen; Gruppe 5: Lothar Schulz.

Königin-Luise-Schule:

Klasse 5a: Gerwin Barck, Ursula Ebel; 5b: Helmuth Behrens, Hellen Wegener; 5c: Wilfried Haensch, Ute Kiesow; Klasse 6a: Karl-Heinz Vogel, Sabine Bastian; 6b: Rüdiger Hildebrandt, Dora Ramm; 6c: Manfred Fürstenberg, Gisela Starck; Klassen 7a/b: Freya Frahm (7a); Klassen 7c/8a: Ruth Müller (8a); Klassen 8b, 8c und 8d: Roswitha Zötl (8b); Klassen 7a, 7b und 7c: Ronald Kirsch (7a); Klassen 8a, 8b, 8c und 8d Peter Pabel (8b).

Theodor Mommsen Schule:

Untertertia: Lutz Klopp, Brunhilde Brehme; Quarta: Werner Tyrell, Giesela Miesel; Quinta a: Volkmar Mikschas, Heike Rodewald; Quinta b: Michael Weinheimer, Ursula Klöckner; Quinta c: Thomas Mandelkau, Helga Cordts; Sexta a: Wolfgang Trinoga, Angelika Höppner; Sexta b: Hans-Joachim Wahlen, Dörte Lebzien.

STORMARNER TAGEBLATT vom 4.7.1962

 

Mittwoch, 4. Juli 1962

Schüler lernen schwimmen

n. – Auch in diesem Jahr fördern die Schulräte Heitmann und Lüth das Schwimmen. Lehrer mit Schwimmlehrbefähigung haben sich zur Verfügung gestellt und führen die Kurse in Ahrensburg, Bad Oldesloe, Bargteheide, Heilshoop, Reinfeld und Stellau durch. Schüler der Oldesloer Schulen und der näheren Umgebung melden sich morgen, um 9 Uhr, in der Badeanstalt am Poggensee. Ein zweiter Lehrgang beginnt am 1. August.

STORMARNER TAGEBLATT vom 4.7.1962

 

Sonnabend, 14. Juli 1962

Schulferien genützt

st. – Wie in jedem Sommer hat der Magistrat auch diesmal für die Ferienzeit Reparaturarbeiten in den Schulen vergeben. In der Stadtschule werden dafür 2800 Mark und in der Mittelschule 2500 Mark aufgewendet.

STORMARNER TAGEBLATT vom 14.7.1962

 

Sonnabend, 14. Juli 1962

Barren für die Oberschule

st. – Der Magistrat bewilligte 670 Mark für die Anschaffung eines Barrens, der in der Turnhalle der Oberschule aufgestellt werden soll.

STORMARNER TAGEBLATT vom 14.7.1962

 

Sonnabend, 14. Juli 1962

Sammlung besser untergebracht

st. – Für die Unterbringung der Physiksammlung des Theodor-Mommsen-Gymnasiums werden zwei Schränke beschafft. Die Stadt stellt dafür 1240 Mark zur Verfügung.

STORMARNER TAGEBLATT vom 14.7.1962

 

Mittwoch, 18. Juli 1962

Nach Tunis eingeladen

st. – Eine dreijährige Brieffreundschaft mit einem jungen Tunesier brachte dem 18jährigen Bernd Schippmann aus dem Rümpeler Weg eine Einladung nach Tunesien ein. Vorgestern trat er die weite Reise per Bahn nach Palermo an. Von dort brachte ihn ein Flugzeug an sein Reiseziel Tunis. Mittelschullehrer Heinz Timmermann hatte diese Freundschaft vor drei Jahren vermittelt. Als er von seiner Tunesienreise im Sommer 1959 heimkehrte, brachte er mehrere Anschriften von Schülern mit, die an einem Briefwechsel mit Oldesloer Schülern in französischer Sprache interessiert waren.

STORMARNER TAGEBLATT vom 18.7.1962

 

Donnerstag, 19. Juli 1962

62 Schüler schwammen sich frei

st. – 119 Jungen und Mädel nahmen an dem Schwimmunterricht im städtischen Freibad Poggensee teil, für den sich die Lehrkräfte Nowak, Kerkau und Cors anerkennenswerterweise während der Ferien zur Verfügung gestellt hatten. 62 Teilnehmer schwammen sich frei, 21 erwarben den Grundschein der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft und neun den Leistungsschein.

STORMARNER TAGEBLATT vom 19.7.1962

 

Donnerstag, 19. Juli 1962

Schulmöbel für 3300 Mark

Für den Ankauf von Schulmöbeln bewilligte der Magistrat 3300 Mark. Sie sind für die Stadtschule, die Klaus-Groth-Schule und die Sonderschule bestimmt, die auch eine Nähmaschine für 350 Mark erhält.

STORMARNER TAGEBLATT vom 19.7.1962

 

Donnerstag, 19. Juli 1962

Jetzt ist Erbsenernte

st. – Auf den Erbsenfeldern ist die Ernte – mit gut drei Wochen Verspätung – in vollem Gange. Pflückerkolonnen sind emsig bei der Arbeit. Ihnen gehören meist Frauen und ältere Schüler aus den Städten an. Sie erhalten einen guten Akkordlohn pro Pfund. Die am Tage gepflückten Erbsen werden, in Säcken verpackt, abends mit Lastwagen in Eiltransporten gleich in die Konservenfabriken zur Verarbeitung gefahren. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 19.7.1962

 

Sonnabend, 21. Juli 1962

Jedes Kind kann schwimmen lernen!

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Voller Stolz nahmen gestern nach bestandener Prüfung im Strandbad Poggensee 22 Schwimmschüler das Frei- bzw. das Fahrtenschwimmerzeugnis entgegen.

Insgesamt beteiligten sich an dem von den Schulräten Lüth und Heitmann angesetzten Ferienschwimmen im Strandbad Poggensee 119 Schulkinder. Die Leitung hatte Mittelschullehrer Bernhard Nowak. Die Klaus-Groth-Schule war mit 40, die Stadtschule mit 37 Meldungen vertreten. Es hatten sich auch Kinder der näheren Umgeburg aus Orten ohne Schwimmgelegenheit gemeldet. 25 Schüler kamen aus Pölitz, Rethwischfeld, Rethwischdorf, Rümpel und Stellau.

Zur Ausbildung der Nichtschwimmer gehörte die Kenntnis der Baderegeln, das Verhalten in der Badeanstalt. Trotz geringer Temperaturen tummelten sich die Kinder lustig im Wasser, spritzten oder glitten wie Hockquallen und verloren so die Furcht; Auftriebs- und Gleitübungen waren weitere Formen der Wassergewöhnung. So vorbereitet begann am zweiten Tag des Lehrgangs die Bein- und Armarbeit, am dritten Übungstag wurden die ersten Schwimmzüge mit „Negerküssen“ belohnt. Wer noch ängstlich war, übte zunächst mit einem Schwimmkissen, nur wenige kamen an die Angel.

37 Freischwimmer und acht Fahrtenschwimmer sind ein schönes Ergebnis, wenn man weitere zehn Schüler einberechnet, die bis zu zehn Minuten schwimmen können. Mit 20 bis 200 Schwimmzügen beendeten 29 Kinder den Lehrgang. Zehn Prozent blieben Nichtschwimmer.

Am 1. August um 9 Uhr beginnt am Poggensee ein zweiter Schwimmlehrgang, um auch den Kindern Gelegenheit zu geben, die während des ersten Teiles der großen Ferien verreist waren. …

STORMARNER TAGEBLATT vom 21.7.1962

 

Dienstag, 28. August 1962

Gymnasium führt seinen neuen Flügel vor

st. – Die Theodor-Mommsen-Schule ladet Eltern und Freunde zu vier Konzerten ein, bei denen der neue Flügel – eine Spende des Schulvereins – vorgeführt werden soll. Am ersten Abend, dem.17. September, tragen Schüler Klavierstücke vor. Am 24. September erklingt Kammermusik, am 12. Oktober singt der Oberprimaner Bernd Gottschalk Schubert „Winterreise“, am 24. Oktober gibt Professor Heinrich Elter von der Hochschule für Musik in Berlin ein Gastspiel. Die Reineinnahmen aus den Konzerten fließen dem Flügelfonds zu.

STORMARNER TAGEBLATT vom 28.8.1962

 

Donnerstag, 30. August 1962

Lübke-Ehrenurkunden für 52 Mittelschüler

Bundesjugendspiele im Sonnenschein – 624 Jungen und Mädchen nahmen teil

st. – Ein wolkenloser Himmel schenkte nach langer Regenzeit 624 Mittelschülern die ersehnte Sonne, als sie zu ihren Bundesjugendspielen im Stadion antraten. Der Schulchor unter der Leitung von Frau Lorenz unterstrich mit dem Lied „Was noch frisch und jung an Jahren...“ den Eifer der Jungen und Mädchen, mit dem sie nach den Begrüßungsworten des Schulleiters Hiller den Dreikampf begannen.

Auf vier Laufbahnen, zehn Weitsprunganlagen und zwölf Wurfständen des Exers und Stadions waren die Schüler um die Punkte für eine Ehren- oder Siegerurkunde bemüht. Bei den Pendel- und Rundenstaffeln ging es außerordentlich lebhaft zu, und mancher Schlußläufer gab unter den Zurufen seiner Klasse das Letzte her.

Volkstänze, Hand- und Fußballspiele beendeten den Wettkampf auf dem grünen Rasen.

Mittelschulrektor Hiller dankte allen an der Durchführung des Festes beteiligten Lehrkräften, würdigte das Bemühen im Wettkampf und Leistungen. Nach dem Lied „Laßt uns fröhlich loben…“ verteilte der Schulleiter 52 Ehrenurkunden an die besten Dreikämpfer der Schule.

Ehrensieger mit 55 und mehr Punkten (Lübke-Urkunden) wurden:

  • Klasse 5a: Ursula Ebel 61,5 Punkte, Gisela Skroblin 55,5; Klasse 5b: Michael Trampler 55.
  • Klasse 6a: Fred Girschkowski 66,5 Punkte; Klasse 6b: Horst Drews 62; Klasse 6c: Erhard Hiller 61, Georg Meyer 58, Rüdiger Sluga 55.
  • Klasse 7a: Walter Grube 56 Punkte, Jutta Reimers 68; Klasse 7c: Jürgen Andrzejewski 57, Gudrun Matiks 57.
  • Klasse 8a: Kurt Friedrich 60,5 Punkte, Jutta Klinck 61,5, Inge Olufs 60; Klasse 8b: Rainer Ebell 55, Roswitha Zötl 59; Klasse 8c: Waltraut Dettke 58, Hanna Becker 56, Anke Dölling 55,5.
  • Klasse 9a: Heidemarie Nowak 57,5 Punkte, Henrike Göttsch 55,5, Gesine Ohrt 55,5; Klasse 9b: Karl-Peter Giese 68, Hans-Wilhelm Schlüter 64, Bernd Lefknecht 61, Karin Kardell 57,5; Klasse 9c: Werner Lafin 69, Kurt Oldenburg 60, Hartmut Beulcke 57, Knut Sievers 56,5, Ernst Hank 55, Dagmar Biehl 58, Marion Noack 57, Gisela Groth 55.
  • Klasse 10a: Helmut Ahlf 70 Punkte, Henning Ruhser 63,5, Volker Bern 59, Hans-Jürgen Mudrak 55,5, Ilona Vollendorf 57; Klasse 10b: Manfred Thurau 59,5, Volkert Koch 59,6, Michael Teschendorff 58,5, Joachim Stapelfeldt 56, Norbert Leinius 55; Klasse 10c: Henry Schwiecker 70, Volker Hoppe 60,5, Klaus-Dieter Bruhns 57,5, Jutta Kost 57, Heidrun Christ 57, Hannelore Maibohm 55,5, Frauke Piechota 56.

Einzelwettbewerbe:

  • 600 Meter Weibliche Jugend B: 1. Karin Pierog (10c) 2:11,3 Minuten, 2. Jutta Kost (10c) 2:25,3.
  • 800 Meter Männliche Jugend A: Henning Ruhser 2:05,2 Minuten.
  • 800 Meter Männliche Jugend B: 1. Hans Uwe Prahl 2:19,0 Minuten, 2. Volker Hoppe 2:22,5, 3. Hans-Jürgen Haß 2:23,6.

STORMARNER TAGEBLATT vom 1.9.1962

 

Sonnabend, 8. September 1962

Feierstunde in der Mittelschule

n. – „Wer jetzig Zeiten leben will…“ war das Einstimmungslied zu einer Feierstunde in der Königin-Luise-Schule anläßlich der Wiederkehr der Konstituierung von Bundesrat und Bundestag. Konrektor Gehrke gab einen historischen Abriß über das Werden der Bundesrepublik. Er stellte dann Vergleiche mit Theorie und Praxis in der sowjetisch besetzten Zone an. Solange Menschen enteignet, an der Mauer um der Freiheit willen erschossen würden, könne man nicht von einer rechtsgültigen Ordnung sprechen. Wir sollten dazu beitragen, Menschen und Völker auf diese Not und das Leid hinzuweisen, bis wir Deutschen einschließlich der Brüder jenseits der Mauer in Einigkeit eine bessere Zukunft finden. Mit dem Kanon „Wir wollen sein ein einig Volk von Brüdern“ schloß die Feierstunde.

STORMARNER TAGEBLATT vom 8.9.1962

 

Mittwoch, 12. September 1962

Lehrgang über Verkehrserziehung an der Schule

st. – Der Kreisfachberater für Verkehrserziehung, Mittelschullehrer Gerhard Fenner, nimmt an einem Lehrgang „Schule und Verkehrserziehung“ im Jugendhof Scheersberg (Kreis Flensburg) teil, zu dem die Landesverkehrswacht Schleswig-Holstein in Verbindung mit dem Kieler Kultusministerium eingeladen hat.

STORMARNER TAGEBLATT vom 12.9.1962

 

Montag, 17. September 1962

Eine ganze Klasse ging in die Luft

st. – Vor ihren Angehörigen und Bekannten berichteten die Mädchen und Jungen der Klasse 10a der Königin-Luise-Schule in Wort und Bild über ihre Fahrt zum Bundestag in Bonn und über die große Klassenfahrt im Sommer, die u.a. zum Europarat in Straßburg führte. Durch Vorlesung aus Tagebüchern, durch Episkopbilder und Farbdias konnten Gäste und Gastgeber diese schönen Fahrten nacherleben. Bei einer Umfrage, welche Städte – insgesamt gesehen – und welche Jugendherberge am besten gefallen habe, erhielten Heidelberg und Brüssel sowie die Jugendherberge in Koblenz in dem alten Festungsgemäuer von Ehrenbreitstein die meisten Stimmen. Die supermoderne Jugendherberge in Bonn erhielt keine Stimme. Dieselbe Klasse hatte am folgenden Nachmittage Gelegenheit, mit einer viersitzigen amerikanischen Cessna-Maschine Rundflüge über Lübeck und Umgebung zu unternehmen. Für alle war das der erste Flug. Lübeck, die Lübecker Bucht und der Ratzeburger See waren bei guter Sicht klar zu erkennen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 17.9.1962

 

Montag, 17. September 1962

Schülerkonzert mit neuem Flügel

Kl. – Der neue Steinway-Flügel des Theodor-Mommsen-Gymnasiums in Bad Oldesloe, ein Geschenk der Elternschaft, der Stadt und des Kreises, erklang in einem Schülerkonzert zum erstenmal. Daß in einer Reihe von vier Konzerten zur Einweihung des schönen Instruments die Schüler des Gymnasiums den ersten Platz einnehmen, ist im Blick auf die hervorragende musikalische. Erziehung an dieser Schule sinnvoll, ein Zugeständnis an die Schüler.

Alle Beteiligten widmeten sich mit Ernst ihrer Aufgabe, die dargebotenen Leistungen waren relativ überdurchschnittlich. Den Reigen am Flügel eröffnete Paul-Ludwig Kulms mit der Air mit Variationen von's Händel. Wir hören gern von dem kleinen Künstler Barockmusik, sie gelang ihm auch diesmal besonders gut. Heben wir neben solcher Leistung (auswendig) die weiteren musikalischen Höhepunkte heraus. Dörte Tiedemanns kleine Hände bewältigten sauber den 1. Satz aus Mozarts C-Dur Sonate. Ein feiner Vortrag! Bei Albrecht Lampe horchten wir auf. Beethovens Klavierstück „Für Elise“ war ein musikalischer Genuß (auswendig). Die gleiche Anerkennung verdient Barbara Garthe mit einem Rondo von Diabelli. Mit Beseelung spielte Wolf Leichsenring den As-Dur Walzer von Chopin (auswendig), es war fast des Guten zuviel. Dorit Schachts Fantasie von Telemann wurde stilrein vorgetragen. Die anspruchsvollste Leistung des Abends vollbrachte Sigrid Albrecht in dem vierhändigen Grand Rondeau von Schubert. Gestützt durch die sichere Begleitung von Studienrat Alshuth erklang das herrliche Stück streckenweise in großer Schönheit.

Die übrigen, durchweg erfolgreichen Bemühungen aller anderen Schüler seien lobend erwähnt: Renate Strietzel – Allegro von Haydn, Ursula Stumpf – Rondo von Haydn, Rudolf Tyrell – Deutsche Tänze von Beethoven, Karen Petersen – Rondo von Kuhlau, Brigitte Pleuger – Sonate, E-Dur, 1. Satz und – last not least – Barbara Kiesler – 2 Mazurken, a-moll und C-Dur von Chopin (auswendig)!

Wirkungsvoll umrahmt wurden die Klaviervorträge von Chören aus „Orpheus und Euridice“ von Gluck, zwei Volksliedern von Brahms, „Es saß ein schneeweiß Vögelein“ und „Verstohlen geht der Mond auf“, und den Zigeunerliedern von Brahms. Solistisch zeichneten sich aus Heidrun Pawelzik, Karen Rodeck, Birgit Hormann und Jochen Schülke.

Herzlicher Beifall dankte allen Mitwirkenden.

STORMARNER TAGEBLATT vom 19.9.1962

 

Freitag, 21. September 1962

Morgen Kreisjugendsportfest

400 Jungen und Mädel im Dreikampf am Start

n. – Mit viel Mühe und Sorgfalt sind die Vorarbeiten für das diesjährige Kreisjugendsportfest, das morgen vormittag im Oldesloer Stadion abrollt, getroffen worden. Über 400 Dreikämpfer aller Schulgattungen und Altersklassen gehen an den Start.

Landschulen laufen 10 mal 75-Meter-Pendelstaffeln; Volksschulen, Aufbauzüge, Mittelschulen und eine Staffel der Oldesloer Oberschule kämpfen um den Sieg in der Rundenstaffel. Durch die Initiative einiger sportbegeisterter Lehrkräfte der Kreisberufsschule ist die Gruppe der Lehrlinge und der Frauenfachschule besonders stark. Der TSV Trittau entsendet 15 vereinsgebundene Wettkämpfer.

Um 11.55 Uhr bringen 340 Jungen und Mädchen Volkstänze. Ballspiele schließen sich an. Hier hat der Kreisfußballverband einen Wanderpreis gestiftet, den der 1. Vorsitzende Gesche überreichen wird. Die Mädchen der Mittelschule Ahrensburg kämpfen gegen die Oldesloer um den Wanderpreis des Kreishandballverbandes. Dieser hat einen weiteren Preis für die Volksschulen gestiftet.

STORMARNER TAGEBLATT vom 21.9.1962

 

Sonnabend, 22. September 1962

Ergebnisse des Kreisschulsportfestes

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n. – Nachdem die Oldesloer Schulen in gemeinsamer Arbeit die Sportanlagen im Stadion und auf dem Exer hergerichtet hatten, konnte Kreisschulrat Heinrich Lüth die 700 Teilnehmer und die Kampfrichter des Kreisjugendsportfestes bei herrlichstem Sommerwetter begrüßen.

Vortreffliche und zündende Worte sprach der Schulrat zu den jungen Sportlern, die von den verschiedensten Schulgattungen und Sportvereinen kamen. Bei dem gemeinsamen Laufen und Springen müsse man auch den anderen sehen, ihn anspornen, das Beste zu leisten, man müsse sich über die gute Leistung des anderen freuen können. Das erst mache das Gemeinsame des Festes aus und darin sähe er den Wert dieses Kreisjugendsportfestes.

Im Verlauf des Vergleichskampfes begrüßte der Leiter der Veranstaltung, Kreissportlehrer Nowak, unter den Gästen Schulrat Heitmann, Stadtrat Schröder, Christian Ohrt, Hansjoachim Berg und Ernst Otto vom Kreissportverband und die Verbandsvorsitzenden Rausch (Leichtathletik) und Schmok (Handball).

(Anm.: Ergebnisse der Oldesloer SportlerInnen; KLS = Königin-Luise Schule, TMS = Theodor-Mommsen-Schule)

Dreikampf

  • 11 Jahre Jungen: 1. Erhard Hiller, KLS, 58 Punkte; Mädchen: 5. Gisela Skroblin, KLS, 57,5, 6. Ursula Ebel, KLS, 56.
  • 12 Jahre Jungen: 3. Rüdiger Sluga, KLS, 56; Mädchen: 1. Jutta Reimers, KLS, 62, 3. Monika Schröder, Stadtschule, 57,5, 4. Ilka Rüssel, Stadtschule, 56.
  • 13 Jahre Jungen: 1. Fred Girschkowski, KLS, 74; Mädchen: 6. Ingeborg Skroblin, Stadtschule, 59,5.
  • 14 Jahre Mädchen: 3. Hannelore Schröder, Stadtschule, 64.
  • 15 Jahre Jungen: 5. Helmut Ahlf, KLS, 63,5; Mädchen: 3. Dagmar Biehl, KLS, 59, 4. Hanna Becker, KLS, 57.
  • 16 Jahre Jungen: 4. Hartmut Beulcke, KLS, 60, 5. Volker Bern, KLS, 58; Mädchen: 4. Heidemarie Nowak, KLS, 56, 6. Gesine Ohrt, KLS, 53,5.
  • 17 Jahre Jungen: 2. Michael Teschendorff, KLS, 60,5, 3. Hans-Jürgen Mudrack, KLS, 58; Mädchen: 3. Heidrun Christ, KLS, 49,5.
  • 18 Jahre Jungen: 3. Henning Ruhser, KLS, 58,5; Mädchen: 1. Christine Hentschel (VfL Oldesloe) 50,5.

Einzelwettbewerbe

  • 600 Meter – Weibliche Jugend A (1944/45): 1. Christine Hentschel (VfL Oldesloe) 1:56,9 Minuten; Weibliche Jugend B (1946/47): 1. Dagmar Biehl, KLS, 1:54,3, 2. Brigitte Hermann, KLS, 1:54,7, 3. Käthe Hafemann, KLS, 1:55,2.
  • 800 Meter – Männliche Jugend A: 1. Henning Ruhser, KLS, 2:05,1; Männliche Jugend B: 1. Henning Witt, TKLS, 2:06,8, 3. Christian Roes, TKLS, 2:13,2.

Staffeln

4 mal 100 Meter-Staffel – Oberschulen (Mittelstufe): 1. Theodor-Mommsen-Schule 46,3 Sekunden (Wolfgang Höppner, Gerhard Padderatz, Wolfgang Klippel, Hans-Henning Witt); Mittelschulen: 1. Oldesloe 47,6 Sekunden (Hans-Jürgen Mudrack, Volker Bern, Henning Ruhser, Kurt Friedrich).

STORMARNER TAGEBLATT vom 25.9.1962

 

Sonnabend, 29. September 1962

Alle haben bestanden

st. – Unter Leitung des Kreisfachberaters für Verkehrserziehung, Gerhard Fenner, und mit Unterstützung der Polizei wurde am letzten Schultag vor den Ferien an der Mittelschule eine freiwillige Radfahrerprüfung abgenommen. Daran beteiligten sich 36 Jungen und Mädchen. Alle haben bestanden, darunter 17 mit der Note „sehr gut“und 15 mit „gut“. Im praktischen Teil mußten die Prüflinge durch die Innenstadt fahren. Unter ihnen waren auch sechs Kinder der Volksschule in Steinfeld. Neben Radwimpel und Abzeichen „Geprüfter Radfahrer“ erhielten die Teilnehmer von der Verkehrswacht auch einen Radfahrerpaß.

STORMARNER TAGEBLATT vom 29.9.1962

 

Bis zum Jahr 1970