Schuljahr 1962 - 63  Zeitraum Oktober - Dezember

 

Dienstag, 13. November 1962

120 Radfahrer geprüft

st. – 120 Jungen und Mädchen der Klaus-Groth-Schule nahmen an einer freiwilligen Radfahrprüfung teil. 84 bestanden sie. 39 erhielten das Prädikat „sehr gut“, weitere 27 die Note „gut“. Als beste Radfahrer qualifizierten sich Armin Bock mit 67 Punkten (7b), Siegfried Wendt mit 66 Punkten (7a) und Wolfgang Berndt mit 65,5 Punkten (7b). Im Straßenverkehr zeichnete sich Uwe Püttjer (7b) besonders aus. Neben Radfahrpaß und Wimpel erhalten die 84 Jungen und Mädchen auch eine Plakette und Anstecknadel „geprüfter Radfahrer“. Lehrer Hammer hatte die Prüflinge gut vorbereitet.

STORMARNER TAGEBLATT vom 13.11.1962

 

Donnerstag, 15. November 1962

Theodor-Mommsen-Fest 1962

st. – Die diesjährige Theodor-Mommsen-Feier findet am 1. Dezember in der Aula des Gymnasiums statt. Im Mittelpunkt steht ein Vortrag von Studienrat Kunst mit dem Thema: „Die Great Plains von Nordamerika – geographisches Erscheinungsbild und Bedeutung für die Welt.“ Den Tag beschließt ein Festball, der von der Schülermitverantwortung der Klassen UII – OI veranstaltet wird. Vorausgeht am 29. November ein Festkonzert mit der Aufführung des Oratoriums von Joseph Haydn „Die Schöpfung“ unter Leitung von Studienrat Alshuth.

STORMARNER TAGEBLATT vom 15.11.1962

 

Donnerstag, 29. November 1962

Beglückende Oratoriumsaufführung

Kl. – Die Liebe, der Joseph Haydns „Schöpfung“ von Anbeginn an begegnete, ist ihr treu geblieben bis auf den heutigen Tag. Woran liegt das? Die gestalterische Sicherheit, optische Vorgänge in Musik umzudeuten, das eine mit dem anderen gleichzusetzen, darin mag der Hauptgrund für die Volkstümlichkeit des Oratoriums liegen. Die musikalischen Gedanken sind auf die einfachste, klarste, wirkungsvollste Formel gebracht.

Neben den Singstimmen erscheint das Orchester als ebenbürtiger Klang- und Ausdruckspartner, in dem jedes Instrument in der ihm gemäßen charakteristischen Sprache redet. Überglänzt von Sonne steht die Welt da: Berge, Wiesen, Bäche, Ströme, Meere, Tiere – dann als Krone der Schöpfung der Mensch. „Ein Mensch zu sein“ ist nie erhabener ausgedrückt worden. Was in der Vorstellung des Chaos, in den Rezitationen an Kraft und Fülle der Erfindung steckt – Sonnen-und Mondaufgang, die Darstellung der Tiere – ist ein Muster musikalischer Zeichnung, vor allem die berühmte Stelle „Es werde Licht“. Tausendmal schon ist sie erklungen, immer wieder überwältigt sie und ist doch nur einfacher C-Dur-Dreiklang, eingebettet in die schlichte Kadenz.

Solche Vorstellung des unmittelbar Eingänglichen kann nicht über den beträchtlichen Schwierigkeitsgrad hinwegtäuschen. Dennoch hatte sich das Oldesloer Gymnasium dieses Werk als Auftakt zum Theodor-Mommsen-Fest gewählt. Eins muß von vornherein gesagt werden: Fritz Alshuth erreichte mit seinem Chor unter Mitwirkung des Hamburger Kammerorchesters in einer sorgfältig durchgearbeiteten Wiedergabe eine hervorragende Einträchtigkeit zwischen Vokal- und Instrumentalstimmen. Die Stimmen des geschulten Chores zeigten Frische, Klarheit In der Intonation, rhythmische Genauigkeit. Es gab herrliche Höhepunkte in den großen Sätzen. Wenn der Schlußchor des ersten Teils losbricht, weiß man, woher Beethoven die Kraft zu seinem Choral „Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre“ genommen hat. Oder wenn es heißt, daß die Sprache des Schöpfers von allen Wesen verstanden wird, daß sie keiner Zunge fremd ist – wenn der Chor brausend den 6. Schöpfungstag beschließt „Vollendet ist das große Werk“ und am Schluß das Lob Gottes verkündet „Des Herren Ruhm, er bleibt in Ewigkeit!“ – das alles war großartig gestaltet und hatte Glanz.

Zum rein Technischen sei gesagt, daß den sehr schönen tiefen Männerstimmen manchmal die anderen Stimmen nichts Gleichwertiges entgegenzusetzen hatten.

Die sehr beanspruchten Solisten trugen Wesentliches zum Gelingen des Ganzen bei. Starke Impulse auf alle Mitwirkenden gingen von der Sopranistin Irmgard Jacobeit-Polzin aus, einer für den Oratorienstil dank ihres biegsamen Materials sehr befähigten Sängerin. An musikalischer Überzeugungskraft standen Günther Pods, Tenor, und Jörn Winkler, Baß, nicht nach. Wie Pods den Mond und den Morgen besang, war unübertrefflich, Jörn Winklers mit Würde gesungene Arie „Nun scheint in vollem Glanze der Himmel“ war ein künstlerischer Höhepunkt.

Das Hamburger Kammerorchester spielte etwas eigenwillig, war im Gesamtgefüge aber durchaus korrekt, bot in einzelnen Streicher- und Bläserpartien hervorragende Leistungen. Hildegard Nölting und Gerhard Schöppl versahen ihr Amt mit dr Sicherheit erfahrener Continuisten.

Die Aufführung stand immer unter der wachen Kontrolle von Fritz Alshuth. Es ist nicht allein die sichere Einstudierung, die wir anerkennen, und dafür unser Dank. Überzeugender noch ist das absolute Erfülltsein von dem Werk, und das überträgt sich auf alle Mitwirkenden und auf die Zuhörer. – Wenn das Werk in einem friedvollen B-Dur in sein Amen ausklingt, scheidet niemand von dieser Musik ohne das Gefühl einer tiefen Beglückung.

STORMARNER TAGEBLATT vom 1.12.1962

 

Freitag, 30. November 1962

Oberschule führte „Die Schöpfung“ auf

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Die Aufführung des Haydn-Oratoriums „Die Schöpfung“ in der Aula des Oldesloer Gymnasiums leitete gestern abend das Theodor-Mommsen-Fest ein. … Leiter der schönen Aufführung war Studienrat Fritz Alshuth. … Das Fest wird morgen vormittag mit einer Feier fortgesetzt, in der Studienrat Harro Kunst über „Die Great Plains von Nordamerika – geographisches Erscheinungsbild und Bedeutung für die Welt“ sprechen wird. Oberstudiendirektor Dr. Wilhelm Tiedemann wird die Theodor-Mommsen-Prämien an die besten Schüler verteilen. Am Abend veranstaltet die

Schülermitverantwortung im „Oldesloer Hof“ einen Ball.

STORMARNER TAGEBLATT vom 30.11.1962

 

Freitag, 30. November 1962

Schulklima von Psychologen untersucht

Praktische Hinweise für Lehrer und Eltern – Erzieher darf kein Pauker sein

lno. – Flensburg. „Mein Herbert war früher ein so guter Schüler, aber seitdem er zu Ostern einen neuen Lehrer bekommen hat, ist er unlustig geworden.“ in jedem Kaffeekränzchen, auf mancher Abendgesellschaft, Im Familienkreis oder unter Freunden fällt dieser Satz, wenn das Gespräch auf „die Schule“, auf die Aufgaben, die von den Kindern verlangt werden oder auf „die Lehrer“ kommt. Kaum eine Familie mit Kindern gibt es in der Bundesrepublik, die keine Schulsorgen kennt.

Nachdem das Arbeitsleben von Psychologen durchforscht ist, haben die Wissenschaftler vom Seelenleben und der Verhaltensweise des Menschen sich jetzt auch der Pädagogik angenommen. Für die angebenden Lehrer in den pädagogischen Hochschulen gehört deshalb auch Psychologie bereits zu den Pflichtfächern,

Große Industriefirmen haben Arbeitspsychologen angestellt, um das Leistungsniveau ihrer Beschäftigten zu heben. Sie haben herausgefunden, daß es oft Kleinigkeiten sind, die dazu beitragen können, Unlust und Ermüdungserscheinungen zu beheben. Schon ein besonderer Farbanstrich in den Werkräumen kann eine Besserung des Betriebsklimas bewirken, und Tierpsychologen haben festgestellt, daß Kühe mehr Milch geben, wenn man ihnen beim Melken leichte Musik vorspielt.

Die Psychologen in der Schulstube sind nun der Meinung, daß der Lerneifer der Kinder nicht zuletzt vom Verhältnis abhängig ist, das der Lehrer zu seinen Schülern herstellt. Bereits die Einstellung, die der Lehrer zu seinem Beruf und zu seinem eigenen Wissen hat, überträgt sich unbewußt auf die Kinder und wirkt bereits erzieherisch – oder hemmend. Die Atmosphäre, das Schulklima, wird aber besonders getrübt, wenn der Lehrer ein „Pauker“ alten Stils ist, ein Schultyrann, der nur seine Meinung gelten läßt und dadurch bei seinen „Mitarbeitern“ Aggressionen hervorruft. Nach Ansicht der Psychologen – und welcher Schüler wird ihnen nicht recht geben – sollte ein Lehrer deshalb nicht „dominativ“, also herrschsüchtig und unterdrückend auf seine Schüler reagieren.

Ein innerlich sicherer, vorwiegend aufgeschlossener, ruhiger, geduldiger und überlegener Lehrer ist nach Meinung der Psychologen ein Erzieher, der auf seine Klasse harmonisierend wirkt. Er wird die Aggressivität der Jugend auf ein Minimum reduzieren und so ein gutes Lernklima schaffen. Das „Integrative“, das sozial aufgeschlossene und von innerer Sicherheit zeugende Verhalten des Lehrers wirkt sich auch positiv auf die Intelligenz der Schüler aus, während dominatives Verhalten das Intelligenzniveau negativ beeinflußt.

Die Verhaltensweise des Lehrers – „dominativ“ oder „integrativ“ wie die Fachausdrücke der Psychologie lauten – ist nach einem Verfahren des Flensburger Psychologieprofessors Dr. Werner Corell objektiv meßbar. Seine Studenten testeten mehrere Lehrer im Unterricht und stellten nach diesem Verfahren fest, daß das Verhalten des Lehrers in den Nachmittagsstunden meist „dominativer“ als in den Vormittagsstunden war. Bei kleineren Klassengemein-schaften war der Lehrer zudem noch meist „integrativer“ als in den sogenannten Mammut-Klassen.

Der Schulpsychologe zog daraus den Schluß, daß sich bei kleinen Klassenfrequenzen in sozial-psychologischer Hinsicht der Unterricht fruchtbarer gestalten läßt. Eindeutig sprih diese Untersuchung auch für der Schulunterricht in der Vormittagszeit. Die psychologische Verhaltungsweise des Lehrers teilt sich unbewußt der Schülergemeinschaft mit und beeinflußt über das Klassenklima die Lernbereitschaft.

Professor Dr. Correll bricht auch für die Koedukation, für die Gemeinschaftserziehung von Jungen und Mädchen eine Lanze. Seine psychologischen Forschungen haben ergeben. daß Jungen integrativer als Mädchen sind. Die Jungen scheinen – entgegen aller herkömmlichen Ansichten – mindest in sozialer Hinsicht schneller zu reifen. Gemischte Klassen hatten so auf das dominative, das herrschsüchtige Verhalten der Mädchen einen günstigen Einfluß und schufen ein besseres Klassenklima.

STORMARNER TAGEBLATT vom 30.11.1962

 

Sonnabend, 1. Dezember 1962

Aus der Aula nach Amerikas Kornkammer

Studienrat Kunst berichtete auf der Theodor-Mommsen-Feier über USA-Eindrücke

st. – In einer von gewohnt guter Chor- und Orchestermusik umrahmten Feier anläßlich des 13. Theodor-Mommsen-Festes in der Aula des Gymnasiums berichtete Studienrat Harro Kunst über wirtschafts-geographische Erkenntnisse seines einjährigen Amerika-Aufenthaltes. Oberstudiendirektor Dr. Wilhelm Tiedemann überreichte die Theodor-Mommsen-Prämien an zwei Oberprimaner.

Einleitend hieß der Direktor die zahlreichen Vertreter der Stadt, der Elternschaft, der Kirchen und anderer Schulen, ferner ehemalige Lehrer und Schüler willkommen. Die Schule sei sich ihrer Verpflichtung dem Namenspatron gegenüber, der 1902 als vorbildlicher Mensch und hervorragender Gelehrter den Nobelpreis bekommen habe, voll bewußt.

Es sei ihm eine Freude, der Stadt und den zuständigen Stellen dafür danken zu können, daß anläßlich dieses Festes beschlossen habe, für die Aula nunmehr auch ein neues Gestühl zu beschaffen.

In seinem Festvortrag berichtete Studienrat Harro Kunst über die geologischen, klimatischen und wirtschaftlichen Verhältnisse des sogenannten Mittleren Westens von Amerika. Mit Lichtbildern veranschaulichte er die infolge der Unausgeglichenheit des Klimas schwierigen Wirtschaftsverhältnisse dieser riesigen Kornkammer der Welt. Klima in Verbindung mit Größe des Landes haben von Beginn an dieses Gebiet zu einer Keimzelle vieler bahnbrechender Erfindungen und Neuerungen in der Landwirtschaft werden lassen. Mähmaschine, Dreschmaschine, Selbstbinder, Drillmaschine und Mähdrescher, gegen Kälte und Trockenheit widerstandsfähige Getreidesorten, krankheitsfeste Gräser, Hybridzüchtungen der landwirtschaftlichen Feldfrüchte zur Erhöhung der Ernten sind einige der wichtigsten Pionierarbeiten dieses Landes.

Die von Ernst Wolfgang Mommsen gestifteten Buchprämien erhielten die Oberprimaner Arne von Kittlitz und Wolfgang Albrecht. Der Stifter, ein Enkel des großen Gelehrten, war durch die Teilnahme an EWG-Verhandlungen in London am Kommen verhindert.

STORMARNER TAGEBLATT vom 3.12.1962

 

Dienstag, 11. Dezember 1962

Spanischer Gast bei Mittelschülern

st. – Senor Don Luis Ignacio Mon Mora aus Tineo in Asturien besuchte die spanisch lernenden Mädchen und Jungen der Königin-Luise-Schule und ihren Lehrer Heinz Timmermann. Nach anfänglicher Befangenheit unterhielt man sich auf Spanisch über die Schule, über Spanien und über Sport. Einige Teilnehmer erzählten kleine Geschichten. Sehr schnell lernten die Mädchen und Jungen von ihrem Gast das spanische Kartenspiel Brisca. Besondere Anerkennung sprach Senor Mon Mora einer kleinen Theatergruppe aus, ihm den Sketch „El cuento de nunca acabar“ (Die Geschichte ohne Ende) vorführte. Ende dieser Woche fliegt zur Fortsetzung seines Studiums in seine Heimat zurück.

STORMARNER TAGEBLATT vom 11.12.1962

 

Donnerstag, 13. Dezember 1962

Polenvortrag vor den Mittelschullehrern

n. – Auf einer Versammlung des Mittelschullehrer-Verbandes Bad Oldesloe konnte Konrektor Bahnsen als Gäste die Mitglieder der Ortsgruppe Segeberg und Rechtanwalt Dr. Dittmer, den Referenten des Nachmittags, begrüßen, der in farbigen Lichtbildern seine Eindrücke einer Studienreise nach Polen vermittelte. In dem Vortrag kam der Wunsch nach Kontakten und Verständigung zum Ausdruck, die der polnische Staatsbürger wünsche, um mit dem Westen eine Regelung zu treffen. Im Mittelpunkt der anschließenden Diskussion standen Fragen der Rechtsstaatlichkeit und des Rechtsbewußtseins.

STORMARNER TAGEBLATT vom 14.12.1962

 

Montag, 17. Dezember 1962

Oldesloer Mittelschüler Nummer 1 im Lande

n. – Wie jetzt feststeht, führt die Mittelschule mit 304116 Punkten in der Deutschen Jugend-Mannschaftsmeisterschaft für Schulen die Landesbestenliste vor dem Gymnasium Heide (187.857) und der Nikolai-Knabenschule Flensburg (162.223) an.

Auch in der Einzelwertung erzielten die Oldesloer beachtliche Erfolge. Unter den 50 Mannschaften der Gruppe II belegten die 1948/49 geborenen Schüler einen zweiten, vierten und sechsten Platz, während in der Schülerklasse B Oldesloer Mannschaften Platz eins, drei, fünf, sechs und sieben einnehmen (32 Mannschaften). Unter den 39 Mannschaften der Schülerinnen A liegt Oldesloe an vierter, sechster und siebenter Stelle. Mit dem ersten, zweiten und dritten Platz der Schülerinnenklasse B (1950/51) erzielten die jüngsten Mädchen das beste Ergebnis.

Dieser Erfolg für eine gesunde Breitenarbeit ist das Ziel schulischer Leibesertüchtigung. Zugrunde liegt der am 26. und 27. September unter der Aufsicht des Kreisleichtathletikverbandes ausgetragene volkstümliche Dreikampf, zu dem 89 Mannschaften der Mittelschule angetreten waren.

STORMARNER TAGEBLATT vom 17.12.1962

 

Montag, 17. Dezember 1962

Ein Fünfjahresplan für Bad Oldesloe

Stadtparlament verabschiedete den Haushaltsplan für 1963 …

st. – Mit einem Fünfjahresprogramm, dessen Kosten auf 11.240.000 DM veranschlagt werden, hat sich die Kreisstadt den Weg in die nächste Zukunft im Zuge der Weiterentwicklung auf der Grundlage der Beschlüsse des Gemeinsamen Planungsrates Hamburg/Schleswig-Holstein vorgezeichnet. Dieses Programm ist in den Erläuterungen des Bürgermeisters zum Haushaltsplan für 1963 enthalten, den das Stadtparlament gegen drei Stimmen verabschiedete. Schon im kommenden Jahr werden realisiert der aus technischen Gründen in diesem Jahr zurückgestellte Erweiterungsbau der Klaus-Groth-Schule (3. und letzter Bauabschnitt) für 805.000 DM, der 4. Bauabschnitt der Vollkanalisation für 1,3 Millionen DM, der Ausbau und die Erneuerung von Versorgungsanlagen der Stadtwerke für 600.000 DM und der Erwerb von Grundvermögen für 200.000 DM. …

Das Fünfjahresprogramm sieht außer den bereits oben genannten Vorhaben folgende Projekte vor:

  • Gymnastikhalle für das Gymnasium,
  • Schulneubau für die Sonderschule
  • Turnhalle für die Stadtschule mit Lehrschwimmbecken, …
  • Sportplatz bei der Klaus-Groth-Schule (Wendum).

STORMARNER TAGEBLATT vom 18.12.1962

 

Freitag, 21. Dezember 1962

Gymnasiasten Bezirkssieger im Fußball

h. – Die Fußballmannschaft des Theodor-Mommsen-Gymnasiums in der Aufstellung Maack (Tor) Baus, Heider (Verteidigung) Kiupel, Hamdorf, Kilz (Lauf) Höppner, Jonischkies, Brüggmann, Möller, Witt (Sturm) spielte als Gruppensieger des Südbezirks Schleswig-Holstein gegen den Gruppensieger der Lübecker Gymnasien, der Oberschule zum Dom. Die Oldesloer gewannen das Spiel mit 3:2 (1:1) Toren.

Damit wurde die Oldesloer Mannschaft Sieger des Bezirks Süd und rückt in die Vorschlußrunde vor, die unter den vier besten Fußballmannschaften der Gymnasien Schleswig-Holsteins nach den Weihnachtsferien ausgetragen wird.

STORMARNER TAGEBLATT vom 21.12.1962

 

Freitag, 21. Dezember 1962

Oberprimaner diskutierten

st. – Ursprung, Wesen und Wirkung des Nationalismus standen im Mittelpunkt einer Tagung, zu der die Grenzakademie Sankelmark 59 Oberprimaner aus allen Gymnasien des Landes eingeladen hatte. Die Theodor-Mommsen-Schule war durch den Oberprimaner Christian Schwarck aus Mollhagen vertreten. Die Tagung, die alljährlich in Sankelmark stattfindet, soll den besten Schülern der Oberschule noch einmal Gelegenheit geben, sich mit einem Thema intensiv und wissenschaftlich zu befassen. Sinn dieser Tagung, die gestern endete, war es, die Frage zu klären, ob der Begriff Nation für die heutige Jugend noch Bedeutung hat, und die Bedeutung des Nationalgefühls in unserer Vergangenheit und in anderen Völkern zu untersuchen. Die jungen Teilnehmer beteiligten sich an der Diskussion sehr rege und aufgeschlossen.

STORMARNER TAGEBLATT vom 21.12.1962

 

Donnerstag, 27. Dezember 1962

2545 Schüler

st. – Nach einem Rückgang in den letzten Jahren hat sich die Gesamtzahl der Kinder und Jugendlichen, die in der Kreisstadt zur Schule gehen, im Jahre 1962 erstmalig wieder erhöht. Sie beträgt 2545 und setzt sich wie folgt zusammen: 727 Stadtschüler, 531 Klaus-Groth-Schüler, 25 Seefelder Schüler, 152 Sonderschüler, 624 Mittelschüler (davon 43,7 Prozent Auswärtige) und 486 Gymnasiasten (davon 42,3 Prozent Auswärtige). Die Gesamtzahl ist fast um 700 Schüler geringer als im Jahre 1953, wo man 3210 Schüler zählte.

STORMARNER TAGEBLATT vom 27.12.1962

 

Sonnabend, 29. Dezember 1962

Mehr Mittelschüler

st. – Die Stadt erwartet zu Ostern 1963 eine erhöhte Schülerzahl an der Mittelschule und hat deshalb 4250 DM für die dann benötigten Schultische und -stühle bereitgestellt.

STORMARNER TAGEBLATT vom 29.12.1962

 

Bis zum Jahr 1970